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18. Jahrgang. Nr. 31.

Sonntag, 5. Februar 1928.

Kasseler Neueste Nachrkcht;«

Kommt der Westen in das Vokal-Endspiel?

Aus dem Vereinsleben.

Jahreshauptversammlung des Spiclvereins 66 e. 8. «assel-R.

Kürzlich fand unter reger Beteiligung der Mit­glieder die diesjährige Jahreshauptversammlung des Svielveretns Rothenditmold statt. Aus den Berichten der einzelnen Obleute konnte man ent­nehmen, -atz -er Verein auf allen Gebieten erfolg­reich tätig war. Den größten Erfolg batte die F n ß- ballabteilung zu verbuchen, denn der 1. Mannschaft gelang es, zum 1. Mal feit dem 20jäbri- gen Bestehen eine Gr uvoeumet st erschaft zu erringen. Auch die Leichtathleten waren bei mehre­ren Veranstaltungen erfolgreich. Einen sehr erfreu­lichen Bericht gab der Leiter der Jugendabteilung Herr Heitmann. Bet einem solchen Nachwuchs unter bewährter Leitung kann der Verein mit Zuverstcht in die Zukunft blicke».

Sämtliche Punkte der Tagesordnung wurden an Sand des vorliegenden gedruckten Jahresberichts flott erledigt. Die Versammlung nahm einen harmonischen Verlauf.

Der gesamte Borftaud wurde einstimmig wiedergcwählt: 1. Vorsitzender: Karl C o l l m a n n, Dörnbergstr. 5: 2. Vorsitzender: M. Schad: 1. Kassierer: I. Fahlbusch. Wolshager- stratze 138; 2. Kassierer: G. Spohr; I. Schriftführer: R. Pahl, Wolfhagerstr, 192; 2. Schriftführer: W. Schunder: Gerätewart: H. Feustel; Platzwart: O. Brandt: Beisitzer: H. Christ, K. Jähn, K. Krück: Revisoren: I. Blumenstetn, I. Röder; Spielaus- Ichutz: K. Betzenberger, Breitbauptstr. 9, E. Döbne, F. Boruckt, A. Vetter; Jugendausfchutz: K. Heit­mann, Wolfhagerstrahe 100, R. Strivvelmann, R. Bocklum, H. Fennri, F. Hofmann: Bergnügnngs- ausschutz: K. Machold. P.

Wintersport-Wetterbericht

der öffentlichen Wetterdieuststell« Frankfurt «. M.

Taunus: Feldberg: Nebel. 4, 12 3t»., stark verharrscht, Skt mähtg, Rodel gut.

Sauerlaud: Winterberg, bewölkt, 4, 16 Ztm., etwas verharrscht, Ski mähtg, Rodel gut.

Rbö«: W a f f e r k u v p e: bewölkt, 6, 23 Ztm. (3), etwas verweht, Ski und Rodel sehr gut.

Tdüriugerwalb: Lauscha: heiter, 7, 20 Ztm., etwas verharrscht, Ski und Rodel sehr gut. Ober- b o s: heiter, 5, 40 Ztm., Pulverschnee, Ski und Rodel sehr aut. Schmücke: bewölkt, 1, 45 Ztm (31, Pulverschnee, Ski und Rodel sehr gut.

Harr: Beneckenstein: beiter, 6, 40 Ztm., gekörnt, Ski und Rodel sehr gut. Schierke: bei­ter 6, 20 Ztm., stark verharrscht, Ski mäßig, Rodel gut. Altenau: heiter, 5, 30 Ztm. (2), etwas verharrscht, Ski und Rodel sehr gu

Ein« wesentliche Aenderung ist vorläusig nicht zu erwarten. Die Temperaturen halten sich weiterhin unter dem Gefrierpunkt.

Sport in der Heimat.

Der Arbeiter-Turuverei» Grohalmerod«

veranstaltete kürzlich im großen Rathaussaale einen Riegenwettkamvf innerhalb der Vereine Großalme­rode und Obervellmar. Die an den Geräten gezeig­ten Leistungen fanden reichen Beifall des Publi­kums. Mit einem knappen Borfvrung konnte der Arbeiterturnveret» Großalmerode de» Rtegen- wettkampf für sich entscheiden. B.

