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Kasseler Neueste Nachrichten

Kasseler Abendzeitung

Hessische Abendzeitung

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Freitag, 20. Januar 1928

SmeralSröner wirdNeichSwehrmlnister

Was der Tag bringt

igterungSrat ernannt preußischen Innen- hat, kennt Fräulein

ariellS ist, muß die

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Es war nur ein M auslein

Der Zentrumstucm

19 königliche LandrSte gewesen.

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verN«, 19. Januar. (Eigene Privat-Jnfor- mation) Wie in parlamentarischen Kreisen

nbusch weiß sehr wohl, wa- ______ _______lche Arbeiterpartei gründet, die doch nur gegenüber dec Sozialdemokratie ein unbedeutendes Dasein führen müßte. Doch

93 erli n, 19. Januar. (Durch Funkspruch.) Wie wir soeben erfahre», steht die Ernennung deS Generals a. D.Gröuer zum Re.chswehr- Minister durch de« ReichSpräfidenten unmittelbar und zwar heute bevor.

Krisen sind in keiner Partei vermeidbar.

Von jeher waren auch Krisen im Zentrum auf-

AmtlicheS Organ der Stadt Kassel 18. Jahrgang

Mnmmer 17. Amtlicher Organ der Stadt Kaffe!

Pari«, 19. Januar, «ding« nicht genügend Impfstoff vorhanden sei».

««Nch- ...«.«. e

S" Dyphtherie geimpft werde«. ES soll aller-jsern, 99 an Scharlach «. 25 an Typhn« gestorben.

Wie kürzlich bekannt wurde, ist Fräulein Käthe Rosenheim, die seit 1919 unter den Herren Heine, Severing und Grzestnski dal polnische Sekretariat beim preußischen Minister deS Innern versah, zum RegierungSrat ernannt worden. Wer jemals im Ministerium tu tun gehabt hat, kennt Fräulein Rosenheim, den allmächtigen Adjutanten des Ministers Grzestnski, den anmutigen, immer liebenswürdigen Cerberus seines Vorzimmers. Sie Ist eS, die souverän bestimmt, wann und wen der Minister empfängt. Alte preußische Beamte find über diese Einrichtung nicht ge« rade erfreut. Sie ist eingeführt worden, um den Minister von allerlei zeitraubenden und nebensächlichen Geschäften des Alltags zu ent- lasten. Freilich wird die Zahl der preußischen Beamten, die schon im Vornovember höhere Posten hatten, immer kleiner. So befindet stch zum Beispiel unter den 12 preußischen Ober-- Präsidenten kein einziger des alten Regimes. Ihr ältester nach der Anciennität ist der Stet­tiner Oberpräsident Lippmann, der 1919 an die Spitze Pommerns trat. Von den 12 Ober.

muß man berücksichtigen, daß heutzutage solche Krisen erheblich schwerer wiegen als früher, da sich die Parteidisziplin, wie überall auch im Zentrum, im Vergleich zu früher stark ge- lockert hat. Tatsächlich wird das Zentrum immer dann auf einhellige Nachfolge rechnen

Recht gehabt, wenn er sagt, daß man durch Einsetzung der Kommissionen die Konferenz auf den Abschiebebahnhof eines Ausschusses schrebe. Es ist überall dasselbe in Genf, in Havanna und auf der Länderkonferenz. Wenn man nicht weiter weiß, öffnet sich der Ausweg deS Ausschusses. Hier sind eS gleich drei, nämlich für Verfassungs-, Finanz- und VerwaltungSreform. Hoffen wir, daß der Bahnhof wenigstens kein Sach-, sondern ein Rangiervahnhof ist, aus dem Lokomotiven mit fnscher Kraft wieder heranSrollen.

.. .da« der kreißende SinheUSberg gebar.

