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Nr. 185

Mittwoch, den 9. August i 9u5.

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^ <rtb»«S-re1S r Die einspaltige Petilzeite für ganz Oder- Wm, hie Kreise Wetzlar mib Marburg 10 Pfg. sonst 15 Pfg. Reklamen bie Petitzeile 30 resp. 40 Pfg.

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________________14. Jahrgang

Ldo«»eme»tSprets: abgebelt monatlich 50 W- gebracht 60 Pfg.. durch die Post bezogen viertel iährl.Mr^ " GrsttSbeilage»: Qberhesfiscke Familie«zeitu,g (täfllW unb die Gießener Leisesblase» (wSckeMUch).

Das Blatt erscheint an atiee Werktagen nachmittag«.

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(Gießener Hagevtatt)

Unabhängige Tageszeitung

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für Oberheffm und die Kreise MarbMg und Wetzlar: Lokalameraov für ^^

^'tbält alle Etlichen Bekanntmachungen der Grasisi. Bürqermeisterei Gießen und atj Be!â^^ UmgâlNg.

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Die privatbeamten.

unfähig geworden ftnb, «ne meti gflns a Waife» mcssene Pension. Auch für iie »" ^eilich recht seiner Beamten sorgt der ^at. H l Deckung

karg; feine Leistungen erheben sich mcht über me ^ a des aus das knappste berechneten Bedars.-, wobei^ am g wohnheitsmatzige Ansprüche kemerler RuchM genommen wird Die Kommunalbeamten sind tm großen uni g a den Staatsbeamten gleichgestellt. Wenn sich trotzdem manch Nekimtenkateaorien zur gemeinsamen Wahrung mrei ^nier es eil /uS haben, so taten sie das nicht im

Hinblick auf die Alters- oder Hrnterbliebenen-Versorgung, sondern zur Aufbesserung der Avancements- ooer der G - Haltsverhältnisse ober zur Erreichung anderer waterieller und ideeller Vorteile. Diese Vcamtenvereuugungen waren nicht immer sehr gern gesehen; denn es war nicht selten daß in ihnen gerade bic radikalsten Elemente das große Wort führten und die Leitung an sich rissen. Vorübergehend war das beinahe die Regel. Gleichwohl haben die obersten Behörden die Beamtenvereine gewähren lassen, ihnen viel Entgegenkommen gezeigt unb, Förderung geschenkt. Us wurde nur darauf geachtet, daß die Agitation in den Be- amtenvereinen gewisse Schicklichkeitsgrenzen nicht über­schritt, daß sie nicht Herde der Unzufriedenheit bildeten, in denen die Ausstreuung und Pflege der Unzirfriedenheit Selbstzweck war. Dann freilich wurde eingeschritten; aber immer mit Nachsicht und Milde, so daß es den Verirrten nicht schwer fiel, sich wieder zurechtzusinden. Auf diese Weste gelang es den Vereinen der Eisenbahner und der Postbeamten, um nur einige Beispiele zu nennen, mit Hilfe der vorgesetzten Behörden und im Einklang mit ihnen manchen schätzeliswerten und dauernden Vorteil zu ge­winnen. Billige Wünsche, die sie äußerten, wurden ihnen gern erfüllt, und manchesmal zeigte sich ihnen zuvorkom- menbc soziale Fürsorge. Namentlich die Eisenbahnbeamten haben in ihrem schweren Dienst Einrichtungen erlangt, die ihnen zwar den Dienst nicht abnahmen, aber die Erfüllung der Drenstpflichten erleichterten und ihnen das erhebende Belvußtsein gaben, daß man auf ihre Wohlfahrt bedacht sei. Andere Beamtenvereinigungen beschränkten sich nicht aus einzelne Kategorien und hatten auch nicht besondere Beam­tenverhältnisse zum Gegenstand ihrer Bestrebungen gemacht. Die Beamten-Konsulnvereine wollten ihren Mitgliedern nur materielle Erleichterungen zuwenden, die Sicherung guter Verzehr- und Bedarfsmittel zu angemessenen Preisen, auch einen angemessenen Kredit beim Bezug dieser Waren. Alich hier icurbc Nützliches erreicht, natürlich nicht überall, und namentlich nicht überall in gleichem Maße.

