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Xt 81 18. Jahrgang.

Äemtiag, 5- Februar 1988.

Staffele« yteuepe vkachrfchte«

rückkehre, wie große Dichter und Denker des vo­rigen Jahrhunderts diese Gedanken bereit- aus­sprachen. Die Menschheit muß sich bewußt sein, daß sie eine Aufgabe zu erfüllen hat während deS Erdendaseins, daß sie, wie ein Großer auf religiösem Gebiet eS ausspricht zur Wand­lung der Erde berufen ist. Dr. Hemleben ge­bührt allergrößter Dank für seine tiefgründigen, lehrreichen Ausführungen, die von tiefem Ein­dringen In religiöse Fragen und deren mögliche Lösungen zeugen. «b.

Reue Wege zum Verständnis des Evangeliums.

Man schreibt uns: Die so zahlreich besuchten und mit so viel Wärme aufgenommenen Vor­träge von Dr. Johannes Hemleben in den letz­ten Wochen bewiesen, wie viel Wertvolles und Wichtiges dieBewegung für religiöse Erneue- rung" den suchenden Menschen auch in unserer Stadt zu sagen hat. Daher kann man nur mit der allergrößten Erwartung den eben angekün­digten Vorträgen von Lic. Emil Bock über Neue Wege zum Verständnis deS Evangeli- um5* entgegensehen. Er hat in Berlin unter den bedeutendsten Theologen der Gegenwart stu- diert und hat nach kurzem Dienst in der evan­gelischen Landeskirche mit dem bekannten Dr. Friedrich Rittlmeyer 1922 die Leitung derBe­wegung für religiöse Erneuerung"' übernom­men. Er ist unserer Stadt bereits bekannt durch die Einweihung deS neuen Kirchenvereins der Chriftengemeinschast in der Frankfurier­straße, bei welcher Gelegenheit er einen ein­drucksvollen Vortrag überDie soziale Frage" hielt. E

Lic. Dr. Krustus, während der deutschen Not- und Inflationszeit der Vermittler des großen amerikanischen Sie« beswerkes für die Anstalten der christlichen Liebe in Deutschland, besonders auch im Hessen­lande, jetzt Direktor und Leiter dec neuen evan­gelischen höheren Bildungsanstalt in Witzen­hausen a. W., wird am Sonntag um 10 Uhr den Hauptgottesdienst in der St. Martinskirche halten.

wie wir- -as Wetter?

Der Frankfurter Wetterdienst

teilt heute mit, daß vom Wester her ein neues ziemlich kräftiges Druckfallgebiet mit Regenfäl­len heranrückt, daß es aber sehr wahrscheinlich die Witterung unseres Bezirks nur wenig und auch nur vorübergehend beeinflussen wird. Bis Sonntagabend ist es voraussichtlich wolkig, zeit, weise auch bedeckt, etwas milder mit leichten Niederschlägen bei südwestlichen Winden, bis Montag wolkig bis heiler, vorwiegend trok- ken, leichter Nachtfrost, tagsüber milder.

In den Gebirgen

ist eS teilweise zur Ausbildung einer Neu­schneedecke gekommen, doch sind weitere stärkere Schneefälle nicht wahrscheinlich. Die Tempera­turen werden sich weiterhin unter dem Gesrier- punkt halten.

Auf dem Hohen GraS.

ist bei 2 Grad die herrlichste Winterland- fchast, die rein und klar über der Niederung steht, in der heute nacht, nach einer Tageswärme bis zu plus 9 Grad die Quecksilbersäule auf 2 Grad sank, um heute früh wieder rasch emporzuklettern.

Zeichen -es Karnevals.

Honolulu in Wehlheiden.

Auch Wehlheiden hat jetzt seine karnevalisti­sche Sensation und zwar eine künstlerische, die im Kleinen das ist, waSTahiti".. im Großen bedeutet. Staatstheatermaler P. Schönke stellte sich mit einem Entwurf von blendender Kühn­heit der bekannten GaststätteGrüner Baum" in der Kantstraße zur Verfügung, in der Aug. Siecke! der beliebte Gastwirt ist. Im Handnm- drehen geradezu verwandelten sich die Zimmer, wieder von Schönke geleitet, unter kundigen Händen in einen Urwald von Palmen und ex­otischen Blüten, die sich um Jnsulanerhütten ranken und in diesem Tropenwald räkeln sich und wackeln und pennen bierselige... Asien. Aber was für Unikümer. Ta bleibt kein Auge tränenleer. EinFlug" und die Reise die von Kassel ausgehen soll les ist voller Akfeamuü- kanten... famoseste Aufmachung !) springt über nach ... Konstantinopel mit Haremszauber und Minaretts und... Haremswächter ist wie­der ein. Affe? DiesesAffentheater" ist der Clou von Wehlheiden", derSchlager" der Bockbier- und Karnevalszeit, ein kleines Er­eignis *m-

Raffeler Vereine.