Berlin 19 Januar. Zum Ergebnis der Län- derkonferen^ wollen sich die Rechtsblätter noch äußern In einem heißt eS unter der lieber« fchrift.Ein Anfang': ES ist nicht Ziel, was der LSnderkongrcß gebracht hat: Eine Entschließung und zwei Ausschüsse. Aber e« ist immerhin ein Anfang, auf dem weitergebaut werden kann. Wenn da«, wa« in der gemeinsamen Kundgebung vorgeschlagen ist, unter dem Ge­sichtspunkte der Gesamtlösung Schritt für Schritt durchgeführt wird und das deutsche Volk fordert, daß eS energisch und beschleunigt durchgeführt wird sind wir schon ein Stück weitergekommen. Wichtig sei die Festste!» lung, daß mindestens auf dem Gebiete des Ber-

Inflation in...Peking.

Da« kommt vom ewigen Lriegspieleu.

Berlin, 19. Januar, «u» Peftng verlautet:leingetreten. Heber eintausend chinesische Läden Infolge der schnellen Zunahme der Inflation sind geschloffen und die Vertretungen auslSndl- lst in Pekmg eine allgemeine Geschäftsstockung I scher Firmen wurden zurückgezogen.

Die Raffelet Reuegen Nachrichten erscheinen wvchentti» sechsmal nachmittaa». .$« 8bonnement8prd6 betraat für den Mona, 8. J bei freier Zustelluns :n8 »ans. in bet Geschäftsstelle abgedolt 1.80 X. Durch die Po« monatlich 8. X auSfchlieAich öuktcllungSaedübt. Kern sprechet 951 und 952. Rür uuverlanat etneefanbte yeiträoe tann die Rebaktioo eine Berantwonuna oder Gewähr in keinem Falle übernehmen.-Kahlung des Bezugsgeldes ober «»spräche wegen «wotfler nicht ordnungSmShiger Stesernng ist ausgeschlossen. - Postscheckkonto Sranffnrt a. M Rümmer 6880. Einzelnummer 10 A SonntagSmtmmer 20 A.

können, wenn es sich um kulturpolitische Fra­gen handelt, weil hierin die Zentrumswähler sich im Gewissen gebunden fühlen. In jeden anderen Fragen aber, besonders in wirtschaft­lichen, wo diese Bindungen nicht bestehen, dürfte daS Zentrum nicht immer so ohne wei­teres einhelliger Gefolgschaft sicher fein. Ange­sichts der bevorstehenden Wahlen mag eS für das Zentrum nicht erfreulich fein, wenn zu den Scharen Wtrih's auch noch die von Im- busch und Stegerwald kommen.

beneideten, von Beckerath-Hannover auch Haarmann hat ihm nicht geschadet und bet Polizeipräsident von Potsdam, von Zitzewitz. Letzterer, Sohn einer Flügeladjutanten Wil­helm II., hat mit großer Diplomatie verstan­den, die Klippen seines schwierigen Postens zu umschiffen. Denn republikanischer Polizeipcä- sident in der alten Havelresidenz zu sein, die eine rechtsstehende Mehrheit in der Stadtver­ordnetenversammlung und ein monarchistisch stark hervortretendes Stadtoberhaupt hat, komufl gleich hinter der Quadratur des Kreises. Die Landräte des preußischen Staates zer«

neral« Gröner geltend gemacht, sodaß dessen Kandidatur gestern abend für erledigt galt. Der ÄSXXiM ÄS starke Bedenken gegen die Ernennung deS Ge-j daß die Entscheidung bet ihm liegt.

getreten, aber wenige von ihnen, die etwas sensationell als »Risse im ZentrumSturm' be­zeichnet wurden, dürften so bedeutenden Cha­rakter gehabt haben als gerade die jetzigen. Die Rede deS Abgeordneten Imbusch in Oberbausen war nichts anderes als die Ansage einer Arbeiterrevolte innerhalb der Partei. Rach JmbuschS Ausführungen find in der Führung der Zentrumspartei zu viel Be­amte und demgemäß fehlt der Einfluß der Ar- beiter. Jmbusch, der selbst Vorstand des christ­lichen Gewei" *' '

