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Kasseler Neueste Nachrichten

Hessische Abendzeitung

Kasseler Abendzeitung

Aus ber Abrüstung wirb doch nichts

Amtliches Organ der Stadt Kassel 18. IahkgtMg

Nummer 42. Amtliches Organ der Stad« Kassel Sonnabend, 18. Februar 1928

Dl« Rafltltx Weueften lta*nd)t«n erfd) einen wSchcmtich lcchsmnl nnd>mitta(l8. Der KUonntmenieurtie betrogt iüt den Monat i. X bet freier SufteOune :ns ».ms tn bei i»eid»äiteiteUe abaebult i.*i X Durch bte Soll monatlich 9. X ousfchltebltch .Sufttlliin»eaebübt. Rernfprttbtr 951 nnb 952 ftüi unverlangt e-naefinöte Oeiträae kann bte üfebaftion eine 2<eran:roortun<i ober (Seroäbi tn fernem Ralfe übernehmen iHüeh.ibluno beb BewasaelüeS ober Ansprüche menen e:roatger nicht orbnunqbmÄb'flet Vieferu ne 'ft nubaeittlolfen. Postscheckkonto itrinffurt n M Nummer RR9n (hmelnummer 10 J Lonnta-bnnmmer 2*1 4

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gationen au1

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an nationalen Feiertagen zu zeigen. (' lende Unterbrechung rechts und Zurufe.)

*

der <3o=

kanntmachung angel

legschaft zum 22. Februar die Kündigung aus-

Berlin, 17. Februar.

Zahlreiche Anzeigen beschuldigten eine Ber liner Grundstücksverwaltungs-Geseüschaft, die vornehmlich ausländische, vor allem italie- nischenHausbesitz (mehr als fünfzig Häu­ser italienischer Großindustrieller) in Berlin ver­waltet, schwerer Veruntreuungen. Nach länge­ren Beobachtungen wurde der Geschäftsführer Walter Leiner verhaftet. Die Untersuchung

Täglich ein Millionenskandal.

Wieder tausend betrogene Firmen. Kredit. Genossenschaft und Bank Hand in Hand.

Doch 32 Milliarden?

Ein neuer Versuchsballon auS Paris.

Von

Dr. Paul Rohrbach.

Die Debatte über Deutschlands LoSkauffum-

sämtlichen bei unS beschäftigten Arbeitern und Arbeiterinnen mit der Wirkung, daß das Ar­beitsverhältnis am Mittwoch, den 22. Febr. endet.

Frankfurt, 17. Februar. (Durch Funkspruch.l In den Betrieben der hiesigen Metallindustrie wurde durch Bekanntmachung der gesamten Be-

Berlin als Gchwinöler-Doraöo

Italienische Hausbesitzer um ihre Berliner Mieten geprellt. 3 Geschäftsleiter verhaftet.

Siemens sperrt 1OOOOO aus

Solidarität mit den Metallindustriellen. Auch in Frankfurt ünd Baden.

mit dem Schwindelunternehmen zusammen- gearbeitrt. Der Gesamtverlust der Lieferan­ten betrügt etwa Yx Millionen Mark. Die Fir­men im Reich ließen sich durch daS Schreiben irreführen:Wir hinterlegten bei unserer Bank Aktien, die zur Zeit mit 160 v. H. gehandelt wer­den." Die angebliche Hinterlegung wurde durch die Bank bestätigt.

Dollars oder über 800 Millionen Goldmark an deutsche Berechtigte zurückerftattet.

