Mittwoch, den 2a. März i9u5
14. Jahrgang
Q9, be» ^Wckâ» »'»«»I tiie einspaltige »etitgeUe fit ganz Ober- "nd I,6ft ^8 Ü M<m He Kreise Wetzlar W» Marburg 10 Psg. sanft 15 Psg. tz ^d «eklame« Me Petitzeile 30 resp. « Pfg.
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(Gießener Gagsötatt)
Rnabyängige Tageszeitung
(Gießener Zeitung)
für OberheffeZr und die Kreise Marburg und Wetzlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung.
Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberheflen.
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Las preußische Abgeordnetenhaus hat die Berggesetz- lu helfen in erster Lesung beraten und wird sie zur Vorbe-
to™^ ^âug der zweiten Lesung in eine besondere Kommission I« Miefen. Wahrscheinlichkeit spricht dafür, daß die Vorlagen
nun 91 N. âe Mehrheit finden werden, die keine wesentlichen Aende- rungen Dornimmt. Diese bestimmte Vermutung ist gerecht- ; fertigt, obwohl bei der parlamentarischen Erörterung manche . . ' Anwendung auch prinzipieller Art erhoben worden ist. Denn im großen und ganzen sind die Darlegungen des Minister- . Pröfibenten Grafen Bülow und des Handelsministers Möller siegreich und von üb erzeuge über Kraft gewesen. Daß die Legierung auf das Zustandekommen der Entwürfe hohen Wert legt, bekundete sich schon in einem äußeren Umstand: Ä Vertretung der Vorlagen führte nicht bloß der zuständige Ressortminister, fonbem auch der Ministerpräsident, im Ab-
Mrdnetenhaus ein nicht häufiger Gast, griff wiederholt in Lve Debatte ein, die er nachdrucksvoll eingeleitet hatte.
Graf von Bülow nahm den Gegnern von vornherein mit rMer Geschicklichkeit den Wind aus den Segeln, indem er EgMsweise vorging, ganz nach dem Leitwort des Fürsten ^iswürck, der stets den Hieb als die beste Deckung ansah. Ermißbilligte entschieden, daß die Arbeiter unter Außeracht- Lirssun- kontraktlicher Verpflichtungen den Streik im Ruhr- wLvier begonnen hätten, hob aber zugleich anerkennend her- Mor, daß der RiesensUeik ohne Ausschreitungen vorüber- gegongen sei, daß die Bergarbeiter — mochte immer der Geld- liiiongü mitbestimnrend gewesen sein — sich schnell entschlossen litten,. ihr Schicksal vertrauensvoll in die Hände der Regie- j jungen legen, friedlich zur Arbeit zurückzukehren und bei der Arbeit die gesetzgeberische Hilfe abzuwarten. Den Berg- r oerksbesitzern hielt der Ministerpräsident mit eindringlichem 'Ladel vor, daß sie jede Verhandlung mit der Arbeiterver- Mtung, der sogenannten Siebenerkommission, abgelehnt llötten^ während das Beispiel der Regierung, die mit der i Tiebeaerkommission Verhandlungen führte und sie als Berg- ; uieiierbertretung anerkannte, sie zu einem gegenteiligen verhallten hätte bestimmen müssen. Ist die Regierung nicht i M stolz, mit jener Kommission zu paktieren und zu beraten, Jco ist es auf feiten der Bergwerksbesitzer in der Tat eine ' Werheblichkeit, nur auf ihrem Schein zu stehen, auf ihrem privaten Besitztitel, der auf keinem Gebiet so sehr staatlichen Ursprungs ist, wie auf dem Bergwerksgebiet, und darum »mdi her Modifikation durch die staatliche Gesetzgebung am «Hesten unterliegt. Wenn ein Arbeiter oder eine kleine Zahl
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1M1 Arbeitern mit dem Arbeitgeber in Streit gerät, so mag ibre Entscheidung nach hem Buchstaben der geltenden Bestim- iMNgkm getroffen werden und in den Händen der dafür ein- 8 jefepterx Instanzen bleiben. Wenn aber der Streit Hundert- 'msende umfaßt, wenn er die ganze Bevölkerung eines Be- iinfë mit materieller Not und dauernder Verarmung be= . droht, wenn er eine große und bebeutungSDoUe, für die ' Wohlfahrt des Landes unentbehrliche Industrie mit allen âxindten Betrieben in Mitleidenschaft zieht, so kommt das äsimtliche Interesse in Frage, das nicht nach den Normen behandelt werden kann, die für den Bagatellrichter maß- gènd sind.