Admiral Scheer-Abend.

Die Deutsche Kolonialgesellschaft, der Marine- Verein 1893 Kassel und der Deutsche Seeverein veranstalten gemeinsam am 3. März im großen Festsaal der Stadlhalle einen Admiral Scheer- Abend. Der Führer der Deutschen Flotte in der Skagerrakschlacht, ein Sohn unserer hessischen Heimat, wird selbst den Hauptvortrag halten über daS Thema:Die deutsche Marine im Frieden und im Kriege". Außerdem haben ihre Mitwirkung zugesagt der Kasseler Männerge­sangverein und daS Kasseler Konzert-Orchester. Sicher wird dem verdienten Admiral, gleich wie in anderen deutschen Städten, auch hier ein würdiger Empfang bereitet

Männergesangverein Wehlheiden.

Der Männergesangverein Kassel-Wehlheiden 1862 hielt soeben seine 66. Jahreshauptver­sammlung ab. Erster Vorsitzende Martin Damm ehrte das im verflossenen Jahr durch den Tod entrissene Ehrenmitglied Kommerztenral Wert­heim, die Sängerbrüder R. Schlndewols und Fr. Gottmann. Aus dem Bericht des Schrift­führers H. Constantin geht hervor, daß in dem verflossenen VereinSjahre der Verein in aesana- licher Hinsicht Hervorragendes geleistet hat; so bei einem Jubil- urnskonzerl anläßlich deS 65- jährigen Bestchens und bei der Kasseler Mai­woche. in der der Verein mit dem singkrän^ chen und Kasseler Männergesangverein dur» die Aufführung des großen Orchesterwerkes Divico" eine Ballade von Haug an die Dtp jeutlichkeit trat Der Verein wird, wenn er

den beschrittenen Pfckd writergeht, in absehba­rer Zeit eine führende Rolle unter den Kasse­ler Gesangverein einnehmen können. Rach dem Bericht des Singwarts zählt der Chor zur Zeit 105 Mitglieder. Der Besuch der Gesangstunven war mustergültig. Als erster Vorsitzender wird Herr Martin Damm, der dieses Amt bereits feit über 15 Jahren bekleidet, wieder gewählt. Die Wahl deS 2. Vorsitzenden fiel auf den seit­herigen 1. Schriftführer Constantin. Weiter wurden die Herren Löfer als 1. Schriftführer, Mohr als 2. Schriftführer, Chr. Loser als Singwart, Fr. Umbach als Bücherwart, Fr. Mattern als 1. Kassierer, Burghardt als 2. Kas­sierer. gewählt. Als Beisitzer wurden gewählt H. Köhler, H. Eckhardt, Schminke, H. Heppe. Pahran und Haas. Dann folgte eine Ehrung derjenigen Sangesbrüder, die dem Verein 25 Jahre treu gedient haben. Der 1. Vorsitzende zeichnet die Herren Schminke, Lüther und L. Umbach durch Ueberreichung einer Ehrennadel aus. 1. Chormeister. Musiklehrer Konrad Damm mahnte dazu, dem Verein junge Kräfte zuzu­führen, denn der Nachwuchs des Vereins, die Jugend, ist unsere Zukunft. Schließlich wurde dem Chormeister für seine unermüdliche Arbeit, die mit Interesse und Liebe zum Verein gelei­stet wird, herzlich gedankt.

Die Ful-aschiffahtt.

Früherer Wiederbeginn in diesem Jahre.

