Nr. 299
Mittwoch, Pen 20. Dezember 1905
14. Jahrgang
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H«^er1io«-pr et- » Die einspaltige Petitzeue mr ganz Ober- tzrGen, die Kreise Wetzlar und Marburg 10 Pfg. sonst 15 Pfg.
Reklamen die Petitzeile 30 resp. 40 Pfg.
«Gestion u. Hauptrrpedition: Gießen, Selter«weg 88. Fer»fprtch««schi»ß Rr. »62.
(Lietzener Gagebsatt)
für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetzlar; Lokalartzeiger für Gießen und Umgebung.
Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen, M Gro-ßh. Polizeiamtes Gießen und anderer Behörden von OberheK«.
Eine deutsche Antwort?
Aus diplomatischen Kreisen wird der „Deutschen Reform- Korrespondenz" geschrieben:
Ministerpräsident Rouvier hat in der französischen Depu- tiertenkammer das von ihm über die marokkanische Angelegenheit zusammengestellte Gelbbuch erläutert und damit bei seinen Hörern großen Beifall gesunden. Seine bei aller Mäßigung würdige Sprache hat den Franzosen so sehr zugesagt, daß der Vorschlag aufgetaucht ist, man solle der Anerkennung für den Ministerpräsidenten durch seine demnächstige Ernennung zum Republikpräsidenten Ausdruck geben. Ob der Vorschlag den nötigen Anklang finden wird, bleibt abzuwarten. Wir halten es für wenig wahricheinlich. Die Fraktionen in Dcpntiertenkammer und Senat haben schon lange ihre Kandidaten und sind so impressionabel nicht, daß sie um einer wohlgesetzten Rede willen sich auf sieben Jahre binden sollten. Für uns wäre Herr Rouvier gewiß ein sehr willkommener Präsidentschaftskandidat. Wer an der Spitze des Ministeriums sich so taktvoll und zu freundlicher Verständigung klug geneigt gezeigt hat, der würde an der Spitze des Staates sicher eine freundnachbarliche Politik vertreten und etwaige neue Schwierigkeiten aus dem Weg zu räumen wissen.
Auch außerhalb der Grenzen Frankreichs ist Rouviers Rede ebenso wie Rouviers Gelbblich mit Zustimmung ausgenommen worden, und wir selbst sind gern bereit, dem Gelb-
buch das Zeugnis ansulstellen, daß es ein geschicktes Plädoyer bildet. Aber ein einseitiges Plädoyer ist ein diplomatisches Buntbnch immer. Daß Herr Rouvier nicht ungefällig dabei verfährt und keinen positiven Verstoß gegen die Wahrheit sich zu Schulden kommen läßt, bleibt sein Verdienst, das ihm nicht geschmälert werden soll. Deshalb erfordert ein diplomatisches Buntbuch, das von einer Partei herausgegeben worden, fast regelmäßig die Ergänzung durch ein von der anderen Partei zusammengestelltes Buntbuch. Aus den beiden Darstellungen zusammen ergibt sich dann ein vollständiges und richtiges Bild. Es ist möglich und beinahe wahrscheinlich, daß man in Berlin nach dem Pariser Muster verfahren und zu der Rouvierschen Arbeit die Ergänzung liefern wird. Freilich braucht man nicht einmal aktenkundig, braucht man bloß ein einigermaßen aufmerksamer Zeitungsleser zu sein, um in dem Rouvierschen Gelbbuch klaffende Lücken zu finden, die unmöglich zufällig und ohne ganz bestimmte Absicht entstanden fein können. Wer das Gelbbuch liest — wir greifen blos ein Beispiel heraus — der erfährt feine Sttbe davon, daß während der Verhandlungen über die Marokko-Angelegenheit das französische Kabinett den Minister des Auswärtigen Herrn Delcassè „ausschiffte", was, wie man sich erinnern wird, nicht ohne einiges Geräusch geschah. Die französische Marokkopolitik war von Herrn Delcassè eingeleitet und ist von Herrn Rouvier in die Bahn der Ver- Itändigung übergeleitet worden. Das waren zwei ganz ver- ichiedene Richtungen. Die zweite bedeutete einen vollständigen Bruch mit der ersten. Davon findet sich keine Andeutung in dem französischen Gelbbuch, das den Eindruck macht und ™.?^on will, als hätte Frankreich in Marokko stets und ständig das unveränderte Ziel verfolgt, als wäre es dabei einem unbegründeten, nur auf einem Mißverständnis fußenden Verdacht Deutschlands begegnet, und als setzte es jetzt, nach Beseitigung jenes Mißverständnisses und nach groß- wütiger Rücksichtnahme selbst auf einen haltlosen deutschen b Stufen Verdacht, seinen vorigen Weg fort, von den guten Wünschen rUpn -war geschonten aber doch einigermaßen beschämten
»ileaeL J Deutschland geleitet. Verwundert fragt man sich, weshalb £enn unter solchen Umständen Herr Delcassè seinen Abschied [O^flt °* «TAM ^'at nehmen müssen? weshalb man ihn so unsanft »ÄS .......
