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Kasseler NeMe Nachrichtm

Kasseler Abendzeitung

Hessische Abendzeitung

m Lab 100

Nummer 263

Mittwoch, S. Novern er 1927

2 Oraan der Stabt «affet.

laux'S: .Daß es nur ein Lebensrezepi gibt, nu füllen. Dieser Angriff gegen den amerikanischen

Alles fährt Auto

dem Schwamme der Schieferlafel die gegensciN

Stallen mitztraulfch.

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Die kalte Schulter

Unterzeichnung dck FreundschaftSvertra dann sofort nach

Riefenkampf im Textilgebiet

Heute Gesamtaussperrung auch links des Rheins

Belgrad, 3. November. (Eigener Drahtb- ^icht.) Der italienische Gesandte hatte tnjt b«m Außenminister Dr. Marinkowitsch, eine längere

Zolltarif, der auch von gewiffen amerikanische.« Bankiers Unternommen werde, weil ihnen an anem leichten Verdienst durch die Auflegung wn Ausländsanleihen gelegen sei, müsse unbc vlngt abgelehnt werden Denn der Tarif schütze aas amerikanische Kapital und sichere den amen tonischen Arbeitern angemessenen Lohn für ihre Arbeit. Die Banken sollten sich fragen, ob eS weise sei, Milliarden ins Ausland zu sende», deren Rückzahlbarkeit schon jetzt von Deutschland bezweifelt werde, es sei denn, daß die Ver einigten Staaten ihre eigenen Industrien der billigen Konkurrenz deutscher Fabrikanten preis geben wollten.

Lin Abenb -er großen Welt. Berlins Minister, Botschafter, Gelehrte feiern das Moskau-Jubiläum.

Berlin, 8. November.

Zum zehnten Jubiläum der Sowset-Repubiik Gründung versammelte sich gestern eine unge wohnlich große und glänzende Gesellschaft in der Sowjet-Botschaft in der die führenden Persün lichkeiten der großen Welt zahlreich vertreten waren. Dr. Strescmann und Staatssekretär Dr. von Schubert, der Reichspresiechcf. Reichs gerichtspräsident Dr. Simons, die Botschafter de Margerie und Nagaoka und die Gesandten der meisten auswärtigen Staaten waren erschie nen. Das künstlerische Programm des Abends enthielt u. a. Vorführungen der Aetherwellen mufik von Profeffor Theremin aus Leningrad und Konzertübertragungen aus Moskau und Leningrad.

Amerika denkt nicht an irgend eine Taweshilfe

Washington, 8. November.

Die amerikanische Presse bemüht sich, die Da wesaffäre fachlich zu behandeln, billigt jedoch uneingeschränkt die Schritte Parker Gilberts und meint: Die bentsche Regierung habe Die Richtigkeit der Bedenken GilbertS gegen den gro «n Ausgabenetat indirekt zugegeben, als fk daß nur eine Herabsetzung der aus ländischen Zolltarife Deutschland in Stand setzen könne, seine finanziellen Berpflichtungen zu er-

in aus Staffel bas Sott 5 4. auswärtig« kleine Siijeiaeti die mm» ---- -----*: 25 4 (Bei Zustellung llr die Richtigkeit aller ufitabmebatett und Plätze

Unterredung wegen ver französisch-jugoslawischen aeS. Der Gesandte reiste Rom.

Der rechtsrheinische Textilstreik hat sich ver schärft. Am Montag sind sieben Betriebe der Teppich- und Möbelstofsindustrie in Streik ge treten Die Gesamtausspkrrung erfolgt heule am 8. November Auch der linksrheinische Streik nimmt ständig an Umfang zu. Die Zahl der Streikenden ist erheblich gestiegen. 1

Auf je 87 Deutsche kommt ein Auto.

SaAulchaffung erschwert. Amerika, du ~ Dentschtaud erst an 20. Stell« malet bk- "reisten Motorräder. -Not-

marer veftano tu Hesterr-^aüau. Stnttaart bte antorerchste Stabt. - «affet über DuEchustt!