Am Tage des Heiligen Abends werden all­jährlich, wenn nicht vorher schon Frost eintritt, die Nadelwehre der Fulda Hochgezogen und der Fuldaschiffahrtbetrieb ruht dann bis zum 15. Februar Durch die Frostperiode Ende des Vor- tahres mußte die Schiffahrt bereits Anfang Dezember eingestellt werden Dafür soll aber in diesem Jahre der Betrieb früher aufgenom­men werden und zwar ist für die Wiedereröffnung der Fuldaschiffahrt Münden Kassel Montag, der 6. Februar vorgesehen. Bedauerlicherweise ist vom Ma­gistrat die Elektrisierung des Schleusenbetriebes wiederum abgelehnt worden. Dadurch, daß der Verkehr in der Zeit von früh 6 Uhr bis abends 9 Uhr geöffnet ist, muß bei den wirklich nicht leichten Arbeiten in zwei Schichten gearbeitet werden, was eine tägliche Ausgabe von neunzig Mark erforderlich macht. Demgegenüber steh« eine Einnahme von durchschnittlich ... 5 (in Worten: fünf) Mark. Wann wird die Zeit kom­men, daß auch hter endlich die moderne Technik ihren Einzug hält, wann und wo beginnt das immer so laut betonteSparen", aber das richtige! -e-

Sifc Fußgänger".

Dir Polizei lehrt richtiges Gehen.

Heute früh standen tote aus der Straße ge­wachsen, auf den Bürgersteigen am Friedrichs- Platz und dem gegenüber, am Spohrdenkmal, Schilder mit der Aufschrift:Für Fußgänger" Diese Ständer sind mit Ketten verbunden Erst nach Oeffnung durch einen freundlich be­lehrenden Schupo wird der Uebergang über die Straße gestattet.

Lächelnd nehmen die Kasselaner Kenntnis von dieser in anderen Städten schon zur Ge­wohnheit gewordenen Neueinrichtung der Ver­kehrsregelung und nur ein paar ganz Dickfel­lige wollten ihren Kops durchsetzen, gingen schräg" über die Straße. Der Erfolg war, daß eine Frau lediglich durch ein Wunder, so könn­te man sagen, vom Ueberfahren bewahrt wurde.

Eine Anzahl führende Automobilisten fan­den sich schon am Vormittag zur Besichtigung ein, erfreut darüber, daß man endlich in Kassel soweit ist ..!

* * *

Rin-er auf -er Straße.

Verkehrsregeln für Eltern und Erzieher.

Vom Polizeipräsidium geht heute folgender Aufruf an die Oeffentlichkeit: Roller, Roll- chuhe, Ball und Reifen sind gefährliche Spiel­zeuge auf der Straße und haben schon vielen Kindern den Tod gebracht. Anhängen an in Bewegung befindliche Fahrzeuge ist eine ost beobachtete Unart. Leicht gerät das Kind unter die Räder Kassel hat zahlreiche abschüssige Straßen. Oft setzten sich Kinder auf Hand­wagen .um auf diesen bergab zu fahren. Den Wagen mit den Beinen lenkend. Sie vergcf- fett, daß sie vom Spiel in den Tod fahren kön­nen. Bei Schnee verleiten abfchüssige Straßen kleine und felbstgroße" Kinder auch zum Ro- dein. Dieser Sport ist sehr gesund, in Der- kehrsfiraßen aber eine Gefahr für das Kind und ben gesamten Verkehr. Belehrt die Kin­der über ben Verkehr und über die Verkehrs­gefahren, erweckt in den Kindern keine Angst vor Unfällen. Sagt ihnen, daß meist nur das unwissende, unaufmerksame, ungewandte Kind im Verkehr zu Schaden kommt, daß der Poli­zeibeamte ihr Freund ist und ihnen gern hist. Töricht ist die Gewohnheit, unartigen Kindern mit dem Schupo zu drohen. Gebt den Kindern durch eigenes vorbildliches Verhalten im Ver­kehr ein gutes Beispiel.

Auch ein Reisekamera-.

Abenteuer in Hamburg und Kassel-Wilhelmshöhe

Ein junger IZjähriger Mensch aus Wetzlar, der in Hamburg gearbeitet hatte, sollte auf Wunfch der Eltern wieder in Die Heimat zurück- kehren Als er in Hamburg in den Zug stieg, gesellte sich ein Kumpel zu ihm der sich als Rafft lauer ausgab und Deshalb bis nach hier ihn auf bet Reife begleiten wollte. In Hanno- verentdeckte"' der Begleiter plötzlich, daß er nur bis Hannover die Ratte gelöst hatte. Da er aber nach Kasselmußte", angeblich aber kein Fahrgeld mehr hatte, bat er den Wetzlarer, ihm bas Geld zu leihen. In Raffel bekäme er eS sofort nach der Ankunft zurück.