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Abstimmungsiog noch unbestimmt

Washington, 17. Februar. (Durch Funk­spruch.) Die Debatte über die Freigavebill mußte wegen einer langen Senalorenreoe gegen das Marinebauprogramm aus morgen vertagt wer­den. Rach der Geschäftsordnung braucht kein Senator zur Sache zu sprechen, sondern kann ein beliebiges Thema behandeln, es sei denn, daß die Vornahme der Abstimmung be­schlossen wird. Senator Smoot rechnet daher damit, daß man erst Sonnabend oder Mon­tag zur Abstimmung gelangt», obwohl andere dringende Gesetzentwürfe nicht vorlie­gen, kann den Zeitpunkt der Abstimmung im gegenwärtigen Stadium niemand Voraussagen.

richtet sich ferner gegen zwei leitende Angestellte, den Bruder Kurt Leiner, und den Italiener de Bori, die der Mittäterschaft an den Veruntreu­ungen bezichtigt werden. Seit mehreren Mona­ten hatte die Gesellschaft ihren Auftraggebern die Mietsgelder nicht abgeliefert und auch für die von ihr eingenommenen Beträge keine Steuern gezahlt, fodatz wiederholt zu Miets­pfändungen geschritten werden mußte.

me oder die Kapitalisierung des DawesplaneS kommt weiter in Fluß. Abgesehen davon, daß die Sachverständigen so gut wie allgemein über­zeugt sind, daß Parker Gilbert hinter den Ku­lissen schon gewisse Schritte getan hat, nimmt die Reparationsfrage in der amerkanischen Presse soviel Raum ein, daß schon daruas auf eine Bewegung unter den Eingeweihten ge­schlossen werden muß. So laufen z. B. die Vor­schläge deS Pariser Vertreters Newyorker Blat­ter, I a m e s, darauf hinaus, daß Amerika ge­gen eine Barzahlung von drei Milli­arden Dollar die sämtlichen alliierten Kriegsschulden stretchen soll, daß Deutschland diese Summe ausbringt, indem es eine entspre­chende Menge Reichsbahn- und Jndustrieobli- gationen auf den Markt bringt, und daß es außerdem noch an Frankreich und Belgien als die beiden Hauptinteressenten Sachlteserungen im Werte von neunzehn Milliarden Mark hinzufügt. Zur Beschaffung von drei Milliarden Dollars würden für etwa sechzehn Milliarden Mark Obligationen nötig sein. Zu­sammen ergibt das fünfunddreißig Milliarden Mark, und bis auf diesen Betrag müßte, nach James, die Forderung der Alliierten an Deutschland, die sie zunächst noch auf fünfzig Milliarden Mark bemessen, ermäßigt werden

Der nächste Genfer Strauß.

Rußland als Entwaffnungsschreck.

Zürich, 17. Februar. (Privattelegramm.) Ans Genf verlautet: Die neue vorbereitende Ab­rüstungskonferenz wird kaum günstiger ausgehen als die vorige. Der russische Antrag auf völ­lige Entwaffnung und Auflösung sämtlicher Heere und Flotten bildet wieder den Sprengp-tnkt der Konferenz. Für den Antrag WA lediglich Deutschland und ein südamerikani- scher Staat sein.

Zürich, 17. Februar. (Prtvattelegramm.)

Ein Blatt erfährt aus Genf: Zu der am 15. März angeseüten Abrüstungstagung haben 43 Staaten zugesagt. Man rechnet mit rund 12'1 Delegierten und dem Hilfspersonal. Die russi­sche Delegation hat besondere Sicherheitsmatz nahmen verlangt.

:schlagen: Auf Grund lidarität mit der Gesamtaussperrung legschaft zr der Metallindustriellen kündigen wir hiermit gesprochen.

