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Kunst und Wissenschaft.

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Partei" und gewähren ihnen Unterschlupf in ihren Be­sitzungen.

_ Wäbrend bisher mit einigem Zögern Zugestanden war, daß kleinere Trupps auf englisches Gebiet übergetr^n seien, sind diese Trupps nun allmählich zu einer recht an- selmliä-en Menge angetnachsen.

1800 Herero auf englischem Boden.

Auch Samuel Herero ist es gelungen, deut Strick, der seiner nach Gebühr und Verdienst im deutschen Heerlager wartet, zu entgehen, und auch ihn bat man auf englischer Seite ausgenommen und gewäbrt ihm Sicherheit. Ein Be- ri d}t des deutschen Generalkonsuls in Kapstadt übermittelt eine Aufmachung des englischen High Commissioners, also einer gewiß wohlunterrichteten Persönlichkeit, die besagt:

Ende November betrug die Zahl der in die Nähe des" Ngami-Sees geflüchteten Herero einschließlich Frauen und Kinder rund 1800. Außer dein Häuptling Samuel Maha- rcro und seinem Sohn Friedrich Maharero befanden sich zu obigem Zeitpunkte auf englischem Gebiete ferner: Niko- denms, angeblich ber Häuptling der zu den Herero gehören­den Owabangerus, sowie die Kapitäne Johannes und Tjetjo.

Ob die Engländer für das gewährte Gastrecht von den fdHPür^cn £errfd)aften viel Dank und Freude ernten werden, bleibt abdumarten.

. - Kein Ov ambo-Aufstand.

Die Erfolge der Unserigen in Siidwesiafrika haben auch schon den Erfolg gehabt, daß die Stämme, die bisher noch nicht in den Aufstand einbezogen waren, Bedenken tragen, sich gegen die Deutschen auszulehnen. So versichert der Lvambohäuptling Nehale, daß alle Gerüchte, als ob er gegen die deutschen Truppen Vorgehen wolle, unzutreffend seien. Die Tatsache, daß Nehale seine wasfensäbige Mann­schaft beisammenhält, möchte er jetzt bamit erklären, daß er eine Strafexpedition der Deutschen befürchte.

Bomben-Httentate in Paris.

Die in Rußland lodernde Flamme hat auch nach anderen, räumlich weit abliegenden Gegenden tibergegriffen. Ve- sonders in demverbündeten" Frankreich haben die revolu­tionären Zuckungen im Zarenreiche eine Erregung verur­sacht, die bereits zu Bombenattentaten führte, bei deren einem vier Personen schwer verwundet wurden.

Der Hergang wird folgendennaßen geschildert: Wie an vielen anderen Orten, hatten auch in Paris die antirussi­schen Elemente eine Versammlung vorbereitet, um gegen die Vorgänge in Petersburg zu protestieren. Tie Versamm­lung war sehr stark besucht. An 6000 Personen waren an­wesend. In Frankreich besteht die ausgesprochene Gegner­schaft wider das Zarentum in den sozialistischen Kreisen, und deren Führer haranguierten ihre Anhänger, indem sie der Erwartung Ausdruck gaben, daß nun bald in Rußland die soziale Demokratie ans Ruder kommen werde.

Kaum war die Versammlung beendet und die Führer, die Deputierten Jaurès, Pressensè und Vaillant, hatten das Lokal verlassen, als

eine schwere Explosion ertönte und in der bestürzten Menge eine große Verwirrung entstand. Gegen das Haus Nr. 13 in der Avenue de la Repu- blique war eine Bombe geschleudert. Sie fiel mitten unter eine Gruppe Polizisten und republikanischer Garden, die dort zur Ueberwachung der Versammlung Aufstellung er­halten hatten. Vier Personen, zwei Frauen und zwei Poli­zisten, trugen nicht unerhebliche Verwundungen davon, einem Nationalgardisten wurde das Gewehr zertrümmert. Große Verwüstungen waren ferner im Neben Hause angerichtet, in dessen Erdgeschoß eine Wirtschaft sich befindet. Dort waren sämtliche Fensterscheiben und Spiegel zertrümmert.

Es ist geradezu als ein Wunder anzusehen, daß der An­schlag nicht weit größere Verheerungen angerichtet hat. Die Bombe war mit Schuhnägeln und alten Eisenstücken gefüllt, und die Ladung wurde bis auf 30 Meter hin umhergestreut.

Hnardnftenfurcbt in Varis.

