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k^tt,«»prei» t Die einspalttge Petttzetle für ganz Ober- ^â, die Kreise Wetzlar **N Rarburg 10 Pfg. sonst 16 Pf«.

Keklamen He Petitzeile 30 resp. 40 Pfg

lUkattion u. -autztexpâi-n: Wietzen, Gelterlweg M.

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Dienstag, veu 8. August 19o5.

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.__14. Jahrgang

«^^^-"-â^^eet- : abgebett monatud) du Pfo. in -' Hou» 60 Pf«-, durch die Post bezogen Vierteljahr!. Mk. 1.^0.

Stetitbeitegee : Qbtrhesfische sis«m«le»ze>tu»g (râgti*) die Wietzener Leifr«blase« (wöchentlich).

^as Blatt erscheint an alle« Werktagen nachmittag-.

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(Hießener HrrgsStattr

Hlnavyängige Tageszeitung

(Gießener Bettung)

für OSerMeu und die Kreise Marburg und Wetzlar; Lokalauzeiger für Gießen und Umgebung,

enthält alle amtlicken Bekanntmachungen der Sroto. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Obcrhesstn

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1 Frauen des Kais^r- 'eren schönes blondes auf einem Tuilerien- wredete: „Ah, das ist : haben!" Die Her- d: „Tos ist möglich, der das sagt." 'Auf ie Frau eines Präfek- )iun, Madame, lieben ?" „Sa, Lire, wenn 'Nge Frau. Ter Äai» aber der Pxäsekt war e^t.

igen Damen selbst im Merken der Singer, und infolge des zeit­zlast zeigen. Es stellt aufon und von Taub- nd ist nicht imstande, Wand geht wohl bald ^cr — Das Leiden ist Störungen der Blut- ) ^fordert eine hieraus durch lauwarme Sch- Minuten, öfteresstartev Tbtudn Einmben mit

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Streiks und Husspemmjen.

