Gport.
Boxen.
Heute aicttb Start der Enropameiftcr!!
. Man darf ruhig behaupten, Latz selten «in sportliches Ereignis iit Kassel mit solcher Spannung erwartet wurde, als der Stan der Europameister Bente abend im großen Stadtvark. Schon jetzt weiß man, daß die Bemühungen des Veranstalters, des s-vort Vereins Kurbesse n. nicht umsonst gewesen sind, denn nach dem Vorverkauf »n urteilen, werden leider nicht alle Svortinteressenten tn der Lac« fein, den heutigen Boxkämpfen beiwohnen zu können, da fast sämtliche Plätze bereits vergriffen sind.
Die drei Kölner Europameister
find bereits in Kassel einaetrvffen und im Stadtpark rühren sich fleißige Hände, um den Ring aufzu- bauen und auch sonst alles so vorzubereiten, daß dieser Kampsabenü wirklich zu einer Werbeveranstaltung für den Boxsport wird. Die Kasseler Kämpfer A x t uni Nußbaum I, ferner den Mündener Thies konnte man gestern noch beim letzten Trintng beobachten und seststellen. daß fie
wirklich in Form
ßtt6. Wenn fie auch nicht die Technik, Routine und Schnelligkeit ihrer Gegner Dalchow, Domaörgen und Dübbers beützen, so werden sie doch mit »er nötigen Begeisterung und dem ersorderlichen Kampfeswillen sn den Ring klettern, damit der Boxerelite aus Köln und Berlin das Leben nicht leicht gemacht wird. Noch rn letzter Minute wurde versucht, die Paarung Dalchow mit Dübbers zu erreichen, doch wurde dies wegen zu großer Gewichlunterschiede von dem Deutschen Ämaleur-Boxoerbanü abgelehnt.
Zum Höbevuukt des KampsabendS dürfte aber sicherlich das Zustandetressen des Europameisters Müller mit dem deutschen Schwergewichtsmeister Jaspers-Stettin werden: boisent- lich geben beide Meister über die volle Disianz, damit die Kasseler Sportgemeinbe wirklich einmal einen Begriff davon bekommt, wie ein Kamps derartiger Schwergewichte aussieht. Am Sonnabend sind die Kölner Europameister in Göttingen bei 05 zu Gaste, top sie ihre Strafte mit Gegnern aus Mühlhausen, Hannover und Erfurt meflen. Domgöraen, Dübbers. Müller. Dalchow und Jaspers begeben sich bann nach Wien und Budapest, wo sie Deutschlands Können im Amateurboxfport in den Länderkämpsen gegen Oesterreich und Ungarn gegen die dortigen Landesmeister unter Beweis stellen werde». L. B.
Schach.
Um die Meisterschaft von Kassel.
In der dritte» Runde des Mei ft erschaff S- t n r » i e r s spielten am Mittwoei) den 2. November die Herren B e i e r l i n g gegen Baumann. Dr. Witte gegen Rusch. Dr. Gäbel gegen D » a a ck. Herr B e i e r l i » g gewann schnell und sicher mit einem Läuferopser. wobei er wieder sein gutes Kombinationsspiel zeigte. Herr Rusch verlor zwar einen Bauern, tonnte aber einen Anguss gegen den feindlichen König formieren, an dem vier Figuren, darunter Dame und Turm, beteiligt waren, und bei dem die Verteidigung so schwierig war. weil ein Abzugsschach in dem Angriff enthalten war. Der weiße König war nur durch drei Bauern verteidigt, wobei ein Turm allerdings evtl, zu Hilfe eilen konnte, die weißen Figuren waren zu einem Gegenangrifs formiert
Die spätere Analyse ergab.
daß Weiß verloren war, wenn Schwär, zuerst mit einem Springeropfer in die weiße Königsstellung Bresche legte, wobei der Springer genommen werden mutzte, und dann den Läufer als Opfer anbot. Dann kam nämlich der bereitstebende Turm zu spät, falls der Läufer genommen wurde: andernfalls gewann der abziehende Läuser einen Turm und damit die Qualität. Tatsächlich opferte sich aber zuerst der Läufer, was bei der schwierigen Situation verständlich war. Die Verteidigung kam dadurch zurecht, und die Opfer wäre» umsonst. Diese für Herrn Rusch zwar verlorene Partie ist zugleich ein Zeugnis für sein lebendiges und starkes Spiel.
