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sei nur möglich auf dem Bodlu religiö er und bürgerlicher Freiheit. Der Geist kleinlicher Polizeimirtschaft, der bis hoch hinauf herrsche, müsse schwinden. Bei der Kolonialpolink brachte er eine Angeleg.nheit zur Sprache, die gerade in den letzten Tagen viel Aufsehen gemacht hat; die Nachricht, daß Eingeborene aus Kamerun sich über den Gouverneur von Pmkamer beschwert haben und daß die Beschwerdeführer Dom Gericht in Kamerun zu mehrjährigen Freiheitsstrafen verurteilt worden seien. Die Sache schien dem neuen Leiter der Kolonialverwaltung wichtig genug zu sein, um sofort dem Abg. Gröber zu antworten. Erbprinz zu Hohenlohe-Langenburg sprach es nicht aus, aber er ließ durchülicten, daß der Vorfall der Regierung nichts weniger wS angenehm ist. Er sagte, Herr von Put- kamer sei aufgefordert worden, sich zu mündlicher Bericht­erstattung in Berlin einzufinden ; aber es klang, als meinte erzur Verantwortung". Unter der Nachwirkung der Gröberschen Rede und der Hohenloheschen Erklärung hatte der süddeutsche Demokrat Payer, der dann zum Worte kam, anfänglich mit großer Unruhe zu kämpfen, die er jedoch all­mählich durch witzige Auslassungen im Sinne der ersten Gröberschen zu besiegen anstand.

preußischer Landtag,

bai-e der Mb geordnetem

(6. Sitzung.) RK. Berlin, 12. Dezember.

Die Besprechung der Interpellation über den Wagenmangel ichs sich, da Graf Kanitz die Preis- Politik des Kohlensyndikats ergriff und d'e Industrie auf die Kanäle verwies, zu einem Redekampf zwischen Agrariern und Industriellen aus. Fünf Naüonalliberale sprachen vor fast leerem Hause, während dem Grafen Kanitz der Abg. V. Pappenheim zu Hülfe eilte. Graf Moltke (hfonf.) verbreitete sich über Stanöle und Eisenbahnen". Minister v. Budde versprach auf einmal, sein möglichstes zur Beseitigung der offen zu- gestandenen Wagennot zu tun. Nun begründet? der Abg. v. Savigny, seine Interpellation über den T "neleinsturz zu Altenbeken. Minister v. Budde führte das Unglück auf ein unabänderliches Naturereignis zurück und teilte mit, daß eine gründliche Erneuerung des Tunnels vorgenommen wird, die bis zum April fertig sein soll. Er haben sämt­liche Tunnels untersuchen lassen und nirgend ähn­liche Schäden gefunden. Nachdem noch Ministerialdirektor Wiesener den Unfall wissenschaftlich erklärt hatte, wollte der Abg. S ch m i d t - Marburg (Ztr.) die Besprechung der Interpellation herbeiführen, fand aber m ht die genügende Unterstützung. So wurde denn Schluß gemacht bis zum 9. Januar.

Soziales Leben.

X Attentat streikender Arbeiter. Die Ausstands- bewegung an der rujsi ch-deutschen Grenze in Oberschlesien hat wiederum zu einer beklagenswerten Ausschreitung geführt. Der Fabrikbesitzer Schön wurde abends auf der Heimfahrt in der Nahe von Sosnowice durch mehrere, von streikenden Arbeitern auf chn abgefeuerte Revolverschüsse schwer verletzt.

X Jubiläumsstistung für Angestellte. Aus Anlaß ihres fünfzigjährigen Gcschästsjubiläums hat die Firma Korlen- bach & Rauh in Ohligs die bestehenden Geschäftsstiftungen auf die Summe von 350 000 Mark erhöht. Aus den Zinsen dieser Stiftungen, die teils den Angestellten, teils den Arbeitern zugute kommen, wird eine Kochschule für Fabrikarbeiterinnen unterhalten, kranke Arbeiter und Angestellte in Bäder ent­sandt, sowie Alters-, Invaliden-, Witwen- und Waisenpensionen gezahlt.

