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Kasseler Neueste Nachrichten

Hessische Abendzeitung

Kasseler Abendzeitung

ick en werde.

' Frankreichs Eisenring um den Balkan.

Washington, 9. November.

Sinowjew, Radel und Jewdokimow, stch zu

fische Bankiers

ilott gibt eine

«Werden Sie heute bei den Ruffen fern? Die Frage muß hunderte Male gefallen sein, zwischen den Leuten die im Regierungsviertel der Wuhelmstratze rätig sind, oder ans den ro­ten Teppichen der Wandelhallen des Neich»ia- aes oder den blaugriinen des Preußischen Landtages oder in den langgestreckten Halle,l Iber Universität oder der Charlottenburger Tech-

Bor der faschistischen Parteileitung hielt affolini eine dreistündige Rede, deren JnhaU sts? daß

an Coolidge der Anregung ------ , -

ten, trug kürzlich der Herausgeber einer Lon­doner Zeitschrift, Steeds, Coolidge den Plan

Versöhnliche Stinimung im Tschechenparlament.

Prag, 9. November.

Ministerpräsident Swetha lehnte im Bud-

Das große Reinemachen.

Mnffolinis Faschistenmusterung.

Rom, 9. November.

«6g. Fontanirr will «ne Interpella­tion Überben

schafts- und SchledSgerlchtSvertrag einbringen.

Ter Vertrag widerspreche dem kerbundes, da er einen Teil des. ^ündnissvstem» bilde, daS Europa nach dem Muster der Gleich-

sestzulegen, die n o i und einer weiteren Klarstellung . Blatt glaubt jedoch, daß Borah d,e Resolution durchsetzen werde, die den Angrissslrtkg

Rvrr tre» 764 ? miliches Organ der Stadt Kaffel. Donnerstag, 1v. November »927. Amtliches Orqan der Stadt Kassel. 17. Ja ,r ing

Bei Acht besebn. P*____ I unter oen jiu|cii ***»» %V**X****L

UngrifsLkri-s- verboten? ®eia»%S,in -.'.Ä

Amerika noch unentschlossen. Briand und Borah.! Trotzkis, eine Rede zu harten, erregte einen Washington, 9. November. Proteststurm vorbeikommender Demonstrau- «»-. ««» L tiÄ ff

Coolidge der Anregung Brianr-s nahergUtre rntfrrnen. Leningrad zwangen * tra8 (Steebt6 Goolüme ben* Plan die Demonstranten mit^Rusen, Pfiffen unbJL

datz eSn lächter die dort erschieuenen^ OppofitionMhrer

z r iff skr i ege führen, jede

..............ustrielle Hilfe versagen werde. Auch der Antikriegsplan des Senators Borah geht weit über den Vorschlag Briands hinaus. DaS Weiße Haus fürchtet jedoch, daß die Definition des Angriffskrieges Schwierig, feiten machen werde. Es könnten Fälle eintre­ten, in denen die Rechte der amerikanischen Bürger verletzt würden und Amerika infolge« besten gezwungen fei, einzugreifen. Man trage daher Bedenken, stch auf eine Politik

getausschuß den Ch und Tschechen stünden----~ .

der ihre Energie in gegenseitigem Kampfe aus- ---------r . . zubrauchen oder pofitive Arbeit zu leisten, ch zu verschwömme n sei 6tutoie Kampf könne durch Ue 6 er ein« n Klarstellung bedürfe. Ein rammen ersetzt werden. Er werde alle seine großen Gedanken des ® i e g e S der

entfernen.

Die Deutschen sind bereit.

Kräfte dem großen Gedanken des Sieges ver Verständigung widmen. Die deutschen Redner betonten abermals ihren Willen zur Mitarbeit. Einem zufriedenstellenden Zustand zwischen Mehrheitsvolt und Minberhettsvölkern müsse eine Verständigung von Volk zu Volk vorangehen. Sie lehnen den Eintritt in bie Regierung nicht grundsätzlich ab. Die Deut­schen müßten aber Herren über ihre Ar­beitsplätze ihre Scholle und Schulen bleiben

wieder 55 OOO ausgesperrt.