Die Partie Dr. Gäbel — D-aack brachte insofern eine Ueberraschung, als Herr Dzaack sich bis in ein Bauernendspiel gegen das starke Po- sitillnsspiel Dr. Gäbels zu halten vermochte. Herr Pechau war wieder nicht erschienen. Seine Partie muß daher für ibn als verloren gelten. AuS den vorliegenden Tatsache» wurde geschlossen, daß Herr Pechau aus die weitere Teilnahme verzichtet Er bat nur eine Partie wirklich gespielt und auch verloren. Bestimmungsgemäß müssen nun alle Partie» als für ibn verloren gelten fodatz
der Stand des TnrnierS für die acht Teilnehmer folgender ist: Beierling 4 Gewinnpunkte (von 4 Partien), D r. Gäbel 4 (4), P fitzenreuter 3 (4), Dr. Witte 3 (5), Baumann 2 (3), Katz 2 (4), R u s ch 1 (4), Dzaack 1 (4). Dr. W.
»
«ljechin führt 8:8. I Bor der Entscheidung in Buenos-Aires.
Der SchachweltmeifterschaftSkamvs »wischen A l j e ch i n und Eavablanea sieht jetzt kurz vor seinem Abschluß. Wie nur den wenigsten bekannt sein dürfte, zählt nach der 20. Partie jedes Remis einen halben Punkt für jeden Spieler. In der 21. Partie buchte Aliechin seinen 4. Sieg und da die 22. und 23. Partie einen unentschiedenen Ausgang »ahmen lliegt Aliechin nunmehr mit 5:3 Punkten in Führung, sodaß Aliechin in de» beiden nächsten Partien nur noch aus Remis zu spielen braucht, um Ea- vablanea den Weltmeistertitel zu entreißen. Der Endsieg des Rusien ist also damit so gut wie entschieden.
Petri HeM
Der Angellvort im November.
November! SBorBei ist des Sommers Sunte Pracht: noch einmal leuchtet des Spätherbsis Fatben- wunder. um bald des Winter näher rückenden Macht zu weichen. Stille herrscht draußen in der Natur und der Angler erlebt an seinem geliebten Wasier das ewige Werden und Vergehen tn der Natur: das gerade ist es, was ibn neben anderem an feinen Sport bindet. Früh schon ist er aus den Fevern: wenn noch dicke Nebelschwaden über das Wasser sieben, ehe der Sonnenball sie verscheucht, erhofft er seine Beute. Bor allen anderen ist es gegenwärtig
der Fang des Hechtes.
der fetzt fast alle Sportangler in Anspruch nimmt. Nur sind die lebenden Ködersischchen schwerer zu 6c» schassen, als int Sommer, da sie nicht gebraucht werden. Doch ist auch in Kassel jetzt, nach dem Vor- bald anderer Großstädte, gleichfalls eine Kaufgelegenheit entstanden, sodaß der Sportsfreund der Mühe des SelbftfangenS enthoben ist. Trotzdem ist zu beobachten, Latz die Hechtangelei mit dem Spinner auch in unseren heimischen Gewässern, vor allem
in der Fulda
und ihre» Zuflüssen, in vermehrtem Maße in Auf- »ahme kommt. Ueber Nottingham- oder Themsesiil soll dabei kein Werturteil abgegeben werden. Tatsache ist, daß der letztere sehr gepflegt wird und daß die erzielten Resultate recht ansehnlich zu nennen sind. WaS Wunder also, daß die Zahl der Themsestil-Angler bauernd int Wachsen begrifsen ist. Neben dem Hecht bietet augenblicklich
der Barsch interessanten Sport.
