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Kasseler Neueste Nachrichten

Kasseler Abendzeitung

Hessische Abendzeitung

zu tragen.

Fleisch brutzelte über dem Feuer;

und der

der eine

Das Repräsentantenhaus hat das Gesetz über die 9iüdgnue des beschlagnahmten Eigentums

entdeckt zu werden. Auf den Urwaldpfaden sind wir mehr als einmal buchstäblich mit Schwar­zen zusammengestoßen, ohne daß sie unser Her» annahen vorher gemerkt hätten. Auch die halb­verhungerten Hunde der Eingeborenen habe« ihre Sinnesschärfe verloren; ich bin häufig über irgend einen Röter gestolpert und habe gelacht, wenn er sich auf dem Rücken wälzte und eiligst zu entkommen suchte. Hier, wo die Wilden ganz in intern Tanz aufgingen, waren wir vollkom» men sicher. Wir sahen eine Stunde lang zu !~' machten Fernaufnahmen. Eintönig ging Tanz weiter. Das

land 1250 Millionen Goldmark empfin­gen, von denen der größte Teil in Waren ein» geht. Das bedeutet einen Spielraum oon 500 Millionen Goldmark, also die Zin­sen und Amortisierung eines Kapitals von acht Milliarden Goldmark, gleich 48 Milliarden Franks, was also kaum ein wenig mehr als die Hälfte der 86 Milliarden Franks ausmacht, die uns die Wiederherstellung der verwüste­ten Gebiete gekostet hat. Mit weniger kann sich Frankreich wirklich nicht begnügen.

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Amerika cis Freund.

Die Endsumme schon im nächsten Jahre. Loudon, 21. Dezember.

Rach Londoner Auffassung will der letzte Re- Parationsbcricht namentlich die Ausmerksamkeit Amerikas auf die Reparationsfrage lenken. Washington lehne jedoch einen Zusammenhang mit den interalliierten Schulden, wie das Par­ker Gilbert angedeutet habe, ab, trete anderer­seits aber für die Gesamtrcgelung schon im nächsten Jahre ein.

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Aur ein rveihnachtsgrutz.

Aber unsere Dollars sind uns sicher.

Washington, 21. Dezenrber.

Die ttJfkler «eutften Sta-bnibten erscheinen wöchentlich k-chsmal nachmmra» Der,tlbvnnemeni«vre:s bcuchgi iilt Jen Mona, 2.- X bei freier .-Zustellung ns v ius ;n der tÄeschänskrelle abaelwli l.-ül x Dur» die Poi, monatlich 1- X ru-,ch!ienli» .-Zusiellunasaedüb, üerniore-der U51 und 952 ftflr unverlanai eingeii.idie "Htitraae kann die Redaktion eine Veraniworiuna oder iSeroübt in fernem ftallf flbernebmen rtiörfwbluna des «em«s»e!des ode, «nspriicke meaen e-wamei mdn ordnu nasmotziaer Liefern na tft audae'-blofsen. - Postscheckkonto uranffuri o Di Numme, «i. (Jinnlnnmmer 10 A Tonniaasnummer 30 A

Damit ist unfern Blaujacken selbst, öle Zum erstenmal wieder dem mißtrauischen Aus­land deutsche Zucht und deutschen Lsbensmilien vor Augen und zu Gemüte führen, am aller- schlcchtesten gedient.

Notwehr helligt -en Krieg.

Wie Baldwin die Kriegsverweigerer belehrt.

London, 21. Dezember

Berlin, 21 Dezember. (Durch Funkdienst s

Den Blättern zufolge dürste es sich bei dem ivcnuric» jie pq

Erforderlichen", das gegen den Jn^epkteur d:S. um und liefen in der entgegengesetzten Richtung. BildnngSwe«en8 Kavttän zur See von Ditten Die Treitzig-Sekunden-Fackel war abgebrannt, wegen des PriuzenbesuchS veranlaßt worden fc*"" r" l~ ' - ...

ist, um eine dienstliche Rüge handeln.

tlnjeiaenvreife: Itinlie,milche GekchSfi»a»«igen die mm-Zeile 10 A. auswünige öefa)äftsanKisen die mm-^ele Hl A. ftatnihenanjeiatn die mm-rieile 10 A. Kleine «nieUten aus Salkel das Won 5 A. auswaniae kleine Ameisen die mm» delle 10 .8 Reklamen die mm.,-teile 88 A. Effertgebübr zz A (bei SufteBuna y mechnunssbeirdge innerbalb 5 Lasen zahlbar Äüt die Richtigkeit aller durch jeernivrecher aufsesebenen Ann-sen kowie für «ufnalimedaien und Plätze raun mrni «arantleri werden. >lür Ameisen mit bef->nderS schwierigem Latz 10U drrnent Aii'schlas Druckerei: Schlachilwlltr. 3S®i. «efchäfiSftelle: Kölnifcheltr. 6.

