Kasseler Neueste Nachrichten
Kasseler Abendzeitung
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Hessische Abendzeitung
Snietaenpreile: Eindeimilckt GeickäiiSanzeiacn bte luui-rteile 10 4 »geroänige Gekckäösa«zeigen bie mut- se'le 10 4. Aamiltenanzetgen bie mm-eteile 10 4. Kleine Än,eigen aus «ailel baS »ort 5 4. ausivarltge kleine ilnteigen bte tum- Zeile 10 .j, Reklamen bie »„„-Zeile 38 4. C'fertaebübr 25 4 ibet Zustellung 4" 4t. üiecknungsbeiräae innerhalb 5 lagen zahlbar Aüt bie Rick igkeii aller burck Atrnlnrecker aukgeaebenen sinte-aen fntuie kür Autnabmebaten nnb Plätze kann nickl Garantiert werben. Aür 2ln«iatn mii bei >übers 'chwttrtaem Sa» 100 Prozent Äulickl ta Druckerei: Scklackckioütr 28'<n welckältslielle: Kälntkckelir. 5.
Num-iier ^83 Amtliche» Organ der Stadt Raffel Sonnabend, 3. Dezember '827. Amtliche« Organ ve- Staat Raffel 17. Zatzr ang
Noch Wims Slsässks-Maftlffium.
Enttäuschte Memelländer / Detteuert auch öe Reichsbahn?
sicht auf bte Opposition im Innern wagen Dies ist Vie eigentliche Gefahr der Lage, und sie wird verstärkt durch den Mangel an Hemmungen im polnischen Charakter. Vielleicht gibt es trotzdem für Polen noch eine objektive Hemmung, nämlich den Mangel an Geld Die Amerikaner werden kaum einverstanden damit sein, daß die Dollars, die sie an Polen geliehen haben, in ein solches Abenteuer gesteckt werden.
Das ist bis neue „Freiheit".
Der Druck im Elsaß wird noch grausamer.
Paris, 2. Dezember Die Verhaftung bc3 Lehrers und Chefredakteurs Rolfs des „Elsässischen Kuriers" in Mülhausen wird damit begründet, daß Roste vor dem Un.'er- suchungsrichter die volle Verantwortung für das Rundschreiben, in dem eine Industrie Gesellschaft zur Einlage von Spargeldern bei ihren Unternehmen auffordert, übernommen habe, die aber, weil Rolls aus dem Amte entlasten ist. ungültig waren. Bei der Wahl Rolls in den Lehrerstand erklärte der neue Vräfckt, er kenne nur zwei Parteien, die guten oder d!e schlechten Franzosen. Letztere dürfen von seiner Seite keine Schonung erwarten. Er werde unbarmherzig gegen sie vorgehen.
Neuwahl widerspreche daher den geltenden Gesetzen. Nach Ablehnung des deutschen Antrages (Absetzung von der Tagesordnung) wurden vier deutsche unbesoldete Magistratsmitglieder gewählt gegen sieben polnische.
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Fast ein RnlefaH vor Sim and.
London, 2. Dezember. (Eigene Drahtmeldung.) Litwinow erklärte einem Genfer Berichterstatter: Ohne Verhandlungen und die Wiederherstellung normaler Beziehungen zwi- scheu Großbritannien und Rußland, die von Seiten SowjctrußlandS so sehr gewünscht werde, könnten auch die gegenseitigen Schulden- Ansprüche niemals geregelt werden.
Lord Sec 1 d.'nkt nicht ander«.
London, 2. Dezember. (Eigene Drahtmel- dung.) Lord Cecil erklärte: Die russischen Ab- rüstungsvorschläge sind praktisch nicht durchführbar. Sie können also nicht ernst gemeint lein.
So llegm die Dinge.
Ehe Litauen Polen znfällt.
Bon Dr. Paul Royrbach.