sofern Barschfiscke genügend zur Verfügung fteben. Auch der Fliegenangler kommt auf seine Rechnung: zwar bat die Forelle jetzt, da sie im Laichen begriffen ist, Schonzeit, dafür muß die Afche fetzt herhalten, die besonders in der Edder zu Hanse ist nnb in der Fnlda eigentlich nur vereinzelt vorkommi. Döbel. Plötze und Braffe Bieten dem. der auf Raubfische zu anaeln keine Gelegenheit hat. einen einigermaßen interessanten Sport. Laub- und Dunawürmer sind genügend vorhanden und da die Nahrung im Wasier immer kärglicher wird, darf auf befriedigende Ergebnisie gerechnet werden. Ger Gelegenheit hat, vor dem An-
geln amufüttem, wirb unter Umständen auch uut Kartoffel günstige Resultate erzielen können.
Der Angelerfolg des November
ist im übrige» von de» Wirterungsverbältnisie» abhängig. Wind, Rege» oder Rebel schrecken manchen davon ab, ans Wasier zu gehen. Derjenige, der das Angeln den Sommer über als zcutötende Befchani- aung betrieb bleibt jetzt dem Wasier fern: im De- zember wird diese Zahl sicher noch kleiner werden. So sind die meist rauhen Novembenage der Prüfstein für den echten, mit seinem Wasier verbundenen Svortsangler. Mancher erhofft gerade von den stillen Nebeltagen besten Erfolg. Vorsichtig sucht er beim Sturm ein geschütztes Plätzchen und bat beim Einwurf überraschenden Erfolg. ?t6er es kann auch anders kommen trotzdem bedeutet ihm ein Tag, am Wasier immer wieder ein Erlebnis und neue Hoffnung. Deshalb auch im November auf zum Angeln! Petri Heil! L. L.
Arbeiter-Turn- u. Sportöunö
Die Freie Tnrnerfchafs Rothenditmold 06 teilt mit:
Die von 6er Arbeitsgemeinschaft der Arbeitervereine von Rothenditmold geplante Berbe-Ver- anftaltung sinder Sonnabend den 5. November, abends 8 Uhr, in der Turnhalle statt, sämtliche Vereine, Sänger, Turner und Radfahrer, werden an dem Abend zeigen, daß sie sich mit ihren Leistungen feben lassen können. Ein Besuch ist empfehlen. Auch ist der Eintrittspreis niedrig «haltest. damit es der Bevölkerung möglich ist, auch wieder einmal ein paar genußreiche Stunde» zu verleben. Die Turnhalle ist geheizt.
Wintersport.
2. Olomvifch« Winterspiele in Et. Moritz.
Der Präsident des Schweizerischen Olympischen Comitös. William Hirschy-Lausanne, erstattete aut der letzten Sitzung des SEE. Bericht über die für die Olomvischen Winterspiele in St. Mo - r t tz beabsichtigten EröEnnngsfeierlichkeite». Danach wird Bundesrat Schultheß die Spiele seierlich eröss- nen, der St. Moritzer Skiläufer Hans Eidenbenz den Olomvischen Eid im Namen der beteiligten Sportler ablegen. Der Bericht über die technische Organisation der Winterspiele lautet durchaus zu.ersichtlich. Die Neueinrichtungen auf
den St Moritzer Sportanlagen
geben ihrer Vollendung entgegen, aus der Eisbahn sind 8000, aus der Sprungschanze 3500 Sitzplätze vorgesehen. Insgesamt liegen bisher Zusagen von 23 Nationen vor. Einem Gesuch der Propaganda kom- mission stattgebend, wurde beschlossen, dem Wahrzeichen des Olomvismus. den fünf Ringen, de» gesetzlichen Schutz verleiben zu lasten, um Mißbrauch zu verhüten.
Das Neueste in Aürze.
