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Nr. 127.

Mittwoch, den 31. Mai 19o5.

14. Jahrgang.

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Fer»sprecha«schl«ß Nr. 3658.

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für Oberhefsen und die Kreise Marburg und Wetzlar; Lokalauzeiger für Gießen und Umgebung.

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Die See schlacht bei Ususchima.

Noch immer lassen sich die Einzelheiten der Seeschlacht bei Tfuschima oder, wie sie richtiger heißen sollte, in der Azoren strafe nicht mit genügender Sicherheit feststellen. Zwar liegt jetzt ein offizieller japanischer Bericht von größerer Ausführlichkeit vor, aber mich dieser fußt zum großen Teil nur auf Mutmaßungen und unkontrollierbaren Angaben. Ueber das Schicksal des Admirals Roschdjestwensky schweigt er vollständig. Es ist daher ungewiß, ob der russische Führer an Bord seines FlaggschiffsFürst Ssuworow" in die Tiefe gesunken oder sich, wie die andere Version will, auf schwankem Kahn an Bord eines kleinen Schiffes gerettet hat. Ebenso erfährt man nichts über den Verbleib der entkommenen ruf fischen Schiffe. Dagegen wird die Gefangennahme des Konteradmirals Nebogatow und 2000 Mann bestätigt und eine Reihe russischer zerstörter oder eroberter Schiffe mit Namen genannt.

Die offiziellen japanischen Berichte, soweit sie bisher in Tokio eingegangen sind, oder vielmehr, soweit sie der Öffentlichkeit schon tibergeben wurden, schil­dern den Verlauf der Schlacht folgendermaßen:

E r ft er Schlachttag (27. Mai): Sofort nach Ein­treffen der Nachricht, daß das russische Geschwader in Sicht sei, fuhr unsere vereinigte Flotte ab, um die russische Flotre anzugreifen. Das Welter ist heute schön, aber es geht eine schwere See. Wir griffen die Russen in der Nähe von Okino- schima, südöstlich von Tsuschima gelegen, an und besiegten sie, indem wir wir mindestens vier Schiffe zum Sinken brachten und anderen schweren Schaden zufügten. Der un­seren Schiffen zugefügte Schaden ist unbedeutend. Die ja- panische Torpedobootszerstörer- und Torpedobootsflottille machte nach Sonnenuntergang einen Angriff.

ZweiterSchlachttag (27. Mai): Die Hauptmacht des vereinigten japanischen Geschwaders setzte die Verfolgung des Feindes seit dem 27. Mai fort und griff am 28. Mai in der Nähe Liancourtriffe (nordöstlich von Okonoschima) eine Gruppe von Schiffen an, die aus den Schlachtschiffen Nicolaus I.,"Orel", sowie den PanzerschiffenSsenja- win,"Apraxin" und dem Kreuzer-Jsumrud" bestand. Jsumrud" entkam, während die vier übrigen Schiffe sich ergaben. Die japanischen Schiffe mürben nicht beschädigt.

Tie russischen Verluste werden von den Tokioter Marinebehörden folgendermaßen spezialisiert: 2 Schlachtschiffe, 1 Küstenverteidigungsschiff, 5 Kreuzer, 2 Spezialdienstschiffe, 3 Torpedobootszerstörer gesunken, und 2 Schlachtschiffe, 2 Küstenverteidigungsschiffe, 1 Spezialschiff, 1 Torpedobootszerstörer genommen. Es ist bisher noch nicht klargestellt, ob 3 Schiffe, welche nach An­gaben von Gefangenen gesunken sein sollen, in dieser Auf­zählung enthalten sind oder nicht. Die Gefangenen erzählten nämlich, daß in der Schlacht am 27. Mai die Schlachtschiffe Borodino",Alexander 11L", der KreuzerShemtschung" und drei andere Schiffe gesunken sind. Nachfolgende Verluste hat der Feind außer den oben erwähnten noch seit Beginn der Schlacht erlitten, wie von Kommandanten, die nicht unter Togos direkten! Befehl stehen, und von den Be

ovachuingsstationen berichtet wird:Admiral Nachimow", Dimitri Donskoi",Svietlana",Admiral Uschakow", Kanrtschatka",Jrutschusch" und 3 Torpedobootszerstörer wurden zum Sinken gebracht und der Panzerkreuzer ^Wla­dimir Monomach" sank, nachdem er genommen lvar. Ein . Spezialschiff, dessen Name unbekannt 'ist, und ein Torpedo- : bootszerstörer sind genommen worden.

, ^â^ ral Nebogatow

M'A»»?>-» Gesechtsphafen

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Gefangen wurden von der japanischen Hauptmacht Admi-

und 2000 Mann, außerdem in den einzelnen noch mehr als 1000 Mann. Ertrunken

sollen 4700 Russen fein, eine Ziffer, die nicht übertrieben

scheint, wenn man bedenkt, daß an Bord desBorodino" unk

-----ces^mpera lKhkM . sich befanden, t-ballte" ty .....

