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InserttonSpreiS r Die einspaltige Petitzeile für ganz Ober- 6fffcn, die Kreise Wetzlar und Marburg 10 Pfg. sonst 15 Pfg. Reklamen die Petitzeile 30 resp. 40 Pfg.

Redaktion u. Hauptexpedition: Gießen, Seltersweg 83.

Fer«sprech«Uschlnfi Nr. 362.

Donnerstag, den 13. April 19u5.

Eießener

Devese

(Gießener Gageökrtt)

14. Jahrgang

Adouuemeutspreis: abgeholt monatlich 50 Pfg., in's Haus gebracht 60 Pfg., durch die Post bezogen vierteljâhrl. Mk. 1.50. Gratisbeilage« : Oberhesfische Familie«zeitu»g (täglich) und die Gietzeuer Seifenblase« (wöchentlich).

Das Blatt erscheint an alle« Werktagen nachmittags.

Nnaöhängige Tageszeitung

(Gießener Zeitung)

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für Dberheffbu und die Kreise Marburg und Wetzlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung.

Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen.

BekamAtwachung.

Es wird hiermit bekannt gemacht, daß die Dampf­walze vom 15. d. Mts. ab auf der Rodheimerftratze zwischen dem Feldschlötzchen und dem Abgänge dec Straße nach Heuchelheim beschäftigt ist.

Gießen, den 12. April 1905.

Großherzogliches Kreisamt Gießen.

!J. V.: Haberkorn.

Moriamur pro rege nostro;

Zur ungarischen Krise.

toi genehmigten * Vermögen, wie Erbiclpst zM kassers angeordnet g der Eltern nicht aber die Verwal- ' entgegenstehende vendung ausgeht,

feine Dienste im söfft Ivie mir rmögen, fontern

Aus Budapest wird gemeldet, es habe sich dort das Ge- , nucht verbreitet, Kaiser Franz Josef wolle abdanken, um ! ton Schwierigkeiten aus dem Wege zu gehen, die ihm von der , Umnachgiebigkeit der gegenwärtigen Mehrheit des ungari­schen Parlaments bereitet würden. In dieser Form ist die Meldung jedenfalls unrichtig. Wenn Kaiser Franz Josef ! Mdankungsabsichten hegt, so ist es nicht, um Schwierig- sintertaus dem Wege zu gehen". In siebenundfünfzigiähri- gm Regierung hat Kaiser Franz Joses gezeigt, daß Schtrüe- 1 Öligkeiten ihn nicht schrecken noch beugen, und daß sein Ver- Nitwortlichkeitsbewußtsein ihn keinen Augenblick verlasse::

W ferner gezeigt, daß er in seinen Landen der i uhlgste Staatsmann ist, der mit der Nachsicht der Ueberlegen- I auf den Tageszank der Parteien hinabblickt, immer das Gesamtinteresse der Monarchie im Auge hat, nur auf die I Wohlfahrt des ganzen Landes bedacht ist. Hat Kaiser Franz j tHosef. Rücktrittsgedanken, so ist es nicht die Scheu vor Schwierigkeiten, vielmehr wiederun: sein lebendiges Ver- iMtwortlichkeitsgefühl, das sie ihm eingegeben hat.

Der Unterschied in seiner subjektiven Bedeutsamkeit b uchtet ein: In dem einen. Fall hätten wir einen kampfes- müden Fürsten vor uns, der jüngeren Kräften überläßt, wds sc ine müden Jahre durchzuführen nicht mehr hoffen dürfen, in dem anderen Fall einen Monarchen, der lieber eine durch fast zwei Menschenleben getragene Krone niederlegt, ells daß er seine Zustimmung zu Maßnahmen gibt, die er riit den Pflichten dieser Krone nicht für vereinbar erachtet. Doch objektiv behielte das Ereignis selbst die gleiche Be­deutung. Aus welchen: Grunde immer Kaiser Franz Josef omf die Krone verzichtete, das Unglück für Ungarn bliebe das nämliche.

rm^ okt È - M^ We^ sm « i. Wer aho mit sende tätigen jun- inem Vankgeschäjt ir den Chef erteilt, jellen Ausbejserun- seine eigenen An- $u|trägen betraut, 1 betreffenden Per- für ihn gehandelt lgraph 165). Denn der ihnen erteilten er nicht sie selbst.