Man unterscheidet noch immer Uv-ischen politischen und unpolitischen Völkern Für das „un- politische' deutsche Bewußtsein gab es, wie wir uns alle erinnern, überhaupt kein Kriegsziel außer der Selbstbehauptung. Darüber hinauS- gehende Gebauten einzelner Persönlichkeiten und Kreise hauen mit dem Bewußtsein der Nation im ganzen nicht viel zu tun Der Franzose und der Pole dagegen ist expansiv aggressiv. Der Pole ist es mit natürlicher Leidenschaft: der Franzose, in dem zugleich auch ein kleinbürgerlich beharrendes Element steckt, läßt sich doch von seinen Führern tn Bewegung bringen, wenn die empfindliche politische Seite in ihm berührt wird Früher hieß sie: Ehre, Ruhm, Gewinn; nach dem schweren Aderlaß des Krje- aez ist sie vorläufig umbenannt in .Sicherheit" Immerhin ist der Franzose noch besonnen gegenüber dem Polen Der Pole kennt weder Ziel noch Maß. Ihn bestimmen Ehrgeiz, Haß gegen den, von dem er sich beeinträchtigt oder übersehen, glaubt, Hochmut und eine starke Leichtsertigieit des Wollens Tamil ist nicht gesagt, daß der polnische Charakter keine national respektablen Seiten hat. Diese aber sind eS nicht, von denen die gegenwärtige polnische Politik in Bewegung gesetzt wird.
Dte Polen find ein Volk von etwa neunzehn Millionen, das zum größten Teil kompakt Wohnt Durch die Friedensdiktate aber wurden nicht nur polnischen Streusiedlungen einschließlich des deutschen und ukrainischen Bodens der fie umgibt, sondern es wurden noch weit darüber hinaus rein nichtpolitische Ge- biete dem neuen Staat Polen zugesprochen So kommt es, daß Polen heute 42 Prozent an nationalen Minderheitselementen zählt, denen da» .Staaisvolk" die Polen, nur 58 Prozent, weniger als drei Fünftel des Ganzen, entgegen, ustellen haben ES bedarf keiner Prohe- tengabe, um vorauszusagen waS unter diesen Umständen einmal das Schicksal Polens fein wird Wir leben in einer Zeit, in der das N a t i o n a l g e f ü HI nicht schwächer, sondern immer stärker wird Wenn nichts anderes dafür geforat hätte — die Friedensdiktate hätten es getan Kein Staat ist gesichert gegen Wandlungen und Wechselfälle in der Entwicklung der internationalen Lage Einmal kommt der Augenblick, der die Haltbarkeit seiner inneren und äußeren Struktur aus die Probe stellt Ties zu bedenken und danach zu handeln, wäre die Aufgabe einer besonnenen polnischen Politik Besonnen- Politik geht aber gegen bie polnische «atur Polen will Litauen in Abhängigkeit bringen weil diese» Land früher einmal tn* einet .Union" mit Polen gewesen ist Bon allen „befreiten" Völkern waren nach dem Weltkrieg die Litauer am wenigsten imstande, einen Staat mit geordneten Regierungs- und Wirtschaft», verhältnillen zu bilden, einfach weil e» ihnen an dem Mindestmaß dazu nötiger gebildeter Kräfte fehlte und noch heute fehlt Litauen schwebt täglich tn der Gefahr politischen H m- stürze» und seine ökonomische Lage ist so trostlo» wie möglich Der Kenner könnte nicht eine, sondern hundert Grotesken über Litauen schreiben Dabei ist der Litauer in feiner Art tüchtrg und entwicklunassäbig; er ist nur im Ganzen noch nicht reif, einen Staat zu bilden
Ohne da» Halt! der Großmächte hätte Polen Litauen schon lange verschlungen E» versucht öS setzt ähnlich, wie seiner,e t Frankreich mit dem separatistischen Gesindel im Rheinland ES sammelt „unzufriedene" Litauer an der Grenze und rüstet sie auS. um mit Gewalt eine andere polenfreundliche .Regierung" in Kowno zu bilden Pon Litauen wäre e» da» Klügste, auf daS geraubte Wilna zu verzichten und sich vor allen Dingen ökonomisch durch ein uml'ssenben Wirtschaft», abkommen mit Deutschland zu stärken Ein anderes Mittel, materiell zu gesunden und in die Höhe zu kommen, gibt es kür Litauen nick« ibfir die Polen handelt e» sich gar wchi um W'lna sondern um ganz Litauen Diese» hat eine Art ^ck,»tzver>rag mit Mo-kan. durch den ihm seine Grenzen garantiert sind Bringt Polen einen Umsturz in giinuen zustande, der di» litau sche Uwabbänaiafeit gefährdet, und die Eowietreaierung kommt Litauen nicht zu Hilke so meldet sie damit ihren ofsiziel- len Bankerott in der auswärtigen P-litik en Trotz ihrer Schwäche trotz ihrer schlechten Finanz, und fnirtf(f>aft8fage kann fie da» weder mit Rücksicht auf den Rest von Prestige den sie noch nach außen besitzt, noch mit Rück
e(Blauer als die JWffer.
