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^et?>fe?mEl ^ Mozart Gedächtnisfeier zu Gieße«.

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Außerdem werden t unb an bie Offiziere 'i^elmè ge^müdte bürg befommt jeher machte Postkarte für

Kt dcchtbchtztcn Stadtkirche fand am Mittwoch-Abend das Kitte Konzert des Konzert. Vereir s statt. Mit Rücksicht mf den 150. Geburtstag (27. Januar) deS leider so früh : siebenen Meisters war das .Requiem" von Mozart ge- ^hst. DieMaurische Trauermusil" leitete die Hörer auS Um Gewühl der Alltagsleben hinüber in daS ernste Land, m uns Mozart im R-quiem in den Farben erhabenster Schönheit malt. Ergriffen muß der Mensch und besonders Itr Musiker von heute stehen vor dieser Offenbarung Mozart«, -schrieben vor über 100 Jahren und unvollendet, erst durch > ergänzende Hand SüßmaytrS der Nachwelt zum Genuß nmözlicht. Um die Aufführung verdient wachten sich «Ser Herrn Universitäts-Musikdirektor Trautmann vor «sl-m das Frankfurter Vokal- Quartett, das die von «czart mit seltener Schönheit und tiesauSgestatteten 8-fongS Nummern in den Soli unterstützt durch vor» jtgliche Stimm-Mittel und im Ensemöi- durch mkgezeichmteS Zusammenwirken geradezu vortrefflich gab. ImTuba minim* sei auch der Solo-Posaue gedacht, welche die hier gestellte Ausgabe der GesangS-Begleitung mit Geschick löste, war bet den hier verlangten Bindungen »cd der Seltenheit, mit welcher die Komponisten ih»liche Anforderungen au daS Jnftrum-nt stellen, doppelt lmjuerkennen ist. Chor und Orchester zeigten durch llafmerkfamkeit und Hingabe, daß es galt, daS Andenken eines Großen zu ehren. Auch der Organisten, Herrn Gbrlach, fei gedacht, der feines Amtes, an der Orgel mit gewohnter Präzision waltete. ES waren Stunden der kladacht, gewidmet den Manen eines Meisters, der für die flanke Welt zu früh ging und der doch in der kurzen Spanne feine« ErdenlebenS der Welt reiche Schätze gab, Schätze der Unsterblichkeit.

V Huttdefteuer im «rotzherzogtum Hefieu. Bit glauben im Interesse unserer L.ser zu handeln, wenn wir an dieser Stelle daraus aufmerksam machen, daß diejenigen, die im Laufe deS JahreS einen Hund abgeschafft haben, dies bis spätestens 31. Dezember bei der Bürgermeisterei ihres Wohnorts anzuzeigen haben. Wird die Abmeldung erst nach dem 31. Dezember bewirkt, so ist die Hundesteuer fit das folgende Jahr weiterzuentrichten.

-er Der Berei« für Erd- und Völkerkunde hielt gestern Abend um 81/* Uhr in der Aula deS UniversitätS- gebäudeS feinen zweiten diesjährigen Vortrag ab. Der Geheime Hofrat Dr. F. Nölting aus Tübingen sprach iberBirma" auf Grund seines eigenen siebenjährigen AvsenthalteS in dem Lande. In beredten Worten schilderte er die Geschichte, die geographischen, geologischen, ethnographischen und klimatologischen Eigenschaften des merkwürdigen Lande- mit seiner unschönen, früher hoch­kultivierten Bevölkerung. Auch die deutschen Interessen an de« Lande, nämlich die Reisausfuhr, die fast vollständig in deutschen Händen ist, wurde erwähnt. Besonders interessant waren die Schilderungen der bald heiteren, bald äußert ikfShrlichen Abenteuer, die der Vortragende zu bestehen alte. Eine große Menge von ausgezeichneten Lichtbildern verschsnerte den mit großem Beifall aufgenommenen Vortrag.

