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politische Rundschau.

Deutscher Reich,

* Zu der Fleischteuerung verlautet, bafo in der Ministerial- fonfercn> in Kattowitz beschlossen wurde, die Petition der Städte ba^ erhöhte russische Schweine-Kontingent schon jetzt zuzulassen, beim Minister zu befürworten.

* Der in der Fertigstelluna begriffene Reichshaushalts- pla» für 1906 wird eine Erhöhung der Zolleinnahme genraß den Wirkungen der neuen Handelsverträge aufweisen. Be­stimmte Sötze stehen noch nicht fest, doch soll ein Teil für die geplante Witwen- und Waisenversicherung verwandt wer­den. Andel erseits sind Ausgabevermehrungen zu erwarten, so daß eine Reform des Reichsfinanzwesens als notwendige Forderung bestehen bleiben wird.

* In Berlin fand eine große sozialdemokratische Versamm­lung anläßlich des Redeverbots für den französischen Sozia- listenführer Jaurds durch den Reichskanzler statt. Abgeord­neter Fischer wandte sich gegen das Verbot. An Jaurès wurde ein Telegramm gesandt, in dem die deutsche Sozial­demokratie dem Standpunkte Jaurès' in den internationa­len Dingen ihren Beifall ausspricht. Jaurès hatte ebenfalls eine Depesche geschickt, in der er die Solidarität des Sozia- lismus der verschiedenen Länder betont.

* An der Westküste Schleswig-Holsteins hat man, nament­lich in Süder-Dithmarschen, in den letzten 50 Jahren all­mählich 8600 Hektar neues Land durch Zurückdrängung der Nordsee gewonnen. Die auf diese Weise gewonnenen Län­dereien, welche die Namen Kaiser Wilhelm-Koog, Kaiserin Auguste Viktoria-Koog und Friedrichs-Koog führen, beher­bergen schon über 2500 Menschen. Auch an den Ufern her Inseln sucht man Neuland zu gewinnen und vor allem die noch nicht durch Deiche geschützten Heinen Halligen durch Ufer- und Wehrbauten vor den Angriffen der See zu sichern. An der Mündung der Eider ist eine neue Insel entstanden, die sich stetig vergrößert und heute schon mehrere 100 Hektar umfaßt; sie wird einstweilen „Jakobsplate" benannt.

* Anläßlich der Unabhängigkeitsfeier werden sich Schiffe der deutschen Flotte nach Belgien begeben. Das Linienschiff „Kaiser Karl der Große" und der Kreuzer „Meteor" haben Order nach Antwerpen erhalten, um die Teilnahme Deutsch­lands an dem patriotischen Feste Belgiens 51t bekunden. Die Entsendung ist der Initiative des Kaisers entsprungen, der nach belgischen Blättern auch einen persönlichen Besuch bei König Leopold beabsichtigen soll. Von diesem Besuch ist aber an offizieller deutscher Stelle noch nichts bekannt.

Russland,

* * Von den rumänischen Behörden ist der Panzer „Potem- kin" an die russische Schwqrze Meer-Flotte ausgeliefert, die vor Constanza erschienen war. Das Schiff muß indessen erst repariert werden, da es ganz seeuntüchtig sein soll. Die Ma­trosen des „Potemkin" beabsichtigen, nach Bremen zu reisen und von dort mit einem Schiffe des Norddeutschen Llovd nach Argentinien auszuwandern. Das neutrale Torpedo- . boot 267 hat sich den russischen Schiffen ergeben. Im übrigen werden fortgesetzt Meuter-Szenen im russischen Heere ge­meldet. So ist es in Warschau Zu einem förmlichen Kampfe zwischen Kosaken und dem Libauer Garderegiment gekommen, das sich weigerte, nach der Mandschurei abzugehen, wobei zweihundert Kosaken getötet sein sollen.

'Ciirkei,

• • Zur Regelung der Verhältnisse auf Kreta sind von Italien und Rußland Vorschläge gemacht worden. Die An­gliederung Kretas wird darin zwar abgelehnt, jedoch sollen den Aufständischen gewisse Zugeständnisse gewährt werden. Man will zunächst vermeiden, daß die Insel der Schauplatz bewaffneter Zusammenstöße der Soldaten mit den Kretensern werde. England und Frankreich zeigen sich den russisch- italienischen Vorschlägen günstig.

