Einzelbild herunterladen
 

Mt^ I, n M9

bc '" ^MU.,

^M«

" kWit wr..

W^ »2** er 1905 ? "^ihga. hm «iehtv.

übr

•»Sä

b dl- Laden sowie d ™ Tagen biè 10 m rsen: ’

eihnachten: 9. und 10 mber;

it: 30. Dezember, bet 1905.

rt Gicheu

Mag.

*05 angeorbnete Sperre ührung bei Wisch Md aufgehoben.

er 1905.

Sitht».

hnng.

ietben bet unserer W »uuerbiag und taut nd nachmittags M halten. Die Eiche ihre Zinsen in Eichel issen. Daè Beischmk e Einleger auch später >lgen, da am 1.Ä« n in den Büchern >«! den und verzinst weck, iblikams mit»«« bis gege» End '« , der Zudrang ein W , schnelle Beförde«

c 1905.

Wrkasie 6*

m W*

'*£5«^ ML»«" ^-$

= 0,9*' - 0,®, »0,1«' AesiO^

xW $ 1905. ^*

P'*Ä k"'° .e>l>«'"d Stre"ö Preis s ^ 2 Mk. P” ia-> L, !!>’"(< ^^'

Nr. 278

Zweites Blatt

Samstag den 25. November 1905

Vebaktion u. Haupterpeditton: Gieße», SelterSweg 88.

Aer«sprechM«fchl»ß Wt. 368.

I»ieeti»«SPreis, Die einspalttge PettrzeUe für ganz Ober* besten, die Kreise Wetzlar und Marburg 10 Pfg. sonst 15 Pfg. Reklamen die Petitzeile 39 resp. 40 Pfg.

reßener

14. Jahrgang

Ubo,«e»e«t»PretS: abgeyolt monatlich SO Psg., in's Hau» gebracht 60 Pfg., durch die Poft bezogen vierteljLhrl.Mk.L.50.

Vratisbellage« : Oberheffische ^amilie«zeitu«g (täglich) und die Oietze«er Eeife«blasc« (wöchentlich).

Das Blatt erscheint an alle« Werktagen nachmittag-'

Drache Dachrichten

schießener Gngevtatt)

Knakhänsige Hagesjertung

(Htetzcmer Zeitung)

für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetzlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung.

Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen, des vroßh. Polizeirnntes Gioßen und anderer Behörden von Oberhesst».

«W

D

Die empire-Mode.

(Von unserer ständigen Korrespondentin).

