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Str. 54. K. Jahrgang.

Kasseler Reueste Rachrichtea

konnabenv, 8. vkikz IMS.

Wände rberattina^'und £efte mit 70 ®iinieroor. schlagen unentgeltlich in der Geichaftsftelle, Rathaus,

Hofgebäude.

Am Montag

Kurfc für Rechtsstu-ieren-e

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So wir- nie abgerüstet.

Die Dienstpflicht als großes Hindernis.. England sehr pessimistisch.

London, 2. März.

Einem Genfer Berichterstatter gab Lord Eushendun zu, daß das große Hindernis für die Abrüstung das System der allgemeinen Dienst­pflicht sei. Unmöglich könne man die Herab­setzung der militärischen Dienstzeit als eine Ab­rüstungsmaßnahme bezeichnen. Sie bedeutet nur, daß das stehende Heer immer mehr zum Unteroffizierkorps für das mobile Heer wird. Der Bericht des Sicherheitsausschusses sei zu un­reif, um von unmittelbarem Nutzen zu sein und müsse eine neue Form erhalten, bevor er die Arbeit der vorbereitenden Kommission fördern könne.

Der rote Hahn auf dem Bauernhof.

Brandenburg, 2. März. (Privattelegramm.) ®et einem großen Scheunenbrand in dem mär­kischen Dorfe Jeserigk konnte wegen starker Rauchentwicklung das Vieh nicht ans den Stäl­len geholt werden. Achtzehn Kühe, mehrere Pferde und viele Schweine sind in den Flammen umgekommen. Scheune und Ställe sind bis auf die Grundmauern niedergebrannt. Das Feuer wird auf Brandstiftung zurückgrführt.

Sin toerunglütfter Iungsernssug.

Paris. 2. März. (Eigener Drahtbericht.) Tas erste Flugzeug, das heute mit drei engli­schen Journalisten den direkten Dienst London- Marseille eröffnete, stürzte infolge eines Mo­tordefektes drei Kilometer östlich von Bron ab. Ter Apparat wurde stark besächdigt, die Insas, sen leicht verletzt.

eine unselige -Autofahri

Essen, 2. März. (Privattelegramm.) Ein «uto fuhr aus der Straße gegen einen Baum. Der Führer war sofort tot. Die zwei Insassen, beide aus Essen, wurden schwer verletzt.

Sn 6er Fabrik ertrunken.

Madrid, 2. März. (Eig. Drahibericht.) Bei Caceres brach das Wasserreservoir einer Oelfabrik. Ein Arbeiter ertrank, fünf andere wurden schwer verletzt.

Daß der neue Etat der Stadt Kassel starkes Anziehen der Steuerschraube bringt, ist bereits ein offenes Geheimnis. Wir wissen, daß die Ge­bühren für Strom, Ggs und Wasser erhöht wer­den, daß auch sonst versucht wird, eine Millio­nen Mark Defizit hereinzubringen. In der gestrigen Versammlung des Wirtever - eins für Kassel und Umgebung in den Bürgersälen- verbreitete sich Stadtverordneter D ö h n e eingehend über Steuerfragen, dabei auch die kommende Mehrbelastung der Bürger­schaft streifend. Daß nach Lage der Dinge neue Mittel aufgebracht werden müssen, ist keinem Einsichtigen zweifelhaft, wogegen sich aber der gesamte Mittelstand wehren muß, ist eine

weitere Anspannung der Gewerbesteuer.

Die Banken ersatzpflichtig.

Ein Bankrottsieg der kleinen Gläubiger.

Dresden, 2. März. Die nach dem Zusammen­bruch des Kaufmann-Konzerns in Dresden vor etwa zwei Jahren von einer Gläubigergruppe in Höhe von 1,5 Millionen Mark geltend ge­machten Forderungen gegen die Deutsche Bank und die Sächsische Staatsbank wurden vom Landgericht in vollem Umfange festgestellt. Da­mit wird das Reichsgerichtsurteil bestätigt, daß der sich sichernde Gläubiger nur bis zu einer bestimmten Grenze gehen dars, wenn er nicht schadenersatzpflichtig werden will. Kaufmann hat seinerzeit den Banken sein Warenlager und auch den größten Teil seines Vermögens als Sicherheit übereignet, sodaß die Forderungen der übrigen Gläubiger nur zu einem ganz ge­ringen Bruchteil gedeckt werden konnten.

Line tödliche Saufwette.

