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Kasseler Neueste Nachrichten

Kasseler Abendzeitung

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Hessische Abendzeitung

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9?nittiret 278. »Imththep Otqan »et etaöt Kaflei. Sonntag, 27. Novemder Amtliches Orqan der Stadt «aFei. 17. 3d<fnotig

Amerika kann uns voll vertrauen.

VNsudski will Litauen zur Strecke bringen / Fällt auch Tschitscherin?

land nicht abstellen rönnen. Bezüglich deS Gchul- tonfliktS und des noch bestehenden Kriegszustan

Varis bereitet sich auf 1935 vor.

uvenel

ES

zu strotze

könnte nicht als angreisende bcirachtet werden.

London, 26. November. (Eigene Drahtmel­dung.) Der ' "" '

im Osteuropa Interesstert ist, macht es die pol -rische Regierung auf dir ungeheuren Gefahren rufmerksam, die ein eventuelles Attentat gegen die Unabhängigkeit Litauens bedeuten würde in velcher Form es auch geschehe.

Hände weg von Litauen!

Berlin-Moskau in der Vermittlerrolle.

Berlin, 26. November.

Ei» BolkSparteiblatt schreibt: Die Spannung zwischen Polen und Litauen hat seit Monaten die europäischen Kabinette bewegt. Deutschland ist wegen der Memelfehden nicht Parteigänger der litauischen Regierung. Selbst der Völker bund hat die Ausweisungen im Memel-

Eingreifen der Großmächte.

Natürlich zu Gunsten Polen«.

London, 26. November.

Die Gesandten der Grotzmächte haben den litauischen Premierminister ersucht, die litauisch- polnischen Auseinandersetzungen beizulegen. Sie wiesen auch auf die Notwendigkeit der Abände rung der gegenwärtigen Regierung hin.

Der TttB ist vollkommen.

Pari«, 26. November. (Eigene Drahtmel oung.) Nicht alle Blätter teilen de» erzwun­genen Ovtimismu« der amtlichen Parole dem italienisch-albanischen Vertrag gegenüber. Der Vertrag sehe u. a. auch die Kriegsdrohung vor und widerspreche damit offenbar dem Bolker- bundSpakt. Der Vertrag erschwere eine Halte- nisch-jugoslavische Annäherung.

Zum AntikriegSpakt soll da« Weiße HauS folgenden Standpunkt einnrhmrn: Jedes allge­meine Uebereinkommen dieser Art würde der amerikanische» Verfassung zuwiderlaufen. Ame­rika hätte durch Schiedsverträge und durch Her resvermindrrung ehrlichen Friedenswillen be­kundet, aber ein internationaler Vertrag zur Beseitigung de« Krieges würde auf H'nderniissr stoßen, zumal befürchtet werden müsse, daß die Vereinigten Staaten dadurch zuin Eingreifen in Konflikte verpflichtet werden könnten, an denen sie nicht interessiert seien Auch sei dir Frage noch ungeklärt, welche No tion im Kriegsfälle al« die Angreisende und damit als die verantwortliche zu gelten habe Eine Ration, die sich einem Schiedsverfahren >n Fragen der internationalen Ehre widersetze

wagt es Polen nun noch?

Die Warnung ist deutlich genug.

Warschau, 26. November.

In der russischen Role heißt e« u. il, daß dir Aufrechterhaltung de« Frieden« viel mehr von Polen alS von Litauen abhängt. In der Tai kann letztere« Land angesichts seiner Hilfsmittel nicht die Verwirklichung seiner As» ratione» in einem bewaffneten Konflikt mit Polen suchen uud) Litauen sei vor einer Verschärfung ge warnt. Dir Konflikte seien durch r:i» friedliche Mittel zu lösen. Indessen alarmierten die Gr rüchte von einem möglichen bewaffneten Soa flikt immer mehr die öffentliche Meinung aller Länder, zumal der Warschauer Presse zufolge die polnifche Regierung entschlossen sein soll, ra­dikal den Knoten der poknifch-litauifchen Be ziehungen zu zerhauen. Da die Sowjetregie rung al« Nachbar ganz besonders am Frieden

In der Vergangenheit hat Deutschland seine Berpslichtungrn voll und pünktlich erfüllt, ist entschlossen, in der Zukunft fein Möglü

Sie verdächtigen Moskau.

