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Nr. 292

Dienstag, den 12. Dezember 1905

14. Jahrgang

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.f^HertUs^iMet Die einspaltige PerttzeUe für ganz Oder- tzsßen, die Kreise Wetzlar und Marburg 10 Pfg. sonst 15 Pfg. Reklamen die Petitzetle 30 resp. 40 Pfg.

Redaktion u. Haupterpedition: Gießen, Selter-weg 88.

AermfprechMAfchlȧ Nr. 368.

Neuelle Nachrichten

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für Overhefsen und die Kreise Marburg und Wetzlar; Lokalaazeiger für Gießen und Umgebung, enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen, d-s Großh. Polizeiamtes Gießen und anderer Behörden von Oberhege».

Das Gcbo der Kanzlerreden.

Die französische Presse hat die Auseinandersetzungen Les Reichskanzlers Fürsten Bülow über Deutschlands aus­wärtige Politik im allgemeinen und über die Marokkofrage im besonderen, mit Kommentaren begleitet, die sehr aufmerk­sam, aber nicht gerade freundlich waren. Man hat an der Seine zweierlei übel genommen : daß Fürst Bülow in dem englisch-französischem Abkommen vom Mai 1904 wohl auf Seiten Englands eine subjektiv und objektiv berechtigte Des- interessierungscrklärung hinsichtlich Marokkos sah, auf fran­zösischer Seite aber einen Nebergriff in den Versuch erblickte, sich infolge jener englischen Erklärung über die Rechte und Interessen Deutschlands in Marokko einfach hinwegzusetzen ; sodann daß der deutsche Reichskanzler die Preisgabe des vorigen Ministers der Republik Delcasiè nicht als volle Gegenleistung Frank­reichs für die Preisgabe der deutschen wirtschaftlichen Inter­essen in Marokko gelten lassen mochte.^ Es fehlte garnicht viel, so gaben die französischen Blätter diese Auffassung des Fürsten Bülow für eine Provokation an die Adresse Frankreichs aus und für eine Täuschung der Erwartungen, die Frankreich an die Marokko-Konferenz in Algeciras zu knüpfen be­rechtigt war.

Es ist möglich und sogar wahrscheinlich, daß die fran­zösische Presse und die französischen Politiker diese Anschauung in aller Aufrichtigkeit hegten. Ist das der Fall, so wäre der Beweis geliefert, daß man in Paris noch immer von naiver Ueberheblichkeit ist. Sonst könnten die französischen Wortführer unmöglich glauben, daß ein äußerliches, in der Entlastung eines Ministers bestehendes Entgegenkommen Deutschland bestimmen könnte oder bestimmen müßte, voller Rührung auf die Wahrung seiner Rechte zu verzichten und diese an Frankreich abzutreten. Als ob es sich für Deutsch­land um die Befriedigung einer Eitelkeit gehandelt hätte, der man durch eine stummeamende honorable" Genüge

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leisten könnte. Die französischen Blätter behaupten, sie hätten Ursache, sich enttäuscht zu fühlen, weil Fürst Bülow ver­sicherte, er werde auf der Konferenz in Algeciras mit allem Ernst und allem Nachdruck für Deutschlands Rechte in Marokko eintreten. Diese Konferenz sollte nach ihrer Meinung nur eine Formaliiät sein, lediglich dazu bestimmt, die deutsche Empfindlichkeit darüber zu begütigen, daß Frankreich ohne vorgängige Anfrage in Berlin sich als den Wortführer Europas in Fez aufgespielt hatte. Die Ermächtigung hierzu, deren Einholung man versäumt hatte, sollte in Allgeciras nachträglich ausgesprochen werden. Als Sühnopfer für die Versäumnis war eben Herr Delcassè zum Rücktritt gezwungen worden. Bl ebe die Ermächtigung jetzt aus, so hätte Frank­reich sich vergeblich durch Entlastung seines Ministers des Auswärtigen gedemütigt und müßte eine zweite Demütigung erleiden, die den Zweck hätte, Frankreich zum Krieg zn pro­vozieren. Angesichts dessen erschienen die Bülowschen Ver- - sicherungen der deutschen Friedensliebe wenig glaubwürdig; ja, man müsse annehmen, daß es Deutschland nur um einen Vorwand zu tun sei,über Frankreich herzufallen". Daran knüpften sich alle möglichen Wünsche und Ratschläge für die Sicherung der Ostgrenze, die man allerdings weniger ernst­haft zu nehmen braucht. Aber zur Verhütung einer Irre­führung der öffentlichen Meinung dürste es angezeigt sein, noch einmal darzulegen, daß die französische Auffassung auf einer Verkennung der berechtigten Absichten und Ziele der deutschen auswärtigen Politik beruht.

