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Nr. 589. - 17. FahrgMfi.

Kasseler Reueste Nachricht«,^

LonnaSend, 10. SegemSet 1937.

Letzte Zepeschen

stratze unter Hinzunahme der Hardenbergstraße.

Unbedingt festgehalten wird an der Forderung lung in großzügiger Weise ab.

lehrenden Filme V

Sp.

Ak Heutige

»MM Mell«

Autobus Verkehr

betrifft, so begegnete er auch hier größter Sym­pathie. Allgemein gewünscht wurde eine Linie von Wilhelmshöhe durch die Kölnischestraße über den Bahnbos zum Holländischen Viertel. In der Kölnischenstratze^ so bemerkte ein dorti­ger Anwohner unter allgemeiner Heiterkeit, ver­kehrt jetzt nur eintrauriger Autobus", der der Straßenbahn. Schließlich wurde dem Bezirksver- ein Südend noch Unterstützung in seinem Kampfe für baldige Verlängerung der Adolf- st ra ß e durch

Ueberbrückung des Philosophenwegs

damit Geld zu .verdienen". Auch sie sanden Aufnahme im Zufluchtsheim.

Die Wetterlage

ist laut Frankfurter Wetterdienst vorn Freitag mittag folgende: Im Bereich der Tief« druckstörungen über Mitteleuropa ist es in un­serem Gebiet zu leichter Erwärmung, stärkerer Nebelbildung und erheblichen Niederschlägen ge­kommen. Eine wesentliche Aenderung der herr­schenden Wetterlage ist vorläufig nicht wahr­scheinlich. Temperaturen bei östlichen bis süd­östlichen Winden wenig verändert.

zugesagt. Sie gibt dem Westen die Verbindung mit dem Süden zurück, die früher bestand als die Franksurterstraße noch über Schönfeld zum Königstor führte. Allgemeine Fragen der Frem­denverkehrswerbung, wobei dem Verkehrsamt Anerkennung ausgesprochen wurde, rundeten die durch die Eröffnung desKastanlenkrteges" be­sonders bedeutsam gewordene Bürgerversamm-

Veranstaltungen am Sonnabend.

StaatitBeater:Alle 3»6rt wieder". 14,80 llprj Der iidele Bauer". 19.30 Ubr.

Kleines Theater:Niu", 20 Ubr.

Ufa:Alarm" undKeueruot uni> g-euerwebr". >

Kino des Westens:Die lebte Nacht". Palasttbearer:Die Waise np» Lowooö".

3 cvveli n: Konzert.

Aufsehen erregt

-ft Im Zeitalter des Verkehrs. Zur Abwech­selung gab cs heute morgen gegen 11 Uhr in der Königsstr eine der in der letzten Zeit übli­chen Verkehrsstörungen bei der Straßenbahn. Vorübergehende bemerkten an einem Leitungs­mast ein lebhaftes Funkensprühen und sieben Minuten lang ruhte der gesamte Betrieb. Noch immer ist es trotz angestrengtester Nachtarbeiten nicht gelungen, den störenden Kabeldesekt zu finden.

Die langen Finger der Zigeunerin. Von der Kriminalpolizei wurde eine Zigeunerin festgenommen Sie hatte in Oberzwchren einer dort wohnhaften Frau 50 Mark entwendet. Als sie wahrsagtet

-e- Wieder ein Fahrraddiebstahl. Einem Schlaffer wurde aus dem zugänglichen Hofe seiner Wohnung in der Wilhelmshöher Allee das Fahrrad gestohlen. Der Täter ist der Po­lizei bereits bekannt.

Feuer im Parfümschrank. Die Feuer- webrhauptwache wurde am Donnerstag abend 18 30 Ubr nach der Kantsttaße gerufen, wo in einem Fris-urgeschäft infolge einer Gaservlotton e,n Schrank mit Parfümerien Feuer gefangen batte. Der Brand debnle sich auck auf den Raum selbst aus. Nack mehrstündiger Arbeit hatte die Wehr, die den Brand mit einer Rohrleitung be­kämpft». iede htPif»ri? Gekabr beseitigt.