Auch den Einwand widerlegten die Minister, daß die Regierung vor den streikenden Arbeitern kapitulierte, indem fiè außer der Reihe und nach den Fordermngen der Arbeiter ein Gesetz ad hoc zu erlassen sich bereit finde. Die Notwen- Üigkcht einer Umgestaltung des Berggesetzes war schon lägst empfunben und anerkannt. Daß ein äußerer Anlaß dk!i letzten und gewissermaßen plötzlichen Anstoß zur Ausführung eines alten Vorsatzes gibt, verdient keinen Tadel, entjpricht nur einer guten und ständigen Gepflogenheit des täglichen Lebens.
Die Regierung — und nicht sie allein — sieht in der Sozialdemokratie einen Feind der staatlichen, gesellschaft- Wen und bürgerlichen Ordnung. Es ist daher ihre Pflicht, boafü-E zu sorgen, daß die Sozialdemokratie nicht neue Anhänger gewinne. Nach dieser Pflicht hat sie gehandelt, in= dm sie verhütete, daß die Bergarbeiter in noch größerer Zhi dieser Partei sich zuwendeten — was sicher geschehen Me, wenn der Streik sich verlängert, Elend und Verbitte- Mg verbreitet hätte.
Die Trusts haben aufgehört, eine amerikanische Spezia- IM zu sein. Auch wir haben Syndikate und Kartelle, Produktionsvereinigungen und Verwertungsverbände. Ungeheure Kapitalien sind darin gemeinsam angelegt. Da gibt es keinen einzelnen Besitzer, der mit seinen Arbeitern sich auf Gedeih und Verderb verbunden fühlte. Das persönliche Verhältnis des Vertrauens auf der einen, der Fürsorge auf kr anderen Seite hat aufgehört, es steht nur Interesse gegen Interesse, und der Ausgleich zwischen beiden muß in freier Verständigung gesucht werden. Das kann man bedauern ober beklagen — aber anerkennen muß man die Tatsache unter allen Umständen, und den logischen und rechtlichen Konsequenzen darf man sich auch nicht entziehen. Zu der organisierten Vereinigung der Besitzer gehört als Analogie hub Ergänzung die organisierte Vereinigung der Arbeiter.
Die Negierung hat das erkannt — die Besitzer, die manchmal noch zögern, werden es anerkennen. Die Berggesetznovellen bedeuten auf einem bestimmten Gebiet den Anfang der Kaatlich beaufsichtigten Verwirklichung. —
Mit den Berggesetznovellen beschäftigte sich der Kongreß der Bergarbeiter, der am Dienstag in Ver« in feine Srtzungen begann. Vom sozialdemokratischen Ver» bano waren 70, vom christlichen 40, von den Gewerkvereinen 8 Delegierte erschienen. Auch polnische Vertreter waren am Pesend, ebenso Delegierte der Fachabteilung des katholischen Arberterverbands. Vertreter der Rögierung waren nicht zugegen. Das Reichsamt des Innern hatte sich ferngehalten, weil der Beratungsgegenstand zur Kompetenz der Einzel- staaten gehört, das Handelsministerium, weil augenblicklich alle seine Kräfte durch die Beratung der Berggesetznovellen im Abgeordnetenhaus in Anspruch genommen sind. Sozial- demokratische, freisinnige und Zentrumsabgeordnete hatten sich in größerer Zahl eingefunden. Den Kongreß eröffnete der Vorsitzende der Gewerkschaftskommission, Reichstagsmitglied Körsten. Abg. Sachse erklärte, daß in den Berg- gesetznovellen die Versprechungen der Regierung nicht voll erfüllt seien. Abg. ^ué gab eine Darlegung der berggesetz- fichen Verhältnisse. Er bestritt entschieden, daß der Streik im Ruhrgebiet irgendwelchen parteipolitischen Beweggründen entsprungen sei. Er hätte sich auf die Mißstände im Bergwerksbetrieb gegründet. Die Bergarbeiter protestierten gegen das Degradierungs- und Bevormundungssystem, das Die Zechenverwaltungen ihnen gegenüber ausübten. Die Bergarberterschutzgesetzgebung sei auf einem Irrwege. Die alten Bergarbeiterrechte müßten wiederkehren. Die Forde- rungeii seien: Achtstundentag, Verbot der Frauenarbeit, Kin- berschutzbis zum 18. Jahre, obligatorische Verpflichtung zur schriftlichen Zlbfassung des Gedingevertrages. Bei Festsetzung des Gedinges sollten auch die Arbeiterausschüsse mitsprechen.
Der Krieg in Ostasien.
Von kriegerischen Ereignissen ist zurzeit so viel wie nichts zu melden. General Liniewitsch ist bestrebt, die rückwärtigen Verbindungen der russischen Armee gegen neue Umgehungsversuche der Japaner zu sichern. Diese sollen im Rücken der Russen ein starkes Korps von Tschrurtschirsen — man spricht von 60 000 Mann — unterhalten, die die Bahn bedrohen.
