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Nr. 192._____________________

$a<«tti»e»»rei#, Die einspaltige »etiüdle für ganz Ober- h^f tk Kreise Wetzlar mA Marburg 10 Pf« sonst 15 Pig- Reklamen bk «etitjeUe 30 rok- « We-

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Dmmerslaa, den 17. August 19^5.

Gießener

14. Jahrgang

E?"V"â">t«pr,i» ; abgeholt monatlich f>0 Psg., in'S H««« gebracht 60 Psg., durch die Post bezogen »ierteljâhrl.Mk. t.Lg. «*H#beUete«: Oberhesstsche Familie«,eitn.g (täglich; und bk Wieitwet Seifenblasen lwbchentlichf.

©a« Blatt erscheint an alle» Werktagen nachmittag».

Aeueste Wachrichlen

(Oreßenex HageS5«rLL)

Unabhängige Tageszeitung

(Gießener Weitung)

®*§e«.

für OSerheffm und die Kreise MarßMA und Wetzlar; LâlMMger für Gießen und Umnebnna.

Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Grosch. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen J

«6.

Was gebt in portsmoutb vor?

Hinter den Kulissen des Friedenskongresses.

(Gig, Bericht.)

Bonbon, 16. August.

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erzählt Heinrich Eischen Parke äaubengang ein- 4 bekannte Der- s, mit dem sie 1 Herren traten .', sprachlos bot 5 gesehen," er- i 41!"

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Die Arbeiten der Herren von Witte und Komtira rücke» langsam Volc. Man hat sich bereits über eine Anzahl Punkte verständigt, die freilid) die wichtigsten nicht sind, denn diese bleiben naturgemäß auf zuletzt verspürt. Auch sind die er- zielten Verständigungen nur provisorisch. Es ist möglich und sogar wahrscheinlich, daß sie noch eine Veränderung er- fahren, La sie gewissermaßen Uompensationsobjekte bilden, wie hier allgemein zugegeben wird. Die Vereinbarung, daß Rußland das japanische Protektorat über Korea aner­kennt, wird hinfällig, wenn etwa Rußland in die Annexion Koreas durch Japan willigt. Die Verabredung, daß Ruß­land u n L Japan die Mandschurei räumen sollen, wird gegenstandslos, sobald die Pavteien Übereinkommen, daß Rußland und Japan die Mandschnrei untereinander teilen, oder daß Japan ein Stück Mandschurei behält. Solche Ver­abredungen stehen im Hintergrund, um dadurch ein Kompro­miß zustande zu bringen, um Japan von anderen Forderun­gen zurücktreten zu lassen, die Rußland nicht zubilligen mag. Zu den Forderungen, die Rußland von der Schwelle zurück- weist, gehört die Abtretung der Insel Sachalin, ge­hört ferner die Forderung der Auslieferung der in neu­tralen Häfen cingefpcrrtcn russischen Kriegeschiffe. Die oben erwähnten Kompromitzmüglichkeiten gewähren auch in der Frage der Kriegsentschädigung sie mag diesen Ramen behalten oder einen freundlicheren anneh. inen eine beträchtliche Bewegungsfreiheit. Daß Ruß­land den Japanern seine bisherigen Pachtungen auf der Liautnng-Halbinscl überläßt, ist nicht mehr fraglich. Ja­pan übernimmt Port Arthur, Dalny, die Blonde- und Elliotinseln. Dagegen darf es als eine provisorische Bestimmung angesehen werden, daß Japan die Verpflich­tung eingeht, die territoriale administrative Unversehrtheit Chinas zu achten. Das ist nicht viel mehr als eine Redens­art. Ein Land, das man auf 99 Jahrepachtet", das hat man besetzt, um es nach 99 Jahren n i ch t wielerzngebcn. Hinwieder ist es ernsthaft gemeint, daß das Prinzip der offenen Tür" nicht verletzt werden soll. Das würden die anderen Mächte nicht dulden, nicht die europäischen Mächte und nicht Amerika. Eine strittige Frage ist die Behandlung der Osteiscnbahn, die der Form nach eine Privatbahn ist, das Privateigentum der Russisch-Chinesischen Bank Die Japaner behaupten, daß in Wahrheit Rußland selbst die Bahn zu strategischen Zwecken gebaut habe und ihr rechtlicher Charakter nicht durch Vortchicoung eines Strohmannes als Besitzer nicht geändert werden sönne. In diesem Punkt heißt es, wollen die Japaner eigensinnig sein Wenig glaublich klingt, die Meldung, die früheren' Mitteilungen widerspricht, daß die Russen die Insel Sachalin den Japa­nern überlassen wollen; doch unmöglich ist cs schließlich nicht. Rach den neuesten Berichten wollen die japanischen Friedens- Unterhändler die Unterhandlungen nur soweit fortsetzen, als Lie Erzielung eines Uebereinkommens ohne weitere japa­nische Zugeständnisse in den von Japan für wesentlich gehal­tenen Punkten angängig ist. Erweist sich die Erzielung eines solchen Uebereinkommens als aussichtslos, so werden die Japaner erklären, daß sie von der Fortsetzung der als zwecklos erkannten Verhandlungen Abstand nehmen und ihre Aufmerksamkeit wieder ungeteilt dein Feldzug in der Mcm- bfajurei zuwenden wollen. Aus dieser neuerlichen Haltung der Japaner ist das Gerücht entstanden, daß die Konferenz demnächst unverrichteter Dinge auseinandergehen wird. Damit greift man jedoch den Ereignissen weit voraus. Die Unterhandlungen können zu einer Unter brechung, zu einer A b brechung worden sie acht kommen. Dabei braucht man nicht einmal anzunehmen, daß die auf Waffenruhe un) Frieden gerichteten beschwörendeil Vorstellungen des Petitionskomitees für den Frieden im fernen Osten" auf die Adressaten Witte und Komura sehr tiefen Eindruck ge­macht haben.