-- Freiwillig in den Tod. Ein in der Bahn- hofsstraße wohnhafter junger Mann verübte auf dem Boden seiner Wohnung Selbstmord durch Erhängen. Der Grund zu der Tat ist un­bekannt.

«»^«dlüörlei vom Tage. In einem Lokal der Altstadt kam es unter mebrerenGästen" zu einer etwas lebhaften Auseinandersetzung, in deren Verlauf einer der Beteiligten mit den Ärmen in eine Fensterickeibe schlug und sich da­bei drei schwere Schnittwunden zuzog. Am Donnerstag abend gegen 10 Uhr stürzte ein v'erzehniabriger Junge in der Kastenalsgaffe eine Treppe hinunter und brach sick dabei das rechte Handgelenk. In beiden Fällen leistete die Sanltatswache Fuldabrücke erste Hilfe. - Bei einer Schlägerei in der Fuldagaffe gab es mehrere Verletzte. Während einer der Betet- ngten durch eine Bierglas eine erhebliche Schnittwunde am Handgelenk erhielt, trug ein zweiter durch einen Schlag mit einem Stuhl über den Kopf außer einer klaffenden Kopf­wunde auch eine leichte Gehirnerschütterung davon. Im Bahnhofsviertel wurde ein 17- mhrlger , Bursche angehalten, der sich obdack- und mittellos umhertrieb. Er war seinen Eltern in Ludwigshafen entlaufen und zu Fuß bis nach Kassel gewandert. Der jugendlicke Abmteurer fand vorläufige Aufnahme im Zu- tluchtsheim. in das auch ein älterer Mann ein­geliefert wurde, der auf der Straße infolge Lckwäche zusammenaebrochen war. In den 1 Anlagen des Staatstheaters fanden Vorüber­gehende einen Mann, der sich hier niedergelegt batte, um seinen großen Rausch auszuschlafen t Nach einer kurzen Unterbrechung konnte er sein i Schläfchen in der Zellezum grünen Kranz" 'M Zufluchtsheim fortsetzen. Vom Tugend- - schutzdienft wurden in der letzten Nackt wieder j iwei junge Mädchen von auswärts aufgegrif- ; en. die ohne Mittel und ohne Unterkunft i versuchten, sick jungen Leuten zu nähern und i

Trocken oder natz?

Die nächsten Wahlen sollen entscheide».

Rewyork, 9. Dezember. Die amerikanische Legion will unter sich eine Abstimmung über die Prohibitionssrage veranstalten mit der Be­gründung. daß keine Regierung sich behaupten könne, die ein Gesetz durchführe, dem die Zu­stimmung der öffentlichen Meinung fehle und daß somit die freie Selbstbestimmung verletze. Ein früherer Gouverneur erklärte, die Pro- hibitionsbewgung werde bei den kommenden Wahlen die größte Krise seit ihrer Einführung zu bestehen Haven. Ein Warenhausbefitzer Hal zu dem Fonds für die Prohibitions-Propa». ganda eine halbe Million gestiftet.

Lin Ltirnrunzeln genügt.

Wann und wie stabilisiert Poinearö.

Paris, 9. Dezember. In der Rachtsitzung der Kammer forderte Ministerpräsident Poin- care die Vertagung der politischen Aussprache bis zum 1. Januar. Er stellte die Vertrauens- frage. Die Vertagung wurde mit 405 gegen 132 Stimmen gebilligt. Ein Sozialist verlangte trotzdem sofortige Beratung. Wenn Poincarö die Stabilisierung im Jahre 1928 vornehme, müsse er sie doch jetzt vorbereiten. Sollte mutt daraus schließen, daß sie auf der Basis des eng­lischen Pfundes zu 124 Francs erfolgen werde?