Der Bauarbeiterstreik in Rheinland und Westfalen gehört zu den unerfreulichsten aller Am„ stände, weil er dauernden Schaden mit Sicherheit bring!, während kein irgendwie gearteter 9hif3en von ihm erwartet werden kann. Klugheit schon sollte ihn unmöglich gemaasi babem Klugheit ihn, da er einmal ausgebrochen ist, Meu- nigst beenden. Bei einem Lohnstreit läßt sich in den selten­sten Fällen sagen: auf dieser Seite ist das unzweifelhafte Recht Meist sind Recht und Unrecht auf beide Zeiten hübsch verteilt. Man kann es dein Arbeiter nicht verargen, baß er noch einer Aufbesserung seiner Arbeitsbedingungen strebt. Solches Streben soll er sogar haben. Freilich mutz er sich dabei in schicklichen Grenzen halten. Er darf vernünftiger­weise nicht Löhne von einer Höhe verlangen, deren Gewäh­rung durch die Lage des Arbeitsmarktes ausgeschlossen nt. Der Unternehmer, der auch ein Arbeiter ist, will seine Arbeit gleichfalls bezahlt und das von ihm angelegte Kapital ver­zinst, seine Aufwendungen für Maschinen, Gerüste usw. er­stattet und amortisiert haben. Er muß sogar darauf be­stehen, daß einzelne Fehlschläge, die aus irrigen Berechnun­gen und sonstigen Anlässen entstehen, sich wieder einbringen lassen. Völlig undenkbar ist, daß er seinen Betrieb auf bie Grundlage einer Lohnzahlung stellt, die ihn einen Gewinn überhaupt nicht erwarten läßt. Er ist ohnehin immer in der Gefahr, bei seinen Zukunftsberechnungen sich zu seinem Schaden geirrt zu haben. Die Verhältnisse gestatten ihm nur ausnahmsweise, sich das gesame Baumaterial im voraus zu bestimmten Preisen zu sichern; er muß gewärtig sein, daß menigftenâ für einen Teil des Baumaterials eine Preis­steigerung eintritt, der er sich nicht entziehen, gegen die er fick gar nicht wehren kann. Es wird nicht immer leicht sein, zwischen den Forderungen der beiden Parteien, der Arbeit­geber und Arbeitnehmer, die rechte Mitte zu finden. Mei­nungsverschiedenheiten sind da beinahe selbstverständlich. In Rheinland-Westfalen selbst ist schon wiederholt die Probe darauf gemacht worden, daß der Wille den Weg zu finden weiß. Die streitenden Parteien haben unter der Anleitung von Vermittlern, die kein einseitiges Interesse im Auge hat­ten, Verständigung gesucht und erreicht. Daß die Verstän­digung sich hart an der Grenze des Möglichen hielt und bei der geringsten Erschütterung wieder in die Brüche ging, ist auch vorgekommen und zeugt für eine ungesunde Gespannt­heit der Verhältnisse. Denn von einem Uebermut der schwer um ihre Existenz ringenden Unternehmer kann nicht die Rede sein, so wenig wie von einem Uebermut, der die Arbeiter zu positiv übertriebenen Forderungen verleitete. Es ist eben eine kritische Zeit, unter der man hüben und drüben leidet, und unter deren Einwirkung man zur Schroffheit neigt, die unter solchen Umständen am wenigsten förderlich ist. Das Baugewerbe liegt nicht etwa darnieder. Durchaus nicht. Die Tätigkeit ist im Gegenteil überaus rege. Aber gerade dieser an sich erfreuliche Umstand hat die Gefahr geschaffen. Die überreiche Arbeitsgelegenheit, die nicht bloß auf einem einzelnen Gebiet vorhanden ist, bildet einen Anreiz zu dem Versuch, günstigere Lohnbedingungen durch die Drohung der Arbeitseinstellung zu erlangen. Andererseits hatten die Bauunternehmer bereits Zugeständnisse gemacht, die nach ihrer Meinung die Grenze des Möglichen schon streiften. Speziell in Essen war unser Vermittelung des Oberbürger- meisters Zweigert eine Einigung zustande gekommen. Sie • )^ nel)alten. Der Streik ist wieder da, und gerade

1,1 chie es den Anschein bat, zum mindesten das for­male ..recht nicht auf feiten der Unternehmer. Dieser Mei­nung mim wich die Regierung sein. Sonst hätte sie sich kaum zu der Verfügung entschlossen, bar di die sie bestimmt, daß die Bauindustrie ausländische Arbeiter (russische oder ga­lizische Polen) nicht beschäftigen dürfe, daß solche auslän­dischen Bauarbeiter sogar ausgewiesen werden sollen, sobald ihre Heranziehung Ruhestörungen erwarten lasse. Wir wollen nicht sagen, daß die Regierung damit gegen die Bau­unternehmer Partei ergriffen hat; aber sicher zeigt sie den Arbeitern tatsächlich eine fefa wohlwollende Neutralität, wenn auch die eben erwähnte Verfügung von der Erwägung eingegeben sein mag, daß es nicht dem Staatsinteresse ent­spreche, Arbeiter fremder Nationalität noch mehr als bisher heranzuziehen. v

Sm rheinisch-westfälischen Industriegebiet hat eine außergewöhnlich starke Zunahme der Bevölkerung stattge- sunden. ^m Handelskammerbezirk Essen wohnten im Jahre 18/1 nur JBd 036 Seelen; 1890 waren es 241 742 und un vorigen Jahre 402 330. Diese Verdreifachung der Ein­wohnerzahl hat natürlich eine Verdreifachung des Woh­nungsbedarfs zur Folge gehabt. Sogar noch niehr als das, denn bie gesundheitlichen Ansprüche an die Wohnungen sind mittlerweile auch höhere nemorbm. Die Vermehrung der Bevölkerung ist im äiißcrcn Ihnfreië der größeren Orte be­sonders stark. Demgemäß sind die kleinen Wohnungen sehr