Balkan-Staaten,

* * Die Proklamation Bulgnriens zum Königreich soll nahe bevorstehen. Man will wissen, daß am 2. August d. F. die Proklamation vor sich gehen soll. Von anderer Seite wird der Termin nicht so bald erwartet, jedoch sollen ernst­hafte Hinderungsgründe für den schon lange gehegten Plan nicht existieren.

Hfrika.

* An dem vor einigen Tagen in Pretoria eröffneten Kongreß der Burcupartei „Het Volk" nahmen über 200 Delegierte teil. Die neue Verfassung für die Transvaal- und Orangefluß-Kolonie wurde von allen Rednern heftig angegriffen. Besonders General Botha sprach sich ent­schieden gegen die Politik der Herren Chamberlain und Milner aus. Die Frage, ob die Buren sich unter der jetzigen Verfassung an der Regierung beteiligen sollen, blieb vor» läufig offen.

Australien.

* * Die in voriger Woche ausgebrochene Meuterei auf dem kanadischen Regierungskreuzer „Canada" ist dadurch bei­gelegt worden, daß die Behörden den unzufriedenen Mann­schaften erlaubten, das Schiff zu verlassen, und neue dafür einstellten. Der Kreuzer ist nach Sydney (Neufâ-ottland) in See gegangen.

Rof und Gesellschaft.

*\ Der Kaiser wohnte am Sonntag der vom Stettiner Jachtklub veranstalteten Segelregatta vor Swinemünde bei, bei der die Jacht „Betty VI" den Ehrenpreis des Kaisers erhielt. Dann fuhr tyr Kaiser auf der „Hohenzollern" auf die Reede von Saßnitz. Die Jacht „Iduna" mit der K a i s e r i n , der Prinzessin Viktoria Luise und den Prinzen Oskar und Joachim an Bord, ist von Glücksburg nach Swendborg in See gegangen.

*** Der deutsche Kronprinz traf mit seiner Ge­mahlin in Kiel ein, von wo das kronprinzliche Paar im Automobil in Hammclmark einen Besuch abstattete. Dann wurde an Bord der Jacht „Meteor" die Fahrt auf der Ost­see angetreten. — Zu dem Hochzeitsgeschenk der mittleren rmd kleineren Städte Preußens für das Kronprinzenpaar sind von 453 Städten 23 188 Mark beigesteuert. Nicht ver­ausgabt sind 210 Mark 60 Pfg., die dem deutschen Flotten, verein überwiesen wurden.

Reer und flotte.

Neue Felduniform für die deutsche Armee. Die beim Grenadier-Regiment Nr. 3 in Königsberg und beim Infam terie-Regiment Nr. 145 in Metz seit einiger Zeit erprobte

neue Kelbunform hat sich gut bewährt. Da die Uniform in graun Grundfarbe gehalten ist, die Anffchlage, ^agen und Kn in ihrer alten Farbe sich aber nur auf turze En - fernunqen abheben, ist cs bei den Felddeenstubungen nicht leicht auf weite Entfernungen die Anwesenheit von gruppen sestzustellcn Auck das; der Kragen um einen halben Zentl- mcter niedriger ist, als die gewöhnlichen, hat in der Hihe Grosse Vorteile gezeitigt. Der Rock ist in der Taille weiter gearbeitet als der alte und kann durch eine innen angebrachte Schnürvorrichtung nach Bedars enger oder weiter gemacht werden. In den Beklcidnngsämtern ist man auf Grund dieser Ergebnisse dabei, derartige Uniformen in Masse anzu­fertigen, ,

Soziales Leben.

4: Die Aussperrung in Essen. Ter Verband der Bau- untetnehmer hat beschlossen, den Oberbürgermeister Zweigert lv^gen Veleidmung und Nötigung strafrechtlich vec folgen zu lassen. Steigert hatte die Arbeitgeber öffentlich als „schnöde Kontraktbrecher" bezeichnet unb angekündigt er werde aus der Essener Stadtkasse 20 000 Mark für die Aus­gesperrten bewilligen lassen und die Unternehmer, welche für die Stadt Essen arbeiten, schadensersatzpslichtig machen.

