Kasseler Neueste Nachrichten
Kasseler Abendzeitung
Hessische Abendzeitung
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Nummer 48. Amtliches Organ der Stad« Kaffe! Sonnabend, 25. Februar 1928. Amtliche« Organ der Stadt Stoffel 18. Jahrgang
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Der Lbonnemenisoreis betragt ffix den IHonat 9.— .4 btt frei --S »aus in der •efd>Wi»fteOe abaebolt tj*> * Dur» bte «ofl rno
Cffertgebübt
Richtigkeit
i. Geschäftsstelle:
Der Hetzsilm wühlt England auf.
Eos von England! । Amerika baut Friedensbracken
SchiedSverträge mit der halbe« Wett. — Such Deutschland und Holland vorgesehen.
bte hiuter ihm das Podium
Wie
über
Inneitmini
Severins als
«er
gung fant bald in sich zusammen, weil Bte «t- die Einwanderer durch die Methoden der deut- Reihe von turnerischen und sportlichen Uebun- nigung zwischen Hindus und Mohammedanern schon Schiffahrtslinien besonders angezogen gen und Sportspiele durch Männer und Frau- wieder in die Bruche ging, wohl nicht ganz ohne würden. Der deutsche Siedlertyp sei ganz be- ctl Bot Den Schluss bildete ein Diner beim englische Rachhilse. Durch die Reformlommiflion sonders angenehm. Die Deutsche« verfolgten Reichskanzler, der durch Minister Hergt vertre- ist nun die vorher wie es schien ins Zerfließen ,n loyalster Weise dir Verordnungen der Be- ttn tourBe geratene indische Bewegung wieder in ein festes Hörden und geben sich auch nicht mit politischen ' ______
Die
sche Königspaar zum Frühstück beim Reichs-
den und wurde in ein Spital gebracht, wo er
Gestern nahm Bruck am Katheder Platz, erbat nach einer zweitägigen Agonie verstarb. Er hatte sich ein G l a s W a s s e r und hielt dann an seine eine starke Dosts Veronal zu fich genommen.
Wahlpräludlen.
Severing spielt in der Stadthalle aus.
St erifliuellttet nnb «talbentotretee das wublikaucr, wie es n. ilgenben kur, oachzeichuet:
Budapest, 24. Februar. Ter jüdische Lehrer Levi Bruck hatte aus dem
die terhandlungssprache tm Parlament von Delhi, wo die Vertreter von dreihundert Millionen Menschen und dreihundert verschiedenen Sprachen und Mundarten sitzen, das Englische. Indien wie es heute ist, *ft Englands Schatz und Englands Gefahr, denn hinter der indischen Bewegung steht noch ein gefährlicher Bundesgenosse — daS rote Moskau!
Ein jüdischer Lehrer stirbt wir «okrateS. — El» späte» Opfer des WettkriegeS. — Gift tm Wasserglas.
Von
Dr. Paul Rohrbach.
Die Ablehnung einer Zusammenarbeit mit der in Indien eingelrtoffenen englischen Re» formkommission (Simon) durch das indische
Kriege ein schweres Nierenleiden mitgebracht und sollte sich einer schwierigen Operation unterziehen, was ihn stark deprimierte.
Paris, 24. Februar. (Gig. Drahtbericht.) I -uSeinandergeheu wird. In offizielle« Kreisen
, >erklärt man aber, dass trotzdem die Wahle« wir
Ma« erwartet, daß die Sammer auch nach I vorgesehen, am 22. und 29. April stattfinden
—i der Zölle nicht vor dem 16. März!sollen.
ragSprästdente« Sorbe Ra» dem Besuch deS Zeughauses, wo der König ein Kranz In der Gedenkhalle der Gefallenen niederlegre, führte die Hochschule für LeibrSvbnngen eine ganze
Schüler et« Ansprache, worin er darlegte, daß auch SokrateS iur.itteu seiner Schüler den Giftbecher genommen habe. Hierauf trank er das Glas mit Wasser leer, in daS er vorher eine Pille geworfen hatte. Er fiel sofort zu Bo
den anglo.amerikanischen und den amerikanischjapanischen Schiedsgerichtsvertrag «bereits im Gange. Washington erwartet bereits die Antwort auf den Entwurf. Dagegen sei noch lein
Die Metallfadriken wieder in (Sang,
Magdeburg, 24. Februar. (Privattelegramm.) Wie mttgeteilt wird, wurde am heutige« Bormittag in fast allen Betrieben der mitteldeutschen Metallindustrie die Arbeit wieder ausgenommen.
