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Dienstag, den 9. Mai 1905.

4. Jahrgang

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I«kertto«Spreis t Die einspaltige Petitzetle für ganz Ober- Hesien, die Kreise Wetzlar und Marburg 10 Pfg. sonst 15 Pfg. Reklamen die Petitzeile 30 resp. 40 Pfg.

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Redaktion u. Hauptexpedttion: Gießen, SelterSweg 83.

#er*fnrt***f*l*fc Nr. 368.

r»do«Aeme«lSprkts: abgeholt monatlich 50 Pfg., in'S Haus gebrackl 60 Pfg., durch die Poft bezogen vierteljährl. Mk. 1.50. «ratii'betlaze« : Lberhessische Fomilienzeilung (täglich) und die Gietzcaer Seiseubleie« (wöchentlich).

DaS Blatt ciideint an olle« Werktagen nachmittags.

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(AieRetter Pagevtatt)

für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetzlar; Lokalauzeiger für GießeR und Umgebung.

Entbält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen, des Großh. Polizeiamtes Gießen und anderer Behörden von Oberhessen.

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Herunter« ie geringe oidersland entgegen n müßte, g in dem m Faden, e eltva S . am Aus- iche, gleich de sich dee ingere Ge« dabei keine onen Kilo« .ejelbe blei« gerständnis am Simon Masse, die übertrifft, ier Scheibe e, daß das ifen. Dann m anderen feit von 40 uns dann kommenen Weltraum? ihigfeit m l sonnten f gesogen: / eit eines ) x M^

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«las sind wir unsern Diclitcrn schuldig?

EinNachwortzurSchiller-Feier. iin^">.^o^â Deutschland hat man in diesen Tagen aefeierf a^»iri tonnfp'm 00 'N üb-rschwänglicher Weise geschah

Ik k donnte man nicht tun. Doch nicht brumm kann ben m»km f ^/agcntliäien. an einen Kalendertag gebun­denen GedachtnlSseier, nicht barmn bei bem dauernden Ge- banfen handeln, das in stiller ßeier Tag um Tag sich erneut bafe man dem Genius huldigend Weihrauch spendet ^ic Sn^rz beftCbt bnr'"' daß man die Gaben des Genius ^höchWealiSmüs"'^^- 2Cr ,,Öd,f,e Egaisn'uS ist hier

Es fei gestattet, an das Wort Lessings zu erinnern-

Wer wird nicht einen Klopstock loben!

Doch mirb ihn jeder lesen ? Nein. Wir wollen weniger erhoben Und fleißiger gelesen sein."

^h nur' -nd^m man t^n liest. A^^r -9^ ^ ^ cere Schmeichelei, ist überdies ^eud)clci die einen nicht vorhandenen Bildnngstrieb eine nicht vorhandene Bildung Porgaukcln möchte. Nichts- dient der große Dichter sogar bem bildungs- fdjeuen Volke, das ihn nicht lieft. Seine Kermoorte haben Flügel und gcheii von Mund zu Mund, erbauend belehrend ^hebend, hinreißend auch für die, die Ursprung und Zu- tmnmenhang ber geflügelten Worte nicht kennen-' Aber den Kmzen Erfnschungsborn, der in des Dichters Wer^ken spru­delt, schopst natürlich nur aus, wer diese Werke liest unb immer imeber liest, bis er sie sich zu eigen gemacht hat. NmU verwert reib ist hier zu suchen, fonbern Veredelung.

Muf diesem Gebiet ist unendlich viel nachzuholen, wird 'ertgesetzt sündhaft viel versäumt trotz unseres Bildungs- noebmuts unb trotz allen Stolzes auf die Vortrefflichkeit müeres Schulzens. Dabei ist es nicht einmal bic Schule, bie an ber Versäumnis schuld wäre ober auch nur einen ^uptteil der Schuld trüge. Die Schule tut im großen :md gangen, was ihr obliegt; sie macht uns in der Jugeiid Mit den Koryphäen unserer Literatur besannt; sie läßt uns als Kinder die schönsten Gedichte lesen und unserem Ge­dächtnis einprägen. Mehr kann sie nicht tun, denn ihrer Muf" gaben sind mancherlei unb wollen alle in engumgrenzter Zeit «füllt sein- Die Schule hat ihre Pflicht getan, menn sie uns die Quelle gezeigt hat, aus der mir schöpfen sönnen, und wenn sie unsern Ok-fdj-macf auf das Gute gelenkt, ihn für das Gute empfänglich gemacht hat. Was darüber bim ausgeht, müssen mir selbst leisten, nachdem mir die Schule verlassen haben.