Während der Wellkraftwagenbestand im letz« um ein Achtel zugenommen har, tonnte Deutschland seinen Besitz um ein Viertel heraufbringen. Allerdings sind die Deutschen m der Benutzung von Kraftwagen noch sehr be» Während wir neuerdings über 723 935 Kraftfahrzeuge verfügen, können die ungefähr doppelt so zahlreichen Amerikaner mit der Rie- <rin er tion 000 Kraftwagen aufwarten. Wollte man tue Bevölkerung Deutschlands auf die eigenen Automobile verladen, dann müßten

87 Deutsche in einem Auto

untergebracht werden, wobei die Kleinautos ge­nau so mttzuhelfen hätten wie die raumfassen, den Autobusse; ja die Krafträder bis hinab zu 1,5 Steuer P. S. hätten ebenfalls die gleiche Last von Mitfahrenden zu tragen. Das heißt natürlich, daß wir die 63 Millionen Deutschen unter keinen Umständen auf den 723 000 eigenen Fahrzeugen fortbewegen könnten. Schaltet man die Krafträder von denen bei uns fast die dop­pelte Zahl der in Amerika befindlichen und dort schon-fast vergessenen Fahrzeuge vorhanden tst, aus dann müßten wir die verfügbaren Automo- bile mit ungefähr 150 Menschen besetzen. Viel­leicht ändert sich dieser Zustand, wenn die ost» mals als Automobilprohibition wirkende Auw­steuer verständnisvoll geändert worden, oder am besten ganz fortgefallen ist, und wenn die Ge­bühren- und Ausbildungszwangslasten zur Er­langung des Führerscheins weniger büro­kratisch und kostspielig gestaltet werden. Ein deutscher Ingenieur berechnet, daß ein ameri­kanischer Facharbeiter der Maschinenindustrie mit dem Erlös aus fünfhundert Arbeitsstunden ein leistungsfähiges eigenes Auto beschaffen kann, während der deutsche Arbeiter der glei­chen Gattung nach 500 Arbeitsstunden eben

Amtliches Organ der Stadt Skaffei. 17. IahrqtM

Btt »affckt Aenesien Nachrichten erscheinen wöchentlich <e*ömal nadimittag».

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Fmnkreichö Dalkannng geschlossen

Nichnlohnkamps der TexMarbetter / (Sedal soffenstv in Oestekreich.

Der wunde Vunkt.

Wußte erst Her GUbert kommen ?

Wenn der Herr ReparationSagent auch sicher­lich hte Stärkung der Produktivität unserer Wirtschaft im Auge hat natürlich denkt er da zunächst an die Interessen der Gläubigerstaaten so ändert das nichts an der bedauerlichen und für uns äußerst peinlichen Tatsache, daß wir überhaupt gezwungen sind, uns derart fchwer- wiegende Warnungen von dem Bevollmächtig­ten unserer früheren Gegner gefallen lassen zu müssen. Doppelt unangenehm.weil wir den größten Teil seiner Bestandungen mit Bezug auf die deutsche Ftnanzgebarung alS durchaus berechtigt anerkennen müssen. Zunächst wird man jedoch sagen müssen, daß das Monitum wegen der dauernd sich steigernden Ausgaben des Etats nur bedingt berechtigt ist, weil die Kosten der Wiederherstellung des durch Krieg und Inflation zerrütteten Wirlschaftskörpers zum großen Teil von Reich, Ländern und Ge­meinden getragen werden mußten. Uever zwei Millionen Erwerbslose wurden voll unterstützt. Die Unterhaltung der öffentlichen Betriebe für Gas, Waffer, Elektrizität und Per- kehrsmittel ver,chlang Unsummen. Eine Tai- fache, auf die dte Reichsregrerung in ihrer Ant­wort treffend hingewiesen hat.