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Wir sagen absichtlich: das Unglück für Ungarn, nicht: für Oesterreick-Ungarn. Denn hier träte der Fall ein, der nicht allzu häufig ist, daß die Strafe sofort und ohne jeden Ver- zmg den Schuldigen trifft. Eine Partei in Ungarn strebt die politische und wirtschaftliche Selbständigkeit Ungarns an, will höchstens noch die Personal-Union mit Oesterreich einst­weilen fortbestehen lassen. Es kümmert sie nicht, daß Un- §arn damit aufhörte, Teil einer Großmacht zu sein. Wenn t»ie Ungarn in ihrer Mehrheit den seltsamen Ehrgeiz haben, zu einem Staat zu werden, der etwa mit Griechenland, Ser­bien, Bulgarien, kaum noch mit Rumänien in einem Rang sieht, so ist das schließlich ihre Sache. Wird ihnen nach ihren: Willen, so haben sie selbst die Folgen zu tragen. Ihr ererb­ter Größenwahn kann sie eine Zeitlang über ihre inter­nationale Stellung hinwegtäuschen; doch die wirtschaftlicke Abhängigkeit würde ihnen sofort als Frucht ihrer angeblichen Unabhängigkeit fühlbar. Ungarn ist auf dem Wege der Ent- midelung zum Industriestaat diese Entwickelung könnte nicht andauern, an ihre Stelle träte die Auspowerung. Un- garn trägt zu den gemeinsamen Staatslasten einen unver­hältnismäßig geringen Teil bei und nimmt von den Gemein- famkeitsvorteilen den Löwenanteil für sich in Anspruch. Un­garn herrscht in Oesterreich-Ungarn, ungarifd) ist Trumpf, wie man bei uns sagt. Das hat die Ungarn übermütig ge­macht, übermütig und blind, so daß sie nicht seben, daß sie, von Oesterreich losgelöst, unrettbarer Isolierung anheim­fallen müßten.

In Oesterreich hat mau bisher im Gegensatz zu bem grenzenlosen Egoismus der Ungarn den Reichsgedanken gehegt und ihm große Opfer gebracht. Allmählich jedoch er­lahmte der Eifer, da doch Ungarn es war, das alle Opfer ver­schlang und gleichwohl nicht aufhörte, sich dem Reichsgedan- ken feindlich zu erweisen. Das ewige Geschrei der Ungarn Los von Oesterreich !" gewöhnte schließlich die Oester reicher an den Gedanken der Trennung. Man fand heraus, daß Oesterreich für sich allein politisch kaum verlieren, daß es wirtschaftlich sicher gewinnen würde; und so kam es dahin, daß man in Oesterreich zlvar nicht rief, aber dachte:Los von Ungarn!"

Nur einen Mann gab es in Oesterreich-Ungarn, der ohne Wanken an dem Reichsgedanken festhielt und unter tausend Wirrnissen ihn wahrte: das ist Kaiser Franz Josef. Der Verteidigung dieses Gedankens, in der er seine Pflicht und seine historische Aufgabe erkannte, widmete er sein Leben. Aus den schwersten Fährnissen hat er ihn gerettet, ihn immer neu zur Anerkennung gebracht. Reiche Erfah­rungen haben dem Kaiser Franz Josef abgeklärte Weisheit verschafft, und dieser Weisheit bedurfte er, um immer neue Mittel zu ersinnen zur Niederhaltung der immer neu sich regenden zentrifugalen Kräfte. Jetzt wird ihm von ungari­scher Seite angesonnen,, die Zerreißung des Reiches gutzu­

heißen, sie tatiadjlid) zu vollziehen. Das tut Kaiser Franz Josef nicht, das k a n n er nicht tun, denn es wäre die Preis­gabe und Verleugnung der Arbeit eines langen Lebens.

