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Nr. 197 ____________________

IusertiosSpreiS r Die einspalttge Petitzeile für ganz Ober- beven. die Kreise Wetzlar uno Marburg 10 Pfg. sonst 15 Pfg-

Reklamen die Peluzeile 30 resp. 40 Pfg-

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Redaklion u. Haupte pedition: Gießen, SelterSweg 83.

Ferusprechanschluft Nr. 362.

tlbonecmtntdprrio: ^ehmt „n.nat.mi .«’ br. in’# H»»S «cbindit 60 «Pfg., bind) He BoN beiopen viertel jahrl. Mk l.oü. Gratisbeilagen : Oberhessische JamiUenzcttnnq (tâg ich) und die Gießener Teifendl^sc« (wöcbenUich)

Tae- Vlart crid cu t an ollen Werktagen nachmittag*.

für Oberhesim und die Kreise Marburg und Wetzlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen, des Grohh. Polizeiamtes Gießen »>>d »»derer Behörden von Ober: eiw».

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Arbeitgeber und Arbeitnehmer.

So mancher Arbeitgeber hat mit aufrichtigem Eifer an der ihm überlieferten und allein geläufigen Anschauung fest- gcbalten, daß die Arbeiter, denen er Beschäftigung gebe, „seine" Arbeiter seien, an deren Wohlergehen er herzlscheu Anteil nehme, mit denen er nicht bloß in einem nüchternen geschäftlichen Vcrtragsverbältnis stehe. Die wirtschaftliche Ausgestaltung, die auf keinem Gebiet sich aufhalten ließ, nicht zuletzt die immer weiter greifende Form der Aktien- gcfeUfchaft, hob das alte persönliche, gewissermaßen patri­archalische Verhältnis zwischen Arbeitgeber und Arbeiter auf, brachte an ihre Stelle unpersönliche und darum notwendig kalte Beziehungen, bei denen weder ans der einen noch aus der auderen Seite von Rücksichten viel die Rede sein konnte.

Immerhin blieb bei vielen Arbeitgebern die Anschauung bestehen, daß sie immer nur mif ihren eigenen Arbeitern zu tun hätten, wenn es sich daum handelte, den Arbeitslohn ober die sonstigen Arbeitsbedingungen zu regeln. Mi: ihren Arbeitern wollten diese Arbeitgeber gern Verstände jung in gemeinsamer Beratung suchen, wobei den Arbeitern freigestellt sein sollte, sich durch einen von ihnen gewählten Ausschuß vertreten 311 lassen. Dagegen wollte ihnen die Forderung in keiner Weise als berechtigt einleuchten, dap bei solchen Verhandlungen für ihre Arbeiter auch Per­sonen sollten mitsprechen dürfen, zu denen sie in gar keinen direkten Beziehungen standen. Dieses Ansinnen ivicfen sie als völlig unangemessen, als ihr Haus- und Besitzrecht beein­trächtigend und verletzend zurück. Was hätte der Außen­stehende, der ihr Arbeiter nicht war noch werden sollte ober wollte, der vielleicht überhaupt nicht mehr aktiver Arbeiter war, sondern nur in der Arbeiterorganisation eine Stelle bekleidete, nachdem er sich vorher agitatorisch hervorgetan hatte, in seine Lohn- und Arbeitsbedingungen dreinzureden? Das waren Dinge, die den Außenstehenden nichts angingen. die nur zwischen ihm selbst und seinen Arbeitern abzumachen waren.

Diese Anschauungsweise ivar durchaus nicht der Ausfluß arbeiterunfreundlicher Gesinnung. Die humansten und wohlwollendsten Arbeitgeber haben sie gehegt und hartnäckig festgehalten, gerade weil sie den Beziehungen zu ihren Ar­beitern nicht das Persönliche, Warmherzige genommen wissen wollten, weil es ihnen widerstreble, das rein mensch­liche Gefühl aus dem wirtschaftlichen Verkehr mit den Ar^ beitern auszuschalten, überall die Macht und nur die Mach! entscheiden zu lassen. Daraus sprach ganz gewiß kein eigen süchtiges Interesse, denn die tatsächliche Ueberlegenheit war immer auf ihrer Seite. Doch die Arbeiter selbst sahen die Dinge einmal anders an. Die Arbeiter wollten die persöin lieben Beziehungen nicht gelten lassen, von denen sie, mit Recht oder Unrecht, annahmen, daß sie ihnen am letzten Ende hinderlich seien, das zu erreichen, was sie ihr Recht nann­ten, und was sie durch kein Wohlwollen sich ersetzen lassen mochten, selbst wenn das Wohlwollen weiter ging, als ihr wirkliches ober vermeintliches Recht. Die Arbeiter schlossen sich zusammen, nicht in einzelnen Fabriken, sondern in gan­zen Gewerken, nicht örtlich, sondern über das ganze Reich und ihre Gewerkschaftsvertreter ' Alten in al! m Lohn- un- sonstigen wirtschaftlichen Streitigkeiten ihr ' Fit sprecher und Wortführer sein.

