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]Yah und fern.

t Fleischteuerung und Kaninchenmärkte. Zu den größeren Städten des Großherzogtums Sachsen-Weimar sollen regel­mäßig Kaninchenmärkte abgehalten werden, um damit die Fleischteuerung zu mildern. Der erste Kaninchenmarkt findet am 4. November in Weimar statt.

f Aus dem Eisenbahnzuge entsprungen. Ein Maurer, der von Aachen nach Leipzig transportiert werden sollte, um sich dort wegen eines Diebstahls zu verantworten, sprang in der Nähe von Corbetha aus der Abortabteilung des in voller Fahrt befindlichen Schnellzuges. Merkwürdigerweise blieb der Mann unverletzt und entkam.

f Ein Liebes-Drama. In einem Walde bei Linz madjte ein Straßenbahnkutscher einen Mordanschlag auf einen Sodawasser-Fabrikanten, mit dessen Frau er ein Liebesver­hältnis hatte. Das Paar hatte den Mann in den Wald ge- lockt. Als bei dem Anschlag der Revolver versagte und der Ehemann flüchtete, kehrte der Kutscher die Waffe gegen die Frau und dann gegen sich selber. Beide wurden erschossen aufgefunden.

t Wiederauftreten des Typhus in Detmold. Im Taub­stummenheim in Detmold sind wieder sechs Fälle an Typhus vorgekommen. Man hofft, den Ausbruch einer neuen Epi- demie durch Beschränkung der Krankheit auf ihren Herd zu verhindern. Auch in Allenstein in Ostpreußen ist in der Artilleriekaserne Typhus ausgebrochen. Neun Soldaten sind erkrankt. Die Seuche scheint aus dem Manöver ein­geschleppt zu sein.

t Eine Diebesbande erschlagen. In Potok im Polnischen tvnrbe eine aus zehn Mann bestehende Diebesbande von den Ortseingesessenen ertappt. Die empörten Bauern er­schlugen alle Mitglieder der Bande.

t Großes Feuer. In dem russischen Dorfe Kalus brach eine große Feuersbrunst aus. Drei Synagogen und 120 Häuser fielen den Flammen zum Opfer.

t Zwanzig Jahre unschuldig im Zuchthanse. In einem Dorfe auf Sizilien war im Jahre 1885 der Feldhüter er­mordet aufgefunden. Zwei Bauern wurden des Mordes verdächtigt und, obwohl die Belastungszeugen vor Gericht erklärten, daß sie von den Karabinieri durch Mißhandlungen zu ihren Bezichtigungen gezwungen seien, zu 30 Jahren Zuchthaus verurteilt. Jetzt ist nach zwanzig Jahren die Unschuld der Verurteilten nachgewiesen, und sie sind sofort begnadigt worden. Trotzdem ist erst der eine der beiden Opfer des Justizirrtums aus dem Zuchthause entlassen worden.

f Mord an einem Vranerei-Tirektor. Der Brauerei- Direktor Alexander Hindenberg in Kolberg i. P. wurde tot auf der Chaussee aufgefunden. Bei der gerichtlicyen Leichen­schau wurde festgestellt, daß der Tod infolge Bruchs des Walswirbels eingetreten ist, es kann teilweise auch noch Er­stickung stattgefunden haben, da die Leiche auf dem Gesicht lag. Die 13 Ztm. lange Kopfwunde ist durch ein scharfes Instrument, vermutlich mittels Waffe, herbeigeführt wor­den. Eine Beraubung der Leiche hat jedoch nicht stattgefun­den. Die bisherigen Nachforschungen nach dem Täter waren ohne Erfolg.

t Eine Droschke vom Zuge überfahren. In der Nähe des Ausflugsortes Görden bei Brandenburg wurde eine Droschke von einem Zuge der Kreisbahn überfahren. Der Kutscher Schlüter wurde sofort getötet. Die übrigen vier Insassen erlitten Knochenbrüche und schwere innere Verletzungen. Das eine Pferd ist tot, das andere hat schwere Wunden er­halten.