Darum ist das Gerücht, Kaiser Franz Josef wolle abdan­ken, zwar in der gemeldeten Form falsch: aber es ist inso­fern zutreffend, als es die Konsequenz zeigt, zu der es kom­men muß, wenn die zufällige und zusammengestoppelte Mehrheit des ungarischen Abgeordnetenhauses auf ihrem reichszerstörenden Willen beharrt, den Kaiser Franz Josef nicht gutheißen kann. Noch ist die Hoffnung gestattet, daß vernünftige und ruhige Erwägung da einkehrt, wo man bis­her in Verblendung die Fraktion über das Vaterland stellte. Noch ist auch mit der Möglichkeit zu rechnen, daß Kaiser Franz Josef von dem mißleiteten an das aufgeklärte unga­rische Volk appelliert unb von dessen Vertretern mit dem ju­belnden Zuruf begrüßt wird: Moriamur pro rege nostro!

Der Krieg in Oftafien.

Die Gerüchte von einem Seekampf, der sich bereits zwi­schen Schiffen der russischen baltischen Flotte und solchen Mbmiral Togos entsponnen haben soll, wollen nicht verstum­men. Eine neue Version bezeichnet als Schauplatz des neue­sten kriegerischen Ereignisses zur See die Gewässer bei den Anamba-Jnseln, nordwestlich von Borneo.

Eine Seeschlacht im Gange.

Ein Amsterdamer Blatt erhält von seinem Korresponden­ten in Batavia folgende Depesche:

Bei den Anamba-Jnseln wird gekämpft. Einzelheiten fehlen. Fünf niederländische Kriegsschiffe sind auf dem Kampfplatz anwesend.

Wieweit diese Nachricht zuverlässig ist, läßt sich vorläufig nicht konstatieren. Daß die Flotte Roschdjestwenskys an der äußersten Spitze des Archipels, den Anambainseln, vor An­ker gegangen sei, wurde von Londoner Blättern auf dem Wege über Amsterdam schon vorher gemeldet. Ebenso, daß ein holländisches Geschwader für Aufrechterhaltung der Neu­tralität sorgt. Ob aber ein Kanrpf stattgefunden hat, ist nach allem, was man bisher über die Absichten der beiden Gegner hörte, wohl zweifelhaft, immerhin aber möglich.

Gleiche Maßregeln wie die holländische Regierung hat auch die französische zur Wahrung der Neutralität ihrer Ko­lonien ergriffen. Mehrere Kreuzerschiffe bewachen die Küste Cochinchinas, an der japanische Schiffe kreuzen, um die Rus­sen zu verhindern, ihre Kohlenvorräte zu ergänzen unb Er­kundungen vorzunehmen. In bem Falle, daß es in der Nähe der Küste von Cochinchina zum Kampfe kommen sollte, würde die einzige Folge für die Kolonie die sein, daß havarierte Schiffe der Kriegführenden nach Saigon fommen würden.

In London zerbricht man sich weiter den Kopf über die Stärke der russischen Flotte.

Ein Blatt meldet: Die russischen Schlachtschiffe, welche vor Singapore vorbeifuhren, wurden von den britischen Ma­rine- und Militärbehörden als die LinienschiffeImperator- Alexander III.",Borodino",Knjäs Ssuworow",Orel", Ossljabja",Nawarin" undSsissoi Mih" festgestellt. Hingegen meldet eine andere Depesche aus Singapore, dag nur das SchlachtschiffSsissoi Weliki" Singapore Passiert habe. Es sei kein Schiff vom Typ desZessarewrtsch" bei dem Geschwader gewesen. .