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desImperator Alexander III." allein fast je 750 Mann

Die Reste der baltischen Flotte,

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die die letzte Hoffnung des russischen Volkes nach dem fernen Ostasien trug, sind überaus kümmerlich. Nur vier Panzer­schiffe und vier geschützte Kreuzer sind es, denen es gelungen ist. dem ersten japanischen Anstrum zu entkommen. Dabe- ist es noch ungewiß, obFürst Ssuworow", Roschdjest wenskys Flaggschiff, wirklich unter diesen wenigen Glücklicher ist. Nach einer Darstellung hat Roschdjestwensky sein sinken des Schiff im Stich gelassen und sich auf dem schnellsten Tor pedobootszerstörer seiner Flotte mit 25 Knoten Fahrt der Japanern in eiliger Flucht entzogen und ist bereits in Wla

diwostok eingetroffen. Nach einer anderen Version ist er ar Bord des untergegangenen Schiffes einen wackeren See mannstod gestorben. Nach einer dritten befehligt er es noch Zu sagen, was davon zutreffend ist, erscheint unmöglich Soviel ist aber sicher, mit diesen Trümmern kann Roschdjest- rvensky, selbst wenn es ihm gelingen oder gelungen sein sollte sie und sich selber vor den Japanern in den schützenden Porl von Wladiwostok zu retten, nicht mehr hoffen, die Seegewalt zu erringen. Tie baltische Flotte scheidet als maßgebender Faktor für de»- eiteren Verlauf des großen Krieges völlic aus

, . ,., Die überlegene Taktik Togos

°i^? T fo schobt uns unser »-Mitarbeiter, wieder einmal glanzend bcwieien. Roschdjestwen^kn hat kein mna. lichstes getan, ihm darf kein Vorwurf für das Unglück gemacht werden. Er sowohl wie Nebogatow sind ohne Zweifel tüch­tige Seeoffiziere. Schon allein die kühne Entschloffenheit mit der Rofchdjestwensky die Forcierung der Stratze von net n^ ^' ^ irlm als ein Verdienst angered). net werden ganz abgesehen von der ungemeinen Umsicht. ^ ^Hrr er seine flotte durch alle Fährnisse und Schwierig­keiten iiberhaupt so weit geführt hat. Aber er scheiterte an tei^ ^nSeI6affen Materiat an Offizieren und Mannschaf, de/ Menü ?^^^°^?°^- . Die Nachlässigkeit, mit der fiAniÄi s den Friedenszeiten gehandhabt wurde, ließ sich nicht wieder gut machen. Weder Vorgesetzte noch Unter- berner @Mrfn\rft^ den komplizierten Mechanismus mo. b^e\ Seeschlachtriesen richtig spielen zu lassen. Heißt es w^? r sogar die Signale des Admirals falsch verstanden worden sind So herrschte Verwirrung und Kopflosigkeit in den russischen Reihen, während die Japaner in vollkom. rieten1 ^on""^' » M°^° man sagen, automatisch ope- Irhm Dago griff das Zentrum der russischen Schlacht- es^idm"n^f° überlegenen konzentrierten Kräften an, daß £ vm na$ Seit gelang, bie eiserne Linie zu burefp bredjen und die feindlichen Schiffe nach der Küste zuzudrän- pen wo er sie, wie Hasen bei der Treibjagd, in den Tod und UllenH^Ü-^^ben Kessel seiner starken Torpedobootsflot- ariff Ânf* k ^"sfoIgtc ou' mörderischer Torpedobootsan- grifs auf den anderen, alle mit der üblichen japanischen schneid und Todesverachtung rücksichtslos durchgeführt Ob die russischen Sckpiellfeuerkanonen fünf der kleinen unheim. P.^Jr schwarzen Gesellen in den Grund prasselten, der Be- Is^'baber des fechsten brachte dem angegriffenen Schiff schließlich doch den verhängnisvollen Schuß aiis feinem fMnTa^ ^' Die sapanlschen Verluste in dieser Schiffs, ffahe sollen denn auch sehr groß gewesen sein. Aber der Gewinn lohnte den hohen Einsatz. Die Panik, die die Tor- Pedos »inter den Russen verbreiteten, wirkte fast noch niehr bie «rfi®?11^ ^bbst. Die Verwirrung wurde immer größtt, nnrr1"^n'C ,r Vr Stenden Angriffe immer schwächer. 9Einer W^^m q^""r^ musischen Kolosse, soweit sie nicht schon auf dem Meeresboden lagen, strich die Flagge oder suchte lun Heil in schleuniger Flucht. Die baltifdje Flotte ist nur nod) ein leerer Begriff ohne Wesenheit.

