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Unabhängige Tageszeitung

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ebener Mrt gebügelt

ini-garischen Armee aus dem Verband der Gesamtmonarchie

Der Krieg in Ostasien.

aber, namentlich für die ungarischen Rohprodukte, Zollfrei- hât weiter bestehen läßt. Dem Einwand, daß die Meist- , belgünstigungsklausel, die in den Vertragstarisen enthalten ;u sein Pflegt, einer solchen Ordnung hinderlich sei, begegnet

mit mit bei

wenig Lebensmittel unb wenig Munition haben.

Während die Spitzen der japanischen Heeressäulen aller Wucht vorstoßen, finden fortgesetzt Einzelkämpfe den versprengten russischen Armeeteilen statt. Sogar

Trotz der großen Anstrengungen, die die Japaner machen, um ihren Sieg am Hunho zu einer Katastrophe für

sich ausgedacht, daß zwischen Oesterreich und Ungarn ein Zvllvertrag abgeschlossen werden soll, der nur für eine kleine Anzahl Jndustrieartikel Schutzzölle feststellt, im übrigen

In der Tat hat selbst Franz Kossuth angefangen, eine Art Einsehen zu zeigen. Er scheint erkannt zu haben, daß seine staatsrechtlichen Theorien, die eine Losreißung der

Redaktion u. Hauptexpebitio«: Gießen, Selter sw eg 83.

Gerufprechimschluß Nr. SS».

öngarische Zollpolitik.

Der österreichisch-ungarische Botschafter am Berliner Hof, Graf Szögyenyi, hat sich nach Budapest begeben, nicht in diplomatischer, sondern in selbstgegebener politischer Mission. Er will auf seine Freunde in der Heimat belehrend ein-

, können Handeln ertrüge ganz fcÄ# V

®wmn Uohfamen Kämpfe noch zu komplizieren. unb bestreikt, sobaü

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Nr. 62

A«sertt»OO»rei- • Die einspaltige Petit-eile für ganz Ober- heffen, die Kreise Wetzlar mA Marburg 10 Pfg. sanft 15 Pfg.

Reklamen die Petitzeile 30 resp. 40 Pfg.

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(Gießener Gagevratt)

für Oberhefsen und die Kreise Marburg und Wetzlar; Lokalauzeiger für Gießen und Umgebung.

Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberheffe«.

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wirken, daß sie von dem Versuch Abstand nehmen, dem Han­delsvertrag Schwierigkeiten zu bereiten, der zwischen Deutsch- lasrd und Oesterreich-Ungarn vereinbart worden. Er will 7 ^w den Magyaren sagen, was sie nicht zu wissen scheinen, daß

durchzöget bic maßgebenden Faktoren und Parteien Deutschlands dem 1111 dentsch-österreichischen Vertrag, wenn er durch ungarisches

Verschulden zum Scheitern kommen sollte, keine Träne na dp

to zu bL? '"L Anwuchs ? Achtung zu sw . weiln die Santo ^?'- Unterlage z, ln Naher, brütet â

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^ sich kaum noch lie eine Appretur zu cm Bestreickzen i "nd ein sorgfältig tut man gut, sfr tlas appretierte i Teilen bon Dr lrch ein feinr- Luch leichmäßig tmt fe* Jin man U durch der glänzet mchen,

meinen würden. Er will sie darauf aufmerksam machen, daß mcan bei den deutschen Landwirten lebhaftes Vergnügen errpfinden würde, wenn die nach den Wünschen der Ungarn vereinbarte Viehsenchenkonvention nicht in Kraft träte, viel­mehr der Landwirtschaft in Deutschland die Möglichkeit ge- gäben würde, sich gegen die Konkurrenz des ungarischen Vieh- ezports durch eine Viehsperre gründlich und für immer zu schützen. Er will ihnen endlich klar machen, daß es viel leichter sei, eine Handelsvertrags-Vereinbarung zu nichte zu machen, als sie herbeizuführen, und daß die Begleichung der Kostenrechnung immer dem zukäme, der den Schaden ange- richtet.