Die rechtsrheinische Textilindustrie stillgelegt.

Barmen, 9. November. Da die Besprei^in- gen vor dem Schlichtungsausschuß in der rechts­rheinischen Textilindustrie zu keinem Er­gebnis führten, wurden fie um 24 Uhr ab gebrochen. Jnfolgedesten werden fünfund­fünfzigtausend Textilarbeiter des rechtsrheinischen TextilindustriebezirkS in den Streik treten, bezw. ausgesperrt.

Wie läuft die 3loarren!rlfe aus?

Berlin» 9. November. In der deutschen Zi­garrenindustrie ist bisher rund 118000 Arbeiten, das Lohnverhältnis gekündigt worden und Atodr hauptsächlich in kleinen Ortschaften Thn- ringens, Westfalens und Badens. Berlin kommt als Sitz von Zigarrenfabriken fast gar nicht >n Betracht. Von einem Eingreifen von Behörden oder Schiedsstellen ist bisher nichts bekannt. Das Reichsarbeitsministerium hat, wie wir Ho­ren, von der Bestellung eines besonderen Schlichters abgesehen, da die Arbeits­und Lohnverhältnifle in der Zigarrenindustrie durch einen Tarifvertrag, der erstmalig zum 31. März 1928 gekündigt werden kann, bindend ge­regelt sind. Tie Gefahr einer Zigarrenknapp- heit besteht vorläufig nicht, da der Handel auf mehrere Monate hinaus mit Vorräten versehen ist. Allerdings dürfte mit der Stillegung der Fabriken das diesjährige Weihnachtsgeschäft für die Zigarrenindustrie so gut wie erledigt fein.

Leichtfertige Krisenmacher,

ticbertricbenc Reparationsängste.

Berlin, 9. November.

Aus dem Reichskabinett verlautet, es bestehe weder eine Krisis des ReichSsinanzministeriums noch eine solche des Reichskabinetts. Tas richtet stch gegen die sensationelle Meldung eines Ber­liner Blattes, von einem angeblichen Rück- tritt Köhlers. Wie sowohl der Kanzler als auch der Finanzminifier gestern in Gesprächen äußerten, wird die Unterbreitung des Rttws etotä für 1928 durch die Verhandlungen mit dem Reparationsagenten keine Verzögerung er­fahren.

«itjetaenoreife: Einheimisch« Sei-h-NSan,eigen die mm-Seile 10 A.anSmattw (8efd)äft8anieig«n die mm-.Stile 10 X. framiltenanjeiaeit di« mia-Aeile 10 A. Kleine Anzeigen au« Raffel ba» »ort 5 A. -»fwännH kleine ?dt« Uw» .Beile 10 4. Reklamen b>« mm-8eile 88 A. Cffert«ebfibr 25 A lo« flUtteu«»« 85 AV ReLnungsbeirSge innerhalb 5 Lagen zahlbar Kür die Richngkeit aller durch Fernlnrecker aiisgegedenen Anzeigen lomie für «ufnabmebaten u^JlfilK fArtn nftht ätirattfiert werden Anzeigen m:t besonders ichwrensem lyy n ,l tmlerei: Lchlackibosfir. 28/30. GeichiM «stelle: »S'.NischeÄr. 6.

Die Rückgabe -rängt.

Die Erleichterung der furchtbaren Taweslasten.

Washington, 9. November.

Politische Kreise weisen darauf hin, daß das Herannahen der Höchstzahlungen des Tmvc-? planes eine baldige Erledigung der Rückgabe des deutschen Eigentums um so bringenbet ge­boten erscheinen lasse, als die Eigentumsrück­gabe die Konvertierung imb Neuemiffionen erleichtere. BaseonSchlemv, der frühere Sekte «är des Präsidenten Coolidge werde im Kon­greß die Interessen der deutschen Entschädi gungsberechtigten wahrnehmen.

Berlin trifft sich.

Belm November-Empfang der Sowjetbotschaft. Zer Berliner Botschafter batte wie alljährlich auch diesmal lum 7. November als dem Gru-

terlchied der Partetiirbiing in den lcdten 0at>. ten immer beiher begehrt wurden, lieber das

Berlin, 9. November.