. industriellen Unternehmungen, die eigene Ar- beiterkolonien bauen, begegnen dabei einer lebhaften Abnei- ^ung der Arbeiter gegen Werkswohnungen. Zahlreiche Woh- Mtngen genügen den gesundheitlichen Ansprüchen nicht, selbstverständlich wird die notmenbige Ergänzung durch den gegenwärtigen Bauarbeitersireik verzögert. Freilich haben

Laufende von Bauarbeitern, die ausgesperrt waren, das Sperrgebiet verlassen, an dessen Grenze sie reichliche Arbeits­gelegenheit finden. Aber gerade deswegen ist ihre Rückkehr nicht zu erwarten, steht Arbeitermangel auch nach beendetem Streik zu befürchten. Dazu kommt, daß die rheinisch-west­fälische Industrie Ausdehnungsbauten von ungewöhnlichem Umfang plant.

Noch schlimmer beinahe liegen die Verhältnisse im sächsisch-thüringischen W e b e r b e z i r k. Me dem sächsisch-thüringischen Weberverband angehörigen Unter­nehmer wollen am 19. August ihre Betriebe schließen, haben ihren Arbeitern die vierzehntägige Kündigung zugehen lassen. Zu den bereits ausgesperrten 12 000 Fäbvreiarbei- tern kommen jetzt 28 000 Weberarbeiter. Der Streit dreht sich hier um 90 Pfennige wöchentlichen Lohn! Man möchte es nicht für glaublich halten, daß um einer so geringfügigen Differenz willen über 40 000 Arbeiter, die doch meist Fa­milie haben, das Elend der Arbeitslosigkeit kommen soll! Es mä*re Unrecht, wollte man glauben, daß hier bloße Hart­herzigkeit obwaltete. Das ist sicher nicht der Fall. Es wird, wie man zu sagen pflegt, der Knüppel beim Hunde liegen. Die internationale Konkurrenz ist zu drückend, der Absatz nach dem Ausland vielfach gesperrt.

Aber das Gemeininteresse schreit nach einer Verständi­gung, und die Verständigen auf beiden Seiten sollten mit Eifer und gutem Willen nach ihr suchen.

Die friedensverhandlungen in J^ewyork.

Unser ^«-Mitarbeiter schreibt uns aus Berlin,?. Aug.:

Die japanisch-russischen Friedensverhandlungen in New- york, die unter recht ungünstigen Vorzeichen begonnen hatten, sind durch die persönlichen Bemühungen des Präsi­denten Roosevelt -etwas aussichtsreicher geworden. Die Vorerklärungen, die von japanischer wie von russischer Seite bem Zusammentreffen der Bevollmächtigten voraufgeschickt und der Presse mitgeteilt worden waren, hatten eine Zwie­spältigkeit der Auffassung dargetan, von der man kaum er­warten konnte, daß sie sich überbrücken lassen könne. Jetzt ist wenigstens so viel erreicht, daß man erwarten darf, die Unterhändler werden zu ernster Beratung überhaupt zu­sammenkommen. Ist das einmal geschehen, so ist die Hoff­nung berechtigt, daß auch eine Verständigung erzielt wird. Die zu überwindenden Schwierigkeiten sind freilich noch groß genug. Japan verlangt Landabtretungen und eine Kriegs- kostenentschädigung. Das ist non seinem Standpunkt aus begreiflich. Es hat keine Ursache, freiwillig die Gebiete auf­zugeben, die es mit bewaffneter Hand gewonnen hat und unter allen Umständen verteidigen zu können glaubt. Das hält es für selbstverständlich. Darüber hinaus fordert es als Siegespreis vollen Ersatz seiner Ausgaben. Gerade hürgegen aber sträubt sich Rußland ganz besonders, weil in der Entrichtung einer Kontribution das Eingeständnis einer Niederlage liegt und solches Eingeständnis als Demütigung empfunden wird. Rußland mag nebenbei noch andere Gründe haben, in der Geldfrage besonders hartnäckig zu sein. Dafür ist Rußland vermutlich bereit, den Japanern erheblichen Landgewinn zuzugestehen, ihnen Korea, Port Arthur mit Dalny, einen Teil der Mandschurei, vielleicht sogar die Insel Sachalin zu überlassen. Selbstverständlich wird Herr v. Witte diese weitgehenden Einräumungen nicht ohne Zögern, gleichsam auf dem Präsentierteller entgegen­bringen, sondern mit möglichster Hartnäckigkeit um jeden Posten ringen. Doch das Ziel ist wenigstens in seinen Um­rissen zu erkennen. Kommt es mitttermcile im Osten Asiens zu entscheidenden Schlachten, so wird deren Ausgang auf den Gang der Friedensverhandlungen natürlich von Ein­fluß sein. Welche Aussichten General Lenewitsch haben mag, läßt sich von hier aus nicht beurteilen, da es an der nötigen Urteilsgrundlage, der genauen Kenntnis der ört­lichen Verhältnisse, der wirklich verfügbaren Truppen­mengen, der Waffenausstattung, der Verpflegung und der Befcstiaungswerke fehlt. General Lenewitsch allein ist da­mit üoUfommen vertraut, und es muß angenommen werden, daß der Bericht, den er an den Zaren gerichtet hat, genau der Wahrheit entspricht. Alle übrigen Meldungen haben nur den Wert ganz subjektiver „Sentiments", die sich auf Einzelwahrnelunungen, nicht auf ausreichendes Tatsachen­material stützen.