Pari« will den Raub Litauen« bemänteln.

Pari«, 26. November.

Die russische Note an Polen wird von der Presse vielfach für eine Ari von Ultimatum ge halten. Bei dieser offiziellen Demarche handele es sich mehr um politische Propaganda als um Diplomatie. Auch solle dadurch die öffentliche Meinung in Rußland und die inneren Schwie rigfeilen von dem erbitterten Kampfe zwischen Trotzt», und Stalin abgelenkte und nach bewähr tem Muster auf angebliche äußere Gefahren ge richtet werden.

Deutschland ist sicher.

Botschafter Schürmann zerstreut das Mißtrauen Rewyork, 26. November

Der amerikanische Botschafter in Berlin, Schurman, erklärte bei der Ankunst in New- York auf eine Bemerkung hin, dctz der letzte Bericht Parker Gilberts nirgends den Berkau deutscher Bonds beeinträchtige. Auf Grund sei- ner eigenen Beobachtungen könne er sagen, daß Deutschland seine Ausländsanleihen mi großem Vorteile verwendet habe. Er fügte noch hinzu: Selbst die Kritiker in Deutsch land wagen nicht zu bebaupten, dass bie M'hr heit der Anleihen verschwendet wurde. Tie Mehrheit in Lemschland hebt die Bor:eile der AuSsandsanleihen hervor. Ter Gedanke einer deutsch-russischen Miltär-Konvention ist ein Furchtgesvenst aus der Nachkriegszeit. Deutsch­land will seine Probleme friedlich lösen.

ist entschlossen, in der Zukunft sein Möglichstes zu leisten. Jedenfalls gibt es keine Probleme, die nicht friedlich gelöst werden können, sofern Bereitschaft zur Verständigung und Verständnis auf beide» Selten vorhanden ist. Die deutsche Wirtschaftslage habe sich infolge der amerikani­schen Anleihen gebessert.

konflikt« und des noch bestehenden Kriegszustan deS zwischen Litauen betreibt Deutschland nut die Wiederherstellung friedlicher Bezieh u n g, der sich auch die Bölkerbundsmächte ein mütig und mit Entschiedenheit widmen sollten

Der alte Fritz teert wieder.

Washington, 26. November. (Durch Funk­spruch.) Tas Im Weltkrieg abgebrochene Denk- mai Friedrichs des Großen ist gestern an der Een Stelle wieder aufgerichtet worden. Man hat das Denkmal zehn Jahre lang im Keller der Kriegsakademie aufbewahrt, um e« vor Beschä- digung zu schützen. Der Beschluß, eS wieder auf- znftellen, wurde mit Zustimmung des Kriegs- Ministers in aller Stille gefaßt.

blert ist unb wir nichts zu verlieren, dagegen so gut wie alles zu gewinnen haben. Oo Mo>. kau tatsächlich die großen Abrüstungsminen in Gens springen lassen oder auf Winke au PanS-Washington lieber die Fangbälle auf­greifen werden, die ihnen London zuwirft, 's ene Gewissensfrage, über die sie sth selbst nol nichi klar fein Dürften, ba alles von der .At­mosphäre' am Genfer See und . . . dem Geld­beutel abhängt, den die Themsekrämer schon vernehmlich klingeln ließen. F. R.

Da« Sowjetrutzlanb auf demselben Standpunkt steht, ist al« eine Verstärkung dieser Einmütig feit zu buchen. Wenn Litauen auch seinerseits einen Schritt tun würde um die vollkommene Sperrung der Grenze die jetzt zwischen Litauen und Polen besteht .einer Neuregelung zuzusüh rett, so würde dies die Aussichten aus eine güt liche Regelung sicherlich verstärken. Niemand hat jedoch ein Recht, die Souveränität Litauens anzutasten, deren Aufrechterhaltung im Inter­esse be« europäischen FriebenS unbeblngt gebo­ten ist.

polen putscht in Litauen?

vor einer Gegenregierung in Wilna.