Frankreich wählt am 22. April
Der Termin steht scho« endgültig fest.
gefallen lassen, daß große Spinnereien mit einheimischem Kapital gegründet werden und daß die in ihnen gesponnenen Garne in nationalindischen Fabriken verwebt werden. Trotzdem ist
Damit will man es rechtfertigen, wenn man ablehnt, „indische* Rechte anzuerkennen. Trotzdem aber wächst in dem ungeheueren Lande die Schicht, die durch englische Schulen und Hochschulen gegangen ist und imstande ist, begründete und eindrucksvolle Kritik an England zu üben. In diesem Sinne hat England selbst ein Stück indischerEinheitgeschaffen. Ist doch
750 Millionen mehr Steuer» 1929
-mS uns berauSgepreßt werde» müßte«. Ein Schulbeisptü des VerwaltungSzopfes sei sei» eigener zu Kassel gehöriger Wahlkreis Rinteln, der ihn selbst gebeten habe, alle- beim toten zu lassen. Preußen müsse als Hoch- bürg der Republikaner sogar Bayern und Württemberg aushalten können, wie daS Reichs, banner überhaupt stärkeren Einfluß auf die politischen und staatlichen MachtmittÄ gewinnen müsse. Severing will die Deutschnattonalen von der Mitarbeit nicht auSschließen, wirft ihnen ober doppelte Moral, Unwahrhaftigkeit, Zwiespältigkeit usw. vor. Nachdem er noch für seinen pazifistischen Freund Loebe mit sar- kastischem Humor plädiert hatte, ruft der leben- sprühende Reichsbannerträger für ein freier Deutschland, ein republikanisches Preußen und ein friedliches Europa auf. Der gemeinsame Gesang des BundeSliedeS und ein scharfer Appell deS Reichsbannervorstandes, die Ideen Severingz bei den kommenden Wahlen in die
durch die 600 Millionen-Unterbilanz im Außenhandel und zwar in einem Monat. Aber für die einzige Abhilfe hiergegen, für die Hebung deS Auslandabsatzes, die Eroberung neuer Märkte, fei wieder vorherige friedliche Verständigung vonnöten. Weiter hat der kritische Gast allerlei Hühnchen mit der Reichswehr zu rupfen, der er bis auf den heutigen Tag Verbindung mit verfassnngS- eindlichen Elementen, Sabotage der Erfül. lungsspolitik Stresemanns usw. vorwirkt.
Reichswehr sei noch immer kein Hort (tote etwa die Polizei), sondern ein UnsicherheitS. aktor der Republik. Darum müsse außer Gröner, an dem er noch viel auSzusetzen hat, auch daS Reichsbanner die Augen offen halten. Die Justiz verletzte noch zu oft daS elementare RechtSgefühl deS Volkes. An dem Schulgesetzminister v. Keudell läßt Severing- nadelspitzer meist gutmütiger Spott (auch wegen der Putschgelüste vom Kapp-Putsch her) über- Haupt kein gutes Haar, ebenso wie der nicht ganz republik- und richtlinienfeste Marr nur mit einem blauen Auge davon kommt. Für den unumgänglichen Einheitsstaat werde vorderhand gualifizierte Mehrheit (zwecks Revision der Verfassung) kaum zu erlangen fein; aber er oder die BerwaltungSreform würde sehr plötzlich kommen, wenn wegen des um IM Millionen höhere« DMveStribrttS nicht weniger
man bemüht, die Organisation der gesamten indischen Wirtschaft möglichst so zu halten, daß große Gewinne auS Indien nach England fließen. Tiefe Gewinne muß Indien bezahlen, und außerdem hat es Jahr für Jahr den ungeheuren Betrag an Gehältten und an — nach England fließenden — Pensionen für die englische Armee und den englischen Zivildienst aufzubringen. Jedes in Indien erworbene Vermögen und jede in Indien verdiente Lebensversorgung bedeuten einen fortdauernden Tribut Indiens an England, und dies ist der eigentliche Grund, weswegen in Indien keine Mittel vorhanden sind, um die periodischen Hungersnöte und die Seuchen wirksam zu bekämpfen. Es ist schon richtig, waS von englischer Seite immer wieder betont wird, daß es in Indien weder ein indisches Volk noch eine indische Sprache noch eine indische Religion gebe, sondern eine Vielheit von allem.
