V Schuhmachermtisttr Ludwig Wie dmey er und Frau zu Gießen stiern am 2. Werhnachtcseieriaz ihre ^ll^*tt^0^ lieb; Weihuachtsseft wieder einmal herangekommen. Freilich recht weihnachtlich steht es draußen nicht aus: keine weiche, we'ße Schneedecke, die in sanften 2inten Wuld und Flur einhüllt, kein glitzerndes Ei-, das Flüss: und Seen überspannt und kein munteres «chutten- ae'äate in den Straßen. Aber drinnen, da bereits sich etwas Geheimes, da redet alles vom Ehr.stkmd Dchon wenn wir die Tür öffnen, bringt uns der würzige Hunnen- duft entgegen, der U/S sagt, daß Weihnachten ist, und glücklich, wer schenken und empfangen darf. Und die Armen, jene vom Leben so stiefmütterlich Bedachten? Auch an sie ist ge- dacht. Am 1 Feiertag-, abends 8 Uhr, veranstalte der Gießener Zitherklub in der Turnhalle eme Chr.st- beschwerung jür arme Kinder. Es sind sehr zweckentsprechende Sachen ausgewählt, sodaß die Kinderaugen glänzen werden.
— Aber auch andere Vereine geben in den Weihnachtètagen
Festlichkeiten. . .
Die Contentia veranstalttt am 1. Feiertag im „Neuen Saalbau" ein hübsches Arrangement, zu der ein ausgezeichnetes Programm ausgestellt ist.
Der Turnverein Gießen von 1846 hat für seine Weihnachtsfeier den 2. Festtag auègeuählt. Vorgesehen sind Konzert, Theater, Gesangsvorträze, Verlesung und Ball.
^ Wieseck, 22. Dezember. In der Zigarrenfabrik I. B. Noll dahier brach Heote Nachmittag in den Arbeitsräumen Feuer aus, welches, ohne größeren Schaden verursacht zu haben, gelöscht werden konnte. Ein Lehrling hatte dem Ofen Tabak zu nahe gebracht, welcher durch die Hitze in Brand geriet. — Derjenige, welcher am Montag in Gießen einen hiesigen Burschen überfallen und beraubt hatte, wurde in Gießen verhaftet. Es ist dies der Arbeiter Georg Kalabsch aus Langenstein, welcher die Tat bereits eingestanden hat.
* Lollar. Der am 3. Dezember im OrtSgewerbe- Verein dahier stattgehabte Vortrag des Herrn Dr. E. Wittich aus Darmstadt über: „Geologische Verhältnisse der Umgebung von Lollar" war von etwa 100 Personen besucht. Nach einigen einleitenden Worten deS Vorsitzenden erörterte
Die Akten sind geschlossen
über den Bohnenkaffee, — die Wissenschaft hat gesprochen!
Die gleiche Wissenschaft hat auch über Kathreiners^Malzkaffee geurteilt. — Sie spendet ihm uneingeschränktes und einstimmiges Lob wegen seiner vollkommenen Unschädlichkeit und vor allem wegen seines charakteristischen würzigen Kaffee-Geschmacks, den Kathreiners Malzkaffee allein — dank einem besonderen Fabrikations-Verfahren —Jöor sämtlichen anderen Malzkaffees und sonstigen Ersatz-Getränken voraushat.
Hier ist der Beweis: —
v. Pettenkofer — „ . . ., daß Kathreiners Malzkaffee frei von schädlichen Substanzen ist urb durch seinen kaffee- ähnlichen Wohlgeschmack, seine appetitliche Außenseite und seine für ßden Käufer sofort erkennbare Reinheit alle anderen Kaffee-Surro- gate wesentlich überragt."
Virchow: — „Aus Gesundheitsrücksichten verhindert, Bohnenkaffee au trinken, verspüre ich nach dem Genuß von Kathrriner» Malzkaffee keinerlei Fo'ge - Erscheinungen, wie sie der Bohnenkaffee zeigt....... Der Geschmack dieses MalzkaffeeS ist ein so guter und reiner, daß er mit Genuß für sich getrunken werden kann."
Prof vr Perfichetti,Rom „Kathreiners Malzkaffee ist eines Arzt des kgl. Hauses und Leibarzt feer besten Ersatzmittel für Kaffee, Ihrer Majestät der Königin-Mut ter. . , „ , , , . , ^ . „ speziell für leicht erregbareNatm en."