t Früher Winter. Aus den verschiedensten Gegenden wird der Einzug des Winterwetters gemeldet. In den öster­reichischen Bergen liegt stellenweise der Schnee knietief, und es herrscht starke Kälte». Auch im Harz schneit es seit meh­reren Tagen ununterbrochen. Aus Memel und von anderen Punkten der Ostseeküste werden starke Schneefälle mit fal­lender Temperatur und Sturm gemeldet.

t Pferdeschutz im Streikgcbiet. Bei den von Verdun nach dem Sireikgebiet von Longwy kommandierten Husaren wur­den die Pferde mit geschlossenen Hufeisen beschlagen, um sie gegen die von Ausständigen auf die Wege gestreuten Glas­stücke und Nägel zu schützen.

t Ein Wahnsinniger auf der Straße. In Venedig wurde ein Graf Balbi von plötzlicher Tobsucht befallen unb stürmte in die Läden, wo er alles zertrümmerte, und von dort in die engen Gassen, in denen er die Passanten mit gezücktem Messer bedrohte. Die ganze Gegend war plötzlich menschen­leer, bis es einem beherzten Arbeiter gelang, dem Wahn sinnigen das Messer zu entreißen.

. t Ein tödlicher Kuß. Ein Farmer in Kentucky, der von einer Reise in die Heimat zurückkehrte, hob sein sechsjähriges Töchterchen, das dem Vater froh entgegeneilte, in die Höhe, um es zu küssen. Als er die Kleine wieder niedersetzte, sank sie tot zusammen. Der Vater hatte den Kopf des Kändes beim ungestümen Küssen so zurückgebogen, daß das Genick gebrochen war.

Der Landwirt.

dl Alte Kirschbäume. So lange der Kirschbaum jung ist, behält er mehr oder minder eine glatte Rinde, wird er aber älter, so bilden sich auf seinem Stamm ebenfalls Borken, gerade wie auf anderen Obstbäumen. Diese Borken bars man aber nicht gewaltsam mit dem Baumkratzer herunter­reißen, wie man es etwa bei Birnen- und Aepfelbäumen macht; denn bei den Kirschbäumen entstehen leicht Wunden die Veranlassung zu dem Gununifluß geben. Will man die Borke entfernen, so darf es nur mit der größten Sorg­falt und Schonung der gesunden Rinde geschehen.

(Erg. Bericht.)

Türkische Sorgen

Konstantinopel, 11. Oktober,

In den großen europäischen Blättern, nicht zum wenigsten in den deutschen, fand man nach dem Bomben­anschlag auf den Sultan in häufigen Wiederholungen recht unfreundliche Betrachtungen üb^er die türkische Polizei, die das Attentat mit großem Eifer ausschlachte und ein förm­liches Schreckensregiment führe. Weil hier und da auch ein völlig Unbeteiligter, auf den sich irrigerweise Verdacht ge­lenkt hatte, die Unbequemlichkeit einer Verhaftung erdulden mußte, verbreitete man die Ansicht, daß alle Verhaftungen ungerechtfertigt feien und nur unlauteren Zwecken dienten Mit ihrer rastlosen Tätigkeit bezwecke die Polizei einzig, ihrc eigene Wichtigkeit in hellstes Licht m stellen und erhöht !i

politischen Einfluß zu gewinnen. Die gefänglich Ein­gezogenen galten ohne weitere Prüfung für Märtyrer und Opfer eines schmählichen Willkürregiments, und die gegen zahlreiche Armenier erhobenen Anklagen für bewußte Ver­leumdungen.