Die Wintermode steht in einem ganz neuen Zeichen, in dem des Empirestiles. Die Anregung zu der neuen Tracht flammt aus Paris. Zwei Ursachen können ihr zum Dasein verhalfen haben. Es ist möglich, daß die Idee deutscher Krauen, eine gesundheitsmäßige Bekleidung zu schaffen, die französischen Schneider angeregt hat, die Empiremode heraus- zubringen. Sie wollten zeigen, was aus dem Reformkleide, das sich bei uns so langsam fortentwickelt, zu machen ist. Wahrscheinlicher ist es aber, daß die Franzosen wieder ein­mal daran gegangen waren, mit einer neuen Mode die kulti­vierte Welt zu überraschen. Wie gewöhnlich durchblätterten sie zu diesem Zwecke die Geschichte und griffen dabei die Ideen auf, die einen Zusammenhang mit unserer Zeit haben. Neuerdings beschäftigt man sich wieder mit der Geschichte Napoleons, mit der des ersten und zweiten Kaiserreiches. Die Zeit, in der nach der französischen Revolution, nach den verschiedenen Regierungsformen in Frankreich endlich Napoleon zum Kaiser ausgerufen wurde, heißt die Empirezeit. Sie hat für die Sittengeschichte eine ebenso große Bedeutung als für die politische. Und die Mode hängt von den Sitten und Ideen einer Zeit ab. Als die Revolution das Wort Freiheit auf den Schild gehoben hatte, setzten die Frauen die Er­rungenschaften der neuen Zeit in die Praxis um in ihrer Kleidung. Sie wählten ein Kostüm in antiken Formen, und zwar Kleider, wie man sie in der römischen Republik trug. Lange herabfallende Toiletten aus feinsten durchsichtigen Ge­weben, die natürlich für das französische Klima garnicht paßten. Ein Modeblatt aus dem Fahre 1801 erzählt, daß die Frauen aussahen wie „gewebte Nebel in den Farben der Morgen­röte." Napoleon, der wieder das Zeremoniell des Hofes ein­führte und der natürlich auch die Tracht dadurch beeinflußte, war indirekt der Begründer einer neuen Mode. Die Damen wandten sich von der antiken Richtung ab. Wa^ sie dafür an die Stelle setzten, war nicht sehr erbaulich. Die schlichten Röcke mit hochschließender Taille, steifgefälteten Säumen und barocken Aermeln, dazu blumengeschmückte Kiepenhüte und niedrige Schuhe waren nicht geeignet, die weibliche Anmut zu heben. Das war die Empiretracht, die in diesem Winter ihre Auferstehung feiert. Mit dem Reformkleide hat sie eins ge­mein, nämlich daß sie ein Gewand gibt, eine Hülle aus einem Stück ohne Unterbrechung. Empire unterscheidet sich von dem Reformkleide dadurch, daß das erstere über einem Fischbeinmieder getragen wird, in der Taille anliegt und sich mehr der Prinzeßsorm nähert. Für schlanke Damen kann die Mode nur als sehr vorteilhaft bezeichnet werden. Man mag sic schön oder häßlich finden, eines muß man ihr lassen; sie gibt der weiblichen Bekleidung das wieder, was immer als

charakteristisches Dlerkmal béx Frauenkleides angesehen wurde, den graziösen Faltenwurf. Ihn erzielt man am leichtesten durch Ver­arbeitung von weichen, vielleicht auch glänzenden Stoffen. Darum ist feines, seidenglänzendes Tuch, weiche, leuchtende Seide und vor allem Seidensammet höchste Mode. Dazu gesellen sich Spitzen aller Art, vornehmlich aus Silber und Gold, die den Sattel der Taille bilden. Der Taille, die hochhinauf bis unter die Brust gerutscht ist, dienen breite Bänder aus Sammet und metallisch schimmernde Bänder zum Abschluß. Die Acrmel sind selbstverständlich kurz, puffig und lange Spitzen quellen daraus hervor. Wo es nur geht, bringt man bunte Knöpfe und wertvolle Schnallen an. Neben dem Em­pirekleide gilt auch der Empirerock, der unter dem Namen Miederrock auftritt, als modisch. Die Vorderbahnen werden im Zusammenhang mit dem Miederteil geschnitten. Dieses Mieder macht natürlich einen Gürtel überflüssig^ Zu einem solchen Rock wird eine Bluse getragen, reiä ^"^k'nbesatz.

^u... n.

Bier und Cabak.

(Von unserem parlamentarischen Mitarbeiter.)

Wo Holz gehauen wird, da fallen Späne, und wo Steuern neu eingeführt oder erhöht werden, da wird ge­schrien. Glücklicherweise hält oie Aufregung nicht allzulange an. Man gewöhnt sich schnell an neue Abgaben. Vielleicht weil man von ihrer Wirkung übertriebene Vorstellungen hatte und nun aufatmend sieht, daß man auch unter der Mehrbelastung den Atem nicht verliert. Sooft die Börsen- Stempelsteuer erhöht wurde oder neue besondere Börsen­abgaben zur Einführung kamen, sooft wohl klagte die Börse, daß ihr Geschäft nun völlig aufhören müsse, daß der Stempel den ganzen Ertrag verschlinge, und daß der Staat unklug handle, indem er die Henne schlachte, die ihm die goldenen Eier gelegt. Die Börse hat aber noch jede Steuererhöhung — deren es sehr stattliche gegeben — überstanden und ist unter Seufzen zu immer kräftigerer Blüte und zu stattlichen Gewinnen gelangt. Denn die Steuererträge gingen nicht zurück, im Gegenteil, sie wuchsen recht lebhaft, und man geht wobt N' U fehl, wenn man annimmt, daß die Börse in plötz­licher S euerbegeisterung Geschäfte einzig zu dem Zweck ge­macht habe, dem Reich einen möglichst hohen Steuerertrag zu- zusöhren. Etwas wird schon noch übrig geblieben sein. — Wie den Börsenleuten, so ist es auch andern ergangen. Welche Steuer immer erhöht wurde, die drohte nach der Versicherung der Betroffenen mit Verderben und Untergang. Wer das durch eine Reihe von Jahrzehnten beobachtet hat, der wird solchen Klagen gegenüber etwas skeptisch und hart. Der verheißene Untergang ist so oft ausgeblieben, daß man der er^-nten Verheissung schließlich mit völligem Unglauben