Das Bergarbeitergesetz.

Wir werden um Aufnahme nachstehender Zeilen ersucht Das preußische Abgeordnetenhaus hat die Gesetzesvor^ loge, die einen erweiterten Schutz der Bergarbeiter zuir Gegenstand hat, in dritter Lesueg während einer einzigen Sitzung erledigt. Die Annahme ist mit reichlich Zweidrittel- Mchrheit erfolgt. Gleichwohl darf das Schicksal des En wurfs noch nicht als allen Fährnissen entrückt angesehe werden. Denn das ablehnende Drittel des Abgeordneten Houses bestand aus der konservativen Fraktion, und im Herrenhaus ist eine Mehrheit ohne bie Konservativen un­möglich. Soll also die Berggesetz-Novelle Gesetz werden, so müssen die Konservativen des Herrenhauses zu ihr eine an­dere Stellung einnehmen, als die Konservativen des Abge­ordnetenhauses getan haben. Wahrscheinlichkeit spricht da­für. Nicht als ob ein Gesinnungszloiespalt zwischen den Konservativen des Abgeordnetenhauses und denen des Herrenhauses klaffte. Tavon kann gar nicht die Rede sein. Aber im Abgeordnetenhaus wußten die Konservativen, daß auch ohne sie eine Mehrheit für die Wünsche der Regierung vorhanden war, während im Herrenhaus die Absage der Konservativen ein Scheitern der Vorlage unbedingt noch sich ziehen müßte. Das ist eine weit verantwortlichere Stellung. Wer unter solchen Verhältnissen Nein sagt, der bejaht zu­gleich die Konsequenzen dieses Nein, und die in Frage kom­menden Konsequenzen gehen im vorliegenden Fall recht weit. . Die preußische L-taotsregierung hat den Bergarbeiter- «treik im westfälischen Kohlenrevier, an dem etwa 200 000 Bergarbeiter beteiligt waren, durch die Zusage ein Ende ge­mocht, sie werde mit tunlichster Beschleunigung auf dem Wege der Gesetzgebung den berechtigten Beschwerden der Berg­arbeiter Abhilfe bringen. Im Vertrauen auf diese Zusage haben die Bergarbeiter die Arbeit wieder ausgenommen. Möglich, daß die Not sie wenig später zu dem gleichen Ent- sächuß gezwungen hätte. Aber die Tatsache jener Zusage liegt vor, und es war unter allen Umständen ertvünscht, daß nicht durch Fortsetzung des Streiks die aus ihm erwachsenden großen materiellen Schädigungen direkter und indirekter Art noch gesteigert wurden. Die Bergarbeitergesetznovelle war die Erfüllung der Zusage. Man konnte über Einzelheiten verschiedener Meinung sein, man konnte aber unmöglich wollen, daß die Zusage unerfüllt blieb. Die Regierung durfte nicht zum Wortbri.ch gezwungen werden. Sie biißte sonst ihr moralisches Ansehen ein und mußte durch Auflösung des Parlaments an die Bevölkerung appellieren.

Ein Wechsel der Regierung war nicht möglich. Denn erstlich entspricht das nicht der preußischen Tradition und durften am wenigsten die Konservativen einen so traditions­widrigen Wunsch hegen. Sodann gestatten die auswärtigere

Verhältnisse des Deutschen Reiches nicht, daß deren Leiter, der zugleich preußisck>er Ministerpräsident ist, um einer preußischen inneren Frage willen zurücktritt.

Wenn nun die Konservativen des Herrenhauses dem ablehnenden Votum ihrer Gesinnungsgenossen aus dem Ab­geordnetenhaus bripfliebten, so zwingen sie den Reichskanz­ler zu einem Schritt, den er nicht gern tun würde, und beii sie nicht gern sehen würden, nänilich zu einem Appell von den preußischen Landtag an den deutschen Reichstag. Hier nnirde ein Reichs-Bergarbeiterschutzgese^tz kaum große Schwie­rigkeiten finden, hier würden hn Gegenteil eher manche Be- stimmungen eingeschaltet werben, die von einer vorsichtigen Sozialpolitik, wie sie in Preußen geübt wird, abweichen, und nicht nach der Seite der Vorsicht abweichen. Haben doch Ver­treter von Parteien, die über die Mehrheit verfügen, im Reichstag bereits einen Initiativantrag eingebracht, der die Berggesetzgelmng den Einzelstaaten entziehen will.