Neuerdings begegnet man solchen Betrachtn.-gen nicht mehr, aber auch keinem Widerruf der früheren. Und das ist unrecht. Die Konstantinopeler Polizei ist in Wahrheit in überaus verdienstlicher Weise rührig gewesen, hat un­gewöhnliche Geschicklichkeit an den Tag gelegt und dadurch die Ausübung schwerster Verbrechen, die Herbeiführung - förmlicher Katastrophen gehindert, die nicht bloß geplant, sondern schon in allen Einzelheiten vorbereitet waren. Lei­der muß gesagt werden, daß die Teilnehmer an den Ver­schwörungen, deren Liebesinstrument Dynamitbomben sind, in der Hauptsache Armenier waren. Sehr viele Armenier sind in dienender Stellung. Auf das Pförtneramt haben sie einen beinahe monopolartigen Anspruch. Das macht sie zu Herren über alle Heimlichkeiten der Häuser, aller ihrer Schlupfwinkel-, gibt ihnen zahllose Verstecke für Personen und namentlich für Lager von Dynamitbomben. Hier war man gar nicht erstaunt, als die Polizei alle Häuser mit armenischen Pförtnern für verdächtig erklärte und alv verdächtig behandelte. Nur außerhalb der Türkei erblickte man darin eine außerordentliche und nicht zu rechtfertigende Härte, eine Grausamkeit, die man dem Haß gegen die Ar­menier zuschrieb. Die jüngste Entdeckung wird die Gegner der Konstantinopeler Polizei wohl von ihrem Vorurteil ab- bringen: der armenische Türhüter des österreichisch-unga­rischen Hauses an der Pera-Straße, ein bereits angejahrter Mann, früher einmal Kanzleidiener im österreichischen Konsulat, dann entlassen, weil er der Teilnahme an der armenischen Bewegung verdächtig war, später auf seine Unschuldsbeteuerungen und wegen des Mangels an neuen Verdachtsgründen zur Türhüterschaft am Kranken­haus zugelassen, hat mit Hilfe seiner schreibkundigen vier­zehnjährigen Tochter in der Dynamitverschwörung eine her­vorragende Rolle gespielt. Im Krankenhaus hatte er ein wohlausgestattetes Dynamitbombenlager eingerichtet, groß genug, um das ganze Stadtviertel in die Luft zu sprengen. Die türkische Polizei erfuhr davon und ließ unter Interven­tion des von ihr unterrichteten österreichischen Konsuls den Türhüter verhaften, das Krankenhaus durchsuchen. Der Armenier und seine Tochter unterstehen als Türken der hei­mischen Gerichtsbarkeit, von der sie nicht gerade milde Be­handlung zu gewärtigen haben. In der Nähe des öster­reichisch-ungarischen Krankenhauses sind die vornehmsten europäischen Klubs, ist der Rendez-vous-Platz der Botschafter und Gesandten. Es ist begreiflich, daß in diesen Kreisen die unheimliche Entdeckung große Beunruhigung und zu­gleich lebhaftes Dankgefühl für die türkische Polizei weckte, die ihres schweren Amtes mit so viel Umsicht und Klugheit gewaltet hatte. Der österreichisch-ungarische Botschafter Baron Calice, Doyen des diplomatischen Korps, hat von den hiesigen europäischen Kolonien den Auftrag erhalten und gern ausgeführt, der Polizei die dankende Anerkennung, na­mentlich der fremdbürtigen Bevölkerung auszusprechen.

Es wird überall von Interesse sein, das zu vernehmen. Man wird dann von der türkischen Polizei eine bessere und richtigere Vorstellung gewinnen.

Vermischtes.

= Der serbische Nachlaß unter dem Hammer. In Wien hat die Auktion der aus dem Nachlasse der Könige Milan und Alexander von Serbien dort ausgestellten Gegenstände begonnen. Der erste zur Versteigerung gelangende Gegen­stand, eine Tablette mit fünf Mokka-Tassen, stieg von 50 auf 1500 Kronen.

