Einzelbild herunterladen
 

Spiele».

&*W d-b DM

erM s>es- e. ^n an vertrauten 5« zu »amen, ^^bMen ic * hab Rinber in Be- auch ihr Personal

lg.

05 wurden in hiesiger

1 graue Schuhbrisse- tmb mit zwei gleichen ortemonnaie mit 4^11. ab 1 goldene Brosche, tahlgriss, 1 rotledernes lhalt und 120-Mark-

i GegensiLnde belieben, chen.

ng.

1 Sperrt der Weser- rb hiermit aufgehoben.

lg

xre der Steinttraße gehoben-

eldbereinigung in n Drainagen er- schlistlichen Ange-

1222,50 Mk-

18900,00

261,20 . 1

t"ui-S

i w^

Ht ctelWtei*..® t 6V$taWti

Siegt y^ vtMwlM# "^

^cM""

Nr. 182.______Zweites Blatt.

AB^OrU»«-Pret- r Die einspaltige Petit-eile für ganz Ober- ^Km, die Kreise Wetzlar mck Marburg 10Pfg. sonst Ib Pfg.

Reklamen bie Petitzeile 30 r* 40 Wg.

Bastion u. -auptexpebitis« : Gießen, GeNersweg 88.

GaensPrechanschlnst Rt..

Äeue

Samstag, den 5. August 19u5.

Wie ßener

e

(Gießener Gagevsstt)

------14. Jahrgang

e1*1,Ctoe,lt<,,,,ct<,: abgehott monatlich 50^fg., in'S $eU4 georacDt 60 Pfg., durch die Poft bezogen vierteljährl. Mk. 1.Ü0. retiöbeilage*: Qberhesstsche ^amilic*ieitu*g (täglich) unk die Gietze»,r Seifenblase« (wöchentlich).

DaS Blatt erscheint an alle« Werktagen nachmittag-.

Knavhängige Tageszeitung

(Gießener Zeitung)

für Oherhssien und die Kreise Marburg und Wetzlar; Lokalauzeiger für Gießen und Umaelnmt,

Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen J

Entrüstung und Mbrultunq

l Politische Wochcnschan.1

Die Sprache, die ihre eigenen Gesetze hat, gefällt sich zu­weilen in unbeabsichtigten Wortspielen, indem sie lautlich zu unmittelbarer Nachbarschaft führt, was begrifflich einen völligen Gegensatz darstellt. War sich entrüstet, der ent­ledigt sich der Rüstung-, wer abrüstet, der legt die Rüstung ab. Es dürfte danach kaum eine größere dlehnlichkeit geben, als die zwischen Entrüstung und Abrüstung. In Wirklich­keit trennt vollkommener Gegensatz die scheinbare Ver­wandtschaft. Wer sich entrüstet, der entledigt sich nicht der Rüstung, sondern führe am liebsten in die Rüstung und schlüge auf der Stelle zu. Glücklicherweise ist zur Ueber- legung Frist gegeben, weil die Tat dem übereilten Willen nicht unmittelbar zu folgen vermag. Es lebt kein Mensch, der nicht schon in der Lage gewesen wäre, sich dessen zu freuen, der nicht schon die Erfahrung gemacht hätte, daß es gut ist, der Entrüstung Zeit zur Abkühlung zu lassen. Der einzelne, der sich allmählich an Selbstzucht gewöhnt hat, be- sitzt in der Regel noch hinreichende Besonnenheit, um der Versuchung plötzlich entstandener Stimmung zu Wider-stehen, das Urteil, das in solchem Augenblick sich ihm aufdrängen will, abwägend bei kühlerem Gemüte nachzupirüfen. Doch was der einzelne vermag, das kann dre Menge nicht, die zu langer Ueber legung niemals Geduld hat, von der Empfin­dung beherrscht wird und leicht die Eingebungen der Laune für untrügliches, tiefes und sicher leitendes Gefühl nimmt. Eine Menge, die in Erregung gerät, ist stets in der Gefahr, irre zu gehen, selbst wenn eine planvoll angelegte Irre­führung nicht stattfindet. Und weit öfter als man glaubt, ist solche beabsichtigte Irreführung vorhanden. Desto dring­licher ist die Pflicht derer, die von Berufs wegen zu der Menge sprechen, immer und immer wieder zur Mäßigung zu raten, und beunruhigenden, legitime Empfindlichkeit weckenden, zur Empörung und zu rascher Abwehr reizenden Gerüchten gegenüber zu vorsichtiger Prüfung zu mahnen, ob sie denn überhaupt auf Wahrheit beruhen, ob nicht bös­willige Ausstreuung vorliege oder, was noch häufiger der Fall ist, bloßes Geschwätz, aus der kindischen Freude am Sen­sationellen geschöpft.