gegenuve^teht. Die deutsche Tabakindustrie ist zu ihrer jetzigen Blüte und Bedeutung auch unter mehrmaligen ^teuererhöhungen gelornmeu, die sie nach der Versicherung ihrer berufenen Vertreter eigentlich hätten unibringen miibcn.

IC-r habon sich eben geirrt. Dieser Irrtum

ist überaus erfreulich. Wir wollen auch denen, die ihn sagten und äußerten, keinen Vorwurf machen. 9iiir sollen sie nicht verlangen, daß wir ihren erneuten Ausführungen die sich ganz im alten Geleise bewegen, unbedingt und m zu Be­sinnen Anstimmen und folaen.

Die Verzollung ^ ^^^^li!m!^^.^^^h^^^,^ ist gar nicht .1 Frage. Wenn es angängig ist, die einzelne Zigarre mit ehiem Zoll von 10 Pfennig zu treffen, so wird niemand dagegen murren. Nicht einmal der verwöhnte Raucher selbst, dem es wirklich gleichgiltig ist, ob er für die Zigarre 1,50 M. oder 1,60 M. zahlen soll. Hat er sich doch im Verlauf von zwanzig Jahren eine Preisverdoppelung durch die Havaiu'e- Trusts müssen gefallen lassen. Da darf schon das Reich einer Mehrabgabe von 8 bis IO Prozent sich melden, c daß man gleich ein schiefes Gesicht zieht. Freilich, bic U< gangsraucher, die Havanna-Zigarren zu 25 bis 30 Pftumg das Stück rauchen, schneiden schlecht ab. Diese Zigarren können einen Zollzuschlag von 33Vs bis 40 Prozent vom Preis wirklich nicht vertragen. Aber gerade hier w..re eine so derbe Zollerhöhung von Segen.

Das Bier so 9 liefern. Auch da- genug seufzen be

■it’ 1)1 steil er von 40 Millionen Mark .ne Kleinigkeit, und die Brauer mögen ii Gedanken, wie sie die Steuer so ab-

wälzten, daß bnen neben dem ausgelegten Geld noch ein an- gemeffener Zi.schlag herauskommt. Daß der Konsum sich mindert und der Schnapsgenuß zunimnit, glauben wir nicht, nachdem diese Folge bei ähnlichen Anlässen auch nicht hervor- getreten ist. In Bayern trägt das Bier im Vergleich zur Brausteuergemeinschaft die vierfache Last und hat seine Kon­kurrenzfähigkeit doch nicht verloren, weder im Inland noch im Ausland. Immerhin: eine Freude ist die Steuererhöhung für die Beteiligten nicht. Wäre nicht die harte Notwendigkeit würde man keine neuen Steuern verlangen. Aber die Not­wendigkeit ist vorhanden, die Mittel müssen beschafft werden. Wer nicht eine andere Steuer anbieten kann — an­bieten nicht blos mit Worten — der \nf einen Steuer­vorschlag nicht zurückweisen, weil er lastend ist.

Lokales.

Gedenktafel für den 25. November.

1562. Dichter Lope be Vega *. — 1865. Afrikaforscher Barth t- — 1868. Großherzog Ernst Ludwig von Hessen *. — 1870. Kapitulation von Thionville. — 1885. König Alfons XII. von Spanien f. — 1900. Theolog Beyschlag f.