Die Friedenskonferenz hnt jestern den Artikel 6, der die Abtretung der russischen Pnchtnngen auf Viautung mit Port Arthur an Japan betrifft, einstimmig angenommen. Die Anschauung gewinnt an Boden, daß Rußland Sachalin preisgibt und dafür folgende Kompensationen annimmt: Den Ersatz der Verpflegungskoste» für 100 000 russische Ge­fangene in Japan, die kostenlose Ileberlassnng alles russi­schen Staatseigentums m ©atm; uno Port Arthur, endlich durch Zahlung einer Abfmdimgssmnme von feiten Chinas als Entgelt für d.e Rückgabe der Ostbahn. Ein Waffen­stillstand wird vorläufig nicht in Frage gezogen. Die Be- fetzung der Halbinsel Kainfchatka durch Lie Japaner soll demnächst offiziell verkündet werden.

Kaiser franz Josef.

Am Freitag vollendet Kaiser Franz Josef von Oesterreich Ungarn das 7 5. Lebensjahr in erfreulicher Rüstigkeit und Frische, wie sie dem hohen Alter nur selten beschicken sink I

Im Lanf eines langen Lebens, einer jetzt siebenundfünf­zigjährigen Regierungszeit hat Kaiser Franz Joses uncr- ineßliches Leid erfahren, im Hanse wie auf dem Thron, und daß er davon nicht dauernd niebcrgebciigt worden ist, daß er nicht mübc die Last der Krone von sich geworfen hat, legt Zeugnis ab für eine fast wunderbare Spannkraft und ein vor dem Verzagen schützendes Gottvertrauen. Er sah einen einzigen Sohn heranblühen, die Hoffnung und den Stolz seines Alters, und mußte ihn durch Selbstmord enben sehen. Die liebreizendste Gemahlin wurde durch schnöde» Mord an seiner Seite babingcrafft. Den teuren Bruder trieb eigene und fremde Abenteuerlust übers Meer in einen rühm losen Tod, und die unglückliche Wittve des Gefallenen von Oneretaro schleppte umnachteten Geist durch vierzigjähriges Siechtum. Einem nahen Verwandten, Erzherzog Salvator, dein man bei ungestümem Geist hohe Tugenden und reiche Eigenschaften des Gemüts nachrühmtc, mußte der Chef des Laufes Habsburg gestatten, sich fürstlicher Würde und bet Vorrechte bet Geburt zu entschlagen: unb Johann Orth, wie sich der Erzherzog nannte, als er in die weite Welt zog, fand mit der gesamten Mannschaft seines zerschellenden Schiffes ein unbekanntes..Grab. Einem anderen Ver­wandten mußte Kaiser Franz Joses Rang und Würde form lich abfaufen, damit er in gewollter Entfremdung in die Fremde ziehe. Leopold Wölfing lebt in der Schweiz, wo es ihm beinahe zum Ruhme gereicht, daß er sich in Ver­gessenheit gebracht hat. Vorher hatte er mehr von sich rebeii machen, als gut war, er unb seine Schwester, die toskanische Erzherzogin Luise, die als Kronprinzessin