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Kasseler Neueste Nachrichten

Kasseler Abendzeitung

Die «aflelei «eutften Nachrichte» tttoetn«» wSch«»ll<ch lechemal »atbmtttag«. Der «bosnementSvr«, betraat lür kn «mt l- X freier Zustellung -n» »auS in der BeichatlSllelle ebaebolt 1.80 X Durch bi« Pott monatlub 3. X aneWttMi* aufttannabeebübt. ssernsvreiber 951 nnb 953. stür unveilangi etnaehnbt« veltr«,« kann die Redaktion ein« Berantmonuna oder «troäbt in keinem iteDt übernehmen<k,ab!un« de» ««uaSeelder oder Ansprüche menen tlwaiaer ni», orbnnng»m«ßlger Lieserun, itt -uSaeichloisen. - Postscheckkonti» itranfiun a M Nummer 6380. Einzelnummer 10 4 Sonnlagsnummer SO 4.

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Aesfische Abendzeitung

Rümmer 298. Amtliche» Organ der Stad« Staffel Mittwoch, 21. Dezember 1927. Amtliche» Organ der Stad« staffel 17. Jahrgang

Mussolini wirft das Steuer herum.

Der kälteste Tag und schwerste Winter / Naiurwunder im hohen Norden.

Nichts für die Arbritsiosri» übrig.

UebrigenS schätzte

bc Quell« der Heiterkeit.

Bittres Arbeitslofenletö.

Fass wie bet uns.WaS England da-egen tut London, 20. Dezember- Im Unterhaus ver­langte der Nrbeiterabgeordnete Johnson

Rom, 20. Dezember. (Eigener Drahtbericht.) In Süditalien beträgt die Schneehöhe einen halben Meter. Der Zug-Berkehr konnte nur durch Umsteigen bewerkstelligt werden. Die Züge lagen die ganze Nacht auf der Strecke fest und konnten erst nach langwierigem Arbeiten bei Fackelschein ihre Fahrt fortsetzen. In Lecce hat die Schneehöhe 80 Zentimeter erreicht. Im Ge­birge ist der Verkehr ganz unterbrochen.

beitSlosen hüten meist zur Folge, datz die ar­beit verringert werde, weil dieses Kapital der

schiefgeiretenen Absätzen und ausgesranzren Hosen zu kommen TaS bildete lür den Mo»

<Stof mächtige Stimme für Deutschland.

Washington, 20 Dezember. (Funkdienst.) Staatssekretär Mellon äußerte sich, der Repara- tionsagcnt habe m Meinem Vorschlag, den Ge­samtbetrag der Reparationen festzuseNen, seine Befugnisse nicht überschritten. Damit werde auch die Frage bet Kriegsschulden der Alliierten nickt berührt. Sollte eine Festsetzung beS Gesamtbe­trages erfolgen, fo würden die Berhandlungen direkt zwischen deutschen Vertretern u. den Re- parationklänbern gehen

Sie erfrieren in Massen.

Eine Obbachlosentragödie in der Lichtstadt Paris

Paris, 20. Dezember. (Eigene Drahtmeldung.) In dem in ganz Frankreich herrschenden starken Frost find eine ganze Reihe von Menschen, dar­unter viel Obdachlose, erfroren, gestern allein zehn Personen. Die Kälte hat übrigens etwas nachgelassen und man rechnet mit einem weite­ren Steigen bet Temperatur.

Hat man das schon erlebt?

42 Grad Kälte. Aber Im höchsten Serben.. Frühlingswetter.

OSlo, 20. Dezember. Im Süden Norwe­gens werden nicht weniger als 42 Grad Kälte verzeichnet. Je mehr es aber nach dem Nor­den hinauSgeht. umso wärmer wird eS. So beträgt die Kälte in OSlo nur noch 17 Grad und im Norden Norwegens zeigt die Tempe­ratur sonderbarerweise mehrere Grad über Null.

Schwerer als seit Jahren.

Rekorde im Land der Sonne und Blumen.