Eine Erklärung, wie es zu diesen furchtbaren Vorgängen gekommen, ergiebt der folgende Bericht, der zugleich die Gefahr erkennen läßt, in der sich Paris infolge des massen- hafen Zuströmens russischer Flüchtlinge befindet:

Paris, 31. Januar.

Mit einem Schlage stehen wir wieder mitten in der Bomb-enfurcht. Und das hat mit seinen revolutionären Zuckungen das Zarenreich vollbracht. Denn die Kunde von den Ausbrüchen in Petersburg, Moskau und Warschau ist es, die unsere Anarchisten dazu angetrieben hat, ihr schreck­liches Handwerk wieder aufzunehmen.

Zwar Mr. Jaurès will von einer Beteiligung der An­archisten an dem Anschläge in der Avenue de la Rèpubligue nichts wissen. Er ist der Meinung, daß die russischen Polizei­agenten, die, wie er behauptet, seit Jahren in Frankreich eine bedeutsame Stellung einnehmen in der Besorgnis, diese Position nunmehr zu verlieren, die Bombe geschleudert hät­ten. Die Polizei ist aber offenbar anderer Meinung. . In einer kleinen Kaffeeschenke der Avenue de la Rèpubligue, in der sich die Anarchisten bersammeln, nahm sie mehrere Verhaftungen vor, darunter die eines ihr seit langer Zeit bekannten Anarchisten, namens Francois, ferner eines An­gestellten einer Zementfabrik, namens Bailly, und des Stu­denten der Rechte Chevalier. Letzterer hatte eine kleine Brandwunde an der Hand, von der er indessen behauptet, daß er sie sich selber beigebracht habe.

; Das Attentat in der Avenue de la Rèpuplique steht übrigens nicht vereinzelt da, ein Beweis dafür, daß ein plan­mäßiges Vorgehen im Werke ist. Vor dem Hotel Long, in dem der russische Botschaftssekretär Prinz Trubetzkoi wohnt, wurde eine Bombe gefunden, aus der eine Lunte hervorragte. Sie wurde gelöscht und die Bombe zur Unter­suchung auf die Polizei geschafft. Dort ergab sich, daß sie mit Glas angefüllt war. Sie hatte die Form einer Flasche und zwei Röhren, von denen die eine von Metall, die an­dere von Glas war und eine Säure enthielt. Die Bombe war sehr mangelhaft konstruiert; man ist der Meinung, daß sie keinen großen Schaden hätte anrichten können. Immer­hin muß auch sie als ein böses Anzeichen betrachtet werden. Die Polizei ist der Meinung, daß der Anschlag aus den Kreisen der russischen Flüchtlinge stammt und daß er eigent­lich dem Gebäude der russischen Botschaft gegolten hat. Da aber dieses zu scharf bewacht wurde, trug man die Bombe an die Wohnung des Botschaftssekretärs.

Das neue Ministerium Rouvier wird alles aufbieten müssen, um derartige Anschläge zu verhindern. Ein Bom- benattenrat, das eine große Anzahl von Opfern erforderte, könnte Herrn Rouvier leicht verhängnisvoll werden.

Die Politik.

Eine Konferenz zur Regelung der Arbeitsverhältnisse im Fischindnstricllen-Bctnebe ist unter Vorsitz des Beirats für Arbeiterstatistik, Präsidenten van der Borght, im Dienst­gebäude des Statt st iscl^n AnttS zu Berlin abgehalten. Es waren 30 Arbeitgeber und 31 Arbeitnehmer, unter letzteren auch Frauen, erschienen. Die Wünsche der Industriellen be­trafen besonders die Berücksichtigung der eigenartigen Lage des Gewerbes in Bezug auf die Arbeitszeit für Frauen. Es wurde geltend gemacht, daß eine fest geregelte Arbeitszeit für Frauen, wie sie in anderen Betrieben eingeführt ist, in der Fischindustrie infolge der Unregelmäßigkeit der Fänge nicht durchguführen ist. Die Regierung ist geneigt, den Wünschen, der Industriellen entgegenzukommen und Aus- nahmebeftimmimgen einzuführen, bin im Interesse der Be­triebe wie der Arbeitnehmer liegen. Als Fabrikbetriebe im Sinne des Gesetzes sind nach dem Ergebnis der Beratungen nur solche Fischräuchereien, Marinieranstalten unb Brate­reien anzusehen, die mindestens 20 Personen beschäftigen.