von Sachsen große Popularität durch die Anmut ihrer Erscheinung gewann und von dem eigenen SdrmicgcrDater alslängst im stillen tief gefallene Fran" charakterisiert werden mußte. Gräsi» Luise Montignofo hat aus dem kaiserlichen Hause lärm- vollen Abschied genommen. Dasselbe tat unter bäfslidicn Begleitumständen bic Prinzessin Luise Koburg, die Schwester der vom Kaiser allezeit mit besonderer Zartheit behandelten unglücklichen Kronprinzessin Stephanie, die nach zehnjähriger Witwenschaft von der Nack)gicbigkcit des kaiserlichen Schwie­gervaters die von dem königlichen Vater von Belgien verwei­gerte Genehmigung zn zweiter, unebenbürtiger Ehe mit dem Grafen Lonyay halb erschmeichelte, halb ertrotzte. Auch der Neffe, der an des geliebten Sohnes statt die Thronsolger­schaft erlangt hatte, gewann bem Kaiser die Erlaubnis zu unebenbürtiger Ehe mit einer Gräfin Chotek ab, wodurch der Keim staatsrechtlicher Bdftokrigfeiten für die Zukunft ausgejtrcut ist.

Das Unglück hat den Kaiser Franz Josef wie im Haus so auch im Staat verfolgt. Schwere Niederlagen zivangen ihn zur Abtretung Venetiens und der Sombarbei und zum Aus­scheiden aus dem Deutschen Bund, zum Verzicht auf eine Stellung in dem Reich, dem er den Kaisertitel verdankte Nur einmal war ihm vergönnt, auch einMehrer des Reichs" zu sein: im Jahr 1878 fiel ihm als Fracht der siege Ruß land-s über die Türkei Bosnien mit bete Herzegowina zu In revolutionärer Zeit war er ans den Thron gckominen: Rußlands Hilfe mußte er naclsuctvn ober sich geraden lassen. um die ungarische Revolution niederznwerfen, und erst bic Schlacht Don Königgrätz zwang ihm den Entschluß ab, nach achtzehn Jahren einen Ausgleich mit Ungarn zu suchen. Zum Frieden mit feinen Sölfern kam er aber nicht. Kaiser Frang Josef erfreut sich persönlich einer ganz ungewöhn- licke» Velicbth-eit: Aristokratie unb Volk schwärme» gleich­mäßig für ihn: doch jede einzelne Nation lehnt sich auf, nicht gegen feine Person, aber gegen bic StaatSeinheit, bic er vertritt. Von allen feinen Völkern wird er geliebt, aber jedes einzelne sieht in ihm feiner Nationalität Feind. Un­kluge Ratgeber haben ibn veranlaßt, zn weiterer Zerbröcke­lung der zweigeteilten Dtonckrckie beitutragen, in den Czechen die Ansprüche zu einem Sonberfönigtum zu wecken; die pol­nischen Provinzen zu einem Staat im Staate zu machen. Und endlich ist cs dahin gekommen, daß die Magyaren ihm wie vor bem Ausgleich, wie nach seinem Regiernngsantritt, den Gehorsam kündigten. Ungarn ist revolutioniert, wie es nur je gewesen.

