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Die Glernenbeutee.
Raffel, die tradUioaeLe Stadt der Astrologie.
Im Franenklub trat ;nm ersten Male die hiesige Astrologische Gesellschaft mit einem Vortrag an die Oeffentlichkeu. Diese Gesellschaft besteht, wie der Versitzende in seinen Begrü- ßungSwonen erwähnte, seit Ende Dezember 1926. Sie har sich zur Ausgabe gemacht, die Siernenkunde ihren Mitgliedern nahe zu briib fcn und neben eigene« Forschungen die Stellung von Horoskopen auf Grund der alten Uebcrlieferungen zu betreiben. Als besonderes Ziel hat sich die Gesellschaft die
Erforschung der astrologischen Schätze KaffclS
gesetzt, die nach der Meinung des Vorsitzenden bisher völlig unbekannt waren. Es handelt sich
hier um die bedeutende Sammlung astrologischer Werke aus landgräslicher Zeit in der Landcsbibliothek und die astronomischen In
strumente im Landesmuseum. Tie Gesellschaft legt Wert darauf als wissenschaftlicher Verein betrachtet zu werden und lehnt jede Gleichstellung mit Meffe-Astrologcn und berufsmäßigen Sterndeutern und Horoskopstellern ah. Dann
hrelt ein bekannter Astrolog Wilh. Becker-Berlin einen Vortrag über »Politische Astrologie". Für den Neuling war die Erklärung eines Horoskops etwas Neues. Es ist di« zeichnerische Darstellung der aus astronomischen Berech- nirng gefundenen Stellung der Gestirne an einem bestimmten Tag und zu einer bestimmten Stunde In Kreisform sind auf der Zeichnung die sog Trerkreise «Skorpion, Widder, Löwe itfto) angeordnet, während der gesamte Kreis in 12 Segmente, den Häusern einaeteilt. Jede- Hons hat seine Bedeutung Auf Grund aufae- stellter Horoskope bat der Vortragende im Anfang des Krieges da? Ausbrechen von Revolutionen berechnet Mit Recht möchte man toen, wurde ihm 1915 von den Behörden Suter- beitshast angedrobt. wenn e r derartige nutzbare. nur beunruhigende Voraussagen nicht unterließe Bemerkenswert ist. daß die Sterne sogar auf eine Inflation und deren Reform durch Stabiliüeruna der Währung fünfte6 br- tzen können. An einem Horoskop für die Ver
hältnisse in Deutschland am
20. März 1928
wurden verschiedene Deutungen gegeben. Hier ist von einer Beunruhigung in den Rethen der Beamten die Rede, jedoch...die Beamten erhalten laut günstiger Gechrnstellung an diesem Termin Gehaltserhöhungen! ! Anderseits steht Saturn, der harte Arbeit bedeutet, günstig für die großen Konzerne, jedoch ungünstig ter dte Vokksmaffen. denen der verdtente Anteil a« dem Ertrag d>r harten Arbeit nicht zuteil wtrd .llso auch hier wie bei vielen Voraussagen und Pro-
Kkhrt die Setränlcsteuer wieder?
Eine Abwehrattion des Kaffeler Wirievereins.
Im „Wilden Mann" von Rossi in der Leip zigerstraße tagte gestern der Wirteverein von Kassel und Um gegen d. Im Vordergründe der Erörterungen stand die drohende Wiederkehr der Getränkesteuer, die bekanntlich nach langen Kämpfen erlag und in Form der Biersteuer, einem Kompromiß, wiederkehrte. Die Verhandlungen des Städtetags in Magdeburg haben aber gezeigt, daß die Gemeinden glauben, aus die Getränkesteuer nicht verzichten zu können. Am Montag, bei einem Pressetee im Ratskeller, zu dem der Oberbürgermeister, Bürgermeister Lahmeyer, die Beigeordneten Brunner, Henkel und Häring, Stadlmedizinalrat Tr. Keding, Stadtbaurai Labes, Lberschulrat Boese, Direktor Tie- neffen von den Gewerblichen Werken, Ver- kehrsdirektor Tr. Schumann u. a. er- schieiren waren und Magistratsrat Dr. Theiß sich in einer formvollendeten Weise über die Tätigkeit des Nachrichtenamtes verbreitete, warf Oberbürgermeister Dr. Stadler neben anderen!