Die Privatbeamten, deren Zahl weit größer ist als bic der Staats- und Koinniiinalbeamten, erfreuen sich nur in vereinzelten Ausnahmefällen einer Pensionsberechtigung, einer Witwen- und Waisenversorgung. Es gibt nicht gar so Diel Geschäfte, die ihren Angestellten und bereit Hinter­bliebenen Pensionen gewähren können, und ein gesicherter Anspruch ist selbst in diesen wenigen Geschäften nicht vor­handen. Aus einer Privatanstellung kann man ohne Dis- ziplinarurteil und ohne Verschulden entlassen werden, und dann ist die Pensionsaussicht verschwunden. Die. Privat- Veamten hätten somit weit mehr Grund, sich organisch zur Wahrnehmung ihrer Interessen zusammenzuschließen, um Q11f ^e inri ^t ungen für sich zu schaffen), um aus eigener Kraft die Vorteile zu gewinnen, die den Staats- und Kom- munalbeamien von Staats wegen und von Stadt wegen ohne weiteres zugewendet sind und in immer weiterem Üim fang zugewendet werden. Anläufe sind allerdings schon ge­macht worden, sogar recht anerkennenswerte. Einmal aber bezogen sich diese Anläufe nur auf bestimmte Kategorien der Privatbeamten, und selbst für diese nur auf ganz bestimmte Erleichterungen. Die Handelsangestellten haben sich noch am rührigsten gezeigt. Die Stellenvermittelungen, die sie eingerichtet haben, fuilktionieren recht gut; ihre Fortbil- bungS» und Vortragskurse erfreuen sich verdienten Ansehens Es soll auch nichts gegen die Bestrebungen dieser Vereine gesagt werden Nur darauf muß hingewiesen werden, daß die einzelnen Kategorien gar nicht leisten können, was Auf- gabe der Gewmtheit ist. Die Privatbeamten als solche müssen sich organisieren. Sie können das* in Berufsvereinen k ^nn gewissermaßen den Unterbau ausmachen, auf

- her Überbau der Gesamtorganisation erhebt. Alters- und Hinterbliebenenversorgung, das ist das erste And vornehmste Ziel, auf das sie ihr Streben zu richten frohen. Dao Ziel ist nicht leicht zu erreichen. Die Berfidie» Tung rostet große und dauernde Opfer. Die Erreichung des Ä^r wäre ein ungeheurer sozialer Fortschritt; ein n -J^et wäre damit dem Eckend abgerungen, eine _chwerste Sorge wäre einer sehr großen Zahl von Menschen angenommen.

Wir möchten keineswegs die täuschende Annahme er- treuen als ob es über Nacht möglich sein würde, auf dem Gebiet, von bem hier die Rede ist, durchgreifend Abhilfe zu

bringen. Wir glauben im Gegenteil, daß die Arbeit langer Jahre erforderlich sein wird, um zu gutem Ende zu kommen. Die Schwierigkeit und Größe der Arbeit jedoch darf nicht abschrecken, sie mufe vielmehr ein unwiderstehlicher Ansporn zu unermüdlichenr Eifer sein.

Als Fürst Bismarck die Arbeiter-Altersversicherung dem Reichstag empfahl, sagte er, daß er ursprünglich die Absicht gehabt habe, die Wohltaten dieser Versicherungjedem Deutschen" zuzuwenden, und daß er nur wegen der Unüber» sehlichkeit der Kosten hiervon Abstand genommen habe. Wenn aber die Beteiligten selbst mit festem Willen und mit Eifer sich ans Werk machen, so muß ihnen das gelingen.

Der Krieg in Ostasien.

Es scheint, als wonn auf dem Kriegsschauplätze in der Mandschurei bte Operationen wieder mehr in Fluß kämen. Die üblichen Telegramme des russischen Oberkommandieren­den General Lenewitsch wissen zwar von siegreichen, in Wirklichkeit unwesentlichen Vorpostengefechten zu berichten, doch scheint in Wahrheit die japanische Umklammerung in aller Stille vorwärts zu gehen.

Die Lage der Russen.

So berichtet ein englisches Blatt aus Tokio, trotz d^r prahlerischen Depeschen Lenewitschs sei die Lage der russi- ichen Armee in der Mandschurei nicht beneidenswert. Diese Tatsache würde bald handgreiflich offenbar, die jetzige japa- nische Umklammerungsbewegung sei noch drei- oder viermal großer als bei Mulden. Die Nachhut Lenewitschs. und seine Flanke gegen Wladiwostok sind stark bedroht.

Um den Japanern auf sibirischem Boden möglichste Schwierigkeiten zu bereiten, das Einlaufen der gegnerischen Flotte in den Amurstrom und damit die Landung von Truppen im Rücken des russischen Hauptheeres zu verhin­dern, befestigen die Russen die Flußmündung stark unb schickten eine gemischte Division nach der die Flußmündung beherrschenden kleinen Feste Nikolajewsk.

Gehobene russische Kriegsschiffe.