Die vergangene Woche hat hierfür Beispiele in über­reicher Zahl gebracht. Narren oder Bösewichte, oder beide im Verein brachten das Gerücht auf, daß die U e b u n g s - reise eines englischen Geschwaders in der O st s e e eine drohende und feindselige Aktion gegen Deutsch­land sei, einen Krieg anzukündigen, wenn nicht direkt ein- zuleiten bestimmt. Tas Gerede dauerte an, bis bekannt wurde, daß jene Uebungsreise bereits im Mai angekündigt worden, bap nichts ungewöhnliches oder auffallendes mit ihr verknüpft sei. Und selbst dann schämten sich die SclMätzer nicht, sondern bemängelten, daß man ihnen nicht schon früher entgegengetreten sei. Wäre das aber geschehen, so hätte dieselbe Gewissenlosigkeit versichert: wo Rauch sei, da sei Feuer, und die Tätigkeit der Feuerspritze beweise den Brand. So schamlos war das verhetzende Treiben in Eng­land geworden, daß sich endlich die englische Regierung ver­anlaßt sah, im Unterhaus jenen Gerüchten entgegenzutreten und sie als böswillige Erfindungen zu bezeichnen, die ohne jeden Schein einer Begründung in Umlauf gesetzt worden. Wenn demnächst anläßlich seiner Marienbader Reise König Educücd mit Kaiser Wilhelm zusammentrifft, so ist diese Be­gegnung, die die Fortdauer der freundschaftlichen Beziehun­gen zwischen den beiden nahe verwandten Monarchen öffent- Ilch dartun soll, vielleicht nur ein Ergebnis der Bestrebun­gen, bie auf eine Unterbrechung dieser Beziehungen gerichtet waren. Auf die Entrüstung ist nun die Abrüstung gefolgt, ein Wech'el, den man sich wohl gefallen lassen mag Aber besser noch wäre es gewesen, man hätte sich die Entrüstung ganz gespart.

In Frankreich ist es nicht viel anders gegangen. Ganz plötzlich war man dort auf den Gedanken verfallen daß Deutschland dunkle und jedenfalls bedrohlich-verhäng­nisvolle Pläne verfolge. Das sei ganz unzweifelhaft und offenbar, beim es verschleppe die Erledigung der Ma­ro k k o f r a g e , wegen deren es frühttr so ungeduldig ge­drängt hatte, verschleppe sie trotz der Nachgiebigkeit die Frankreich an den Tag gelegt habe. Vergeblich sei Frank­reich nachgiebig gewesen. Die Republik madje die Erfah- rung, ba§ der Beste nicht in Frieden leben könne, wenn es dem bösen Nackbar nicht gefalle. Die Pariser Presse wurde nid)t nuibe, über dieses Thema wieder und wieder zu sprechen, und sie erreichte damit, was sie wollte: Mißstim- mung Erregung, Entrüstung. Vis die Aufklärung kam: Deutschland hatte nichts verschleppt ilnd wollte nichts ver­schleppen. Es wartete geduldig, bis Herr Rouvier sein recht ausführliches Marokko-Pirogramm es umfaßt 22 Druck- feiten ausgearbeitet und überreicht haben würde. Hein: Rouvier ist inzwischen fertig geworden, ohne von Deutschland aus gebrängt worden zu sein, was nicht artig gewesen wäre, und aller Wahrscheinlichkeit nach wird vollkommene Ueber« Einstimmung zwischen Frankreich und Deutschland Hinsicht- uch der Marokkofrage erzielt sein. Die ganze vorige Kam­pagne dar Pariser Presse ist gegenstandslos gewesen, hat ß'ch gegen Phantasien gerichtet. Die entrüsteten Herren von der Feder haben wieder abgerüstet bis auf weiteres, bis an neuer spannn des Sensationsbedürfnisses