V Freidenker-Bereinigung zu Eietzen. Prediger Alante von der Frankfurter freireligiösen Gemeinde be­handelte gestern Abenv imHotel Einhorn" die durch den preußischen Bolksschulgesetzentwurf brennender b^nn je ge- vordene FrageKann die moderne Staatèschule noch "m"' ' , - koosesfionell sein?" Nicht lange mehr und die Debatten im

Prsvmz wKP Preuß'sch n Landtage werden anheben und die Schlacht um

G such des ^e Schule geschlagen werden. Der Steg kann nur ein

zum B^clev emr lckgerischer sein, denn die Gegensätze gehen zu weit aus-

inde^ur ^llvâuug einander, als daß die unterliegende Partei nicht alles auf»

bieten wird, den Kampf von neuem aus der ganzen LtNie zu ent­fache«. Hie alte Weltanschauung hie neue! Die Kluft ist unüberbriefbar. Der moderne Mensch muß gegen die konfisfionelle Schule Front machen, führte der Redner aus, alte und neue Weltanschauung sind nicht miteinander ver- embar. In ungefähr fünfviertelstündigem Vortrag setzte er dies auseinander, wiederholt von loutm Beifall der An­wesenden unterbrochen. Zum Schluffe wies er wie auch KechtSanwalt Dr. Spohr darauf hin, daß alle Kräfte in naer starken Organisation gesammelt werden müßten, um . 2 konfessionelle Schule erfolgreich zu bekämpfen. Zu der für Gießen in Aussicht genommenen Frerdenker-Gemeinde haben bereits 50 Damen und Herren ihren Beitritt erklärt. Nächsten Donnerstag gedenkt Prediger Klauke feinen an­regenden Vortrag zuende zu führen.

. Dezember 1905. Sm Sam'^g, de«

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V Der Verband der hessischen Verkehrsvereine, der jüngst in Mainz tagte, wählte Bad-Nauheim als Ort seiner rächsten Versammlung. Bei der Hisstschen Landes-

Holzversteigerung.

Montag, den 11. Dezember d. J., vormittags 10 Uhr foHeu in hiesigem Stadtwald aus den Distrikten Benner- terg und Schlägel folgendes Holz versteigert werden:

Scheiter: Bu^ 127, Hainbuche 6, E che 14 Fichte, 1 Rmte. Lȟppel: 83, 22, 40,5 2,5

Heiser: 162, Eiche 66, Fichte, 2 Rmte.

Stocke : ^7, 17, 5

Mater den Fichtenknüppel befinden sich 1,5 Rmte. 3 Mtr. lang.

Zusammenkunft punkt 10 Uhr am Ludwigrplatz. Grünberg, am 4. Dezember 1905.

Großh. vürgermeifterei Grünberg.

Zimmer.

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S*Ä tateS

p^b*925W Gießen,

Bekanntmachung

unterm 10. November 1905 angeordnete Sperre

S§

m..J wird hiermit aufgehoben. Gießen, den 2. Dezember 1905.

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«roßh. Polizeiamt Gieße«

Herberg.

auSstellung in Darmstadt 1907 sollen die VerKhrsvereine

die Plakatverteilung übernehmen, ist Mainv

* Teuerungszulage.

Vorort des Verbandes

Wie die Rhein - Main-

Korrespondenz vernimmt, besteht bei der Eisenbahndirekt on die Absicht, den in Darmstadt wohnenden Eksenbahnunter- beamten mit Rücksicht auf die LebenSmittelpreise eine Teuerungszulage zu gewähren. Die höheren Beamten haben eine solche Zulage bereits früher erhalten.

* Streikende Jagdtreiber. Einen eigenartigen Streik veranstaltetm die Treiber einer Jagd in Nieder-Mock­stadt. Sie erklärten, derKl. Preff-." zufolge, nicht zu treiben, wenn ihnen nicht ein Trelblohn von zwei Mark gezahlt würde. Die Weidmänner, die HaS pirschen wollten, mußten sich wohl

Koalition beugen.

auf Hirsch und oder übel dieser

wurde in einem

** Wetzlar, 7. Dezember. Hier

Abort die Leiche eines neugeborene» Kindes gefunden. Mutter ist ein Dienstmädchen aus der Umgegend.

§ Freiensteinau. Unter großem Gefolge wurde die Leiche Dr. Barthels in seine Heimat nach Benungen am Harz übergesührt. Der zu früh Verstorbene erfreute sich in allen Kreisen unserer Bevölkerung der größten Beliebheit.