28 Gläser Bier und dann... aus.

Paris, 2. März

Ein vierundzwanzigjähriger Landmann ging eine Wette ein, nach der er achtundzwau- ziggrotzeGläserBier auszutrinken hatte. Er gewann die Wette auch, mußte aber wegen sinnloser Betrunkenheit in seine Wohnung ge­bracht werden, wo er bald darauf t o t aufgefun- den wurde.

standes in neue kleine Parteien. Nur durch Gel­tendmachung des Mittelstandes in den bestehen­den großen Parteien könnten dessen Belange ge­bührend gewahrt werden. Wie Vorsitzender Grenzebach weiter feststellte, hat die

Verlängerung der Polizeistunde

während der Karnevalszeit keinerlei Schaden an- gerichtet, wie vorher von gegnerischer Seite be­hauptet worden war. Auf der Straße ist es nie­mals ruhiger gewesen. Zudem ist vom Verkehrs­verband festgestellt worden, daß die Städte, in denen aus Anlaß der Karnevalszeit die Polizei­stunde verlängert war, einen erhöhten Zuzug aus der Provinz zu verzeichnen hatten. Was den

Volkstrauertag

am Sonntag betrifft, so Hal der Polizeipräsident den Vereinen, die am Sonnabend Feste feiern die Polizeistunde bis 3 Uhr verlängert, aber dringend gebeten, diese Stunde auch einzuhalten, damit die Straßen am Morgen kein Bild bieten, das zu dem Trauercharakter des Tages in Wi­derspruch steht. Schließlich wurden noch '

Fragen des Fremdenverkehrs

erörtert. Eine Stadt, die heute nicht alles auf- bietet, um für sich zu werben, werde int scharfen Wettbewerb aller schön gelegenen deutschen Städte an die Wand gedrückt. In Kassel werde der Fehler gemacht, die Gastwirte, die die besten Fremdenwerber sind, zu erdrosseln. Man be­haupte, die Hotels seien zu teuer, die Gaststätten nicht zeitgemäß. Beides treffe nicht zu.

Kassel ist, das kann mit ruhigem Gewissen behauptet werden, eine der billigsten deut­schen Städte und die Einrichtung seiner Hotels und Gaststätten bleibe hinter denen anderer Städte nicht zurück.

Immer müsse sich die Stadtverwaltung vor Augen halten, daß der Ruf einer Frewdenstadt durch die Gastwirte gefestigt aber auch vernichtet werden kann und wenn hier nicht Hand in Hand mit dem Wirtestand gegangen wird, so sei die Stadt selbst die Leidtragende. Beim städtischen Verkehrsamt habe diese Einstellung sowohl unter Stadtrat Weber wie unter Dr. Schumann, dem jtzeigen Verkehrsdirektor, stets das weitgehendste Verständnis erfahren. Im übrigen schloß sich die Versammlung dem Bedauern an, das in der letzten Hotelbesitzer-Versammlung ausgesprochen wurde über die Tatsache, daß Kassel die erste Stadt gewesen ist, die sich die allseits verurteil­ten Richtlinien des Städtetags-Präsidenten zu eigen gemacht hat und die Abstinenz vor den Wagen neuer Steuergewinnung spannte. H.

Ms hierher und nicht weiter..!

Der Kasseler Mfltelstand gegen weitere steuer liche Ueberlastung; Ausruf der Gastwirte zu gemeinsamer Kampffront.

Dreiste Flucht des Banderolenfäischers.

Berlin, 2. März. (Durch Funkspruch.) Einer der Hauptbeschuldigten in der Banderolenfäl- schungsaffäre, durch die das Reich um Millio- nenbeträge gefrMhigt worden iff. der Kaufmann Benno Bandt, entwich auf dem Transport zum Gerichtssaal. Im dichten Straßenge- dränge versetzte Bandt dem Tr-ränorteur einen wuchtigen Schlag gegen die Brust, odaß der Beamte taumelte. In der allgemeinen n"lonrt es ««♦f-intmen.

Avollo.Theater:Das brennende Meer-.

Wirth: Blütenfest.

Paulaner: Salva torfest.

Wandervorschläge

des Hessische« Gebiras-Berelas für S-nniaa.