I a V a n und R u st l a n d sind von der Abrüstima noch fern. Die Japaner wenigstens geben sich den Anschein, als ob es so wäre, da sie auf der Insel Sachalin die bürgerliche Verwaltung in Händen genommen haben. Ein voller Be­weis ist das freilich nicht. Es kann zu schnellem Frieden kommen, obwohl der Za.r in einer neueren Kundgebung sei­ner Zustimmung zur Fortführung des Krieges bis zu er- lanatem Siege Ausdruck gegeben hat. Denn beide Teile bedürfen des Friedens. Die klugen Unterhändler in New- vork schrecken sicher vor der Aufgabe nicht zurück, den Frie­densbedingungen eine solche Gestalt zu geben, daß die rufst-

sck>en Leistungen als freies (besehens an den zum freund gewandelten Feinde erscheinen. Witte und stellen sich vielleicht nur entrüstet, um recht bald rüstung gelangen zu können.

t ' ------------------------------------

Bundes- Komura zur Ab-

Allerlei von der ptadeL

(Don unserer ständigen Korrespondentin.)

Bisher wurde den deutschen Frauen der Vorwurf ge­macht, sie wüßten die Stecknadel nicht zu handhaben. Man verwies sie auf das Talent ihrer gallischen Schwestern, die mit Hilse der Stecknadel die anmutigsten Effekte erzielten. Von ihnen wird erzählt, daß sie selbst ihre Hutgarnierung nicht fest aufnähten, sondern nur mit Nadeln befestigten und so die Möglichkeit hätten, den Hutschmuck sehr häufig ohne viele Kosten zu wechseln. Die deutschen Frauen wur­den dagegen als wenig geschickt bezeichnet, weil alles an ihrer Toilette fest angenäht werden mußte, angepfriemt, wie der bezeichnende Ausdruck lautet. Man meinte, baß burd diese Methode jedes anmutige Raffen, jedes willt'ürlichc Follen des Gewandes ausgeschlossen sei. Diese Voraus­setzungen sind zutreffend. Es muß aber bestätigt werden daß man es in Deutschland jetzt auch den westlichen Nach­barinnen gleichtut in der Geschicklichkeit, die Stecknadel zr verwenden. Der Anzug hat dadurch an eleganter Lässigkeit wesentlich gewonnen. Lehrmeisterin war die Mode selbst Sie zvang einfach die Nadel in bie Hand dadurch, daß der Bluse nach und nach die feste Form nahm und ihrer Sitz und ihr Aussehen von dem Umgang mit der Stecknadel abhängig mad)te. Ohne Dünkel darf man es gestehen, das es jetzt deutschen Frauen ausgezeichnet gelingt, den Bausck der Bluse zu bilden, den Gürtel in der gewünschten Höhc artzubringen unb mit Hilfe der Nadel alle die kleiner Finessen auszuarbeiten, welche der gegenwärtige Geschmaä erfordert. Diese neue Kunst hat aber auch die Nadel zr einem ganz neuen Handwerkszeug gestaltet. Die Nadel ha^ jetzt wesentlich ihre Bestimmung zu erfüllen, in der Gestalt der langen einfachen Nadel oder der Sicherheitsnadel Dor einer einfachen Nadel zu sprechen, ist nicht ganz angebracht, da sie recht luxuriös geworden ist. Der farbige Kopf ist von großer Bedeutung für die Toilette. Auf den Toiletten iir Schlafzimmer stecken die Nadeln buntschillernd nebeneinan der. Auf einem rosa Band muß ein rosafarbenes Nädelchen getragen werden, in ein lila Schleifchen sich ein lila Köpf­chen nesteln, aber das weiße Gewand hält eine Perle, wenn auch keine echte. Kleidet man sich in dunkle Farben, sc wählt man zur Befestigung von Spitzen ober Bändern eim Nadel, die einer schwarzen Perle gleicht. Dieselben seiner Unterschiede werden beachtet beim Aufsetzen des Hutes. Tic Nadeln, die ihn durchstechen, haben einen verhältnismäßio großen Kopf aus Simili und anderen unechten Steinen Noiche Frauen haben mitunter auch echte Nadeln. Eint recht beachtenswerte Neuheit ist die Hutnadel in Gestalt einer Riesensicherheitsnadel. Sie trägt den zeitgemäßen NamenAutomobilnadel". Ihr verwandt und sehr ähnliä ist die Sicherheitsnadel, die den Gürtel hält. TüchUgc Künstler haben sehr hübsche Formen entworfen, die in Su­ber und Halbedelsteinen ausgeführt werden. Gleichzeitio werden sie benubt um die flatternde Boa festzuhalten. Auck der Stehkragen aus Spitzen und leichtem Gewebe wirk neuerdings auf seiner Innenseite durch goldene Nadeln mit Perlenschluß an Stelle des Fischbeins aufrechtgehalten. Dil Neuheit ist umso bemerkenswerter, als durch die an den Enden befestigten Perlen das Wiindreiben der Haut burd die früher verwendeten Fis hbèinstäbchen vermieden wird.