Hoover löst Looliöge ab?

Die vier aussichtsreichsten Dollarkandidaten.

Washington, 9. Dezember. Nachdem Präfi. deut Coolidge und Staatssekretär a. D. Hughes endgültig erklärt haben, nicht als Präsidenten zu kandidieren, sind augenblicklich nur vier Kandidaten, nämlich Handelsminister Hoover, die Generale Dawes und Pershing und L o w d o n vorhanden. Die republikanische Partei stellt ihren endgültigen Kandidaten am 12. Januar auf. Es scheint, daß Hoover bis jetzt als Favorit zu gelten hat.

eines BedürfniShäuschens an der Kölnischen- straße. Eine endgiltige Antwort auf die wie­derholten Eingaben des Vereins ist noch nicht ergangen. Während die Wünsche nach besserem Uebergang von der Anna- zur Kaiserstratze er­füllt worden sind, soll es an Geld fehlen für den Wegeausbau der Südseite des Hindenburg- Platzes. Die auf Anregung des Vereins von der Post eingeführten Schlietzsächer für das Postamt 2 haben sich derart bewährt, daß die Post bereits eine Erweiterung ins Auge gefaßt hat. Das im Sommer auf dem Kaiserplatz au Kosten des Vereins veranstaltete

Promenadenkonzert

brachte regen Verkehr in das Westviertel. Wenn in dem nächsten Sommer der Versuch wiederholt oder gar erweitert werden soll, dann bedarf es allerdings der Bereitstellung größerer Geldmittel. Was den neuen

Verdacht, einen weiteren gleichartigen Raub­überfall ausgeführt zu haben, bei dem er einer anderen Dame die Handtasche entriffen hat.

Ausstellung wertvoller Schülerarbeiten. In der Zett vom 14. bis 18. Dezember werden Schülerarbeiten aus den Förderkursen für h a n d w e r k l i ck b e g a b t e Schüler und Schü? lerinnen der hiesigen Bürgerschulen zu einer Ausstellung vereinigt werden und zwar in der Bürgerschule 29, am Phttosophenweg Erdgeschoß rechts

-ft Erst Film, dann Bühne! Die Tragödie von Ossip DymowNju", die am Sonnabend im Kleinen Theater zur Erstaufführung gelangt ist, hier in Kaffel schon als Film gezeigt worden und zwar in der Hauptrolle mit Elisabeth Berg- ner, Emil Jannings und Eonrad Veidt. Die­ser Film hat seinerzeit in Kaffel berechtigtes

wie hier, dann hat man seine Helle Freude. Lauter Beisall war die Quittung für vorzüg­liche Leistungen. Es war wieder einmal ein wohlgelungener Abend, zu dem dasRest" ein­geladen hatte, das, so wurde abends erst be­kannt, gerade zwei Jahre bestand ... die Skep­sis. mit der das große Kasfee bei der Eröff­nungbegutachtet" wurde, ist längst zu einer lieben Gewohnheit gewandelt. Seine stets gute Musik hat an diesem Erfolg wesentlichen Anteil.

Ein weiterer Tanzabend, der sehr angenehm aufgezogen war, erfüllte Otto EckartsKarls- Aue" mit frisch pulsendem Leben. Die als vor­züglich bekannte Tanzkapelle Meil-Mandern wetteiferte mit Tanzmeister Wilderich Werner und seiner feschen Partnerin, das Beste der modernsten Tänze zu vermitteln. Hier gilt das- elbe, was oben schon gesagt . . . weich und dezent ist der moderne Tanz geworden.

DasPolter" hat bet?Ruhm" des Staats­theaters, einen schwarzenJonny" zu besitzen, nicht schlafen lasten und so verpflichtete es sich einen ganz waschechten Neger, der zwar nicht zum Tanze, aber zur Kleinkunst auffpielt...!-!.