Durch das englbch-sranzösische Abkommen vom Mai 1904 hat Gn auf sen Interesse an Marotko zu Gunsten Frankreichs Verzicht geleistet und seine Zustimmung dazu er­klärt, daß Frankreichmit Marokko ähnlich wie mit Tunis verfahre. Dazu war England unzweifelhaft befugt. England hat durch kein Wort und durch keine Handlung den Gedanken verraten, als bilde es sich ein, daß seine Verzichtserklärung auch den Verzicht anderer in Marokko interessierten Mächte in sich schließe oder nach sich ziehen müsse. Lediglich Herr Delcassè hat sich das eingeredet. Herr Delcassè hat in Fez Frankreich als den Wortführer Europas ausgegeben, ohne die Genehmi­gung Deutschlands hierzu zu erbitten, ohne auch nur eine entsprechende Mitteilung nach Deutschland zu richten, obwohl ihm das wiederholt von Berlin aus in höflichster Weise nahe­gelegt worden war. Das war eine gröbliche Brüskierung Deutschlands, deren Folgen man in Frankreich durch Decafsès Entlassung vorbeugte. In Berlin war man freundwillig und friedfertig bereit, über das Verhalten des französischen Ministers hinwegzusehen, nachdem er aufgehört hatte, Minister zu fein. Durch Rouviers und seiner Kollegen Klugheit war die Möglichkeit gegeben, den begangenen Fehler auszugleichen, den Status quo ante wiederherzustellen Das beiderseitige Entgegenkommen des fränkisch

Ministeriums und Deutschlands brachte die Beru.,ur Ler Marokko-Konferenz nach Algerciras zustande. Sache Lieser Konferenz ist es nun, die Rechte aller in Marokko interessierten Staaten zu umschreiben und zu sichern. Gewiß darf jeder dieser Staaten die Wahrnehmung und Ausübung feiner Rechte vorbehaltlos oder bedingungsweise Frankreich übertragen, wie es England in dem vorjährigen Sepvrat- wb kommen mit Frankreich getan hat. Aber ein noch so leiser Awang nach dieser R chtung besteht nicht. Am allerwenigsten warf man das Vorhandensein eines solchen moralischen Zwanges

MnaößänKig« Tageszeitung

für Deutschland daraus herleiten, daß Herr Delcassè seinen Abschied hat nehmen müssen. Diese Verabschiedung steht auf einem ganz anderen Blatt Deutschland am allerwenigsten darf auf seine Rechte in Marokko verzichten. Dafür hat es doppelten Grund. Einmal würde es durch den Verzicht den Vorwurf auf sich laden, daß es eine allgemeine Beunruhigung habe entstehen lassen wegen eines Interesses, dessen unter­geordnete Bedeutung es durch den nochmaligen Verzicht selbst anerkannte. Sodann würde es zu einer Wiederholung des bequemen Vorgehens provozieren, daß man in verletzender Form Deutschlands Interesse schädigt und danach durch eine Sühne für die verletzte Form die Zustimmung Deutschlands, zu der Jnteressenverletzung einhandelt. 1

politische Rundschau.

Oeurkebes Rdcb«

* Zwischen dem Direktorium des Zentralderbandes deutscher Industrieller und dem gefchäflsführenden Aus­schuß der Zentralstelle für Vorbereitung von Handels­verträgen ist eine Interessengemeinschaft abgeschlossen worden. Unter voller Wahrung der Selbständigkeit der beiden Ver­einigungen soll es Aufgabe des Abkommens sein, in allen denjenigen Fällen, in denen allgemeine Interessen der deut­schen Industrie und des deutschen Wirtschaftslebens in Be­tracht kommen, in eine gemeinsame Beratung einzutreten und, die gemeinsame Vertretung der betreffenden Beschlüsse gegen­über den Behörden und der Oeffentlichteit anzustreben.

* Die Handelsbeziehungen zwischen Deutschland und Rumänien sind bekanntlich recht umfangreiche. Eine weitere Sicherung des gegenseitigen Verhältnisses wurde durch den Abschluß des neuen deutsch-bulgarischen Handelsvertrages ge= schaffen, der in Sofia von den Beauftragten beider Länder unterzeichnet wurde.

* In der sächsischen Hauptstadt Dresden wurden für letzten Sonntag Wiederholungen der Wahlrechtsdemonstra- tionen erwartet, die eine Woche vorher zu so bedauerlichen Zusammenstößen Anlaß gegeben hatten. Jedoch wiederholten sich die Straßenunruhen nicht. Mehrere in der Umgegend Dresdens abgehaltene Protestkundgebungen verliefen ohne jeden Zwischenfall.