E ni in a Reichen.

Vermischtes.

= Ein Bankett mit Brot und Wasser. Als die Gerber- gehilfen in Bukarest kürzlich in den Ausstand traten, machten die übrigen Handwerksgehilfen in der rumänischen Haupt­stadt mit ihnen gemeinsame Sache. Das Bündnis wurde in einer Versammlung geschlossen und mit einem Bankett be­kräftigt, zu bem auch die Vertreter der Presse eingeladen waren und an bem etwa tausend Personen teilnahmen, ^tc Speisen bei dem Bankett waren die, wie sie täglich den Aus­ständigen mit Hilf? ihrer Kameraden geboten wurden, Brot. Schafkäse, Zwiebeln unb Oliven. Neben zedem Joubert aber stand ein Glas und eine Flasche frischen Brunnen­wassers. Trotz des frugalen Mahles war die Stimmung eine sehr angeregte.

O ~ ? ' Ser eimtiiiMe Zaren-Reise. Die Art. wie sich der MnnrAiL PA^ 'N steter Angst vor den Anschlägen der m M rum Zusammentreffen mit Kaiser Wi5 Bord seiner JachtPolarstern" begab, wird in 9tnMt in 8snl ^^Nne folgt geschildert: Der Zaren. Palast in Petcrhos liegt etwa oOO Meter vom Golf von Fin- rt o0*^1?*' ^^ dein er durch einen Kanal verbunden rx F" Eim* Kanal ist eine Brücke gebaut, die ausschlietz. lich für den Gebrauch der kaiserlichen Familie bestimmt ist. An dem betreffenden Sonntagmorgen ging der Zar, von sei- nen treuesten Dienern umgeben, schnell zu dieser kleinen Lar-dungsbrucke, bestieg einen kleinen Dampfer und eilte auf diesem, von einer kleinen Flotte von Wachtbooten um­geben, nach der kaiserlichen Jacht. DerPolarstern" lag nicht wett vom Ufer entfernt vor Anker, und der Zar befand stch bereits in Sicherheit an Bord, ehe die meisten Insassen des Palastes selbst von seiner Abreise Kenntnis hatten.

51al)lköpfigkcit heilbar. Der Berliner Dermatologe Professor Kromeyer hat mit seiner Methode, die Kahlköpfig­keit durch Behandlung mit Licht zu heilen, sehr gute Er­folge erzielt. Von 32 Fällen, die meistens völlige Kahlheit des Kopfes aufwiesen, sind 27 gehoben. Außer den Kopf­haaren wuchsen auch die Augenbrauen wieder.

<& Erinnerung an den Sandeu-Prozetz. Der Bruder deS Kommerzienrats Sanden, an dessen Namen sich der bekannte Sensations-Prozeß knüpft, der Bankdirektor Otto Sanden, ist jetzt in Bonn gestorben. Otto Sanden war Direktor der mit der Preußischen Hypothekenbank eng liierten Aktien- gescllsä-aft für Grundbesitz und Hypothekenvertehr. Er wurde als Opfer seines Bruders betrachtet und nur zu einem Jahr Gefängnis verurteilt, das ihm auf die Untersuchungs­haft angerechnet wurde.

