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Sonntag, 5. Februar 1928.

Staffelet Neueste Nachrichten

18. Jahrgang. « Nr. 31.

Aus der Heimat.

D»e yksiNMkn Sauern manctheren.

Wroklamation des rücksichtslosen Käuferstreiks in Marburg.

Marburg, 4. Februar.

Der Hessische Bauernverein, Kreis Marburg halle seine Mitglieder zu einer Protestver­sammlung zusammcngerusen. die einen außer­ordentlich starken Besuch auszuweisen halte. Rach eingehendem Referat des Vorsitzenden, Herrn Landwirt Mink, und des Direktors Fürst über die vom Reichs-Landbund in Ber- ltn aufgestellten Forderungen schlossen sich die Versammelten diesen Anträgen einstimmig an. Um den ausgestellten Forderungen den nötigen Nachdruck zu verleihen, proklamierte die Ver­sammlung nach eingehender Beratung

den rücksichtslosen Käuferstreik,

b. h., daß in Zukunft von dem Kans von Dün­germitteln, Maschinen usw. abgesehen werden soll, wenn eine Barzahlung ohne Aufnahme von Darlehen nicht erfolgen kann. Ferner wurde eine Reihe lokaler Forderungen ausge­stellt, die dem Landratsamt, dem Finanzamt und dem Katasteramt durch eine Deputation überbracht wurden. Die Versammelten verlang­ten stürmisch einen Demonstrationszug, um den Anträgen den nötigen Nachdruck zu verleihen. In mustergültiger Disziplin nahm daraus ein Zug von mehreren Tausend Landwirten unter Vorantriti der Deputation und des Vorstandes seinen Weg durch die Stadt, um dabei den einzelnen Aemtern die Forderungen lokaler Natur zu überreichen. Tie Leiter dieser Aemter hielten darauf kurze Ansprachen, in de­nen sie zum Ausdruck brachten, daß sie sich für die Erfüllung dieser Forderungen weitestge­hend einsetzen werden. Der Zug marschierte dann schließlich in den Garten der Stadtsäle, wo die Versammelten mit einem Hoch auf das Vaterland und den Bauernstand ausetnander gingen. *£$

Flammen.

* Fnmkenberg, 4. Februar. (Hohe Fische­

in die Edder W »ziglt. Seit-

des Landwirts Heinrich Adolf Estee über nipacht-Pretfe.) Bei der letzten Verpachtung und legte auch diese Gebäude in Schult und der Fischerei in der Edder vom Startwehr bis Asche. Während das mit knapper Rot zur Einmündung der Ruhne geretbe» werden wexX wurde« di, sämtlichen wurde ein PachWetS von wb

Scheune der Witwe Reinhard Stöcker. DasI landwirtschaftlichen Maschinen ein Raub der Feuer griff mit rasender Geschwindigkeit auf-' die angrenzende Scheune und das Stallgebäude

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preisgekrönte Ostpreutzenpfe röe auf -er Grünen Woche.

Vom 30. Januar bis 1. Februar fand im Zirkus Busch in Berlin, anläßlich derGrünen Woche", eine große Ostpreußen - Pferdeschau, verbunden mit Prämiierung u. Auktion, statt.

her brachte die im Interesse der Fischzucht nicht öffentlich erfolgte Verpacytung nur 45 Mark ein. 4

* Frankenberg, 4. Februar. (Einbrüche beim Förster.) Nachts drangen Einbrecher in die Villa des pensionierten Försters Zwicho am Goßberg und entwendeten zwei wertvolle Jagdgewehre und ein Paar Jagdschuhe 4

* Epschenrode, 4. eFbruar. (Die älteste Fra« im Kreise Worbis.) Die älteste Frau im Kreise Worbis ist die hier lebende Witwe H. Hebe« streit; sie beging dieser Tage ihren 98. Geburts­tag. -x.

Die Frauen voir Ladakh.