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, Und hier beginnt die Unterlassungssünde, die gnm und gar unsere Sünde ist. Wer nimmt denn in späteren Jahren die Klassiker wieder zur Hand? Wer lieft ihre ^rFe wie- I Verholt? Eine Verscl-tvindende Minderzahl. Wir reden k uns ein ober haben unbetonte das Gefühl, daß für uns als reife Männer das nicht geeignete Lektüre sein tonne, Ivas mr schon in früher Jugend gelesen. Das ist ein Irrtum. >nn abgesehen davon, daß für die Jugend das Beste gerade mt genug ist, bietet dasselbe Tichstverk dem gereiften Manne noch etwas ganz arideres, als es dem Knaben zu bieten x vermochte.Anders liest der Knabe den Horaz, anders Skaliger" s«gt ein Sprichwort. Dem Manne offenbaren üch Feinheiten und ®d)önbeiten ganz eigener Art da, wo d^ Knaben Ohr in verständnisloser Unbefangenheit nur schöngefügten Worten lauschte und durch Gewöhnung erst Geschmack am Schönen gewann. Man madje nur einmal den Versuch und schlage die Klassiker auf und leie sie! Der Versuch wird sich lohnen, wird zu an bärtig gehobener Stim­mung führen und zu ganz neuer Freude an altem Besitz- Und keine üble Nebenwirkung wird es sein, daß der Ge­schmack sich läutert und sich von der Schundliteratur ab­wendet, die ein Zeit-Totschlag bleibt, auch wo sie keinen direkten positiven Schaden in sittlicher Hinsicht anrichtet. Unsere Literatur hat einen großen Reichtum an klassischen Werken. Wir brauchen den Reichtum bloß zu nützen. Wir [ begehen ein Unrecht an uns selbst, wenn wir ihn brachliegen ' lassen. Wir schädigen unser sittliches und ästhetisches ' Nationalvermögen, indem wir Derabfäumen, uns selbst und unsere Kinder aus dem sprudelnden Born edler Poesie zu laben.

Der Tag der Schillerfeier und der Schiller-Huldigung ist vorüber. Doch die echte Feier und die echte Huldigung sollte erst beginnen und nicht auf den einen Großen sich beschränken, vielmehr die gesamte Klassizität umfassen. Unsere großen Dichter ehrt man, indem man sie nützt, um man nützt sie, indem man sie liest.

Die Kämpfe in Sudwestafrika.

Die Widerstandskraft der Herero scheint allmcilstich zu nlabmen. Nach 6% Monaten währenden Kämpfen haben die beulfcben Truppen es erreicht, daß die Aufständischen erzwungen sind, auseinander zu laufen- Viele von ihnen

, sind gefallen, Vieh und Eigentum haben sie verloren und so ' können sie nur noch als Zauber leben. Das Land wird . dadurch natürlich sehr unsicher. Aber die Streifkolonnen

Flnaöyängig« Hagesjettung

i'Nd Patrouillen sind übkl bcitänbü^ auf den Fersen, so das größere Gefahr nicht mehr zu befürchten ist.

Mehrere amHidje Meldungen, die soeben eingelaufev sii.d, bestätigen diese Annahnien. Ueber all weichen die Ban. den aus oder merben zersprengt. Oberleutnant Gräff Don ber 10. Kompagnie brach mit 30 Mann und sechs Kamelen c.m 15. März zur Erkundung des Kat'an-Veldts von Otji- tuo in ber Richtung nach Reiner zu auf. Wassermangel und dichter Busch zwangen ihn, nicht längs des Apato, son­dern über Karatuwisa am Qmnranba unb Amatako zu mar­schieren. Mm 13. April traf er bei Kaurama eine Herero- lucrft stürmte sie nach heftigem Widerstand und erbeutete 90 Strick Großvieh. Vom Gegner fielen 7 Mann, von den Deutschen ein Reiter. Hierauf wurde eine große Werft bei Gautscha festgestellt, zu deren Fortnahme die Stävkr ber Patrouille nicht aus reichte. Oberleutnant Grä^f wartet bei Ukerdis eine Verstärkung von 40 Mann mit 2 Ma- scbinengelvehren ab, die zu ihm abgeschickt mürbe.

Mit einem bedeutenden Gegner stieß Leutnant vor Teilen am 26. April in ben Karasbergen zusammen. 61 stellte bei Ganams den nach Osten abziehenden M 0 r e n g c nnd griff ihn an. Am 27. April traf Hauptmann Winter- felbt mit Verstärkungen ein und es gelang, Morenga mu einem Verlust von 15 Toten in die Berge östlich von Ga­nams zu werfen- Tort zerstreuten sich die Spuren bei Flüchtigen. Auf deutscher oeite fielen sechs Mann, 10 wur­den verwundet.