Washington, 17. Februar. Senator Smoot trat für rasche Erledigung des Freigabebill und Rückgabe des deutschen Privateigentums ein und nannte folgende Zahlen: Die Ansprüche amerikanischer Bürger betragen 191700 000 Dol lars, umgerechnet die Forderungen der Regie­rung in Höhe von 62200 000 Dollars, die die Freigabebill zunächst unberücksichtigt läßt. Be­friedigt werden nach der Vorlage sofort die von der gemischten Kommission anerkannten Ent- schädigungsforderungen für Tod oderKörperver- letzung von Amerikanern in 385 Fällen mit ins­gesamt vier Millionen Dollars, ferner alle ame­rikanischen Ansprüche unter 100 000 Dollars mit insgesamt 29 Millionen Dollars, der Rest über 100 000 Dollars ratenweise. Die letzteren Falle umfassen etwa 158 Millionen Dollars. Diese Beträge dürften bis zum 1. September 1928 ausgezahlt sein. Für verspätet angemeldete An- sprüche insgesamt etwa 5000 Fälle, soll eine N a ch f r i st bis zum 1. Juli 1928 gewährt wer. den. Das deutsche Privateigentum, das auf 200 Millionen Dollars geschätzt wird, soll bis auf 20 Prozent oder 40 Millionen Dollars so­fort zurückgegeben werden. Bet Ansvrückien unter 2000 Dollars soll kein Ab^ug gemacht wer­den. Die Ansprüche der deutschen Reedereien und Patentinhabern sollen von einem ameri­kanischen Schiedsrichter festgestellt und bis zur Gesamthöhe von 100 Millionen Dollars befrie­digt werden. Hiervon werden zunäckü nur 5u Prozent ausbezahlt, der Reit ratenweise. Be­dingung ist ferner, daß die Schiffe tatsächlich nu als Handelsschiffe, nicht als Hilfskreuzer ver­wendet wurden. Schließlich sollen alle privaten österreichischen und ungarischen Werte zuruckge geben werden. Sobald die betresfenden Regie­rungen Sicherheit für diese Billigung der pri­vaten amerikanischen Ansprüche gegen sie hin­terlegen. Damit wurden zunächst 210 Millionen

oder lang an sich selbst zu Grunde gehen wird. Er ist ja von seinen Urhebern auch aus­drücklich nur Äs eine Methode oder ein Expe­riment bezeichnet worden, durch das man fest­stellen wolle, wieviel Deutschland zu leisten im­stande ist. Wenn dies Experiment, wie sicher an­zunehmen, ein negatives, d. h ein solches Er­gebnis haben wird, daß aus ihm die fraglose Ueberlastung Deutschlands durch das ange­wandte Schema hervorgeht wozu sollen wir uns dann beeilen, vorzeitig ein hohes Lösegeld anzubielen?

Berlin, 17. Februar.

In sämtlichen Werken des Siemens-Konzerns der rund hunderttausend Arbeiter und Ange­stellte beschäftigt wurde gestern früh folgende Be-

Berlin, 17. Februar.

Die Aufklärung der Warenschiebungen der Wirtschafts-Kreditgenossenschaft" und des Bank­geschäftes Binz u. Co. ergeben, daß es sich um einen Betrag ganz großen Stiles handelt, durch den nach vorsichtiger Schätzung etwa tausend Firmen in Berlin und im Reich geschädigt wor- den sind. Neun große Berliner Firmen haben

Gerade die Bildung solcher Ueberschüsse war aber bei der Aufstellung des Dawesplanes die wenigste formelle Voraussetzung dafür daß Deutschland die verlangten Jahresbeträge würde leisten können.

Auf deutscher Seite liegt kein Grund vor, solchen Plänen, wie sie Herr James, sicher nicht ohne französische Inspiration, aufzustellen ver­sucht, besonders entgegenzukommen. Dazu ist das verlangte Lösegeldnochvielzuhoch, nnb dazu ist der Welt noch viel zu wenig beut« lich geworden, daß der Dawesplan über kurz

Rassel im Landtag.

Auch Steuer zieht vom Leder.

Der Kommunist Schwenk bezweifelte einen »Fortschritt" in der Personalpolitik des Ministers angesichts der Tatsache, daß 183 repu­blikanischen 229reaktionäre" Landrate gegen­überständen. Grzemik (Dem.) forderte den dezenttalisierten Einheitsstaat, der auch, von weiten Kreisen des Zentrums verlangt werde, so daß in dieser Frage die Deutschnationalen in einer splendid Isolation ständen. Den Deutsch- nationalen sprach er angesichts der Maßnahmen des Ministers von Keudell die Berechtigung zu einer Kritik an der preußischen Personalpolitik ab und verlangte noch Fürsorge für den Osten. Jordan (W. Vg.) sprach sich gegen den Ein­heitsstaat aus und verlangte, daß der Staat sein Aufsichtsrecht gegenüber den Kommunen mit einem Zwang zu größerer Sparsamkeit stärker ausübe. Voß (Völk.) meinte, Minister Grze- sinski sei nicht weniger parteipolitisch eingestellt als S e v e r i n g, nur daß der letztere geschickter gewesen wäre.