cashire in Indien ihre Stoffe los würden. Mit Ma« er dieser Brutalität kann heute natürlich nicht mehr Erledigung gearbeitet werden. England muß eS sich sogar __
Selbstmord vor den Schülern
Parlament bedeutet zweifellos geradezu eine Kriegserklärung an England, die in ^^„^ jVlrttagsentwurf nach Deutschland und Italien wie 5ctuCtt|cncftett tit ten» ftudp (in pCT3*Iiifigrttiiitclt uinibttL JRfthßninnnpn
d^ der Beschluß eines vo^Idoch in Kürze aufgenommen. Auch Holland ständigen nationalen Boykott- gegen alles, toaä roB einbezogen werde«.
mit her Kommission zusammenhängt, vom indi- ____
schen Volke durchgeführt wird, ist bekannt. Das e_fi
vollständige Fehlen der Einheimischen in dieser SU/vu ffljl luCDCtllCy* Behörde, die prüfen soll, was an der indischen Wie Genf die 6t Gotthard-Affäre behandelt Serjaffunfl ^Verwaltung t^rbesserungSfähig Paris, 24. Februar.
Front der Radikalen und Gemäßigten entstand. i gestern von Absendung der Bölker-
Trotzdem laat sich jeder enalitoe Journalist und I ^tludsdepesche an Ungarn, bte um Berschte- jede Redaktion, daß eS nur darauf ankommt, des Berwufs der am St. Gotthard be- den Indern keine Lücke in der englischen gront BriSh$ fflrrtfe Ä «1'
zu zeigen. Wenn nachgegeben werden muß, f» Si« Ä mhr
geschieht eS in solchen Lebensfragen deS Jmpe- „Tv k" 1 gehandelt haben,
riums ohne daß vorher die Position der Re.
Angriffe von innen geschwächt VegÄgmkb Un Mllendes
Hatte schon vor dem Kriege kein geringerer I Diilkerbundsrateskennen und es ist für eine Re- alS der amerikanische Prändentschaftskandidai E^uM/^ leicht ^n^ Verkauf zu verschieben, und Silberapostel Bryan schärfste Krittk an Der Bölkerbundsral wird im März dann klar Englands Indienregime geübt, so hatte das entsche-den konnem
Riesenreich sich doch während des Kriege- der- ,, D"»Genfer Neunmalklugen diesmal an- hälmismäßia ruhig gehalten, wozu das meiste Meinend doch zu spät kommen, geht aus der ele- wohl die Versprechungen beitrugen, die gleich UAn Abstchr hfrvor, die Ungarns Staatschef beim AuSbruch eine Vermehrung der indischen ^"en tote folgt zuteil werden laßt.
Stetten als Belohnung für Loyalität in Aus-I * * * .
t stellten. In noch stärkeren Tönen wurde I Avgeblttzt!
M Wie Ungar« den Völkerbund abwimmell.
wiederholt, alS auf der Hobe des Krieges Eng- ” , „ .
land in Gefahr schien und immer mehr Hilfs- Budapest, 24. Februar,
kräfte aus Indien verlangt wurden. In Die Antwort des Ministerpräsidenten Beth- Wirklichkeit erlebten die Inder, als die Gefahr le« auf das Bölkerbundtelegramm zeigt sich für England vorbei war, keine Freiheiten, sott- überrascht, da allgemein bekannt sei, daß die bern statt ihrer die sogenannten Rawlatt-Bills, die das Kriegsrecht in einer ganzen Anzahl von
sää-oä 20ir find ölt Vesten Kolonisten.
Dye^M? M afchinkngetoe?r^i^eTnl DieEngländer könne« sich Wim «Y-h«««; in OMril« beule«. - Warum Menge von vielen Tausenden unbewaffneter 0fien ’te unS bte Kolonien nicht zurück.
Inder, davon ein großer Teil Frauen und Rin- Loudon 24. Februar
der, hineinschießen ließ und über fünfhun- Zum Besuch der englischen Kommission in dert Tote auf dem Platze blieben. Tanganjika, die eine ostafrikanische Födera-
Die von Gandhi angefachte Volksbewe- tion studieren soll, gibt ein Blatt offen zu, daß gung fant bald in sich zusammen, weil die Ei-1 die Einwanderer durch die Methode« der beut-
kompetente« Vehörbe« im Sinne bet behörd- lichen Vorschriften Wasfenmaterial am St. Gotthard unbrauchbar machen und im Wege der Versteigerung verwerten werden. Es wäre also unmöglich, bte Durchführung dieses Verfahrens zu verschieben. Auch enthielten die Vorschriften über das Jnvestigationsrecht keine Bestimmung für solche Fälle. Nichtsdestoweniger wirb dte ungarische Regierung auS Cour- tot s i e gegenüber der Person des derzeitigen Völkerbundpräsidenten nicht versäume«, die Käufer zu ersuchen, die Gegenstände, die sie an- kaufen werden, an Ort und Stelle zu belassen.