Das entscheidende Schlußwort. XXXvttT“ kaffee allein zum vollwertigen Ersatz für Bohnenkaffee befähigen, nur der echte Kathreiners Malzkaffee besitzt, und nur dieser allein, so kommt natürlich alles darauf an, daß man beim Einkäufe auch wirklich den echten „Kathreiner" erhält. Man laffe sich also durch Anpreisungen aller möglichen anderen „Malzkaffees" nicht täuschen und irreführen, sondern
merke — _sich — ganz — genau:
Der echte Kathreiners Malzkaffee wird nur in festverschlossenen Paketen verkauft, welche das Bild und die Namensnnterschrift des Pfarrer Kneipp als Schutzmarke führen. Wer also jetzt im Dienste seiner Gesundheit dem großen Zuge der Zeit folgen will, der mache Kathreiners Malzkaffee zu seinem räglichen Getränk und beginne damit sogleich.
der Vortragende jueift die geologischen V-rha tn>ss> der Umgegend von Lollar im allgemeinen. Von b-sonderer q-olowscher B deutu^g für diese Landschaft ist der Umstand, daß hier die Ausläufer des Taunus unv des Westerwaldes zusammentrifi-n mt dem Bundsandsteft Plateau der Laha- berge und den Basaltbergen des Vagelèbergks. ^ie älteren Formationen, Devon, Culm und Rotliegendes bilden die Höh-n im Norden und Westen von Lollar; die Schichten des Culm (älteres St-inkohlengebirge) erheben sich bis zu etwa 500 m. Ein tiefes Verwersunastal, das in nordsüd ■ licher Richtung von der Lahn durchsiosfen wird, bildet un- g-sähr die östliche Grenze jener beiden Formationen. Auch östlich dieser Linie, also aus der linken Lahnseite, liegen noch einige stark zertrümmerte Schollen von Culm und Rot- liegendem. Es liegt hier demnach eine Art von Gräben- versenkung vor, bei der der östlich« Horst erheblich geringere Ausdehnung hat und selbst in t.eseres Niveau gesunken ist. Kurz behandelt wurde dann der Buntsandstein, der im Nord- osten von Lollar sich ausbreitet. Unmittelbar am Bahnhof Mainzlar wurde er von der Bahnlinie angeschnitten. Im Osten und Süden von Lollar tritt als wichtigste Formation das jüngere Tertiär auf mit feinen Basalten und Braunkohlen. Zuweilen sind ausgedehnte Partien des Tertiär- sandes zu festen Quarzblöcken verkieselt. Heiße Quellen, die im Gefolge der vulkanischen Eischeinungen auftraten, haben die zur Quarzbildung nötige Kieselsäure geliefert. Ueber den Sanden oder Quarziten triff.-n wir die bekannten Basalt- kegel von Staufenberg, Gleiberg, Lollarer Kopf u. o. oder die ausgedehnten Basaltdecken, oft mehrere übereinander, deren Ursprung weiter im Osten, im Vogelsberg zu suchen ist. Die für Basalte charakteristische säulenförmige Absonderung zeigt sich am schönsten am Stausenberg, weniger regelmäßig am Lollarer Kopf. Ueber jenen Basalten breiten sich außer Tuffen oft ausgedehnte Lugen einer jüngeren Basaltgeneration aus; zu diesen Basaltdecken gehören die bekannten Londorfer Lungsteine.
(Gewerbeblatt für das Großherzogtum Hessen )
△ Friedberg, 20. Dez. Der Wetterauer Geflügelzuchtverein wird im Mai n. Js. in Klein-Karben eine Geflügel- und B»g«l Ausstellung abhalten.
△ Alsfeld, 21. Dez. Die neuerbaute Synagoge wird nächste Woche eingeweiht.
Professor Dr. Hueppe : „.....diese Nachteile sind ÄÄÄÄ »« «ft" Mal« in K°,hâ-rs Malzkaffee beseitigt. . . Vor allem fehlt jede nachteilige Wirkung auf die Verdauung, so daß daS Präparat ganz besonders statt des in vielen Fällen nur schädlichen Bohnenkaffees bei Kindern, ^Bleichsüchtigen, Mädchen u. schwächlichen Frauen zu cmvfehlen ist, welch letztere beiden Klassen so sehr zum Mißbrauch von Kaffee neigen."
Prof Dr. E«t-«b«r-: — „Meine Meinung über Kathrein- »rhrimer «rdiziaalrat. ^ Malzkaffee geht dahin, daß dieser eiaS der besten — vielleicht daS beste — der zurzeit gebräuchlichen, mir bekannten Kaffee-Ersatzmittel darstellt."
Prof. Dr. Buchner: — f— Die Frau, IXI5 -. 308.) vormals Direktor M Hygienisch n
der Umverstickt «stacht». „^ Einführung u. Verbreitung von Kathreiners Malzkaffee mutz vom hygienischen Standpunkt auS f als ein Verdienst betrachtet werden."
X Franlfurt, 22. Dezember. Die BerzweiflängS» iiMilß tat Wendlanvrs, Der eme ganze Familie zum Opfer fiel, |I()UV
st,ab
ruft überall das tiefste M tgefühl hervor. Welche Seelenkämpfe mögen diese unglücklich n Menschen g käopft haben, ehe sie zu dem grausigen Entschlüsse sich durchgerungen!. Welche Liebe muß die Familienglieder umschlungen haben, sich so im Leben und Tod zu verbinden! Zvor ist Wendlandt schuldig — schuldig nich dem Gesetze, aber es gibt nicht ollkiu eine Schuld, Die stürzt, es gibt auch eine Schuld, bie erhebt, es gibt eine Tragik. So steht denn reine menschliche Teilnahme erschüttert an der Bahre dieser Unglücklichen. Der Kirche gereicht es nur zuc Ehre, ta§ sie ihre Mitwirkung bei dec Bestattung nicht veisagt. Die Beerdigung findet am Sonntag statt. Ein Darmstädter Pfarrer, dec die Kinder konfirmiert hat, wird die kirchlichen Handlungen
2. * *
vornehmen.