Mittwoch und Donnerstag die Reifeprüfung am Wilhelmsgymnasium statt. Es bestanden sämt­liche Prüflinge: Oberprima a: Hermann Barth, Hans Becker, Gregor Brutzer, Karl Engelbrecht, Otto Gerland, Günther Hagen, Hanns Heins, Arnulf Hölzerköpf, Erich Krüger, Fritz Melchers, Kurt Möller, Walter Otto, Karl Sommermann. Oberprima b: Heinz Anz, Eduard Freudenstein, Wilhelm Gernhardt, Fritz Große, Friedrich Hopf Walter Klaas, Harry Köditz, Otto Kunisch, Lud­wig Labes, Hans Leimbach, Moritz Liebe, Otto Lüning, Fritz Oellerich, Georg Seeger, Wilhelm Stange, Heinz Strack, Kurt v. Vangerow, Ernst Vittinghoff, Wolfgang Voll.

4- Türkisches Konsulat für das Wirtschafts­gebiet Niedersachsen-Kassel. Auf Vorschlag des Türkischen Botschafters in Berlin hat das Außenministerium der Türkischen Republik den Bezirk des dem Türkischen Generalkonsulat in Hamburg angegliederten Türkischen Konsulates in Hannover auf die Provinz Hannover, sowie die Regierungsbezirke Minden und Kassel und die Kreise Lippstadt und Tecklenburg, sowie fer­ner auf die Staaten Oldenburg, Braunschweig, Lippe, Schaumburg-Lippe und. Waldeck festgelegt. Der Bezirk des Türkischen Konsulats in Hanno­ver umfaßt demnach genau das gesamte Wirt­schaftsgebiet' Miedersachsen-Kassel. Das Konsu­lat (Konsul: Handelsgerichtsrat Franz Bühring) befindet sich Hannover, Georgstraße 21, Kanzlei- stundcn: 1013J$ Uhr werktäglich.

H- Angriff auf einen Verkehrsposten. Am Altmarkt gab es gestern abend großen Auf­lauf. Dort folgten junge Leute nicht den An­ordnungen des Verkehrspostens, sie griffen die­sen sogar an und zerrten ihn zu Boden. Sofort war das Ueberfallkommando zur Stelle und der Knüppel trat in Aktion. Zwei der Hauptbetei- ligten wurden festgenommen.

-r- Allerlei vom Tage. Auf frischer Tat er­tappt wurde gestern in einem Geschäftshaus eine Diebin, die bereits einen Mantel und ein Paar Schuhe gestohlen batte. In d-r Hohen za llernstraße wurde von Dieben das Schaufenster eines Herrenschneidergeschäftes zertrümmert und die ausgelegten Stoffe gestoh­len. Im Hause der Wittichstraße war ein Kellerbrand ausgebrochen. Da vor kurzer Zeit es in demselben Haufe schon einmal ge­brannt hatte, schöpfte man Verdacht. Die ein« geleiteten Ermittlungen ergaben vorsätzliche Brandstiftung. Der Täter konnte von der Kri­minalpolizei ermittelt werde«. Die Arbei­tersamariter wurden gestern nach Eschen­struth gerufen, wo sich ein Mädchen bei einem unglücklichen Fall einen Unterarmbruch zuge- zogen hatte.

spricht im Landesmuseum im Rahmen der Vortrage des Hessischen Gebirgsvereins der als Wandersmann und Redner bestens bekannte Rektor Zinnall aus Hersfeld an Hand farbiger Lichtbilder über Knüll. Schwalm und Schleitzer Land. Es wird wiederum ein hoher Genug zu erwarten sein, zumal gerade diese interessanten Wanderaebiete dem Besucher ungeahnt- Schönheiten erschließen.

lust und geistige Regsamkeit bei ihren Kin­dern hochkommen sollen. Die Kleidung des jungen Volkes wußte in ihrer Sorgfalt und Nettigkeit dem tiefer Blickenden davon zu er­zählen, welche Opfer auch die Eltern ihren Kin­dern bringen. Eltern und Kinder und Schule bildeten eine Gemeinde. Kein Wunder, daß die Frohe Jugend" wiederholt werden mußte und nochmals ein volles Haus hatte. Martin.

wie wird das Wetter?

Heiter und trocken.

Die Tiefdruckstörungen am Westrand« des europäischen Hochdruckgebiets gleichen sich mehr und mehr aus, sodaß an den nächsten Tagen auch in unserem Bezirk wieder vorwiegend heiteres Wetter herrscht. Die Temperatur­schwankungen zwischen Tag und Nacht nehmen zu. Tagsüber ist es bei schwachen östlichen Winden mild: Die

Höchsttemperatur * t

am gestrigen Donnerstag betrug in der Stadt plus 12 Grad, die niedrigste in der vergange­nen Nacht minus 1 Grad. Aus Wilhelmshöhe waren heute früh 8 Uhr noch minus 3 Grad.

beim Kasseler Landgericht.