Beim Brüsteler Sechstagerennen führten nach 45 Stunden A. Maes-Mertens vor Haesendonck-Goris. Der Deutsche Rebe tft ausgeschieden, Seisserth fährt als Ersatzmann weiter.
Der Internationale Motorivort-Berband bestimmte in seiner Londoner Sitzung, daß Rekordsahren über 1 Kilometer und 1 Meile nur noch aus gradlinigen Strecken von mindestens 3 bezw. 3.6 Kilometer Länge erlaubt sind. .
England bat »ach den Beschlüsten des IOC. die Opposition gegen die Lohnausfall-Vergütung bei den Olomvischen Spielen verstärkt ausgenommen. Eine Beteiligung am Olomvischen Hockeoturnier wird bereits abaelebttt. .
150 Meldungen sind von 33 Vereinen für das am 12. und 13. November stattsindende internationale Schwimmsest von Jungdeutschland Darmstadt abgegeben worden.
Enrovameister Paolino kehrt Anfang Dezember nach Eurova zurück. , „ t
Ex-Meister Ernst Grimm gewann m Budapest nach Punkten gegen den Ungarn Künstler.
Weltmeister Micken Walker schlug in Chicago Mik« Mc. Tigue in der ersten Runde k. o.
Rudi Wagener hat bisher einen Antrag bei der BBD. wegen seiner Amerikareise noch nicht einge- reicht. Die BBD. roirb auch eine Genehmigung kaum erteilen, da Wagener sich zunächst einmal an den Schwergewichtsausscheidungen zu beteiligen hätte.
Norwegische Amateure, nämlich Ohlsen, Johannsen und Christensen, werden demnächst in Düsseldorf und Köln in den Ring klettern und dabei auch aus die Europameister Domgörgen, Müller und Dübbers treffen, denen fie noch eine Revanche schuldig sind.
Rundfunk.
Was »ns der Sonnabend bringt.
11,55—12,00: Uebertragnng des Glockempiels ans dem Darmstädter Schloß. 15,30—16.00: Die Stunde der Jugend: Aus dem deutschen Liederkran-» Liedervortrage Frankfurter Schulen: Riederwald-lKonrad täuischl-Ichule: Chorleiter: Lehrer K. «-ovv. „Ein ag auf der Wegscheide". Musikwerkzeuge: Geigen, Mandolinen, Zupfgeigen, Mundharmonikas und Triangel. <s> 16,30—17,45: Konzert des Hausorchesters: Mendelssohn («ft. 4. November 1847) Musikalische Leitung: Kapellmeister R. Menen. Mitwirk.: Grete Nies (Alt), Konzenmeifter Gustav LenzewSki (Violine): das Rundsunk-Sireichguartett. <$> 17,4»—18.0a: Die Lesestunde (für die reifere Jugend): Aus dem Roman „Der Oberhof" von Karl Jmmermann. Sprecher: O. 53. Studttnann. <$> 18,15—18,30: Ver- einsnacbrichten und andere Mitteilungen. H 18,45 bis 19,15: Der Briefkasten. <$> 19,15—19,45: Stenograph-.- scher FoNbildungskursus für Anfänger und Fortgeschrittene. Diktat von 80 Silben auswärts. <$> 19.4a bis 20,15: Stunde des Frankfurter Bundes tur Volksbildung: „Merkurdurchgang", Vortrag von Professor E. Sittig. <K 20,10—21,15: Wunsch-Abend, Robert Koppel. <$> 21.15—22.15: Uebertragnng von Kassel: Volkstümliches Mandolinen-Konzert. Aus- sührende: Das 1. Kasseler Mandolinen-Orchester 1913 e. B., unter Leitung von Hermann Hungerland. Anschließend: Nachrichtendienst. (»Daraus bis 0,30: Uebertragung von Kassel: Spalkonzert. Musikalische Leitung: Arthur Wisodky.
Was nnS der Sonntag bringt.