Budapest, 24. Februar. Der ungarische Gesandte gab gestern in PanS Aufklärungen Wegen der Vernichtung de- Wasfenmatert- als in Seent Gotthardt.
Dom Hetzfilm $ur Reise?
Sturmlaus gegen Chamberlain.
London, 24. Februar.
Ein Blatt behauptet,- Chamberlain sei zum Verbot des CavellfilmS nicht befugt, da er den deutschen Kriegsfilm, der ,J6ie mitleidlose Fern- beschießung von Paris, durch die am Karfreitag 1918 Hunderte von Andächtigen i« einer Kirche in Paris erschlagen wurden", zeigen lasse. Das Blatt fordert die Aufhebung deS Verbots. Andere Blätter wollen von sensationellen Entwicklungen und sogar von einer Art politischer Krise infolge des Verbotes deS CavellfilmS wissen Die Mehrheit der Parlamentsmitglieder sei der Ansicht, daß das Ber6ot gerecht s e r t i g t ist. Der Premierminister werde deshalb im Parlamente interpelliert werden. ES verlaute jedoch, daß die Regierung augenblicklich nicht bereU sei, diesem Ersuche» stattzUgeben. ES fei außerdem geplant, auch Fragen über den deutfchen Kriegssilm zu stelle».
War der erste reichlich weit ausholende Rückblick deS gedrungenen, behend-agilen Kämpen im grauen Haarkranz, durch den öfter temperamentvoll die Rechte oder Linke führt (wie sie auch nach gutgezielten Partetpointen zuweilen an den Schnurrbartenden zwirbeln) fast ausschließlich eine Rechtfertigung feiner übrigen- heute schon als streng gerecht anerkannten Bekämpfung umstürzlerischer Umtriebe der nationalistischen und kommunistischen Verbände zur Zeit deS schlimmsten Ruhr- und JnflationS- wirrwarrS (als man ein Direktorium der starken Männer aufrichten, Stresemann stürzen wollte usw.), so spielte der Meister volkstümlicher Sprachkunst alsbald die von ihm selbst ge- deckte Gegengründung des Reichsbanner- alS wuchtiges Bollwerk gegen antt- republikanische Tendenzen aus. Wenn er auch heute noch
Amtliche Wehrverbände für überflüssig hält, so möchte er doch bet ihrer Auflösung denen von rechts (Stahlhelm usw.) den Vortritt lassen, da er ihren Führern, die er mit beißender Satire behandelt, nicht über den Weg traut, wofür der Warnende als sichere Beweise in Händen haben will: Schürung der Agrar- revolte, Eingriffe in die Arbeilerorganisatio- nen usto., was leicht zum Bürgerkrieg führen könne. Diese Gefahren solle das Reichs- xxnner abtoenben, wenn auch Polizei und Feuerwehr gegen den Stahlhelm schon aus- reichen würden. Den lauten Revanchedrohungen von rechts, aus denen die französischen onig saugen, müsse die über- eingestellte Mehrheit von link- nehmen. Leider würden die etzt zurückfließenden
700 Freigabe-Millionen völlig aufgesogen
aerätene indische Bewegung .........
Bett gelenkt worden, in dem sie gefährlich dahm- Problemen ab. Die Eingeborenen selbst ge- schießt. Denn die radikale Partei will überhaupt statten die Verwaltung schwierig.
keine englische Herrschaft mehr, sondern verlangt ------
für Indien die Stellung Kanadas ober Austra- Der OrientfCnfß ehrt untere Gefallenen, lien^otore irgend einen -nglischenBeamten^ Berlin 24 Februar Rach der Besichtigung oder Soldaten, vielleicht den Vtzekonig ausge- Flugplatzes begab sich gestern das afghani- nommen 1 - - —- • - — —— - - — ---
Abgesehen von der Frage der fortschreitenden politischen Freigabe Jiwiens wird England auch nie auf die ungeheueren finanziellen Gewinne verzichten, die es bisher von dort gezogen hat. Gandhi hat daran erinnert, daß die ostindtsche Compagnie indischen Webern die Hände abschlag e n l i e ß, damit sie aufhörten zu weben, und damit die Spinner und Weber von San»