London, 26. November.

Im Hinblick auf bie Verwicklungen in Ost curopa wird die Zusammenkunft zwischen Stre femann und Litwinow viel beachtet. Von maß­gebender polnischer Seite verlaute, daß Polen keine Aktion vor der Dezembertagung deS Böl- kerbundSratS erwäge. PilfudSki werde dann darum ersuche», daß der Völkerbund endgültige Vorstellungen in Kowno erhebe. Die Bildung einer litauischen Gegenregierung in Wilna mit voller Autonomie unter dem Schutze Polens sei nur eine Frage von Tagen und Polen hoffe, daß die WoldemaraS-Regierung in Kowno dann zu sammenbrechen werde. Inzwischen habe auch Woldemara« beim Völkerbund gegen polnische (Eingriffe Einspruch erhoben.

frühere Bolksbunddelegierte b e schreibt an Die Gefahrenkonferenz: 1935 werde ein entscheidendes Jahr fein unb ,in Falle eine« neuen europäischen Kriege« wer­de Amerika nicht auf derselben Seite fein wie England. Ich kann daher keine andere Verständigungspolitik für Frankreich entdecken, al« daß eS vor 1935 feine Probleme in An­griff nimmt, um bi« dahin den F r i e d e n z u sichern.

Ein Korb für Marianne.

Antikriegspakt für Amerika unmöglich.

Washington, 26. November.

Könige ohne Krone.

Eine Dnnaftie von Ministern.

Sintila Bratianu. der Bruder des verstörte»«» Miulitervriisideute» Joau Bratianu. ist in Rn» «aureus ia»«erü«r seit mit der Kuüruua der RegiernugügeiLaite betraut worden. Die äugen ganz Rumäniens und der Welt sind nun auf dielen Manu gerichtet. da das Schick» tat Rumäniens in »er nächsten Zeit von leine» Charakter und seiner ckabiakeit abbangeu wird. Ein Kenner der BalkanverSaUnisle schreibt uns:

Vintila Bratianu war bisher durch die über­ragenden Fähigkeiten seines Bruder« Joan in Den Hintergrund gedrängt Er hat auch fe.net ganzen Charakteranlage nach nicht den brcn» nenben Ehrgeiz sein.S Bruder«, der schon im Alter von dreißig Jahren Abgeordne­ter geworden ist und seit dieser Zeit daS eine Ziel im Auge behielt, die Macht in der Hand zu behalten. Vintila ist drei Jahre jünger al­lein verstorbener Bruder, der 63 Jahre alt wur­de unb dem er bisher hie Lorbeeren überließ. Der verstorbene Minister-räsidem war schon durch seinen Beruf, den er In seiner Jugend er­wählt hatte, ein Mann der Tat, denn er war Ingenieur, bevor er sich der politischen Lauf­bahn widmete. Obwohl Vintila Bratianu nicht die Kämpfernatur seines Bruders hat, ist er doch mit der Technik der Regierung auf« innigste ver­traut, denn er bat nicht nur selbst mehrfach Aii- insierposten eingenommen, sondern er entstammt einer Familie, die gewissermaßen eine Dhna- st i e v o n M i n i st e r n barstellt tnb deren männliche Mitglieder durch Begabung Erziehung und Tradition mit der Lenkung der Geschicke Rumäniens auss InnigfL verbunden sind.