8,30—9,30: Uebertragung von Kassel: Morgenfeier, veranstaltet von der Lutherischen Gemeinde. Kassel. Miiwirkende: Lotte Köhler ißfeiae). Allred Lester (Klavier): der Kirchenchor der alten lutherischen Kirche, Leiter: Alfred Lester. <K 11,30 bis 12,00: Uebertragung von Kassel: Die Elternstunde: „Die Erziehung meines Kindes zur Kunst und durichdi« Kunst II". Vortrag von Prosestvr W. Fechner. H 12—13,00: Uebertragu ng von Kassel: Schallvlatten-Konzert. 14—15,00 Die Stunde der Jugend: Kasperlstunde der Kasperltanie Liesel Simon vom Münchener Kasperltheater: Wumcb- ltnnde (nachgebolt). Für Kinder vom 4. Jahre ab. H 15—16,00: Volkslieder-Konzer» des Mannergesangvereins „Frohsinn" Bierstadl hei Wiesbaden. H 16,00 bis 17,30: Konzert des Hausorchestcrs: Tschaikowsky («ft. 6. November 1893. Musikalische Leitung: Kapellmeister R. Merten. Mitwirkung: Lotte Kleinfchmtdt ISopran). <$> 17,344—18,30: Stunde des Rhein-Maini- schen Verbandes für Volksbildung: „Der Bauer und feine Sprache", Vortrag nnd Vorlesung aus eigenen Dichtungen von Pfarrer Wilhelm Reuter. H 18,30 bis 19 30: Vorlesung der Dichterin Alice Verend aus ihrem Bobensee-Roman „Die goldene Traube". 3> 19.30—20,00; Stunde der Frankfurter Zeitung. <$> 20.00: Tschechoslowakischer Abend. Erster Teil: lieber« tragung von Heilbronn. Bussührende: DaS Ross- Quarett Wien. 2. Teil: Aus dem Frankfurter Besprechungsraum. Mitwirkende: Robert Taube (Rezi- tntionf vom Frankfurter Schauspielhaus: Mitglieder des Opernhausorchesters und des Rundfunkorchesters. Musikalische Leitung und Klavier: Kavellmeister R. Merten. H Anschließend: Svortnackrick'en. H Daraus bis 0,30: Tanzmusik de? RundfunksrcheftereS.
I Handel und Verkehr
Geheimniskrämerei der Farbenindustrie. Der gegenwärtige Stand der internationalen Beziehungen der deutschen chemizchen Industrie.
Die Geheimniskrämerei der deutschen Cbemiekon- Umstellung und Erweiterung tu. ne, insbesondere der I. G. Farbenindustrie, hat eS Haber-Bosch-Berfabrens der I, G
zerue, insbesondere der I. G. Farbenir , zuwege «brachl, baß sich allmählich ein ganzer Legen- oenkrels um die internationalen Zusammenhänge in der chemischen Großindustrie gewunden bat. Daraus iw es auch zurückzuführen. baß die europäischen Cbe- mieoerhandlunaen in den Vereinigten Staaten eine Srobe Erregung hervorgerufen haben, nicht nur in der Tages, und Fachvreste, sondern auch bei sühren- den Unternehmern der amerikanischen chemischen Industrie. Dabei kann von einer einheitlichen chemischen Kampffront Europas gegen Amerika keine Rede sein. Es führen von der I. G. Farben eine ganze Anzahl Faden nach den Bereinigten Staaten, die teilweise durchaus freundschaftlicher Natur sind. In diesem Zusammenhang ist es, in Verhinduna auch mit dem Celratftitetieab£omntett zwischen der I. G. und der
Standard Oil Co.