Den Japanern ist es nach angestrengter Arbeit gelungen, mehrere der vor Port Arthur gesunkenen russischen Schlacht- swifse flott zu machen. DieBayan" soll ungefähr am 15. August von Port Arthur nach Japan geschleppt werden, diePoltawa" und diePereswjet" sollen eine Woche später unter eigenem Dampf folgen. Damit ergeben sich reue Verstärkungen der japanischen Seemacht.

Die Friedensverhandlungen.

Ta nunmehr die Beauftragten beider Parteien in Ports­mouth eingetroffen sind, werden die Beratungen heute be­ginnen. Man hofft jetzt wieder zuversichtlich auf günstiges Resultat, da man in Rußland anscheinend doch mit der Macht der Tatsachen zu rechnen beginnt. Nach angeblich zuverlässigen Nachrichten, die über Wien kommen, will Rußland folgende Zugeständnisse machen: Rückgabe der Mandschurei an China, Uebergabe der Pachtung der Liao­tung Halbinsel mit Port Arthur an Japan, Abtretung der Insel Sachalin, Anerkennung des japanischen Protektorats über Korea, Uebergabe der ostasiatischen Eisenbahn in japa­nische Verwaltung, Zahlung einer Kriegsentschädigung.

Die ßabnhatastropbe bei Spremberg.

Das erschütternde Eisenbahnunglück in der Nähe der Stadt Spremberg auf der Linie BerlinGörlitz läßt die vor einigen Tacten genmldete Entgleisung des Kölner Schnellzuges bei Ingolstadt fast in den Hintergrund tre­ten, obwohl auch hier zwei Menschen getötet und zahlreiche verletzt wurden. Mit Entsetzen vernimmt man die Knude, daß achtzehn Menschen tot sind, während die genaue Anzahl der Schwerverwundeten noch nickst festgestellt ist.

, Ter Zusammenstoß.

Der Schnellzug 113 wa/r fahrplanmäßig nachmittags 3.20 Minuten vom Görtitzer Bahnhof in Berlin abgegangen und stark besetzt. 5.39 Uhr war der Zug in Spremberg, wo er den von Görlitz kommenden Nachzug zum Schnellzug 112 in der Richtung Barlin vorbeilassen mutzte. Der Nachzilg war aber noch nicht eingetroffen, da er Verspätung hatte. Wie behauptet wird, erhielt der wartende Schnellzug 113 durch das Versehen eines Beamten Ausfahrt, trotzdem die Strecke bis Görlitz nur eingleisig ist. Er befand sich etma 2Ü00 Meter hinter dem Bahnhof bei Kilonieterstation 140,5 zwischen den Stationen Spremberg und Schleife, als der fehlende Nachzug auf dem gleichen Geleise entgegenkam. Die Strecke beschreibt dort eine starke Kurve, so daß die Loko­motivführer die Gefahr erst bemerken konnten, als es zu spät war. Mit donnerähnlichem Krachen stietzen die Zilge aufeinander. Gleich darauf stieg herzzerreitzendes Jain- me.rn und Hilferufe in die Lüfte. Die beiden Lokomotiven hatten sich ineinander gebohrt und waren, vom Bahndamm heruntergestürzt. Tie den Lokomotiven folgenden Gepa ° wagen waren zersplittert, der erste Personenwagen zwei

Klasse des Berliner Zuges auf den Gepäckivagen gelaufen und der nachfolgende Personenwagen erster und ztveiter Klasse wieder in den ersten hineiMerannt. Die Insassen der beiden Wagen waren größtenteils ziermalint. Die nach- folgenden Wagen zeigten weniger starke Beschädigungen. Die Wagen der dritten Klasse erlitten durch den Zusammen- stoß nur geringe Zerstörungen. Bei beut Zuge 112 waren die ersten drei Wagen zerwümmert worden, iedoch befanden sich in diesen nur zwei Fahrgäste, die mit Knochenb rächen davonkamen.

Die Rettungsarbciten.

Von Kottbus wurde alsbald ein Nettungszug abge­lassen. Die Aufräumungsarbeiten gestalten sich äußerst schwierig. Tote und Verwundete mußten mit Aexten aus dem wüsten Eisen- und Holzchaos hörausgeholt werden. Die Freiwillige Feuerwehr von Sprembgrg eilte ebenfalls, voll­zählig herbei. Tie wackeren Netter arbeiteten mit Aufwen­dung aller Kräfte und hatten wahrlzaftig die Zusammen­fassung angespanntester Willensenürgie notwendig^ denn die schrecklichen Verstümmelungen der Toten und schwerver­letzten boten ein grausiges Bild. Von 6 bis 11 Uhr abends wurden ohne Unterbrechung Leichen unb Verwundete ge­borgen. Die Toten wuirdei^ zum Spremberger Bahnhof, die Verwundeten mittels Sonderzug nach Kottbus ins Krankenhaus gebracht. Leichtverletzte gingen zu Fuß nach Spremberg, Notverbände für die Schwerverwundeten tour^ den gleich am Platze von den vier an der Unglücksstelle tätigen Aerzten angelegt.