aktuellen Fragen, so der Verbilligung des Woh-i nungsbaues, der Erhaltung der Selbstverwaltung der Gemeinden und der Vereinheitlichung deS Reichs die Frage des Finanzausgleichs aus. Die auf Dotationen angewiesenen Städte sind bekanntlich in der Klemme. Ihre Steuerhoh- heit ist ihnen genommen. Es gilt, sich an die Realsteuern zu halten. Dabei stellte sich das Stadtoberhaupt auch aus den Boden der Argumente des Deutschen Städtetages für die Wiederkehr der Getränkesteuer, die, wie Sachverständige errechnet haben, im Jahre für das Reick über eine Milliarde einbringen könnte. Das Ausland sei weniger ängstlich gewesen. Aus diesen Darlegungen klang bereits der Kampf der Stadt Kassel für die Wiedererlangung dieser Steuer heraus. Die Kasseler Gastwirteversammlung nun ließ erkennen, daß diese Frage bereits akut geworden ist. Stadtverordneter Grenzebach, der Vorsitzende des Wirtevcreins, macke sich gestern die Ausführungen des Reicksfinanz- mmisters Popitz zu eigen, der auf die Rückwirkungen dieser unglückseligen Steuer besonders aus die Landwirtschaft im Osten verwiesen hat und gab der eigenen Meinung dahin Ausdruck, daß die Biersteuer geeignet sei, den Riß zwischen Bayern und dem übrigen Reick zu vergrößern. Stadtverordneter Söhne teilte Grenzebachs Optimismus nicht, daß der Minister, der so gesprochen, dieses Verständnis auch den anderen ! Berufen, die von der Getränkesteuer betroffen
werden, widmen werde. Er verwies aus t'.-: Geldknappheit sowohl des Reichs als der munen, auf die Unklarheit, die durch die Bier steuer gezeitigt wurde, und beantragte folgende schließlich auch einstimmig angenommene
Entschließung:
Die Monatsversammlung des Wirtevereins für Kassel und Umgegend erhebt allerschärssten Protest gegen das Bestreben des Deutschen Städtetags, die gesetzgebende Körperschaften zur Wiedereinsührung der Gemeindegelränkesteuer zu veranlassen und »erlangt vom Deutschen Gastivirteverband, daß er kein Mittel unverwendet läßt, das geeignet erscheint, die drohende Wiederkehr der Getränkesteuer unter allen Umständen zu verhindern. Diese Steuer stellt lediglich eine Sondersteuer für das in dieser Beziehung bereits überlastete Gastwirtsgewerbe dar. Sie wurde seinerzeit nicht zuletzt wegen der damit verbundenen Steuerunmoral zu Fall gebracht.
Auch in dieser Versammlung wurde der Stadtverwaltung größere Sparsamkeit gepredigt. Es hieß, die Stadt solle große Bauten aus bessere Zeilen zurückstelle«. Die Stadtverwaltung, so hörten wir beim Pressetee, hat gutes Gewissen. Ihre Ausgaben sind meistens zwangsläufig. Es gilt Arbeitsgelegenhett zu schaffen für die Erwerbslosen, es gilt auch, das Erwerbsleben anzukurbeln. In dieser Beziehung wird der Stadt tatsächlich, wie der Kenner der Verhältnisse feststellen muß, vielfach unrecht getan. Aus der Mitte der Versammlung, wurde demgegenüber wieder betont, daß es bei der allgemeinen Verteuerung der Lebenshaltung nicht angängig ist, eine erneuerte Steuer aus die Preise zu legen. Viele Wirte würden
vor den Ruin gestellt.