Mailand, 20. Dezember. Die Kälte hat fich in ganz Italien verstärkt und weitere To-

Lwanzig Grad unter Nuss.

velarad, 20. Dezember. (Eig. Dcabtberickt Der Eisenbahnverkehr in Düdstavien mußt- z. T. völlig eingestellt werden. Die Tempera ttr hing bis ans zwanrig Grad unter Rnll Auch in Dalmatien fiel Scknee. waZ eine Sel­tenheit darstellt.

vier» die Blumenkulturen stark gelit­ten. An der adriatischen Küste hat ein Schnee- sturm zu großen Verkehrsstörungen geführt. Rom zeigt minus 5 Grad, während in den letzten Jahren selten unter minus 2 Grad ge­messen wurden. Ueberall wüten Schnee- stürme, besonders heftig in Asten. Infolge eines Erdrutsches ist die Eisenbahnlinie bei Neapel unterbrochen. (®. a.Aus aller Welt.")

Heute der kälteste Tag.

Görlitz, 20 Dezember (Privattelegramm) Hier herrscht die in diesem Jahre bisher stärk­ste Kälte mit 22.5 Grad unter Null, außerhalb brr Stadt sogar 2526 Grad Infolge beS star­ken RauhreifS find Störungen deS Fernsprech­verkehrs eingetreten. Auch der Eisenbahnver­kehr iss stark behinden mit Verspätungen biS zu einet Stunde.

Lässt die Kälte nach?

Pari», 20. Dezember. (Eigene Drahtmel- dung.) Die Kälte hat fick gestern etwas gemil­dert, obwohl man in der Frühe in Paris noch minus zehn Grad feststellte.

Lkn zarter Antrag.

Mussolini sucht MatiannaS Freundschaft.

P-riS, 20. Dezember. Ein Blatt meldet aus Rom, Mussolini habe bei seinem Besuch in der französischen Botschaft rin wichtiges FreundschastS-Abkommen mit Frankreich über das Mittelmeer angetragen. Der französtsche Botschafter kehrt über Weihnachten nach Paris zurück, um Instruktionen einzuholen.

vor den Bauch stoßen lassen-, ist ein geslüaclteS i geworben. Außerdem war er einer der köstlich- sten Anekbotenerzähler

kaiserlicher Tafelrunden und Bierabende.

Die witzigsten seiner Geschichtchen lassen fick frei« lich schriftlich nicht wiebergeben. Wilhelm II er« bat auch nach seinem Ausscheiden noch manch­mal Rat und Urteil von ihm, so zum Beispiel als Bethmann-Hollweg Rasolger BülowS ge­worden war. »Na, Podchen, was sagen Sie zum neuen Reichskanzler,' ,Ack, Maiestät, bet ist ein Idealist und bet sind die Schlimmsten.' DaS britte Original in der kaiserlichen Umge­bung war der jetzt verstorbene General von Soewenfeld, von dem unzählige witzige Worte und sarkastische Demerkunqen in der al­ten Armee kurfierten Ihm fehlte daS Pod- bielSki'scke Temperament, denn sein Witz war nicht sprühend, sondern kaustisch, nicht kitzelnd, sondern drastisch-schlagend. Im waschechten Berlin.er Dialekt näselte er ihn heraus Et­was anderes hätte auch zu dem mittelgroßen korpulenten Manne, der alles andere, nur nicht elegant, wirkte, kaum gepaßt. Aber im Gegen­satz zu dem urwüchsig-naiven Podbielski ge­hörte er zu den

kultiviertesten Offiziere« der preußischen Armee, und war er von goethescher Universalbildung erfüllt, der feinen Goethe ebenso gut wie seinen Shakespeare kannte. Und er beherrschte außer der englischen und deutschen Literatur bte Kunstgeschichte aller Völker und Zeiten. Der Kultur seines Geiste- entsprach die Kultur sei­nes Hauses, daS mit schönen Kunftlchätzen ge­schmückt war Berühmt war seine Küche, aus die er als Feinschmecker große Stücke hielt, noch berühmter der große, immer unter seiner Sui» sickr mit Blumen und altem Porzellan entzük- kend dekorierte runde Tisch, um den er die tn» tereffantest-n Männer der ReickSbanptstadt zu versammeln pflegte. Seiner enakischen Großmut» Nr verdankte er die fabelhafte Beherrschung der enaliscken Sprache, die den Kaiser verane laßte. ihn bättiig ,» Svezial-Misstonen zu be- nittien Als Boraes-wer war 9ncn»enfctb. der weaen seiner großen Rase und seiner Korpulenz in der ganzen