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^Einleger
Deutschland geleitet.
Verwundert fragt man sich, weshalb
- aus dem Kabinett entfernt hat? Auch ein Sündenbock wird ! Titelt in die Wüste geschickt, es müßte denn zuvor eine Sünde
litis tt^ Wy L begangen sein. Es ist ja möglich, daß Herr Delcassè nicht
der Schuldige war, aber eine Schuld muß vorhanden gewesen ^^oMallg fein, für die er büßte. Das Gelbbuch darf davon schweigen;
xubtöM fein, für bie er büßte. Das Gelbbuch darf davon schweigen;
x 4 Sefördt aber die Verfasser des Gelbbuchs dürfen nicht hoffen, durch ‘ ihre Schweigsamkeit das Gedächtnis der Menschen auszu-
( löschen. Herr Rouvier schloß seine erläuternde Rede zu dem , . 1905. i Gelbbuch mit den schwungvollen, nach unserem Geschmack
..ne W etwas geschwollenen Worten: „Frankreich will, sicher seiner . fÄChflsfalr I selbst und im Bewußtsein der Größe seiner Geschichte und
fr seiner Geschicke, wir bekräftigen es laut, nichts als seine ^Rechte,
iet^/M.|U feine Interessen wahren." Das üon Herrn Nou
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' I feiner Geschicke, wir bekräftigen es laut, nichts als seine Rechte, l und die volle Betätigung seiner Freiheit i ist sehr schön von Frankreich und sehr schön Rouvier. Aber Herr Delcafiè muß doch etwas I anberes gewollt haben oder dieselben Worte ganz anders I v erstanden haben; sonst wäre er nicht zum Rücktritt gezwungen ] Dorden. In der Tat wollte Herr Delcassè den Krieg, und ll^il^rt Rouvier wollte ihn nicht, und das war von Herrn
‘ Mounier so klug wie verdienstlich.
Wie war ès ferner mit den Versprechungen, die — wirk- li kh oder angeblich — von englischer Seite Herrn Delcassè gemacht worden sind? Das französische Gelbbuch leugne n.ichts und bestätigt nichts, es verschweigt blos. Das ist sein gMes Recht. Aber unser gutes Recht ist es, uns und andere R erinnern, damit nicht in Vergessenheit gerate, was jeder- lttiann gewußt hat.
Selbstverständlich wird anch ein deutsches Weißbuch niichts von Herrn Delcassès verbrecherischer Torheit eiuablen. Das verbietet die internationale Höflichkeit.