= Eine Viermillionen-Stadt. Nach den soeben veröffent­lichten Ergebnissen der letzten Volkszählung im Staate New- york zählt die Einwohnerschaft von Groß-Newyork 4 265 822 Personen, das ist eine Zunahme gegen 1900 um 828 620 Personen. Alt-Newyork (der Bezirk Manhattan) zahlt 2 164 608 und Brooklyn 1 304 898 Einwohner. Die Zahl der registrierten Schulkinder Groß-Newyorks beträgt Nicht weniger als 600 000.

= Uebertrnmpft. In einem Artisten-Caf6 erging man sich über das Auftreten eines Künstlers, der Tierstilnrueu. nachahmt.Was der tut, ist gar nichts," sagte eine Sou­brette,ich hatte früher einen guten Freund, der so täu­schend den Gesang einer Nachtigall nachahnite, daß ein Dich­ter, der ihm nahe lvohnte, ans Versmachen ging."O, das ist eine Kleinigkeit," sagte ein Komiker darauf,ich habe in Italien jemand gekannt, der so frappant das Krähen eines Hahnes nachahmen konnte, daß die Sonne davon auf­ging, auch wenn noch lange nicht Zeit dazu war!"

= Die Furcht als Genesungsmittel. Ein schwarzer Ma- tros" hatte eine Zeitlang im Marinehospital in Kingston auf Jamaika krank gelegen, und es gefiel ihm so gut, daz er nach seiner Genesung immer neue Krankheiten vorschützte, um nicht entlassen zu werden. Da verfiel ein junger Arzt auf ein probates Mittel, den hartnäckigen Patienten los zu wer­den. In feierlicher Weise nahm er das Körpermaß des schwarzen Burschen und erklärte auf dessen ängstliches Be­fragen, es sei im Hospital Sitte, unheilbaren Kranken ein längeres Siechtum zu ersparen; am Tage vorher aber werde das Maß zu seinem Sarge genommen. 91 n demselben Abend war der Neger aus dem Hospital verschwunden.

^~ Ein Mann als Lotterie-Gewinn. Ein Börsenmakler in Newyork ist auf bie Idee verfallen, sich dadurch ein Ver­mögen zu verschaffen, daß er sich selber in der Lotterie aus­spielt. Er schildert sich in seinen Inseraten als makellosen Charakter, in jeder Hinsicht anziehende Persönlichkeit und erklärt, er wünschein den oberen Kreisen" zu leben, und das dazu erforderliche Geld hofft er durch seine Liebeslotterie aufzubringen. Jede gut erzogene, gebildete, gesunde Dame von angenehmer Erscheinung, liebenswürdigem Tempera­ment und Selbstherrschung kann ihn gewinnen, wenn sie fünf Dollars einzahlt. Die Dame gewinnt, die eine gewisse Ziffer errät, die der sich selbst Ausspielende unter Siegel deponiert hat. Tatsächlich haben schon eine Anzahl heirats­lustiger Frauenzimmer die verlangte Summe eingesandt.

=s Giubxctcj v A Amts wegen. In Breslau ist gestern bon Amts wegen" einEinbruch" in die städtische Haupt­sparkasse am Karlsplatzverübt" worden. Das eiserne Fenstergitter wurde weggestemmt, um ein Eiusteigen zu er­mögliche;:. Der Einbruch wurde vorgenommen, weil bc: Beginn der Bureanstunden das schadhaft gewordene Schloß der eisernen Haupttür allen Oeffnungsversuchen eines her beigerufenen Kunstschlossers widerstand.