Nab und fern.

t Schiffsuttfälle infolge Nebels auf der Elbe. In­folge Nebels ereigneten sich auf der Elbe zahlreiche Kollisionen. Der Hamburger Dampfer Reinfeld stieß auf der Unterelbe mit dein Kohlendampfer Altona zusammen; Reinfeld wurde schwer beschädigt und mußte auf den Strand gesetzt werden. Der Dampfer wurde provisorisch gedichtet und nah Hamburg zurückgebracht. Der dänische Dreimastschoner Saga wurde auf der Unterelbe von dem englischen Dampfer Vienna an­gerannt, am Heck schwer beschädigt und ist nach Hamburg zurückgekehrt. Der englische Dampfer City of Malaga stieß mit dem zweiten Elbfeuerschiff Bürgermeister Kirchenpauer zusammen. Beide Schiffe sind beschädigt.

t Der letzte Akt. Aus Furcht vor einer Operation hat sich in Graudenz der Schauspieler Caßmann vom dortigen Stadttheater mit seiner Frau erhängt. C. sollte wegen einer Entzündung am Arm operiert werden, fürchtete aber, die Operation nicht überstehen zu können. Er ließ sich daher aus dem Krankenhause, in dem er lag, nach Hause beurlauben und verübte hier während der Nacht die Tat. In einem hinterlassenen Briefe hatte er fei ^irlin zur Erbin seines Nachlaßes, Garderobe, Schmuckgegenstände und einer geringen Barschaft eingesetzt.

t Brand eines Sägewerks. Durch eine riesige Feuers­brunst ist das im Mittelpunkte von Erfurt belegene Säge­werk von Blödner Nachf. zerstört worden. Sämtliche Fabrik­gebäude und das Holzlager wurden ein Raub der Flammen, doch konnten die umliegenden Wohnhäuser geschützt werden. Der sehr bedeutende Schaden ist nur zum Teil durch Ver­sicherung gedeckt.

t Mord auf der Landstraße. In der Nähe von Würz­weiler in der Nordpfalz wurde auf der Landstraße der 63jährige Lumpensammler Engel aus Mariental ermordet aufgesunden. Der Kopf zeigte sechs Beilhiebe; der Hals war Iast vollständig durchschnitten. Es ist dies im letzten Halb- ahre der dritte Mord in dem Bezirke. Von dem Täter fehlt jede Spur.

f Krankheitsherde. Vier Personen aus Dopiewic bei Posen wurden als an Genickstarre erkrankt dem Krankenhause Posen eingeliefert. Die betreffenden Häuser sind als verseucht erklärt worden. Trotz amtlicher Dementis ist in Funchal auf Madeira das Auftreten der Pest festgestellt worden und bereits sieben Personen sind an dieser Krankheit gestorben. Die Behörden haben strengste Absonderung der Kranken und Abwehrmaßregeln angeordnet.

t Am Hochofen verunglückt. Auf der Gewerkschaft Deutscher Kaiser in Bruckhausen bei Duisburg sind fünf Hoch­ofenarbeiter schwer verunglückt. Nach einer Reparatur des Stichloches des Hochofens war der Betrieb wieder aufge- chommen worden, als plötzlich eine Flamme aus dem Stich- ^loch chervorschlug und fünf Arbeiter verletzte. Man hofft, daß die Verunglückten alle mit dem Leben davonkommen.

t Des Kapitäns letzte Fahrt. Der Fsschdampfer Waterkant aus Geestemünde wird vermißt und ist wahr­scheinlich mit 11 Mann Besatzung im letzten Sturm unter­gegangen. Sein Kapitän Modersitzky wollte nach Beendigung dieser Reise aus seinem 50 jährigen Dienst scheiden; er hat nun in Wirklichkeit seine letzte Fahrt gemacht. Auch der DampferFram" von Drammen nach Christiania unterwegs ist mit 7 Matrosen und 4 Fahrgästen untergegangen.

f Im brennenden Spritzenhaus. Bei einem Feuer, das in Ziebern bei Glogau das Spritzenhaus der Feuerwehr niederlegte, kamen der Spritzenmeister und ein in dem Ge­bäude untergebrachter Ortsarmer in den Flammen um.

f Bestrafte Waghalsigkeit. Der Sohn des Kätners Templin in Hohenkirch begab sich auf dem Wege von der Schule auf das dünne Eis eines Teiches und brach ein. Als der Knabe abends vermißt wurde, begab sich der Vater auf die Suche. Er entdeckte auch die Fußspuren und die ein­gebrochene Stelle im Teich. Am andern Morgen wurde die Leiche des Knaben gefunden.

f Auf der Flucht ertrunken. Zwei Schiffsjungen vom SchulschiffCharlotte" beschlossen, in Cartagena aus Furcht vor Strafe wegen eines Diebstahls von Bord zu fliehen, in­dem sie an der Ankerkette herunterkletterten und nach dem Ufer schwammen. Der eine kam auch dorthin, kehrte aber am nächsten Tage reuevoll an Bord zurück; der zweite, Glatzel, ist verschwunden und jedenfalls ertrunken.

