Kasseler Neueste Nachrichten
Kasseler Abendzeitung
Hessische Abendzeitung
Die Regierungösront toieöer ftärfer
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9?aw t Lr 267. Amtliches Organ Oer Stadt Kastel.
gonrfgg^ 13, Rsvemver 1927. Amtliches Orqan der Stadt Kastel. 17. Ja Ha«g
Vartkl und DE
Berlin. 12. November.
In der inierfrak
sich
Presse
viele Hunderttauscnde bringende Anwalts-
Praxis,
Scheidemann hat resigniert,
Mainz, 12. November. In einer Wahlrede
Haag, 12. November.
Verschwörungen und kein Ende
. • ■ ,.. ------ standsbeam-
tcn wurde eine Einigung erzielt. An der Ver- avschledung der Besoldungsreform an sich besteht noch im RechtSblatt kein Zweifel, Für daS Schulgesetz gilt das gleiche wie für die Be-
PLS-SL»Z W--LL4:S Zentrum wird erst Anfang der nächsten edsgertchivbarketl könne erst nach dem Woche beschließen. Doch dürfle sich laui Presse« - ™. , firtcße
J. Eine solche Tchredsgerichtsbarkeil könne erst nach dem
cnlwurf der Regierung entschließen, sodaß eine einheitliche Front der RegierungSpar-
AöMftung mit Vorbehalt.
England soll sich entschließen.
London, 12. November.
Fest im Lattel.
Die Regierungsparteien hinter Köhler.
Berlin, 12. November.
Vollspartei vor dem starren Panzer u. den Scheuklappen des Schulgesetzes stutzen und aufbäumen läßt. Trotzdem sind natürlich alle Unkenrufe einstweilen faustdicke Wahlmach«, denn selbst den unentwegtesten Knallerbsenschmeitzern dürfte es vor der üblichen Weihnachtskrisenfarcr grauen und die Opposition dürfte eä kaum danach gelü I sten, sich das geschmähte, verhängnisvolle Erve gestrauchelter Gesetzesmacher aufpacken zu lassen, noch dazu unter der Finanzfuchtel nimmersatter Gläubiger. Jedenfalls ist bas Fähnlein der sieben Aufrechten (es können auch mehr fein) in der Wilhelmstraße entschlosien, mit allen Künsten der Dialektil und Partetlniffe Zentrum und Polkspartei bei der Stange zu halten und die Ei.cheitssront für die schwere Gesetzeskampagnc I zu wahren.
So wird denn wohl erst der nächste quellende
FrühjahrSföhn den RegierungSblock schmelzen! und die Reichstagsflut zum Üeberlaufen brin»! gen. Bis dahin werden sich dann noch die Re-I gierungsbäcker so gut blamrcrt haben, wie sie können und die Mühlen der Besserwisser werden mit dem Korn ihrer Sünden mahlen. Bis dahin wird freilich den Leuten auf der Korn
er ist nur noch Parieikanone. Seine Kasseler Oberbürgermeister.Pension und seine !ReichStaasdiäten geben ihm ein Jahreseinkommen von 24 ooo Mark. Damit kann man trotz der Teuerung auch in Berlin behaglich leben Im eleganten Smoking, immer lebensfroh und unterhaltend, sieht man ihn viel in den reichen Häusern des Berliner Großbürgertums. In dieser Beziehung machte ihm sein Nachfolger als Kanzler Gustav Bauer früher
aber auch in den Ausschüssen mit beisten^Köviei! l£ie”..-afs ""genommen werden kann. —
rechtpara^aphen gerungen und von der Regte«!die Einstufung der Wartestand sbeam rungsschicht in die Scheuern gescheffelt, was ' ihnen ihr Ucbergewicht nur irgendwie einzuheimsen gestattet. Zwischendurch kracht es hin
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uiü> nur einer Seilteform für ble unlere« $e. Ieinüinununs er,leien täfel, bic eulfpreAenben amtengruppen statt einer festen zehnjährigen Paragraphen einstweilen vertagen.
Gesamtregelung mit allen unabsehbaren Kosten' das Wort geredet wird. Und nicht der Staatssäckel allein ist es, der das Kulturgewissen der
I ehraeiz-oNe aller Minister.