Beachtenswert ist ferner, daß der Streitgegenstand selbst. ' der die Konservativen des.Abgeordnetenhauses von der Zu­stimmung zu der Verggesetznovelle zurückgehalten hat, gar so bedeutungsvoll nicht ist. Der Vergarbeiterausschuß als Ver­treter der Bergarbeiterinteressen ist nur in Preußen eine neue Einrichtung, hat sich in Bayern bereits bewährt und imentbehrlich gemacht. Eine anerkannte Vertretung bx*r Arbeiter ist ein Gewinn zu jeder Zeit, ganz besonders in unruhigen Zeiten. Man hat sie während dès Streiks schinerz- lich vermißt. Daß der Ausschuß aus geheimen Wahlen her­vorgehen soll, hat einen Gegenstand des Anstoßes gebildet. Man hat geheime Wahlen genug und liebt sie nicht sehr. Das ist aber keine Prinzipien-, das ist eine Zweckmäßigkeits­frage. Es ist sehr wohl möglich, daß gerade die öffentliche Wahl der terroristischen Sozialdemokratie ein Uebergewicht verschaffen würde, das ihr bei der geheimen Wahl entginge. Daß man ferner den Arbeiterausschüssen nicht jedepolitische Betätigung" untersagt hat, läßt sich gleichfalls rechtfertigen. Werden die Mitglieder des Arbeiterausschusses in ihren Meinungskundgebungen beeinträchtigt, so haben gerade die radikalen Elemente Oberwasser: sie können dann den Berg­arbeitern gegenüber mit einem Schein von Recht behaupten, der Ausschuß sei unfrei, könne und dürfe ihre Interessen nicht wahrnehmen: sie allein, die Radikalen, seien die echten Arbeitervertreter.

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Das Herrenhaus wird, wir glauben zuversichtlich, diesen Erwägungen Gehör geben und nachträglich den Wunsch des Grafen Bülow erfüllen: dem Berggesetz die Zustimmung zu erteilen. Die Freitagsberatung, die der Prüfung der Vorlage in einer Kommission voraufgeht, wird der Erörte­rung der Grundsätze gewidmet sein. Es ist vorauszusehen, daß hierbei in der Hauptsache die Anschauungen vorgetragen werden, die für die Abstimmung der Konservativen im Ab- geordnetenhaus maßgebend waren. Dann aber werden die praktischen, staatsmännischen Erwägungen zur Geltung kom. men, und^ diese werden voraussichtlich zu einer Einigung führen, sei es auf der Grundlage der Abgeordnetenhaus- beschlüsse, sei es auf der Grundlage von kleinen Aenderungen die eine Zustimmung auch der Konservativen de^ Abcreord netenbauses gewinnen.

Oie schwedisch-norwegische Union.

(Eig. Bericht.) Stockholm, 29. Mai.

Ev geht zu Ende mit der Union. Die neunzigjährige Vereinigung von Schweden und Norwegen will nicht länger halten, und es hat ganz den Anschein, als zöge König Oskar das Ende mit Schrecken dem Schrecken ohne Ende vor. Der hochbetagte Herrscher hat die Regentschaft des Kronprinzen aufhoren lassen, damit unter seiner ungeschmälerten Ver. aiitwortlichikeit und mit rücksichtsloser Entschiedenheit die Schritte getan werden, die notwendig sind, um eine Gesun. dung der Verhältnisse zu ermöglichen. 3hxi Wege gibt es nach hiesiger Auffassung, die mit dem König ganz Schwe­den teiltdie eine Besserung echoffen lassen: daß Norwegen nachgibt und durch feste diesseitige Haltung zur Nachgiebig- reit angeleitet wird, oder daß Schweden die Trennung von Clementen zugibt und selbst anbahnt, die einmal getrennt fern wollen.

Vor wenigen Monaten hatte König Oskar seinem Sohn die Regentschaft übertragen. Das war ein letzter Versuch, in ter leidigen Kgnfliktsfrage zu einer Verständigung zu ge­langen. Bisher gab es für Schweden und Norwegen ge­meinsame auswärtige Vertretung und gemeinsame Konsulate Die Norweger verlangten plötzlich besondere norwegische Konsulate. Das sei ihr unzweifelhaftes verfassungsmäßiges Recht. Der Kronprinz sollte als Regent ein 'friedliches Uebereinkommen finden. Er machte auch recht weitgehende Zugeständnisse. Das norwegische Storthing aber erklärte sich damit nicht befriedigt und wollte in der Einrichtung nor- toegifeber Konsulate nur eine Abschlagszahlung auf völlige Loslösung der auswärtigen Angelegenheiten von denen Schwedens, also auf Trennung der Union, sehen. Nachdem solchergestalt der Versuch des Kronprinzen gescheitert war, übernahm König Oskar wieder die Regie- rungsgewalt. Für ihn war die Zeit der Vermittelungen vor. über. Er lehnte das einstimmige Votum des norwegischen Storthings zugunsten der norwegischen Konsulate ab und verweigerte dem norwegischen Ministerium, das die könig-