Wie in den vergangenen Jahren werden auch in diesem Jahre bet ben hiesigen Gerichten Lehr-' gange für Rechtsstudierende stattfinden, die einen kurzen allgemeinen Einblick in die Tätigkeit der Gerichtsbehörden gewähren soll. Die Lehrgänge werden während der Osterferien bei dem hiesigen Amtsgericht, während der Herbstferien bei dem hiesigen Landgericht abgehalten, zu den Lehr­gängen am Landgericht werden in der Regel nur Rechtsstudierende zugelasscu, welche bereits an den Lehrgängen am Amtsgericht teklgenommen haben. Rechtsstudierende, die an den genannten Lehrgängen teilzunehmen wünschen, wollen sich alsbald nach Schluß des Semesters mündlich oder schriftlich bei dem Präsidialbüro des hiesi­gen Landgerichts melden, wo ihnen nähere Aus­kunft erteilt wird.

Erziehungsberatung

beim Städtischen Jugendamt.

Die Erziehungsberatungsstelle des städtischen Jugendamtes kann kostenlos von allen Eltern in Anspruch genommen werden, die fachmän­nische Ratschläge in Erziehungsfragen wünschen Die Sprechstunden der Beratungsstelle werden von einem Pädagogen abgebalten und finden am 1. und 3. Freitag im Monat, nachmittags von 46 Uhi: im Rathaus, Zimmer 25 (Ei.t- gang Fünffensterstraße) statt. Väter und Müt­ter, di« Schwierigkeiten in der Erziehung ihrer Kinder haben oder Auskunft über Einzelfragen suchen, finden dort sachgemäßen Rat. Alle An­gaben werden vertraulich behandelt. Vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich. Auch Ange­hörige des Landkreises Kassel können die Be­ratungsstelle kostenlos in Anspruch nehmen.

die Kasseler Wirtschaftsverbände in diesen Tagen auf Einladung der Jndustrie- nnd Handelskammer zusammengetreten waren u in enifter'«Beratung entschieden Stellung nahmen gegen jede weitere Belastung des Mittelstandes. Es werde von der Stadtverwaltung stets auf höhere Steuererfassung in anderen Großstädten verwiesen, dabei aber übersehen, daß Kassel sich in einer ganz eigenartigen Lage befindet. Seine Industrie lahmt, diejenigen, die früher Kassel zu einem Pensionopolis machten, werden aus öf- seütlichen Mitteln unterstützt, belasten die Wohl­fahrtspflege, die durch Arbeitslosigkeit in beson­derem Maße schon angespannte Finanzlage der Stadt in hohem Maße und ein Ausgleich durch

den Charakter als Fremdenstadt

ist trotz aller Anstrengungen des städtischen Ver- kehrsäiütes bedauerlicherweise noch nicht gegeben. Welcher Verkehr herrscht beispielsweise in den viel kleineren Städten Eisenach und Erfurt! Bei uns in Kassel ist jedenfalls der. Mittelstand nicht mehr in. der Sage, weitere Mittel aufzubringen. Das haben die Führer der Wirtschaftsgruppen soeben deutlich ausgesprochen. Es muß endlich ein dicker Strich, gezogen werden, auch unter die hart an der Grenze der Unverantwortlichkeit sich bewegende Bewilligungsfreudigkeit des Stadt- Parlaments. Die Aussprache endete mit einer einmütig gebilligten

' Erklärung.

Danach betrachtet die Versammlung höhere Steu­erbelastung als bisher für die Zukunft untrag­bar. Mik ällen zur Verfügung stehenden Mit- teln soll gegen weitere Belastungen Front ge-

Ganztägig: Kassel-Sbf. ab 8,16 Ubr bis Gar- Hagen (Lonntagskarte), Albshausen, Eiierhagen <Frü, Empfershaufen, Körle (Kasfeei. Gnrhagen Wenl- Brot). Rückfahrt 18,51, 21,25 Uhr. Weglange 19 Si«

schaff Dir ein Paradies", die diesen Revueschla- ger mit Schwung und Laune bringt, ist Ly Andresen und gleich zu Anfang sprudeln­des Leben in denLaden" bringt. Sehrschüch­tern" kommt Trude v. d. Leine heraus, die in Mimik und Sprache Köstliches leistet. Als Typendarstellerin stimmt auch sie dasVolk" lustig und gern zollt es ihr Beifall. Eine große Tanznummer hat die Direktion mit eintet und Sylt verpflichtet ... Attraktion. Und wennsie" sich zu erkennen gibt, da . . . bleibt kein Auge tränenleer! Th. W. (Meiling leitet wie immer mit Umsicht das Hausorchester, das sich immer mehr die Gunst erwirbt. Drüben in derPerle" wird fleißig getanzt und wo ge­tanzt wird, da ist es luftig. So auch hier, wo nach der Vorstellung beste Stimmung herrscht-rl

Holland imSchmoll".