3» Dorla, Kreis Fritzlar

ist nun doch ein deutscher Turnverein ins Leben gerufen worden, zu besten Gründung der Bezirksver­treter des 4. Bezirks der D. T. und Kreisjugend- vsleger Lehrer G u t b o f anwesend waren. Der Ver­treter der D. T. begrüßte die Erschienenen, legte in markanten Worten die hohen Ziele der D. T. dar und ging auch auf die Schwierigkeiten ein, die stch für einen jungen Verein in der Anfangszeit ergeben würden. Kretsjungendpfleger Guthof gab manchen guten Rat, um

rege» »»d frische» Turnergeist

nach dem Vorbilde des alten Turnvaters Jahn In den Verein bineinzubringen. Straffe Ord­nung, Manneszucht und Disziplin seien in einem Verein unbedingt erforderlich. Die W a h l des Vor­standes ergab: 1. Vorsitzender Georg Zuschlag, Turnwart Conrad Lengemann. Bisher sind 15 Mitglieder in den Verein ausgenommen worden. H.

Fußball.

Aus Hessen-Hannover.

Die Kasseler Svortgemeinde bereitet sich auf den letzten Entscheidungskamps vor. der bekanntlich in acht Tagen auf der Hesfenkampsbayn jum Aus­trag kommt und der die beiden ersten Mannschaften des Sportklubs 1908 und des Sportver­eins Kurbesseu vereinigt.

Der Sportverein Kurbesten

fährt am heutigen Sonntag mit der erffen Mann- schäft nach Braunschweig, um gegen Eintracht Braunschweig ein Gesellschaftsspiel anszutra- gen Nach der Niederlage, welche die Braunschwei­ger am letzten Sonntag in Göttingen durch den Sportklub 1905 erlitten haben, sollte man annehmen, iah den Kurbesten auch in Braunschweig ein sieg möglich wäre obwohl die Manv.ichaft ohne W e. b e r spielen mutz, der bekanntlich in der westdeutichen Auswahl-Mannschaft mitwirkt. Aber wie die letzte» Freundschaftsspiele bekannter Mannschaften

Handball (D. C.)

Meifterklaste: Jahn Eschwege Eschwege 1861.

Entscheidungskampf der Mittelgrnvve in Eschwege. Das Spiel wirb San» Eschwege auf die Beine bringen. Trennten sich doch in den lebten Jahren die beiden Ortsrivalen fast stets unentschie­den. Auch heut« ist mit der gleichen Möglichkeit zu rechnen. Will jedoch 1861 weiterhin noch Anwärter um die Kreismeifterschast bleiben, so mutz ein Sieg herausspringen, andernfalls sich Jahn die Teilnahme an den Endspielen gesichert bat.

Aelt. Kaff. labe. Heuschelwerke.

Auf den Waldauer Wiesen trifft der Gruppen- erste auf die wieder wesentlich verstärkte Henschel- Mannschaft. Es wird also auch hier ein grotzes Spiel $u sehen fein, welches bei einem siege von H.- W. der Ae. C. T. die Gruvvenmeisterschaft in Frage stellen kann. Ein Unentschieden sichert der Ae. C. T. endgültig den ersten Platz. Der Ausgang des Spie­les ist offen. I n der A-Klasse finden beute keine Reihenspiele statt.

B-Klaste: Harleshausen 1. Obervellmar 1. Ein Sieg von Obervellmar bringt diesen die Gruppenmei- stenwaft. Gensungen 2. S.-W. 2. Gensungen wirb versuchen, den 2. Platz halten.

C-Klafle: Ae. C. T. 4. Körle 1., Wolfhagen L Etsenb. 2.

Jugend-Klass«: Wilhelmshöhe C. T. 44 2., Mel­sungen Waldau.

Privatsplele:

»ilhelmsböd« L TW. Einbeck 1. Wilhelms- höh« hat sich zn ihrem Stiftungsfest die Meistermann, f(Saft von Einbeck verpflichtet und darf man auf das Ergebnis für gespannt fein. Eisenbahn 1. Bri- tenhansen L Auf H.-W.-Platz treffen stch am Nach­mittag die beide» spielstarken Mannschaften der A- Klaste. Das Ergebnis wird einen Schluß auf die Spielstarke der beiden Gruppen zulasten. Der wurf- freudigste Sturm entscheidet das spiel. C. T. 44 8. Zwerge» L -bt-

Die Winter-Olympiade stehl vor der Tür.

