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Nr, 44.

Dienslag, veu 21. Februar 1905.

14, Jahrgang

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ZNjertio«SpreiS: Die einspaMge Petitzeile für ganz Ober- hefsen, die K^u'o Wetzlar und Mar^ nrg 10 Pfg. sonst 15 P^,.

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Redaktion u. Hauptexpedicio.n: Gießen, Seltersweg 83.

Ferusprechaufchluß Nr. SSL.

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Wusste Nachrichten

(Oießcmer HageNratt) Unabhängige Tageszeitung (Gießener Zeitung)

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für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetzlar; Lokalauzeiger für Gießen und Umgebung.

Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen.

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Mirä Russland frieden schliessen?

(Ein Interview.)

Wit ebenso großer Hartnäckigkeit wie Bestimmtheit auf- ' tretende Gerüchte, daß die Neigung, mit Japan zum Frieden 1 zu kommen, in Nußauds maßgebenden Kreisen neuerdingZ erheblich gewachsen sei und zu der Hoffnung baldigen Friedensschlusses berechtige, haben unsern Berliner ^O-Mit- [ arbeiten veranlaßt, ficb Auskunft heischend an ein Mitglied der russischen Botschaft in Berlin zu wenden. Was er an ! dieser zuständigen Stelle erfahren hat, teilt er uns in Fol- ' timdem mit:

Die Frage, ob wir Neigung und Wunsch zum Frieden : baben, ist falsch gestellt. Ich kann sie unbedingt bejahen, und doch wäre es irrig, daraus auf ein baldiges Kriegsende zu i schließen. Denn nicht darauf kommt es an, ob wir Friedens- : Neigung und Friedenswünsche haben, sondern darauf, ob der ; Friede unter den gegenwärtigen Umständen überhaupt mög- F lich ist. Diese Möglichkeit ist es, die ich für jetzt und bis zu einen Umschwung auf dem mandschurischen Kriegsscharlplah : in Abrede stelle.

Sehen wir einmal davon ab, daß der Krieg mit Japan bei uns unpopulär ist, sehen wir auch zunächst von den inne- ren Wirren der jüngsten Wochen ab und betrachten wir allein die militärische Lage: Es ist wahr, wir haben zu See und zu Lande empfindliche Schlappen erlitten, haben eine Flotte und eine Festung ersten Ranges verloren. Es würde mir wenig anstehen, wollte ich den siegreichen Gegner herab- f? Men. Ich muß aber sagen dürfen, daß man die militärische Tüchtigkeit der Japaner mnd den Wert ihrer Erfolge sehr I überschätzt hat. Man bedenkt nicht genug, daß wir auf der Krieg in Ostasien absolut nicht vorbereitet waren was ein schwerer Fehler von uns war daß wir auf einem einzigen £ Bahngeleife das Heer über eine unermeßliche Strecke aus I den Kriegsschauplatz schicken mußten, und daß dieses einzige I Geleise auch den Lebensmitteltransport zu leiten hatte. Ganz I besonders aber fällt der Umstand ins Gewicht, von dem ich ß jetzt sprechen sann, weil er publici juris geworden ist: daß unser Bündnis mit Frankreich uns eine Verpflichtung auf» I erlegt, die uns hinderte und fortgesetzt hindert, gerade unsere I besten Truppen in Ostasien zu verwenden. In weiteren I Kneifen ist es nicht bekannt, doch hat es aufgehört, ein Staats- I gcheimnis zu sein, daß wir durch unsern Bündnisvertrag I mit Frankreich gehalten sind, eine Anzahl Armeekorps an ; den westlichen Grenzen des Reiches zu belassen. Dort r stehen sie auch, obwohl dort kein Feind ist. Der Vertrag i- will es, und unser Stolz verbietet uns, bei dem Verbün- i beten etwa Dispens nachzusuchen. So können wir nach Öst- llsien nur frisch ausgehobene Mannschaften schicken, neue und gewissermaßen improvisierte Organisationen, innerhalb ! deren zwischen Offizieren und Mannschaften noch keine le-

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I Der Eselsmüller und die Falschmünzer.

Von GustavWohleder, Grünberg L H. ^iAlle Rechte vorbehalten.

7) (Nachdruck verboten.)