JVah und fern.

t Selbstmord eines Marine-Offiziers. Der Kommandant des deutschen Torpedobootes „S 124", das kürzlich mit dem Linienschiffe „Wörth" zusammenstieß und dabei arg beschä­digt wurde, Oberleutnant 3. S. Nirrnheim, hat sich jetzt durch Erschießen das Leben genommen. Oberleutnant Nirrnheim war ein sehr tüchtiger Seeoffizier, dem man eine bedeutende Karriere zutraute.

t Vom Eisenbahnzuge geköpft. Auf einem zwischen Steele imb Bochum fahrenden Eisenbahnzuge lehnte sich der Heizer über die Lokomotive hinaus, um nach dem entgegenkommen­den Personenzuge zu sehen. In dem gleichen Moment fuhr der Zug an, und dem Unvorsichtigen wurde der Kopf vom Rumpf gerissen.

t Der Schatz im Rhein. Auf einem Rheindampfer Passierte dieser Tage in der Nähe von Capellen der Frau eines hol­ländischen Touristen ein sehr verdrießliches Mißgeschick. Sie ließ eine kleine Handtasche fallen, die Schmucksachen im Werte von 10 000 Mark enthielt, und die Tasche glitt ins Wasser. Der Holländer bot dem Kapitän 1000 Mark, wenn er den Dampfer stoppe und die Tasche auffische. Allein der Kapitän hielt sich an seine Instruktion und setzte seinen Kurs fort. Auf die Wiederbeschaffung der Schmucksachen ist eine Belohnung von 500 Mark ausgesetzt.

t Brand im Bergwerk. Auf der Zeche Borussia in Essen a. d. R. brach vorige Nacht am Füllort des Förderschachtes Feuer aus. Die eingefahrene Frühschicht mußte wieder aus­fahren.

t Stinkbomben in der Stadtverordnetenversammlung. In der letzten Freitagssitzung der Dresdener Stadtverordneten wurde der neue Wahlrechts-Entwurf zum Beschluß erhoben. Mitten in der mit großer Leidenschaft geführten Debatte er­hob sich ein Pestilenzialischer Gestank, so daß erst durch Oeff- nung aller Türen und Fenster der Aufenthalt im Saale weiter ermöglicht wurde. Von der überfüllten Galerie war eine Anzahl sogenannter Stinkbomben in die Versammlung geworfen. Es handelte sich um eine abgekartete Geschichte, denn die Stadtverordneten wurden beim Verlassen des Rat­hauses von der Volksmenge mit höhnischen Zurufen em­pfangen.

t Neun Menschen vom Sturm getötet. Im ungarischen Dorfe Tunyog wütete in einer der letzten Nächte ein fürchten licher Sturm. Es stürzte eine Scheune ein, in der eine Anzahl Arbeiter schliefen. Neun wurden von dem Gebälk erschlagen, eine Anzahl anderer wurde schwer verletzt.

t Beim Bootfahren ertrunken. Im Rhein oberhalb Ober­kassels unternahmen mehrere Familien eine Bootfahrt. Sie fuhren in die Wellen eines Dampfers. Dabei kam das Boot zum Kentern. Sechs Personen, darrmter drei Kinder, er­tranken, sechs andere wurden gerettet.

t Bestialischer Mord. Am Waldesrande zwischen Esche­feld und dem altenburgischen Grenzdorfe Pähnitz wurde dieser Tage die Leiche der 22jährigen Tochter eines Guts- besitzers von ihrem Bruder aufgssunden. Der Körper des Mädchens war derartig mit Hieb- und Stichwunden bedeckt, daß der Bruder seine Schwester kaum zu erkennen vermochte.

t Vom Automobil getötet. In Münster in Westfalen lief vor einigen Tagen ein kleines Mädchen, das aus der Spielschule kam, über die Straße und geriet durch eigene Schuld unter ein Automobil, das langsam daherfuhr. Der Führer hatte das Kind nicht gesehen, da es plötzlich hinter einem Lastwagen hervorkam. Das Mädchen war auf der Stelle tot.

t Aus Liebe in den Tod. Ein Leutnant beim bosnischen Regiment in Wien hatte eine tiefe Neigung zu einem braven, aber armen Mädchen gefaßt. Da die jungen Leute sahen, daß sie sich nie würden heiraten können, beschlossen sie, ge­meinsam in den Tod zu gehen. Sie tranken in einer der letzten Nächte miniert Gramm einer Lysollösung. Der Offizier erlag dem Gift, während das Mädchen wieder ins Leben zurückgerufen werden konnte.

t Mord in Hamburg. Bei einem Streit wurden in der letzten Sonntagnacht in Hamburg auf offener Straße ein Schneider durch einen Messerstich in den Unterleib getötet und ein Arbeiter schwer verletzt. Die Täter, ein Schlosser- geselle und ein Arbeiter, find verhaftet.

t Vom gesunkenen Unterseeboot. An dem an der afrika­nischen Küste gesunkenen französischen Unterseeboot „Far- sadet" sollen durch das Hamburger Rettungsschiff „Berger Wilhelm" Hebnngsversnck)e angestellt werden. Der franzö­sische Marineminister Thomson weilte vorgestern an der Stelle des Unfalls unb machte selber aus dem Unterseeboote „Korrigan" eine lange Unterwasserfahrt.