Bielmännerei in Jnnerasien

Ladakh, das abgeschlossene und noch wenig bekannte Gebirgsland, das zwischen Kaschmir und Tibet liegt, ist ein Reich, in dem die Frau­en seit uralten Zeiten alles das erlangt haben, worum ihre europäischen Schwestern noch kämpfen; ja, die Damen von Ladakh haben so­gar mehr Rechte, als die moderne Frau sich wünschen möchte, denn sie können beliebig viele Männer zu Gatten nehmen. Von diesemzau­berhaften Ladakh" erzählt Major L. M. Gom- pertz von der anglo-indischen Armee, der dort viele Jahre verbracht hat.

Seit Jahrhunderten erfreut sich Ladakh der Vielmännerei. und die Stellung der Frau ist durchaus die herrschende.Die Damen von Ladakh" berichtet der Major, sind unumschränkte Herrscherinnen in ihrem Haushalt, und sie hal­ten ihre Männer kräftig im Zaume. Sie haben ihr eigenes Geld, betreiben ihre eigenen Ge­schäfte, und ihr Wort ist wie das Amen in der Kirche. Die Ladakhi kennt nichts von der Ab­geschlossenheit, in der sonst die Frau int Orient lebt. Sie bewegt sich frei und offen aus der Straße, spricht die Männer an, wenn es ihr beliebt, und trägt ein gebietendes und stcenges Wesen zur Schau. Dabei können diese Frauen auch sehr liebenswürdig fein, sie mißbrauchen ihre Gewalt nicht und regieren lieber mit Gute als mit Gewalt".

* Niederzwehren, 4. Februar. (Messerhelden) Nach einem Tanzverg,lügen gerieten in einem hiesigen Lokale einige Heißsporne in einen Streit, der sich auf der Straße fortsetzte. Plötz­lich zog einer der Rowdies das Messer und ging aus seine Gegenpartner los. Zum Glück waren die Verletzungen nur leichter Narur. Der Messerheld wurde dann von der Polizei festgestellt.

* Großalmerode, 4. Februar. (Beim Posl- anstragen verunglückt.) Der hiesige Oberpost- schasfner Hammel kam beim Austragen der Post in einem Hause zu Fall und zog sich einen Beinbruch zu. Der Bedauernswerte wurde in ein Kasseler Krankenhaus gebracht. -a

* Großalmerode, 4. Februar. (Bernssjubi- läiim.) Sein 25jähriges Berufsjubiläum als Metzgermeister konnte dieser Tage der Inhaber desHotel Kurfürst". August Wilhelm feiern a

Hofgeismar, 4. Februar (Treue Gemein­deschwester.) Ihr Wjähriges Jubiläum beging die Gemeindeschwester Agathe Pfoortz int na­hen Städtchen Liebenau. °ä

* Spangenberg, 4. Februar. Ein Pfarrer tritt in den Ruhestand.) Am 1. Oktober d. I. wird Pfarrer Schönewald, der über 35 Jahre unermüdlich an der htesigen evangel'.säien Ge­meinde und tm benachbarten Sckmellrode seine Dienste verrichten durfte, aus Gesundsheits- rückstchten in den Ruhestand treten. -j

* Niederaula, 4. Februar. (Diebische Gäste ) Festgenommen und in das Untersuchungsgefäng- nis übergeführt wurde der Privatförster B. und seine angebliche Braut aus Bremen. B. stammt aus dieser Gegend und besuchte alle Bekannten. Bei dem Gastwirt in Mengshausen stahl die Braut aus dem Tischkasten einen Zehnmark­schein. Erst als beide sestgenommen wurden, gestanden sie die Tat ein.

* Geismar, 4. Februar. (Vortragsabend.) Der Spar- und Darlehnskassenverein Geismar veranstaltete einen Vortragabend, an dem ein Kasseler Redner über die neuzeitliche Entwicke­lung unserer Landwirtschaft sprach. In seinen lehrreichen Ausführungen wies der Redner vor allem aus die hochnotwendige Dungung hin. Pfarrer Wackerbarth, Metze richtete an die her- anwachfende Jugend ernste Worte. Den beiden Redner wurde lebhafter Beifall gezollt.