Bte Raffelet Neuefie» Nachrichten erscheinen wöchenillch sechsmal nachmittag«.

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ichtSpolitik der Vorkriegszeit ver - empfingen die Tposttionellen jedoch mit Geläch- ter, gellenden Pfiffen und Nieder-Rufen. -----------. Unter beu RufenNieder mit den Verrätern!'

Mussolini eine dreistündige Rede, b« die Blätter jedoch nicht mehr Die Parteileitung stellte u. a. . . die Ernennungen sämtlicher Parteileiter statt der früheren Wahlen sich gut bewährt haben. Etwa zweitausend Personen wurden aus leiten­den Stellen entfernt und dreitausend aus der Partei ausgeschlossen. In leitende Stellen sollen nur noch langjährige und erprobte Par- teimitgliedet ernannt werden. Der Itohentube Generalkonsul in Düsseldorf wurde zur Dtspo- sttion gestellt und sein Pariser Kollege berufen.

Einem Blatt zufolge find englische Bankiers nach Deutschland gereift Das Blatt gibt eine unbestätigte Meldung wieder, wonach englische Kredite an die deutsche Industrie die amerikani­schen Kredite ablösen sollen. Es feien wich­tige Besprechungen im Ruhrrevier, in Frankfurt tinb in Berlin anberaumt.

Welt von schweren Brokaten deutscher Herstellung, die mit ihren leuchtenden kontrastreichen Farben das Entzücken der se- stessrohen Frauen aller fünf Erdteile traten. Wir werben berauscht fein von diesen Brokcu- mäntcln mit reichem Pelzbesatz, diesen eng an­liegenden Stilkleidern, bei denen die prahleri­sche Fülle und Kostbarkeit des Brokats gemil­dert wird die Lebensfreude aber gesteigert durch duftigen Tüll in schmelzenden sanften grünen und roten Tönen. Wir wissen daS alles seit heute abend, weil der Novembercmpfang der russischen Botschaft den Auftakt der Berliner Saison bildet. Es mag seltsam fein, daß er sich unter den Augen der Bilder Lenins voll­zieht die in den Prnnkräumen der ehemaligen Zavenbotschaft anfyehängt sind fnnt fein, daß die gesellschaftliche Glanzzeit der Reichshauptstadt musikalisch

eingeleitet wird, durch die Internationale Wenn der russische Botschafter der Miisik das Zeichen zum Beginn der Festlichkeit gibt und sich bie ersten Takte in den Lärm des geiell- schastlichen Gewimmels durckgesetzt haben, bann fällt ein freiwilliger Chor von Mannern und Frauen in deutscher und russischer Sprache em mit demVölker hört bie Signale' Tie Jn- teinationale ist nun einmal das russische Rati­onallied von heute und niemand kann Anstoß daran nehmen daß die Nationalhymne am Jah­restage der Staatsgründung gesungen wird. Aber dennoch müßte man völlig abgestumpft fein, wenn man in einem solchen Augenblicke bie ungeheure Fülle von Ereignissen im letzten Jahrzehnt nicht tief mttcmpfande Vor zehn Jahren stand dieser größte und schönste -aal der Berliner ausländischen Vertretungen zwar kalt und leer da, als wartete er auf die Rück­kehr des Zarenvertrewrs. Der Novemberem- pfang in der Botschaft der Union ist nun aber bestimmt, föa der Sorglosigkeit.

Gewiß sieht sich alles, was sich in den Trubel der Berliner Winterfeste aller Art stürzen Pird, vielleicht nur noch beim Presse ball |o voll- zahlig wie hier wieder. Aber der November- empsang ist überhaupt kein Fest, scndernzu allererst eine Revue. Eine Revue für die Gäste die hier für die Gesellschaftskanipaane bie erste große und wichtige Fühlung aufnehmen. Eine Revue aber auch für die Gastgeber, die hier al­les vereinigen, was im öffentlichen Leben mtt Rußland überhaupt Verbindung ausgenommen bat In diesem Jahre fehlen die Engländer. Dafür sieht man aber schon amerikanische Ge­sichter, wenn auch die amerikanische Botschaft kbenfalls noch unvertreten bleibt, deutsche und amerikanische Finanzleute nutzen auch bie Stunden dieses Empfanges zu flctncn »onse- renzen mit den Leuten Krestinskys oder bc5 mit einem reichlichen Stabe seiner Beamten an­

verurteilt.