Deutschlands Chancen in St. Moritz. / Großkampftage vom 11.19. Februar. / Die Skiläufer haben die meisten Aussichten. / 25 Rationen vertreten.

W W

' Tas jüngste Glied im Kreise d. Olum- piichen Wettbewer- be, die Olymps- U che» Winter- M spiele, erleben in der Zeit vom MH 11. bis 19. Februar hpL in St. Moritz ihre erste Wieder- IM holung. Tie eigent- M ltchen Olympischen M Winterspiele in ih- y rer heutigen Gestalt wurden erstmalig 1924 in Chamo- ntx ausgetragen, wo 12 Nationen vertreten waren.

Im Lause der Zett hat stch das Interesse an dieser Veranstaltung erheblich vertieft und so zählen wir in St. Moritz mehr als noch einmal so viel Länder im Kampfe. Als Neulinge kommen

Deutschland,

ferner Japan, Italien. Estland, Argentinien, Litauen, Mexico, Oesterreich, Holland, Tschechoslowakei. Ru­mänien, Ungarn und Luxemburg hinzu. Es wird also ein heißes Ringen werden, das in dem herrlich gelegenen Schweizer Winterkurort vor stch gehen soll. Die Elitetruppen von 25 Nationen im sportlichen Kampfe um höchste Ehren haben in St. Moritz den glänzendsten äußeren Rahmen. Wie wird nun Deutschlands Vertretung

bei diese« gigantische» Ringe«

der Länder bestehen? Wird es einem der Unsrigen gelingen, seine Sand mit Erfolg nach einer Olympi­schen Goldmedaille ausstrecken zu können? Diese Frage in Überschwenglichem Optimismus ohne wei­teres zu bejahen, hieße leichtsertig urteilen. Mit gro­ßen Hoffnungen nehmen

Deutschlands SkUäuser

den schweren Kamps auf. Gerade auf diesem Ge­biet ist es noch am ehesten möglich, erfolgreich abzu- fchneiden, ohne dabei gleich an einen Sieg zu denken. Die vorbereitenden Arbeiten des deutschen «-ki- oerbandcs sind denn auch in sorgfältigster Art und Weise betrieben worden; und die letzten Vor- vroben, die Engadtner Berbands-Skirennen, zeitigten einen ungeahnten Erfolg, gelang es doch der deut­schen Olympiamannschaft. die gesamte schweizerische und deutsch-böhmische Klaste aus dem Felde zu schla­gen. Selbst die Schweizer kamen nicht m dem er­hofften Erfolge. Diese Leistungen unserer Skiläufer lasten Hoffnungen nicht unberechtigt erscheinen. Aber die Schweiz ist noch nicht der ganz große Gegner. Weit davor stehen noch Norwegen. Schweden

und Finnland, und die Vertreter dieser Länder auf ihrer ureigensten Domäne zu schlagen

wäre ein Triumph für uns,

wie er nicht größer gedacht werden kann. Bei 6er Betrachtung der Ergebniste von Cbamontx erscheint dies jedoch als Unmöglichkeit. Im 50 Kilometer-Lauf, war Norwegen im Jahre 1924 auf den ersten vier Plätzen, dann folgten zwei Schweden, ein Finne und wieder ein Schwede. Erst auf dem neunten Rang kam von mitteleuropäischen Teilnehmern ein Ita­liener. Im 18 Kilometer-Laus waren überhaupt nur Norweger, Schweden und Finnen auf den ersten zehn, im Sprunglauf Norweger auf den ersten drei, tm kombinierten Lauf auf den ersten vier Plätzen »u finden. Wenn unser« Skiläufer also im Mitteltreffen einkommen würden, wäre dies schon ein ehrenvolles Ergebnis. Weniger günstig sind die Chancen

iu de» Eislaufwettbewerbeu.

I» S ch u « I l a u f e n bedeutet die Beteiligung Deutschlands eine Prestigeangelegenkeit. Hier wer­den Norwegen und Finnland die erste Geige spielen, allenfalls kommen noch Canada und Amerika in Krage

I« Eiskunstläufen

ist di« Situation zwar nicht so niederdrückend. im­merhin wird wohl kaum mehr als eine Platzchance aitszurechnen fein. Im Herrenkunstlaufen steht Schweden und Oesterreich oben." das Damenlättfelt hat in den Vertreterinnen von Norwegen und Oester­reich Läuferinnen deren Kunst höher tut bewerten ist als die unserer Meisterläuferinnen. Gleiches aHt vom Paarlaufen. Der «rotze Kampfsport der St. Moritzer Winterolymviade, das