Nummer 299 Amtliches Organ der Stad« Kaffel Donnerstag, 22. Dezem e? 1927. Amtliches Organ der Stadt Kaffe! 17. Jahrgang

Deutschland desertierten Deutschamerikaner Dergdo-ll verhütet werden. (Damit ist die Frei- gäbe noch längst nicht erledigt, da sie noch die senatSausschüssc usw passieren muß. sodaß vor dem Frübsahr 1928 eine Rückgabe nicht in Frage kommt. D. Red.).

Die Rechtfertigung Kolbes vor dem Ebe der Marineleitung und demReichswehrminister ist nun erfolgt und hat offenbar einen Talbe­stand ergeben, der den Kern der Meldung zwar bestätigt, aber den ganzen Vorfall doch <r harmlos erscheinen läßt, daß ein diszipli­näres oder politisches Vergehen des Offiziers darin nicht erblickt werden kann. Die Sache Hal sich offenbar so abgespielt, daß der mit dem Kapitän Kolbe persönlich befreundete Pritt' Heinrich in einem ganz engen Kreise auf dem Schiff zu Gast war und daß er an die bereit' und nicht im Zusammenhang mit seinem Besuch angetretenen Mannschaften ein paar kurze, rein private Worte gerichtet hat. Außerdem konnte sich Kapitän Kolbe darauf berufen, daß er vor­her bei seiner vorgesetzten Behörde, der Inspektion für Bildungswesen wegen deS Besuchs angesraqt und daß diese ihre Genehmigung erteilt habe. Von amtlich? Soite wird endlich daran erinnert, daß nack einer Verordnung, die noch unter dem SM*' Präsiden>n Ebert erkr"-- der hohen

Generalität und Admiralität des alten Heere? und der ehemaligen Marine gewisse Ehren­rechte zusteben, in deren Rahmen der Vor­gang falle, jedenfalls ist Kolbe sofort wieder an Bord kommandiert worden.

Damit sollte der auch wirklich

erledigt fein. Man kann zu dem ReichSwehr- minister Geßler trotz der mancherlei berechtig­ten Kritik, die an ihm und seinem Ressort ge übt wird, das Vertrauen ballen, daß er nicht gezögert hätte, scharf durch'ugreiken, wenn er eine Veranlassung dazu gesehn hätte. Den be­sten Beweis hierfür hat et in seinem Verhal­ten im Falle Seecft gegeben, wo er sich ent­schloß. einen hoben und fast unersetzlichen Offizier zu opfern, als es sich herausstellte, daß dessen Verbleiben mit dem staatsrechtlichen Charakter der Reichswehr nicht zu vereinbaren war Die einzige Frage, die man noch stellen könnte, wäre die. ob die vorgesetzte Bebsed" des Kapitäns Kolbe nicht besser getan häsi-' diesem und dem Vrinzen Heinrich zu bedeuten daß man den privaten Abschied besser als au' dem Kreuzer der republikanischen Marine au" gänzlich neutralen Boden verlegen möchte. Selbst wenn dienstliche Vorschriften dem Besuch nicht widersprachen, so sollten doch alle Behörden gerade der V-ick-a nrhr unö 1 Marine sorgfältig daraus bedacht fein, auch den Schein einer politischen Einflußnahme ehemaliger Prinzen zu vermeiden, denn jeder dieser Fälle, auch wenn sie sich bei der Unter­suchung als noch so harmlos be-nu8fteöcn, gibt Anlaß, die Gegensätze im Innern ?tt vertiefen und dem Ausiand das Bild Deutschlands so darzustellen. als ob -vir hart vor dem monarchistischen Umsturz stünden Nachdem sich fetzt herausgest-llt bat. drß Die ; ÄbschiedSworte des ehemaligen '.Großadmiral? I durchaus sich im Keifte der Verfassung dielten und keineswegs Wendungen enthielten, die zu irgendwelchen Bedenken oder -ur Entrüstung Anlaß boten, so sollte man damit den Fall i «Berlin* beg-aben fein lassen uns n-cht noch ' etwas hysterisch nach dem Reichstag schreien, i

Schluß der Debatte.