Trotzdem hält sich der Kaiser aufrecht, ein Fürst von vorbildlicher Widerstandskraft. Unbesiegliches Gottvertrauen bat ihn durch aller Zeiten Stürme getragen und ibn gegen­über allen Fährnissen stark gemadrt. Z>vei Menschenalter bindnrch hat er Regentenerfahrnngen sammeln dürfen; fein Erfahrungsschatz ist vielleicht noch reicker als fein Vermögen, das ihn tum reichsten Manne beider Erdhälften macht. Er sieht viellcickt weiter, als andere, unb hat von feiner hohen Warte ans einen Blick in Gefilde ruhiger Entwickelung, wäh­rend minder Hochstehende ein Chaos verzagend voraus- fetzen.

Kaiser Franz Josef ist der Freund unb Verbündete un­seres Kaisers seit vielen Jahren. Nicnmls in der langen Zeit ist die Bnnd-es- und Frenndschaftstr-cne Kaiser Franz Josefs schwankend ober auch nur dem leisesten Zweifel ans gesetzt gewesen. Er genießt desbalb auch im Deutscher Reich Liebe und Verehrung, und überall ertönen von dc» Lippen, erklingen in den Herzen die anfrichtigste» Sünsd daß ihm ein langer unb glücklicher Lebensabend befehle den sei.

Der Schrecken von Mnau'ree.

(Sig. Bericht.) Newyork, 8. August.

Biebticl) am waldumstanLencn Michigansee liegt die Stad! Milwaukee. Sie im Laufe der Jahre zu einem mächtigen HandelSiinttclpnnlte geworden. Zahlreiche Bahnstrecken kreuzen sich in der Stadt, Seedampfer anfern im Hazen, und nicht der geringste Ruhm für die Metropole des Staatci Wisconsin ist cs, daß sie fast zu zwei Dritteln von deutschen Einwanderern oder deren Abkömmlingen bewohnt wird.

Soweit wäre nun alles schön und gut. Aber jetzt ist Mil­waukee in feinen Grundfesten erschüttert worden. Charles I. P f i ft e r ist von den Großgeschworenen des Diebstahls angeklagt. Was dies für Milwaukee bedeutet, das tann nur der verstehen, der weiß, werCharley" Psister ist und welche Stellung er bisher in der Stadt eingenommen hat. Charles Pfister ist Kapitalist, Straßeiibahiiinagnat, Direktor bet größten Milwauteer Bank, Besitzer der größten Gerbereien des Westens und des größten Hotels in der Stadt; sein Ver­mögen wird auf viele Millionen geschätzt, unb bis vor kurzem war Charley der politiid)c Voß der republikanischen Partei des Staates. Pfister ist Junggeselle, steht jedoch in naher verwandtschaftlicher Beziehung zu ben meisten altangesessenen lind hochangesehenen Familien der Stadt. Die Anklage der Großgeschworenen lautet dahin, daß Pfister 14 000 Dollars, die ihm von der Wisconsin Rendering Co. anvertraut w»r- ben, sich widerrechtlich angeeignet habe. Natürlich glaubt kein Mensch, daß Pfister dieses Geld gestohlen habe, um seine eigenen, vollen Taschen noch mehr zu füllen, und tat­sächlich ist dies auch nicht der Fall.