Paris, 2. Dezember. Laut Pressenotiz erscheint trotz de» Verbot» die elsässische „Zu- kunft" insgeheim weiter und wird unter die Anhänger de» Blatte» verteilt, ohne daß die Polizei die geheime Druckerei auffinden konnte.
Schuldlos am Lrieg. ES tagt langsam auch drüben.
Milwaukee, 2. Dezember, Auf der Lteiibenfeier verneinte brr frühere Ge nator Robert Omen nachdrück'ich bie Behaup tung von Deutschlands Schuld am Beginn deS Weltkrieges. Wir wissen, führte er aus, daß der Weltkrieg von einigen wenigen Männern, die die russische auswärtige Politik kontrollierten, sowie von einigen französischen Ministern und der serbischen Regierung unter Billigung einiger englischer Staatsmänner mit Ueberlegung geplant war. Wir wissen, daß das französt sche und das deutsche Volk gleicherweise zum Opfer der Torheit und b-8 Ehrgeizes einiger Unverständiger geworden find.
Honig auf -en Lippen. Aber Italien kennt Frankreich besser.
Rom, 2. Dezember.
Zu den Friedensbeteuerungen Priands in bet Sammer schreibt ein Blatt: Frankreich ist zweifellos daS am stärksten gerüstete Land Europa» Auch feine Politik ist im Grunde mili- tärifch, wenn auch nicht in der Farrn. Sein Staat C uropaS bat in bet Tat nach dem Kriege koviele Militärabkommen wie Frankreich abgr- schloffen, sovtele Mititärkommisstonen Ins Au», land gesandt und soviel Lieferungen für Mi. litärzwecke an befreundete Staaten übernommen. Briand hat u. a. verschwiegen, daß in Frankreich sogar von RegiernngSparteien Gruppen gebildet werden, und Zeitungen heranS- tomnten, bie den Sturz de» gegenwärtigen Regimes in Julien anstreben.
Abrüstung nur unverbindlich Amerika kann sich nach Europa nicht richten.
Washington, 2 Dezember.
An RegierungSkreifen wurde ervärt, die Bereinigten Staaten könnten keinen Ber- trag in Genf unterzeichnen ber amerikanische Wassenhilse bei einem Angriffskrieg ver- lange Auch könne die amerikanische Armee, da ie nur 118000 Mann betrage, nicht weiter vermindert werden. Aber auch hinsichtlich einer Seeabrüstung werde e» schwer sein, eine sämtlichen Brächten genehme Formel zu finden. Hiervon abgesehen (!) begrüße Amerika da» Streben nach einer RiiftungSverminderung und nach Abschaffung unmenschlicher SriegSme'hoden wie «iftga« ufw. bererbretenoerfammlung das Empfinden und die «echte ber deutschen Bevölkerung au' daS schwerste verleben Sie legten Protest -ten bie Neuwahlen ein da die MagiftratSmit- tliedet im Gegensatz zu den Gtadtverordneten Beamte feien und deshalb vor Ablauf ihrer Wahlperiode nicht entfernt werten könnten, bie Amtsenthebung ber gegenwärtig unbesoldeten Magistratsmitglieder und bie Vornahme einer
Tote Häfen.
Der Riesenstreik in Australien.
Sidney, 2 Dezember.