t Das Sterben zu zweien. In Meerane wurde der seit einigen Tagen verschwundene Musterzeichner Walter mit einer Schußwunde tot aufgefunden. Neben ihm lag seine Frau, in die Schläfe geschossen, sterbend. Das Ehepaar hatte Selbstmord verübt.

f Ein liebender Gatte und Schwiegersohn. In Straßburg i. Els. wollte der Lehrer Holtzinger seine Frau, die ihn wegen seiner Untreue verlassen hatte, erschießen, traf aber statt ihrer seinen Schwiegervater, den er lebensgefähr­lich verletzte. H. wurde verhaftet, nachdem er sich zu er­schießen versucht, aber nur leicht verwundet hatte.

f Bluttat eines Zuchthäuslers. Ein eben aus dem Zuchthaus entlassener Sträfling, H. Maurer, hat in Betten­hausen bei Cassel eine neue Untat begangen, indem er die Witwe Ellerkamp nach einem stattgehabten Streit erschlug. Der Mörder ist flüchtig.

t Gerüsteinsturz. Das am Neubau der evangelischen Kirche in der Holländischen Straße zu Cassel angebrachte Gerüst stürzte anscheinend infolge Ueberlassung ein, wobei ein Arbeiter getötet und eine große Anzahl schwer verletzt wurden. i

t Handschriften-Diebstahl. In Weimar wurde der Antiquitätenhändler Wolfgang Bach verhaftet. Es wurden bei ihm Manuskripte gefunden, die dem Goethe- und Schiller- Archiv gehören. Der Diebstahl kam dadurch zu Tage, daß an eine Berliner Firma verschiedene Goethe-Mbnuskripte verkauft wurden, die durch die Hände Bachs gegangen waren.

t Gruben-Unglück. In der Grube Nothberg in Esch­weiler wurden während der Nacht infolge schlagender Wetter zwei Bergleute getötet, sowie fünf schwer und einer leichter verletzt.

t Morbanschlag auf einen Gerichtsvollzieher. Als der Gerichtsvollzieher Blohm in Lübeck bei dem dortigen Kaufmann Blomdenthal eine Pfändung vornehmen wollie, griff der Kaufmann zum Revolver und brachte den Beamten eine tötliche Schußwunde bei. Dann verübte Blomdenthal Selbstmord. '

t Rettung aus Seenot. Auf der Höhe von Got­land traf der Hamburger DampferDiana" einen Schoner in sinkendem Zustande. Der Dampfer barg die ans fünf Mann bestehende Besatzung und hat sie in Hamburg gelauuet.

t Rückfahrkarten nach der l imcrn. Im

nalen Verkehr waren bisher Rücksahrkacten nur bis zu IG Tagen gültig. Vom 1. Januar k. I. ab sollen nun, nach Vereinbarung mit der Direktion der ParisLyonMittel­meerbahn 45 tägige Rückfahrkarten BerlinCannes bzw. Nizza zugelassen werden, wobei es den Reisenden freigestellt sein wird, ihren Weg über Genf oder Belfort zu nehmen.

t Jugendliche Messerhelden. Zwei zwanzigjährige Burschen, die Brüder Nowack, wurden in Bonn verhaftet. Sie hatten bei einer Schlägerei einen Tischler m;t den Messern angefallen und so zugerichtet, daß der Verletzte tot umsank.

t Tätliche Wirkung der Furcht. Das Dienstmädchen P. aus Berlin hatte einen ihr bekannten Hausbesitzer in Nummelsburg besucht. Als sie in dessen Zimmer einen Dolch liegen sah, erfaßte sie ein solcher Schrecken, daß sie, wie wahn­sinnig um Hilfe schreiend, ans ^ .ster lief und auf den Ho^ sprang. Mit einem schweren Schädelbruch ins Krankenhaus gebracht, starb sie, nachdem sie den Vorfall wie angegeben geschildert hatte, als Opfer ihrer unbegründeten Frrrcht.

+ Auffindung einer Vermißten. Die seit 31. Oktober vermißte junge Engländerin Elsie Scott-James ist in Lüne­burg als Leiche in der Ilmenau aufgefunden worden. Nach dem Befund scheint Unfall oder Selbstmord vorzuliegen.

* Ungetreu r Kassenbeamter. Ein Fehlbetrag von lÄfino Mark sst in der evangelischen Schulkasse zu Zabrze entdeckt worden. Die Unregelmäßigkeit rührt nach dem Re- v^sionsbcricht aus der Zeit her als der verstorbene KreisauS- schußsekretär Brey die Kasse verwaltete. Die Lebensversiche- -ungspolice des Verstorbenen in Höhe von 6000 Mark sowie Teil des Mobiliars wurde zur Deckung des Defizits mit Beschlag belegt.