> Dorlar, 7. Dezember. Bei der gestrigen Bor­steherwahl wurde Joh. Schneider gewählt.

/ Burg-Eppstein, 7. Dezember. Auf Veranlassung des Fürsten von Stolberg-Wernigerode hat Architekt Burkhard-Frankfurt in letzter Zeit Ausgrabungen auf Burg Eppstein vorgenommen. Die jüngsten Arbeiten er­streckten sich auf den südlichen Wachtturm, den sog.Bettel- bub", in dem ein interessantes mittelalterliches Gesängnis freigelegt wurde. Man fand gut erhaltene Gitterfalldeckel, Ketten, Ringe, Halseisen, eine Zange, eine Frauenstiefelsohle, Kinderspiklzeug u. a., sowie Knöcherigste. Zwei in die starken Mauern gebrochene Löcher sind jedenfalls auf Flucht­versuche zurückzusühren.

* Offenbach, 7. Dezember. Bo» Turme gestürzt. Hier stürzten gestern Nachmittag zwei Dachdecker die mit der Bekleidung des höchsten Turmes am Schlöffe beschäftigt waren, herab. Der eine fiel auf ein unten befindliches Gerüst und kam ohne Verletzungen davon. Der andere dagegen wurde schwer verletzt in daS städtische Krankenhaus gebracht.

* Mainz, 6. Dez. Die Lehrmittelfreiheit für die Volksschulen wurde gestern vom städtischen Finanzaus­schuß mit Einstimmigkeit der anwesenden Vertreter von vier Parteien beschlossen

> Alzey, 7. Dezember. Der hiesige Konsumverein schließt sein letztes Geschäftsjahr mit einem Gewinn von rund 100 000 Mk. ab.

Vorläufige Ergebnisse der Volkszählung.

Huugeu. Einwohnerzahl: 1521. Zunahme: 157 Per­sonen.

Herborn, 4038 und zwar 2156 männliche und 188 2 weibliche Personen. 1900: 3453 Personen.

Hosheim, 1976 Personen.

Nieder-Ingelheim: 3703, gegen 3435 im Jahre 1900. Zunahme: 268 Seelen.

Birkenau, 2000 Personen. Zunahme: 151.

Osthofen, 3911 Seelen (1911 männlichen und 2000 weiblichen Grschlechts). Zunahme: 203 Seelen.

Heppenheim a d. B., 6169 Einwohner. 1900: 5777. Zunahme: 392.

Alzey, 7548 Einwohner, im Jahre 1900: 6946. Zu- nahme: 602.__________

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Schwurgericht.

Gießen, 6. Dezember.

Als Angeklagte erscheint heute die Ehesrau Horry aus Birklar bei Lich, die sich wegen Kindestötung zu verantworten hat. Sie lebt seit Februar 1904 von ihrem Manne getrennt. Nach eigener Aussage beschloß sie schon geraume Zeit vorher, daS Kind alsbald nach der Geburt zu töten, welchen Entschluß sie denn auch wirklich am 15. Oktober ausführte, indem sie das kleine Wesen mit der Schürze erst ckte. Dann vergrub ste die Leiche. Als Motiv gibt sie an, daß sie als verheiratete Frau sich geschämt, diese Geburt laut werden zu lasten, vor allen Dingen aber gefürchtet hätte, daß die Schwiegermutter ihr die Haus­gemeinschaft hätte kündigen können, wodurch sie mit ihren

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Im Anschluß an den Kauf­männischen Verein: Verkäufer­innen, Buchhalterinnen, Kassierer­innen ; an den Hausbeamtinnen- Verein: Stützen, Kinderfräulein, Haushälterinnen, Gesellschafter­innen gegen vorschriftsmäßige Ge­bühren.

1000 Mark gegen hohe Zinsen aus t Iahe iu leihen gesucht. Off- u. L- 10 an d. Expd. b. Blattes.

beiden Kindern dem Elend auSzes tzt wordm wäre. Der Wahrspruch der Geschworenen lautete auf schuldig, doch billigten sie der A g klagten mildernde Umstände zu. Urteil: 2 Jahre, 1 Monat Gefängnis. Damit ist die letzte biet» jährige Satzung d - Schwurgerichts beende.