Schafft teilten Tisch!

Ehe Deutschland zusammenbricht.

London, S. November.

Der Wirtschaftssachverständige Sir Sofual) Stump, der dem DawesauSschutz angehört hat, erklärte gestern in einer Rede: Der Zeit­punkt rückt schnell heran, wo man darüber ent- scheiben muß, was man von Deutschlanb an Re­parationen sowie Zinsen verlangen will, bie nur in Gütern bezahlt werben können. Amerika spielt babei bie Hauptrolle. Es ist unmöglich, unbegrenzte Zeit mit Teillösungen wie z. Zt. fortzufahren. Solche Methoben können eine Weile betrieben werben, müssen aber schließlich versagen. Diese Tatsache würbe keine große Wichtigkeit haben, wenn nicht bet schließliche Z n s a m m e n b r u ch a uch po­litische Folgen haben würbe. Em Blatt bestärkt biefe Ansicht mit ben Worten: Der Tag ber Abrechnung kann aufgeschoben werben, aber, ob bie Periobe kur, ober lang ist, sie kann ntcht enblo § fortbauern, wenn eS überhaupt einen erfolgreichen Reparationspian geben soll.

Springt England ein?

Wenn Amerika anleihemübe wirb.

, Lonbon, S. November.

ben Chauvinismus ab. Deutsche.^ Universität oder der Charlottenburger Tech- > stunden vor dem Problem, entwe- nischcn Hochschule umhergehen. Die Frage ist Hunderte Male aber sicherlich auch gestellt wor­den in den Direktionsbüros der großen Berliner Betriebe, den Großbanken. Fabriken, in allen Berliner Büros der Weltsirmen. Tenn tue Russen sind sehr sorgfältig in der Pflege ihrer Beziehungen. Sorgfältig und großzügig. ES wird niemand vergessen, der dazu gehört, selbst wenn man ihm aus irgend einem Grunde ge­rade ein wenig gram sein sollte. Diplomatische Empfänge sind natürlichFracksache . »ur die reichlich am Novembercmpfang beteiligten Da­men kommt also nur das ganz große Ge ell- schäftsklerd in Frage Seit beute aberd wissen wir nun ganz genau, wie saebensreudig und prächtig stch die großen gesellschaftlichen Ereig­nisse der neuen Berliner Saison obrollen wer­den. Wir werden untertauchen in einer

Moskau im Glück.

Trotzki und die Opposition ausgepfifteu.

Moskau, 9. November. Tie Berichte über die gestrigen Jubiläumskundgebungen heben die musterhafte Ordnung hervor, sowie die vollkom­mene Einmütigkeit ber Arbeiter unb Bauern ber Sowjetunion. In vielen Stäbten fanb bie Eröffnung ber Grundsteinlegung neuer Fabriken und kultureller Institute statt, darunter die der Dnjcpr-Wafferkraftwerke, des m S ch t i g st e n Elektrizitätswerkes der Sowjetunion. In Moskau versuchte die Opposition, die Auf- merksamkeit der Demonstranten durch ihre auS- aeftänaten Bilder unb entsprechende Auf- rufe auf sich zu lenken. Die Demonstranten