Tages-Chronik. In Halle a. S. erschlug ein Umfallen- der Rundlaufständer im Konzertgarten der Aktienbrauerei einen 13jährigen Schulknaben und verletzte einen zweiten leicht.

— In der zweiten Galerie des Simplontunnels fand ein Erdrutsch statt, wodurch neun Pferde getötet wurden. Die Arbeiten verzögern sich dadurch um einen Monat.

Volksbäder und Volhshygienc.

^n vielen namentlich in den grasten Städten Deutsch, lands, hat man seit geraumer Zeit der Volksh»giene au;, nwrksame Beachtung geschenkt und zahlreiche Einrichtungen geschaffen die den Zweck hatten, dem Leben in den Städten gesundheitlich günstigere Unterlagen zu geben Der Zweck ist auch erreicht worden. In nicht inenigen Städten ist i u Stcrblichteitsziffer sehr znrückgcgangen, hat die durchschnitt­liche Lebensdauer der Bewohiier sich verlangert. K'ana- lisation und Wasserleitung waren die Hanpt,ach- liebsten Hilfsmittel der Vollshngiene, Die schnelle lind oründliche Wegsthajfnng der WilDioftc und in Verbindung damit die Verhütillig einer Durchtränkung des Bodens sonne einer Vergiftung deS Grundwassers mit Fäulniserrcacrn, < ( ferner die Zuführung gesunden Trinkwalsers smd bu- ömmö.. bedingungen für die Herstellung gestmdhntlich almehn er Verhältnisse da, wo Menschen tn Großer Zahl und , h einander wohnen. Damit ist freilich noch nicht olk.’ ^can. Auch die Geräumigkeit der S ch l a s g e l e g e u h e i t e n, der Wohn- unb A r b e i t s st ä t t e n, gehört zu den Vorbedingungen der öffentlichen Ges'lndhert nnd in Dieser Beziehung bleibt gerade in den großen Städten noch vie zu wünschen übrig. Die Kostspieligkeit des Platzes bildet hier nicht einmal das stärkste Hinderiiis. Das größere Hin­dernis liegt darin, daß man nicht einfach anordnen kann es sollten alle ober auch nur eine erhebliche Mnderheit der tat­sächlich vorhandenen Wohngelasse für ungeeignet zur Beher­bergung von Menschen erklärt werden. Das ist einfach un­möglich unb undurchführbar. Wer gewiße Gelaße für unve- wolpibar erklären will, muß sich ziivor überzeugt haben, dag bewohnbare Gelasse in hinreichender Zahl vorhanden sind. Anch darf man den Hausbesitzern nicht unerschwingliche Lasten durch Auferlegniig, koßfpieligcr Umbauten 'Minuten. Langsam, bedächtig und systematisch muß man Vorgehen, um das 'ernmnschte Ziel zu erreichen, bem,man tahacbltcl) meler, orten schon merklich näher gekommen ist. Private Verein igun- M gen die sich behördlicher Förderiing erfreuten, haben zur Be- feitigung der Wohnungsnot — die nicht bloß im Wohnnngs-M mangel, sondern ebenso in der Mangelbastigkeit und in dem | ‘ übertriebenen Preis der Wohnungen bestehen kann — na­mentlich für Beamte beizutragen gesucht unb dabei schone j Erfolge erzielt.

Kanalisation und Wasserleitung dienen bcue ber^otfent- lichen Gesundheit durch Förderung der Sandri üt ^ie ent­fernen das Unsaubere und liefern das hanpt,ächlkchste Mittel zur Erhaltung der Sauberkeit daheim. Wenn Die Menschen wüßten, welchen ungeheuren Wert die Sauberkeit in gesund­heitlicher, ästhetischer und mittelbar auch in sittlicher Hinsicht hat, so würden sie die Sauberkeit als eine hohe Tugend an­erkennen. Unsere Alten haben es gewnßl. Tie Sprache zeigt es. Ein „sauberer" Bursch ist ein hübscher Bursche, und 1 ein „blitzsauberes" Weibsbild ist ein schönes Mädchen. Wir sehen hier Sauberkeit und Schönheit fast als identische Be­griffe behandelt, und wirklich nicht mit Unrecht.