Nachdem Fritz Stück der gestrigen Bürger- v e rs a m m l u n g des Hohenzollernviertels, über deren Kampf gegen die Bäume der Haupt­straße des Kasseler Westens und für bestere Be­leuchtung an anderer Stelle ausführlich berichtet wird, einen Blick in seinGroß-Kassel" ge­währt, dabei die Besorgnifle über eine Schädi­gung der Wilhelmshöher Bilder durch die Füh­rung der kommenden AutofernstraßeHasraba" über die Wilhelmshöher Allee zerstreute und durchgehende Promenaden gefordert hatte, wurde der Umbau der Berliner Brücke scharfer Kritik unterzogen, weil sie keine den kommenden Verkehrsforderungen entsprechende neue Achse erhalten hat. Es wurde überhaupt ein einheit­licher

Bebauungsplan für den Westen gefordert. Diese Frage wird die nächste Ver­sammlung beschäftigen. Lebhaft besprochen wurde der unverständliche Mangel eines Auto- Parkplatzes an der Stadthalle. Die Hinz- peterstraße bedarf dringend einer Abrundung nach der katholischen Kirche zu. Der Vorsitzende des .Bürger-Bezirksvereins Hohenzollernviertel" Landesinspektor Loeber, berichtete über eine um­fangreiche Betätigung im letzten Jahre zu gun- ster. des Kasseler Westens. Wenn auch eine bes­sere Beleuchtung der Viktoriastratzr als Zubrin­gerstraße für die Hauptgeschäftsstraße des We- stens nock nicht erreicht wurde, anerkannt hat der Magistrat die Notwendigkeit und bereits eine Lampe für die Kreuzung der Kölnischen Straße und Einmündung des Akazienweges zu­gesagt. Dank eines großen Entgegenkommens des Polizeipräsidenten wurde auf eine Bes­serung der

Berkehrsverhältnisse in der Uhlandstraße erreicht. Eine wesentliche Entlastung dieser Straße ist im Frühjahr zu erhoffen durch den bis dahin erst möglichen Ausbau der Emmerich-

Uebervolle Schulklassen.

Eine bemerkenswerte Erscheinung.

In einer zahlreich besuchten Elternversamm­lung des Realgymnasiums 2 wurde nach einem Vortrage des Oberstudienrats Fricke über das Problem der Schulstrafen und tnt Anschluß an eine ausgedehnte Aussprache einstimmig fol­gende Entschließung angenommen:Die stark besuchte Elternversammlung des Real­gymnasiums 2 sieht in den bestehenden Klas­sen mit großer Schülerzahl ein Hindernis für eine zweckvolle und nützliche Erziehung. Die Elternschaft verlangt daher, daß die Stadtver­waltung energischer als bisher bestrebt tst diesem Uebelstand abzuhelfen, besonders auck durch ein Eintreten für Herabsetzung der ge­setzlich zulässigen Klassenschüleczahl."

Im Wunfcemtd? -er Technik. Filmvorführungen des Reichsbundes Deutscher Technik.

Nach längerer Pause trat die Ortsgruppe Kassel des Reicksbundes Deutscher Technik wieder mit Filmvorführungen an die Oeffent- lichkeit, damit einem Wunsch vieler Interessen­ten nackkommend. Ein reichhaltiges, durch Herrn Direktor B. Voigtmann-Kassel oft humorvoll erläutertes Programm wurde am gestrigen Abend im gut besetzten Saale des Evangelischen Vereinshauses geboten.