preußischen ArmeeSalln" hieß, nickt beklebt. Durch seinen scharfen Sarkasmus konnte er häustg verletzen. Freilich waren feine kritischeil

gebiete. Von entscheidender Bedeutung ist aber die Lösung der Jührersrage. Ein Neues sei er­forderlich, nämlich eine doppelte Wahl, einmal von unten durch die einzelnen Staatsbürger, und dann von oben durch die Bestätigung, die von den übergeordneten Führern erteilt wird Diese sogenannte »Rur', die das ganze Reich in einen einzigen OrdenSzweig verwandeln würde, entbehrt aber der Einheitlichkeit und inneren Geschlossenheit. Reben der Führung erscheinen nämlich die Kammern (Wirtschaft, Frauen, Kultur, Jugend nsw.), auch ein Volks« ministerium usw, die nur schwer unter einen Hut zu bringen fein dürften. Natürlich gibt es Punkte genug, an denen die Kritik einhakon kann und wird, so namentlich die Feststellung, daß es kein System gibt, das die Anwendung bet Demagogie vollkommen ausschalten könnte. Auch die angedrohle Wahlenthaltung, der Gene­ralstreik der Nation gegen die bestehende Ver- n und ihr Weitertreiden, bis die Hälfte ihlerschaft nicht mehr zu den Urnen geht und damit eine grundlegende Reform deS gel- tenben Staatsrechts erzwingt, ist nicht ganz un­bedenklich. Aber wir haben hier ein politisches Programm mehr und keinem ernst-u Staats­bürger kann eS schaden, wenn er sich in die an- drängenden Verfassungssragen und die Miß­wirtschaft der Parteien nach Kräkten vertieft.

dieser den Admiral ganz außerordentlich, vor allem alS Freund und Ratgeber. Gehörte er doch zu den wenigen, die Wilhelm II. vor den Schmeichler« auS seiner Umgebung warnten

und ihm offen sagten, daß sich bte ganze Umge­bung einschließlich einiger Minister, wie eS bei Schmeichlern nicht anberS zu erwarten sei, eine Behanblung seitens deS Kaisers gefallen ließen, die unwürdig sei. Hollmann gehörte zu den wenigen hohen Würdenträgern, die auch nach ihrem Scheiden aus dem aktiven Dienst dem Kaiser nahestanden. Freilich beruhte dies« Freundschaft zum Teil auf Aberglauben. Glaub- ie doch der Kaiser, eS würde ihm nichts Schlech­te» passieren, so lange Hollmann sein Freund sei. AuS diesem Grunde war auch der Admi­ral ständiger Gast in Rominten. Der Kaiser meinte nämlich, nur Jagdglück zu haben, wenn gerade er in seiner Begleitung wäre. Vielleicht hatte er recht, den alten Seebär alS GlückS- svmbol ober, tote her Franzose sagt, als M as-

normalen Wirtschaft fehle. Der nationale ElektrlzitätSplan werbe onrrgenb wir­ken und auch den anderen Industrien helfen. Die Unterstützung für den Bau von Zucker­rüben werbt eine neue Industrie schaffen. Mäßige Zolltarife seien derbeste Jndustrieschutz. Er hoffe, daß sich die Arbeitslosigkeit innerhalb von zwei Jahren auf acht Prozent der ar­beitenden Bcoölkerung oder wenig» ver­mindern werde.

Sie Ostrivalen am grünen Tisch.

Warschau, 20. Dezember. (Eigene Drahtmel- dung.) Die vom Völkerbund empfohlenen pol­nisch-litauischen Verhandlungen beginnen am 10 und 15. Januar. Als VerhandlungSort werden genannt Dünaburg, Riga und Reval.

Amerika ist gerechter.

London-Paris werden sehr enttäuscht sein.

Pari«, 20. Dezember. Im Schvtzamt von Washington erklärte eine leitende Persönlich­keit zum Reparationsbericht Gilberts, daß es von Wichtigkeit sei, den Gesamtbetrag der beut* [dien Schuld gegenüber den Alliierten sestzu- setzen und daß eS wünschenswert sei, eine der­artige Operation vor Ablauf deS ersten JahreS d» vorgesehenen Höchstzahkungen vor­zunehmen. DaS Schatzamt fei nicht dafür, die endgültige Festsetzung der GesamtreparationS- summe mit einer allgemeinen Wiederanfrollnn- der Schuldenfrage zu verbinden. Die Amcri- kanrr sehen also weiter die beiden Probleme alS von einander verschieden an.