Ob Graf Szögyenyi Erfolg haben wird, bleibt abzu- Mwten. Die politischen Wirren, in denen sich Ungarn be­findet, unterstützen sein Unternehmen insofern, als ein Poli- til-er, der Berantwortlichkeitsbewußtsein hat, ohne äußerste 3M nicht auf sich nehmen wird, die vorhandene Mißhellig­keit, die sich auf die Ordnung der Staatsverfassung bezieht, iwcch Heraufbeschwörung wirtschaftlicher Gegensätze und

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itüch âiäeü eine bezwecken, zunächst wenigstens keine Aussicht auf Verwirk­st und \\t de'chcüv lichung haben. Er will sich deshalb bescheiden und als guter weW während des Klnufmunn den Schmerz seiner magyarischen Resignation sich n, zu neutralisieren, du rch wirtschaftliche Zugeständnisse lindern lassen. Er hat èhen; vergißt man st wohnlich in der Nach!

:c Uhr zur Verfügung die Zeit. Zieht man ' allenfalls mitten m

ijt der dritte »md. iberreizten und niudev

Franz Kossuth mit dem Hinweis darauf, daß die österreichisch- !?"'!" Am Morgen ungarische Personalunion den fremden Mächten die Not- ^ man’ l^enbigfcit einer besonderen Berücksichtigung der internen

festes I ‘ ^; tschaftlich.cn Beziehungen Oesterreich-Una ^xnS eingängig ch des Wlg s mcechen w^rde. Das ist freilich unsinnig, denn keinen dritten iberlegt. Staat geht an, was Oesterreich und Ungarn miteinander

Vorhaben. Wenn diese beiden sich gegenseitig als gesonderte

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Di rtschaftsgebiete betrachten und behandeln, so fehlt für den dritten jede Veranlassung zu siner anderen Betrachtungs- irdfe. Aber Oesterreich-Ungarn oder, wenn die Beteiligten lieber wollen, Oesterreich und Ungarn sind souverän und ^..„^ vM^ 0—3 r^c Meistbegünstigungs- ' klausel oder mit beschränkter Meistbegünstigung abschließen - wofern sie Kontrahenten unter solcher Bedingung finden. Dois ist nun freilich in hohem Maße fraglich, namentlich jetzt, da rund um Oesterreich-Ungarn ein Netz von Handelsver- lrmgen ausgespannt ist, das Oesterreich-Ungarn wirtschaftlich völlig isolieren würde.

Franz Kossuth wird sich ^och weiter von seinem „Prin­zip)" abdrängen lassen müssen, das zurzeit einmal undurch- fülhrbar ist. Es ist ganz anerkennenswert von ihm, daß mit seiner Duldung Vernunft wieder zu sprechen angefan- gern hat, und deshalb ist es der Hoffnung wohl auch ge­glättet, wieder zu glühen. Graf Szögyenyi wird es jeden- s falls an Bemühungen nicht fehlen lassen, Das Hoffnungs- sümkcheu zur Flamme anzublasen. Uns soll es recht sein I— aber wir können es abwarten.

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»ft Det drZ russische Heer zu machens scheint es, als ob Kuropatkins ,,'atz-Aeschllü A^s t bewährte Rückzugsstrategie ihnen auch diesmal die schönsten

rualtba^ "^ iArmchte deS Sieges entreißen wird, indem die Hauptmacht des v M russischen Heeres das rettende Tieling erreicht. Von dort

^ m thatlö E ^vird nach Petersburg telegraphiert:

, im der ^Lfc Die russischen Truppen nähern sich den Stellungen bei vrÜ' . 6ol8, y^M Tieling. Die Japaner rücken nördlich von Mukdm in vek^ l Abteilungen langsam vor.

laflWr 1 ÄUtt I ®a^ Kuropatkin eine Zeitlang tatsächlich in Gefahr ge- u 'toefen ist, umzingelt zu werden, wird jetzt auch von russischer

1 ihrer y .Seite zu gegeben. Meldungen aus englischer -Quelle wollen

,» Md 7sogar wissen, daß Tieling auch schon von den, Truppen »estr^s, sMe ^ Warnas stark bedroht oder gar umzingelt sei.