^urch elektrischen Strom. Durch men eigen- artlgen Unfall ist in Leipzig-Anger der Teleg ^phenarbeiter Gunther ums Leben gekommen. G. war beim Kabellegen an emem Maste der elektrischen Leitung in die Höhe gestiegen und hatte hierbei mit einem Arm den Leitungsdraht berührt Der hochgespannte elektrische Strom tötete ihn auf der Stelle Der Körper des Unglücklichen konnte von der Leitung erst befreit werden, nachdem im Elektrizitätswerk der Strom ab­gestellt worden war.

t Rohe Tat zweier Betrunkener. An der Wohnuna des Kaufmanns Herr in Mannheim hatten zwei Betrunkene, die leider noch nicht sicher ermittelt sind, nachts die Haus­glocke fortgesetzt gezogen. Als H. ihnen das untersagte, fiel der eine mit einem Dolch über ihn her und riß ihm den Nacken von einem Ohr bis zum anbem auf. Die Wunde geht bis auf die Wirbelsäule. Außerdem ( ' * Armwunde.

erhielt Herr eine tiefe

t Ein ungeklärter Vorfall. Der preußische Guts- ; besitzer Grotte, der in Ungarn große Besitzungen hat, wurde | in der Nähe von Diosjenö erschossen aufgesunden. Nach dem Leichenbefund scheint Selbstmord ausgeschlossen, doch fehlt bis jetzt jeder Anhalt, ob ein Unglückssall auf der Jagd oder ein Verbrechen vorliegt und wer die Tat vollbracht haben könnte.

f Beschlagnahmte Goldwaren. In Leipzig wurden sämtliche gestempelte Goldwaren der Vera-Diamant-Kompagnie beschlagnahmt. Bei der vorgenommenen Untersuchung hatte der städtische Münzwart nur 2A Karat Feingehalt an Gold statt 14 Karat ermittelt. Von der Staatsanwaltschaft ist Strafverfolgung eingeleitet worden.

t Aus der Reise zur Hochzeit verhaftet. Zu seinem Glücke wurde ein junger Kaufmann in Borlin im letzten letzten Augenblicke vor dem Schicksal bewayrr, daß er einer gefährlichen Hochstaplerin in die Netze geriet. Diese, <ine j große Person von vorteilhafter Erscheinung und sehr ge- I wandten Umgangsformen, pflegte sich als eine Abkömmlingin einer vornehmen deutschen Familie in Rußland auszugeben, und hatte es verstanden, junge Herren zu umgarnen und auszuplündern. Zuletzt hatte sie es auf einen jungen Kauf­mann aus einer angesehenen Berliner Familie abgesehen, der Eltern und Stellung im Stiche lassen und mit ihr nach London fahren wollte, um sich dort mit ihr trauen zu lassen. Auf dem Wege zum Bahnhof begegnete dem Pärchen ein Kriminalbeamter, der die lange gesuchte Hochstaplerin nach einer Photographie erkannte und in Nummer Sicher brachte.

f Die Mörderin ihres Gatten. In Sarkad in Ungarn ereignete sich ein erschütternder Gattenmord. Ein dem Trunke ergebener Landmann quälte und peinigte seine Frau auf alle mögliche Weise und drohte schließlich, sie mit Dynamit ums Leben zu bringen. Als der Maun wieder einmal schwer be­rauscht heimkehrte und sich auf dem Dachboden in das Stroh verkrochen hatte, ging die verzweifelnde Frau ihm nach und erhängte den Trunkenbold m^celst einer Schnur an einem Balken. Dann stellte sie sich der Gendarmerie.

f Brand im Arsenal. Eine große Feuersbrunst zer­störte das spanische Arsenal La Carraca in Cadiz und richtete einen Schaden von über zwei Millionen Mark an. Zwei in Reparatur befindliche Torpedoboote wurden mit vernichtet. Ein Matrose ist bei den Rettungsarbeiten in den Flammen umaekommen. _

t Wegen Arbeitslosigkeit Doppelmörder. In dem englischen Dorfe Milton Abbot ermordete der Arbeiter John Murphy seine Schwester und deren Kind, indem er ihnen mit dem Rasiermesser die Kehlen durchschnitt. M. konnte seit längerer Zeit, infolge des Arbeitsmangels in England, keine Beschäftigung erlangen und die Familie seiner Schwester, deren Mann seit Jahresfrist krank ist, nicht ernähren. Dec Polizei gegenüber änderte er, daß er den Jammec der Familie nicht mehr mb aukes^u konnte.