Es gibt auch außer der Wasserleitung noch Einrichtungen, die der Volksgesundheit und der Volksästhetik wesentliche H Dienste leisten können, unb die nicht einmal kostspielig sind. Wir meinen die V 0 l k s b ä d e r. In keinem Haushalt bürste die Badewanne, in keinem Harcs die Brauseeinrich- ■ tung fehlen.

Hier und da ist der Vorschlag gemacht und auch durchge- J führt worden, in den Sckmlen selbst Baderäume anzulegen unb die Kinder zur Benützung anznhalten. Das hat man- : drer Orten zn kleinen Mißständen geführt, die sich nicht immer sofort beseitigen ließen. Doch der Vorteil überwog, und unseres Wissens bat man nirgend Anlaß gehabt, von der Einführung der Schulbäder imeber Abstand zu nehmen. Die Erziehung zur Sauberkeit gehört mit zu den Aufgaben der Schule. Wenn das Elternhaus diese Er­ziehung unterstützt — um so besser; wenn das Elternhaus seine Mitwirkung versagt — um so notwendiger ist die Be­mühung der Schule. Wenn aber die Schule ihre Pflicht ge­tan hat den Kindern gegenüber, so ist es Sache der Kommnne, den Erwachsenen billigste, nur auf den Ersatz der eigenen Josten berechnete Gelegenheit zu geben, daß sie die Sauber­keitspflege, zu deren Wertsckxitzung sie in der Schille ange- ; halten worden sind, auch tatsächlich fortgesetzt üben. Der Aufwand ist gering, der Segen, den man sich davon ver- tprechen darf, ist groß. Häufiges Baden verhütet unzählige Krankheiten unb trägt zur Heilung vieler .Krankheiten schon dadurch bet, daß es )ic beizeiten erkennen läßt

Wenn in dieser Beziehung die Ansprüche wachsen, so ist seine tadelnswerte Begehrlichkeit, sondern ein löblicher Fortschritt, an dem wir alle herzliche ^reitbe haben und den wrr mit besten Kräften fördern sollten.

Lokales.

11. Juli 1905.

V Donnerstag, den 13. Juli, nachmittags 4 Uhr hält bie Stadtverordneten^«; riammlung eine Sitzung mit nachstehender Tagesordnung ab: 1. Mitteilungen _ 2. Baugesuch der 2. Rothenberger Witwe für den Neuenweg- hier: DièpeuS. — 3. Herstellung zweier Einfriedigungen an der Moltkestraße durch C. Nikolaus. — 4. Fluchtlinien­plan für die Wilhelmstraße von der Ludwigstraße bis zur Ebelstraße. — 5. Anlage eines öffentlichen Platzes zwischen Senkenbergstraße uud Zeughauskaserne. — 6 Kauf mit Friedrich Schreiner Eheleuten. — 7. Lieferung von Pflaster- steinen für 1905. — 8. Vergebung der Reparaturarbeiten an Bürgersteigen. — 9. Straßenremigung; hier: Müllab­fuhr. — 10. Befestigung der Bürgersteige in der BiLwarck- straße. — 11. Beschaffung eines Fahrrades fürs Tiefbau- amt — 12. Betrieb der Sandgrube im Stadtwald. — 13. Betrieb der Steinbrüche im Stadtwald. — 14. Be­schaffung von Lüftungsklappen für die Stadtmädchenschule. — 15 Genehmigung von Rechnungen. — 16 Errichtung deS Maschinenhauses für die Kläranlage. — 17. Herstellung einer Tekchanlage im Torhof der FriedhosSkapelle am Rodt­berg. — 18 Die Pumpe an Hombergers Weberei. — 19. Annahme von Hilfskräften fürs Siefbauamt. — 20. Gesuch beS Deutschen Vereins der Gas- und Wasserfachmänner um Gewährung von Beiträgen für w ssenschaftliche Zwecke. — 21. Reparatur des Gasmotors beim EaSwerk. — 22 Ab­gabe von Gas, Wasser und Elektrizität gelegentlich des in

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