Eishockey

wirb Canada ans einsamer Höhe sehen. Für Euro­pa» Abgesandte bleiben nur Platzchancen. Kommt Deutschlands Vertretung in eine günstige Gruppe, io könnten sich die Unsrigen evtl, zum Gruvpenend- kampf Lurchringen. Zum Schluh

Bobsleigh und Skeleton,

beides Disziplinen, bei denen die genaue Kenntnis der Bahn ausschlaggebend ist. Dies kommt in erster Linie den Schweizern, Amerikanern und Engländern zustatten, die jahrelang bei ihrem Kurausentbalt in St. Moritz diesen Sport mit Leidenschaft betreiben. Znsammenqefatzt muß also gesagt werden, daß die deutschen Farben in St. Moritz zwar durch untere Besten vertreten werben: LaS Können unserer Ver­treter hat jedoch die internationale Leistungssähigkelt. im Gegensatz zu verschiedenen Gebieten der Sommer« sport», noch nicht erreicht.

Siu« gut« Plazier«»«

würde daher bie Erwartungen mehr als erfüllen, die die beutschen Wintersvortvevbände an die St. Moritzer Expebitio» geknüpft haben.

Grün-weiß gegen Not-weiß.

Duisburg ficht die Neuauflage der Bundespokal-Zwischenrunde Nord West. / Wer wird der Gegner der Südostdeutschen im Finale?

Während im westdeutschen Verbandsgebiet verhält-1 nismäßig Ruhe herrscht, rüsten sich die Repräsenta­tiven zum letzten entscheidenden Gang gegen die norddeutschen Vertreter. Im Duisburger! Stadion soll am Sonntag die Entscheidung fallen, wer sich von beiden Landesverbände» zum Schlußspiel

»m den Fußball-Buudespokal

dnrchringen wird. In aller Erinnerung steht noch der Heldenhafte Kampf der westdeutschen Vertreter in Hamburg, als die Norbmannschaft 4:3 in Füh­rung lag und schon als Sieger des Kampfes aussah. Da brachte eine lebte gewaltig« Kraftanstrengung der gesamten westdeutschen Mannschaft

buchstäblich in der letzte« Minute

den wohlverdienten Ausgleich. Der glückliche Tor­schütze war der Duisburger Sackenheim II. der viel- sach als der beste Stürmer bezeichnet wurde. Dies­mal mutz Westdeutschland auf die Mitwirkung dieses hervorragenden Spielers verzichten, da er sich wegen einer Blinddarmerkrankung einer Operation unter­ziehen mutzte. Seinen Posten nimmt der für die Olympiamannschaft in Aussicht genommene Stürmer Kurorra-Schalke 04 ein.

Die Akteure:

Rorddeutschlaud: Wentorf

(Altona 93)

Müller Beier

IBiktoria Hamburg) iS. S. B.) Lana Ohm . Flor»

(H. S. B.) fHolfteiu Kiel «Viktoria Hamb.)

Lang« Hartmann I Harder Horn Wolvers «Arm.Hauu.) «Bikt.Hamb.) (Hamb.Sv.-B.) (Arm.H.)

Holstein Kmorra Malfch Czeva« Albrecht

Duisb.Svv.) (Schalke»!) «D.Svv.) <Schalke»4) «F.D.)

Flick Gruber Hetdkamv ,

(Duisburg 99) (Duisb. Sv.-«.) (Düsseldorf 99)

Weber Schröder

(Kurhesien Kalle!» («. f. R. «öl»)

Pesch

Westdeutschland: (Fortuna Düsseldorf)

Beide Mannschaften haben einige Leute ausge- wechfeli und darf man ruhig sagen, datz die neuen Spieler eine Verstärkung der Mannschaften bedeuten. Wentorf gilt als der beste

kein« Belfere Verteidigung zu stellen. Die Läufer­reihe hat man ebenfalls in der gleichen Besetzung gelasien wie im ersten Spiel. Es fragt sich, ob Obm das vorgelegte Temvo durchhalten kann. Eine Um­besetzung hat der Sturm erfahren, in dem man nur Harder (Mittelstürmer) und Wolvers (Links­außen) auf ihren Poften gelalle» hat. De» früheren Westdentschen Horn hat man von Halbrechts auf Halblinks gestellt. Rus der rechten Seite hat man Hartmann II gegen den Hannoveraner Arminen Lange ansgewechielt. Als Halbrechter ist der Vikto­rianer Hartmann I tätig. In spielerischer Hinsicht liegt der Sckwervitnkt aut der linken Seite. Nach allgemeiner Ansicht sind die Chancen für