= Auf der Flucht verunglückt sind dieser Tage zahlreiche Schwalben in der Schweiz, die vor der Kälte L ;

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Nordens nach dem Süden geflüchtet Waran. Denn c^rU

in der Schweiz herrschte in letzter Zeit winterliches Schnl'^ 1 ^ Kvvd^ Wetter. So sah man unweit Olten auf den Fluren Tausend ^w»)^ liegen, welche aus Mangel an Warme und Nahrung m ^M 8°° vu fallen waren. «

Ein Zeitungsbräger als Stadtverordneten-Kandidâoslk-* , . (8 r Bei den bevorstehenden Newyorker Stadtwahlen wird Bw«^ ^^? ^ Ät erstenmal ein Zeitungsträger, Herr Mark Gelman, sich um ®W j,.«

ein Mandat bewerben, und zwar im Stadtteil Broux. Die Zeitungen berichten von ihm, daß er über tausend Kunden

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habe, die bei ihm regelmäßig ihre Zeituugeir beziehen. Tr >; A^ftd^ " diese Kundschaft Kelmans sich fast ausschließlich in den geim

Wahlkreis befindet, so rechnet er auf bereu aktive Unter ^ eint , A stützung bei der Wahl und beschränkt seine Agitation au |

einige^Zirkulare, die er den von ibm vertriebenen Zeitilng^â^sese k ^'Kämpf zwischen Streikenden^ und ^* ArbeitSwillige^O, Zl. ischen arbeitslmllchen belgischen Arbeiwrn und frallzäl Die fischen Ausständigen von Longwy kam es bei Aubange âev jf,

einem Zusammenstöße. Die Franzosen feuerten mit Revo» Kitt., . m^ Vern, die Belgier antworteten mit Steinwürfen. Als fraA ^

zösisches Militär anrückte, flüchteten die Ausständigen aul gso ^, . m mu

belgisches Gebiet, von wo sie seitens der belgischen $en| «M ^ zMk^ darmerie durch Schüsse Vertrieben wurden. |i Ä^11 « giii

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Kunst und ^Hissens haft. | ^Mai^

BP Professor Behring und die 50 000 Dollnr-Stiftr. .igj 8"'ll. 8'00 Die von einem Amerikaner für den Fall der sofortigere De^ ' /i ^; die Vasu monstration seiner Tuberkulose-Entdeckung angebote.'.ei?' tziujchl 50 000 Dollars hat Professor Behring zurückgewiesen. Derst 5 . 30-40 <

Gelehrte äußerte sich dahin, er werde kein Bedenken trarerjt unb für seine Leistungen im allgemeinen den Beitrag irgenl^^ - cM. eines Staates, einer Behörde ober einer Stiftung anw Hur ' .

nehmen, um das Geld für weitere Forschungen zu verwes »«wto® den. Aber unter den Augen einer Kontrollkommission zs * ^

arbeiten, wie der amerikanische Herr wünsche, sei nicht G^ lehrtenart.

darmerie durch Schüsse vertrieben wurden.

Malet.

13. Oktober 1905.

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IbeMU -Ms f lidmit B Müller

* Lich, 12. Wtr.

** Der Großherzog hat den Hilfsdiener bei bei Amtsgericht Mainz Johann Heinrich Karl Hünvegrat ......... mit Wirkung vom 1. November zum Kreisdiener bei de^ ^ Wach rach Kreikamt Büdingen ernannt. S A Mss-r ist j«

V Wechsel im hessische« Ministerium. M,, Ku Mus dn C schon kurz berichtet, ist Justizmmister Dr. Dittmar »Mit pd) (in 8nlogtfi| seinem Amte zurückgetreten und an seiner Stelle Reichiei^vlmg von jähllch 1 gerichtsrat Karl Ewald zum Justizminister ernam ^ worden. Die Versetzung des Ministers Dr. Dittmars in bei ^M^z Ruhestand erfolgte laut amtlicherDarmst. Zeitung" a« MMchmW

worden. Die Versetzung des Ministers Dr. Dillmars in bei

10. Oktober rücksichtlich seiner geschwächten Gesundheit, unte wiesen sein. Nach einer 1 Hing -e- Wassers der I sch ergeben, daß es