Und das in einer Zeit, in der viele von ihnen auf Krücken gehen. Die Versammlung einigte sich dahin, daß sie aus der Hut sein werde, damit die Getränkesteuer in ihrer alten Form nicht Wiederkehre. Der Vorsitzende des Proviuzial- verbandes, Hartleb, faßte das Ergebnis der Aussprache dahin zusammen, daß die Abwehraktion in vollem Gange sei. Dringend zu wünschen sei, daß eine derartige Steuer nicht den Gemeinden überlassen werde, daß sie lediglich eine Sache des Reicks sein dürfe. Im übrigen wurde noch aus die Beachtung der Vorschriften über die Heilighaltung der Bußtagsweche verwiesen. H.
TiteneMag, Tfl. RovewSer ßSj. ’
; ;.u: „Man kamt sich drehen und wen-
ücn, Ei, Rücken, der bleibt immer hinten." Im übrigen
beffern sich die Wertpapiere.
Für die Banken ist es vorteilhaft, sich eines astrologischen Hilfsdienstes zu bedienen Eine Skandalafsäre in den hübschen Kreisen macht von sich reden. Der Reichstag wird endlich nützliche Arbeit leisten. (Also ... bitte aus- schneiden und aufhcben bis zum 20. Mürz) Am interessantesten ist jedoch die Acußerung des Vortragenden, die Erfolge der Feindmärkte sind mit Bestimmtheit der Beratung durch Astrologen zu verdanken! Nach dem Vortrag war eine Fragebeantwortung, bei der eine Anfrage nrch der wissenschaftlichen Begründung der Astrologie durch einem demnachstigcn Vortrag über dieses Themas beantwortet werden soll. Erwähnenswert 'st noch, daß sogar jedes Land unter dem Einfluß eines besonderen Planeten steht, »ach alter Ueberlieserung steht unser Hessenland im Zeichen des Steinbocks... warum, wieso, weshalb? ewe.
Hessische Denkwürdigkeiten.
In zwangloser Folge zusammengestellt.
Im Jahre 1830 mußten die Knaben zur Konfirmation mit einem schwarzem Frack und in einem hohen Zylinderhut erscheinen, in diesem Anzug nahmen sich die Knirpse recht komisch aus, häufig redeten $u jener Zeit die Kinder ihre Eltern noch mit „sie" an.
Dte Kasseler Maschinenfabrik von Henschel u. Sohn, welche in dem alten 1836 abgebrannten Gießhaus in der Weserstraße sich mit der Herstellung von Kirchenglocken und Feuerspritzen, mitunter auch mit dem Gießen von Kanonen beschäftigte, hatte damals nur einige 30 Arbeiter in ihrem Betrieb. Wo für die Arbeit eine höhere Kraftanwendung erforderlich war, wurde sie dadurch beschafft, daß ein oder zwei Pferde ein Göbelwerk tn Bewegung setzten, Arbeitseinstellungen waren zu jener Zeit unbetonte Begriffe.
Um die nach der Grabstätte der h. Elisabeth nach Marburg wandernden Pilgerzüge zu verhindern. ließ Landgraf Philipp die Gebeine der Fürstin auf das Schloß brinqen. Nach 9 Jahren fanden sie auf Veranlaffung Kaiser Karls 5 wieder ihren Platz an einer geheimen Stelle t« t’tn tesbons sie na* Jahren, am 20. 7 1854 ausgesunden wurden.
Die Hessen nahmen unter den Führern von Huyn und von Kospoth am 12 5. 1780 unter den schwierigsten Verhältnissen die amerikani- sckte Stadt Charles iown ein, in der nämlichen Zeit hatte der hessische General von Knyphau- sen in vielen Gefechten gegen die amerikantsche Haupmackt gesiegt.
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