die Westdeutsch« Mannschaft

Aen dadurch, datz ein sehr beifallfreudiges Pu- t ein großer Ansporn für bie Spieler bedeutet. Auch Westdeutschlands Mannschast scheint durch die Einstellung der beiden bekannten Schal- ker Stürmer Kuzorra und Czevan wesentlich ver­stärkt. Die beiden Schalter sind technisch vorzüglich, ihre Bedächtigkeit dürfte durch das forsche Angriffs­spiel der Duisburger Holstein und Malsch und des schnellen Albrecht (Dülleldors) glücklich ergänzt wer­ben, sodaß man von dieser Stürmerreihe

di« @ntf<6ei6nne

erwarten darf. Die Läuferreihe Ist geblieben, auch Peich im Tor ist wieder mit von der Partie. In der Verteidigung ist für Vollbrecht Schröder «Köln) genommen worden, der mit Weber bereits das Sptel gegen Oftbolland absolvierte. Die Hoss- ttungen der Westdeutschen Fußballspieler sind natür­lich auf Sieg eingestellt, derselbe dürste jedoch nur dann »u erwarten fein, wenn die beiden westdeutschen Verteidiger Weber und Schröder den vorzüglichen Sturm Norddeutschlands halten können.

Das Duisburger Siadlo»

hat sämtliche Sitzplätze bereits ausverkauft, es sind nur noch 35 000 Stehplätze zum Verkauf freigegeben, die infolge der riesigen Nachfrage aus allen Städten des Rhein- und Rubrgebietes bald vergriffe» fei» dürfte». Das Fazit dieser Betrachtungen ergibt ein Plus für den Westen. Wir erwarten einen Steg.

Im Rheinbezirk

norddeutsche roirt voraussichtlich der neue Bezirksmeister aus der

Torwart An der Verteidigung Beier-Müller Taufe gehoben. Die Entscheidung fällt in dem Tref- ist nichts auszufetzen. Der Norde» jedenfalls hat fen Stil, 07 gegen Kölner Cl. f. R. W. E.

Kurhessen-polizeiGießen 19

LUC

Der Enkscheidungskampf um die Handballmeisterschaft des Bezirks!

Ter vergangene Sonntag brachte beim ersten Mei­sterschaftstreffen in Gießen insofern eine lieber» raschnng, als es dem heißen Favoriten erst nach ziem­lich schwerem Kampf gelang.

de» Neuling Gieße« 1900

ans dem Renne» zu werfen. Schon vor diesem Spiel batten wir darauf hingewiesen, baß es den Sur» Hessen nur mit einer veränderten Mannschaftsauf­stellung gelingen würde, einen einwandfreien un­sicheren Sieg in Gießen zu landen. Da sich der Gruv- venmeister aber trotzdem mit der gegen Sefsen-Preu- ßen tätigen Aufstellung, wenigstens in wesentlichen Punkten, auf die Reife begeben batte, traf unsere Voraussage ein, nach der es iebr schwer werden wür­de. bie beiden Punkte des erste» Treffens nach Stoffel zn entführen. Wenn auch

die Knrbesienelf

in technischer und taktischer Hinsicht noch immer dem »länger Überlegen ist, so sind doch immerhin tn die­sem Treffen wiederum eine Reihe Mängel jutage ge­treten. die es febr fraglich erscheinen taffen, daß der Gruppenführer bei einer eventuellen Vertretung des Bezirkes in Westdeutschland Lorbeeren ernten kann. Jedenkalls mutz di« Elf mit einem «an, ande­ren Geist ins Feld gehen, wenn eine wirklich gute Vertretung gewährleistet fein soll. Gießens