Der Pfarrer erhielt einen ausgezeichneten Schinken M dem guten Kornbrod, später auch noch ein Gläschen Wein. Eine große Seltenheit damals dort, nur der kranken Müllerin wegen waren einige Flaschen ange- l^^rr Später kam er mehr, blieb auch oft am Abend daselbst. Nach dem Abendessen, wenn der alte Müller zu Bett war, spielte er mit dem jetzigen Eselsmüller Karten. Der Alte hätte dies nicht gelitten. Immer mehr kam er in die Eselsmühle. Ja er mußte gar oft tagsüber etwas vom Hunger verspüren, denn er hatte oft nicht so viel Geld, um sich nur ein Brod mitbringen zu lassen. Da eilte er dann zu dem immer reich und nur gut besetzten Tisch in der Eselsmühle.

So war es schon Jahrelang gewesen, dann starben , kurz nacheinander die beiden alten Müllersleute und der junge Eselsmüller übernahm die Mühle. Die Be­suche des Pfarrer blieben wie seither. Nach dem Essen wurde jetzt offen gespielt, dabei wurde auch manchmal so ein kleiner Nordhäuser getrunken. Ec war zwar bei großer Strafe in weiterenUmkreis verboten, der alte Karnem aber, schon ein Freund vom alten Eselsmüller, besorgte dem Jungen von Zeit zu Zeit eine Flasche. Ec helfe ja auch verdauen, hatte der Pfarrer gesagt.

Daß dec Pfarrer ein ausgezeichneter Zeichner war, totffen wir, ebenso war seine Schrift wie dec damalige Steindruck. Der Müllec reichte ihm eines Abends einen Braunschweiger Zehntalerschein und frug wie im Scherz:Kannst Du den nachmachen?"

Gewiß," erwiderte der Pfacrec.

Einige Tage sind vergangen, da erhielt der Müller aüs des Pfarrers Hand den ersten falschen Zehntaler- Ichein. Die Schrift, Wappen und besonders die An-

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benbigen Beziehungen bestehen. Ich sage nicht zu viel, wenn lch behaupte: in Ostasien haben zwar russische Soldaten ge­fochten imb tapfer ihre Pflicht getan aber d e r russische Soldat ist noch gar nicht auf dem Kriegsschauplatz erschienen. Ueber den durch mangelhafte Organisation minderwertigen Teil des russischen Heeres habeiz -ie Japaner, die wei-t besser borbereitet waren, Vorteile davongetragen, und dazu bedurf­ten sie ungeheuerer Anstrengung. Sie werden keine Vorteile mehr erringen, sobald sie d e n russischen Sollten sich gegen­über haben. Unb das wird über kurz oder lang der Fall sein. Wir werden den französischen Dispens erhalten, ohne daruni zu bitten. Schnelle Siege aber haben wir nicht nötig. In dieser Beziehung sind wir nicht verwöhnt. Wir hab«i noch jeden am Ende siegreichen Feldzug mit Schlappen, ja mit Niederlagen begonnen. Das zeigt unsere Geschichte seit Peters des Großen Zeit. Ein wefentlicher Teil unserer Stärke besteht darin, daß wir Niederlagen vertragen können. Nichts berechtigt zu der Annahme, daß wir jetzt empfindlicher sein müßten.

Die Unpopularität des Krieges gegen Japan ist ohne Belang. Populäre Kriege gibt es bei unL-ül-rrchaupt nicht, oder vielmehr: die Popularität ist immer nur auf einzelne Ausschnitte der Bevölkerung beschränkt. Das kann bei der ungeheueren Ausdehnung Rußlands gar nicht anders sein. Die inneren Wirren aber haben mit Krieg und Frieden nichts zu tun. Es ist wohl schon dagewesen, daß eine Regierung, um die Unzufriedenheit im Innern abzulenken, einen Krieg angefangen hat: daß sie aber aus solchem Grunde einen Strieg beendet hätte, ist noch nicht dagewesen. Was sollte uns wohl veranlassen, der inneren klnznsriedenheit, deren meist wirtschaftliche Ursachen keineswegs überall dieselben sind, dadurch neue Nahrung zu geben, daß wir unter un­günstigen Bedingungen Frieden schließen? Nein!, der Friede, den wir sehnlichst wünschen, ist in berechenbarer Zeit nicht möglich," - -

Die russischen Reformen.

Petersburg, 20. Februar.

