Kasseler Neueste Nachrichten
Kasseler Abendzeitung
Hessische Abendzeitung
Amtliche« Organ der Stadt Raffel 18. IahkffcMg
Nummer 35. Amtliches Organ der Stadt Raffel Freitag, lv. Februar 1928.
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Mit vollen Segeln in die Keile.
Das Schulgefetz so gut wie gescheitert. — Das Zentrum de» Feilschens satt.
Bon
das Ge«
Rs-
Was zu einem Charakter gehört.
Wir halten sie beim Wort
Frankreichs Sozialisten räumen bedingungslos.
vierte und letzte Eigenschaft
vereuu- en Um-
Ehe es Hahkn kommt
. , . ist Europa vielleicht ein Trümmerhaufen.
Alcht nur zur Gesundheit.
Streseman» sucht an der Ripiera mehr.
Das englische Vorgehen wird seine Rückwtr. kungen auch außerhalb Englands haben. Die Rückwirkungen für Deutschland liegen direkt in seiner Einwirkung auf di« augenblickliche Gestaltung der Arbeirszeiikämpse sowie der Ar- beitszetigesetze. Dem vorläufigen Reichswirt- schaftsrot liegt daS Arbeitsschutzgrsrtz vor Die umstrittensten Paragraphen sind hier hi« Ar- beitszeitbestimmungen. Es ist bei den bisheri-
m„,;a a imasieuyeii iyrer Lkiiei
m ’ u-ü-hruar. mag spekulieren, in bei
Nach Meldungen aus Nizza erklärte Strese-1 großen Schlag zu mache mann: Er liehe die Riviera und hoffe, dost er siegel sein (M nur ir neu gestärkt wieder nach Berlin zurückkehren investieren.
könne. Seine Familie werde ebenfalls nach Kap Leuten gel
Paris, ?. Februar. Wie aus Washington bekannt wird, müßte ein Antikriegspakt alle Großmächte tauch Japan) umfassen. Die Präambel im Scht-dsgkrichtsoertrag mit Frankreich verurteile zwar den Krieg, enthalt« aber weder für Frankreich noch für Amerika eine legale Bindung. Die von Mardonald und
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»rüffel statt Genf?
Mtvionen-Lockspeisen für den Völkerbund.
M&ät.
I.BUa,
Berkin, st. Februar. Während das Zentrum weitereSchulgesetzverhandlungen als ausstchtlos bezeichnet, erklärt ein Rechtsblatt, daß man in volksparteilichen Kreisen di« Dinge mit der Ruhe des Gewissens betrachtet. Die Drohung des Zentrums, Politische Konsequenzen zu ziehen, werde einigermaßen skeptisch beurteilt, da das Zentrum mit solchen Drohungen während der ganzen Dauer der Schulaesetzver- handlungen gearbeitet habe. Das Zentrum wolle scheinbar versuchen, der volksparteilichen Kundgebung am Sonntag zuvorzukommen. Auch «in Polksparteitzlatt urteilt ruhiger; Bisher galt es als eine unbedingte Forderung ' wörtlicher Politik, den Etat unter alli tänden noch zu verabsi gia davon, wie das Si gesetzesstch ksit in Fra
Parts, S. Februar. |be8 Gerücht, daß Brüssel den BStterbundSfltz
Wie man aus Gens berichtet kommt zwar die LpI^L.®tm be‘6ifl** Außenminister Verlegung des Völkerbundes nach Wien nicht g” mehr in Frage, dagegen erhält flch hartnäckig I
schieden, ganz, unabhän- i chicksal des Reichsschul- pört und'ist verwunH. »»> ch gestattet Ob auch diese Npnvendig- höchst« Autorität d-r Kmholikei rage gestellt fern soll, wird die nächste tampf hineinzuzerren versuche.