Schon der Großvater

war ein hervorragender Politiker, tnb ihr Va­ter wurde mehrere Male mit der Leitung der Regierung betrau:, und zwar daS erstemal mit 45 Jahren. Zuletzt lenkte er das Siaatsschtsf zwölf Jahre lang bis kurz vor seinem Tode. Auch sein Bruder, bet Oheim deS soeben ver­storbenen Minlsterpräsibenten, war mehrere Male rumänischer Minister. Vom Vater und vom Oheim hat nun auch der neue Ministerprä­sident zum mindesten die Autorität geerbt, die ihn zur Leitung der politischen Geschicke Rumä­niens geeignet erscheinen läßt. Vintila Bra­tianu war bekanntlich bisher Finanzminister. Er hat sich dieser Stellung schon bewährt und gezeigt, daß er nicht nur der Bruder eine« her­vorragenden ManneS ist, sondern vor allen Din­gen ein Mann von großem finanzpolitischen Wissen, dem auch die jüngsten Handelsverträge zu danken sind. Da sich heute die internationale Politik hauptsächlich auf volkSwirtfchaftlichen Grundlagen tufbaut, so bringt er In dieser Be­ziehung für den Leiter der rumänischen Regie­rung Eignung und Bildung mit. Eine andere Frage ist bie, wie er sich angesichts der verwirr­ten Verhältnisse in der inneren Politik behaup­ten unb den vielen Gegnern der Politik feine« Bruders begegnen wird. Da Vintila Bratianu ein viel

versöhnlicherer Charakter al« sein Bruder ist, so darf man hoffen, daß eS seiner Menschen­kenntnis und feiner BerhandlungSkunst gelingen wird, bie schroffen Gegensätze auszugleichen, bie bisher bie Lage unnütz erschwerten. Die Macht- Politik unb harte Faust Ioan BratlanuS war gerade in der letzte». Zeit vielfach Veranlassung, daß der v-rstorbene Ministerpräsident schwere Niederlagen auf dem Gebiet her inneren Politik erlitt. ES war kein Segen der rücksichtslosen Geschäftsführung, und e« ist darum nicht ausge­schlossen, daß die weichere Hand LintilaS glück­licher operiert, wenn auch die Entwicklung der Dinge in einem von politischen Leidenschaften so zerrissenen Lande nicht vorausgesehen werden kann.

tinfrleöe verzehrt...

Allerlei Weltspektakel zur Ad.entSzeit.

Noch aufgeregter unb unsteter als in den letzten Friedensjahren überschreiten die g:nben Völker unb bekümmerten Staate- ter Europa« diesmal bie heilige Tempel» lle des Advent. Unb statt der Sammlung, :rung unb andächtiger Menschenliebe scheine» sich Mißtrauen. Mißgunst, Diinkel und Selbstsucht mit allen Sünden unb bösen Lüsten noch tiefer in die AdamSseele unserer Zeit elnjrqssen zu wollen. Wo zeigt sich in naher oder weiter Ferne auf bem weiten Erdenrund Ser völkerbeglückende, weltversöbnenve Stern : Erlösung, der die fluchbeladene Menschheit nach Bethlehem führen soll? Iturmgep-eilscht, schaumbeslockt rennt eisige Meerflut gegen die Küsten an, hilflos versinken Wracks In gurgelnde Tiefen. Und über dem triefenden, wtnteröden Land hängen die Nornenschleier ungewisser, unabwendbarer SchicksalSprusungen. Winter- ftürme werden vielleicht schon in der nächsten Woche durch die Relchstaaskullffen fegen, wenn bei den Wirtschafts-. Finanz-, ReparationS- unb Schuldendebatten die Fäuste der Linken auf de» Pultdeckeln und gegen den schon leicht angefaulten Regierungsblock trommeln. Uno auch bei den kritischen Gesetzesproben werden fie lebe RegierunaSblöste für einen wuchtigen Kinnhaken auSfpähen, der zwar nicht gleich k. o. schlagen aber doch die Titelinhaber so mürb machen soll, daß sie zur blühenden Malenzeit vielleicht aus dem Ring geboxt sind Denn gegen Glatteis, klappernde Zähne' und knurrende Mägen pflegen auch die süßesten Wahlpralinees nicht zu verfangen. Wer wollte es außerdem verantworten, der mühsam ausgepumpten Wirtschaft durch wintermonatelange RegierungS. krisen tue Lebensadern abzubinben, zu einer Zeit, wo Arbeitslosen., Wohnung«. und Teue­rungselend wieder härter zu drücken beginnen und Steuer-, Verwaltung«. unb Staatsreform, unb anbere Lebensfragen größten Stils der Lösung harren.