Die Sache häiigt zusammen mit den im Gange befind­lichen Untersuchungen über Durchstechereien in der Stadt- lind Colinty-Vcrwaltnng. Diese Untersuchungen hatten Enthüllungen zur Folge, die Milwaukees Schande und Schmach allen vor Augen führten. Nahezii 200 Aldermen, Suporvisoren. Zcitnngslcute und Kontraktoren sind schon in Anklagezustand versetzt. Und mit welch lumpigen Sum­men ließen sich diese Klcinkrämer bestechen! Für 25 oder 50 Dollars in jedem einzelnen FalleBverkauften sie Stadt oder Connty. Als aber nach langwierigen Nntersnchimge» immer nur Leute angeklagt wurden, die 25 ober 50 Dollars Bestechungsgeld angenommen haben sollten, da wurden im Publikum Klagen laut, daß man auch in diesem Falle wie­der die kleinen Diebe hänge und die großen laufen lasse. Doch nun ist plötzlich die Bombe bu rd) die Erhebung bar An­klage gegen Pfister geplatzt. Die Wisconsin Rendering Co., welche die Vernichtung der Absätze für die Stadt über­nommen hatte, wünschte vor Jahren einen neuen Kontrakt auf lange Zeit abmichlioßcn. Um ihren Zweck zu erreichen, setzte sie, wie es scheint, die Summe von 14 000 Dollars als Agitationsgeld, aus unb übergab sie dem damaligen rei.ni- blikanischen Boß. Man will nun darüber Aufschluß haben, wo das Pfister anher traute Geld geblieben ist. Viele sehen in dem Vorgehen gegen Pfister nichts als eine politische Rache des Distriktsanwalts, der der erbittertste politische Gegner Pfisters ist und seine Jury nur aus Anhängern feine,r eigenen Partei zusammensetzte.

Jedenfalls herrscht augenblicklich allgemeiner Schrecken in der Stadt wenn der Größte aller Großen, der Dollar­könig Pfister, wankt, was soll dann noch bestehen bleiben. Am Golde hängt, nach Golde drängt doch alles, ach !

politische Rundschau.

Deutsches Reich.

* Anläßlich der norwegisch-schwedischen Zwistigkeiten war namentlich von englischen Blättern, ausgestreut woroc» Deutschland beabsichtige, einen Hohcnzollernprinzcn auf bei norwegischen Thron zu bringen. Jetzt wird ans 8 lir offiziös bekannt gegeben, daß alle Änsstreuungen ubei deutsche Absichten auf die norwegische Krone unwahr sind Niemals hat in Dentschland an irgend einer Stelle der Ge danke bestanden, einen deutschen Prinzen auf den norwegischer Thron zu bringen. Was über deutsche Kandidaturen gefabeb worden ist, war, gleichviel ob es sich dabei um einen bei Söhne Kaiser Wilhelms oder um den Prinzen Albert vor Holstein oder um wen sonst handeln sollte, von ?l»sa»g ar blanke Erfindung. Kaifcr unb Reich haben sich keiner Aiigenblick einer der Möglichkeiten- in den Weg gestellt, bu nad) Lösung der Union mit Schweden bei der Wahl eine-: Staatsoberhauptes für Norwegen in Frage kamen. iu Einsetzung eines deutschen Fürsten zuni Nachfolger König Oskcrrs brauchte aus diesen Möglichkeiten nicht hinteryci ausgcschicden Z» worden. Sie hat von vornherein nicht da­zu gehört.

* Der Reichskanzler hat auf die Petition der oberschlcsitzher Städte wegen der Flcischteucrung geantwortet, daß die Er­höhung des russischen Schweinekontingents nur bem -and- wirtschaftsminister zustchc. Er sehe sich deshalb außentanöe ben vorgctragencn Wünschen zu entlprechen.

" Unter dem Verdacht der Spionage finbjn Wilhelms- (xwen »vci Engländer verhaftet worbe», sie werben bc. fd.rlbigt unerlaubte photographische Aufnahmen gemach, Ui haben. Die Engländer gehörten zur Beiatzung eine.