Der Wetzlarer gab in feiner Gutmütigkeit auch feinen letzten Hellet bin und gemeinsam fuhren sie Raffel entgegen. Als sie hier ringe» troffen, bestiegen sie die Straßenbahn und fuh­ren nach . . Wilhelmshöhe. H'er wollte der Kasselaner wohnen Eine lange Weile gingen die beiden durch den Park, bis dem Wetzlarer die Sache verdächtig vorkam und et auf Rück­gabe des Geldes drängte. Da aber verstand der Kumpel keinen s!" und bearbeitete den gut­

mütigen jungen Peuschen so lange mit beiden Fäusten, bi- dieser bewußtlos zusammenbrach.

Die Schupo, der er Den Vorfall später mel­dete, sorgte für Uebersührung des nun mittel­losen Wetzlarers in das Zufluchtsheim, -e-

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Hilferufe aus der Aue.

Ein Gasthausangestellter hörte in der ver­gangenen Rächt, als er über die Drahtbrücke nachhause ging, eine weibliche Stimme aus der Aue um Hilfe rufen. Er ging der Stimme nach, wurde aber plötzlich von jungen Leuten über­fallen und schwer zugerichtet. U. a. erhielt er zwei Messerstiche in die Hände. Nach Anlegung von Notverbänden durch die Arbeitersamariter wurde er ärztlicher Hilfe zugeführt. Nach ben Tätern wird noch gefahndet. Auch die Hilfe­rufe sind noch nicht aufgeklärt.

Aus -em Wochenmarkt.

Lebhafter Verkehr, aber schwacher Umsatz. Der Wochrvptarkt auf dem Königsplatz war heute stark beschickt, er erfreute sich guten Besuchs, aber der Verkehr täiischte, denn noch mittags gab es Butter und vor allem Geflügel in Hülle unv Fülle z» kaufen. Auch auf Den anderen Märkten war dasselbe Bild festzustellen. Auf bent Fleischmarkt ging lediglich Gefrierfleisch in größeren Mengen ab. Süll war's auf dem Fischmarkt. Selbst die Fuldafische erfuhren schleppenden Absatz. Freundlicher ging es le­diglich in derZahnlücke" zu, wo Stand an Stand sich reiht und alle dicht umlagert. -e

Verkehrsfein-liches Bu--eln. Ein Auto durch die Straßenbahn zertrümmert.

Kassel hat wieder einmal reichlichrot ge­flaggt" . . . überall wird gebuddelt. Diese roten Fähnchen, t>aS weiß schon jedes Kind, heißt Vor­sicht. Man müß'e annehmen, daß diese Schutz­vorrichtung auch beachtet wird.

Ein Automobilist, der gestern mit seinem klei­nen Lpelwagen die Hohenzollernstraße vom Westen herkam und vor sich eine Straßenbahn hatte, glaubte sich an die Vorschriftsmaßregel nicht gebunden Nicht nur, daß er nicht langsam fuhr, er beging, tote die Große Kasseler Stra» ßenbahn uns erklärt, den zweiten und noch grö­ßeren Fehler, daß er, da er nicht rechts vorbei konnte und durste, die vor ihm fahrende Stra­ßenbahn versuchte sinks zu überholen. In die­sem Augenblick kam von der entgegengesetzten Seite ein Straßenbahnwagen der Linie 14, Trotz sofortigem Bremsen des Führers des Straßenbahnwagens war ein Zusammenstoß nicht mehr zu vermeiden.

Das Auto wurde erheblich beschädigt und mußte abgeschleppt werden.

CofenfttrtdFwtcbten vom Tage

---.Der Großbetrieb auf dem Finkenherd. Am Sonntag ist die GewinnauSgabestelle der Litdtoigstein-Lotterie geschloffen Ab Montag findet die Getoinnansgabe nur noch von S12 und von 36 Uhr statt. Schlußtermin der Ausgabe ist am Sonnabend, den 11. Februar.

-r- Wohltätigkeitskonzert in Wahlershausen. Heute, Sonntag, findet im Gemeindehaus zu Wahlershausen, Rammelsbergsttaße, ein Wohl­tätigkeitskonzert zu Gunsten "Der hilfsbedürfti­gen Konfirmanden der Christusgemeinde statt. Kammermusiker Sommer (Kontrabaß) und Kuhnt (Tenor) vom Staatstheater werden den Abend verschönern Begleitung der solistischen Darbietungen W. Dallmann. Der Gesamter­lös kommt den armen Konfirmanden zugute.