Seitdem er im März 1922 vom ReickSinnen. | mnttftcr zum Reichsfinanzminister avanciert Zoffte er auf den Reichskanzlervosten' Ebert, der einen kleinen und einen qro- m on ibm gemessen batte, wollte ibn zls Nachfolger des damals gerade verstot- benen Botschafters Mader nach Paris schicken. Indessen stellte <?tre?mcmn damals KabinettSfraae: .Wie Herme?, der die Währung ruiniert hatte, sollte als y"bn noch dmitscher Bott'chafter werden» fcn.“ Inzwischen ist Herr Hermes preußischer
Bei der WaffensttllstandSfeier führte Lord ®reh u. c. aus: Je länger England gegen dre Unterzetchnung der Schiedsgerichts, klausel sei, um so ungenehmer werde seine Stellung. Zweitens könne die Regierung sich für umfassende Schiedsverträge aussprechen ! von denen freilich die inneren Angelegenheiten und d:e See-Gerechtsame auszuschließen seien. Amerika sei z. B. im Kriege für eine vorher bekämpfte Ausdehnung des BlackaderechteS unter Einmischung in den neutralen Handel eingetreten, wie man sie bis dahin gekonnt habe. Man sehe darauf, daß es keinen Maßstab gebe, nach dem ein Gericht solche Dlreitsälle entscheiden könne. Auch
in Wirkung treten und nicht, solange der Krieg nochilm Gange sei Lord Grey warnte davor, den Erörterungen über d.e Abrüstung zur See den Grundsatz ver Parität zwischen der amerikanischen und der englischen Flotte zugrunde zu legen. Er könne sich nichts Verhängnisvoll leres als ein Wettrüsten denken. Alsdann setzte <!>*$ £ *Lr ? Balfour für die Abrüstung ein. 9-eun Jahre nach dem Waffenstillstand hätten dre großen Rationen zehn Millionen unter den Waffen, und die Ausgaben Mr Rüstungen feien höher als im Jahre 1913.
^"sse endlich zwischen Materialismus und Idealismus wählen. Thomas erkläne »-".wenn Deutschland in Zukunft mehr mtf dte Vernunft bauen will, als auf das Schwert, so könne auch England des tun. Die Schiedsgerichtsbarkeit werde die Abrüstung unvermeidlich nach sich ziehen.
Landrat veS Kreises Arnsberg .geworden. Mancher ihrer Miuisterkollegen zeigte freilich nicht so viel Selbstverleugnung und ist fürs Warten Ist doch die Macht etwas gar zu Schönes und ebenso schwer zu entbehren, wie das zwar arbeitsreiche, aber immer tnterefiante offizielle Leben in Berlin. Da im Reiche doch alljährlich mindestens eine Regie- rungskrrsis ist, kann man niemals wissen, ob nicht eines Tages doch die Macht zum zweiten Mal erreichbar ist. So hat jetzt Minister a. D. Schiffer als Aufsschisratsvorsitzcnder großer Braitnkrhlenaesellschaften und als Rechtsberater des »rotzen Berliner Bankhauses Mendelssohn u. Eo eine ebenso interessante «ne einträgliche Tänoketl. Dasselbe ailt für den Demrkraten- Dorsitzenden Erich Koch, ehemals Jnnen- m.nister. Zusammen mit seinem Parteigenosse', Dr Hermann Fischer, hat er eine jährlich
: duktive Zwecke weiter ermöglichen. Die Probe- 1 ö^tt für den Dawesplan rechtfertige die un- erlüßlichen Gesetzmaßnahmen (Besolduitg, Schu-e, Krtegsschasen), die später die eitdgüt- ttge Basis nur wieder erschüttern würden. Ein Grund zu wirklichem Pessimismus sei z. Zt now nutzt vorhanden Der Zeitpunkt für etne Rachfolaer men, Vonbetn Er BarrnätMäre &P«
Laufe de-Jahres 1928 fiP*8“* " K’ÄÄÄ *SS® Zur Innenpolitik äußerte nck> fr,,™» I n^r.be' f,cbt Parteiintercssen und denkt
Prälcm Reich und Länder dürfe Ln^l.-MÄL0W e,l€a Kanzserpoften. Um so mehr
Knie gebrochen werden.^Der Redner"be;wettelt^Iw« Herr N°s-k Wirtb. Er hofft auf
ob bei einer Zentralisieruna dieselben knl»iir->k > w too 6 le n 1928 und eine
len und wiriscbaftlichcn Erfolge gc;eitia> wür-I kur die Weimarer Koalition, deren
den wie beute. Mit dem J * ~ • ^Kanzler er dann werden will.
oder falle die tto olltin«iss I Sein Nachfolaer Euno ist der ewige Botschaf- und müsse zu einem öon»rnm1ftir Washington Auch Luther Das Au wertunqzproblem fönnTniX diesen Posten aenannt Er soll in-
mehr wesentlich ceänixrt werden h« Retcksbankpräfident werden.
