Einzelbild herunterladen
 
  

KuM.er Neueste Mchrtchten

len und

.DC.

2)as tfamifien&fatt: Üaf/efet 9leuefte 92ad}tid)fen2

und die glücklichen Finder von Perlen ans Land steigen. Die Muscheln werden schon auf See

und die glücklichen Finder von Perlen ans Land steigen. Die Muscheln werden schon auf See nach Perlen untersucht, gleich, wenn der Taucher seine Beute ans Licht gebracht hat. Oft freilich,

stimmten^,--- ----------,

eingesührt wurde. Er arbeitete mit dem »Feuer, dem Schwert, der Peitsche, -em Apparat für Vierteilung, dem Rad, der Heugabel, dem Gal«

Von -er Weltreise zurück

Am ersten Weihnachtsfeiertag kehrte Kapitän Kircheiß, wie wir berichteten, von seiner nahe­zu zweijährigen Weltumsegelungssahrt auf dem 24 Meter langen, 68 Tonnen schweren Motor- TegelkutterHamburg" nach Guthaben zurück Dgs festlich mit den Flaggen der besuchte» Länder geschmückte kleine Schiss wurde mit lau­tem Jubel empfangen.

Line neue Kirche in Erfurt. In Erfurt wurde kürzlich der vor anderthalb Jahren begonnene Neubau der Luthcrkirche vollendet.

Fischzug unterm Lis

Der strenge Frost der letzten Tage ermöglichte seit Jahren zum ersten Male wieder die Aus­übung der Eisfischerei. ES werden bei dieser Art Fischerei zwei Löcher in daS Eis geschla­gen. Von einem zum andern wird eine lange Stange mit der Zugleine geführt, die dann an einer Schlittenwinde befestigt wird. So bewegt man da- Netz unter dem Eise fort.

nur zu oft harrt seiner eine Enttäuschung, wenn er die Muschelschale öffnet. Aber auch wenn keine Perle darin ist, war seine Arbeit nicht um­sonst, denn auch die Perlmutter der Muschel­klappen ist wertvoll. Sie wird an Land in Kisten verpackt und geht meist nach Newvork, während die Perlen von französischen Händlern aufgekauft werden. Ein bemerkenswertes Kunstwerk, das eine Gabe des Meeres ist, findet sich in der Mis­sionskirche der Station Beagle Bay nördlich von Broome. Der Altar der Kirche ist von den Mön­chen ganz aus Perlmutter hergestellt. Die Euro­pa "rstadt ist in Broome streng geschieden von der Geschäfts- und Eingeborenen-Stadt. die am in­neren, dem Perlfischerhasen, liegt, während die Dampfer an dem weit ins Meer hervorragenden Bier der Europäerstadt anlegen.

zu Weihnachten erhielt er einen be- Anteil an allem Gebäck, das in Paris

2. x>tuage Sonnabend, 31. Dezember 1917,

Der mechanische M nsch.

Televox", die neueste amerikanische Erfindung. Drei mechanische Menschen regulieren die Wafferversorgung der Stadt Washington.

Von H. Hesse Newyork.

Kun- um Moabit.

Allerlei aus Berliner Strasgerichtssölrn.

Der Hochstapler Egloffftein-Oertel hat wieder einmal ein Gastspiel in Moabit gegeben. Er wurde wegen Hehlerei und Amtsanmaßung in zwei Fällen zu sieben Monaten Gefängnis unter Anrechnung von fünf Monaten aus, die Unter- suchrmgshast verurteilt. Im Februar wird die­ser seltsame Mensch also wieder frrikommen. Mit höflicher Verneigung bedankte er sich für das milde Urteil, das offenbar auck der Weih­nachtsstimmung entsprang. Er wurde aus der Haft entlassen. Demnächst wird man wieder von ihm hören, wenn er wegen unbefugter Namens­führung vor Vie Schranken von Moabit erscheint. Tann wird es sich Herausstellen, ob er sich wirk­lich Freiherr von Eglofsstein nennen darf, was er immer behauptet.'

Im neuen Jahr wird in Moabit das letzte Wort über die Steglitzer Schülertragödie gespro­chen werden. Es ist eine Tragödie der Jugend von beute, eine Tragödie der Pubertätszeit. Zwei junge Menschen sind verblutet, weil ein phantastisch veranlagter Junge an einem grauen Morgen nach durchzechter Nacht einen andern dazu veranlaßte, mit dem Revolver auf den Freund seiner Schwester loszuknallen. Der An­stifter dieses Dramas, der Schüler Krantz, wird

DUO.