* Bei der in absehbarer Zeit zu erwartenden Vereinigung der beiden Fürstentümer Schwarzburg-Rudolstadt und Schwarz burg-Sonderöhausen soll, wie' aus Thüringen be­richtet wird, die Stadt Sondershausen Residenz bleiben. Das Fortbestehen der fürstlichen Kapelle unb des Hoftheaters seien gesichert.

* Ausländische Zeitungen beschäftigen sich in erregter Weise mit einem FallPanther". Drei Offiziere und zwölf Matrosen von dem deutschen KanonenbootPanther" sollen in Santa Cattarina in einen Gasthof eingedrungen sein und sich eines Mannes bemächtigt haben, der vomPanther" desertiert sei. Die Agence Hayas meldet sogar aus Rio, die Deutschen hätten außer Steinhoff, der gar nicht zum Panther gehöre, sondern nur aus Deutschland ausgewandert sei, um sich dem Militärdienst zu entziehen, auch noch einen jungen Brasilier, den Sohn des Deutschen Jakob Zimmermann, gewaltsam mit­geführt. Der Minister des Aeußern habe eine Flotten­abteilung nach Süden geschickt, daderPanther inzwischen nach Rio Grande abgereist sei. Die Verletzung der brasilianischen Hoheits­rechte verlange nach Genugtuung. Nach zuverlässigen Mel­dungen handelt es sich bei dem ganzen Spektakel um eine einfache Matrofenschlägerei, bei der niemand auf den Panther ge­schleppt worden ist. Bei dieser Schlägerei ist ein Mann, der Reichsdeutscher ist, von den Matrosen, wie es scheint, ziemlich stark verprügelt worden. Einzelheiten über den Vorfall liegen noch nicht yor, jedoch ergibt sich, daß weder ein Deutscher noch ein Brasilier auf das Kriegsschiff Panther geschleppt worden ist und daß somit von derVerletzung der Hoheits­rechte eines fremden Staates" gar keine Rede sein kann.. In Nordamerika beschäftigt man sich natürlich lebhaft mit dem Vorkommnis, könnte es unter Umständee doch Anlaß zu einer Bekräftigung der Monroe-Doktrin geben. Der brasilianische Gesandte soll bei dem Staatssekretär Root in Washington vorgesprochen und Vakon, der den Staatssekretär Root inter­imistisch vertritt, über den Zwischenfill dcsPanther" in­formiert haben. Nach den obigen zuverlässigen Dar­stellungen wird man sich wohl in Brasilien und in der Union beruhigen können, es ist vorläufig nichts mit einer Mobil­machung gegen Deutschland.

° Eine Reihe kleiner Kämpfe in Südwestafrika haben mit Banden der Häuptlinge Cornelius und Morenga statt gefunden. Mehrfach wurden Pferdewachcn und Viehposten

Wen und Reittiere sowie Schlachtvieh fortgetrieben.

, Witboi-Banden ziehen raubend umher.

* Von Breslau aus ist auf Anregung des Rektors der Universität, Professor Kaufmann, ein Aufruf zur Anbahnung besserer Beziehungen zwischen Deutschland und Eng'anö erschienen, der von einer Reihe von Notabeln, darunter Fürst- bischoff Kopp, unterzeichnet ist.

* Eine große Protestversammlung gegen die geplante Erhöhung der Biersteuer wurde in Berlin abgehalten. Der deutsche Brauerbund hatte dazu sämtliche Besitzer und Leiter von Brauereien der Norddeutschen Brausteuergemeinschaft

U-»»»e»e»tSPretS: abgehslt monatlich SOPfq.. in'S H«»4 gebracht 60 Pfg., durch die Poft bezogen vierteljährl.Mk 1.b0.

Gratis bellâge« : Qberheffifche Familie«zeituvg (täglich) und die Gietze«er Letfemblafe« (wöchentlich)

DaS Blatt erscheint an alle« Werktagen nachmittags.

(Aie^ner Zeitung)

eingelaben. Etwa 200u Jutereffenteu waren erschienen, auch v ele Parlamentarier nahmen teil. Es wurde eine Resolution angenommen, in der es heißt: Die in Berlin versammelten Vertreter des Braugewerbes verwahren sich auf das ent­schiedenste gegen den von den verbündeten Regierungen dem Reichslag vorgelegten Brausteuerentwurf. Eine Erhöhung der Steuer um mehr als 60 Millionen Mark bedeutet für die Brauereien der norddeutschen Brausteucrgemein'chaft, ins­besondere für die kleinen und mittleren, eine Mehrbelastung, der sie nicht gewachsen sind. Sie würde zu einem Niedergang des Braugewerbes führen und zugleich ben Gastwirtsstand sowie alle beteiligten Hilfsindustrien und Handelszweige empfindlich in Mitleidenschaft ziehen. Soweit eine Ab­wälzung auf die Verbraucher in Frage kommt, werden diese, also in erster Linie die breiten Massen der Bevölkerung, in einer Weise getroffen, die zu ihrer Leistungsfähigkeit umso­weniger im Verhältnis steht, als bereits alle übrigen Lebens­und Genußmittel stark verteuert sind.