4- Bon der Volkshochschule. Die nächste Führung durch den Kunstverein findet unter Leitung von Oberstudienrat Fricke am Sonntag den 5. Februar vormittags pünktlich um 9.45 Uhr statt.

Die Grüne Maiwoche in Kassel. Wie be­reits mitgeleilt, veranstaltet das Stadtverkehrs­amt in der Zeit- vom 12. bis 20. Mai eine Grüne Maiwoche, die in einer Ausstellung für Landwirtschaft, Forstwirtschaft Jagd und Fischerei bestehen soll. In diesen Tagen sind die Prospekte der Ausstellung fertiggestellt wor­den. Diejenigen Firmen, die anläßlich der Grünen Maiwoche auszustellen beabsichtigen, werden durch eine heutige Anzeige aufgefordert, sich mit dem Stadtverkehrsamt, Rathaus, Zim- nter 76, Fernsprecher 3939 in Verbindung zu setzen,

-T- Vom Raffelet Hauptbahnhof. Zur schnel­leren Abwicklung des Expreßgutverkehrs ist am 2. ds. Mts auf Kaffel^Höuptbahnhof eine beson­dere Expreßgutannahme- und -Ausgabestelle er­öffnet worden. Die neue Abfertigung befindet sich auf der Nordostseite des Bahnhofsgebäudes und ist von 6 Uhr bis 21 Uhr geöffnet. Wäh­rend der Nachtzeit werden die Expreßgüter wie bisher bei der Gepäckabfertigung behandelt.

-r- Versucht, aber nicht ausgeführt. In Der vergangenen Nacht wurde in einem Lebensmit­telgeschäft in der Weserstraße ein Einbruchs­diebstahl versucht, der jedoch nicht zur Ausfüh­rung gelangte.

-4- Allerlei vom Tage. Gestern nachmittag stieß auf dem Friedrich Wil Helmsplatz ein Motorrad mit einer Autotaxe zusammen Der kleinereBruder" hatte hierbei das Nach- sehen und wurde erheblich beschädigt. Ein auswärtiger Zimmermann, der beim Zuschlä­gen einer Autotür sich Quetschungen der Finger zugezogen hatte, wurde auf der Wache Fulda­brücke notverbunden. Am Judenbrun- neu spielten KinderFußball" Dabei erhielt ein Knabe einen Fußtritt gegen das Knie, der ärztliche Hilfe erforderlich machte.

Wohin gehen wir am Sonntag?

Staats tbea ter:Weekend". 20 Uhr.

»Ieines Theater: ..Revue ... etwas verrückt".

20 Uhr.

® * *5? t v ark: Gala-Sitzung des Vereins der Rhetn- _ , läöfter (Karneval». 18.11 Uhr.

- t ad t va r k: ksilmkonzertLolotte das Modell" 20 Uhr.

K o 0 v e » abende und ®octbterfefte: Bran- ftüM . Zevveltn, Kleeblatt,Grüner Saum" (Siedel).Kurfürst", Nürnberger Hof, Röver Kaffee Siro. SKützendalle. Meininger 6of. Veto Branftan, Germania, Wirth. Landgraf Karl. Stolzenbach (Oberzwebrent. Goldene Aue (Nte- derzwebreni.

Am Montag:

E v an «. Verein sbanS: Eo. vnnb. Vortrag.

BnndeSdirektor Kahrenborit and Berit» über

6. t&ttUöwyt

Die gegenwärtige Lage des Protestantismus", 20 Uhr.

HerkuleSbräu: Hessischer GeichichtS . Verein, 20.80 Uhr. ;

Alte Akademie: Vortrag über religiöse Erneue­rung. Lic. Bock. 20.15 Uhr.

Heute Sonnabend:

Niederzwehren:Karneval deS Südens" in der Goldenen Aue, Arckbrustschützenverein Hor­rido, 20 Uhr.

Letzte Jepeschen.

Dicke Luft in Jn-ien.

Aufruhr in den Hauptstädten. England noch nicht Herr der Lage.

London, 4. Februar. (Eig. Drahtbertcht.) Bei fchweren Unruhen wegen des Eintreffens der engllifchen Si^on-Kommission gab es in Madras zwei Tote und 17 Verwundete. Die Demonstranten verbrannten öffentlich die Bil­der der englischen Minister. Obwohl englische Telegramme von einem Fiasko der Demonstra­tionen in Kalkutta sprechen, wird doch zugege­ben, daß die Lage sehr ernst sei. In Kalkutta wurden Truppen eingesetzt. Zweihundert Ver- Haftungen wurden vorgenommen. Die Behör­den sind noch nicht wieder Herr der Lage. Ein Blatt spricht von niederschlagenden Nachrichten.

wer-en -ie Polen mürber?