os New Jersey, von Jntereste, daß der Präsident der 3! et tonal City Bank Mitte September in Berlin außer mit Großbank« naruvven auch mit der I. G. Farben- Industrie verbandelt hat. Nun ist »war nichl bekannt, inwieweit diese Verhandlun«n mit der Frage des „voraussichtlichen Geldbedarfs" zu „prolektterten B«- tnebserwett«run«n" in Verbindung stehen. Es sei aber daran erinnert, daß zwischen der Standard-Oil- Gruvve und der National City Bank seit jeher sehr intime Beziehungen bestehen. Nach dem Organ des Hamburgischen Weltwirtschafts-Archivs gibt es auch einen Zusammenhang dieser Verhandlungen mit dem Vertrag, den die I. G. mit der Norsk Hydro vor kurzem abgeschlosten hat. denn diese norwegische Gesellschaft stand vor dem Zustandekommen dieses Vertrags in Umerhandlungen mit der National Cit» Bank über eine Anleihe in Höbe von 20 Mill. Dollar, Der Vertrag mit der
Norsk Hydro-Elekirisk Kyaelstov A. S.
ist nach mehreren Seiten bin von großer internationaler Bedeutung. Es handelt sich dabei um ein Zusammengehen aus technischem und kaufmännischem Ge- biet (m der Stickstoffherstellung) sowie um einen «- «nfeitigen Aktienaustausch. Ist auch daS Ausmaß des Aktienaustausches nicht bekannt, so ist dock anzunehmen, daß die I. G. zum mindesten eine mftkonrrol- lierende Stellung erhält. Die Gründe der Einflußnahme der I. G. auf die norwegische Gesellschaft liegen einerseits darin, daß die Norsk Hydro über eine !Lhr billige Wasierkrafteuergie verfügt, was bei der L-tlckftoffherstellung eine große Rolle spielt, und daß andererseits diese Gesellschaft infolge fabrikatorischer
a. Hebern ahme des Haber-Bosch-Berfahreus der I, G.) augenblicklich starken Kapitalbedarf hat. Gleichsalls nach Norwegen führen Lizenzverträge der I. G. mit der
Titan-Gefellschast.
die dort ihren Hauvtsitz Hal. Titan erhöht die Färb- krast des Eifens und anderer Metalle, bat aber bisher nur eine relativ geringe vraktische Bedeutung gehabt. Die für die Verwertung dieser Lizenzen in Leverkusen «gründete Titan-G. m. b. H. bezweckt Produktion und Verkauf der Tilanverbindunaen in Deutschland, Rußland. Oesterreich, Ungarn, Tschechoslowakei usw. Weniger Klarheit herrscht über die Verhandlungen der I. G. mit
englische» nad französische» Gravven.
das beißt mit der Jmverial Chemical Industrie Co. Ltd. und den Etablissements Kuhlmann. Kürzlich bat Sir Mond, Präsident des britischen Chemietrusts, erklärt, der deutsche Partner wolle auf den Gebieten, auf denen die englische Industrie noch nicht genügend entwickelt sei, Zugeständnisse machen: auch Austausch von Ersahrungcn und Erfindungen sei möglich. Hinsichtlich gegen keittger Kapitalbeteiligungen ist bisher nur aus London bekannt geworden, daß die Sri Jmverial J.-G.-Aktien erworben haben soll. Bei alledem handelt es sich um die Vorbereitung einer An Interessengemeinschaft der wichtigsten europäischen Firmen zunächst in 6er Farbenberstellung und im Farbenvertrieb, bann auch aus dem Stickstoffgebiet. Charakteristisch für die J.-G.-Exvansion sind die gegen Ende 1926 geführten Verhandlungen
mit der Sowfetregiernng,
die sich unter anderem verpflichtete, ihre» Anilinfarbenbedarf zu mindestens 70 Prozent von der I. G. zu beziehen. In Verbindung hiermit steht die Anfang dieses Jahres erfolgte Gründung der J«rußko-Han- delsgesellschaft mit 100 000 3L# Stammkapital zwecks ,,Jm- uni Exporthandel für eigene oder fremde Rechnung in Waren aller An nach und aus den Gebieten der U. d. S. S. R. und den Randstaaten". Etwa gleichzeitig wurde für den Vertrieb von Stickstoff in Oftasien die Stickstossvetkaussgesellschaft in Semarang INiederlanbifch-Jndien) errichtet. Beachtenswett ist ferner ein im August 1926 zustanbeaekommener Ver- trag der I. G. mit der javanischen Regierung, der erst den Weg zum Abschluß des deutsch-javanischen Handelsvertrags ebnete und in dem ausdrücklich fest- gelegt worben ist, daß et ebensolange in Straft bleibt wie der offizielle Handelsvettrag.