Abg. Steuer (Dntl.) widersprach den Be­hauptungen, daß die Deutschnationalen jetzt etwa mit der Personalpolitik des Innenministers ein­verstanden seien. Die Demokraten traten z. B. epidemisch unter den Landräten fünfmal so stark auf als in der sonstigen deutschen Bevölkerung. Der Redner kam auch auf den Kasseler Re­gierungspräsidenten Dr. Friedens- bürg zu sprechen, dessen Verhalten verschie- deutlich zu Beanstandungen Anlaß gege­ben hätte. Die hessisch-nassauische Bevölkerung habe nicht nötig, sich von Dr. Friedensburg zur staatspolitischen Gesinnung erziehen zu lassen. Wenn Sie sich (zu den Demokraten) einmal die Rede durchlesen wollen, die der Führer der De­mokraten, der Abg. Koch noch zu Kaiser s Ge­burt s t a g 1918 gehalten hat, so werden sie fin­den, daß dies in poetischer Form ein Schrei nach dem Kronenorden war.

* * *

Im sterbenden Reichstag.

Sie halten schon Wahlreden. Ein unmög­licher Auflösungsantrag.

Der Reichstag BeSenbelte gestern, wegen ber starken Ablenkung ber Äbgeorbneten durch ben Uerbeudea Reichstag, nur kur, das SieblungS- Problem.

Von allen Parteien wurde die Notwendig­keit der energischen Fortführung deS Sied­lungswerks betont. Der Streit zwischen Rechts und Links über die Frarge, wer am meisten für die Landarbeiter und Siedler getan habe, lieft in feiner Form deutlich erkennen, baft die Zeit der Wahlreden schon begonnen hat. Der

800 Millionen sind uns sicher.

Amerika liquidiert den Krieg. Vor der An nähme der Freigabebill. Wieviel an Ameri­kaner und an Deutsche ausgezahlt wird.

ten die volksparteilichen Minister der Großen Koalition, Dr. Boelitz und v. Richter, schon zu ihren Amtszeiten entsprechenden Erlassen zu gestimmt. Auf den Zuruf deS Abg. von Richter, daß das Oberverwaltungsgericht nur den Zwang ab gelehnt habe, der jetzt cinge- ügt fei, bemerkte G., daß schon die Erlasse einen olchen Zwang enthalten hätten. Nirgendwo, so ügte er hinzu, wird man in der Welt sonst die Schamlosigkeit besitzen, gegen die Selbst­verständlichkeit anzukämpsen, die Reichsflagge an nationalen Feiertagen zu zeigen. (Anh-Ä-

Hierzu ist Verschiedenes zu bemerken: James meint, um die Obligationen unterzubringen, müßten sie auf die Erwerber von vornherern mit der Hoffnung auf einen starken Kursgewinn ausgestattet werden. Diesen Gewinn zu bezah­len, ift aber nicht Deutschlands Sache. Vor al­lem aber: tn welcher Form sollen denn Sach­lieferungen von so unerhörtem Umfang erfolgen Frankreich und Belgien sind ja utchi einmal imstande, die bisher getätigten, unver­gleichlich kleineren deutschen Sachltefertmgen aufzunehmen. Je mehr Sachlieferungen sie er­halten, in desto größere Schwierigkeiten gera. ihre eigene Wirtschaft. Ueber diese negative Seite des Prinzips der Sachlieferungen ist die internationale Volks- und Finanzwirtscha t au; Grund der gemachten Erfahrungen sich allmäh­lich einig geworden. Es bliebe also nur übrig angemessene Reduktion der veranschlagten Summe immer vorausgesetzt auf eine Idee zurückzukommen, die von französischer Leite schon mehrfach angedeutet wurde: Deutschland solle in Frankreich und den französischen Kolonien die Ausführung großer öffentli­cher Arbeiten. Kanalbauten, Aufforstungen und sonstiger Meliorationen übernehmen. Auch ko­loniale Eisenbahnbauten würden mtt darunter fallen. Wenn man will, so kann man dabei auch an Dinge denken, wie di" kürzlich gemeldeten privaten deutsch-französischen Besprechungen über eine gemeinsame Kolonia l ge - sellschaft in Französisch-Afrika, mtt Ein- schluft Kameruns Eine solche Besprechung hat in der Tat fiattgefunden, aber die französischen Teilnehmer waren, wie man hört, ohne Autori­sation ihrer Regierung, und ihre Aeußerungen mußten als ganz unverbindlich betrachtet werden.