London, 20. Dezember. (Eigene Drahtmel-^-i--- ------- ....

düng.) Der Antrag I o h ns o n betr. Linderung narchen und seine Umgebung eine nie versiegen­der Rot der Arbeitslosen wurde vom Unterhaus '*'*'-* --------

abgelehnt.

Programm der Kreuzerneubauten wird vor­aussichtlich im Jahre 1931 vollständig durchge- sührt sein, und in den nächsten Jahren werden nur die Neubauten der Panzerschiffe mit einer Gesamtaufwendung von 10 Millionen jährlich in Betracht kommen. '

Sie LirckSpresse macht natürlich gegen die Parole von rechts Front, daß dasrote Preu­ßen' Deutschland noch wehrloser machen wolle, während in der Presse der Linken vielfach bei entgegengesetzte Fehler gemacht wirb, ben preu­ßischen Streichungsantrag so zu interpretieren, als ob er einer Wiederkehr »uferloser RüstnngS- poliiik' entgegenzutreten b-stimmt war. Nichts davo» ist richtig. Die Ausgaben für Heer und Flott» sind uns in ihrem Maximum vorgeschrie­ben, uni die Reichswehr hat wie jedes Resswt das natürliche Bestreben, dieses Maximum tun­lichst auszufüllen Dafür müssen auch dir Par­teien der Linken Verständnis zeigen, und wenn sie sich entschließen, aus finanzieller Verantwor. tuns heraus Abstriche zu beantragen, so darf dies nicht auf ben alten, vor bent Kriege üb­lichen Gegensatz zwischen Militär und Zivil, zwischen Heer unb Parlament geschoben wer­ben. Die Reichswehr ist heute nicht mehr bas Instrument eines Monarchen ober einer herr­sch nben Klasse, fonbern ein Werkzeug beS Staa- tes unb beS ganzen Volkes Vielleicht gelingt es auch bem Reichstag, ben Streit parteipoli­tisch zu entgiften unb ihn auf seine sachliche Bedeutung zurückzuführen.

Neuerdings suchen auch die großen Bünde, Stahlhelm, Jungbo usw. stärker in bie Räber der Zeit, und Parteipolitik einzugreifen. So hat eben erst Hochmeister M ah raun ein Manifest (A)8 Seilen stark) verfaßt unter dem Leitgedanken: .Volk gegen Kaste und Geld! Sicherung des Friedens durch Neubau der Staa­ten!' Dar Manifest gehr auS von dem Front­erlebnis und seinen Wirkungen WaS ist darun­ter zu verstehenk Der Jungdeuilche Orden ver­steht unter dem Fronterkebni» die Bewertuna des Einzelnen nach Leistung und Charakter, nicht aber nach Rang unb Stand. Eine neue Ordnung des Volkes fei notwendig Die Ver- wirklichung bqr Demokratie habe dem deutschen Volke nicht daS gebracht, was eS ersehnte In allen modernen Republiken werde die Mach, in Wirklichkeit durch einzelne g-ldmäcktige Grup- pen ausgeübt. Tie plutokratischen Gewalthaber behaupten ihre Macht sowohl in der Demokra­tie wie in der Monarchie nur solange, als daS Volk eS sich gefallen läßt ES herrscht die Par- tsi. ihre Organisation und ihre Geldgeber Der Kampf, der von den meisten Deutschen gegen ben fceuttaen Staat geführt wird, gilt seinem plu'"k«atisck"n Wesen

Diese nickt ganz neuen und schon oft erörter­ten Geüchisvunkte werden namentlich von den ^Idealisten unt-r den Demokraten auch für ihr Sickern in Anspruch genommen. Kein Wunder also, daß gerade sie mit höchster Spannung sich nach den Programmpunkten deS Manifestes um» sahen, durch die der Jungdeutscke Orden die sraalo» bestehenden Mißstände beseitigen unb einen idealen Zustand herbeiruführen sucht. Er fordert ein« organische Gliederung

Am Wkbltubl.