Ein richtiger Jonny spielt jetzt im Kaffee Schmoll auf: Jonny Smith, Führer einer hol­ländischen Künstlerkapelle von guten Eigenschaf­ten, in der jeder Einzelne etwas leistet, so der Cellist Erik de Bruin. Eine sehr sympathische Sängerin ist Inge Klein. Ihre Lieder rufen leb­haften Beifall hervor. Der Holländer Holzpan- tinen-Tanz hat immer gefallen, hier bet diesen Künstlern, die eine gediegene Niederländertracht tragen (sie fingen und sprechen deutsch!) ganz besonders. Jac Smith und seine Dame tanzen ihn mit Bravour. Ebenso gut werden sie mit dem modernen Grotefltanz fertig. Die Mannig­faltigkeit der Darbietungen erinnert beinahe an Kabarett, aber an ein gutes! -o-

Lokalnachrichten vom Tage.

-T- Fahnen auf Halbmast! Der Verein Deut­sche Kriegsgräberfürsorge richtet an alle Volks­genossen den Appell: Fahnen auf Halbmast! Das Rathaus hat diesem Ersuchen bereits ent­sprochen.

-4- Bolkstrauertag und Kriegergedächtnis- ftätte. Aus Anlaß des Vollstrauertages ist die Kriegergedächtnisstätte von 9 Uhr vormittags bis zum Eintritt der Dunkelheit für das Pu­blikum geöffnet.

-4- Jubiläum treuer Arbeit. Am Sonn­abend feiert in der Firma Schneiders Geld- schrankfabrik, Inhaber Andreas Schneider, wieder ein treuer Mitarbeiter fein Jubiläum, der Schlossergeselle Justus Bauer, der un­unterbrochen 25 Jahre außer den Kriegsjohren, wo er im Felde war, in der obengenannten Firma tätig ist. Der Jubilar wurde von bei jfirnia und seinen Kollegen sehr geehrt, seit Arbeitsplatz mit Blumen geschmückt und ihm einige Andenken überreicht. Der Geschäftsfüh­rer ehrte den Jubilar ganz besonders. Ein Ehrendiplom von der Handwerkskammer war ihm weitere Auszeichnung.

Im silbernen Hochzeitskranz. Die Sil­berhochzeit Mar Werther im Hause Franksur- terstraße 131 führte zu reichen Ehrungen des beliebten Jubelpaares

-r Reifeprüfung am Wilhelmsgymnasium. Unter dem Vorsitz des Vizepräsidenten des Pro- viSjiMhu "-giume Dr. Sondag fand am

Das muß unter allen Umständen vermieden werden, schon deshalb, weil es sich hier um eine ausgesprochene Sonder st euer handelt. Wenn schon Steuern zu bewilligen sind, so müssen sie auf. die breiteren Schultern der Allgemeinheit umgelegt werden. Stadtverordneter Grenze- b ach unterstrich diese Darlegungen und berich­tete dabei, daß

(Iraner in -er Bankwett.

Bankier August Streit -st.

Im hohen Alter von 97 Jahren starb heute früh Bankier August Streit. Er war bis zu seinem Tode Mitinhaber des bekannten Kasseler Bankhauses Damms u. Streit, das er im Jahre 1863 gründete und aus kleinen An­fängen heraus zu bemerkenswertester. Höhe brachte. Der Verstorben« war eine der ange­sehensten Persönlichkeiten Kassels. -l.

Das Reich -er Rleinkunft.