* Esckwege, 4. Februar. (Ter Pteeolo recht aus.) Unter Hinterlassung von Schulden an mehreren Stellen ist ein in einem hiesigen Hotel beschäftigter Piccolo flüchtig gegangen. Die polizeilichen Ermittlungen zur Ergreifung des Ausreißers sind im Gange. -nn

* Röhrda, Kreis Eschwege, 4. Februar. (Eine fortschrittliche Gemeinde.) In einer Sitzung der Gemeindevertretung wurde beschlossen, eine Ge­meindehalle für die Abhaltung der Turnstunden des hiesigen Turn- und Sportvereins, sowie für die Aufführung von Theaterstücken und Filmvorträgen zu errichten. Der Kostenaufwand soll 30 000 Mark nicht überfteigen. -nn

* Bebra, 4. Februar. (Im silbernen Hoch- zeitsktanze.) Das Fest der silbernen Hochzett begingen die Eheleute Fuhrunternehmer war» tin Schaub und dessen Gattin Martha Elisa­beth, geb Weitzenborn.

* Breitenbach bei Bebra, 4 Februar. (Im goldenen Hochzeitskranze.) Am Montag kön­nen die Eheleute Eisenbahnpensionär Georg Wiüich und Frau Elisabeth, geb. Lapp hier das Fest der goldenen Hocbzeit begehen. -ck

* Weiterode bei Bebra, 4. Februar. (Unfall im Walde.) Hier verunglückte der Landwirt Daniel Gerlach dadurch, daß ibm beim Aufla­den von Bauholz im Walde ein Stamm an den Unterschenkel schlug, sodaß er einen Unter« schenkelbruch erlitt.

* Breuna, 4. Februar. (Aus der Ziegen­zucht.) Hier veranstaltete der Ziegenzuchtverein einen Familienabcnd. Lardwirtschaftslehrer Klaus-Stöhner hielt einen Vortrag über Zie- genfütteruna und Ziegenkrankheiten. Gleichzei­tig voraeführte Lichtbilder gestalteten den Vor­trag sehr lehrreich. ,

* §ck>weinsberg, 4. Februar. (Brandschaden) Nachmittags wurden unsere Einwohner durch Feueralarm erschreckt. Es brannte in der

Neue Wege hn Lokomotlvbau.

Kohlenstaub- und Tacbincnwkanwtiven

Von Max Fischer.

Wenn einer um sein Leben kämpft, so pflegt i er besondere Anstrengungen zu machen um sich zu behaupten. In dieser Lag: ftt zur Zeit die alte ehrliche Dampflokomotive: Von zwet Wettbewerbern wird ihr zugcsetzt, von vcr elektrischen Lokomotive und der Oellokomotive Kein Wunder ist es daher, daß in neuerer Zc:t- neue Bauarten der Dampflokomotive geschaffen worden sind, die den Sieg der elektrischen Lo­komotive aufhalten sollen, der ihr eines Tage» doch endgültig zufallen wird. Zwei Wege sind es im wesentlichen, auf denen man die Dampf­lokomotive

zu verbessern trachtet:

Der eine Weg ist von der Allgemeinen Elektri­zitätsgesellschaft mit ihrer Kohlenstaublokomo- titte eingeschlagen worden, der andere von Krupp mit seiner Turbinenlokomotive Die Lösung der A. E G. befaßt sich also mit der Verbesserung der Umsetzung der im Brennstoff schlummernden Energie in die zur Dampfer- -eugung erforderliche Wärme, die von Krupp mit der Verbesserung der Umsetzung der Ener­gie des Dampfes in Bewegungsenergie, lieber die Kohlenstaublokomotive der Allgemeinen Elektrizitätsgesellschaft hat man nun zum er­stenmal durch einen Vortrag Näheres erfahren, den Baurat Kleinow, der Direktor der Lokomo- ttvsabrik der Allgemeinen Elektrizitätsgefellfch. in Hennigsdorf bei Berlin, in der Maschmen- lechnischen Gefells»aft am 17. Januar gehalten hat. Aus diesem Vortrag gebt über