Es war hier schon des öfteren davon die Rede,' daß oct aufgeblähte Verwal - tungSapparat unbedingt der Reform bedarj Darüber, daß eine Erhöhung der Beamienve- züge dringendes Bedürfnis war. herrscht bei dem deutschen Volk von rechts nach links kein Streit. Aber daß für dte geldlichen Leistungen auch Deckung vorhanden sein mußte, erscheint ebenso selbstverständlich. Sie hätte geschaffen sein können, wenn die seit Jahren angekündigte Reform in der Verwaltung dte große Ersparnisse gebracht Hütte, endgültig in Angriff

Provinzen Hessen-Nassau

und dte Rheinprovin; mit je 88 am nächsten kom­men. Zu den automobilärmsten preußischen Pro­vinzen gehört u. a. Westfalen (120). Bei den

gen Verpflichtungen abzuwischen.'

Der jüngste Militärpakt.

Frankreich - Jugoslavien aneinandergeschmiedet

Belgrad, 8. November. Ein Blatt veröfsent licht den Text des französtsch-jugoslavischen Vertrages, der am Donnerstag in Berlin unter zeichnet wird. Beide Parteien verpflichten sich, keinen Angriff aufeinander zu unterneh­men, ausgenommen bleibt eine vom Völker- bund beschloßene Aktion. Alle austretenden Konflikte sind aus diplomatischem Wege oder durch Schiedsgericht zu regeln. Wenn Frankreich oder Jugoslavien ohne jemand pro­voziert zu haben augegrifsen werden, werden beide Regierungen lofort eine Aktion zum Schutze ihrer nationalen Interessen unternehmen. Jede Benderung der gegen­wärtigen politischen Lage lst gemeinsam zu bekämpfen und über die betreffenden B k. tionen eine Verständigung anzustreben. Die Regierungen unterstützen ihre fried­lichen Absichten gegenseitig. (Aehn liche Verträge hat bekanntlich Frankreich auck mit Rumänien und Tschechoslowakei abgefchlos sen. D. Red.)

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Schiedsgerichts und der Abrüstung nicht gelöst werden. Chamberlains Selbstgefäl. l i a k e i t angesichts der Preisgabe aller Be Mithungen. das Bersailler AbrüstungSverfPre cken zu erfüllen, könne nur mit völliger U n - rennt niS der Verantwortlichkeit einer Stellung entschuldigt werden.

genommen worden wäre. Kein Land der Erve arbeitet mit solch kompliziertem Apparat. Abg. Stegerwald wies kürzlich nach, daß Preu­ßen das einzige Land der Welt mit einem fünf­fachen Jnstanzenzug fei: Gemeindevorsteher. Landrat, Regierungspräsident, Lberpräsident, Minister: dazu kommt dann noch die Reichsbe­hörde. Und dabet tst Preußen noch eines der billigst verwalteten Länder. Es wird höchste Zett, daß wir mit der Vereinfachung dieses- rosratischen Schemas beginnen, damit uns die Demütigung erspart bleibt, dem Zwange und dem Druck unserer Gläubiger in diesem Punkte nachgeben zu müssen. Das Kriegsschäden- s ch l u ß g e s e tz ist eine moralische Verpflichtung, die wegen schwerer wirtschaftlicher Rot der Be­teiligten erfüllt werden muß.

GUbertS Kredit- und Währungspolitik deckt sich tnt Allgemeinen mit dem Standpunkt unse­rer Wirtschaftler und der Reichsbank. Ebenso wie in deutschen politischen Kreisen auch vielsach beanstandet worden ist, daß die Regierung sich um die finanziellen Auswirkungen des R e i ch S- schulgesetzentWurfes bis jetzt Wohl wo- nig gekümmert habe und der bestimmt irrigen Ansicht sei, daß die Kosten in der nächsten Zukunft keine Rolle spielten. Zur Steigerung unserer Ausfuhr müßten weiter di« Zoll- und AuSfuhr- Ichranken in viel stärkerem Maße fallen als es etzt wieder in Genf erreicht wurde, denn die hauptsächlichsten Ein- und Aussuhrverbote sind dort weiter aufrecht erhalten worden.