Infolge deS Streiks zwischen den Hafenarbeitern und den Reedern ist auch der Handel mit dem Ausland vollkommen lahmge- 'legt. In den australischen Häfen liegen zirka i 130 Schiffe fest. Man rechnet mit dem 'Streik von einundzwanzigtaufend Mann in ! Neusüdwales, ebenso mit dem Streik von fünf- undzwanzigtausend Werkarbeitern, falls der Konflikt weiter um sich greift. Es wird alles versucht, um zu einer Einigung zu gelangen.
Schilchluna in Dresden k
Berlin, 2. Dezember. (Privattelegramm.) Zu dem Streik ber Dresdener Eisenbahnarbeiter verlautet: Die Reichsbahn hat sich, wie wir erfahren, entschloffen, zwei Kommissare der Hauptverwaltung nach Dresden zu entsenden und dadurch ihren Einfluß auf die Gestaltung der Dinge geltend zu machen.
Sie bleiben verstockt.
Seine Einigung im Memelland möglich.
Memel, 2 De-ember.
Die Verhandlungen der Mehrheitsparteien m't dem Gouverneur über die Bildung deS De e to< riums sind vorläufig gescheitert. Die Mehrheitsparteien hatten sich mit dem vom Gouverneur selbst vorgeschlagenen Kau mann Sadgiehn als LandeSpräfidenten einverstanden erklärt und auch über bie Direktoren hatte man sich geeinigt. Der Gouverneuer verlang - te aber, daß ein Großlitauer bas Dez'rnat für Kirchen- und Schulwesen erhalten sollte, obwohl bie Verteilung ber Dezernate Sache des Direktorium» ist.
wirb die Bahn teurer?
Selbst ba» Ausland macht sich Sorge.
Brüssel, 2. Dezember.
Ein Blatt schreibt zu dem ungünstigen finan- Stellen Stand der deutschen Reichsbahn: An eine Vermeidung ber leit langem als notwendig er kannten Tariferhöhung glaubt selbst ber Ver waltungsrat nicht mehr. Um die DaweSzahlu-i gen richtig für 1928 erfüllen zu können, erscheint eine mindestens zwanzigprozentige Erhöhung der ReichSbahntarife kaum abwendbar.
Rückgabe in Aussicht.
Amerika macht un» große Hoffnungen.
Washington, 2. Dezember
Der Bvrsttzende deS SudgetauSfchusseS, Green, erklärte, der Ausschuß habe zwar die Rückgabevorlage noch nicht gebilligt, e» fei jedoch fein Einspruch gegen bie Wiederriabrin- gung der Vorlage geäußert worden. Einige Mitglieder hätten sich über bie Aussichten des Gesetzentwurfes günstig ausgesprochen.
Lhinesenrachs an Fremden.
Drei eingeäscherte Spinnereien.
London. 2. Dezember Im Suropäerviertel von Schanghai wurden drei Spinnereien durch eine Feuersbrunst ^erfrört Man nimmt an, daß Brandstiftung vorliegt. Der Sachschaden ist sehr hoch Bewaffnete Agitatoren verhinderten die Straßenbahn am Verkehr und verletzten zwei Polizeibeamte sowie eine Europäerin. Die Polizei schoß zwei von ihnen nieder.
Alkes um Se d.
Beginn der großen Reichstagsdebatten.
An ber «eftr een aroficn Sirtickailsdebatte ww teibiafen bisher bie Neaicrunasbäuoter ihre irinas,- nnb Lohnpolitik ohne weientlick nette GesicktSnnnkte. Interessanter werben bie heute von ber Opposition gelieferten Sündenregister ansfasien.
Berlin. 2. Dezcmber.