die Bauart der Lokomotive

folgendes hervor. Der Kohlenstaub befindet sich in einem walzenförmigen Behälter auf dem Tender und wird durch zwei von einer kleinen stehenden Dampfmaschine angetrtebenc Schnek- ken den Brennerdüsen zugetrieben Von einem mit einer Dampfturbine angetriebenen Gebläse wird der Kohlenstaub durch zwei Düsen unter der sogenannten Felierkistt geblasen. Die in viele schmalen Streifen zerlegten Staubstrahlen treffen brennend etwa in der Mitte des aus­gemauerten Feueritngsraumes wirbelbildcnv zusammen und mischen sich int wetteren Ver­lauf ihres Aussteigens mit der stark vorgewärm- ten Lust die außer der durch die Düsen strö- tnenden kohlenstattbtragenden Luft zugeführt wird Wenn man

die Vorteile der Kohlenstanbfetterung erkennen will, so muß man sich vorstellen, daß ein solches Gemisch aus Kohlenstaub und Lust genau so brennt wie etwa Leuchtgas und auch genau so geregelt werden kann Der Heizer braucht also nicht mehr dauernd Kohlen zu schippen; feine Tätigkeit beschränkt sich vielmehr auf die Regelung der Kohlenstaubzusuhr. Er tst infolgedessen freier, kann den Führer in der Beobachtung der Signale ufw. besser unterstüt­zen und auch mehr als bisher ans die wirt­schaftliche Verwendung des Brennstoffes achten Tas Oensfnen der Feuertür fällt weg, das jetzt zum Eindringen kalter Luft in den Feuerranm und damit zu allerlei Schädigungen des Kes­sels. aber auch zur Blendung des Führers und des Heizers führt. Die Brennstoffkosten werden wesentlich ermäßigt, weil minderwertige Kohle, ja sogar Tors verfeuert werden kann.

Die Brennstoffausnützung ist besser als bei der Rostfetterttng, weil mit weniger Litftüberschuß gearbeitet wird, der ja immer er­wärmt werden muß Die Anheizdaner ist ge­

ringer und die Reinigungszeit kürzer. Die Lokomotive erzeugt nur bei stärkster Beanspru­chung etwas Rauch, wirst aber keine Funken aus, da sich ja keine Schlacken bilden, sondern der Staub säst restlos verbrennt. Wie bei der Kohlenstaublokomotive hat auch bei der Turbt- nenlokomotiven der Tender eine von seinem bisherigen Aussehen abweichende Form erhal­ten: Er dient neben seinem eigentlichen Zweck alsKohlenwagen" zur Wiedergewinnung des Wassers aus dem Dampf, der seine Arbeit in der Turbine geleistet bat, da man eine Turbi­ne nur mit reinem Wasser speisen kann, nnv weil es auch sonst wesentlich ist, den Dampf wieder zu Wasser zu verdichten. Aber auch die Lokomotiven selbst weicht in ihrer Gestalt

von der der gewohnten Kolbenlokomotiven av, insbesondere durch das Fehlen der Zylinder tu die das treibende Gestänge bisher hinein- sührte: Statt ihrer sehen wir eine Kurbel mit einem Gegengewicht, die über ein Vorgelege von der Dampfturbine anaetrieben wird. Die­ses Vorgelege ist deshalb nötig, weil Turbinen nur bei hohen Drehzahlen etwa 6000 bis 8000 in der Minute wirtschaftlich arbeiten, sodaß ihre Drehzahl durch Zahnräder auf die Drehzahl der Lokomotivtäder herabgesetzt wer­den muß. Für die Vorwärts- und die Rück­wärtsfahrt ist je eine besondere Turbine vor­handen, da man die Drehrichtung einer Turbi­ne nicht umkehren kann. Der Vorteil

der Turbinenlokomotive

liegt in der besseren Ausnutzung des Dampf­drucks, sodaß etwa ein Fünftel an Brennstoff gespart wird Turbinenlokomotiven sind aller­dings wesentlich teurer als Kolbenlokomotiven, aber trotzdem tritt bet ihrer Verwendung mit Sicherheit eine wesentliche Verbilligung der Gesamtkosten ein Ein besonderer Vorzitg der Titrbinenlokonwtive !st ihr stoßfreies, in ieber Stellung mögliches Abfuhren und Anziehen, während ja bei den Kolbenlokomotiven die Anzugskraft von der zufälligen Stellung der Kurbeln abhängt, sodaß der Zug zunächst etwas zurückgedrückt werden muß, ehe man ansahren kann Die Dampfturbine kommt eben darin dem Elektromotor nahe, daß sie gleich eine Drehbewegung erzeugt. Daß man diese freilich bei der Turbinenlokomotive durch ein hin- und hergehendes Gestänge auf die Räder über- ttägt, ist noch ein Mangel der Turbinenlokomo­tive, der den ersten elektrischen Lokomotiven auck anhaftete, bei diesen aber bereits über­wunden ist Die Zukunft wird zweifellos der kohlenstaubgefeüerten Turbinenlokomotive ge­hören, bis eben die Dampflokomotiven durch­weg von