*

^ Die Genehmigung der Handelsverträge durch den Bun­desrat ist erfolgt. In einer unter dem Vorsitz des Staats­sekretärs Grafen Posadowsky abgehaltenen Sitzung tourbeiz die sämtlichen sieben Verträge angenommen.

Hmenha.

^ Der Präsident der Vereinigten Staaten versäumt keine Gelegenheit, um sich populär zu machen. Seine neuesten Ansprachen zeigen Roosevelt als Friedensfreund und Gesetz­geber. Vor den Schiffsfähnrichen der Marine-Akademie trat er in warmen Worten für die Schiedsgerichtsverträge ein, ermahnte aber auch die Akademiker, gut schießen zu lernen, denn in den modernen Kämpfen zur See seien die Besiegten nicht aus Mangel an Mut, sondern aus Mangel an Vor- bereitungen oder aus Mangel an Verteidigungsmaßregeln unterlegen. In einer Botschaft an bien Kongreß tritt Roosevelt für eine Statistik der Ehescheidungen als Grund­lage für einen Ausbau der Gesetzgebung auf diesem Gebiete ein. Die Ehescheidungsgesetze seien zu lax unb würden in einzelnen Staaten mangelhaft gehandhabt, worunter die Achtung vor der Heiligkeit der Ehe leibe.

Deutscher Reichstag.

- (130. Sitzung.) CB Berlin, 31. Januar.

Bei der heute fortgesetzten zweiten Beratung des Nach- ? r a g § für Südwestafrika entspann sich eilte län­gere Diskussion über die Forderung von 1,75 Millionen Mark zur Beschleunigung des Baues der Otavibahn bis Omaruru. lieber diesen Posten ist bekanntlich schon in der Budgetkom- mission ein heftiger Meinungsstreit entstanden, da die Summe zum großen Teil bereits verausgabt ist. Nachdem die Regierung deshalb die Indemnität nachgesucht hat, tourte Ion der Kommission die Annahine beschlossen, aber mit fol­gendem Vermerk:Soweit aus dieser Summe Ausgaben I eftritten worden sind, welche nicht lediglich durch die Mehr­kosten der Beschleunigung des Baues verursacht sind, sondern zu dauernden Anlagen verwendet wurden, fin# dieselben Zurückzuerstatten." Im Plenum sprachen sich nun heute auch die meisten Redner für die Bewilligung der Forderung aus, aber nicht einer war, der nicht das Vorgehen der Regie­rung getadelt hätte. Es wurde ihr zum Vorwruf gemacht, daß sie einen Vertrag mit der Otavigesellschaft resp, mit der Firma Koppel abgeschlossen hat, ohne den Reichstag vorher zu befragen, es wird ihr aber weiter und vor allem zum Vorwurf gemacht, daß sie bei Abschluß des Vertrages die Interessen des Reiches nicht genügend )nahrgenommen habe, daß der Vorteil allein auf feiten der Firma zu finden sei. Kolonialdirektor Dr. Stübel bestritt zwar, daß dieser Tadel berechtigt sei, aber er überzeugte niemand; im besten Falle waren die Abgeordneten bereit, der Kolonialverwaltung den guten Glauben Zuzuerkennen. Aus diesem Grunde, der ja auch ausschlaggebend für die Neigung der Mehrheit ist, die Indemnität zu gewähren, wurde schließlich die viel um= strittene Forderung genehmigt. Ein zweiter Nunkt, der län­gere Erörterungen hervorrief, war die Entschädigungsfrage. Die Regierung verlangtzur Hilfeleistung aus Anlaß von Verlusten infolge des Eingeborenenaufstandes" 5 Millionen Mark. Die Budgetkommission beantragt, nur 3 Millionen zu bewilligen und zwar für die durch die verschiedenen Auf­stände im ganzen Schutzgebiet geschädigten Ansiedler. Der Abgeordnete Potthoff schließlich beantragt, die 3 Millionen zu genehmigen, aber nur für die durch den Hereroaufstand Geschädigten. Kolonialdirektor Dr. Stübel trat ent­schieden für die Regierungsvorlage ein, aber er hatte jetzt nicht mehr Erfolg als vorher. Im Gegenteil, indem er er-, klärte, was jetzt nicht bewilligt werde, müsse die Regierung in einem weiteren Nachttagsetat doch fordern, verstärkte er nur die mit Bezug auf diesen Punkt oppositionelle Gesinnung des Zentrums. Dieses und die freisinnige Volkspartei ließen durch ihre Redner, die Abgg. Erzberger und Kopsch, ver­künden, daß sie eine Entschädigungspflicht überhaupt nicht anerkennen, daß sie aber bereit seien, in einem gewissen Um­fange Notstandsgelder zu gewähren. Herr Kopsch fügte noch hinzu, daß seine Freunde eine Unterstützung der großen Farmer für unangebracht halten, den kleinen hingegen gern helfen möchten.

preussischer Landtag

Haus der Abgeordneten.

