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ft,öe an der höheren Bürgerschule (Lchillerschule) zu Friedberg.

*** Dos Großh. Polizeiamt veröffentlicht in unserer heutigen Ausgabe eine Bekanntmachung betr. Verkrhr mit Keuerwerkskörperu, auf die wir die Intenffenten auch an dieser Stelle Hinweisen.

V Das 26. Lahntal-Sängerbuudesfest 1906 in Gießen w rd schon jcht in seinen ersten Vorbereitungen angebabnt. Die fistqebenden 4 Gießener Bundesvereine (Bäurische Gesangverein, Harmonie, Heiterkeit und Gemütlich- leit) halten für gestern Abend die Vorstände der übrigen Greßener G.sangv'reine zu einer gemeinsamen Sitzung nach demPostkellrr" einqelaben. Bis auf denL hcer-Gesang- vcrein" und denSängerkranz" waren alle Vereine vertreten. Der 2. Vorsitzende des Bauer'schen Gesangvereins, Haus­verwalter Todt, leitete die Sitzung und gab bekannt, daß das Bundesfest wie auch im Jahre 1890 gemeinsam zu feiern beabsichtigt ist, d. h. die anderen Gießener Gesang­vereine, obgleich sie dem Bund nicht angehören, mitwirken möchten und könnten. Seidewand, der 1. Vorsitzende derHeiterkeit", ergänzt noch, daß das letzte BundeSftst in Gießen 1890 stattgesuuden hat und j tzt innerhalb unserer Stadt sich zum 4 Male wiederhole. Früher hatten die anderen Nicht Bundeèvereine an oen vom Bundesvorstand vor geschriebenen Mosstnchören mitgewirkt, feit 1890 ist das aber infolge anderer Bundesbestimmung nicht mehr möglich, da die Bundesvereine für sich fingen und deren Leistungen gewertet werden. Aber zu den am Festvorabend, am Kommers, zur Aufführung gelangenden! Massenchören wird um eine alls eilige Beteiligung gebeten, daneben sind Einzelchöre gern erwünscht. DaS Fest wirv, abgesehen vom Kommerèabend, 2 Tage dauern (Sonntag und Montag) und ist als Zeitpunkt Anfang Juli vorgemerkt. Todt fügt hinzu, daß am 1. Festtag die Bundesvereine die ihnen aufgegebenen Einzelchöre singen; an diesem Tage von einer Aktivität der anderen Vereine nicht die Rede sein kann. Die einzelnen Vertreter stellten die Unterstützung ihrer Vereine ziemlich bestimmt in Aussicht, nur in welcher Weise das geschehen sönnt?, ob Beteiligung am Massen- oder Einzelchor oder ob Mitwirkung einzelner Mitglieder in den Kommissionen, müßte einer späteren Versammlung vorbehalten sein; inner­halb der einzelnen Vereine würde man erst Stellung zu diesen einzelnen Punkten nehmen. Musikalienhändler Challier sen., als Vertreter des Kronbauer'schen Quartetts, äußerte sich über die früher bei ähnlichen und anderen größeren Festen, wo Gesangsvort äge mit stattgefunden haben, gemachten für ihn unsympathischen Einrichtungen, daß 1. der Musikauèschuß mit dem Vergnügungsauèschuß ver­schmolzen wird und 2, daß bei Erbauung eines PodiumS dk m musikalischen Gehör und der musikalischen Wirkung durch die zu hohe Bauart wenig Rechnung getragen wurde. Zu 1 verlangt Challier, daß gerade hier bei diesem Sängerfest der Musikausschuß einer der wichtigsten Ausschüsse ist, er also vollständig selbstständig zu arbeiten in der Lage sein muß und vor allen Dingen Fachleute mit in ihn berufen werden möchten und vom Vergnügungsausschuß zu kennen ist. Zu 2 verlangt Challier, daß das Podium nicht höher alS 1P/2 m g baut wird und seine Dachschale auch so

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eingerichtet fein muß, daß die Akustik gut ist. Als Fest- platz will man Oswaldsgarten zu bekommen suchen, der sich für dieses Sängerfest umsomehr eignet, als der Jvxplotz infolge der räumlichen Verlältnisse schon ganz von selbst vom F-stplatz getrennt werden muß, die Gesangsvorträge also durch Karroussel ober sonstigen Lärm nicht gestört werden. Auf dem Trieb z. B. würden Fest und Juxplotz sicher eins werden und man will schon darum, ganz abge­sehen der weiten Entfernung wegen, diesen Platz gar nicht in Erwägung ziehen. Musiklehrer Görlach und Bethosen vom Bauerschen Gesangvereine unterstützten das. Ganz, der 1. Vorsitzende deS nicht zum Bund gehörenden Maschinenbauer-G.s ingverein, schlägt vor, daß bis zur nächsten Versammlung er nimmt nach dem Verlauf der Beratungen an, daß sich kein Verein an der Beteiligung ausschließt bereits eme provisorische Bildung der einzelnen Kommissionen vorgesehen ist, und daß dazu die einzelnen Vereine nochmals um bestimmte Aeußerung gebeten werden sollen. Die nächste Versammung wurde für den 12 Januar festgesitzt. Diese erste gemeinsame Bratung der Vorstände fast aller hiesigen Gesangvereine läßt schließen, daß dieses Bundes-Sängersest auch zugleich ein städtisches Fest wird, an der wie gewohnt die gesamte Bürgerschaft Anteil hat.