Der Widerstand gegen diese Forderung würde auf feiten der Arbeitgeber vielleicht noch hartnäckiger gewesen sein, als er sich tatsächlich gezeigt hat. wenn nicht die wirtschaftlich. Entwickelung selbst die Entscheidung des Streits in die Hand genommen hätte. Vielfach waren die Arbeitgeber zu großen teilweise nationalen, manchmal sogar internationalen Ver­bänden zusammengetreten, die durch freiwillige Verein- bamngen bestimmte Preise für ihre Produkte feilschten ober sestzusetzen suchten, die Produktion unter' sich verteilten, den Wettbewerb regelten, die Erteilung v^n Zuschlägen bei Be­werbungen in eine vorgeschriebene Reihe brachten, und was dergleichen mehr ist. Daß solche Vereinbarungen auch auf die Lohnverhältnisse unter Umständen recht tiefgreifenden Einfluß au&übcn, ist nicht zu verkennen Hier hatten also Arbeitgeber bei der Bestimmung von Löhnen für die Ar­beiter anderer m i t geredet, und nicht bloß mit geredet, sondern mitbestimmt. Es konnte vorkommen und ist sicher vorgekommen, daß eine solche Lohnfestsetzung in einer Fabrik gegen die Stimme des Fabrikl>eüpcrs stattfand. Die Ar- beitgeberverbände haben sich w-m?r mederholt genötigt ge­sehen, bei eintretenden Streiks ihre J-Aung gegenüber den Lohnforderungen der Streifenben zu vereinbaren. Sogar zu Aussperrungen haben ^bcitgclH'rhrrhânbe gegriffen, wenn die Durchführung eines mirtfdKiftItd)cn Streits es verlangte.

Damit war der Standpunkt, ixiß öer Arbeitgeber immer nur mit seinen Arbitern zu verhandeln habe, tatsächlich und rechtlich verlassen, und es ist nur folgerichtig, wenn jetzt die „£eutfd}e Arbeitgeberzeitung' dafür ein tritt daß man nicht ferner auf die Weigerung her bar re, mit den Ar­beiterorganisationen zu verhandeln Selbstvei'ständlich wird die Arbeitgeberschaft selbst sich desto fester organisieren. Aber immerhin ist einstweilen ein Streitpunkt weggeräumt, der gerade die Besten am meisten zu erregen und zu extremer Haltung zu bestimmen geeignet war

Mittwoch, den 23. August 1905.

Qlird der Krieg fortgesetzt?

Die Krisis in den Friedensver Handlungen.