Nachrichten
Hlnaöyängige Tageszeitung
Es ist überdies von uns aus nicht nötig. 'Die Geschichte des jüngsten Abschnitts der Marokkofrage läßt sich ganz kurz and einfach erzählen: Frankreich wünschte, was ihm niemand verdenken wird, mit Marokko ebenso zu verfahren, wie vor längerer Zeit mit Algier und vor kürzerer Zeit mit Tunis. England hatte nichts dagegen einzuwenden, stimmte vielmehr ausdrücklich zu. Deutschland hatte Einwendungen und machte sie geltend. Herr Delcassè empfand es als eine Kränkung, daß er gezwungen wurde, an Deutschland zu denken, während er es ignorieren wollte. Er war sogar bereit, sich auf ein gefährliches Abenteuer einzulassen. Seine Kollegen fielen ihm in den Arm und warfen ihn hinaus. Frankreich erkannte die deutschen Einwendungen, die es besser von vornherein beachtet hätte, als berechtigt an, und bie Konferenz in Algeciras ober in Madrid wird für das sehr einfache Verhältnis sine sehr komplizierte Formel finden.
Wenn dem Reichstag ein Weißbuch vorgelegt wird, so wird das sein ungefährer Inhalt sein. Reichskanzler Fürst Zülow wird dann auch eine Erlämerungsrede dazu halten, wahrscheinlich geistreich und witzig, wie immer; vielleicht zur Abwechselung einmal nüchtern und trocken; unter keinen Umwänden pathetisch. Das hat Fürst Bülow nicht nötig.
Der Schrecken regiert!
Wenn die übrige Welt das Weihnachtsfest als ein Symbol des Friedens begeht, ist man in Rußland noch nicht soweit. Dort hat man einen anderen Kalender, und für den Sankt Nikolaustag wird ein großer Ausbruch befürchtet, und die Regierung trifft gegen diesen ihre Vorbereitungen.
Es erscheint allerdings sehr fraglich, ob die Regierung noch die Macht hat, weitere schlimme Dinge abzuwenden.
Die Truppen in Defensive.
In den Ostseeproainzen ist das flache Land ganz in den Händen der Aufständischen. Die Truppen, soweit sie nicht der Volkswut zum Opfer gefallen sind, stehen in den größeren Städten und versuchen diese zu verteidigen. Immer schrecklichere Szenen werden aus den Kämpfen bekannt. Aus Mitau wird darüber berichtet:
In dem Orte Tukkum hatten die Letten Drahthindernisse hergestellt. Nachts zündeten sie die Häuser au, in denen die Truppen lagen. Als diese herauseilten, gerieten sie in die Hindernisse und wurden erschossen und er= schlagen. Den Leichen mürben die Augen ausgestochen und Ohren und Hände abgehackt.
Was noch in kleinen Trupps verteilt an Soldaten aus dem Lande steht, ist jedenfalls verloren.
Nachgiebigkeit au die Armee.
Um die letzte Säule des Zarentums fest zu erhalten, ist her Zar auch auf die Forderungen des Militärs eingegangen. Aus Petersburg wird gemeldet:
Ein kaiserlicher Tagesbefehl ordnet eine bessere Verpflegung und eine Erhöhung der Bezüge der Mann- schaften aller Waffengattungen an. Die Mannschaften sollen ferner auch warme Decken, Bettwäsche und Seife geliefert erhalten.
Es fragt sich nur, ob nicht auch hier wieder die Erfüllung der gorbeuingen, vorausgesetzt, daß sie überhaupt ernsthaft ssemeint ist, zu spät kommt, als daß damit der Fortgang des Schreckensregiments aufgehalten werden könnte.
- *\ z politische Rundschau.