Neueste Nachrichten.
CB. Berlin, 23. Dez. (Pcivattelegramm.) Urteil im Sprenröerger Prozeß. Slationrassift-nt Stüllgy; erhielt 1 Jahr 4 Monat« und Wüchrnstrller SHoedt
1 Monat Gejäagnir. Wüch-nst-ll-r W id-mana wurde freigkjprochen.
StandeSamt-Rachrichte« der Stadt Gießen.
Geborene.
Am 10. Dezember. Dem Fuhrmann Ludwig Becker 9. ein Sohn, Ludwig Heinrich Pgil pp; 13. Küfer August Klkmmraih ein Sohn; 14. Lehrer Christian Albach ein Sohn; Bäcker Ludwig Kconeberg eine Tochter, Anna; 15. Schutzmann Georg Stock ein Sohn, Arthur Nikolaus Emil; 16 Bergmann Wilhelm Schäfer ein Sohn; Tag- löhner Emil Hertrich ein Sohn, Otto; 17. Bierbrauer Johann Michael Sagert ein Sohn; Majchinenputzer Konrad Hedlrich ein Sohn, Karl; Viehhändler und Metzger Ernst Fleck ein Sohn, Walter; 18 Studenten und Kandidaten der Medizin Wilhelm Emil Goetz du Sohn, Karl Wilhelm, Adolf; Heilgehilfen und Masseur Louis Krotz ein Soho, Ludwig; 20 Straßenkehrer August Schaumburg eine Tochter, Minna; Bearbeiter Heinrich Borig eine Tochter, Sophie.
Aufgebote.
Am 17. Dezember. Ludwig Michel, Taglöhner in Wieseck mit Elisabethe Kehr dahier.
Eheschließungen.
Am 16. Dezember. Konrad Hederich, Taglöhner mit Marie Güde hierselbft. Hermann Grob, Brauet dahier mit Helene Größer hiersibst. 19. Johannes Menger, Steiger dahier mit Friederike Karoline Schleich, geb. Jüngst hierselbft. 21. Karl Haas, Bäckermeister dahier mit Minna Weise hierselbft. Salomon, gen. Sally Joseph, Kaufmann dahier mit Jenny Joseph hierselbft.
Gestorbene.
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Am 15. Dezember. Kurt Arthur Ewald Arnold. 2 Jahre alt, Sohn des Taglöhmrs Karl Friedrich Arnold dahier. 16. Karola Helene Tceppmger, 1 Jahr alt, Sohn des Kutschers August Treppinger dahier. 17. Theodor Dopper, 4 Jahre alt, Sohn deS Bremsers Balthaser Dapper dahrer. 13. Elisabeth May, 79 Jahre alt, Wäscherin dahier. 20. Heinrich Haun, 37 Jahre alt, Gärtner dahier.
Kirchliche Rachrichte» für Grünberg.
Am 4. Sonntag des AdoentS (24 Dez ) predigt:
1. vormittags: Pfarrer Schmidt.
Text: Joh. 1, 15-18. Lied Nr. 26.
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2. nachmittag-: Dekan Wagner.
Text: 1. Johs. 1, 1-4. Lied Nr. 21.
Im Anschluß an den Gottesdienst Beichte für am 1. Christtag zu feiernde heilige Abendmahl.
Liturgischer WeihnachtSgotteSdienst in der Stadttirche abends 7 Uhr.
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Am 1. Heil. Christtag (25. Dez.) predigt:
1. vormittags: Dekan Wagaer.
T xt: 1. JohS. 3, 1—5. Lied Nr. 45.
Feier des Heil. Abendmahls.
2. nachmittags: Pfarrer Schmidt.
Dxt: Joh. 1, 4—5. Lied Nc. 42.
Christfeier der Kleinkinderschule in der Stadttirche nachm. 4 Uhr. Kollekte für die Kleinkinderschule.
Am 2. Heil. Christtag (26. Dez) predigt:
1. vormittags: Pfarrer Schmidt.
T xt: Joh 1, 1-14 Lied Nr. 39.
2. nachmittag l1/» Uhr: Dekan Wagner.
T xi: Htbc. I, 1—6. L ed Nr. 37.
Beichte, Gottesdienst und Feier des heil. Abendmahls in Stavgenrod vormittags 9 Uhr.
Gottesdienst in Lumda nachm. l1^ Uhr.
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Gocau^r HUiHe W ttcrun, in Hrsier für Sonntag, den 24 D zember. Zeitweise aufheiternd, doch vielfach nebelig; wenig kälter.
(Näheres durch die Gießener Wetterkarte.) ;
Verantwortlich: für bie Politik und den Inseratenteil Albin Klein; für den übrigen Inhalt: Georg Horn, beide in Gießen.
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Abends 8’.
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Seifenpulver
L das Allerbeste für die Wäsche