Eine Interpellation (So,.) forderte zunächst R-gierungsmaßnahmeu zur Senkung der Prer- c und Zölle und zur Erhöhung der Löhne, bo- oandelte daneben aber auch die Anleihepoliiik J.bg. Aufhäuser unternahm dabei einen scharfen Vorstoß gegen den Reichsbankpräsidente« Dr. Schacht, dem er vorwars, er habe durch seine letzten Reden den Kredit der deutschen Öe* iamttoirtfdwft geschädigt gegen die Gemeinden völlig unwahre Vorwürfe erhoben und damit nicht dem Fntcrefse der deutschen Währung zcdient, sondern sich bemüht, die produktiven Gemeinbebetriebe |o zu schwächen, daß sie al- reife Frucht dem Pr vatkapital in den Schoß fallen könnten. Der Regierung machte der Redner den Vorwurf, daß sie den Angriffen ve» ReichSbankPrästventen gegen die Wirtschaft der Gemeinden nicht entgegengetreten sei. In 'einer Antwort wie»
RcichSwirtschaflSminister Dr. Eurtiu» daraufhin, daß die Reichsregierung schon in ihrer Gegcu-Tenkschrift gegen das Memoran* 'nm deS Reparationsackenten die im Ausland bestehenden irrigen Auffassungen über zu »er- ckwcnderifche Gcmcindewirtschaft widerlegt and auSgefühn habe, daß in Deutschland im Gegensatz zum AuSlande die Gemeinden sehr nichtige produktive Ausgaben zu erfüllen hatten, die der Kesamtwirtschaft zugute kommen. ES sei richtig, daß die mchr al» gesicherten Anleihen der Gemeinden niemals bte Währung gefährden könnten, andererseits müsse aber an die Gemeinden auch die Mahnung gerichtet werben, schon wegen ihrer
aufreizenden Wirkung SuxuSauSgaben zu unterlassen
auch wenn sie wenig zu Buche schlagen. Der Minister betonte nochmals den Smnd Punkt, daß die deutsche Wirtschaft in ber nächsten Zeit auf bie Aufnahme langfristiger Ausländsanleihen nicht verzichten könne. Darin liege keineswegs bie Gefahr einer neuen Inflation, das Zusammengehen amerikanischcr Kapitalkraft mit deutscher Produktionskraft komme vielM'br beiden Dessen utcitte. Zu einer Teuerungspsychose sei kein Anlaß und die Regierung dcabsichttge
keine gesetzliche Einwirkung auf die Preis- enl Wicklung.
Dagegen werde erwogen, die KavitalertragS- steucr wie für Auslandsanleiben so auch für fest-verzinSliche JnlandSanleiben aufzuheben. An ber Zollsenkungsaktion bei den kommende« Handelsverträgen halte bie Regierung fest Außerdem solle eine burchgreisende einheitliche Verwaltungsreform, energisch in Angriff genommen werden.
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Löhne und Wirtschaft.
Minister und Parteien sagen nicht viel Reuest.
ReichSarbeltsminister D. Braun» ergänzte bann bie Antwort der Regierung in sozialpolitischer Hinficht. Er me:n>, mit ber Besserung der Konjunktur hätten sich im allgemeine« auck bie Löhne erhöht: ein unmittelbarer Einfluß der Regierung auf das Lohnniveau sei nicht möglich Mit ber Erhöhung Mr Sotial- reuten marschierte bie deutsche Sozialpolitik an ber Spitze. In ber Aussprache erklärte Abg. Dr. Rademacher (Dtl.), daß seine Freund« tro. früherer Gegensätze beute durchaus Himer dem ReichSbankpräsibenten ftänbtn bei seinem Kamps zur Erhaltung ber Währung gegen bie Gemeinben. bie von hinten herum sozial fiere« wollten. Der Rcbner verlangte vor allem eine Entlastung ber Wirtschaft und eine Aenderung des jetzigen varlamentarischen Stiftern». F« Laufe der Debatte, hatten die Kommunisten einen Mißtrauensantrag gegen die Regierung eingebracht Der Minister erklärte noch, bie Beratungsstelle sei bereit, eine große Gesamt« auslandsanleihe »er Gemeinben vorzubereiten, aber Einzelanträge auf Kommunalanleibe« nicht mehr zu bearbeiten und zu befürworte».
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Stabt ober Laub? <
Kampfmrthoe ber Rechten im Landtag.
Berlin, 2 Dezember.
Bei ber Fortsetzung bn zweiten Lesung bet Landgemeindeordnung in dem seit gestern wie-