der elektrischen Lokomotive oder vom elektrischen Antrieb jedes einzelnen Wagens verdrängt sein wird.

Dann werden sich einstmals unsere Nachfahren darüber wundern, warum wir die Kraftwerke in kleine Teile zerlegt auf Schienen in der Welt herumgefahren haben, statt die Betriebs­energie in großen Werken, wo man Platz hat. die borteilhafteiten Maschinen zur Enerqleer- zeugung aufzustellen, im Großen zu erzeu>-n und sie den verbrauchenden Lokomotiven zu,u- leiten Aber staunen wird man auch dann noch darüber, daß es gelungen ist solche Kunstwerke von fahrbaren Kraftwerken mit dauernd stei­gendem Wirkungsgrad zu schaffen.

Die einzelnen Dörfer sind für sich bestehende Gemeinschaften, die sich von ihren Obstgärten ihren Feldern und ihrem Zwergvieh selbststän­dig erhalten. Die notwendige Wasserzufuhr er­folgt durch das Schmelzen der Gletscher im Sommer, und wenn einmal die Gletscher nicht ihre Arbeit leisten, dann werden große Pro­zessionen veranstaltet, um die bösen Dämonen zu vertreiben, denen man alles Unglück zu- schreibt. Diese Aufgabe liegt in den Händen der Lamas, die sowohl als freie Priester in den Dörfern als auch als Mönche in den Klöstern leben. Sie tragen schmutzige rote Gewänder und rote oder gelbe Spitzhüte und teilen sich mit den Frauen in die Regierung des Landes, während die Ehemänner wenig zu sagen haben.

Hessische Spiegelbilder.

In zwangloser Folge zusammengeftelll.

Als am 23. November 1811 in dem Landgra- fenschloß in Kassel zur Nachtzeit ein verheeren­der Brand ausbrach, duldete Jerome Napoleon keine Zivillöschmannschaft im Schlosse, sondern es wurden unverzüglich Soldaten zum Löschen herbeigeholt. Bei dieser Gelegenheit ereignete es sich, daß durch das Hinunterstürzen eines Kronleuchters Mannschaften erschlagen und ver­wundet wurden. Unersetzliche Kostbarkeiten gin­gen bei dieser Katastrophe zu Grunde, der ruhi­gen Ueberlegung des Generals Allix gelang es, den König umzustimmen, das Schloß vom Mar- ställer Platz aus durch eine Batterie zusammen­schießen zu lassen.

Der Mitbegründer des Vereins für hessische Geschichte und Landeskunde der Archivrat, Ehrendoktor der Philosophie und hessischer Ge­schichtsschreiber Gg. Landau wurde am 26. Ok­tober 1807 als Sohn eines einfachen Schusters in Kassel geboren, besuchte die gewöhnliche Bür- Arfthule, ward, darauf Schreiber auf einem Rechtsanwaltsbüro und arbeitete sich von hier aus durch eisernen Fleiß zu einer achtunggebie­tenden Stellung empor.

Landgraf Moritz hat 1615 von den Kasseler Burgern am Steinweg, um vom Schloß aus eine freiere Aussicht zu gewinnen, 17 Häufer nolens flefauft,tut alles sagt der Chronist 28 000 sl. Die betreffenden Hausbesitzer wollten nicht einwilligen und waren mit dem Vorgehen des Fürsten sehr unzufrieden. Gustav Wentzell.

Sonnenaufgang".

mit dem UntertitelWogen der Leidenschaft" heißt Murnaus unerreichter Film, bett die Chas- salla-Lichtspiele vorführen. (Siehe die Kinokritik auf Seite 1 der dritten Beilage.)

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