Mannschaft enttäuschte trotz mehrerer Ersatzleute an­genehm. Sie setzten den Kurhesien einen

erheblichen Widerstand

entgegen und hätten bei voller Besetzung die Schwä­chen der Kasieler Mannschaft vielleicht ausnutzen kön­nen. Ta beide Mannschaften noch gewisse Aussichten haben, darf mit einem ganz besonders interessanten Kampf gerechnet werden. Den Kur dessen genügt ein Unentschieden, um auch in diesem Jabre Mei - ft e r des Bezirks Hessen-Hannover zu werden. Das Spiel steigt vormittags 11.30 Uhr auf dem Kaser­neu b o f der Schupounterkunft und wird von Viereck (Hesien-Preutzen) gefchiedsrichtett. Nach­mittags um I uhr findet noch ein Bezirkstreffen ans den rückständigen Spielen statt. Am Hochzeitsweg in Kirchditmold werden

Hesse» 09 »ni Bar-Sochba

ihre Kräfte messen. Nach den letzte» L viele» dürften die Heffe» zur Zett in genügend guter Form fein, um Bar-Kochba knapp aber sicher zu schlagen. Ein ziem­lich ausgeglichener Kamps bei leichter Ueberlegenheit der Lirchdiimolder wirb ihnen Gelegenheit geben, ihr Punktkonto N» verbessern. Schiedsrichter ist Frensel von Kurbesien-Polizei. In den unteren Klassen sinde» drei Spiele statt. Die Gegner sind: Hessen- Preußen 3. gegen Hella 1.. Sportklub 03 1. Kur- hesien-PolizA 4. m* Bar-Kochba 2. Tura 1. Wg.

zeigen, benutzen die Vereine die auswärtigen Ver» pflichtungen.

nm neue Kräfte ausznprobiere».

Sehr oft ist dann der Fall zu verzeichnen, daß ein falsches Bild über die wirkliche Spielstärke entsteht. Kurhesien wird naturgemäß seine Mannschaft so stärk wie möglich entsenden, denn es gilt ja nicht nur ine Vertretung der Vereinsfarben, vielmehr erwarten die norddeutschen Vereine auch d i e Mannschaft, die gegen Hannover 1896 so erfolgreich war.

Rus Südhannover.

Die K r e i s l i g a von Südhannover, in welcher einige auch in Kassel recht gut bekannte Ver­eine tätig sind, bat nahezu ihre «viele beendet und in dem Verein Spiel und Sport Northeim den Meister ermittelt. Wir lassen die Tabelle folgen:

Vereine Spiele gern, unentsch. verl. Tore Punkte Sp. n. Sv. North. 15 12 3 51:20 27

F. C. Grone 12 6

Einbeck 1905 14 6

SvV. S.-M linden 15 5

Blau-Ä« Gött. 13 7

S. C. Weende 15 6

German. Osterode 13 8

Sportsr. Einbeck 13 4

MB. Witzenbaus. 15 2

VsB. Holzminden ausgesch

4 3 39:2.,

4 5 40:38 15

5 5 42:43 15

6 25:19 14

2 7 32:44 14

5 5 25:28 11

1 8 22:81 9

1 12 80:48 5

W. E.

Di« Mannschaften geändert.

Die Mannschaften für das Zwischenrundenspiel um bett DFB-Pokal West- gegen Norddeutschland mußten noch einmal geändert werden. Beim W e ft e n sagte Czeva» von Schalke 04 we­gen des Wiederauftretens einer alten Verletzung ab, für khn wird Schlösser von Schwärz-Weiß Bar­men spiele». Der Norde» bat gleich zwei strafte zn ersetzen, da Flory und Hartman» I abfog- ten. Für Flory spielt S ch ii tz-Harburg linker Lau­ser. der halblinks ausgestellte Horn vom HSV gebt auf halbrechts und halhltnks tritt bann für Hart­mann I der Kieler Wiedmayer ein. Es ist aber auch möglich, datz für Schütz-Harburg Nommensen- Altona spielt.

Kasseler Fussballspiele.

Hesse» 09 Tnra.

Nach langer Zeit treffen sich die beiden alten Ri­valen wieder' in einem Freundschaftsspiel, das nach­mittags um 3 Uhr am Hochzeitsweg in Kirchdit­mold stattfindet. Da beide Mannschaften in verschie­denen Gruppen während der Verbandsserien tätig waren, bürste ein Vergleich der beiderseitigen Soiel- stärke recht interessant werden. Im heutigen Spiel sind den Hessen die meisten Aussichten zuzusvre. dien, weil dje Elf eingespielter ist und die Wehlhei- ber einige kleine Aenderungen auszuweisen haben. Gerüchtweise verlautet, datz der bisherige Tura-Halb- rechte G. Hetzler in ein anderes Lager abgewandert ist, sodaß auf diesem Posten eine andere Kraft aus- vrobiert wird.