Der neue Justizminister Christian WilhelmKar, - '' ^

Ewald, geb. am 18. Juni 1852 in Rebbach, Kreis Erbaö wurde am 11 Januar 1875 Akzessist. Sein Eintritt i L das Reichsgericht erfolgte am 1. Oktober 1896. Er i bisher, demLe pz. Tagebl." zufolge, dort Mitglied de 1. Strafsenats gewesm. Exz. Dr. Dittmar hat Jahr

Anerkennung seiner langjährigen treuen und ausgezeichneteil! Dienste und Verleihung des GroßkreuzeS des Verdienst^

» bod) nicht ganz vutzlr ^Nt Vnvâg sind

sâM dmächtigte ui

Wm, teil KM 1

berechtigte Unterlage

weiuesntche amtlir

Justizverwaltung. Er hat bekanntlich vordem viele Jahv in Gießen als außerordentlich viel beschäftiger Rech'sanwal gewirkt und ist einer der hervorragendsten Anhänger de W am 1. Oktober 33 nationalliberalen Partei gewesen. Am 15. Mai.188( ;;..;. wurde er zum Ministerialrat ernannt, am 6. Ium erhielt e ^trr in der Nordsee l daS MiN'sterporttfemlle. Er ist 64 Jahre at. nis der èetfifie dera.

Die Ernennung wird, wie dieN H V " hören, weiter SolUft. bet a

Veränderungen im Gefolge haben. So verlautet, daß Land ^- ^- ^ Ju gerichtsrat Dr. Buff entweder zum Vortragenden Rat in Justizministerium oder zum Oberstaatsanwalt «n Mainz auSs

** Frankfort, 12.

'Frankfurt, 12. Oft

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±. ycwcpu. «^ ^- Minium yui ^uyi 8 n^,«- - ^ -

lang den hessischen Justizmimstersfssel inne gehabt, hoch geu achtet und verehrt von sämtlichen Angehörigen der hessisch«^^"^8 ^

^ dWm hat,

4* 12' Mob

ersehen sei. Bis Nachiolger Ewalds ist Ob rftaattantoaltktfte Schmitt Mainz auserseh<n, bifim Ernennung zum Reichs A

gerichtsrat bevorstehen soll Anstelle des in den Ruhestand tretenden Landgcrichtsdw»ktors St-Phan sei Landgerrchtèrat Diefenbach als Landgerichtsdirektor bi stimmt. Eine ÄeoM stätlgung ist brs zur Stunde noch nicht zu erlangen.

** Erledigt ist eine mit einem evangelischen fitererl zu besetzende Lehre;stelle an der Gemeindeschule zu Stork« K dorf Mit der Stelle ist Organistendienst verbunden. - Uebertragen wurden dem Schullehrer Johannes Werths wein zu Langenhain und dem SchutamtSaspiranM Friedrich Wiltheiß aus Alt-Wredermus dre Lthren stellen an der Musi kschule zu Friedberg.

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*** Poftbericht. Im Winterhalbjahr 1905/06 werben folgende E i s e n b a hn züg e zur P oftbesörd eruüg benutzt. (Es bedeuten: * nur Beorderung von Briesen, ** nur Beförderung von Paketen, f Beförderung von Briefen in gcschlcssenen Beuteln, ( ) Benutzung nur an Werktagen; alle nicht mit f und ** bezeichneten Züge sühcev! Bahnposten mit Briefkasten.)

a) Richtung nach Frankfurt (Main)

217 440** 504 555 732 8i9 91z 91»,

b)

c)

d)

Richtung nach Casiel

1237 ]14»* jSt 4OO 715* §22 £016 1Z05 £80 241** 505 (621t) 8- 922 11^

Richtung nach Coblenz

422 522s 810 1210 (5°*t) 556f 82

Richtung nach Cöln 4H-s 6^ 817 1010t (1239) (325f) 6L7t 6- 1022s

6)' Richtung nach Fnlda

' 550| 8-0 (12 0 7) (25t) (550t) 922

t) Richtung nach Gelnhausen

511 819f (1284) 50i (812t)

3

brass'?;

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