Kämpfe das BoU noch mehr Zerreißen 2a! wenn Sc^chts Wahlveriode Ende 19W ,u Ende den. Erst nach völllae, R<z>,»»V» ?ur”|^würdig, daß man den Grafen ein Nationalfeiertag fesweleat werden ($ kür d-n Posten über'rn großen
heutigen Zwiespalt lass« stgenannt hat. Er war vom Ok-
genrrage nomi Äch Rcht Zen Slag-jtober lSA bis zum Januar 1926 ReichSeruäb.
Die Engeweckien.
Und was aus ihnen noch werden kann. ' Zn t6rer divlomatiiLen Sveisekammer Ml aneS »ra« (Sermcnic wie jede aute Sausir-u kür saerwarlete Fälle aut tiuatrotdte viffeu für den Bü>ar,siall bereit. Doch Ecker, beikeite. ciaentssS itt es schade, das, oft die beste» Rosse Bcocn müsiea. nur weil iraeub eine Krills Re von der nutterkriove schob. Unser einsewe.ble dlvtomatifcke Mitarbeiter mackt uns 'fiter Berwendung, ihren Schicksalen nnd Aiisstchten vertrant.
So ist der frühere Reichsfinanzminister von Lch l i e b e n seit einiger Zeit Präsident des Landesfinanzamtes Magdeburg. Herr Sie- ring, der dreieinhalbes Jahr preußischer Hande'lsministet war, steht seit zwei Jahren an ver Spitze des Kreises Nauen, und Herr Has linde, zwischen Kanitz und Schiele Landwirtschaftsminister ist vor kurzem
I rer Weise bestätig:. Locarno-Enttäuschüng I und unerledigte Befetzungsfrage hätten inzwi- sche" eine, deutsche Einheitsfront yevbeigesuhrt Aehnltch seien auch die Erfahrungen mit der deutschen Kriegs- und Greuelsctmldsraqo Die Gefahren des Dawesplanes und der Finanzkontrolle habe das Reparationsmemoran- dum blitzartig enthüll:. Tie Deutschnationalen wollen aber nun nicht etwa die abgeschlossenen I Vertrage sabotieren. Sie dachten auch als Regierungspartei nicht an eine außenpolitische Opposition. Wob! aber seien sie entschlossen, auf bestimmten Gebieten die Revision entschieden vorzubereiten. Trotz der friedlichen Einstellung zu Frankreich könnten weitere denttche Vorleistungen und Sicherheiten nicht in Betracht kommen. Die noch rinent- behrlichen Auslandskredite müsse man für pro-
Zre Koalition schlägt sich durch
(Einheitsfront für Besoldunge. unv Lchuigesetz geflcherk.
maudodrücke auch mancher Wind aus Wahlen! ... 4
und Wetterzeichen um die Nase wehen, nach dem betonte Justtzmimstcr Dr »erat u a daß sie ihren Kurs werden einrichten können. An die Deutschnatwnalen die jetzige Zeit nur zur der Wasserkante hatten die Gemeindekutter starke praktischen Arbeu nicht aver zur «-ösuna Schlagseite links, meist unter starker Verdräng- fchwerwiegenoer siaatspotttischer Probleme kür ung der Flügelparteien, woraus freilich weder geeignet hielten. Die pe s s t m tstische Aus- für das Reich im ckllgemetnen, noch für die Mas- fassung der außenpolitischen Lage sei durch die sen der Mitte im besonderen ein festes Marsch- unglüaliche Entwicklung der Dinge in rviden- ziel abgeleitet werden kann. Immerhin wird'"" an">* " - - --
der nüchterne Tatsachenstnn mit allen Möglichkeiten und manchen Ueberraschungen zu rechnen und ein klarer Zuttinftswille sich danach einzu- stellen haben. Wenn man allerdings auch nicht behaupten kann, daß die Parteien tote sie da sind, gerade mit weltbewegenden Werbemelo- dien die Wähler vom Ofen wegzulocken verstehen. Und wenn man aud) den Eindruck nicht los wird, ^aß sie mit ihren „bewährten", meist «twaS abgestandenen Wchlparolen mehr um ihre Mandate und Pöstchen bemüht als der Sache des Bolksganzen zu deinen bestrebt sind.