+ Auf ebenen Wunsch erschlagen. Der Bürgermeister der französischen Siad! St. Pierre erschlug seinesFrau auf deren dringenden Bitten, sie von einem schweren Krebsle,den durch den Tod zu retten. Die Unglückliche hatte bereits mehrere Male se.bst versucht, ihren Qualen ein Ende zu bereiten. Nach der Tat stellte sich der Mann selbst bei

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+ Große Gasexplosion. In der Gasfabrik in Buda­pest erfolgte abends infolge Ausströmens von Gas eine furcht- bare Explosion, durch die acht Arbeiter schwer, zwei davon tätlich. verlebt wurden.

Vermischtes. - Ü

= Preiserhöhung im Gastwirtsbetriebe. Die an- hallende Teuerung des Fleisches und sonstiger Lebensmittel wird nun auch einen Aufschlag der Hotel und Restaurations- preise zur Folge haben. Die außerordentliche Generalver^ Sammlung der' Gasthofbl scher hat darüber folgenden Beschluß! gefaßt:Die außerordentliche Generalversammlung des Internationalen Vereins der Gasthofbesitzer bekundet über­einstimmend, daß mit Rücksicht auf die großen Mehrausgabe^ welche der Hotelindustrie durch die vollständige Umwandlung des Hotelwesens in den letzten Dezennien (Anlage von Lists,- elektrischer Beleuchtung, Zentralheizung, Badeeinrichtungen, ufm.) sowie durch die sich immer mehr steigernden Lasters welche ihr staatlicher- unb kommunaler'eits auferlegt werdens endlich aber infolge der Teuerung des. Fleisches wie dev sonstigen Lebensmittel, die nach Aussage einwandsfreier Sach­verständiger keine bald vorübergehende ist, eine Erhöhung der Preii e im Hotel- und Restaurant-Gewerbe in jeder Hin­sicht gerechtfertigt ist und eine solche ungesäumt eintreteni muß, wenn nicht die Industrie ihrem Ruin entgegengehen soll. Die Generalversammlung empfiehlt deshalb den Mt- gliedern des Internationalen Vereins der Gasthofbesitzer sollte den Landes- und Ortsverbänden, sich eng zusammenschließen und einen den großen Mehrausgaben entsprechenden Preis­ausschlag herbeizuführen." Das war nach Lage des Lebens­mittelmarktes vorauszuschen.

Vom Altenbekener Tunnel. Die Wiederherstellungs­arbeiten am Tunnel zu Altenbeken haben eine neue Unter­brechung durch einen Bruch erfahren, dem ein starker Erd­rutsch gefolgt ist. Die Absteifung der neuen Bruchstelle ist noch nicht gelungen und, weitere Senkungen des über de» Tunnel liegenden sogen, schwimmenden Gebirges scheinen bevorzusteheu. Unter diesen Umständen dürfte die Jnbetrieb- nabmc des Tunnels frühestens in 2 Jahren erfolgen können, wenn es überhaupt bei der gefährlichen Gebirgslage möglich sein wird, eine sichere Tunnelfahrt zu schaffen.

= Zigeuner auf dem Lande. In vielen Gegenden Deutschlands, besonders im Westen wird neuerdings wieder über das Anwachsen der Zigeunerlager geklagt. Diese schwarzen Gesellen meiden natürlich die Städte und drücken sich in den kleineren, abgelegenen Ortschaften herum, wo die Bauern sie gutmütig unterstützen. In Wirklichkeit schröpfen sie die La»ö- bewohner in der frechsten Weise. So lag kürzlich in einer Gegend des Sauerlandes fast drei Tage lang eine Bande von über 100 Köpfen mit zusammen 15 Wagen und 24 Pferden. Die Lebensmittel für sich und die Tierebeziehen sie aus der nächsten Umgebung, die sie abstreifen. Die Bauern geben teils aus Furcht, teils um die zudringlichen Gäste los zu werden, die sich sonst ihr Teil einfach stehlen. Die meisten Zigeuner sind außerdem keine Fremden, sondernliebe deutsche Landsleute" aus Hessen, Sachsen, Thüringen, aus Wittgen­stein-Berleburg, dem Elsaß, die hübsch ihre Gewerbescheine als Musiker, Korbflechter, Schirmmacher, Pferdehändler usw. 1 L Vielfach mieten sie auch leerstehende Häuser, bezahlen äJiieu und Steuern, halten sich aber nur vorübergehend dort auf. L e haben also nach dem Gesetz einenfesten Wohnsitz" und verstehen sehr gut, ihreRechte" daraus abzuleiten. |

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