Kirchliche Rachrichte« für Gieße«.

Evauyliische Gemeinde.

Am 2. Advent, den 10. Dezember.

Gottesdienst.

In der Stadtkirche. Vormittags 9.30 Uhr: Pfarrer Schwabe.

Vormittags 11 Uhr: MilitärgotteSdienst. Pfarrer Eulg. Nachmittags 2 Uhr: Kiadertirche für die Markusgemeind.

Pfarrer Schwabe.

Abends 5 Uhr: Pfarrer D. Schlosser.

Beichte und heiliges Abendmahl für Matthäusgemeindf, wozu besonders auch die konfirmierte Jugend eingefaben wird. Anmeldung vorher bei dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten.

Donnerstag, den 14. Dezember, abends 8 Uhr, im Markussaal, Kirchstr. 9, Bibelstuvde. 2. Cor.

Pfarrer Schwabe.

Nächsten Sonntag als am 3. Advent findet im Abend > gotteSdienst Beichte und heil. Abendmahl für die Markus- gemeinde statt. Anmeldung vorher bei dem Pfarrer dec Gemeinde erbeten.

In der Johanneskirche.

Vormittags 9.30 Uhr: Pfarrer Euler.

Nachmittags 2 30 Uhr: Kindergottesdienst für die Lukas­gemeinde. Pfarrer Euler.

Abends 5 Uhr: Pfarrassistent Sattler.

Beichte und heil. Abendmahl für die Johannes- gemeinde. Anmeldung vorher bei dem Pfarrer erbeten.

Montag, den 11. Dezember, abends 8 Uhr: Bibel- stunde im Konfirmandensaal der Lukasgemeinde.

Text: 1 Petr. Bc c. 1, 1 ff. Pfarrer Euler.

Nächstfolgenden Sonntag, 3. Advent, Beichte und Heilige? Abendmahl für die LukaSgemeinde im Abendgottesdienst. Anmeldungen vorher bei dem Pfarrer erbeten.

An demselben Tage, nachmittags 3 Uhr, Christ- bescherungSfeier der Klemkinder-Bewahranstalt.

Die Mitglieder unserer Gemeinde bitten wir, unS auch für die kommenden Weihnachten zum Besten unserer Armn und Kranken freundliche Gaben zukommm lassen zu moBm. Die Unterzeichneten und alle anderen Mitglieder der Kirche? - Vorstände nehmen gern solche Gaben an, auch durch die Gemeindeschwestern können sie überm ttelt werden. Dagegen werden Anmeldungen zu Empfang von Gaben nicht gewünscht. Die Kirchenvorstände der vier G membee vr. Naumann. v. Schlosser. Euler. Schwabe.

Katholische Gemeinde.

Samstag, den 9. Dezember.

Nachmittags um 5 Uhr und abends 8 Uhr: GelegevA t zur hl. Beichte.

Sonntag, den 10. Dezember.

2 Adventsonntag.

Unbefleckte Empfängnis.

um 7.00 Uhr:

Borm, von 6.30 Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beichte.

* um 7.00 Uhr: Die erste heil. Mesie, vor und ir;

Vorm. um 8 Uhr:

Vorm, um 9 30 Uhr:

Nachmittags um 5.30

derselben Austeilung der hellißr^ Kommunion.

die zweite heil. Meße.

Hochamt mit Predigt.

Uhr: Criftenlehre; darauf Andacht.

Katholischer Gottesdienst in Grünberg findet statt: Sonntag, den 10. Dezember, vormittags 9 Vs Uhr.

GieOers-.^ la»»wilcts^«ft!tch«^ WrttrrSèsmSt

Boraursichtliche W tterulrg in Hess;« für SamSto , den 9, Dezember. Zeitweise aufhetternd, besonders h Starkenburg und Rheinhessen, sehr mild.

(Näheres durch die Gießener Wetterkarte.)

Verantwortlich: für die Politik und den Jnserateni^ Aslbin Klein; für den übrigen Inhalt: Georg Horn, bei?e in Gießen__________________________________________________________

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