Wenn man in Berlin weiter verhandelt.

Warschau, 4. Februar. Laut Pressenotiz wird der deutsche Vorschlag, die Handelsver- tragsverhandlungen zeitweilig nach Berlin zu verlegen, zur Zeit beraten. Der polnische Be­vollmächtigte Dr. Prondzynski, fährt heute nach Berlin zurück, um mit der deutschen Regierung Verhandlungen über die diversen Abrechnungs-, Berficherungs- und Valorifierungssragen fort- zusetzen.

Das geheime Lriegstagebnch.

Marschall Haigenthüllt" erst nach zwölf Jahren.

London, 4. Februar. Das Kriegstagebuch deS Marschalls Haig ist im britischen Museum hin­terlegt worden und wird erst zwölf Jahre nach dem Tode des Marschalls, also im Jahre 1940 veröffentlicht werden.

Brlanö fühlt Rumänien auf den Lahn.

Paris, 4. Februar. (Eigene Drahtmeldung.) Ein Blatt glaubt zu wissen, daß Briand gestern mit dem rumänischen Außenminister Tttulescu in der Hauptsache die Szent-Gotthard-Frage, die Haltung Italiens gegenüber oen Balkan-Mäch­ten und die Frage der ungarischen Optanten be­sprochen habe.

©chneesturmgrous auf dem Aetna.

Rom, 4. Februar. AsEigene Drahtmeldung.) Fünfzehn Studenten unter Führung eines Pro­fessors gerieten bei einem Ausflug auf den Aetna in einen Wirbel- und Schneesturm. Ein Student verlor dabei das Leben und fünf andere wurden verletzt. Die in eine Schutzhütte ge­flüchtete Gruppe wurde durch eine Hilfsmann­schaft gerettet.

©iresemann bleibt Optimist

Berlin, 4. Februar.

Wie uns gemeldet wird, gibt die Briand- sche Senatsrede Stresemann keine Veranlas­sung zu einer nochmaligen Erwiderung. In Regierungskreisen hält man sich an die konziti- anteForm der Briandschen Rede Sie sei ein neuer Beweis für die Berechtigung der deut­schen Räumungs-Fordenmgen.

Lieber ben vreubock die Böschung hinab.

Frankfurt, 4. Februar. (Durch Funkspruch.) Heute vormittag überfuhr bei DornbergGroß- Gerau ein Güterzug das auf Halt stehende Ausfahrtflgnal, geriet auf ein totes Gleis und Überrannte den Prellbock. Die Lokomotive stürzte die Böschung hinunter, der Packwagen geriet in Brand, acht Wagen entgleisten. Ein Zugführer erlitt schwere Verletzungen.

Moskaus Unterbänbler für Berlin.

Moskau, 4. Februar. An den bevorstehenden Wirtschaftsverhandlungen der deutschen Re- aierung in Berlin werden außer dem Handels- kommiffar Schleifer auch die hohen Sowjet­beamten Kaufmann und Rosenblum so­wie je ein Vertreter der Berliner Sowjethan­delsvertretung und Botschaft teilnehmen.

Immer wieder die ©traffenetfe.

Berlin, 4. Februar. Bei einem heftigen Zu­sammenprall an einer Straßenecke wurden ein Straßenbahnwagen und ein Lastauto so stark beschädigt, daß sie abgeschlepp, werden mutzten. Ein «utoinfaffe wurde auf den Fahrdamm ge­schleudert und erlitt lebensgefährliche Verlet­zungen. Drei Fahrgäste der Stratzenbahn wur­den durch Glassplitter erheblich verwundet. Rach Aussagen von Augenzeugen soll den Füh- rer des Lastautos, der unverletzt geblieben ist, die Schuld treffen.

Jähes Ende eines Dolksvertreters.

Duisburg. 4. Februar. (Privattelegramm.) Reichstagsabgeordneter Dr. Raschig (Dem.), der auf der Durchfahrt von Ludwigshafen auf dem Duisburger Hauptbahnhof einen Schlag­anfall erlitt, ist heute morgen, ohne das Be­wußtsein wiedererlangt zu haben, im Kranken­haus gestorben.

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