muitg seiner Wähler gut kennen. In dies, Kreisen hat die Gehaltserhöhung namentlich bei höheren Beamten böses Blut gemacht. Der Arbeiter sieht flch demgegenüber stark benach­teiligt. Schon Stegerwald übte eine ziem, lich herbe Kritik an der Beamtenpolitik der Zentrumspartei, worauf er eine Zurecht­weis un g von feiten de» Reichskanzlers Dr. Marx, der zugleich Führer des deutschen Zen­trums ist, einstecken mußte. Stegerwald Hai jetzt fein Amt als zweiter Zentrumsvorfitzender nieder gelegt, zweifellos deshalb, weil et glaubt, mit Reichskanzler Dr. Marx nicht mehr zufammenarbeiten zu können. Run ist aber Dr. Marx auch von Jmbusch sehr sckarf ange­griffen worden. Jmbusch verlangte die zeit­weise Kaltstellung deS Reichskanzlers sowie anderer Führer. ES gibt innerhalb bei Zentrumspartei genug Unzufriedene, die bei dieser Auseinandersetzung aushorchen. Da ist die Richtung Dr. Wirth S, der der politische Kurs des Zentrums nicht behagt, bann sind ba Roeder, Teipel «ft»., die in kultureller Hinsicht (Schulgesetz y die Parteipolitik nicht mitmachen wollen usw. Man hat den Eindruck, daß eine schwere Krise vorhanden ist. Die FraktionSvorfltzenden werden stch mit deren neuestem Stadium auSeinanderzusetzen haben.

Berlin, 19. Januar.

B«i einer Republikaner-Kundgebung für den Einheitsstaat betonte Ministerialdirektor Dr. Spieker: An dem nationalen Einigungswerk soll weiter gearbeitet werden im Geiste des gro­ßen Staatsmannes Bismarck, damit das Wort vom deutschen Bürger den stolzen Klang erhält, auf den es Anspruch hat. Staatssekretär Drewis senke sich mit den Einwänden auseinan­der, die gegen einen Einheitsstaat erhoben wür­den. Ministerialrat Dr. Simons, der Leiter »er Hochschule für Politik, ging auf das un­befriedigende Ergebnis ber soeben ge­schloffenen Länberkonserenz ein und meinte, die Lösung müsse vom Reiche und vom Volke aurgehen im republikanischen Sinne. Dr. Spieker schloß bte Kundgebung mit einem drei­fachen^ Hochruf aus die einheitliche deutsche Re-

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~ _ dassorah, 18. Januar, .sind. In OuaSbah haben sie sich in Massen er-

d^bistan, hoben, die Persischen B e am t e n v e r j a g t und haupflächlich Araber, haben sich gegen die Persi- die Regierungsbüros besetzt. Es wurden Re­che Regleeung erhoben, da unter dem neuen gierungStruppen entsandt, und km Verlaufe der Regime die Steuern verdoppelt wordenIKämpfe etwa sechzig Aufständische getötet Maflen-Klnderflerben in Paris.

Impfungen in allen Schulen. Alle Seuchen beisammen.

Ämetaen»reife: lünbetmtftbe <3eft6äft8aoaet8en bte mw-Äeile 10 A. auswärtige GefchäftSan,eigen bie mm-tieile Kl A. framilienanieigen bte mm-Seile 10 J. Kleine Ann'gen aus Staffel das Wort 5 A, auswärtige kleine Anzeigen bie mm» Zeile 10 A. Reklamen die wm-Zeile 88 A. Onertgebüdr 35 A (bei Zustellung 85 41. Rechnungsbeträge innerhalb 5 Tagen zahlbar RQi bie Richtigkeit aller durch Fernsprecher aufgegebenen Anzeigen sowie für Aufnabmedaten und Plätze kann nicht garantiert werden. Mr Anzeigen mit besonders schwierigem Satz 100 Srojent Ausschlag. Druckerei: Schlachtbolsir. 98-80. GeschSftSüelle: SSlnischefir. 5.