[ (129. Sitzung.) RK Berlin, 31. Januar.

In einer kurzen Sitzung wurde heute schnell und ohne Teilnahme des schwach besetzten Hauses die Beratung über den Justizetat zu Ende geführt und dieser Etat sowie eine Reihe kleiner Nebenetats bewilligt. Der Justiznnnister Dr. Schönstedt hatte für die vielen vor getragenen Einzel­wünsche immer wieder ein freundliches und Hoffnung spen­dendes Wort. Nur den Beschwerden des polnischen Abg. Korfanty über angebliche schlechte Behandlung eines pol­nischen Redakteurs wies er als durchaus unbegründet zurück. Der betreffende Redakteur habe vielmehr durch Bestechung eines Beamten diesen in großes Ungliick gestürzt. Morgen kommt das Ausführungsgesetz zum Reichsseuchengesetz zur dritten Lesung heran.

pJah und fern.

+ Der Verbleib der Charcotschen Südpolarexpedition ist bisher noch immer nicht aufgeklärt. Die KorvetteUru­guay", die am 10. Dezember mit den Beamten der neuen meteorologischen Station nach den Süd-Orkney-Jnseln ab­gegangen und beauftragt war, dabei nach der Charcotschen Südpolarexpedition zu forschen,, ist in Punta Arenas ein­getroffen. Von dort meldet der Befehlshaber, er habe die ganze Bransfieldstraße und den Belgischen Kanal durchfahren und sei bis zum 61,57 Grad' westlicher Länge gelangt, ohne etwas über die Expedition zu erfahren. Ebensowenig sei etwas von ihr auf den Inseln Deception und Winkie zu hören gewesen, wo Charcot nach der bei seiner Abfahrt von Buenos Aires getroffenen Vereinbarung die letzten Nach­richten hinterlassen wollte. Vermutlich sei Charcot genötigt gewesen, einen anderen Weg einzuschlagen.

[@ Von der Exgroßherzogin Melitta von Hessen erzählt man sich in Koburg eine romantische Geschickte. Sie soll, als sie die Verlobung ihres einstigen Gemahls erfuhr, die vier ihr von ihm geschenkten herrlichen Schimmel kurzei'l>and haben erschießen lassen, ja nach einer Version selbst erschossen haben. In Koburger Hofkreisen wird diesem Gerücht aller­dings energisch widersprochen.

I c? Ein heimtückischer Anschlag auf eine Hofschanspiclerin wurde in München verübt. Kurz vor der Vorstellung er­hielt die Hofschauspielerin Reubke durch einen Dienstmann ein Packet. Als sie es öffnete, züngelte ihr eine giftige Natter entgegen. Die Schauspielerin rettete sich nur durch schnelles Beiseitespringen. Der Absender des Packets ist bis jetzt unbekannt.

I ^ Ein falscher Geistlicher ist in Aachen verhaftet worden. Er entpuppte sich als ein mehrfach vorbestrafter Dienst­knecht namens Mack. In seinem Besitze befanden sich 1000 Mark, die er sich zusammengebettelt hatte. Der Schwindbw trug Ordenshabit, Brille und Sandalen.

5-2. Das Opfer der Giftmischerin v. Häusler, Marie Wagner, die bekanntlich seinerzeit von der Stiftsvorstt^^m des Maximilian-Stiftes vergiftet worden war, liegt in einem Münchener Krankenhaus links der Isar im Sterben. Sie hat sich seit dem Attentat nicht wieder erholt.

d Die Genickstarre in Oberschlesim nimmt immer größte Ausdehnung an. Bisher sind neun Orte des oberschlesischen Jndustriereviers von der Epidemie befallen. Königshütte hat 59 Erkrankungen und 30 Sterbefälle.