Dahingegen werden durch daS Bündnis eng­lische Kreise, die mit dem albanisch-italient- schen Pakt sympathisieren, recht empfindlich gestört. Frankreich will wohl nicht nur Ita­lien, sondern auch dessen größerem Schatten, England, zeigen, daß es keineswegs gewillt ist, auf seinen recht beträchtlichen Einfluß aus den Balkan auch nur im Geringsten zu verzichten. Es hat vor mehreren Monaten mit Rumä­nien einen ähnlichen Vertrag abgeschlossen und man glaubt nun, Herrn Mussolini und sei­ner lärmvollen faschistischen Außenpolitik ein Paroli bieten zu können. ES hat zwar diplo­matischer Gepflogenheit folgend, den »eiben Staaten von bem Vertrag unb dessen Inhalt Mitteilung gemacht und die Versicherung abge­geben, daß Interessen Dritter nicht berührt wurden. Allein, das will nicht viel besagen. Diese Erklärung ist lediglich nur eine Form. Fest steht aus jeden Fall, daß zahlreiche jugo- slawische Offiziere nach Frankreich zur Dienstleistung dauernd abkommandiert sind und daß s r a n z ö s i s ch e I n st r u k t e u r e die serbische Armee in allen Kriegswissenschaftcn unterrichten. Dasselbe kann mit Bezug aus d e militärischen Verhältnisse mit Rumänien gesagt werden. Die Zusammenarbeit der Generalstäbe ist eine sehr enge, sodaß also von festen mi- litärischenAbmachungen mit Sicherheit gesprochen werden kann. Wenn man dann noch bedenkt, daß die Eisenbahnen in Jugoflawien unter der Kontrolle französischer Ingenieure stehen, so fehlt gewiß nichts mehr zu einer aus­gesprochenen Militärkonventron.

Das wäre ja alles sowett ganz gut, und wirkt ja auch bei der bekannten Militarpolittk Frankreichs, die nunmehr in festem Bündnis Polen, die Tschechoslowakei und Ru­mänien umfaßt, weiter nicht überraschend, wenn man sich nicht fragen müßte, was denn alle diese milllärischen Bindungen, NwS biefe FreunbschaftS- und Rückversicherungsvertrag« eigentlich bedeuten sollen, wo doch in Gens der Völkerbund beinahe m Permanenz tagt, der alle etwa auftretenden Streitigkeiten schlich­tet unb keine Kriege in Zukunft dulbet. ES hat ben Anschein, als würde das in Waffen star­rende Europa sich mehr auf bis an die Zahne gerüstete Bundesgenossen verlassen, dre feder einzelne sich krampfhaft in allen Teilen der Welt sucht, als auf bie schonen und nach An­sicht ver imperialistisch und milttaristtsch ernge stellten Staaten unfruchtbaren Reden Genfer Phantasten. _____

Genau wie vor dem Krieg.

Pariser Kritik am Ballanbündnis.

Paris-, 9. November.

Nie wieder Angriffskrieg?

Befferes Deriirden mit den Tschechen / Dollar-Rückgabe und Neparalionsdruck

Der französisch-jugoslawische Freundschasts- und Schiedsvertrag wird dieser Tage unterzeich­net. Es handelt sich hier um einen Vertrag, der bereits im März vorigen Jahres hatte zu. standekommen sollen. Seine Ratifikation wurde aber immer wieder hinausgezögert, da Frank-------- reich nicht in Unstimmigkeit mit Jia - ^'.^Ercks mS^ Kierllch erklären, daß es den lisn gelangen wollte, das bekanntlich durch Rationen die fSngrtkkSkrieae 9

sein sehr enges Verhältnis mit Albanien auf ^ auT ber S bem Balkan Interessen vertritt, bte nut denen Jugoslawiens in mehr als einem Punkt kolll- vieren und leicht Z ü n d st o s f zu einer Ex­plosion geben könnten, die keineswegs im In­teresse des europäischen Mächtekonzerns liegen kann. Wenn Frankreich sich heute entschlossrn hat, die Unterschrift zu vollziehen, so scheint cs sich endgültig auf die Sette Jugoftawiens stel­len zu wollen, was gleichzeitig allerdings eine Spitze gegen Italien bedeutet. Keines- Wegs kann aber, wie ein englisches Blatt dies versucht,.auS dem Vertrage ein Gegensatz mit Deutschland konstruiett werden, denn unsere Beziehungen zu Jugoslawien haben sich gerade in der letzten Zeit ganz erheblich gebes­sert, auch sind unsere Interessen nicht so, daß sie auch nur im Geringsten denen der serbisch- französischen Allianz zuwiderlausen müßten.