ES Wäre verfehlt, zu glauben, daß die Zen- trumSpartei derartige Palastrevolutionen er­schüttern könnten. Diese Partei wird durch weltanschauliche Bande immer noch am stark- fiert zusammengehalten. Der ZentrumSturm steht fest gefügt. Jmbusch Weitz sehr wohl, wa­rum er keine christliche Arbeiterpartei gründet,

_ -----t e deS preußischen Staates zer­

fallen jetzt nach ihren Gehaltsstufen in zwei Klassen, den 57 sogenannten Chefs der »gro­ßen Landratsämter , die einen stark bevölkerten oder sonst schwierigen KreiS verwalten es gibt 26 Landkreise, bie über 100 000 Einwohner haben und daher in Gruppe XII der alten Besolbungsordnung stehen unb die 368 anderen, die eine Gruppe niedriger in XI rangieren. Von den 57 großen Landräten find

Wenn man den Bauer aussaugt

Blutiger Maffen-Ausstand in Persien.

Präsidenten gehört ein Drittel der demokra­tischen Partei an, darunter

Schwander-Heffen-Naffau.

Ein weitere, Drittel lat die SPD. gestellt, darunter Professor Dr. Waentig in Magde­burg. Deut Zentrum gehören drei Oberpräfl- denten. Aus der alten preußischen Verwaltung stammt als einziger der Oberpräsident der Hei­nen Grenzmark Westvreußen-Posen, von Bü­low, ber wohl ber Volkspartei angehört ober parteilos ist. DaS unpolitische stabile Element der Oberprästdien find bie sogenannten Vize­präsidenten ber Oberpräsidien, bie früher Ober- präfidialräte hießen. Dagegen sinb bie breiunb» dreißig Regierungspräsidenten, zu denen der Berliner Polizeipräsident zählt, politische Be- amte. Hier ist der Anteil der Sozialdemokratie geringer als bei den Oberpräsidenten. Von den 33 Regierungspräsidenten gehören nur sieben dieser Partei an, darunter Köntg-ArnSberg und Ehrler-WieSbaden. Die Vertreter der Regie- rungspräfldenten, die Regierungs-Vizepräsiden­ten, stehen auf unpolitischen Posten. Dagegen sind die Polizeipräsidenten und die Landräte wie im Dornovember politische Beamten. Unter den dreißig Polizeipräsidenten Preußen, besin- den sich daher nur zwei, bie diesen

Posten schon in der Monarchie

Run ist auch daS große Ländermatch um den Einheitsstaat vorüber und eS wird einem ge­wissenhaften Beobachter schwer, nicht von einem vollständigen Fiasko zu sprechen. Haben doch nicht nur Idealisten und Gutgläubige, son­dern auch Führer der Wirtschaft an einen Er­folg und an einSofortprogramm" der Regie­rungen des Reichs und der Länder geglaubt, das neuen Ausgabenbewilligungen Schranken setzt und darüber hinaus zu großen Erspar­nissen führt. Der Glaube trog. Die Enttäu­schung ist allgemein. Ueber die Rede des bape- rischeu Ministerprästdenten Held dürste sich nach alle dem, was man in den letzten Jahren aus Bahern hörte, füglich niemand gewundert haben. Bewunderung verdient aber ber Mut, den ber württembergische Staatspräsi­dent Bazille besaß, als er feine vorslnt- flutlichen Thesen zum Vertrag brachte. Wir wollen nicht annehmen, daß ber württembergi­sche Staatsprüsibent zu ben Schwaben gehört, die mit vierzig Jahren ben Anschluß nickt er­reichten. Zu entscheiden war ob eine weitgehende Reform der Weimarer Verfassung hinsichtlich Reich und Länder im unitaristischen ober föde- ralistischen Sinne durchgeführt werden soll. Auf der Länderkonferenz standen sich die Ausfaflun- gen diametral gegenüber. Die Stunde war ge­kommen, in ber die Reichsregierung bie Füh- tung hätte übernehmen müssen. Wenn Regie­rung Führung bedeutet, dann heißt Reichsregie­rung Reichssührung. Doch davon weiß di«

Andere Zeiten...

Kreuz und quer durch die hohe Beamtenschaft.

DaSNelch muß uns doch bleiben

Republlkaner-Manisest für den Einheitsstaat.