A Deutsches Reich« ^ " X r^ • Die schlimmen Verhältnisse in den russischen Ostsee- Provinzen haben zur Einleitung einer Hilfsaktion für die zu erwartenden deutschen Flüchtlinge aus Kurland. Livland und Esthland geführt. Auf Einladung des Ober. Präsidenten von Moltke fand in Königsberg eine Besprechung statt. Es ist ein Aktionskomitee hauptsächlich für die Unter, bringung der Flüchtlinge und ihre eventuelle Weiterbeförde, rung sowie ein Sammelkomitee behufs Gewinnung der er, forderlichen Mittel für die einstweilige Verpflegung bei gänzlich Mittellosen gebildet worden. Das Komitee miro alsbald mit einem Aufrufe an die Oeffentlichkeit treten — Die Reichsregierung sieht diese Hilfsaktion mit Wohlwollen, hat bekanntlich auch Schiffe zur Aufnahme bedrängter Deutscher nach den russischen Häfen gesandt. Mit aller Entschiedenheit lehnt dagegen die Reichsregierung eine weitere Einmischung m Die russischen Angelegenheitrn ab, wie sie von verschiedenen Seiten gefordert wird. — Einem Gesuch des schweizerischen Bundesrats folgend, hat die deutsche Reichsregierung sich oerett erklärt, die in Riga lebenden Schweizer unter ihren Schutz zu nehmen und auf den deutschen Schiffen unterzu- ormgen.
* Die vielfach verbreiteten Nachrichten, daß in letzter Stunde neue Schwierigkeiten für die Marokko-Konferenz sich geltend zu machen begännen, sind mit Vorsicht aufzunehmen.
• Deutschland und Frankreich sind, wie unser (7.L-Mit- arbeiter aus bester Quelle erfährt, vollkommen einig, daß sie am 5. Januar zusammentreten und kein Zwischenfall den SeLinn ihrer Arbeiten hindern soll. Wenn die spanische Re-
Slbo»«e»e«tSpreiS: abgeholt monatlich 50 Pfg., in's H«*4 gebracht 60 Pfg., durch die Post bezogen vierleljährl. Mk. 1.50. Grätt^deilsge«: Qberhesfische Famitte«zeitu«g (täfiltefc- und die (Siebener Eeifeublasc» (wöchentlich).
Das Blatt erscheint an aße« Werktagen nachmittag-.
<Hießener Weitung)
«ro^? n C£ Vorschlag gemacht hat, die Konferenz nach statt nach Algeciras zu berufen, so ist dabei keine poutlsche Absicht, sondern weniger die Erwägung maßgebend Sewesen, daß den Konferenzteilnehmern in Algeciras nicht das vcm Gastfreundschaft geboten werden könnte, wie rn Madrid Die vorige Marokkokonferenz hat in Tanger be- gonnen und ist in Madrid zu Ende geführt worden. Es ist möglich und beinahe wahrscheinlich, daß die neue Marokko- konferenz in Algeciras eröffnet und in Madrid beschlossen wird. Jedenfalls wird am 5. Januar 1906 als Anfangstermin festgehalten. 0
.„ JL^L?“ Berliner Kundgebung für ein deutsch- ^"'Aâ Eiuvernehmeu h->t der englische Premierminister Eampbell-Bannermann eine Antwort erteilt, in der er sein volles Einverständnis zum Ausdruck bringt. Das neue englische Kabinett will, wie es heißt, eine diplomatische Aussprache zur freundlicheren Gestaltung der Beziehungen beider Staaten herbeiführen.
* Wegen der in Shanghai ausgebrochenen Unruhen rft em deutscher Kreuzer von Tsingtau nach Shanghai zum Schutz der deutschen Kolonie abgegangen.
* Die deutsche Antwort an die brasilianische Regierung in der „Pauther"-Augelegenheit stellt fest, daß Steinhoff nie an Bord des „Panther" gewesen sei. Da nach den angestellten Ermittelungen die an Land gesandten Offiziere und Mannschaften sich einer Ueberschreitung ihres Auftrages schuldig gemacht, hat die deutsche Regierung der brasilianischen ihr Bedauern ausgesprochen.
* Nach einer jetzt veröffentlichten Liste beziffern sich die Opfer des Krieges in Deutschsüdwestafrika, der jetzt zwei Jahre dauert, einschließlich der ermordeten Farmerfamilien auf 1997 Personen. Davon sind 1775 tote oder verwundete Militärs. Wegen Krankheit sind heimgeschickt rund 1000 Mann. Im Gefecht verloren die Truppen 1172 Mann, darunter 110 Offiziere.