Die gegen die Banden des Bethanierkapitäns Cornelius entsandte Abteilung Zwehl traf diesen am 1. Mai 3 Werf, ten am Kutip; etwa 75 Kilometer südwestlich Gibeon, uni w^rf den Gegner, von dem 24 Mann fielen, in südöstlicher Richtung zurück. 500 Stück Großvieh und 2000 Stüö. Kleinvieh wurden erbeutet. Diesmal hatten unsere Tr> '- Pen keine Verluste. Aus allen Nachrichten geht hc^oor, baf es sich allem Mnfdyciit^tur noch um kleinere Verfolgung? gefeit? handelt. Der eigentliche Siri eg ist nach bem Urtei ènd :.'?r zu Ende und ber Aufstand niebergciw^ti

Der Krieg in Ostasien.

Sn Japsn dauert die mächtige Erregung gegen Frankreich

Degen der Unterstützung der russischen baltischen Flotte durch die Behörden in Kochinchina weiter an. Die Zeitungen for­dern von der Regierung eventuell bewaffnetes Einschreiten. Wenn Frankreich nickst anders wolle, müsse Japan Saigon lombardieren, um seine gerechten Forderungen durchzusetzen.

So schlimm wird es ja wohl nicht werden, doch können immerhin aus dem zweideutigen Verhalten der französischen Behörden recht unangenehme Verwickelungen erwachsen. Auch die neueste

französische Antwort ans Japans Beschwerden

ist alles andere als bestimmt. Aus Tokio wird gemeldet:

Die französische Regierung hat in ihrer Antwort auf den zweiten Protest Japans mitgeteilt, daß die russische Flotte ersucht worden sei, die Hon-Kohe-Bucht zu verlassen. Man glaubt, daß Roschdjestwensky die Leongsoibucht an der^ östlichen Küste Hainans als neue Basis benutzen werde.

Also ist immer noch keine Zusicherung von Paris zu er­halten gewesen, daß Roschdjestwensky tatsächlich die Hon- Kohe-Bucht verlassen habe. Und selbst wenn er jetzt wirklich abgefahren ist, den Vorwurf können sich die Franzosen nichj abschütteln, daß sie wochenlang zugesehen haben, wie die Rus­sen sich in französischen Gewässern verproviantierten und ihre Sckiiffe ausbesserten. Der japanische Gesandte in Paris Motono hatte wiederholt Auseinandersetzungen mit bem Minister des Aeußeren Mcaffé, die ^ehr ernster Natur ge­wesen sein sollen.

Wo ist die russische Flotte?

Eine genügende Aufklärung hat er nicht erreichen kön­nen. Man behauptet in Paris, über RoschdjestwenSkyS Flotte nichts mehr zu wissen. Wie nachstehend aus Saigon gemeldet wird, scheint man aber die Absicht zu haben, mit ben Schiffen Nebogatows dasselbe gefährlick-e Spiel zu be­ginnen. Das bezügliche Telegramm lautet:

Das russische Ambulanzschiff Kostroma ist hier einge- stoffen, woraus man schließt, daß das Geschwader Nebo­gatows nahe sei. Sechzehn Transportschiffe befinden sich auf der Höhe des Kap St. Jaques. Das Geschtvader Roschdjestwenskys soll sich, wie verlautet, auf der Höhe der Küste von Annam befinden.

Zu Dermunbern wäre es nach der Fassung dieser Depesche nicht, wenn die Japaner sich nun auch bald mögen Verpro- oiantierung und Ausbesserung der Schiffe Nebogatows in fransöfifdien Territorialgewässern zu beschweren halten. Der Dckstltzß. der von Roschdjestlvensky hmrdelt, ist wohl nur aus Irreführung berechnet. Ebenso wie die folgende gebeiinnté. Delle Botsdjaft aus Labuan auf Borneo: Der Damvfer Chrengmai hat in der Nacht vom 5. b. Mts. 70 Meilen nordöstlich von Labuan eine große alis zlvei Divisionen be­stehende stillliegende Flotte, deren Nationalität nicht 311 er

(Oießen-v Kettung)

fninen mar, die aber Licker zeigte und all scheinend Noblen übernahm, passiert.

Auf dem Landkriegsschauplatz

macht sich in den letzten Tagen eine erhöhte Tätigkeit der Japaner bemerkbar, sowohl auf dem rechten, wie auf dem linken Flügel. Eine japanisÄ>e Abteilung, welche von Tung. Hua aus in nördlicher Richtimg vorrückte, ^rfDrcugte die feindliche Kavallerie und besetzte am Montag Kuyatai, 28 Meilen nördlich von Tung Hua. Eine andere Mbteilung rückte gegen Fenchua von Fakuinen aus vor, zersprengte am 1. Mai den in der Gegend von Erhsiaotun und Tasiaotun, 3i) Mei­len nordöstlich von Fakumen, stehenden Feind und besetzte am Abend desselben Tages Pasmotun. Ob diese Vorstöße die Einleitung zu einer umfassenden überflügelnden Offen- sive bilden werden, wie sie die japanische Taktik liebt unb bisher stets erfolreich ausgeführt hat, ist noch nicht abzu- sehen, aber nicht unmabrfdxnnlidj. Auch gegen ^adylin soll eine große japanische Unternehmung geplant sem, die Mitte Mai ihren Anfang nehmen dürfte.