Ans dem Sportplatz a» der Strntbbach treffen sich Sonntag nachmittag 14.30 Ballsviclklub Sport und Sportverein Hermannta in einem Privatfviel.

*

Hinter denDrei Brücke«' hat Svielvercin

am Sonntag 2.30 Uhr nachmittags bie Sportver­einigung Eisenach zu Gast. Diese Mann­schaft, welche dem Wartburggau des Verb. Mittel­deutscher Ballsvieloereine angehört, hat trotz der nicht allzuweiten Entfernung nur wenig sportliche Be- siehungen zu dem Nachbarbezirk des W. S. V. Da auch die Platzverhältnisie bet schlechtem Wetter in Rothenditmold gut sind, verspricht die Begegnung für alle Anhänger des Lederballes recht interessant zu werden.

Deutschs Ingen-Krast.

D.J.K. Blau-Weiß Kassel D.J.K. Dampf. Fulda.

Diese beiden Mannschaften treffen sich am Sonn­tag nachmittag auf dem Schuvovlatz zum Verbands- spiel. Die D. I. K. Domvfarrei Fulda stellt die kampferprobtere Mannschaft dar. die auch die nötige Härte hat. Die Kasseler haben dagegen ein technisch besser durchgebildetes Spiel und sind auf eigenem Platze schwer zu schlagen.

D. I. K. Wissels D. 3. K. Hessen Fulda.

Wie wir schon berichteten, hat Hesse» Fulda in ber letzten Zeit stark an Form gewonnen. Aber auch Wissels ist ein jäher Gegner im Kampf, sodaß matt keinen sicheren Sieger Voraussagen kann.

D. I. K. Horos D. I. K. Hünfeld.

Auf den Ausgang dieses Spiels kann man ganz besonders gespannt fein. Denn futzballtechnisch ist Horas der D. I. K. Hünfeld, die hier in Kassel einen recht guten Eindruck machte, wett unterlegen. ®ie arbeitet nur mit ihrer übergroßen Härte. Für den Stand der Svieltabelle in der Gauklasie hat das Er- gebnts dieses Spiels besondere Bedeutung. Wi.

Das Neueste in Nürze.

Die österreichische« Skimeisterschafte«, di« am Samstag und Sonntag in Bad Aussee ausgetragen werden sollten, sind wegen Schneemangels auf den 18.19. Februar verschoben worden.

Dulwich Hamlet FC, eine der besten englischen Amateur-Fußballmannschafte», spielt Karfreitag ge­gen Einttacht Braunschweig. Ostersonntag gegen Kurhessen Kassel und Ostermontag gegen Schwarz-Weiß Barmen.

Für Dr. Peltzer sind vnn der American AAU ins- gesamt sechs Starts erbeten worden, die di« DSB aber wohl kaum genehmigen wird.

Jeau Borotra aualifizierte sich durch einen Sieg über Hoavmann für das Demisinal der australischen Tennismeifterf chatten.

Miß Beuuett-Cochet wurde» im Endspiel deS Mixed zu Cannes von Miß Rvan-Hillvard geschlagen.

Bei« Stuttgarter Sechstagerennen führten nach 18 Stunden die Paare Rieger-Junge und Standaert. Duray mit Rundenvorfvruttg.

Di« deutsch« Reuusaiso» wird erst am 18. Mär, mit den Renntagen in Berlin-Strausberg und Tort- mnnb ihren Anfang nehmen, da der für den 11. Mär, geplante Renntag in Neuß erst am 11. Avril abge- wtckelt werden soll.

Westdeutschlands Hockeyelf trifft am 18. Februar im Kölner «tadion im Uebungsspiel auf die hol­ländische OIympia-B-Mannschaft.

Lauderkampf Deutschland Oesterreich. Der diesiahrige Tennis-Länderkampf zwilchen Deutschland und Oesterreich soll im neuen Münchener Tennis- ftadion am Aumeifter ausgetragen werden. Der Termin ist noch nicht bestimmt worden.

Dr. Peltzer erklärte, er werde am 22. Februar in L o s Angeles im Freien laufen, falls bie deut­schen Svoribehörden es gestatte» würden.

Erich Möller startet am Sonntag in Paris gegen Graisin, Cinart und Jaeghcr um den Großen Preis der UCI.

fymflavin Pastillen