Stahl und Elsen macken den Anfang. Rie­sige Hochofenanlagen mit den dazugehörigen Apparaten, Birnen, in denen edelster Stahl gewonnen wird, Walzwerke und Dampfhäm­mer ziehen vorüber. Das Hohelied der Arbeit, einer Arbeit, die hart, sehr hart ist. Achtung gebührt den Menschen, die solche Arbeit ver­richten! Dann sieht man in eine Glasbläserei, eine mühevolle Arbeit, am Aussterben begrif­fen. Auch hier verdrängt die moderne Arbeits­weise alte Tradition. Das Wunderreich der Sterne tut sich auf. Das Zelßplanetärium in Jena! Interessant die riesige Kuppel, die au? lauter Dreiecksstücken hergestellt ist. Viele Groß­städte besitzen ein solchesHaus der Sterne" Dann kommen wunderbare Naturaufnahmen: Eine Fahrt in einer Klamm, rauschendes, brau­sendes Wasser, mächtige Talsperren, herrlich ge­legen. bann das unendliche Meer . . . Leben­diges Wasser! Der Titel ist richtig! Sckwarz- Wald! Heih, wie sausen die gefällten Baum­stämme auf denRießwegen" ins Tal, schießen donnernd dahin, ungehemmt. Der Holztrans­port sicht einzig in der Welt da!

Mittenwald! Hauptort des deutschen Gei- genbaues, vererbt durch Generationen. Wie bei uns die Wäsche, so hänaen dort die Gei­gen zum Trocknen. Den Schluß der von der Bundesfilm A.-G. Berlin heraestellten Filme macht der Werdegang eines Eichbaumes zum Faß. Dann sieht man noch Westafrika? buntes, bewegtes Treiben. Die Goldküste übt noch immer ihren Zauber aus. Im Ganzen ein interessanter Abend, der hoffentlich bald Nachfolger finden wird. Zum Verständnis der technischen Zusammenhänge sind solche be-

Sterbefälle dieBeerdlgungskosten gedeckt wer­den, für die es sonst am nötigsten gefehlt hätte. _ Die mit dem 1. Januar 1924 einsetzende Stabilisierung der Mark und bet anhaltende außerordentlich große Zustrom an Mitgliedern gestattete sehr bald, Rescvekapital zurückzulegen und gleichzeitig die Leistungen zu erhöhen. Diese wurden, mit 60 Mark Sterbegeld be­ginnend, auf 80, 100, 120 bis 150 Mark ge­steigert. Zugleich wurde die Form des Umlage- Verfahrens in die nach dem Privatverstcke- rungsgesetz vorgeschriebene des Kapttaldek- kungsverfahrens umgewandelt und damit der gesetzl'che Anspruch der Mitglieder aus Aus­zahlung gesichert. Ein weiterer Vorteil dieses Verfahrens gegenüber dem Umlageversahren besteht darin, daß selbst bei völligem Aushören weiterer Mitgliederergänzung die Auszahlung bis jutn letzten noch übrig bleibenden Mitglied gesichert ist und daß die über die Prämlenre- serve hinaus vorhandenen Ueberschüsse zu Gun­sten der Mitglieder verwendet werden müssen. Diese Umstellung und die gleichzeitig geschaf­fene Möglichkeit, die Versicherung bis auf 600 Mark auszudehnen, bewirkte abermals einen Massenzustrom, sodaß die Sterbekaffe von da ab als Gemeinnützige Versicherungs-Gesellschaft A unter Sfnatämtffi**" hjz -tzz mehr als A.-G. unter Staatsaufsicht" bis jetzt mehr als 10500 Versicherungsanteile ausgegeben hat Seit der Markstabilisierung wurden an Sterbe­geldern 109 630 Mark In 749 Sterbefällen aus­gezahlt, das Reservekavital hat die Summe von 110000 Rm. überschritten. Der stets gleickblei- bende Zuwachs an Mitgliedern aus allen Krei­sen beweist, wie sehr diese Wohlfahrtseinrich­tung einem wirklichen Bedürfnis für die nicht beruflich oder anderweitig organisierten Bür­ger entspricht, und daß die einfache Form der Anmeldung und die ebenso bequeme an keine besonderen Formalitäten geknüpfte sofortige Barauszahlung der Sterbegelder sich großer Beliebtheit erfreut.

Sie Bürger des Hohenzollernviertels

Allerlei Forderungen des Kasseler Westens.

Und Rassel tanzt...