^ Alllg^^nbectl!^ Das Entkommen des russischen Gros

eilles ^ist dadurch ermöalicht worden, daß Kuropatkin selber bei

Dienstag, den 14. März 1905

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Mukden mit einem Teile seiner Streitmacht auf das ener­gischste stand gehalten hat und es damit dem Gros der Armee ermöglichte, sich vom Schaho loszulösen. Er benutzte dabei die Hügel im Norden des Flusses als eine schützende Wand, hinter der der Rückzug begonnen werden konnte. Dieser begann in der Nacht des 10. März und wurde ohne Unter­brechung Tag und Nacht bis zum 12. fortgesetzt. Es hat dabei nicht an

kritischen Momenten

gefehlt. Als die Trains der verschiedenen russischen Korps auf der Mandarinenstraße zurückgingen, fielen plötzlich die Granaten der japanischen Artillerie, der es gelungen, von Süden her durch die Linien der dort kämpfenden russischen Truppenteile heranzukommen, auf sie. Dadurch brach eine Panik aus, die geradezu verhängnisvoll zu werden drohte, weil gerade in diesem Zeitraum ein furchtbarer Wirbelsturm ganze Wolken von Staub daherjagte, so daß man kaum die Hand vor Augen sehen konnte. Indessen, naturgemäß litten unter diesem Naturereignis die Japaner in gleicher Weise, und nach zwei bangen Stunden war die Ordnung einiger­maßen wiederhergestellt, und die von den Trainkolonnen Zurückgedrängten Truppen vermochten sich zu sammeln und die höchst notwendige Deckung herzustellen.

Es wird jetzt darauf ankommen, wieweit es Kuropatkin gelingt, genügend Truppen bei Tieling zusammenzuziehen, um den zurückflutenden russischen Heeresteilen Aufnahme gewähren und den zum Angriff heranrückenden Japanern standhalten zu können. Man erwartet eine

neue Schlacht bei Tieling,

die erst die eigentliche Entscheidung bringen würde. Darauf zielen zurzeit die japanischen Operationen hin. Die Hoff­nungen der japanischen ßtiegsleitung spiegeln sich in folgen­dem Telegramm aus Tokio wieder:

Die Verfolgung der russischen Heere wird fortgesetzt. Man vermutet, daß ein neuer Kampf in der Nähe von Tieling statthaben wird, wo die Russen den raschen Vor­marsch der Japaner aufzuhalten versuchen werden. Die Japaner stehen schon bei Tieling. Die Russen sind augenscheinlich ermiidet und in Unordnung; auch sollen sie

Mukden wird noch getamgft während nördlich vom Hunho die dort retirierenden Russen für ihre Rettung das Aeußerste leisten. Ganze Massen von Russen sind nach einem Berichte Oyamas besonders beim U ebergang über den Puho nach einem schweren Kampfe, der zum Handgemenge ausartete, umzingelt, so daß ihnen schließlich nichts übrig blieb, als sich zu ergeben.