Politik so fetten anzutreffen, daß die Erklärungen auf die Teilnehmer der Tagung notgedrungen einen ungeheuren Eindruck machen mußte, ^.as im Versailler Friedensvertrag errichtete Gebäude der internationalen Sozialpolitik beruht im wesentlichen auf moralischen Ueber- legungen. Erst in zweiter Linie werden Rost Wendigkeiten der internationalen Wirtschaftspo- litit gebührend berücksichtigt. Die Washingtoner Konferenz nahm 1919 einen Uebereinkommens- an, der für alle Staaten der Erde den Achtstundentag vorsah, bezw. die 48-Stunden- woche. Für die Kolonialländer, es handelte sich hier vor allem um die englischen Kronkolonien nnd die Dominions, waren Ausnahmen vorge- ssden. In der Zwischenzeit versuchten die hauptsächlichsten Industriestaaten in London Deutschland war durch den Reichsarbeitsmintster
Brauns vertreten - die Ratifizierung möglichst gleichzeitig und gleichartig vorzunehmen, ^mit irgendwelche Storungen in der weltwirt- tchaftllchen Gebundenheit vermieden werden. Trotzdem haben bisher nur industriell unbedeu- Je.nbe Lander das Washingtoner Abkommen ra- tislziert. Von den Industriestaaten hat allein Belgien die unbedingte Ratifikation vollzogen Die anderen kommen für die wirkliche Gestal- L-ngdes Achtstundentages kaum in Frage. Das Washingtoner Uebereinkommen könnte erst dann Weltbedeutung erlangen, wenn die drei großen europäischen Industriestaaten, Deutschland, Eng- land und Frankreich, ihrerseits die unbedingte Rartfikation vornehmen. Frankreich hat die Ra- tlftkationsurkunde beim Völkerbunde zwar hin-
Me„ Bedingung geknüpft. 006 die Ratifikation erst eingetragen werden dürfe, wenn Deutschland und England £iefen Schritt vornehmen würden. Deutschland war bemüht, durch eine Reugestal- beraten. Seine Ueberweisung an den Reichstag fteyt bevor.
Paris, 9. Februar.
Auf eine Anfrage der deutschen Sozialdemokraten bezüglich der Erklärung Paul Boncours zur Rheinlandräumung beschloß ein Unteraus- chuß der sranzöstschen Sozialdemokraten: 1, den deutschen Sozialdemokraten das französische Parteiprogramm zu übermitteln, daß die Räumung von keiner Vorbedingung abhängig macht und 2. eine Konferenz von Delegierten der französischen untrer deutschen Sozialisten einzuberufen und auf ihr die Rheinlandfrage zu behandeln. Paul Boncour wurde von dieser Absicht verständigt.
Der Einspruch Englands gegen eine Ratifi-- gteruna bedeutet nicht nur, daß di« mehrjährige Arbeit des Direktors Albert Thomas vorerst ge« sWlttkt zu fein scheint. Die vorgeschlagene Revision muß ziemlich weitgehend sein, denn schon seinerzeit in London gab man dem Ueberein- kommen eine möglichst weite Auslegung. Bisher hat dre Seite in der englischen Wirtschaft den Sieg davon getragen, welche versucht, die Produktionskosten durch ArbeitSzeitver- langerung und Lohnsenkung zu redu- öieren. Mit Ausgang des englischen Bergarbeiterstrelks wurde die Arbeitszeit der Bergarbei- ter wesentlich verlängert, sodaß der englische Bergmann heute ebenso lange arbeitet, wie die Bergleute in Oberschlesien, dreißig Minuten langer als die Bergleute an der Ruhr und fünfzig Minuten länger als die französischen Berg- arbeitet. Mit dieser Arbeitszeitverlängerung war gleichzeitig eine Lohnsenkung in einzelnen Revieren verbunden. Die andere Seite der englischen Industriellen, vertreten vor allem durch Sir Alfred Mond, hat durch das ^orgehen der englischen Regierung in Genf ein« Schlappe erlitten. Das Bestreben der englischen Chemie-Industriellen, zu einer Verständi- «ung zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer auf der Grundlage einer Arbeitsgemeinschaft zu kommen, wird zwar mitbestimmt sein von der Ueberlegung, den Arbeiter durch sriedfer, tlg« Ueberredung von der Notwendigkeit der Mehrarbeit und der geringeren Entlohnung zu überzeugen, jedoch, die Mittel, welche diese Gruppe dazu anwandte, sind moralisch ander« zu werten, als der Versuch der anderen Front der englischen Industrie, mit Hilfe des Gesetzes dieselbe Wirkung zu erzielen.