Prophezeien auf Jahre hinaus — dazu gehört bloß Be­geisterung, aber auf einen Tag prophezeien -- dazu gehört außerdem Wagehalsigkeit. Ju dem Augenblick, da wir schrei­ben, sind die Friedeusverhaudlungen in Nenmastle vielleicht schon abgebrochen, und wir sollen es unternehmen, ohne Kenntnis des Gegeutvärtigen das vorauszusagen, was sein wird. Und wir wagen es auf die Gefahr hin, daß die Tat- fachen uns unrecht geben. Wir glauben nickt, daß es sofort zum Abbruch der Friedensverhandlungen kommt. Dazu hat sich Präsident Roosevelt, auf den beide Parteien Rücksicht zu nehmen haben, zu sehr engagiert. Gar nicht auf ihn hören, hieße ihn beleidigen. Selbst wenn Russen und Ja­paner im lieben Gemüt fest entschlossen wären, auf die Ge- fahr der Fortsetzung des Krieges hin und der Infragestellung aller bisherigen Siege auf der einen Seite, auf die Gefahr vollständigen erneuten Zusammenbruchs hin auf der anderen Seite, nicht um ein Titelchen nachzugeben, so müßten sie doch auf das dringliche Zureden Roosevelts die Erneuerung der Verhandlungen versuchen. Dieser Versuch würde immerhin einige Tage in Anspruch nehmen. Wir glauben eben auch gar nicht, daß Russen und Japaner gar so kriegswütig sind, daß sie nicht bereit ßnd, 'die eine oder an bare Konzession zu machen. Sie haben beide nach kaufmännischem Brauch — der sich hierin mit dem diplomatischen deckt — ein gut Stück vorgeschlagen und sofern und barmen über Forderungen und Anerbietungen. Es geht dabei zu wie beim Kuhhandel. Der Offerent, der scheinbar erzürnt davongerannt ist, kommt zögernden Schrittes mit einem kleinen Mehrangebot zurück, und der Verkäufer, der sich gleichgültig stellt, brennt darauf, feine Ware gegen eine geringe Erhöhung der vorigen Offerte loszu sch lagen. Die Japaner fdtfvÖrcn Stein und Vein, sie tonnten es nickt billiger tun, sie dürften sich sonst nicht in Tokio sehen lassen. Und die Russen versichern, daß sie sich weder zu Landabtretungen noch zur Kosteneutschädigung je entschließen würden, da sie nicht einmal Napoleon Geld ge­geben hätten, der doch Moskau eingenommen hatte, lieben btc$ der ichere General .Kuropatkin in Uebereinstimmung mit den übrigen Generalen, daß er die Japaner ganz gewiß schlagen werde. Im schlimmsten Fall könne die russische Armee sich bis Irkutsk Zurückziehen, und die Ja Paner sollten zusehen, ob sie soweit nachrücken könnten. Das ist auf beiden Seiten mächtig aufgeschnitten! Die Ja­paner wissen recht gut, daß ihr Volk mit dem Sieg zufrieden ist und mit der Erlangung von Korea und mit dem Kosten- ersatz, den China dafür zahlen kann, daß ihm die Man­dschurei wiedergegeben wird. Und die Russen sind mit ihrer Geschichte vertraut genug, um damit bekannt zu sein, daß Napoleon wohl im Kreml zu Moskau gesessen, dann aber seine ganze große Armee verlorn hat. Den Siegesver­sprechungen ihrer Generale glauben sie selbst nicht; denn an solchen Versprechungen hat es in den letzten anderthalb Jahren nie gefehlt, unb noch keine ist eingelöst worden. Herr Witte ist ein kluger Unterhändler, und die um Baron Ko- mura sind nicht minber verschlagen. Sie reißen und beißen sich um die Knochen, aber die Verständigung haben sie im Auge. Die Japaner werden es billiger tun, und die Russen werden mehr aufwenden.

Minister Witte betonte abermals in einem Interview, er könne nicht sagen, daß jede Hoffnung geschwuriden sei, aber die Aussicht auf Frieden scheine ihm so gering, daß er sie gleich Null betrachte. Er bcmcnficrtc ferner daß Präsi­dent Roosevelt ein Schiedsgericht oder den Rückkauf von Sachalin vorgeschlagen habe.

In Washington gibt man der Meinung Ausdruck baf E Friedensverhandlungen scheitern würden, falls Ruß. land sich nicht zu einer Kriegsentschädigung verstände.

politische Rundschau

Deutsches Reich»

an

Die Übermittelung der deutschen Antwortnote an Frankreich in der Marotkofrage soll heute erfolgen. Man nimmt an, daß Frankreich und Deutschland jetzt in allen Punkten übereinstimmen.

* Einen interessanten Beitrag zu dem Stand der Be­ziehungen zwischen Deutschland und England liefert der Be­richt der Birminghamer Deputation, die kürzlich in Deutsch­land weilte, um die Wohnungsfrage zu studieren. Die Kom Mission erklärt, sie habe in Deutschland keine Spur von Haß gegen England gefunb :n. Dazu buuerkt das Blatt „Daily News", in beiden Ländern seien es nur die inter­nationalen Unheilstifter und Sensakionsblätter, die ver­hetzend wirkten.

* Für den Empfang des englischen Ostsee-Geschwaderc haben die städtischen Behörden von Swine münde ein stimmig einen Betrag von 3000 Mark bewilligt. Die vor Swinemünde aus verbreitete Meldung, daß ein Beschluß des Magistrats gefaßt worden sei, jede Ausgabe für drefer |

____14. Jahrgang

JA '"A "w Munden bezeichnet. Er fiiit> gefaßt worden ,tU"a acikl“' "^ Beschlüsse

<wJr nm-niis.®^ Dentsch-Ostafrika stellte ba? in «Hel lllunyonurende erste Seebataillon die Cniücirc Haupt- ö^Vbo^ 'Oberleutnant Stieler v. Hcpdctamp und den Leutnant Engelbrecht Das in Wil- &*" garmsonierende zweite Seebataillon stellte Min. » Stengel unb Leutnant K Milewski Eine Ma- schmengewchrabteilttng mit vier Geschübeu. sowie Sanität?- und ZahlmeisterMsonal begleiten die Erudition Die "In- h^rm- Jalung die als Marine Aetbfomvagnie b. Schlichting bezeichnet wird, an der ostasrikanischen Hüfte mirb gegen ben 10. September envartet. Die IGO Mann bcâ Expeditionskorps meldeten sich auf einen Aufruf hin freiwillig. Sie gehören sämtlich dem Jal^gang 1901 an Nach einem Telegramm aus Lindi ließ der Kreuzer „Bussard" dort ben Leutnant zur See Wernecke mit einem Detachement von 12 Mann und einem Maschinengewehr zurück. Der Kreuzer ist gestern früh nach Mikindani gegangen unb hat Dort ein Detachement, bestehend ans einem Maschinisten und 8 Mann nebst einem Maschinengewehr, zurückgelassen. Gestern abend ging der „Bussard" nach Kilwa Kiwinje. Jni Bezirk' Lindi und Mikindani sinb keine Unruhen ausgebrochen.

