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Otreut Juffer

I für die hungernden DögeH

Aus der Heimat.

5>ie Rot oer Londwirtfldoft.

Ein« bedeutungsvolle Vollversammlung der

i KreiSbauernschast Hofgeismar.

Zu einer Vollversammlung ruft die Kreis dauernschast Hofgeismar ihre Mitglieder auf den morgigen Freitag vormittags 10 Uhr zu­sammen Brennende Fragen find es, die dem Landwirt heule am Herzen liegen: Der Absatz stockt, die Preise werden gedrückt und jie allge­meine Kreditnot hindert ihn an der Entfaltung all der Arbeit, die im Interesse deS ganzen Va­terlandes dringend erforderlich wäre.

Die Kreisbauernschaften sind dazu berufen, ihren Mitgliedern helfend und ausklärend im Kampfe um die Scholle zur Seite zu stehen Ihre Vollversammlungen ttagen mit dazu bei, nicht nut die Landwirte unter sich näher zu bringen, sondern auch prakiische Fragen des TageS aus Theorie und PrariS untereinander zu erörtern, neue Möglichkeiten, neue Auswege zu finden

So steht auch die Tagesordnung der morgigen Vollversammlung der Hofgeismarer Kreisbauernschaft im Zeichen der schwierigsten Probleme der Landwirtschaft von heute. Guts­besitzer H Nägel-Crumbach, der verdienstvolle Vorsitzende des Kurbeflischen Landbundes, wird einen Vortrag hallen über das Thema »Was kann der Landwirt aus eigener Kraft zur E- haltung seiner Scholle tun?" und Bürgermeister Lind, Niederissigheim, dessen erst kürzlich in Kassel gehaltener Vortrag über die Milchwirt­schaft großen Anklang fand, wird über »Die Absatz-, Preis- und Kreditnot in der Landwirt­schaft" sprechen.

Hofgeismar, dar freundliche Esse-Städtchen, wird seinen großen Tag haben. AUS allen Teilen des Kreises werden die Landwirte zu- sammetckommen . . . möge ihnen der 16. De­zember Anregungen und praktische Hilfe jeder Art bringen, mit dazu beitragen, den schweren Kampf um die Scholle zum Wohle unseres Vaterlandes aus eigener Kraft durchzuhalten

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Niederzwehren, 15. Dezember. (Weihe deS katholischen Gotteshauses.) Die katholische Christenheit unserer Gemeinde chat im Juli b. Js in der Frankfurterstraße mit dem Bau eines Gotteshauses begonnen, dessen Weihe nun am Sonnlag stattfinden soll Zur Vornahme dieser Weihe wurden vom Bischof von Fulda , der Domkapitular Prälat Monsignore Günther, Fulda bestimmt Das neue Gotteshaus wurde nach den Plänen des Architekten Dietrich er- haut und schließt sich an der Straßenfront den übrigen Häusern recht würdig an. Von der

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Straßenseite weiß eigentlich nur Hi Otu^tng«- Nuhn« dal alle Bett wieder aufgeräumt hat, portal mit seuu-r Doppeltür auf ein SotteShauS wonach da» seitherige mit dem KieSauSwurs auS

dem neuen Bette auSgefitkft wird.

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ago berichten

B. M.

Die versunkene Stadt.

600 Galeeren ans dem Meeresgrund.

zuschaffen und im kommende« Sommer ein Schützen-Fahnensest zu feiern. -i.

Schreufa, 15. Dezember. (Die gebändigte Kühne.) Oberhalb der oberes» Bnhmühle hat in den letzten Jahren die Ruhne nicht mehr den Anweisungen der Zivilstation folgen wollen, sondern hat nach ihrem eignen Kops und Wil­len sich ein eigne» Bett angelegt, da» sie wohl auch in früheren Erdperioden beibebalten hatte, wenn nicht Menschen dagewesen wären, welche Wiesen nötig gehabt fmttten. Denn sie hat durch dieses ihr unnützes Gebahren einem Bewohner ein ganzes Teil Wiese minderwertiger gemacht, welcher Schaden behoben wird, indem man der

läßt sich eine londoner Zeitung beiten auf der Halbinsel Karcha _____

Der alten Seestadt ist mit dem Spaten nicht beizukommen. Sie liegt bekanntlich unter dem Meeresspiegel, wa» vom Standpunkte der Archäologen bedauerlich, vom Standpunkt der armen Kartbager aber gerade von Vorteil ist.