^ Teutsche Turner in Amerika. Den ersten Preis bei dem vor kurzem beendeten nordamerikanischen Turnfest er­rang ein Mitglied des Münwener Männerturnvereins, Julius Keyl. Er war Mitglied der aus acht Mann be­stehenden Riege, die von der deutschen Turnerschaft zu dem amerikanischen Wettturnen entsandt war.

. = Das Damen-Rcstaurnttt. Wenn der Herbst ins Land zieht, soll in Berlin in der Nähe des Bahnhofs Friedrich­straße ein Restaurant seine Pforten öffnen, das in allen fei­nen Teilen ausschließlich der geehrten Damenwelt zur Ver­fügung stehen und in das der Eintritt jedem männlichen Wesen ohne Ausnahme verboten sein soll. Im Parterre wird ein Erfrischungsraum mit Bierausfä)ank eingerichtet, weiter soll es ein Weinzimmer und mehrere Salons apart für kleinere Gesellschaften und Frauenvereine bergen. In der oberen Etage befinden sich das Eafé, ein Teesalon, ein Lese-, ein Spiel- und Billardsaal Dort soll auch Rauch- freiheit herrschen. Auch die Bedienung wird ausschließlich von weiblichem Personal ausgeübt. Nur für einen Posten bedarf man noch der männlichen Kraft, nämlich für den Portier, der die Aufgabe hat, alle Männer, die doch ein­dringen Nellen, sanft und, wenn es nötig ist, mit Gelvalt zurückzuweisen. Ob sich das Unternehmen wohl rentieren wird?!

= Schah und Präsidentin. Der Besuch,..den dw Schah von Persien zurzeit der Hauptstadt der frauz-nsâM Republil abstattet ruft dort eine Erinnerung an fruW Besuche des Köniqs der Könige" wach. Bei der feierlichen «mte bie Muzaffer Eddin dem ehemaligen Präsidenten Ladr Carno 1 abstattete, wurde er auch der stattlichen, aber "icht mehr ganz jugendlichen Rrau des Oberhauptes der Republik vor. gestellt. Nicht ohne etwas Mitleid in der Stimme fragte der Schab Herrn Sadi Carnot:Ist das deine einzige Zrau? Linst du sonst keine andere?" Der Tarif er Chronist der diese Geschichte ausgekramt hat. fugt boshaft hwzu, es K' nur gut gewesen, daß der Schah die Frage nicht an Carnot- Nachfolger richtete den Präsidenten Felix 5«««. ^ kleine galante Abenteuer nicht immer von der notigen Ti kretion umgeben wurden. Den hatte er damit wohl der Madame Faure in eine weit größere und berechtigtere Verlegenheit versetzt.

mn fdjlaaterhger Richter. Vor einem Gericht in Mississippi erschien vor einiger Zeit eine verhärmt ous- sehende Frau und beklagte sich über ihren Ehemann, der sie fortgesetzt schlecht behandele und sogar mit Schlägen bedenke. Als diese Behauptung durch Zeugen als wahr erwiesen war, erklärte der Richter, vor dessen Stuhl die Sache verhandelt wurde, sich für genügend informiert. Er verließ seinen Sitz, schloß die Tür ab, zog den Talar aus und versetzte dem ge­walttätigen Ehemann unter dem Jubel des Aicditoriums eine ganz gewaltige Tracht Prügel. Nach geschehener Exekution, die dem Angeklagten Prozeßkosten und Gefängnisleiden er­sparte, zog der Richter seinen Rock wieder an, öffnete die Tür, nahm seinen Sitz ein und sprach den Angeklagten frei, da es ungesetzlich wäre, einem Schuldigen der schon ge­nügend bestraft sei, eine neue Strafe aufzuerlegen.

= Der Erstnd-er der Vaseline gestorben. Vor einigen Tagen ist in London im Alter von 70 Jahren der Erfinder der Vaseline William H. ClMsebroug gestorben. Er hatte im Jahre 1869 gemeinsam mit seinem Bruder das in der ganzen Welt bekannt gewordene Präparat erfunden und erzeugt.