Die morgigen Sonntagswahlen in Hessen und anschließend in Braunschweig werden die unberechenbar» Stimmung I der Parteischäflein noch schärfer beleuchten und ».. neue Rätsel imfgeben. Die Großhessen wer-1 den dabei gleichzeitig offen, ähnlich wie ihre Waldecker Leidensgeriossen zur Anschlutzfragc! Stellung nehmen, zu der die schwindsüchtigen Staatsftnanzen nicht zuletzt unter der Besät-1 zungSfron Rbetnbessens kategorisch drängen.! Und wenn man einstweilen auch nur den Finanzminister in die Wüste schicken und den grei- sen sozialistischen Staatspräsidenten Ulrich mit einer jüngeren Kraft austauschea dürfte, so wird wahrscheinlich doch das neue Parlament zugleich I
, . . MM Januar 1926 ReichSeruäh. ntnaSmtnWer und würde gar zu »ent in die offtztelle Welt zurücklehren. Begabt, geschmei» , und gewandt, aut aussehend und wenn er
fX <W71 . |®!® Charmeur, toeint er sich für Diplomaten-
dfi es schon Wühnsinn . .. %
M««t ru. „ * • !er wohl der am ffärfiten hinter den Kulissen
Aus» statt Abrüstung / Holland will zur See nicht »urücksteben lancierte Mann für Maltzans Nachfolge
" Ihm wird das Warten furchtbar schwer. Ist
_ _ ( Privattelegramm.) l daß vis 1930 die holländische Flotte um zwei!" t)0* der
das letzte der 5ef7en "iein? unter bem'ber’yoil^ | -tr holländische Mariuem-uister lünbigt an, r^ntr 0(^läef’n Unter«
entscheid über das Aufgehen in größeren ,,celn,ote Mr0tß^rl werden soll.
StaatSverband^zugleich das Signal zur Reichs-! ——————————————------
emheit auch für andere Schwankende geben dürfte. Die Braunfchweiger dagegen haben bis jetzt nur das negative Interesse einer fast humoristischen Wahlzersplitterung erregt, weil sich dort nicht weniger als elf Wahllisten i — , ,
befehden, zu denen sich vielleicht noch ein paar Maffsaverhastmigen in Litauens Hauptstadt
«äIä mä ää'„i stäm äxs
DaS Eintreten ber RegierunnSparteien ’üt de» Reichs inanzminifter Köhler ist durch die nunmehr erfolgte Stellungnahme der deutschen B o l k S p a r t e i einmütig. Dr. Köhler äußerte sich heute dahtn, daß die Geschlossen;e : der Regierungsparteien die weiteren Beryand- ♦«*.=*.=>,
ungen mit Parker Gilbert günstig breinsiuffen deren Klienten fast ausschließlich Großbanken werden. In den Gruudzügen rönne das Reich und tndustrielle Trusts sind. Herr Kcch hat es ntcht weiter nachgeben. Das Kabinett hat keine °?Hei schon verschiedentlich abgelehnt, ein Mi- llbstriche und Abänvcrungen am Etat vorgeo-n- utsterporteseuille zu übernehmen. Dagegen ge- '"!? damit erneut für Kühler und gegen £6r,f ” M den bei jeder Regierungskrisis wie- Parker GilbertS ealfchtedetl. oerkebrenden Kanzlerkandidaten. Die
Anwaltspraxis der letzten Reichsschatzministers Aloert geht sogar so gut, daß er zu Gunsten der Hochschule für Politik auf feine Minister- Pension verzichten kann. Die feinsten aller Eingeweckten sind natürlich die ehemaligen Reichskanzler Herr.
Wahlparolen von rechts.
Zustizministcr Hergt legt de« Kurs für drinuen und draußen fest.
T" Hochdruck in allen ArbeitSstuben.
6iue wahre Freude, wie jetzt die parlamentarischen Ameisenhaufen in den Reichstagsa» beitssälen geschäftig beutehungrig, winterlräch ttg durcheinanderpurzeln. Da wird in den Frak twnen getagt, gemunkelt, gewettert, geweissag: da werden Perspektiven, Diagnosen eröffnet, &■ Zentrum wird ei 'C,l5t. tln gebilligt, zerschlagen, Programm: Woche beschließen. Dvu, ,.u/ HIU vlcliC, geschmiedet, umgestoßen, Gerüchte kolportiert, "otiz auch das Zentrum für den Besoldung-z- Krisenfchlager ausgeheckt, Ministersessel uttd rn,hn,rf Vorschußlorbeeren im Voraus erteUt Da totro