Einige Filmphowgraphen haben sich fetzt der Sache angenommen. E» ist ihnen gelungen mehrere Ruinen auf die Platte zu bannen und außerdem die gesunkene Galeere, welche vor vielen Jahren von Schlammtauchern zuerst entdeckt wurde. Dieser Umstand ermutigt die Forscher, nach und nach den ganzen Golf von Tunis abzusuchen. Denn wie die Geschichte lehrt, sind im ganzen fünfhundert Fahrzeuge 'n den Punischen Kriegen zerstört worden. Es läßt sich denken, daß man die stille Hoffnung hat, unter den Galeeren namentlich die zu finden, welche dem Vandalenkönig Geiserich gehörte. Denn auf ihr befinden sich die goldenen Tempelgeräte von Jerusalem,

UebrigenS hat man den Spaten auch nicht aus der Hand gelegt, weil noch einige punischc Gräber auf Oeffnung warteten. Run hat man -S geschafft, und sie enthalten recht interessante Dinge: Vergrößerungsgläser, eine bronzene Brille, einen Federhalter und einen ganzen, Haufen Papiergeld. Da die? alles in einem einzigen Grab gefunden wurde, glauben die Archäologen gleich es hier mit einem punischen Bankier zu tun zu haben. Dies braucht nicht zu stimmen. Es kann sich ebenso gut um einen verarmten punischen Rentner handeln, dem die Hinterbliebenen die letzten Reste seines wert­losen Vermögens in das Grab nachschmissen, weil sie beim besten Willen dafür nichts zu lau­fen kriegten. B. M.

Da da» Bedürfnis vorhanden zu sein scheint von Zeit zu Zeit den Stand wissenschaftlicher Altertumsforschungen zu betrachten, und auch wegen einiger tatsächlich erzielten Fortschritte, läßt sich eine londoner Zeitung von den Ar-

hin, da über dem Kirchenschiff in der ersten Etage die Wohnräume für den künftigen Kura- tu« von Niederzwehren errichtet wurden. Der Kirchenraum bietet Pia, für zweiundzwanzig, Bänke und insgesamt fünfhundert Andächtige Er stellt etn Rechteck dar mit gewölbtem Eber für den Hochaltar und ist wie die gesamte innere Ausschmückung in Barock und Hellen lichten gel­ben und blauen Farben aehallten. »l.

Oberzwehren, 15. Dezember. (Hohe» Al­ter.) Gestern beging unser Mitbürger. Jnva- lide Georg Hochhut in geistiger Frische fernen fünfunvsiebzigsten Geburtstag. "i-

Arenshausen (Eichenberg), 15. Dezember (Bon einem Auto zu Tode gefahne«) Hier ist der frühere Webereibesitzer JulimS Ptlls von einem Auw überfahren worden. Er wurde aus der Straße schwer verletzt aufgefunben und tn seine Wohnung gebracht, wo er an einem schweren Schäbelbruch nach wenige« Stunden starb ohne da» Bewußtsein wieder erlangt $u haben Die polizeilichen Ermittelungen nach bem unbekannten Auto sind bereits im Gange, rb

Kirchhain. 15 Dezember. (Son ber Karn- Hausgenossenschaft.) Die hiesige KornhausE' nossenschast zählte am VeretnStahresschlusse 297 Mitglieber mit 657 Anteilen. Die Gesamchast- summe der Mitglieder beträgt nunmehr 161254 Mark. Die Bilanz schließt In Aktiva und Pa«, siva ab mit 124 784.73 Mark. Die Gewinsi- und Verlustrechnung schließt ab mit 17 559,31 M Dem Vorstand her Genossenschaft gehören an: K. Bopp, Görge, Müller und Groß; dem Auf- stchtsrat: Klingevbiel. IoSbüche, Paul, Htld, Faß, Flor und Altyatnz. »l.