Am Sonntag sind die Friedensdelegierten in New Port in Rhode Island angefommen. Von ihrer Begegnung in Osterbay waren beide Teile befriedigt. Japaner und Russen begrüßten einander mit freundlichem Handschlag, und ebenso trennten sie sich.

In Wladiwostok bereitet man sich auf die Belagerung vor. Schon sind alle au§Iänbifd)cn Kaufleute aufgefordert worden, die Stadt zu verlassen. Nur einige von ihnen haben die Erlaubnis erhalten, in Chaborowsk zu bleiben.

politische Rundschau.

Deutsches Reich«

Der Gedanke einer Zusammenkunft König Eduards

“^ rCm ^ser ist von der deutschen rote von

< ^sichen Treffe mit größter Sympathie ausgenommen St^^.n b ?'^ ^ französischen Blätter haben die Klug- t™ a, t tn' ,(y ln. freundlichster Weise darüber zu äußcrii.

fommentuntt selbst ist aber noch nicht bestimmt, ge- £ * den» über Ort und Zeit feite Abrede getroffen. WahNcheinlich wird König Eduard bei dem Betretei, deut­schen Bodens auf der Reise nach Marienbad ein Begrüßungs- telegramni an Kaiser Wilhelm schicken, m dem er die Hofs, nung aur Wiedersehen Ausdruck gibt, nnb danach wird bie Einladung zu einer Begegnung erfolgen, für die sich von den, letitgen Wilhelm-höher Aufenthalt des LiaiserS aus bequemste Gelegenheit bietet, da König Eduard das nahe Frankfurt am Main passieren muß.

* Die Verhandluzrgen mit dem französischen Minister- Präsidenten Rouvier wegen der Marvtkokonfcrenz nehmen guten Fortgang, so daß ihr baldiger Abschluß mit Sicher­heit zu erwarten ist.

* Der Arbeitgeberverband für das Baugewerbe in Rhein- land-Westfalen hat eine Deputation nach Berlin geschickt, die bei dem Minister gegen die Verfügung des Regierungs­präsidenten von Düsseldorf vorstellig werden soll, derzufolge die Beschäftigung von fremdläiidischen Bauarbeitern, den Unternehmern untersagt wird.