Zuerst die Rechtschaffenheit. Wik geben unser Geld in eine Bam, da wir der Rechtschaffenheit ihrer Leiter vertrauen, Jemand spekulieren, in der Hoffnung mal einen [ 'en, aber er wird in der
---- ..... n solchem Unternehmen i, das von ehrlichen, rechtschaffenen ™ ... v t’»»«»"« »eleitet wird. Letzlen Sommer reiften
Martin kommen. Politische Erklärungen lehnte Drei unserer Söhne nach Europa. Jeder erhielt **7^'Blatt will wissen, daß Stresemann fein besonderes Amt, was die Reiseangelegen- außer mit französischen Politikern auch mit dem heilen anbetraf. Der eine mußte die Rech nun- rumänischen > Außenminister Titulescu Unter- gen prüfen und bezahlen, sowie das Reisegeld Handlungen haben werde. verwalten, der zweite war Gepächverwalter
• der Dritte mutzte alle anderen Kleinigkeiten
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öaff i_.trtfeniittnn nut Briand Verhandlungen ZU lernen. Ist zweiter Linie bringt jeder Cha- hinter den Kulissen führen werde. Ein Blatt ratter
beutet die Räumungsfrage an. Achtung vor Gesetzen
Berlin, 9. Februar. Unter dieser lieber- schrift schreibt ein Zentrumsorgan: In Zentrumskreisen ist man der Auflassung, daß das Reichsschulgesetz als gescheitert angesehen werden muß, nachdem die Zwischenverhandlungen ergebnislos verlaufen sind und eine Aussicht auf Aenderung der für das Zentrum in entscheidenden Grundsatzfragen völlig untragbaren Ergebnisse her ersten Ausschußlesung nicht mehr zu bestehen scheint. Noch heute wird sich dse Fraktion darüber klar werden müssen, welche Folgerungen sie aus dieser Lage ziehen will. Im Zentrum besteht keine Neigung, das entwürdigende Spier um die kulturpolitischen Güter fyrtzusetzen, nachdem sich gezeigt hat, datz nicht einmal der grundsätzliche Wille zur Einigung beim Verhandlungspartner vorhanden ist. Die Fraktion wird sich auch darüber schlüssig werden müssen, welchen Zeitpunkt und welchen Weg sie für ihre notwendige politische Initiative als geeignet anfieht.
Berlin, 9. Februar, tPrivattelegramm) Die Verhandlungen über das Schulgesetz sind jetzt in ihr entscheidendes Stadium getreten. Noch wird der Beschluß des Zentrumsvorstandes geheim gehalten, aber heute wird sich die Reichs- tagsfraktwn selbst schlüssig.
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Oder nur ein Schachzug.
Bon rechts nimmt-man die Drohung nicht ernst,
mit sich, ganz gleich ob die Gesetze gefallen oder
Papft und Wahlen. MN Ihn sind, Ost hoben wir, daß bei gefchäsi Di« X.rflX’rpfTP „„„„„ «r, J pichen Operationen eine direkte Nichtachtung
»ne Rechtspresse gegen Fürst Ratztwill. der Gesetze vorkommt, Einige hindern oder er=
t“’•9- Ubruar. Fürst Ratziwill be- schwe^n das Geschässt sie dienen dgnn nicht huptet in emer Erklärung, daß er zu seiner dem Allgemeinwohl! Gesetz ist aber Gesetz, 'fklttschen Arbeit für bi« Regierunost-ste Pis- ganz gleich ob es die persönliche Freiheit, das udskis zweimal Durch «in^ Mittel cn vom gesetzschaftliche oder geschäftliche Wohlergehen ansirregl worden fei Die Rechtspresse betrifft. So lange es Landesgesetz ist, sollen ihm ist über diese Aeußerung Ratztwiüs sehr em- iowohl Private als auch Korporationen jkder- erwundert, daß der Fürst pi« Zeit gehorsam sein, Das Gegenteil hiervon wä- ' Ulfen in den Partei re Anarchie! Ein drittes Erfordernis des Eha- 'rakterz ist eine anständige Lebensweise', Ganz besonders in diesen Zeiten unerhörten Wohlstandes (leider nur für Amerika d. Red j wo die Versuchuns so nahe liegt, sich uneingeschränkt der Genußsucht in die Arme zu werfen und zu verweichlichen, ist eß doppelt wichtig, daß wir uns einer anständigen Lebensweise befleißigen, die von höchster Wichtigkeit ist! %UW ^'Nk'ttMebenden Geschäftsmann