» Frankenberg, 15 Dezember. (Starte Ver­mehrung der Füchse.) Das Angebot an Fuchs- Rohfellen ist in diesem Jahre so stark wie nie zuvor; es ist dieses ein Zeichen, daß sich die Füchse sehr stark vermehrt haben, was nur von Seiten der Landwirtschaft mit Freuden begrüßt werden kann, weil der Fuchs ei« guter Mäuse­jäger ist. Andererseits brauchen sich auch die Jagdpächter nicht über den großen Mangel an Hasen und Rebhühnern zu wundern, weil Mei- ter Reinecke auch ein Feinschmecker ist und einen jungen Hasenbraten einem alten Mäuse- rich vorzieht. -i.

* Schreufa, 15. Dezember. (Dem Verein die Fahne!) Der hiesige Schützenverein beschloß, in seiner letzten Versammlung, eine Fahne an«

Was Zahlen erzählen.

Der Tanz regiert die Stunde.

In den Vereinigten Staaten gibt eS 8000 größere Tanzakademien und 15000 Tanzschulen Die Zahl der Tanzlehrer ist feit sieben Jahren von 9700 auf 52000 gestiegen. Ein Korres- pondenzvcrlag, der den Leuten auf dem Lan­de das Tanzen durch Broschüren und Briefe beibringt, hat bereits mehr als eine halbe Million Abonnenten.

Die Flucht vor dem Leben.

Laut der Selbstmordstatistik hat die Zah' der Se,lbstiötungen in Preußen im Jahre 192c gegenüber bem Vorjahr sowohl insgesamt, wie verhältnismäßig zugenommen, und war sie auch in beiden Jahren im Verhältnis höher

Freitag, 1«. ***** «k. 'V al« vor bem Kriege, 1924 endeten nach de» acht iichen Angaben 8590 Personen, ober tS auf 100000 Lebende, durch Selbstmord 1925 9164, oder 24 auf 10000; 193 waren eS 22 gewesen. Als Ursachen ber Tat waren im Jahre 1925 in 3194 Fällen Geistes- unb Nervenkrankheiten angegeben; sodann in 2495 Fällen Gemüts»« regungen, in 710 wirtschaftliche Not. Die auf AlkoholismuS znrückzuführenden männliche« Selbstmorde steigerten sich von 302 i. I. 1924 auf 343 i. I. 1925. Daneben ist zweifellos auch bei einem Teil ber auf andere Ursachen zurückgeführten Fälle mittelbar ober unmittel­bar ber Trunk im Spiel.

DaS Heer ber Blaukreuzler. 1

Der Internationale Verband des (evangG lischen) Blauen Kreuzes, dessen Hauptziel und -arbeit die Rettung der Trinker durch Enthalt­samkeit von allen geistigen Getränken ist, hat kürzlich in Gens, seinem Gründungsorte, sein öOjähriges Bestehen gefeiert. Das Blaue Kreuz zählt heute über 100000 Mitglieber» die in den meisten Ländern Europas verbreitet sind. Die stärkste Nationalgruppe mit ungefähr 35000 Mitgliedern hat die Schweiz. Da« Blau« Kreuz hat Tausende von Trinkern ge­rettet, wieder zu nützlichen Mitgliedern bet menschlichen Gesellschaft gemacht. ES hat sich auch an der allgemeinen Bewegung gegen den AlkoholismuS beteiligt und eben anläßlich bet Jubelfeier beschlossen, bieS durch Einfügung deutlich kundzugeben.

Linöberghs neuer Triumph.

Rewyork-Mexiko -- 5000 Kilom. in 27 Stunden. Der Ozeanflieger Lindbergh ist von Rewyork zu einem Fluge nach Mexiko City gestartet. Präsident Calles hat den Tag der Ankunft al« Nationalfeiertag erklärt, damit die ganze Be­völkerung an Lindberghs Begrüßung teilneh- men konnte. S. a. Depeschen im politischen Teil.

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