Sieb.»Hüter Jahrgang.

gen, um Strafen je nach den Sitten und Ge- bräuchen des Landes zu Vollstrecken*. In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts wurde das Leben in Paris viel teurer. Das Gehalt des Henkers stieg bis auf achtzehntausend Pfund. Der Scharsrichter war damals ein reicher Mann. Er hatte aber auch große Auslagen, mußte er doch gut frisiert, gepudert und mit galonniertem Anzug, weißseidenen Strümpfen und mit Knie­hosen bekleidet sein, wenn er auf das verhäng­nisvolle Gerüst zu steigen hatte, um seines Amtes zu walten.

Die ZaU der Henker war vor der französi­schen Revolution unendlich groß. Im Jahre 1793 wurde der Beschluß gefaßt, daß jedes Departe- ment seinen eigenen Scharfrichter haben solle, das heißt, daß Frankreich damals scchsundacht- ufl Henker bekam. Diese Zahl verringerte sich ständig, bis es im Jahre 1870 nur mehr drei gab, einen für das eigentliche Frankreich, einen für Korsika und einen für Algier. Der Scharf­richter für Korsika besteht heute nicht mehr.

(Sin schwerer Beruf.

Die Perlenfischer von Broome.

Der interessanteste Punkt der Nordostküfie Australiens ist die Perlensischerstadt Broome, in der man das größte Völkergemtsch dieses Erd­teils antrifft. Dr. Walter Geisler gibt in sei- nem Werk »Durch Australiens Wildnis" ein an- schauliches Bild des Mittelpunktes der australi- scheN Perlenfischerei. Das Meer ist hier beson­ders interessant, denn es birgt außer Perlen und Perlmutter auch noch andere Schätze und Merk­würdigkeiten, so z. B. den Dugong, das See­schwein, das von den Eingeborenen gejagt wird, und Riesenschildkröten, die die vorzüglichen Schwimmer und Taucher beim Schwimmen er­beuten.

Freilich birgt daS Meer hier auch Gefahren, die die Arbeit der Perlsucher noch mehr erschwe­ren. Da sind die furchtbaren Haie und der nicht minder gefährliche Stingray mit seinem langen Stachel, ven zu erlegen für eine große Tat gilt. Dem Schützen, dem es gelingt, den todbringen- den Schuß über dein Auge des TiereS anzubrin- gen, wird besonderes Lob zuteil. Die Eingebo­renen sind, so heimisch sie auch im Wasser sich fühlen, für die Perlenfischerei nicht zu verwen­den. Die Taucher sind Malaien, Chinesen und Japaner.

Ein bnnteS Bild herrscht am Hasen, wenn die Perlfischerflottillc etnläuft, die Ladungen von Muscheln in die Speicher gebracht werden

Wenn auch die althergebrachte Romantik der Naturbeseelung auf vielen Gebieten des Da­seins .geschwunden ist und immer mehr schwin­det, so hat doch der Menschengeist auch der' Romantik neue Gebiete erschlossen, hat das Le­ben der Gegenwart mit einer neuen, geradezu wunderbaren. Romantik erfüllt, die früheren Zeiten nur als Ausgeburt eines pbantasiischcn Hirns erschien. Die Leistungen, die Wissen­schaft und Technik vollbringen, übersteigen auch den ausschweifendsten Wunderglauben früherer Zeiten. Die Technik, die doch ihre. Schöpfungen nur aus totem Material her stellt, bringt nicht nur grobstnnltche Leistungen zustande, indem sie den Stoff zwingt, als Flugmaschine allen Gesetzen der Schwerkraft zuwider in die Höhe zu steigen, sondern auch feinere Ergebnisse; die fast geeignet sind, etwas wie eine.BesLelung dcr Materie vorzntäuschen Und! -en Glauben an mystische Kräfte neu zu beleben. Gelingt es nicht der Sprechmaschinc oder dem Funkgerät, wenigstens unter günstigen Vorbedingungen etwas so unwägbares wie den Ton, wie die Seele der menschlichen Stimme auszufangen und wiederzugeben?