Grundsätzlich zurückzuweifen braucht man die vollständige oder teilweise Verwandlung der Sachlieferungen in derartigen Meliorationen nicht, namentlich dann nicht, wenn die zu schlte- ftenden Verträge auch eine Beteiligung Deutsch­lands an ber Einfuhr in die auf solche Weise in ihrer Wirtschaft entscheidend gekräftigten Ge­biete vorsehen. Aber dieser französische Versuchsballon will auch die Bestimmun­gen über den Transfer auf heb en. Geschieht das nicht, so wird erstens niemand so leicht die deutschen Obligationen kaufen, denn es könnt« ja sein, daß erklärt wild, durch die Zahlungen werde die deutsche Wahrung in Gefahr gebracht. Zweitens aber sitzt bekannt- ?7ch die Hauptgegnerschaft gegen die Transfer- Häufel des Tawesplans in Frankreich. Die 'Franzosen wären, wie jedermann ihnen und Herrn James ohne weiteres glauben wird, sehr glücklich, wenn Amerika gegen ein von Dentkck- ianb zu leistendes Pauschquantum ferne Schuldforderung an Frankreich striche. Außerdem aber fürchten sie. und zwar mit Grund, daß sich tn Kürze die Unmöglichkeit voller Jahresüberweisungen nach dem Dawes- plan aus Deutschland nach dem Auslande Herausstellen wirb, weil die deutschen Aus- landsanleilHn einmal ein Ende nehmen werben und weil gar keine Aussicht auf Entwicklung des beuttoen Erports bi? zu irgend welchen Ueberschüffen über die Einfuhr vorhanden ist.

Beamte und Flagge.

Grzestnski wehrt sich seiner Haut.

Im Landtag Laberte sich gelte« 3««eumi»ifttt GrMttski bei feinem Haushalt auf scharfe An- griffe von rechts wegen feinet bekannten Slaa- genverorbnung für die Kommunen wie folgt: Berlin, 17. Februar.

Unter andauernder großer Unruhe und leb­haften Zurufen bei Deutschnationalen erläuterte Grzestnski benGeheimerlaß", ber den Beam­ten untersagte, dem Denkmals-Ausschuß für das S ch l a g e t e r - D e u k m a l beizutreten. Er erinnerte daran, daß 1923, als ber Oberprä- sident einen Kranz mit schwarzrotgoldener Schleife an Schlageters Grabe niebergelegt hatte, dieser Kranz mit ber Bemerkung zurück- gewiesen fei: Annahme verweigert! Zur Ber- Wendung bei dem Begräbnis ber jüdisch-denl- schen Republik geeignet!" Lebhaftes Hört! Hört! ber Regierungsparteien quittierte, diese Feststel­lung, und der Minister betonte, daß man offen­bar die Schlageter-Ehrung rein parteipolitisch aus ben Kreisen ausgezogen habe, bie unter Umständen auch gewillt sind, mit Gewalt gegen ben Staat vorzugehen. Diese Bemerkung löste erneute laute Demonstrationen von rechts aus.

Bezüglich feiner Flaggenverordnung solle man boch bas Urteil bes Staatsge­richtshofes abwarten. Im übrigen hät-