Ist der FallBerlin" nun begraben?

Kurz vor der Weltreise de? Kreuzers .Ber­lin hatte bekanntlich der Kapitän ein Früh- ftiC gegeben, an dem auch der Bruder des ehe­maligen Kaisers, Prinz Heinrich, teilnahm. Diese Episode wurde natürlich sofort, ehe der Sachverhalt klargestellt war, zum Gegenstand heftigsten Parteistreites. Die republikanischc Seite verlangte die sofortige Abbe tu» fuitg und Disziplinierung des verantwort- lichen Offiziers. Die andere Seite bestritt nicht etwa den Sachverhalt, sondern sand alles ganz natürlich. Rach der Rechtspresse wäre gar nichts Auffälliges dabei zu fin­den, wenn hohe Offiziere der ehemaligen kaiser- lichea Armee oder Marine und Angehörige Lei früheren Dynastien, die republikanische Reichs­wehr und ihre Einrichtungen sozusagen als ihre Domäne betrachteten, dort Dienst verrich­teten, Reden hielten und überhaupt so täten, als ob sich garnichtS verändert hätte. Darrn wittert die Linkspresse wiederum Keimzellen einer monarchistischen ", Restauration, da sie ge- rade in den noch starken monarchistischen Re­miniszenzen in der Reichswehr die größte Ge­fährt für den Bestand der Republik erblickt.

Im Kreuzfeuer dieser aufgeregten Meinuw gen und Forderungen har der vielgeplagtz Reichswehrminister Dr. Geßler das einzig Richtige getan, was er tun konnte, indem ei den inzwischen in einem spanischen Hafen an« gekommenen Fregattenkapitän Kolbe telegra­phisch zur Berichterstattung nach Berlin be­orderte.

zue Lretgig-L>erunden-Fackel war abgebi dabcr holten sie im Vorbeilaufen hastig das Fleisch vom Feuer weg und nahmen eS mit in den Wald. Meine Eingeborenen nun auf den Dorfplatz, ich mit der Kamera auf der Schulter direkt hinterher. Als ich sie einholte, standen sie neben dem Feuer und betrachtete« das einzige Ueberbleibsel von dem Festmahl, das noch in der glühenden Asche lag. SS toar

ein verkohlter Menschenkopf, in dessen Augenhöhlen zusammengerollte Blät» ter stecklew Run hatte ich bewiesen, was ich auf ^ielera^°^r? Jatte beweisen wollen eS gibt noch Menschenfresser auf den Südseein» fein. Zunächst photographierte ich das Beweis- stuck und den Ort. wo ich eS gefunden, wickelte den Kopf dann sorgfältig in Blätter und nahm ihn mit. Wir durchwühlten das ganze Retter, (onnlen aber weiter keine Reste von dem grau» sigen Mahl finden; dagegen entdeckten wir in einer der Hutten ein Büschel Menschenhaare die aus eine.. grünen Blati lagen, wahrscheinlich um schmuck daraus zu flechten. Inzwischen

0e Menschenfresser zuruck und be» obachteten aus der Entfernung, wie wir ihre Kutten durchsuchten. Ich machte auch «wch einige Aufnahmen von ihnen, unschuldig wie die Kin»

Tolle wetteriaunen.

Grimmige Kölle und... Regenwetter.

Paris, 21. Dezember. Seit 3 Uhr früh hat tn der Gegend von Paris Regen eingesetzt. Jn- olge der noch anhaltenden Kälte herrscht au den Straßen Glatteis, was den Verkehr sehr be­einträchtigt.

Mailand, 21. Dezember. In Genua schneite eS gestern den ganzen Tag. AuS Trient werden minus zehn Grad gemeldet, sodaß die Bäche und Bergseen ge'rorrn find.

Mr damals in Raffet

London, 21. Dezember. (Eigene Drahtmel- dung.1 Infolge des Regens sind die Slraften mit Glatteis bedeckt. Ter Verkehr stockt. Die Fußgänger können sich nur mit Mühe aufrecht erhalten und es gibt zahlreiche Unfälle.

3n London taut es schon.

London, 21. Dezember. (Eigene Drahtmel­dung.) Rach der strengen Kälte der letzten Tage ist hier ein Witterungsiimschwung eingetreten. Es herrscht heute Tauwetter und Regen.