*** Die Direktion der Blinden-Anstalt Friedberg macht darauf aufmerksam, daß zahlreiche blinde Kinder erst so spät der Anstalt übergeben werden, daß bte nötige Schul- und berusst che Ausbildung nicht mehr erzielt w.rden kann. Verschiedene Kinder wachsen überhaupt o^ne jeglichen Anstalts- unterricht aus. Die Behörden stellen gegenwärtig in dieser Sache Ecmittelungen an.

? Weihnachtskasse. In die in der Restauration Wigandt am Neuenweg in Gießen bestehende WrihnachtS- sparkasse sind im laufenden Jahre 4541,35 Mk eingelegt worde,, die hmte Abend dort ausgezahlt werden. Im vorigen Jahre, dem ersten ihres Besteheus, hatte die Kasse 2717,70 Mark.

?? Grünberg, 15 Dez. Die lttzte Gemeivderats- sitzuuq beschäftigte sich mit der Ausnahme von 50 000 Mk zu 33/4 0/e, die zum Straßenbau und zur Kanalisierung ver­wendet werden sollen. B i der Wahl der Schulamtsvorsteher wurden Emil Sehrt und Karl Schott wieder- und Spengler­meister Kaiser neugewählt.

** Garbenteich, 15. Dez. Unglücklicher Wurf. Schön iff*, wenn der deutschen Jugend der kriegerische Geist erhalten bleibt, wenn sie Freude am Kampfe findet, aber es muß alles in seinen Grenzen bleiben, eS dürfen keine Aus­schreitungen vorkommen. Vor einigen Tog'n lieferten die hüsigen und Steinbacher Knaben sich einSchlacht", in der die Batterien hauptsächlich Chausseesteine verfeuerten. Leider flog einem 9jährigen Jungen ein Stein -so unglücklich ins Gesicht, daß er erhebliche Verletzungen davontrug.

-r Nieder Gemünden, 15. Dez. Die Volkszählung ergab für nufere Ortschaft: 518 Personen, 482 evangelischen, 7 katholischen und 29 israelitischen Bekenntnisses. 1900: 509 Einwohner. Zunahme: 9. Nieder-Gemünden zählt 1 102 Wohnhäuser mit 112 Haushaltungen.

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Standesamt-Nachrichten der Stadt Gießen.

Geborene.

Am 5. Dtz mber. D-m Vizefeldw-bel Wilhelm Berk eine Tochter, Ottilie ; 6 Bahnmeister Ludw-q Peter eine Tochter, Auguste Sabine Elisabethe; 9 Monteur Karl Jos f van Engelen ein Sohn, Rudolf Bernhard; Wirt Franz Renk eine Tochter, Henny.

Aufgebote.

Am 8. Dezember. August Edmund Holland, Geschäfts­führer dahier mit Bertha Auguste Walther in Schleusingen. 9 Heinrich Jung, Schutzmann in Alz y mit Marie Batten­hausen dahier. 11. Ferdinand Simmec, Schuhmacher in Kefenrod mit Elisabethe Schunk dahier. 14. Franz Heinrich Clemens Hagena, Apotheker dahier mit Dorothea Johanna Guht in Wetzlar.

Eheschließungen.

Am 9. Dezember. August Hilgardt, Malermeister dahier mit Mathilde Schäfer hierselbst Heinrich Octmüller, Bäcker dahier mit Anna Salomon hierselbst. Georg scheuer, Sergeant dahier mit Ottil e Dctzert hierselbst.

Gestorbene.

Am 7. Dezember. Hermann Albert Hcyni Bues, 3 Mte. alt, Sohn des Gastwirts Hcyii Bues dahier. 8. Magarete Dietrich, geb. Haas, 46 Jahre alt, Ehefrau deS Postschoffaers Wilhelm Dietrich dahier. 9. Wilhem Franz Joses Anton Seibel, 1 Jahr alt, Sohn deS Sattlers Franz Josiph Seidel dahier. Karl Georg Roth, 1 Jahr alt, Sohn des Schneiders Karl Heinrich Roth dahier. 10. Luise Plppler, geb. Baiser, 76 Jahre alt, ohne Beruf dahier. Adelhaid Trautwein, 79 Jahre alt, Witwe des ForftmspcktorS Karl Trautwein dahier. 13 Johann Heinrich Barth, 8 Mte. alt, Sohn des FuhrknechtS Johann Barth dahier. 14 Anna Elisabethe Klamt, 1 Ml. alt, Tochter des Kellner- Richard Klamt dahier.

Kirchliche Nachrichten für Grüuverg.

Am 3. Sonntag des^ Advents (17. Dez.) predigt:

1. vormittags: Pfarrer Schmidt.

Text: Matth. 3, 1-11. Lied Nr. 17.

2. nachmittags: Dekan Wagner.

Text: 2 Tim. 4, 58. Lied Nr. 18.

Abendmahlsgottesdienst im Hospital vorm. 3A9 Uhr.

Gottesdienst in Stangenrod nachmittags 1 Uhr.

Vrief- und Fragetasten der Redaktion.

Nach Nieder Gemünden ^-ften Dank und Gruß.

Gietzeskrs lanSwtrtsHsfMcher WetterDt^ft.

RorauSfichtliche W tterunz in Heffrs für Sonntag, den 17. Dezember. Anhaltend trüb, etwas kälter, höchsten- vereinzelt geringe Nudersch'äge; keine Aussicht auf Fcost- wetter.

(Näheres durch die Gießener Wetterkarte.)

Verantwortlich: für die Politik und den Inseratenteil Albin Klein,' für den übrigen Inhalt: Georg Horn, beide in Gießen.

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