Allerlei Gesellschaftstanzabende.

Im S t a d t p a r k haben sich die Sonn- iabend-Rachmittag-Tänze sehr gut eingeführt, in derBarberina" nebenan ist die Tanz­kapelle Gruber eingezogen und splelt jetzt auck nachmittags zum Tanze in den neuen .mon­dänen" Räumen auf, die fick rasch die Gunst der Tanzfreudigen gewonnen haben und auch in derPeTie" sind Nachmittag und Abend dem Tanze frei . . . hier sind die so beliebt gewesenenDrei Raymondys" zurückgerufen worden und beherrschen mit ihrer ausgezeich­neten Tanzmusik erneut das anmutigeFeld"

Am Dienstag wurde in besonders festlichem Rahmen in Kassels großem Kaffee getanzt DasResi" hatte wieder einmal zu einem seiner Tanzabende geladen Es wurde ein wirklich gesellschaftliches Ereignis daraus Blu­men schmückten die Tiscke und die unter einem Kapellmeister wie Hunyady stehende Kapelle spielte In einer wahrhaft künstlerischen und da­bei prickelnden Weise zum Tanze aus. . . zwei Tanzflächen' Tanzmeister Koch und Evi Adolph tanzten in vornehmem Stile Solo Verschwun- den ist alles Exotische, der Tau, ist wieder welch, dezent. Und wenn er so getanzt wird

1 Mutter und sich selbst erschossen,

Neustrleltz, 9. Dezember. (Privattelegramm.)' ; In einem Anfälle von geistiger Umnachtung hat der 53 Jahre ölte Landgcrichtsrat Gundlach seine 78 alte Mutter erschaffen und sich dann -selbst durch einen Schuß getötet. Landgerichtsrat Gundlach war seit mehreren Jahren schwer ner, venleideud und deshalb vorzeitig pensioniert worden. Auch zwei Brüder Gundlach haben durch Selbstmord geendet.

Sehnsucht nach...dem Völkerbund.

London, 9. Dezember, (Eigene Drahtmel­dung.) Zwischen dem König des Irak und dem Kabinett wurde nach langen Schwierigkei­ten ein Kompromiß gefunden, wonach Groß­britannien das Gesuch des Irak um Aufnah­me in den Völkerbund im Jahre 1932 unterstützen wird. In der nächsten Woche dürste ein Vertrag unterzeichnet werden.

Moskau richtet flch tu <Senf ein.

London, 9. Dezember. Eigene Drahttnel- dung.) Nach einer Information aus Genf plant die Sowjetregierung die Errichtung einer ofsi- i.iellen Telegraphen-Zweigstelle in Genf, um über alle Vorgänge beim Völkerbund besser unterrichtet zu bleiben.

Schulkinder als Eisenbahn räuber.

Berlin, 9 Dezember. (Privattelegramm.) In Wismar waren dreimal Eisenbahnwagen ge­waltsam geöffnet und Kisten und Pakete er­brochen und beraubt worden. Als Täter kontzt« inan nun einen vierzehnjährigen Schulknn- b e n und seine zwölfjährige Schwester als Helfershelferin festnehmen.

Noch ein Autonomist weniger.

Paris, 9. Dezember. (Eigener Drahtbericht.)

Der Steuereinnehmer Iltis, der seiner­zeit in der^Autonomlstenbewegung viel genannt worden war, erschoß sich in Straßburg in hem Augenblick, als die Polizei ihn verhaften wollte. Es hatte sich herausgestellt, daß Iltis während der Inflationszeit Steuer gelber nach Basel geschafft und dort damit speku­lier t h a t i e.

Tschechen durchbrechen den Lust-Weltrekord.

Prag, 9. Dezember. Zwei Avla-Flugzeuge brachen den D i stauzweltr ekor d im Rund- klug für Leichtflugzeuge, indem sie eine Gesamtstrecke von 1304 Kilometer und von 1740 Kilometer zurückleaten.