Der englische DampferEmpire", der in Manila eingetrer fen ist, berichtet, er habe einen großen japanischen Kreiizer gesehen, der die Basilanstraße zwischen Mindanao und Bor­neo abpatrouillierte.

Eine sonderbare Meldung über eine

Zumutung Rußlands an China

läßt sich ein Londoner Blatt aus Kobe kabeln. Danach soll der russische Gesandte Lessar in Peking von China die pacht­weise Ueberlaüimg eines Hafens verlangt haben. Das Ver­langen sei natürlich entschieden abgejchlagen worden.

Nie Politik»

^ Fn den Kreisen der Marokkaner ebenso wie in denen der Fremdenkolonien in Marokko, nicht zuletzt der englischem bricht sich nunmehr die Erkenntnis Bahn, daß Frankreich die Absicht hegte und hegt, alle nichtfranzösischen Unterneh­mungen in Marokko auszuschließen. Deutschlands Vorgehen findet daher, als im allgemeinen Interesse liegend, zuneh- mende Billigung. Die Regierung des Sultans wünscht einen engeren Anschluß an Deutschland und beabsichtigt die Ab­lehnung der französischen Reformvorschläge. Der Sultan möchte auch die französische Gesandtschaft von Fez nach Tan­ger zurückkehren sehen, während er bereit ist, in Fez eine deutsche Gesandtschaft zu empfangen, die im Lauf dieses Monats unter Führung des Grafen Tattenbach nach Fez nuf- brechen wird. Die diplomatische Situation ist für Herrn Deleass6 nichts weniger als günstig. Gleichwohl tan von einer französisch-deutschen Spannung nicht die Rede sein, nur von einer französischen Verlegenheit. Bezeichnend da­für ist, daß Reichskanzler Graf Bülow am Montag,den fran­zösischen Botschafter Bibourd und der deutsche Votickaltcr in

Paris, Fürst Radolin, am selben Tage Herrn Delcâss'6 zum Diner eingeladen hat.

0 Im Fürstentum Ratzeburg ist verfügt worden, daß der Buß- und Bettag vor Weihnachten fernerhin mit dem Buß- und Bettag der anderen Bundesstaaten an einem Tag, näm­lich am Mittwoch vor dem, letzten Sonntag nach Trinitatis, b. i. in diesem Jahre am 22. November, gefeiert werden soll. Für die beiden Mecklenbrn-g war eine gleiche Verfügung geplant, der Landtag hat sie aber abgelehnt.

4= Gerüchte, die noch der Bestätigung bedürfen, wollen wissen, daß die niederländische Stegicrung beabsichtige, zur Sicherung ihres ostilidischen Besitzes befreunbetc Mächte dar­an teilnehmen zu lassen, u. a. die Insel Timor on Deutsch­land abzutreten. Timor ist die östlichst gelegene und bedeu­tendste der kleinen Sunda-Jnseln mit 35 586 Quadratkilo­meter Fläche und 600 000 Einwohnern. Der Norderi mit der Hauptstadt Dali ist portugiesisch, der Süden niederlän­disch. Der Boden, gänzlich unbebaut, gilt für mineral- und öl reich. Für Deutschland würde es sich wesentlich um die Erwerbung einer Flottenstation handeln. In England wünscht man natürlich den Heimfall der Insel nicht an Deutschland, sondern an England.

Russland.