Noch grimmigere Ratte.

Sechs Arbeiter unter dem Flußeis.

Wien, 21. Dezember.

Gestern wurden hier minus vierzehn Grad verzeichnet, in Linz sogar 20 Grad. Tie Züge verkehren mit großen Verspätungen. Bei Salz­burg wurden sechs Arbeiter von einem in Be­wegung geratenen Eisstoß überrascht und in die Falzach gerissen. Drei ertranken. Im Hochge­birge ist eS etwas wärmer geworden.

Der grMkte Kopf.

Es gibt noch Menschenfresser.

Von

M ifn Johnsen.

Martin Johnson nttb seine tapfere kleine Fron Oia find als kühne Äfrikaiorfcher bekannt. -e,n erstes BnS in deutscher Sprach-: .Mit dem Lukbelkaiien bei den Menschenfresser»*, desicn Borabdruck uuS der Verlag BrockhanS Sestattet, enthalt wie das folgende Abentenee- avitel Urwaldbitder von prickelnde» Reiz.

Nach stundenlangem Wandern hörten wir in der Ferne den schwachen Klang eines Tom- Toms. Bald drang auch Gesang an unser Ohr. Vorsichtig gingen wir weiter, bis wir den Rand eines Dorfplatzes erreichten. Hinter einem dich­ten Gebüsch wohlverborgen, konnten wir die in der Mitte des Platzes tanzenden Wilden übersehen. Es war einer der üblichen Eingebo­renentänze rechter Fuß, linker Fuß, ein sich bis zum Laufen steigerndes Schreiten um die Teufelsfiguren in der Mitte der Lichtung. Viel mehr interessierten mich die Vorbereitungen zu dem Festmahl. An einer langen Stange brieten wohl ein Dutzend Fleischstücke, weiteres röstete in her heißen Asche eines zweiten Feuer. Da­neben lagen auf Blättern die Eingeweide deS geschlachteten TiereS. Ich weiß nicht, weshalb aber irgendwie kam mir dieses

Fleisch verdächtig vor.

ES war zwar äußerlich von Schweinefleisch nicht sehr verschieden, doch irgend ein sechster Sinn flüsterte mir zu. daß es kein Schweinefleisch wäre. Die Wilden hatten keine Ahnung von unserer Nähe. Es ist eine merkwürdige Tat­sache, daß die so oft an primitiven Völkern ge» rühmte Schärfe des Geruchs- und Gehörsinns den Eingeborenen der Neuen Hebriden völlig abgeht. Wie oft sind meine Frau und ich ganz leise an ein

Eingeborenendorf herangeschlichen und haben uns ebenso wieder weggestohlen, ohne

England kommt uns zuvor.

Der erste Schritt zum Arbeitsfrieden.

London. 21. Dezember.

Der General-Kongreß der Arbeiterpartei be­schloß den Vorschlag verschiedener Arbeitgeber- Verbände für eine gemischte Delegat-.ons-Konf:- renj anzunehmen für die Herstellung des indu­striellen Friedens in England. Tiefe Konferenz dürfte um den 15. Jan. herum zufammentreten

Sie verpulvern Millionen.

Wieviel uns die Blutfauger kosten.

London, 21. Dezember.

Im Unterhaus wurde mitgeteilt, daß das Personal der Reparotionskommisfion in Paris nuS 237 Köpfen besteht. Sie bezögen zur Zett msgefamt 110 000 Pfund an Gehältern ufw pro Jahr (über zwei Millionen Goldmark). DaS Reparationsbüro in Berlin bestände aus 130 «dbfen. Der Gesamtbetrag an Gehältern und Lohnen belaufe fich auf 132 000 Pfund pro Jahr

24 Grad in Berlin.

Die Reichsbahn wird für Kohlen sorgen.

Berlin, 21. Dezember.

Heute morgen herrschten in der Jnnenstad 15 Grad Kälte, in den Außenbezirken bis minus 24 Grad. Die Flüsse führen starkes Treibeis oder sind fest zugcfroren. Der Eisenbahnverkehr ist stark behindert, besonders bei Zügen aus Süd- und Westdeutschland. Besorgnisse, dast in Berlin Kohlenmangel eintreten könnte, find aber unbegründet, da die Reichsbahn in der Lage ist. fede gesteigerte Wagen'orderung die durch die Stillegung der Schaffahrt nötig ist, befriedigen zu können.