Die Toten und Schwcrverwnndctcn.

Als Leichen wurden bis gestern mittag 14 Personen aus, der Triimmermasse gezogen und zwar: Justizrat Rockau mis Görlitz, Frau Justizrat Rockau aus Görlitz, der U)jährige Sohn des Justizrats, Heinrich Pelas, Graf von Plauen. 17 Jahre alt, Schüler der Ritterakademie Liegnitz aus Wenkendorf, als Sohn des Prinzen Heinrich XXVI. fuccep sionsfähiges Mitglied des fürstlichen Hauses Reuß jüngere

Linie, Oberstleutnant a. D. Wilbelm Eretius,

Berlin,

praktischer Arzt Neetzke aus Landeshut, Frau Dr. Neetzke Herr Grüning aus Görlitz, ein unbekannter Knabe von 10 Jahren, eine unbekannte Dame von 50 Jahren, Hilfs­schaffner Reinhold Noack aus Ströbitz bei Kottbus, Lokoino- tivfübrer Seidel aiis Kottbus, Lokomotivführer Krug, Heizer Walter aus Kottbus.

Schwer verletzt wurden: das Kind Hildegard Krohan aus Görlitz, Schaffner Hagen aus Kottbus. Mehrere ßeidjen lagen noch unter den Trümmern, weitere Namen der Opfer luaren noch nickst festgestellt

Der Schuldige.

Als Schuldiger an dem entsetzlichen Unglück wurde all­gemein der Vorsteher des Spremberger Bahnhofes an­gegeben. Er habe, trotzdem er die Nachricht bekommen, der Schnellzug nach Kottbus sei auf der Strecke, dem zweiten Schnellzug das Signal zum Ausfahren gegeben. Hinter­her sei die Einsicht gekommen, er sei dem Zuge nachgelaufen, doch zu spät. Der diensttuende Vorsteher, der Stations­assistent Stolljuß, ist vom Dienst suspendiert worden. All- gemein wird aber auch gerügt, daß die so umfassend mit Schnell- und anderen Zügen befahrene Strecke nur ein Gleis hat. Die erste Folge des schauerlichen Unglücks muß der zweigleisige Ausbau der Strecke sein. Das Eisenbahn­ministerium hat sofort zwei höhere Verwaltgngsbeamte an die UnfaUffesle entsandt. Tie amtliche Untersuchung des Unglücks wird von der Eisenbahndirektion Halle geführt.

politische Rundschau.

Deutsches Reich,

* Dor Kaiser Wilhelm-Kanal soll eine zweite Einfahrt von der 9^m'dsee her erhalten. Das zum Austausch der er­forderlichen Ländereien erforderliche Abkommen zwischeil Vertretern des Fiskus und mehreren Besitzern in Bruns- büttelkoog ist bereits abgeschlossen. Die Molenköpfe an der Mündung des Kanals sind mit Schnellfeuergeschützen ver­sehen worden; auch hat man an mehreren Stellen des Schleusendeichs Revolvetrkanonen aufgestellt, zu deren An­schießen Marinefoldaten kommandiert waren.

* Wie schon früher gemeldet, soll die Marokkokonfercnz im September zusammentreten. 2ie deutsche Regierung hat die noch vorhandenen Differenzen in der Hauptsache durch die Versicherung beseitigt, daß sie vor der Konferenz wirt­schaftliche oder verwaltungspolitische Konzessionen in,Ma- roffo nicht erstreben werde. Damit ist der von französischer Seite gegen den deutschen Gesandten in Fez, Grafen Tatten- bach, erhobene Vorwurf erledigt, daß er den Konferenz- beschlüssen vorgreife. Gleichwohl hatte der llnterstaats- fost-etär Earl Percy garn recht, als er am Montag im eng- Otdrn Unterbaus die Erklärung abgab, daß der Zeitpunkt der Marottolonferenz und ihr Programm noch nicht endgül­tig festgestellt seien.

* Vor kurzem ging die Nachricht durch die Presse, die KcberrtÜr der in Deutschland gestorbenen französischen Kriegsgesangenen sollten nach Frankreich übchfübrt toer» ben. Nach Erkundigungen, die dasPetit Journal" einge­zogen hat. ist diese Nachricht falsch.