Alle- in Allem ein für uni recht betrübliches Bild, und wenn sich auch im Ausland die Stim­men mehren, daß Dte Durchführung des Dawes- planes eine glatte Unmöglichkeit bedeute, wenn auch der französische Finanzsachverständige Joses E a i l l a u x, die dem Gelackter preisgibi die noch zu behaupten wagen, daß Deutschland den Dawesplan bis zum Schlüsse ausführen könne, so steht doch fest, daß die Gläubigerlän- ber durch ihre Regierungen auf der Erfüllung bestehen. Auch die heutigen amerikanischen und englischen Pressestimmen lassen keinen Zweifel daran. Wir können uns nicht der Ansicht jener anschließen. daß unabhängig von der Kläruna be. Kriegsschuldfrage die Reparationen geleistet werden müssen, sondern wir sind die Meinung daß wenn der F e h l s p r u ch der Alleinschuld Deutschland als solcher anerkannt und hin­fällig geworden ist auch die auS ihm resul­tierenden Folgerungen fa l l e r müssen, deren schwerwiegendste der Dawesplan ist. Wir erklä­ren uns da solidarisch mit der Ansicht Cail-

erst die Fahrschulkarte und Rebengebühren

. einschließlich der ersten Steuerleistungcn beisam- ; men hat, aber sich noch keinen Tropfen Benzin \ zu kaufen braucht, weil nun erst die eigentliche Arbeit für das Auto losgeht. Außerdem führt der riesenhafte Umsatz in Amerika zu immer stärkeren Verbilligungen und zwangsläufig wie­derum zu immer wieder steigendem Absatz. Die Arnerikaenr haben es nur nötig, zu Fünfergrup­pen in ihre Personen- und Lastkraftwagen ein­zusteigen, dann kann man die gesamte Bevölke­rung gleichzeitig mit Kraftfahrzeug in Bewe­gung setzen Unter 53 internationalen Staaten kommt Deutschland, wenn man nur seine Per­sonen- und Lastkraftwagen auf den Kopf der Be­völkerung errechnet erst an 20. Stelle. Verhält­nismäßig ist selbst ein südafrikanischer oder ein Australneger oder ein neuseeländischer Maori hinsichtlich der Auioausrüstung seines Landes immer noch besser daran, als ein hochzivilisier­ter Deutscher. Nun darf man allerdings die Krafträder und sogar die Kleinkrafträder bei der Berechnung der Turchschnittsziffern mit hin« einnehmen, da abgesehen von England, dem Deutschland aber nicht viel nachsteht, unser Land

das krafträderreichste Land der Erde

ist. Wir haben rund 340 000, England besitzt noch nicht 500000. In den anderen Ländern ist be* Anteil' der Krafträder an den Kraftfahrzeu­ger schon, beinahe unerheblich geworden. Unter Einrechnung der Krafträder kommen wir auf der Welt aber auch nur erst an zwölfter Stelle. Denn in Eanada und Neuseeland kommen je 11, in Australien 16, in Dänemark 42, in Großbritannien und Argentinien je 43, in Frankreich 44, in Schweden 61, in der Schweiz 75 und in Belgien 80 Einwohner auf ein Auto­mobil. Kraftfahrzeugarme Staaten sind aber besonders Britisch Indien mit 3890 und Japan mit 1300 Menschen auf ein Automobil. In Ber­lin laufen über 20 000 Krafträder, 30 000 Perso­nenwagen und 10000 Lastkraftwagen. Wollte man Berlin, vielleicht auf der Flucht aus der Gaskampfzone bei etwaigen Fliegerangriffen, in Autos verpacken, dann müßten je 66 Menschen nm einenguten Platz' kämpfen. Berlin bliebe dabei immer noch unter dem Reichsdurchschnitt (87), dem die

Zug um Zug.

Italien-Spaniens Antwort auf den Balkanpaki

Paris. 8 November

AuS Madrid verlautet: Tie Antwort auf den Bündnisvertrag zwischen itrontrcirh und Jn- goslavien wird ein italienisch-spanischer Schutz vertrag fein. König Alfons wird in Neapel bie letzten Schwierigkeiten Hinwegräumen.