Jeder Tag bringt Meldungen von neuen Reformen, bvc zwar nicht durchgeführt, aber doch wenigstens in Anregung gebracht worden sind, wenn auch nicht immer von berufener Seite. Die Reformen unterscheiden sich in Großfürsten- Reformen, in politische und in wirtschaftliche Reformen. Was die Großfürften-Reformen betrifft, so gehen sie nicht etwa von den Großfürsten aus, sondern haben die Groß­fürsten zum Gegenstand. Denn die Großfürsten wollen nichts reformieren, sie halten den bestehenden Zustand für ihren Interessen entsprechend. Dem sollen sie einer Groß­fürstenversammlung beiitlicben Ausdruck gegeben haben, indem sie dem Zaren alle Verantwortung zuschoben, wenn dieser sich zu Zugeständuissen an das Volk berbeilassen würde.

drohung in ihren fünf Reihen, war so täuschend, daß nur gewiße Kenner den Falschen erkannt hätten. Eins aber fehlte, das Wasserzeichen, doch welcher Bauer steht nach dem Wasserzeichen, einem Löwen im Licht­bilde, die allermeisten wußten nicht einmal was das war. Darauf baute der Eselsmüller, als er den ersten Schein in Händen hatte. Noch einen mußte der Pfarrer ebenso machen. Diese gab der Eselsmüller aus und erhielt dafür 20 Taler in gutem preußischen Gelde, dann wurde ein preußischer versucht. Dieser war wegen der beiden keulentragenden Necken neben dem Wappen zu schwierig, deshalb mußte es vorläufig unterbleiben.

Nach einiger Zeit frug der Pfarrer, wo die Scheine hingekommen seien.Ausgegeben", sprach der Eselsmüller. Was, ausgegeben?" versetzte erschreckt der Pfarrer.

Der Müller wußte es ihm so klar vorzureden und dann war seine Not tatsächlich so groß bis zum Hungern. Beim Müller hatte er einen täglich gut gedeckten Tisch. Dadurch schwand der letzte Rest seines Ehr- und Scham­gefühls. Er ergab sich dem Eselsmüller zum willen­losen Knechte und machte ruhig weiter Braunschweiger Tresorscheine.

Doch dieses genügte dem Müller noch nicht. Er wollte weit mehr haben. Mit einem verarmten Kupfer­schmied, einem italienischen Zinngießer und Steindrucker verband er sich. Dieselben fabrizierten Brabanter. Der Eselsmüller lieferte das Material und sie erhielten einen reichlichen Lohn. Als die Brabanter gelungen waren, ging es an die Doppeltaler preußischer Währung. Den Vertrieb dieser beiden Münzerzeugnisse übernahm er selbst, dagegen die mußte die Wertscheine ein Schneider- meister in Münster unterbringen. Später wurde bie ganze Münzerei nach dort verlegt. Auch der Mutze und der Leinwarenhändler Rüsseler hatten großen Anteil am Vertriebe.

Alle aber waren in der Gewalt dieses ihnen über­legenen Eselsmüllers. Die erste Münzstätte war auf dem Meiler des Kohlenbrenners Weishaupt, zu welchem

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Das Blatt erscheint an olle« Werktagen nachmittags.

Die Großfürsten erbaten außerdem vom Zaren besonderen. Schutz. Die Erzählung von der Großfürstenversammlung und ihren Beschlüssen ist wahrscheinlich ein Märchen. Aber, charakteristisch ist es für die Anschauungen, die man in der< Petersburger Gesellschaft den Großfürsten zutraut.

Daß der Zar den Großfürsten Paul Alexandrowitschll seinen jüngsten Oheim, aus dem Pariser Exil, in dem er, wegen nicht standesgemäßer Verheiratung mit der gefdjie^i denen Frau eines russischen Obersten seit Jahren verweilte^ Zurückberufen und zum Generaladjutanten ernannt hat, Hi? politisch ohne Belang. Großfürst Paul stand an Ansehen und Alter bem Großfürsten Sergei am nächsten und war für diesen der gegebene Nachfolger. Er wird wahrscheinlich auch Generalgouverneur von Moskau werden, wie es Groß­fürst Sergei gewesen. Daß man die Leiche des Ermordeten vorläufig in einem Moskauer Kloster untergebracht und die endgültige Beisetzung in der Peter Paulus-Kathedrale in Pe­tersburg auf unbestimmte Zeit vertagt hat, ist ein Beweis dafür, daß die russischen Großfürsten zur Furcht vor er^ neuten Attentaten Ursache zu hân glauben.