Roch gedankenvoller aber hasten unsere und Europas Blicke wieder einmal aus dem Friedensbollwerk an den Ostgren-en. an dem die Pranken be« polnischen Bären zerren Richt alS ob wir für den doppelzüngigen Fronvoat de« Memellandes Litauen und lei­nen Diktator WolbemaraS auch nur einen Hab» opfern würden. aber im Rachen deS pol­nischen LandfresserS PilsudSkt würde bet Däumling sich erst zur schwersten Bedrobung feiner Nachbarn au Sw ochsen Ob die War- schauer Faschisten eS sich jedoch letzt n cht fib.'t« legen werden, über das schroffe Dowjetveto hin- weg da« schreüenSstarre Europa wie beim Raube Wilnas vor vollendete Tatsachen zu st-llenk Cb Strefemann sich mit Wesen, neuen Eselstritt ftirnrunzelnb abfinben müßte, noch mit der eben ungebrannten polnischen Frie­denspfeife zwischen den Zähnen? Unb ob dir VSEerbundSstaaten wieder mit süßsaurem Lächeln daS enfant tertlbl» gewähren lass-n wär. ben *a e? bn-n selber so schön in den Strom vaßt k Natürlich hat auch hier wie bei alle» schwarzen Jntriguen deS letzten Dezenniums der derz-nS- kavalier der Polenfchönen: PoincarS die Hand im Sviel Trotz aller bußfertigen Loearno- und AbrüstungSkitanien, treibt hier hinter dem Rücken deS Völkerbundes die stärkste Militär- ntacht der Welt eine BorkrlegS-Hintertreppen- politik übelster Sorte, die, wie am Balkan die Gegenoffensive Italien (Albantenpakt) so im Osten den tranken Russenkoloß au« dem Kreml lockt Seine Taschensvielerkunststückch-n würden e« auch fertig bringen, daß Polen ohne Schwertstreich Litauen einsteckt, indem e« einfach eine zweite Regierung in Sina mit ge­fügigeren Kreaturen wie Woldemara« prokla­miert und die litauische Hochburg Kowno da- mi' mit Kapitulation zwingt.

Um diesen jüngsten AbventSsvektakel werben sich zunächst nun wohl In Genf elegante unb erregte Rededuelle entspinnen, die vielleicht doch ba« AbrüstungStempo etwa« beschleunigen, zum mindesten aber bte stBrfe von den scbf'e.i trennen werden. Wenn wir auch nicht Dank« Bomben. GistgaS unb Millio­nen Stahlhelme In die Wagschale werfen können unb durch den WahlbazilluS doppelt ge- lähmt sind: DaS blitzende Scfitoert des Recht« und oeS Geistes hat letzten Ende» no» immer am schwersten gewogen, der stumpfen Welt die Wahrheit mit Keulen einzuhämmern. dürfen wir niemals müde werden (Diese UnerlassunaS- Sinbe hat unS zum tnl den Weltkrieg gekostet i uck daS bSmisch.hvfter'sche Geschnatter au« dem Entente-Preflewasb über den AbrüstnnaSbund mit V>o«fmi sollte Strefemann kalt lassen, da daS Locarnogeschäft ohnehin so gut wie liqui-

So töirfcs gemacht.

Au« dem Diktaturparabie« Bratianu«.

Die folgenden Blitzlichter eine« zweiten rum». Nischen Kenners beleuchten treffender als lang, atmiae Abhandlungen die brüchige Dikiatur- Herrlichkeit de» verstorbenen Bratianu. die bos. kentlich für immer versunken ist.

In einem Dorfe wirb ein neuer Gendarm eingesetzt. Der Dorsprimar legt gegen die Er- mnnung Protest ein. denn ber ©enbarm ent- puppt sich als ein Zuchthäusler, ber in eben lenem Dors vor mehreren Jahren oerhaftel Wurde Eine Kommission stellt fest: ber Gen- barm hat seine Strafe abgebfifet. ber Fall ist er- ledigt Aber der Primär hat sich gegen die Re­gierung ausgelehnt. Er wird abgesetzt, der Ge- metnberat aufgelöst und ein neuer Primär er­nannt. Der Gendarm ist Liberaler (Bratianu-