gehört noch eine gewisse Uneigennützigkeit dazu! Sich des größten Vertäuens seiner Teilhaber zu erfreuen, die Gewißheit, daß sie sich 100 Prozent auf die Uneigennützigkeit unserer Meinung verlassen können, ist eins der schönsten Dinge des Lebens. Wenn es auch richtig KN-»°N-d?nİ"Ä, "mS|Mel«sr*,|en®eU»,U'fo'lm'a»
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über das Gesetz hmwegfetzen, aber wenn sie dann vom Gericht her öffentliche« Meiming verurteilt werden, dem sie nicht entgehen, dürf- t« «s schließlich auch dem noch so egoistisch denkenden einleuchten, daß eS letzten Ende» »Nicht lohnt« und daß ohne Achtung vor ben bo» «rüffel h,H «arferh.mhani. en. I @ef,c^ Jel" Dauererfolg denkbar ist! Manch- ,-w i ■ Böllervundsfltz für mal wird der Einwand erhoben, der Druck der
sich fordert. Dem belgischen Außenminister soll Konkurrenz fei fo stark, daß sich nicht immer em Schreiben-ugegangen fein, in dem zehn Mil- dieser Standpunkt au recht erbalwu B lmnen Franken zugesagt "-erden, falls es ihm Darauf antworte ich. haß kein anständiger Afe ________äklingt, dkN Bvlkerbmtd nach Brüssel zu ziehen | rienbesttzer Gewinne aus einem Unternehmen
Ay ,e.^af,ten Störungen der interlnationalen Handels- Grsetzen entstammen." ^8^°^wieder Cemals 59**«*« M tu». « mW & L,ri!'!-->,» wu,d.. m* .m «MH» «. chtevene Gutachten ergeben haben, ym Westen ' bat die Großeisenindustrie gerade einen sehr starken ArbeitSzeickamps durchgemacht; im
sflechtungen kund tun. Es ergibt sich durch! 'Mauden wurde, daß ein Angestellter der Ge- Ze Plötzlichkeit ein äußerst hartnäckiger Schaft, vom Präsidenten bis zum jüngsten Kpnkurrenzkampf, der erst «ach einem Lehrling eine Handlung begehen würde, die er gejenfehtgen Auseinandereinchielen, d h. nach ""öt auch zelbst mu
Rückwirkung bei englischen Vorgehens in den gutem Gewissen verantworten betreffenden.Industriestaaten, beendet werden könne. Tiefer Standpunkt kaim aar nicht«., kann. In den Uebergangszeiten werden diese nug betont werAn ' Ich baÄ mK
IndUstrfeftaaten versuchen, . W durch E t bö- viefe Plot formgesieSl sic fteb, fa bl
- oiq- den Lebensunterhalt zu verdienen sonder» uni
Augenblick ist in der mitteldeutschen h Eisenindustrie di« Arbeitszeitfrage bren- kc nend. SS ist selbstverständlich, daß Di« Er- I klärung Englands In Genf diese Atmos - h phäre verschlechtert hat, denn die Arbeitgeber- fi chasi Wird sich durch hfefe Erklärung gestärkt w ühl/n. wägend di« Arbeitnehmerschasi ihrer- zeichnet. "Ti « fen ’.u vermehren suchen Wird, um somit nicht 5.U^lrLuf??en auszufchließen. Die gesamtweli. welrwirtscka wirtschaftlichen Zusammenhänge werden sich in Ausmaß
Wird die Regierung gesprengtMie wir rMwukvm
Vor dem internationalen Arbeitsamt in Genf DaS Lcknlaekev ko nut wie nefAeitert a„„,rll ... « .... 9J Ö 1 $ 10 ft
hat die englische Regierung kürzlich erklären las- Swulaefev fe aut tote nefseltert — Das Zentrum des aeiif<fu>«a tmt I
seu, daß sie nicht in der Lage ist, die Washiug- toner Konvention über den achtstündigen Arbeitstag zu ratifizieren, dq die Konvention den Notwendigkeiten des industriellen Lebens in der Nachkriegszeit nicht genügend Rechnung trage. Dfef« Vorstoß Englands gegen das Washingtoner Abkommen kam so überraschend und diese Plötzlichkeit ist in der Geschichte der englischen
Woche zeigen müssen. Die ruhige Auffassung -M® D- R°ekere!ler jr.
besteht auch bei den Deutschnationalen. Die Der weltbskaaaN MaltimiMoaär lrwZn bem
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Meiner will nachgeben. Eine Lebensnotwendigkeit, Der T----
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man hort liegt für den kommenden ©onntag fann' ein^"untwnebnwn naiLmb1*
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Simultunschulen.^ der Frage der Charakter zu jedem erfolgreichen Geschäft er-