Reichskanzlei nicht, zu berichten. Selbst der unentwegteste Einheits-Vorkämpfer, Preußens StaatSchef Braun, schillerte in allen Farben, sodaß man schließlich auch bei ihm kaum noch einen roten Faden sah. Auch war er für unse­ren Geschmack etwaS stark bilderreich, z. B. wenn er ausführte, daß zu Preußen nur diebanke­rotten Ländchen" kämen und wenn er der Reichsregierung vorwarf, wie praktischgute Beziehungen" für Vereine und Körperschaften seien, um ihnen finanzielle Unterstützung zu ver­schaffen. Aber mit einem Bilde hat er sicher

hältnifleS zwischen dem Reich und den Ländern die Weimarer

Bersasiunq einer grundlegenden Reform bedarf. Ein Volksparteiblatt nennt die Ent­schließung ein Kompromiß von sehr begrenzter Bedeutung. Die Frage, ob bei einer Reform der Weimarer Verfassung die föderalistische oder die einheitsstaatliche Richtung befolgt werden soll, ist vollständig offengelassen worden. Ein Börsenblatt halt die Lage jetzt für ge­klärter: Wege zur Sparsamkeit und zur Verein­fachung in ber Staatsmaschinerie sind gewiesen und der Beweis erbracht, daß Deutschland wichtigere GeaenwartSar beiten zu leisten hat. als Probleme zu wälzen, deren schwankende Schatten hinter dringenderen Ta- geSfragen zurücktreten müssen. DaS Zentrumsorgan spricht von der Erkenntnis, daß die stnaMch-bürokratischen Instanzen allein daS größte innerdeutsche Problem nicht meistern können Seine Lösung könne nur gefunden wer­den auf dem breiten Grunde einer

allgemeinen Bolksüberzeugnng.

Hier liege eine große Aufgabe. Dr. Luthers Bund wolle sie in Angriff nehmen. Da« Blatt hofft, daß ihm jene Aufrüttelung der Gei- fier gelingt ohne die der Weg zum neuen Rei- ch« nicht geebnet werden könne. Ein Demo­kratenblatt meint: Wenn man ba, Protokoll blefer Konferenz tragisch nehmen wollte, so mützte man tatsächllch daran verzweifeln, baß in absehbare Zeit für eine Vereinheitlichung deS Reiche« trgenb etwa- Wirksames geschehen könn- te Glücklicherweise werden ja die Verhält- Nisse mächtiger fein, selbst alS die Her- ten Ministerpräsidenten. Hoffentlich leistet der vorbereitende Ausschuß etwas konkretere Arbeit. Zu einem solchen Ergebnis, so urteilt eine So- zialist-nstimme, war daS Aufgebot von hundert Regierungsbeamten wirklich nicht erforderlich.

Ihre Ernennungsurkunde zeichnete Wilhelm II. Fünfundzwanzig Jahre Landrat ist u. a. von Borries-Herford, ein KreiS, dessen Landräte eit über hundert Jahren Mitglieder der Fami- lle von BorrieS sind. Von den 346 nicht gro- ien Sanbräten sinb 144, b. h. weit mehr als ein Drittel Landräte des Dornovembers. 23 dieser Landräte stehen über ein Vierteljahrbundert an der Spitze ihrer Streife. Auch In der Republik ist die Bezahlung der Landrate im Verhältnis zu ihrer Verantwortlichkeit und Arbeitslast eine geringe geblieben. Sie erhalten als staat­liches Gehalt Gruppe XII oder XI, ferner 2400 Mark jährlich vom Kreis und eine von diesem gestellte Dienstwohnung mit freier Heizung und Beleuchtung. Hierfür werden meistens nur M0 Mark jährlich bezahlt, sodaß vom staatlichen Wohnungsgeld etwas übrig bleibt. Rebenein, nahmen finden sich fast nur in den großen Landkreisen des westfälischen Industriegebietes und bestehen aus Aufsichlsrats-Tantiemen l Wasser-, GaS- und Slektriziläiswerke, Klein-