Vier Arbeiter im Flußgrab.

Ottawa, 9. Dezember. (Funkdienst.) Bier Bauarbeiter, die an einem Wasserelektrizitäts- °m. Gatineau-Fluß arbeiteten, ertranken als sich ein Schwimmbaum, auf dem sie arbei­teten. losritz.

Sin ilnglfltf kommt selten allein.

Oviedo, 9. Dezember. (Eigener Drahtbericht) Em Lastkra ftwagen mit Bergarbeitern, bte öon der Beerdigung der bei der Schlaqwet- terkatastrophe getötetn Kameraden zurückkehr- ten, schlug um, 12 Arbeiter wurden verletzt, vier schwer. .

Verjüngung im Rarlsviertel.

Autos in den Bürgersälen.

Der bekannte Besitzer derBürgersäle", Heinrich Cöster, hat jetzt für seine Autovertre­tungen Ausstellungsräume geschaffen, die mit zu dchn KapitelVerjüngung der City" gehören Der leitende Architekt Heckmann hat ein schwie- riges Problem mit großem Geschick gelöst. Das Gebäude derBürgersäle" steht bekanntlich unter Denkmalsschutz, Schaufenster einzubauen, war deshalb untersagt und jo mußte, um eine Ueberelnstimmung mit dem linksseitigen Teil des Hauses herbelzuführen, eine Art zweiter Torelngana als Schaufensterersatz und Wagen- paffage geschaffen werden. Ohne das Gesicht der Karlstraße zu verändern, die den Stempel der Zeit des Landgrafen Karl trägt, wurde der ganzen Gegend doch ein neuer und freund­licher Ausdruck verliehen. Ruhevolle Farbwir­kung auch tmErwelterungsgebiet". das dem Hofe entnommen wurde, stehen In reizvoller Ueberelnstimmung zu blanken Selve-Aga- unb Fiatwagen, zu flotten Viktoria-Motor­rädern . . . modernste Verkehrsmittel Im Rah­men edler du Ry-Architektur! Zarte Blumen- spenden anläßlich der gestrigen Eröffnung be­tonten die Aufmerkfamkeit weiter Kreise gegen- über neuesten Erleben des schicksalreichen Bau- weicks aus bet Kasseler Hugenottenzeit, -a-

Aus -em Veeeinsleben.

Die erste Weihnachtsfeier

Gestern ersttahlte ber erste Christbaum dieses Jahres zur ersten Weihnachtsfeier. . denRe­

kord" schlugen hier dieBürgersäle" und mit ihnen derDeutsche Frauenorden"Ortsgruppe Kaffel). Am Nachmittag vereinten sich die El­tern mit einer großen Kinderschar, die von allem Dargebotenen hocherfreut wurden. Beson­dere Aufmerksamkeit erhielten die beiden Auf­führungenVerachte arme Kinder nicht* und . Sankt Nikolaus" Größter Jubel setzte ein als St. Nikolaus erschien und einem jeden Kind eine große Tüte verabfolgte Der Abend war iir die Großen Margarethe Klapp sprach den Prolog und Frieda Stuhlmann zeigte zwei niedliche Tanzvorführungen Viel Anklang fan­den zwei von Margarethe Klapp einstiidierte Aufführungen, wobei alle Beteiligten tbr bestes Können einsetzten Ein sehr schöner Blumen­reigen mußte wiederholt werden. Zwischendurch rflanpen frische Weisen einer kleinen Musiker­schar. Dann setzte ein flotter Tanz ein. -t

cokalnachrickten vom Tage

-T- Festnahme des Attentäters vom BraffelS- berg. Die Kriminalpolizei ermittelte ein 20 Jahre altes Bürschchen auS Rordshausen als den. ber Ende November an der Endstation der Herkulesbahn am Braffelsberg den seinerzeit gemeldeten Raubüberfall an einer Dame began­gen hat. Der gestern Festgenommene steht im