Die Opfer der Kämpfe

gestalten sich immer schrecklicher, Ueber 25 000 tote Russen liegen auf dem weit ausgedehnten Schlachtfelde. Besonders groß ist die Zahl der Gefangenen, die in japanische Hände fielen. Sie wird auf 100 000 angegeben. Man rechnet jetzt einen Gesamtverlust auf russischer Seite von nahezu 300 000 Mann heraus. In den russischen Lazaretten, die den Ja­panern in die Hände gefallen sind, sollen mehrere hundert verwundete Japaner ihre Befreiung aus der Kriegs­gefangenschaft gefunden haben. Eine Depesche aus dem ja­panischen Hauptquartier berichtet über die Beute i

Die Russen ließen in dem Gebiete, beginnend 13 Mei­len von Kaolitun entfernt bis südlich von Clinolikutzu und westlich der Eisenbahn bis auf eine Entfernung von 16 Meilen nördlich von Mukden, zahllose Wagen mit Mundvorräten und Munition im Stich. Wir hatten keine Zeit, die Mengen festzustellen. Die Fahne des Wilna­regiments wurde erbeutet, ebenso in Sinminting viele weitere Vorräte, welche für die Russen bestimmt waren.

Ob ein MI dieser Wagen, wie behauptet wird, die rus­sische Kriegskasse enthält, wird sich bald zeigen.

Je mehr sich die Zusammenstöße dicht an der chinesischen Grenze häufen, desto ernstlicher droht eine

Einbeziehung Chinas

in die Kriegswirren. Die Russen kennen bereits keinerlei Schonung mehr. Sie haben den chinesischen General­gouverneur von Mukden mit sich fortgeschleppt, da er ihnen im Verdacht stand, daß er ins geheim den Japanern Vor­schub leiste. Auch die Japaner nehmen die chinesische Ver­waltung ohne weiteres für sich in Anspruch. Sie haben die Einstellung des Dienstes auf der Bahn Jnkou-Hstnmintin durchgesetzt, die für die Beförderung der Munition und der Vorräte für die japanischen Trrippen in Beschlag genommen ist. Von russischer Seite ist bereits eine diplomatische Aktion in Peking eingeleitet, die sich auf die Beschuldigung stützt, daß reguläre Truppen des chinesischen Generals Ma mit den Tschuntschusenbanden in den entscheidungsvollen Kämp­fen bei Sinmingting gegen die Russen gekämpft hätten.

Was tut Rußland?

Das ist jetzt die allgemeine Frage, und die Meldungen bon einem nahe bevorstehenden Friedensschluß erscheinen an» Sesickts der Meldungen aus Petersburg allzu optimistisch.

14. Jahrgang

führn MMMe«éa>reW : abgehalt monatlich üEPfg., in s Haus Kracht 60 Pfg., durch die Post bezogen vierteljährl. Mk. 1.50.

GGâbetlage« : Oberhesfische Familieuzeitvug (täglich) und die Siebener Seifenblase« (wöchentlich).

Das Blatt erscheint an alle« Werktagen nachmittags.

ICuwtl

(Gießener Zeitung)

Dort' hat die Kriegspârtei noch immer das Heft in der HanN^ und es ist allen Ernstes von der Entsendung einer neuen großen Armee die Rede. Diese soll aber nicht Kuropatkin hingegeben werden. Der unglückliche Feldherr wird, wenn die Meldungen richtig stehen, abberufen und ein Gro-Mrs^ wird seinen Posten übernehmen.

Die Politik.

cf Am 30. März, so wird aus London berichtet, wird Kaiser Wilhelm in Gibraltar sein, wo ein zweites eng- ; lisches Geschwader sich mit atlantischen vereinigen wird. Zum Empfang des Kaisers werden großartige Vorbereitun­gen getroffen. - .

□ In bäuerlichen Kreisen wird lebhaft gegen die Jagd- gesetznovelle agitiert, die augenblicklich dem vreußischen Ab* geordnetenhaus vorliegt. Von jener Seite verlangt man. daß die Jagdgenossen den Jagdvorsteher wählen und auf Verpachtung und Bildung der Jagdbezirke Einstuß haben sollen. Sie wollen auch die Befugnis, den Zuschlag zu er­teilen, dem gewählten Jagdvorsteher zugewiesen wissen.