* Die oberschlesischcn Magistrate haben noch­mals eine Petition um Erhöhung des russischen Schwcine- kvntingents auf wöchentlich 2500 Stück an den Landwirt- schaftsminister gerichtet. Eine Anlage zu der Petition ent­hält eine Uebersicht, nach der die Schlachtungen von Jnlaiid- schweinen im 2. Quartal dieses Jahres gegen die in der gleichen Zeit des Vorjahres um 33,5 Proz. zurückgegangen sind, im Juli sogar um 38 Proz., trotz der von der Vieh­zentrale gelieferten 684 SckMeine.

frankreieb*

♦* Der Pariser „Eclair" hatte behauptet, daß die Festung Toul im Belage'rungsfall nur wenige Stunden Widerstand würde leisten können und namentlich an schwerer Artillerie Mangel leide. General Langlois versichert nun in einem Brief an das genannte Blatt, Toul und seine wohlausge­rüstete Garnison würden eine regelrechte Belagerung ober einen heftigen Angriff mit Sprengmitteln nach langwierigen Vorbereitungen erfordern. Auch habe Frankreich eine schwere Artillerie, ganz wie Deutschland. Uebrigens sei eine Feldartlleriereserve der schwc/cen Artillerie vorzuziehen, die in der Schlacht nur geringen Nutzen bringe. Bedauerlich sei, daß die mit 80 Millimeter-Geschützen ausgerüsteten rei­tenden Batterien Frankreichs gegen die deutschen Batterien sehr zurückständen. General Langlois nimmt die Gelegen- beit wahr, davor zu warnen, daß man durch die Politik die Armee schwäche und sie in Parteien spalte. Die Angebereien hätten den Geist der Armee schon ungünstig beeinflußt, und einzelne Führer genössen weder das Vertrauen noch die Zu­neigung ihrer Untergebenen. Der General stab ersticke in Kanzleiarbeiten und sei für die Kriegstätigkeit ungenügend vorbereitet. — General Langlois meint es gewiß gut, aber für die Berechtigung eines Teils feiner Ausführungen dürfte er sich auf das eigene Beispiel berufen.

England*

* Der frühere Minister der Kapkolonie- der in Ver­tretung des Kolonialsekretärs der ^apfolonie längere Zeit die Politik der Kapkolonie gegenüber dem Herero-Aufstand geleitet hat, Sir Lewis Mitchells, hat Gelegenheit ge­nommen, in der „Corning Post" das Verhalten ber eng­lischen Aolvttialrcgicrung gegenüber dem Aufstand in Deutsch-Südwestafrika zu verteidigen. Er führt aus, daß die englische Kolonialregierung die Solidarität der Weißen Rasse wohl anerkenne, daß sie aber die Pflicht habe, in erster Reihe darauf Bedacht zu nehmen, daß nicht die zahlreiche eingeborene Bevölkerung der Kapkolonie selbst zum Auf­stand verleitet werde. Das aber könne leicht geschehen, wenn diese Eingeborenen wahrnehmen, wie von der Kolonie aus offen für die deutschen Truppen Waffen, Munition und Lebensmittel geliefert würden. Die Aufständischen wurden von der Regierung der Kapkoloiiie nicht als kriegführende Partei behandelt, sondern beim Ueberschreiten der Grenze entwaffnet und in Konzentrationslagern untergebracht. Entweichungen kämen allerdings vor, und die ausgedehnte Grenze könne nicht vollständig überwacht werden, obwohl die Kapkolonie unter großen Kosten den größten Teil ihrer bewaffneten Macht an die Grenze gelegt habe. — Sehr durchschlagend ist diese Verteidigung nicht; aber sie zergt dockt guten Willen bei aller naiven Selbstsucht.

Russland«

*♦ Drob der Beschwichtigungstelegramme der offiziösen Blätter ist es Tatsache, daß bie Unruhen allerorten andauern. ^„ Sedlez in Russisch-Polen wurde der Geudarmerieleut- nant Michailowski von einem unbekannten, als Arbeiter ge­kleideten Mann zu Boden geworfen und durch Revolver­schüsse getötet. Dör Attentäter entsloh. ^n Lukoi beschinchf- en die Soldaten der dort stehenden Znfanter.e-Bngade den General Reniitsch, als er den Truppen mrtteilte^ sie mußten zum Krieassckiaupkab abrucken, er lelbit könne an der Er-

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