Paris laßt nichts ab.

Sie rechnen ... in die eigne Tasche.

Paris, 21. Dezember.

Ministerialdirektor a. D. Sehdoux schreib! zum Reparationsbericht: Tie deutsche Schuld hat ja schon jetzt eine viel stärkere Herabsetzung erfahren, als unsere durchschnittliche Herab­setzung der Schulden bei Amerika. Es ist also eine annehmbare Ausgleichung vorzunehmen Wir haben jedes Jahr an unsere Gläubiger eine Durchfchnittsanuität von 750 Millionen Gold mark zu bezahlen. Wir würden von Deutsch.

Sufunftefriege nur...aus Notwehr

Unser erstes Kkiegsschlff in Italien / England sucht den Arbritöfrieden.

nichts weiter geschah. Ta gab ich einem Leute von Tangoa, die bei uns waren, _____

Blitzlichtsackel und sagte ihm, er follte auf den Dorfplatz gehen, die Fackel in das Feuer werfen und dann schnell verschwinden. Er tat, wie ich ihm geheißen, warf die Fackel inS Feuer und sprang zur Seile. Als sich die Wilden nun dicht über die Flammen beugten, um zu sehen, was er hineingeworsen hätte, entzündete sich die Fackel und schleuderte ihnen ihr blendend Wei­ßes Licht ins Gesicht. Mit einem Entsetzensschrei fuhren sie zurück und rannten wie besessen tn der Richtung, wo wir standen. MS sie uns sahen, blieben sie so plötzlich stehen, daß sie fast nach hinten stolperten. Dann wendeten sie sich

Auf einen kürzlich von 128 770 Personen unterzeichneten Friedensbrief, die fich verpflich­teten, eine Regierung, die zur Gewaltanwen­dung durch Waffen greife, nicht zu unterstützen und den Kriegsdienst zu verweigern, erwiderte jetzt Baldwin, daß diese Haltung der unvermeidliche Zusammenbruch deS Völkerbundes fein würde. Auch feien Ar­tikel 16 und die Locarnoverträge von der Ge­wißheit abhängig, daß im Falle eines nicht OerouSgeforöerten Angriffs die Macht­mittel Großbritanniens gellen den Angreifer in die Wagfchale geworfen werden würden. Wir haben bereits unsere Rüstungen, so heißt es wei- ter, erheblich unter das Borkriegsniveau ge­bracht und wollen darin fortfahren. Ein An- griff Snieg ist abscheulich, aber mit einem Der teibiQunaattlea verhält es fich ganz anders. Ich kann nicht glauben, daß der Sache des Friedens dadurch gedient wird, daß Eng­land zur Machtlosigkeit xäbttfeUt wird und dcch KltiS. Gliche-; 223 Wn 26 S«mme^ngenEMH7 -

U lln ver VerAidiauna der ^reilleit h» 2 'rd> ei^n Zusatz sollen irgendwelche Zahlun- wneiotgung Der Freiheit der Welt gen an den aus dem amerikanischen Heer in

Wiemcl wir zurück?

Er« 80 Prozent. Rest später.

Washinton, 21. Dezember.

DaS angenommene Rückgabegesetz siebt eine sofprtiae Zahlung der Ansprüche amerikanischer Bürger gegen Deutschland bis zu IM 000 Dol­lars vor Der Ress soll in Raten bezahlt werden. Die Vorlage enthält ferner die fosortige Zah­lung von achtzig Prozent des deutschen Vriva'- elgentums, dessen Rest später zahlbar fein soll, sowie die sofortige Zahlung von 50 Vro'ent der Entschädigung für deutsche Schiffe, Patente und Rodiostationen. Die Restzahlung dieser Ent­schädigung. die 100 Millionen Dollars nicht übersteigen darf, soll ratenweise erfolgen. Ter Senat berät im Februar.

Der erste Besuch.

KreuzerBerlin" und Kapitän Kolbe in Genua.

Geßiua, 21 Dezember.

Heute trifft der auf einer Weltreise befind­liche KreuzerBerlin" in Genua ein a!S erstes deutsches Kriegsschiff, da? seit dem Kriege Ita­lien anläuft. In Genua wird auch der Kapitän des Kreuzers, Kolbe, briS Kommando wieder übernehmen, nachdem er zur Aufklärung nach Berlin berufen worden war.

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