• Für den Transport von Proviant sollen 300 Kamele nach Deutschsüdwestafrika verschifft werden, um als Ersatz für die durch die Rinderpest unbrauchbaren Ochsen zu dienen. Das Kolonialamt hat die Firma Hagenbeck itt Hamburg bereits mit dem Ankauf der Kamele in Abessinien beauftragt. Sie sollen Ende dieses Monats per Dampfer nach Swakop mund verschifft werden.
* Die Neigung zu Wahlrechtsdemonstrationen scheint ansteckend zu wirken. Die sozialdemokratische Partei Elsaß- Lothringens beschloß auf ihrer Landesversammlung zu Kolmar, im ganzen Reichsland am nächsten Sonntag behufs Erlangung des gleichen, geheimen und allgemeinen Wahlrechts zum Landesausschuß Demonstrationen zu veranstalten. Dem Landesausschuß soll das Resultat der Kundgebttngen in einer Resolution übermittelt werden. Hoffentlich werden bei der geplanten Aktion solche unerfreulichen Erscheinungen wie jüngst im Königreich Sachsen vermieden.
* Die Arbeiten des beauftragten Ausschusses zur Wahl- rechts-Aeuderuug in Hamburg sind beendet. Die Grenze zwischen den beiden Klassen ist bei einem Einkommen von 2500 Mark gezogen, sodaß etwa drei Fünftel der Bürger 24 und die übrigen zwei Fünftel 48 Abgeordnete in den allgemeinen Wahlen zu wählen haben. Ob die Vorschläge Gesetz werden, ist noch ziemlich fraglich, da eine Verfassungsänderung notwendig ist. Für diese ist aber eine Dreiviertel- Majorität der Bürgerschaftsversammlung notwendig, in der bei Beschlußfassung auch dreiviertel aller Vertreter anwesend sein müssen. Ob die Freunde der Wahländerung so start sein werden, ist noch nicht zu übersehen.
* Die Polizeidirektion zu Dresden gibt durch Straßenananschlag ein Verbot von Auszügen und Ansammlungen auf den Straßen bekannt. Sie nimmt dabei auf das sächsische Vereins- und Versammlungsgesetz und das Reichsstrafgesetzbuch Bezug.
* Die bayerische Kammer der Reichsräte hat sich für bit Gewährung von Diäten für die Geschworenen und Schöffen ausgesprochen und die Regierung ersucht, im Bundesrate in diesem Sinne zu wirken.
Ralkan-Staaten.
* * Als besonderes Weihnachtsgeschenk scheint das za End« gehende Jahr 1905 allerorten Ministerkrisen zu Dring« €m nach dem Vorgänge Italiens und Griechenlands auch w Montenegro. Die bisherigen Minister traten zurück iirl an ihre Stelle wurden in das neue Kabinett berufen; Ministerpräsident und Minister des Auswärtigen Laza, Miuskowitsch, Finanzen Andra Radowilsch, Krieg General Kukowitsch, Inneres Labud Grinilsch, Justiz Milo Dogitsch, zugleich Leiter des Unterrichtsminisi riums. Zum Präsidenten der Skupschtina wurde Petrowitsch gewählt.
Dos und 6e Seilschaft.
Der Kaiser empfing gestern ^n aus Deutschsüdwestafrika zurückgekommenen Genecal vo . r o t h a zur Meldung
Der russische Botschafter in Berlin, Graf Osten- Sacken, überbrachte dem Reichskanzler Fürsten Bülow im Auftrage des Zaren die Brillanten zum Andreas-Orden. Daß die Ueberreichung am 19. Dezember, dem Namenstag des Zaren, erfolgte, ist als eine besondere Aufmerksamkeit knzusehen. I
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