Christbescherung

der Kleinkinder - Bewahr - Anstalt.

Weihnachten naht heran, das Fest dec Liebe und der Freude, das Fest der Kinder. Schon am 3. Advent,

Sonntag, den 17. Dezember d. I.»

soll diesmal die Christbescherung für die Kinder unserer Anstalt stattfinden. Wir haben für 240 Kinder den Weihnachtstisch mit Gaben zu decken. Um dies auS- siihren zu können, wenden wir uns wieder an die Liebe und den wohlwollenden Sinn der Freunde unserer An­stalt und ihrer Kinder. Wir bitten uns Gaben an Kleidungsstücken, Stoffen und dergl. zuwenden zu wollen, besonders aber auch Geldgabe», die uns die gleich­mäßigste Bescherung für unsere Kleinen ermöglichen. Vine Liste zur Erhebung von Beiträgen wird nicht

Prrpiphf ^-den wir ein wirk- Ooponfip funktio- Li I Clulll Hch tadelloses, unter OdldllUC nierende« £«Sert«Christbaumgeläute Nr. 123 ^Ä nur M. 1.00 ‘“Ä"^0

Dieses Geläute ersetzt jegliche Spitze und ist dasselbe, weil es aus vielfarbigem Metall geliefert wird, ein wirk!. Prachtschmuck jeden Weihnachtsbaumes.

Sobald nun die Kerzen angezündet werden, setzt sich das Rad in Bewegung und die hieran befindlichen Perlen schlagen alsdann gegen die Glocken an und nun hört man ein feierliches Weihnachtsgeläute, welches Veranlassung zu einer richtigen Weihnachts­stimmung giebt. Fast in keinem Christbaum wird wohl ein solches feierliches Geläute fehlen. Da doch der Preis ein sehr geringer ist, decken Sie Ihren Bedarf in eigener Interesse jetzt schon, da im vorigen Jahre tausende nicht geliefert werden konnten wegen zu starker Nachfrage. Auch wenn dieses Instrument auf den Ofen gestellt wird entsteht ein harmonisches Glockengeläute. (Gebrauchsanweisung liegt jedem Geläute bei.)

19

herumgegeben.

Vielmehr bitten wir, die uns zugedachten Gaben »echt bald an eine der nachbenannten Vorstandsdamen gelangen zu lassen:

Frau Professor Drews, Seltersweg 87; Frau Rechtsanwalt Grünewald, Liebigstraße 21; Frau Johanna Haas, Ostanlage 31; Frau RechnunqSrat Kalbfleisch, Ludwigstraße 7; Frau Professor Leist, Moltkestraße 32; Frau Kirchenrat Naumann, Sud- 1 „laae 8; Frau Luise Ottens, Bismarckstraße 11; |rau Lina Schmall, Ostanlage 36; Frau August Schwan, Seltersweg 64. _ _____

Auch die Schwestern unserer Anstalt sind bereit Gaben anzunehmen; man wolle freundlichst beachten daß dies die Kleinkinderschul - Schwestern find, wohnend

Haupt-Katalag, mit ca. 4OOO Artikeln, versenden wir gratis und franco. Selbiger enthält Neuheiten in Christbaumschmuck, Spiel-, Musik-, Gold-, Silber-, Nickeln, Leder- und Stahlwaren, Uhren, Waffen, Munition etc.

Gebrüder Bell, Grafrath C. bei Solingen,

----------- Fabrik-Versandgeschäft. ■

Th. Budde & Co*

(Siegen, Selterswes 9 empfehlen ihre bewährten Qualitäten in Regenschirmen für Damen, Herren und Kinder zu bekannt billigen Preisen.

•m«^ Stets das Neueste ! ■., ■■

Diezstraße 15.

Gießen, den 11. November 1905.

Der Vorstand der Kleinkinder Bewahraustatt.

Dr. Naumann.

SCHoKolflDE KAKAO