Kommandowechsel in der Mandschurei.
Inzwischen sind auch die bereits als bevorstehend angekündigten weiteren Veränderungen in den russischen hohen Kommandostellungen vollzogen worden. Aus Petersburg kommt die amtliche Nachricht, daß der Kommandierende der dritten Mandschureiarmee General der Kavallerie Baron Kaulbars das Kommando der zweiten Mandschureiarmee erhielt und durch General der Infanterie Batjanow ersetzt wird.
Keine Seeschlacht im indischen Ozean.
Die dem Gouverneur von der Insel Mauritius zugeschriebene Nachricht, daß ein Zusamnrenstoß zwischen dem russischen Geschwader und der japanischen Flotte im indischen Ozean stattgefunden habe, bestätigt sich nach Erkundigungen an unterrichteter Stelle nicht. Es kann auch mit Recht aus strategischen Rücksichten angenommen werden, daß bei der Verbreitung dieser Nachricht Täuschung vorgelegen hat.
Die Politik.
0 Der neue Minister des Innern v. Bethmann-Holfiveg hat begreiflicherweise darauf verzichten müssen, den Kaiser aus Der Mittel meerreife zu begleiten. Die Pflichten des Amts, in das _r sich hineinfinden muß, halten ihn in Berlin fest undTverden ihn wohl auch nicht so bald zu einem Urlaub kommen lassen. In der Oberpräsidentschaft hat er noch keinen Nachfolger. Wie wir erfahren, ist der jetzige- Ob?.r- Präsident von Schlesnng-Holstein, frühere Chef der Reichskanzlei in Wilmowski für die Oberpräsidentschaft von Brandenburg ausersehen. Die Entscheidung, die zugleich einen Nachfolgerfür Henrn v. Wilmowski in Schleswig zu be- stimmen hätte, wird vielleicht erst nach der Rückkehr des Kaisers von der Mittelmeerfahrt getroffen werden,
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C Das Schicksal der Kanalvorlage im Herrenhand gt nicht Wnz zweifelsfrei. Zwar für die unbedingte Ablehnung der Vorlage hat sich in der konservativen Fraktion des Herrenhauses keine Mehrheit gefunden; wohl aber ist eine Mehrheit der Frakfton zur Annahme eines Antrags bereit, der die Verwendung der für den Kanalbau bewilligten Gelder ^du abhängig macht, daß vorher vertragsmäßig die Zu- lässigkeit von Schiffahrtsabgaben auf dem Rhein festgestellt wird. Das wäre freilich nur eine andere Form der Ablehnung
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T Die französische Deputierremammer debattier! seit Beginn der Woche den Gesetzentwurf über die Trennung der Kirche vom Staat, der von nationalistischer Seite als ein Entwurf für die Zerstörung der Kirche durch den Staat bezeichnet wird. Ein liberaler Gegner des Entwurfs nannte ba§ Kultusbudget eine Schuld des Staates; das Kultusbudget dürfe nicht aufhören, so lange der Kultus bestehe; der Entwurf bedeute eine Gefährdung des sozialen Gebäudes. Von der anderen Seite wurde behauptet, daß der Klerus
Lb»««e»e»t»prei-: abgehslt monatlich 50 Pfa„ in^ Hrms gebracht 60 Pfg., durch die Poft bezogen vierteljährl.Mk. 1
GUâSbeilage« : Oberhesfifche ^amllienzeitnug (täglich) und die Gietzeuer Leifeublaseu (wöcheni licht.
Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags.
das Konkordat verletze und die Trennung notwendig mache. Habe der Klerus im Jahre 1789 drei Milliarden besessen, so seien diese durch das Kultusbudget seitdem reichlich zurück- gezahlt, so daß in dieser Hinsicht weder von einem Gläubiger noch von einem Schuldner die Rede sein könne. — Dasselbe Thema ist gleichzeitig vom Papst in einer Ansprache an das Kardinalskvlleginm erörtert worden. Nicht sowohl die Aufhebung des hundertjährigen Konkordats beklagt der Papst, als die Absicht der dauernden Trennung von Kirche imb Staat in Frankreich. Der Papst bedauert tief das Los des französischen Volkes, das er von ganzem Herzen liebt. Nicht nur die französischen Katholiken, für die die Verteidigung der Kirche eine heilige Sache sein muß, sondern auch alle Freunde des Friedens und der Ruhe im Staatsleben, haben die Pflicht, solches Unglück vom Vaterland abzuwehren.
ck' Die französische Negierung las# amtlich erklären, daß die vielbesprochenen Haussuchungen in Paris, die jüngst stattgefunden haben, nur der heimlichen Wettbureaus wegen vorgenommen worden seien und nicht wegen einer Verschwörung russischer Flüchtlinge. Das Dementi tritt zwar sehr bestimmt auf, wird aber gleichwohl nicht unbedingten Glauben finden.