- Die Gesamtzahl der Truppen, die in Siidwestafrika gir seit Verwendung finden oder auf dem Wege dorthin find, bleibt nach neuesten Feststellungen um dreihundertfiinfzig Mann hinter dem Sollstand zurück. Eine Verletzung des Budgetrechts des Reichstages hat demgemäß nicht slatigc^ funden. — Von mehreren Seiten wird behauptet, es würde au einer Vorlage für die Schaffung eines K 0 l 0 n l a l - Heeres gearbeitet.

* Der in Straßburg i. E. tagende Deutsche Katholiken­tag sandte au den Papst unb ben Kaiser Huldigungs-Tele­gramm ab. Der Kaiser ließ durch ein Telegramm an den Präsidenten des Katholikentages danken. Der Papst hatte seinen Segen gespendet. In der ersten geschlossenen General- Versammlung mürbe die Pap st frage behandelt und ein An­trag angenommen, der die volle Freiheit für den Papit verlangt und zu reichlicher Unterstützung des Peterpfennigs auffordert. In der ersten öffentlichen Versammlung sprach Abg. Gröbep über die Quellen und Segnungen des religiö­sen Lebens, in dem er sich auch gegen die Ehescheidungen und gegen die Frauen-Emanzipation wandte. Prälat Er­hardt-Straßburg behandelte die Bedeutung des Papsttruns für Religion und Kultur.

Norwegern

** Die norwegische Regierung hielt eine Konferenz in der Unionöfrage ab. Die Regierung machte sich dahin schlüssig, man müsse auf die Anfrage der schwedischen Regierung ent­gegenkommend antworten, indem man Schweden ersuche, die Aufhebung der Reichsakte anjunehmcn und durch Verhand­lungen zu einer ersprießlichen Lösung der Unionsfrage mit-

zuwirken.

Frankreich.

** Der französische Gesandte Taitlaudier hat in Marokko eine Note überreicht, in der die Freilassung des gefangen genommenen algerischen Hauptnianys, die Bestrafung deS schuldigen Kaids, sowie die Zahlung einer Entschädigung von 2000 Dollars und von noch 100 Dollars für jeden wei­teren Tag der Verhaftung gefordert wird. Man will wissen, daß die französische Regierung, falls nicht sofortige Befriedi­gung gewährt wird, eine bedeutsame Demonstration machen wird, die entweder in der Besetzung eines Punktes an der algerischen Grenze oder in einer Flottendcmonstration vor einem marokkanischen Hafen bestehen soll. Die diplomatischen Kreise sind überzeugt, daß der Sultan sogleich Befriedigung versprechen wird. Minister Rouvier hat den Signatar- Mächten des Madrider Vertrages Mitteilung von diesem Vorgehen gemacht.

** Für die bevorstehende Präsidentenwahl ordnete die Regierung die Instandsetzung des Palastes in Versailles an, in dem am 18. Januar 1906 der Rott0nalkongreß den neuen Präsidenten wählen wird.

Russland»

" Sofort nach Verkündigung der Verfassung nehmen die Verhaftungen hervorragender Persönlichkeiten ihren Fort- gang In der Sommerfrische Hbchiaja wurden im Hau;e des Professors Miljukow zehn Personen, meist Ingenieure und angesehene Schriftsteller, verhaftet und in Einzelhaft gesetzt. Alle sind Liberale von gemäßigster Färbung. Als Grund wird angegeben, daß die Verhafteten verdächtig seien, einen Wahlfeldzug für liberale Kandidaten zur Duma vor­bereitet zu haben. Die Verhaftungen erregen allgemeines Aussehen und sind geeignet, den Wert der Verfassung voll, enbs herabzusetzen. In Moskau mußten auf Befehl der Volizei sämtliche Hausbesitzer anläßlich der Verkündigung des kaiserlichen Manifestes ihre Käufer illuminieren. Unter den Kosaken greift die gegen die Heranziehung zum Polizeidienste gerichtete Stimmung um stcl^ Auch oie uio- fischen und sibirischen Kosaken wollen nichts mehr davon wissen. __________