Die Künstlerspiele Polter

stellen als Verbindungsmann für den Abend Selmar Basch heraus. Er, der in Kassel nicht unbekannt ist, gibt von Anfang an die ParoleFröhlichkeit" aus und daran hält er sich, er dergroße Lächler und elegante Schmu­ser" (fein Kabarett im Himmel ist übrigens sehr nett) und dann die weitere Kunstlerschar. Mutz Reinert singt mit lieblicher Stimme nette Liedchen und dann springen dieZwei Sitte 8." . Er ist ganz der älter gewordene Max aus der berühmten Buschiade: ein blen­dender Kaskadeur, dem das Bäuchlein ansteht. Eine ehrwürdige, an Gerhart Hauptmann er­innernde Künstlergestalt, Ludwig Hart­mann pfeift dann nach allen Regeln der Kunst eine kleine Sammlung Okarinas und läßt dasZigeunerklavier" klimpern. Eine Hochleistung aber ist der Brautmarsch aus Lo- hengrin (glänzend dafür geeignet) auf der Gläserorgel" gespielt: jener Sammlung teils mehr teils weniger mit Wasser gefüllter Wein­gläser. Dabei assistiert eine Dame in sehr fei­ner Weise W. Wallenberg, einChanfon- nier" und Lebemanntyp. markiert den Blasier­ten und geht sehr scharf vor. SeineMar­quise von Pompadour" ist . . . pikantiffimo! Wenn je das Weib als Schlange anzuspre­chen war, so ist's bei den Tanzschöpfungen von Ellen und Walde N a m a r a s. Der fast hül­lenlose Frauenkörper, vollschlank sogar, atmet eine gymnastische Durchbildung ersten Ranges, der Cowboy-Tanz steigert sich imVampyr" zu schwüler Sinnlichkeit, dank schöner Posen ist sie aber hochkünstlerisch zu bewerten. Ganz zum Schluß brach noch einmal die allerfröhlichste Fröhlichkeit durch. Karl Hahl ist ein« so ur­komische rheinische Komikertype, daß man über ihn lachen muß und . . . man tut es auch! Die Hauskapelle geht tapfer mit. -a.

Kaffee Zeller.

Durch das farbig lebendige neue Programm geht eine humorvolle Linie, sodaß selbst der vergrämteste Hypochonder aufgerüttelt wird. Ernst van Senden nennt sich schlicht Humo­rist und Ansager, er ist aber viel mehr: ein mit Kölnisch Wasser getaufter Schwerenöter, der schon ohne ein Wort gesagt zu haben, die Lacher auf seiner Seite hat. Und wenn er erst im rheinischen Dialekt zu plaudern beginnt, da ist alles" für ihn eingenommen, selbst die Damen, denen er prophezeit, daß sie . . . nicht in den Himmel kommen. Und daß er bet dem von ihm ausgehenden köstlichem Humor auf jegliche Zwei­deutigkeiten verzichtet, verdient besonders ver­merkt ... es geht also auchso". Daß er seine Kolleginnen und Kollegen geschickt herausstellt, versteht sich von selbst.Die Zeiten Md je wies.

Wohin gehen wir am Sonnabend?

® 16 et 8 t 6 t a1 e r: ..Die Fledermaus", 19,30 Nbr. tWindganen-Gastspiett.

Preußen". 20 Ubr.

E v. Vereinsbaus: Graf von PosaSowsku Glicht für bie Volksrechtvartei, 20 Uhr.

U f a:Der Weltkrieg", 2. Teil.

P alafttbeaier:Der alte Friß".

Sin- des W e ft e n S:Trage Maichin, der- masmord von Belgrad."

Thassolla: Masken, Abenteuer und Artisten.

Immer neue Kündigungen.

Mayen, 2. Mär;. Die Arbeitgeber und Ar­beitnehmer der Hartsteinindustrie (Basalt- und Grauwacke) haben den Lohnvertrag gekündigt. Tie Verhandlungen blieben erfolglos, da die Arbeitnehmer beit Vorschlag der Arbeitgeber als Verschlechterung betrachten.

macht werden. Wiederholt wurde die Losung hrot). Rückfahrt 18,51, 21,25 Ubr. Weglange 19 «t- ausgegeben:Mittelständler bereinigt eudj!";ioweter. Fahrpreis 4 Klasse 8« dünnig .

Stadtverordneter Döhne erklärte es fnr ein-f H - lb - a s 'g: «Al-E^b

ßtges Beginnen, gegen die letzt auf em Jahr, tKaffee), Lutterberg. -wiele (Abendbrot). Rückfahrt verlängerten Stenern Sturm zu laufen, da an 19,43, 21,04 Uhr. Weglänge 13 Kilometer. Fahrpreis ihnen nichts zu ändern ist. Weiter warnten er und Grenzebach vor Zersplitterung des Mittel-