Russland.
■ & Die Unruhen in Rußland gestalten sich immer bedrohlicher. Die Bauernbewegung in der Gegend von Tiflis nimmt allmählich die typische russische Gestalt an. Die Bauern gehen mit einer Art naiver Brutalität vor. Sie nehmen von dem Gutseigentum für sich in Anspruch, was sie für billig halten — und das ist nicht allzu wenig —, denken nicht an irgend eine Entschädigung der Besitzer, wählen sich Vertreter, denen sie Regierungsgewalt beimessen, und verüben Gewalttaten gegen die Behörden, zerstören die Anrts- sitze und legen Streitigkeiten bei, indem sie die Streit- objkte, Häuser, Mühlen usw., in Brand stecken. Staatsrat Wedenbaum, der die örtlichen Wirtschaftichen Verhältnisse kennt, ist „zur Klarstellung der Bedürfnisse der Bauern" ab.geschickt. Zu seinem Glück hat man ihm starkes militärisches Geleit gegeben. In Jalta, wo inzwischen Truppen eingetroffen sind, hat der Munizipalrat eine Art Miliz geschaffen, nachdem die Polizei sich unfähig gezeigt hat, Gut und Leben der Einwohner zu schüetzn. Einstweilen haben weder Miliz noch Militär des Aufstandes Herr werden ober die Brandstiftungen hindern können. In Jusowka hat die Russische Hüttengesellschaft ihre Werke auf unbestimmte Zeit geschlossen und 14 000 Arbeiter ab gelohnt und in die Heimat geschickt. Ob es sehr klug war, auf solche Weise Agitatoren der zu Gewalttätigkeit neigenden Unzuftiedenheit auf die Dörfer zu schicken, ist recht fraglich. — In Kiew haben 600 Hörer der Universität und des Polytechnischen Instituts die Bildung einer bewaffneten akademischen Legion beschlossen, die gegen die Regierung zum Kampf ziehen und sich mit den Proletariern vereinigen soll. — In Zarskoje Selo hat man dressierte Hunde aus Braunschweig verschrieben, aus der Züchterei des Polizeinspektors Bussenius. Sie sollen als Hof-Wachthiinde Verwendung finden. — Auch in den Ostseeprovinzen breitet sich die aufständische Bewegung derart aus, daß über Livland der kleine Belagerrlngszustand verhängt ist. Truppen besetzen das flache Land, in Dorpat und Riga sind Kosaken eingetroffen.
Türkei*
Wenn die Mazedonier sich regen, die Bulgaren und Griechen dort ihre Ansprüche durch Bandenbildung geltend zu machen suchen — weshalb sollte nicht auch Kreta eine Anf- standsbewegung haben. Die Kandioten haben sich mit Schieß- material versehen, die mohammedanische Bevölkerung flieht nach dem Innern der Insel, die Gendarmerie ist machtlos gegenüber den 2000 bewaffneten Insurgenten, die die griechische r^ahne gehißt und den Anschluß der Insel an Grie- chENland proklamiert haben. Selbstverständlich versprecke-i die Aufswndischen in einer Denkschrift an die Großmächte, M -Ne ! Ruhe und Ordnung aufrecht erhalten würden — Acehr kann man unmöglich von ihnen verlangen.'
Hu ft rillen«
^ Eme Deputation australischer Geschäftsleute hat bei dem Ministerpräsidenten der verbündeten australischen Kolonien, Herrn Reid, darüber Beschwerde geführt, daß die Teutschen den Handelsverkehr anderer Staatsangehörigen mit den Marschallinseln hinderten. Herr Reid soll erwidert haben, daß die englische Regierung deswegen bereits in Berliii vorstellig geworden sei, und daß Australien bei Ausbleiben eines Erfolgs Repressalien nehmen würde. — Nähere Nachrichten sind abzuwarten.
Üof und Gesellschaft
Die Kaiserin in Begleitung der Prinzen Eitel Friedrich und Oskar sind in Taormina angelangt und haben in dem von ihnen gemieteten Hotel Wohnung genommen. Die Jacht „Hohenzollern" ist nach Neapel zurückgekehrt. Die Kaiserin und ihre Söhne machten, von der Bevölkerung freudig begrüßt, Spaziergänge durch die Stadt und einen Ausflug nach dem malerisch gelegenen Giardini. Bei ihrer Ankunft wurde die hohe Frau vom Bürgermeister mit feierlicher Ansprache bewillkommnet, worauf die Kaiserin er-