Die Politik.

<K> Der in Jaffa« weilende Prinz Karl Anton von Hohcnzollern wird am 16. Mai von Nagasaki aus die Heim- reise antreten. Er hat bereits die Hauptstadt verlassen, nad)bei.i er ei einem großen Empfang von dem Kronprin­zen und der Kronprinzessin in Vertretung des erkrankten Kaiserpaares begrüßt worden war.

^ Das von Hans Leuß bearbeitete und soeben erschie­nene Buch über Anfzeichu«ilgen des Freiherrn von Ham­merstein bringt mancherlei interessante Dokmnente für die Entwickelung des politischen Lebens während der Zeit in der Hammerstein bei derKreuzzeitung" tätig war. Beson­ders beachtenswert ist eine Darstellung des Todes K ö - nigâ Ludwig 11. von Bayern. Der König hätte darnach nicht durch Selbstmord geenbet, sondern wäre auf ber Flucht umgekommen. Ein Befreiungsplan sei ausge- arbeitet gewesen, der König hätte den See durchschwimmen wollen, um zu dem Wagen zu gelangen, der ihn fortbringen sollte. Dr. Gudden sei ihm nachgeeilt, habe ihn fefaubalten. gesucht und so seien beide ertrunken.

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G Die Einrichtung von Ehrengerichten für die Apotheker hat der preußisck-e Kultusminister abgelehnt, da er ein Be­dürfnis nicht anerkennt.

A Die Notwendigkeit eines NeziprozitätsverLkages mit Deutschland betonten bei einem Frühstück der Chicagoer Sommercial Association Gouverneur Commings und Bun­dessenator Harris- Ein Handelskrieg sei ebenso schlimm wie ein wirklicher Feldzug und müsse durch vernünftige Zu- zeständnisse durch Amerika verhütet werden.

frankreieb*

4= Von verschiedenen Seiten wird versucht, dem schlimm bloßgestellten Minister Delcasss Hilfe zu leisten. So hielt Kriegsminister Berteaux auf einem ihm zu Ehren gegebenen Festmahl eine Ansprache, in der er sagte, niemand habe die Ereignisse der Zeit vor 34 Jahren vergessen und jedermann hoffe, ähnliche nicht mehr wieder zu sehen. Wenn aber das erste Bedürfnis des Landes der innere und ber äußere Friede sei, so müsse Frankreich, um diesen Frieden zu erlangen, stark sein. Man dürfe nicht in der Lage sein, Gefühle, die nur von den höheren Interessen des Landes und der Humanität eingegeben sind, auf Schwäch zurückzuführen. Dieser auf die Revancheideen gegenüber Deutschland anknüpfende Suk­kurs wird Herrn Delcass^ schwerlich helfen. Er hat sich zu sehr festgerannt; derartige Versuche, die Aufmerksamkeit auf andere Punkte zu leiten, werd'n kaum einen Stinunungs- Umschwung zu seinen Gunsten .herbeiführen. Auch die äjst'nt- lnhe Drohung derMatin"-Redaktion, sie wurde den Ge­schäftsträger des Präsidenten Castro von Venezuela aus­peitschen lassen, sobald er sich auf der Straße sehen ließe, wird als ein Freundsck)aftsdienst für Delcass«§ aufgefaßt. Der Geschäftsträger hatte nämlich behauptet, derMatin" habe vor drei Jahren während des Streits zwischen Deutschland und Venezuela von Castro Besteckuiigsgelder angenommen, vzetzt sei der ,Matin" plötzlich feindlich gegenüber Castros Bei der Marokkoaffäre tat sich das Blatt befonber» durch Hetze gegen Deutschland hervor.

Snglanâ.

c& Nach Meldungen aus London ist Chamberlain ernst­lich erbraust. Man hegt schwere Besorgnisse, ob er die Kr-^nkheit überwindml wird.

RuseUncL

T Grauenhafte Schilderungen über die inneren Zustände werden durch die Zeitungen anläßlich der Uebenveisung eines in der Kasaner Kathedrale gefunSerien Kindes an ein Findelhaus gegeben. Der Geistlichkeit werden Vorwürfe gemacht, daß sie das Kind nicht anderweitig untergebrachc habe. Im Findelhause mürben von 100 eingelieferten Stirn bern nur sechs bis acht groß. Das wisse die Geistlichkeir ganz genau. Nach einer Beschreibung des Blattes JRufÜ" sieht es besonders schlimm in dein Kinderasyl in Lessnovi