*

^ Die Entschädigung deutscher Ansiedler auf Samoa ist trotz der Geringfügigkeit der in Betracht kommenden Forde­rungen ins Stocken geraten. Es handelt fich um die Grund- eigentumsbefchädigungen, die bei den jüngsten Unruhen durch die Truppen verursacht worden sind und von deutscher Seite auf 65 000 Dollars angegeben werden. Die Engländer und Amerikaner wollen nur 25 000 Dollars anerkennen.

*

o% Von England aus werden immer wieder Nachrichten verbreitet, die glauben machen mollcju daß Deutschland geheime Absichten in Off asten, wenn auch nicht für sich allein, verfolge. Die neueste derartige Meldung weiß von einem Gerücht zu erzählen, wonach Deutschland mit frans’ reich und Rußland ein geheimes Abkommen getroffen habe, daß sich auf die Provinzen Schwankung, Kwangsi, Man­dschurei und Mongolei beziehe; auch habe bereits ein Mei­nungsaustausch mit dem chinesischen Auswärtigen Amt stattgefunden. — Die ganze Meldung ist frei erfunden Eine geheime Abmachung irgend welcher Art zwischen den genannten Mächten besteht nicht.

Balkan-Staatem

# Die bulgarische Regierung stellt die Begünstigung der Bandcnbildnng entschieden in Abrede, doch gibt man zu, daß bei der großen Ausdebniing der Grenze, bei den zahlreichen Gebirgspässen der U ebergang einzelner Banden loenigstens nicht unbedingt ausgeschlossen sei. Jedenfalls würden die in Sofia sich aufhaltenden Führer der mazedonischen Be­wegung, Tsontschew, Sarafow usw., aufmerksam beobachtet. — Freilich ist mit der Beobachtung noch nichts für die Äuf- rechterhaltring von Ruhe und Ordnung geschehen.

D In Konstantinopel sind Verschmörungögerüchte im Um« lauf. Man spricht davon, daß ein Kammerherr, zwei Ad* jutanten des Sultans, ein Divisions- und ein Brigade, general verschwuttden sind. Sie sind nicht beseitigt worden, sondern entflohen. Im Yildiz Kiosk ist man deswegen m lebhafter Erregung.

Amerika.

o% Wieder einmal ist die Republik Venezuela in Gefahr. Der venezolanische Konsul in Philadelphia selbst macht das der Welt bekannt. Er will durch seine Geheimpolizei von furchtbaren Vorbereitungen zu einem Aufstand gegen den Präsidenten Castro erfahren haben. Binnen kurzem solle aus Philadelphia ein Dampfer mit Waffen und Schietzbedcmf, ausreichend für mehr als tausend Mann und einen langen Feldzug, nach Venezuela abgehen, mit Geschützen und Vor­räten an Bord, die den Dampfer in ein schwerbewaffnetes Kanonenboot umzuwandeln geeignet seien. Das vene­zolanische Kanonenboot „Restaurao^r" solle unverzüglich zu« Repuratur auf die Werft von Crany gegeben werden, imn dann vem geheimnisvollen Dampfer folgen uno seine Durch­suchung in den venezolanischen Gewässern erzwingen zu können, falls dessen Absahrt nicht ourch die Regierung der Union gehindert werde. — Es überlauft einen ordentlich kalt, wenn man das liest. Man braucht aber nicht zu er­schrecken. Solche Gisichichten gehören zum venezolanisckien Hausbedarf.

Russisches Getangenenleben in Japsn.

Die japanischen Zeitungen haben mehrfach Gelegenheit genommen, über Ausschreitungen und Fluchtversuche russi­scher Gefangener zu klagen. Sie verlangen, daß die zu große Milde, die den Gefangenen gegenüber walte, einer strengen Disziplin weiche, wenn diese ihre Lage vergessen. Gefangene seien Gefangene und keine eingeladenen Gäste. Es könne nur den Spott der Welt herausfordern, wenn man sich bemühe, gegen die Russen, die in das Land als Ge­fangene gebracht sind, freundlich und verbindlich zu sein, wie das die Beamten und die Bevölkerung der Provinzen