Ein weiteres Wunder vollbrachte vor. kurzem amerikanischer Erfindergeist i» der Schaffung eines Apparates, der das menschliche Auge beim Unterscheiden und Auslesen von Farben überflüssig macht. Eine Maschine aus Eisen und Stahl, jedoch so, empfindlich, daß sie die zartesten Lichteindrücke auf-elektrischem Wege weitergibt, verrichtet die Arbeit.' Dieser selbständige Farbenausleser, wurde hauptsächlich zum Gebrauch in der Zigacrenindustrie gebaut. Die Maschine unterscheidet nicht weniger als zweiunddreißig Schattierungen von. Braun, die das Deckblatt bietet. Die Maschineblickt" aus die-Zigarre vor ihremAuge", zeigt ihren Ein­druck aus einer mechanisch -konstruiertenNetz­haut" auf, verstärkt diesen Eindruck aus elek­trischem Wege und sendet diesen -sinnlichen Eindruck" 'zu dem selbsttätigenMotornerv", der die Zigarre je nach der Schattierung in eins der zweiunddreitzig Abteile fallen läßt. Zu diesen Wundern moderner Technik gesellen sich selbsttätige Einrichtungen, um Diebe , oder son­stige Vorübergehende ohne ihr Wissen zu pho­tographieren, automatische Thermotzate, die die Temperatur in Gebäuden selbsttätig regeln, sowie Vorrichtungen, die. selbsttättg Rauch oder Feuer melden.

Den neuesten Schritt in dieserBeseelung" der Materie vollbringtTelevox",'der mecha­nische Mensch, den die Wefiinghouse-Gesell- schast kürzlich in Rewyork vorführte. In ihren Pittsburger Versuchswerkstätten hat diese Ge­sellschaft eine Tür mit einem mechanischen Tür- steber ausgestattet. Bei den WortenOeffne. Sesam!" öffnet er die Tür. Auf sonstige Worte reagiert er nicht. Sein Wortschatz ist damit er­schöpft. Der synthetische Mensch führt nur solche Dinge aus, für die er gebaut ist. Damit ist sür seinll beschränkte Intelligenz die Welt zu Ende.' Obgleich der mechanische Mensch auf die Stimme seines Herrn hört, wollte man ihn doch auch auf "eine An Weltsprache dressieren, damit er in alle Länder auswandern könnte, ohne daß' sich Sprachschwicrigkciten heraus- 'tellten. So kam man auf den Einfall, sich der Töne von Stimmgabeln zu bedienen, die ja stets gleich bleiben und leicht zu erzeugen und zu unterscheiden sind.

Der mechanische Mensch ist nicht etwa ein Spielzeug oder eine technische Kuriosität, sondern ein elektrischer Sklave, der tatsächlich nützliche Arbeft verrichtet. Drei dieser Ar­beiter find bereits Paktisch tätig, indem sie

Der Herr von Paris

DaS Einkommen des französifchen Scharfrichters.

Zur selben Zeit, als in England allerorts vom Henker und seiner Funktion gesprochen wurde, weil der Londoner Scharfrichter a. D. John Ellis im Theater von Gravesend in dem StückDie Abenteuer des Charles Peace" auf- trat und auf offener Szene den Helden des Dra­ma- mit Sachkenntnis aus dem die Bühne zie- renden Galgen aufhängte, war auch in Frank­teich vom Henker wiederholt die Rede. Der Kammerdeputierte Uhry brachte nämlich den An­trag ein, vom Budget da- Gehalt des Scharf­richters zu streichen, um auf diese Weife auszu­sprechen, daß die Kammer dis Todesstrafe ver- utteile. Wenn es keinen Henker gäbe, würde feine Hinrichtung vorgenommen werden können. Der Antrag hatte keinen Erfolg, er wurde glatt abgelehnt.

Der französische Henker verdient gegenwärtig zwanzigtausend Franc jährlich, ein Gehalt, das im Vergleich mit dem anderer Staatsbeamten der Scharfrichter ist Staatsangestellter nicht hoch ist. Im 14. und 15. Jahrhundert bekam der ranzösische Henker, der den SpitznamenMon­sieur de Paris" (Herr Yon Paris) führte, sür ede Hinrichtung fünfzehnsols parisis", unge­fähr einen Schilling zehn Groschen nach heuti­gem Geld, und einen Schweinskopf, aus dem er Pökelfleisch machte. Ueberdies hatte er Anspruch aus gewisse Abgaben in Naturalien. Er durste in den Markthallen das beste Gemüse auswäh-

nun in Moabit erzählen, wie «r ging und wie e» kam. MS Zeugin wird das jung« Mädchen erscheinen, um di« «S ging. Ob man aber wirk- lich dar letzte Geheimnis dieser furchtbaren Nacht wird in Moabit lüften können, dar er» cheint nun doch fraglich.