ASgelchnle Panzerschiff«. Politische Neuerer-

Der ReichSrat hat bie für ben Neubau eines Panzerschiffes vorgesehenen Ausgaben von zu­sammen 9,3 Millionen Mark gegen ben aus­drücklichen Wunsch des ReichSwehrministerS unb mit ihm bes gesamten Reichskabinetts ge­strichen. Die Presse sührt bie Ablehnung ans die bekannten Gegensätze zwischen Reich unb Preußen zurück unb behauptet, baß bet Kreuzer ben Seeweg nach Ostpreußen sichern unb auch ben Werften in Wilhelmshaven eine Arbeitskrise verhindern sollte und man erwartet eine andere Regelung durch das ReichStagsPlenum.

Tie Konstruktion unserer Linienschisft ist z. T. veraltet und stammt noch aus bem Jahre 1880, hat also fast das ehrwürdige Alter von SO Jahren aufzuweisen, während andere Mächte für ihr« Seemacht alle Errungenschaf­ten der modernsten Technik verwerten. Der Stapellauf unserer Linienschiffe liegt zum Teil auch berils 95 Jahr« zurück. Man mutz auch bedenken, datz die Erhaltung der alten Linien« jchifs« leider viel Geld kostet, denn ihre Re- paratur erfordert jährlich mehr alS eine Mil­lion Mark an Aufwendungen für jedes Schiff Die große Anzahl der auf den Wersten be­schäftigten Arbeiter wird in erster Linie durch die Ablehnung der Kriegsschtssneubauten ge­troffen, da 80 Prozent der gesamten Bau­kosten sick auS den Löhnen für dir Arbeiter nsammensetzen, und nur 20 Prozent für die Baumaterialien in Betracht kommen. DaS

Drei Originale.

Statisten In der Hofluft um Wilhelm II.

Wilhelm IL stark ansgevrügt« Eigen-rk «ad Laune» erlaubte» «iseutlich nur drei Lriaina« le» ben dauernden Berkebr in seiner niibereu Umgebung. Durch die sollenden charakterifti- schen Auetdoken webt zugleich etwas non der ..Hoslnit-, i» der die soll,, drei klngen. verschla­genen. gutherzigen nnd witzigen ..Hdslinge" als waschechte Berliner nicht die Ichlechteft« Rolle Ipiellen.

Der stillste war wohl der Vorgänger von Tirpiy, Admiral von Hollmann, dessen hervorstechendste Eigenart in seiner ganz un­militärischen Kleidung und Haltung bestand. Er trug nur allerälteste Sachen, auch wenn er in Uniform war, unb pflegte zum Kaiser mit

Mies Mb» Amerika niemals heraus.

Washington, 20. Dezember. (Durch Funk- spruch) Im Repräsentantenhaus entspann fick gestern bet bet Freigabevorlage eine längere Ansspracke Über die Frone der Zurückbehaltung von 20 Prozent des deutschen Eigentums, wag von einigen Demokraten als fast gleichbedeutend mit Beschlagnahme bekämpft wnrbe, während Per Borsitzende Green und andere Republikaner erneut dringend betonten, daß die vorgcschlage- ne Lösung die einzige leite, die Aussicht auf Annahme biete.

bc» Volke» auf bet Grundlage der Nachbar«.durchgreifende Abhilfemaßuahmeu für die eine schäften unb bie Schaffung übersichtlicher llei - Million Arbeitsloser. Der ttrbeitSminifler am» ner Wahlkreis«. Der Volksfiaat braucht!wartete, Kredite zur Unterstützung der Ar- die Gliederung deS Reiches in feine Stammes- beitSlosen hüten meist zur Folge, daß die Ar-

desopfet gefordert. Der Dimplou»Ex­

preß hatte neun Stunden Verspätung. In, . - - ,

Genua wurden minus sieben Grad ge- ,ot,? «u betrachten. Denn Anfang 1913 starb messen. Durch Schneefälle haben an der Ri - Hofmann und fckon 1914 brach bet Well krieg ~' - - - - auS. Im Gegensatz zu bem leis-sarkastiscken

Hollmann war bet Landwinschastsminister Ge­neral von P o b b i e l S k'i ober, tote er abge­kürzt hieß, ,Pod', lebhaft unb sprühend, da­bei von unerhörter Schlagfertigkeit Sein Wort: .Ick werb' mir boch nickt mit bem Lausekanal