Die politischen Reformen großen Stils, von tenen man viel spricht, haben unter den Großfürsten keine Freunde. Jhrenl Einfluß und dem Einfluß ihres Schützlings General Trepow ist es wohl auch zuzuschreiben, daß die Absicht der Veranstaltung einer Art Volksberatnng aufgegeben wor­den ist. Das sicherste Beschwörungsmittel gegenüber dem Zaren soll darin bestehen, daß man ihm sagt, seine Nach­giebigkeit den Neformforderungen gegenüber würde als Schwäche gedeutet werden. Und Zar Nikolai II. will um alles nicht für schwach gelten.

Etwas anders steht es mit den kleinen Reformen. Das Ministerkomitee arbeitet mit großem Fleiß und kommt auch ziemlich schnell zu bestimmten Entschließungen. Die städ­tische Verwaltung wie die der Landschaften foll umgestaltet werden. Ein übervorsichtiges Wahlsystem, aber doch im­merhin ein Wahlsystem ist ansgearbeitet, nach dem die Semst- wos in bescheidenstem Umfang an der Schaffung einer Ver­tretung für die Selbstverwaltungsorgane beteiligt sein sollen.

Ein klein wenig durchgreifender sind die Reformen, bie mehr sozial-wirtschaftliche Ziele und die Arbeiter-Organisa­tionen zum Gegenstand haben. Die Arbeiter und Arbeiter­innen sollen am 11. März von Fabrik zu Fabrik Wahlmänner wählen, die nach Branchen in neun Gruppen geteilt werden und am 16. März 47 Vertreter zu wählen haben. Ueber die Befugnisse dieser Vertreter sind genaue Bestimmungen noch nicht getroffen. Von den 47 Vertretern entfallen 9 auf die Arbeiter der Tertilbranche, je 4 auf die der Papier­fabriken unb Druckereien, 14 auf die der Holzbearbei- tmigs- unb Waggonfabriken, 3 auf die der Metallbearbei- tungsfabriken, 4 auf die Bearbeitung tierischer Produkte, 5 auf die Arbeiter der Nahrungsmittelfabriken, und je 2 auf die Arbeiter der cbemileben und Svrenamateriali^n-^abriken.

der Pfarrer geschickt worden war. Der Müller war viel zu schlau, als daß er seine Mühle hätte zur Falsch­münzer-Werkstatt hergegeben. Er reiste oft bis an die Grenzen Hollands. Dort kaufte er meistens Vieh und bezahlte mit den neuen Brabantern. Die M .. .bacher Juden Isaks Löwe und Weil mußten hier das Vieh nach Kloster Klingfeld, Madebach und Umgegend ver­kaufen. Die Juden hatte er vollständig in seiner Hand, sie ernährten sich und die Ihrigen durch diese Geschäfte, blieben aber immer arme Juden. Der Leinwaren- händler Rüffelec zog mit seinen Waren bis in das Wuppertal, ja manchmal bis nach Düsseldorf und Köln. Die aus Brilon und Umgegend gebürtigen Landjungen trugen für den Eselsmüller Sensen und andere Stahl­waren bis nach Rußland, Fränzchen Karnein, sein bester Freund aus M . . .bach, trug einen Kasten oder lud ihn einem Esel auf, darinnen waren Schmucksachen aller Art: Ohrringe, Perlen, silberne Löffel re. Er war eine ruhige, allen bekannte Persönlichkeit. Deshalb war sein Geschäft auch ein bedeutendes.

Der Eselsmüller aber hatte alle Fäden in der Hand und seine Freude daran, die Steuer- und andere Beamten zu necken und zu hintergehen. Unter allerlei Ver­kleidungen schlug er ihnen ein Schnippchen über das andere. Auch als Jäger trat er auf. In dem großen Forste, an dem seine Mühle grenzte, gab es sehr viel Wild. Es war deshalb sehr natürlich, daß er sich für seine Mühle billiges Fleisch verschaffte. Die Bewachung der Waldungen lag noch sehr im Argen. Er kannte sehr gut des alten Kurhcssischen Hofnarren Spott. Kurfürst Wilhelm hatte einstmals sämtliche höheren Forstbeamten seines Reiches zur Hoftafel geladen, um, wie er so manche eigentümliche Einfälle hatte, sich ein­mal im Kreise dieser Beamten seines großen Reichtums an Waldungen zu erfreuen. Er wollte jetzt einmal ein zusammenfassendes Bild dieses großen Reichtums haben.

(Fortsetzung folgt.)