England.

** Das von Campbell-Bannermann gebildete neue Ministerkabinett hat folgende Zusammensetzung: Premier-! minister und Erster Lord des Schatzes Sir Henry Campbell- Bannermann, Lordgroßkanzler Sir Robert Reid, Schatzkanz­ler Asquith, Inneres Herbert Gladstone, Aeußeres Sir Ed­ward Grey, Kolonien Earl of Elgin, Krieg Haldane, Indien John Morley, Admiralität Lord Tweedmouth, Handelsamt Lloyd-George, Lokalverwaltungsamt John Burns (von der Arbeiterpartei) Sekretär für Schottland Sinclair, Ackerbau Earl of Carrington, Generalpostmeister Sydney Buxton, Chefsekretär für Irland Bryce, Lordpräsident des Geheimen Rats Earl os Crewe, Lordgeheimsiegelbewahrer Marquis of Ripon, Unterricht Augustine Birrell, Kanzler des Herzogtums Lancaster Sir Henry Fowler. Minister, die dem Kabinett nicht angehören, sind der Lordstatthalter von Irland Earl of Aberdeen, der Lordkanzler von Irland Lord-Justice Wal­ker und der Erste Kommissar der öffentlichen Arbeitei! Lewis V. Hacourt. Das Kabinett Campbell-Bannermann ist das erste liberale Ministerium, nachdem 10 Jahre lang die Kon­servativen regiert haben.

Russland.

Mehr und mehr scheint Wittes Stern zu sinken, und die absolutistische Richtung gewinnt an Einfluß. Podjedo-, noszew rückt Weiter in den Vordergrund, und schon wird Jgnatiew als Wittes Nachfolger genannt. Schon ist der Vor­sitzende des Rates der Arbeitervervände, Chrustalew, ver­haftet. Man befürchtet einen allgemeinen Ausstand der Bahn­bediensteten. Die Bauernunruhen gewinnen an Ausdehnnng und nehmen eine immer bedrohlichere Gestalt an. In der Armee nehmen die Meutereien kein Ende. Namentlich in der Manschurei-Armee werden die Zustände immer schlimme. In Chardin hat zwischen den von Tschuntschusen unterstützten Meuterern und den treuen Truppen ein wilder Kampf stattge- funden. Charbin ist geplündert und zum größten Teil ver­brannt.

Cürkeu

Der Chef der Geheimpolizei Fehmi Pascha ist als Anstifter von Bomben-Attentaten entlarvt worden. Er ist verhaftet worden, da festgestellt wurde, daß er ein Bombeuattentat gegen sich durch einen seiner eigenen Diener ausführen ließ. Der aus der Türkei geflohene frühere Kammerherr Arif Bei ist in seine früheren Aemter und Würden wieder eingesetzt worden. Auch die Befreiung des Marschalls Fuad Pasch, welcher vor vier Jahren auf An-^ stiften Fehmi Paschas zum Tode und $ur Degradation verurteilt und später zu lebenslänglichem Kerker in Damaskus b-^'^diat worden w"- ^ht bevor.

Amerika.

** In der südamerikanischen Republik Paraguay ha- ein Präsidentenwechsel stattgefunden. Telegramme aus Astunt cion berichten, daß der Präsident der Republik Paragu Gaona vom Kongresse seines Amtes enthoben worden ist An seiner Stelle wurde Dr. Balz ernannt

Asien.

Die durch ein Attentat vor einiger Zeit verhinderte chinesische Informations-Expedition nach dem Auslande und besonders nach Europa bat nunmehr ihre Reise von Tientsin aus angetreten. Sie s> besonders die Parlaments­einrichtungen studieren. _____________

F)of und Seseuschaft.

Der Empfang der Präsidien des Reichs­tags sowie der beiden Häuser des preußischen Landtages bei dem Kaiser sand im Neuen Palais zu Potsdam statt. Die beiden Vizepräsidenten des Herrenhauses waren bei dem Empfange nicht zugegen. Zuerst wurde das Präsidium des Reichstages, Graf Ballestrem, Graf zu Stolberg und Professor Paasche empfangen. Der Kaiser äußerte sehr ernste Worte über die Verhältnisse in Ritßlaiid svrach länger mit Professor Paasche, über dessen Reise nach Ostcurika. Zu dem Präsidium