Gol-ströme nach Amerika.

Aussöhnung Wirth« mit Baben.

Berlin, 8. November. Dr. Wirth hatte in seiner Vaterstadt Freiburg am Allerseelentage eine eingehende Aussprache mit dem badischen entrumsführer Prälat Tr. S ch o s e r, die von Dr. Wirth angeregt sein soll. Nach dem befrie­digenden Verlauf dürfte auch die Spannung zwischen Dr. Wirth und seinen badischen Freunden beseitigt sein.

Gehattsstrautz für Oesterreich

Wird ssch der Staat mit den Beamten einigen?

Wen, 8. November. Der 25er-AuSschuß der Beamten fordert Erhöhung sämtlicher Ge­hälter um 17% Prozent ferner eine Ent - fchuldungsaktion, Erhöhung der Fami­lienzulage und Wiederherstellung der P e n fionSberrchnung auf der Grundlage von neunzig Prozent. Dir Regierung hotte seiner zeit die Herabsetzung der Pensionen auf fünfundsechzig Prozent erfolgen lassen.

Zerpflückte Lorbeeren.

Lloyd George verdammt Chamberlain und BerfaillrS.

London, 8 November.

Die liberale Morgenpreffe bespricht zustim­mend Lloyd Georges gestrige große Rede, in der er Chamberlain und England des Bruchs ber Versailler Verträge bezüglich der Abrüstung zieh und Schiedsgerichts­barkeit und Abrüstung als einzige Sicherheit für den Frieden bezeichnete. Ein Blatt schreibt: CS war an der Zeit, daß jemand Chamberlain öffentlich erklärte, daß er sich elbst lächerlich mach« und ber Leitung ber euroärtigen Angeleoenhelten eine reaktiv näre Wendung gibt. Niemand als Lloyd Ge­orge hätte ihm dies so wirksam ober mit so antem Humor sagen können. Ein Blatt erklärt bie omer'kanisck-en Mori-epläve gSbtn ber Stehe Lloyb Georoes Nachdruck. Slovb George warne mit Recht bovor, baß es sicher zu einem Krieg kommen werbe, wenn bie Probleme Des

Riesenschulbeit ber halben Welt.

Washington, 8. November.

Nach einer Zusammenstellung beS Schatzamtes sind am 15. Dezember folgende Raten fremder Schulden fällig: Von England 93 575 000 Dollars, von der Tschechoslowakei 1 500 000. von Belgien 1125 000. ferner ton klei­neren Staaten insgesamt 9 574 000 Dollars. Frankreich dürste nach den Frühjahrswahlen Vorschläge auf Fundierung seiner Kriegsschul­den machen, anderfnlls müsse es im August 19-8 für Kriegsmaterial vierhundert Millio­nen Dollars zablen. 250 Millionen Dol­lars von Rußland und 16 Millionen von Arme- nten gelten als unc in dringlich.

Der Dawesmagen ist groß.

Amerika macht sich Gilberts Kritik zu eigen.

Washington, 7. November.

Schatzsekretär Mellon erklärte in einer Pressekonferenz: Die Reparations-Kritik Parker Gilberts ist in erster Linie gegen staatliche und kommunale Anleihen zu unproduktiven Zwecken gerichtet. Es liegt in Deutschlands eigenstem Interesse, so sparsam wie möglich zu wirtschaf ten, damit es sich gegen den Vorwurf schützen ann, nicht alle ersorderlichen und möglichen An trengungen zur Erfüllung seiner Verpslichtun gen gemacht zu haben. (Inzwischen ist von amtswegen nachgewiesen, daß die Anleihen nur produktiven Zwecken dienen, Gilberts Kritik also gerade in diesem Punkte in der Luft hangt. Doch was kümmert die satten Gläubiger ein darben­des Millionenvolk, wenn nur der eigene Magen besriedigt ist. Die Redaktion.»