Demnächst wird auch der Mörder vom ArnS« Wälder Platz, der Heizer Oppenkowski, in Moa- btt erscheinen.. Lange, lange hat man nach die­sem Burschen gesucht, lange lange war das Gc- »eimnis der Ermordung der Hausangestellten Stanierski nicht zu lösen. Aber schließlich hat die tüchtige Berliner Kriminalpolizei es doch ge­schasst. Vielleicht wird man auch bei dieser Ge­legenheit noch manchen andern geheimursvollen Frauenmord der in dem großen Berlin lange Zeit ungesühnt blieb, aufklären, wenn der Lust- Mörder vom Arnswalder Platz den schweigenden Mund öffnet, um sein« letzte große Beichte zu tun. H. St.

die Höhe des Wasserstandes in drei Rescr- voires beobachten, di« die Stadt Washington mit Wasser versorgen, und zwar machen sie telesnnisch Meldung, so ost sie aufgerufen werden.

Durch eine bestimmte Anzahl summender Läute geben sie den gegenwärtigen Wasserstand an. Steht das. Wasser zu-hoch, so wird es zum Teil in ein anderes Reservoir abgeleitet, indem der Beamte eine andere Verbindung bewirkt und die Motor« betätigt, von denen die Ven­tile geöffnet werden. Diese mechanischen Arbei­ter haben täglich vierundzwanzig Stunden Dienst, kennen feine Ferien, und stehen nicht auf der Lohnliste.' Ander« werden demnächst nt Transformatorenhäusern ihren Dienst antre­ten. Von der Kraftzentrale wird man sie auf- rnfen, ihren Bericht hören und ihnen Befehle, erteilen, während sonst zur Kontrolle der ver­schiedenen Apparate besondere Drahtleitungen notwendig sind, die beimTelevox" Wegfällen.

Wie arbeitet der mechanische Mensch?

Der Ton der elektrisch betätigten Stimm­gabel wird von einem gewöhnlichen Tisch­telephon ausgenommen. Der Empfangsapparat ist weniger einfach. Wie ein Funkgerät aus eine besondere Station eingestellt ist, so rea­giert er nur auf einen der drei Töne, die ihm übermittelt werden. Der Ton wird so verstärkt, daß er einen Kontakt zu betätigen Verlag, der andere mechanische Einrichtungen in Tätigkeit setzt. Nehmen. wir, an, Frau Yankee ist im Klubhause, möchte sich aber gern um den Haushalt kümmern. Aus einem Kasten steht ein Fernsprecher, auf den das Horn eines Laut­sprechers gerichtet ist. Durch Knöpfe an dem Kasten werden Stimmgabeln betätigt, die ver­schiedene Laute von sich geben. Frau Yankee ruft das Amt an und verlangt ihre Nummer. Wenn es in ihrem Heim klingelt, hebt .Tele­vox" mit Hilfe eines lautempfindlichen Relais den Hörer ab. 45in summender Laut zeigt Frau Yankee an, daß sie die richtige Nummer hat. Fratz Yankee drückt nun auf einen Knopf, der eine Stimmgabel betätigt, die einen hohen Ton erzeugt. Ein Summen antwortet und bedeu­tet. daß alles bereit ist, Frau Yankee drückt auf einen weiteren Knops, der eine ändere Stimmgabel anschlägt. Dieser neue Tpn be­deutet einen Befehl für .Televox" «ine be­stimmte Verbindung herzustellen: die Zug­klappe der Ofens zu öffnen oder zu schließen, den Zimmerventilator, das elektrische Klavier oder den elektrischen Kaffeekocher emzuschalten. Nehmen wir an. es handel«'sich um den elek­trischen Ofen. Gin Summen deutet an, daß Televox" sich mtt dem Ofen verbunden hat. Frau Yankee drückt aus einen dritten Knops, und dieser Ton befiehltTelevor", die elek­trische Heizung einzuschalten. Em Summen meldet, daß «S geschehen ist. Durch ein Schluß­zeichen wirdTelevox" veranlaßt, den Hörer auszuhängen.

Entgegen den Mantafiegeschöpsen der Dich­tung und Bühne ist dieses mechanische Geschöp dem Menschen äußerlich gar nicht ähnlich Es besteht nur au- einet Sammlung von Strom­kreisen, Relais, Kontakten, Verstärkern, Stimm­gabeln und so weiter, paßt in ein Schränkchen und sieht aus tote «in elektrisches Schaltbrett. Entwickelt sich dieserUrmensch", sodaß er mehr und schwierigere Dinge vollbringt, so tst es nickt ausgeschlossen, daß er dem Menschen in gewisser Hinsicht ähnlicher wird. Eine direkte Menschenähnlichkeit ist ja überhaupt überflüssig. Auch der Mensch braucht nicht alle Sinne und Glieder, um nur einen einzigen Handgrif dauernd anszuführen.

"fr-

Sri

1