^ Die inneren Wirren beschäftige:: fortgesetzt die öffent­liche Meinung. Am Montag hat der Advokaten- k o n g r e ß , am Dienstag der Allrussische P ro­se s s o r e n k o n g r e ß in Petersburg in einer Reso­lution die unverzügliche Schaffung eines Rechtsznstandes auf demokratischer Grundlage für notwendig erklärt. Dia öffentliche Meinung müsse auf den Gang der Staatsgeschäfte entscheidenden Einfluß haben, die gesamte Bevölkerung, ohne Unterschied der Nationalität, des Bekenntnisses und des Standes, gleichmäßig zur Volksvertretllng her'angezogen werden. Die Folge der Resolutionen werden Verhaftungen sein, sonst nichts. Die Pressekonferenz unter Geheimrat Kobeko hat mit 17 gegen 2 Stimmen sich für die Aufhebung der Zensur über Privattelegramme der Tages- Leitungen ausgesprochen. Natürlich wird die Anregung nicht zur AusführMH kommen. Der Wert der gefaßten Beschlüsse geht nicht über den einer leeren Unterhaltung hinaus. Wo wirklich etwas geschieht, da handelt es sich um Unter­drückungsmaßnahmen. So ist über Warschau und ganz, Russisch-Polen vom 23. April an, dem Tag der ruffiidxm Ostern, der Kriegszustand verhängt worden. Ron diesem Kriegszustand wird eine Abwehr der terroristischen Aktion erwartet. In Helsingfors und in Petersburg hat man wieder eine Anzahl Frauen verhaftet, die im Verdacht stehen, an der nihilistischen Organisation beteiligt zu sein. Nach den Frauen hat man die Männer, Brüder, Väter verhaftet. So ist jetzt die ganze Familie Zeentjew, in deren Wohnung angeblich Sprengmaterial gefunden worden ist im Gefängnis. Eine intime Freundin des Fräu­lein Leontjew, ein Fräulein Trepow, hat sich aus Furcht bor Verhaftung von einem Eisenbahnzug überfahren lassen. Frau Dr. Koutniankel, Frau eines Moskauer Arztes, ist in die Peter Pauls-Festung gebracht worden. Ihr wird Verbin- dung mit der finnländischen revolutionären Partei nach- ae'agt. Dagegen ist nach amtlicher Rerfieberung in Gnrien ^Kaukasus) die Ruhe wiederhergestellt. Die Bevölkerung ist zum Gehorsam und zur Steuerzahlung zuriickgekehrt. Das sei nach Verhaltung der Rädelsführer geschehen, sagt der Amtsbericht. Es liegt auf der Hand, welche Lehre hieraus gezogen werden soll.

Balkan-Staaten,

O Ein neuer Staat Albanien soll auf der Balkanhalbinsel erstehen- der Thronprätendent bat sich bereits gemeldet. Der rumänische Fürst Gbika, der sich der Abstammung von dem albanischen Nationalhelden Skanderbeg Kastriota rühmt, hat sich jüngst einige Tage in Belgrad aufgehalten, wo er seine Agenten empfing unb mit Uhren belohnte oder aufmunterte. Jetzt ist Fürst Gln.ka wieder in Bukarest, wo im Mai der albanische Kongreß stattfinden soll. Der Prätendent glaubt vielleicht, daß die nächstbeteiligten Mächte in ihrer Eifersucht Albanien lieber ihm geben, als an Oesterreich-Ungarn oder Italien kommen lassen würden.

A Die bulgarische Regierung erhebt Beschwerde darüber, daß türkische Soldaten Ausschreitungen gegenüber friedlichen bulgarischen Grenzbewohnern begeben. Wenn nur diese friedlichen Grenzbewohner" nicht fliehende bewaffnete Ban­den sind 1

'Cürheu

cf Die Gährnng auf Kreta dauert an. Als am Dienstag Abend der englische Kreuzer Juno mit internationalen Trup­pen und Gendarmen auch 12 Gefangene nach Kanea brachte, wurden die Gefangenen von der am Kai angefammeden Menge mit luten Zurufen begrüßt und nach dem Polizei­bureau geleitet. Der italienische Offizier, der die Karabinier: befehligte, mußte laden lassen, um die Menge zur Entfer- mnig zu bestimmen. Kirchenglocken riefen aber eine Volks­versammlung ein.

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