D Eine zähe Natur muß der Eigentümer Kairies zu Skroblienen bei Tilsit haben. Bei dem starken Froste der Weihnachtszeit war der Mann unterwegs in angetrunkenem 4 Zustande liegen geblieben, wobei ihm Hände und Füße er- * froren. Anstatt sich zu einem Arzte zu begeben, versuchte er die Heilung durch allerlei Hausmittel. Als die Zehen dabei zu eitern anfingen, entledigte er sich ihrer durch eigenhän­diges Abknieifen mit der Zange. Nachdem dieStümpfe" verheilt sind, ist der Mann wieder wohl und munter auf den Beinen.

Äus dem Gerichts saal.

§ Ein eigenartiger Vergiftungsprozeß, hier seinerzeit großes Aufsehen im ganzen Lande gemacht hat, kam vor dem Schwurgericht in Freiburg zur Aburteilung. Ein jüngerer Landwirt aus Eimeldingen hatte versucht, seinen Schwieger- Vater dadurch aus dem Leben zu schaffen, daß er in dessen Karten abgefallene Aepfel mit Stecknadeln anbohrte und bann Strychnin einführte. In der Tat las dèr Schwieger Vater die giftigen Aepfel vom Boden auf und erkrankte von deren Genuß; nur der raschen Hilfe eines Arztes verdankt er seine Rettung. Das Schwurgericht verurteilte den Schul­digen zu fünf Jahren Zuchthaus.

MP Der Marschkönig als Romanschriftsteller. Herr John Philipp Sousa, der amerikanischeMarschkönig" und Schöpfer der Washington Post, der mit seiner Kapelle.zurzeit wieder in London weilt, hat sein literarisches Herz entdeckt. Bei meiner Ankunft im Carlton Hotel fand ich die Kor­rekturbogen meines neuen Romans vor," erzählte er dem

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refturbogen meines neuen Romans vor," erzählte er dem ; mächtigen buré Vertreter eines dortigen Blattes.Dieser Roman in [ Ludwiattäul? n 80 000 Worten enthält Erinnerungen aus meiner Kindheit; 1

er hat seit Zahn Monaten meine ganze freie Zeit beansprucht. JA

Der Schauplatz spielt in Washington, aber über den Titel bin I ul. ^aw ich noch nicht schlüssig geworden." 11

, Vermischtes.

sDaß drei Brüder drei Schwestern heiratens ist ein Fall, der trotz Ben Akiba wohl kaum jemals Dorgefommen ist In Buschwinkel bei Liegnitz heiratet jetzt, nachdem zwe, Brüder Fedke zwei Schwestern Ludke geheiratet haben, der dritte Bruder die dritte Schwester.

sDer Einfluß des Krieges auf den Wildstand in der Mandschurei.j Ein Heimatswechsel der Fasanen hat sichln Ostasten vollzogen. Im Kreise Nertschinsk, wo sonst Fa- sanenwild nicht angetroffen wurde, haben sie sich im letzten Winter in großen Mengen gezeigt. Man nimmt an, daß sie aus der so unruhig gewordenen Mandschurei geflüchtet sind. Der Nertschinsker Jagdverein hofft, daß der man­dschurische Fasan sich im Nertschinsker Gebiet einbürgern werde, und will Maßregeln zum Schutz der Fasalwn veran­lassen, -

^Fürstliche Sängerhonorare.j Der bekannte italieJ nische Tenor Enrico Caruso hat für seine drei Lieder um­fassende Mitwirkung auf einer Soiree des bekannten Multi­millionärs Henry Smith, der von einem Londoner Onkel vor einigen Jahren bei 20 Millionen Dollar geerbt hatte, ein Honorar von 3000 Dollar erhalten. , Der berühmte Sänger weilte an dem betreffenden Abend in einem Broad­way-Theater, als er sich gegen 10 Uhr erhob und um eine Stunde bat,um einen notwendigen Gang zu besorgen". Noch vor Ende der betrefenden Vorstellung war er wieder da, und war um 12 000 Mark reicher. Auch seine Bezüge von einer hiesigen Phonographengesellschaft, für deren Rech­nung er seine ^Überstimme in mehrere Schallzylinder hatte erschallen lassen, sind nicht ohne. Der Künstler hatte als guter Geschäftsmann das angebotene Honorar von je 2000 Dollar für vier Zylinder abgewiesen und eine Beteiligung an dem Gewinn beansprucht. Caruso hat kürzlich als seinen Anteil an dem Geschäfte dieses Jahres eine Scheck von 14 000 Dollar (über 56 000 Mark) erhalten. x .

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