Festverzinsliche Werte: Kasieler Lande«krebil Ser. 16—25 u. 4yapro4. von 1915/15
Kasieler Landeskrebli Ser. 26 (vor 81. 12. 17 ausfl.)
Kasieler LandeSkredu Ser. 26 (nach 81, 12. 17 ausg.)
Kasieler Landeskredu Ser. 27 Kasieler Landeskredu Ser. 28 Staffelet Landeskredu Ser. 29 Kasieler Landeskredu Set. 30 8“ie Raff. La nöeskr.-Goldpfandbr. 1 8"/« Kaff. Landeskr.-Goldviandbr. II 8')« Staff. Lanseskr.-Gold-Kom.-Anl,
6"/o Kaff. LandeSkr.-Goldpfanddr. I 6"/» Kaff. Landestr.-Goldvlandbr. II Kommun. Sammel - Ablöfungsanl. 3—5 Prvz. Große Kasieler Slraben-
babn, aufgewettete Obligationen 5"/« Henschel u. Sohn auigew. Obi. 701« Heßen-Naffau Hüttenver. Obi. 8°/« Heff. u. Hcrkulesbraueret ObÜ 8°fe Salzman» u. Co. Obl. .
ä*i« Elektrozweckverband-Anl. .
Aktien:
Baumann ». Lederer , ,
Deutsche Zündholz .
Fürst!. Wildunger Mineralquellen Grotzalmeroder Ton . ,
Kasieler gedetstahl . , , .
Kaffeier Jutesvinner« , .
Benno Schilde . . » . .
Sch Üle-Hoden lohe . , , >
Gebr. Ungewitter , , . >
Garbut«r Zucker , ,
*6. Wever
Geld Briet
49.00
4.10
100.00
60.06
160.0b ilO.uu
«0.00 9 .00 O7.U0 97.0/ e.3l)
43.00
107.00
99.50 99 50
96 00 90.00 90 00 50,50
280.00
150.60
45.00
84.00
100.00
11.80
1180
8.50
5.5!) 0,70
11.-5
0.30
97.50
97,50
12.20
12.20
8.90
5.80
Berliner Devisenkurse vom 8. November.
London 20,388 Geld (20,428 8rief), Newvotk 4,1885 (4,1965), Amsterdam 168,78 (169,07), Btüffel-Aniwet- pen 58,345 (58,465), Oslo 110,41 (110,68), Danzig 81,50 (81,06), Italien 22,865 (22,905), Kopenhagen 112,20 (112,42), Paris 16,485 (16.475), Prag 12,411 (12,481), Schwei, 80,71 (80,87), Spanien 71,37 (71,51), Stockh.- Goth. 112,56 (112,78), Wie» abgeft. 59,13 (50,26).
Günstiger gestimmt.
Berlin, 4. November. (Funkdienst.) Efsekienfrüh- verkehr: Im beuttaen Fruhverkebr ist es zu nennenswerten Umsätzen bislang noch nicht gekommen. Die «-ttmmung ist im allgemeinen jedoch nicht unfreundlich. da di« aus der Wittschaft vorliegenden Berichte überwiegend etwas günstiger lauten. Die $a,= fatbe, dag der Geldmarkt eine leichte Entlastung zeigt, bietet einige. Anregung. Die gesprochenen Kurs« hal- tc» sich aus dem Niveau der gestrigen Frankfurter Achlutznotiereungen. Am Devisenmarkt hött man London-Paris mit 124,04, London Kabel 487, London- Mailand 89,12 und Brussel mit 34,93%.
„.Bei weiterer Zurückhaltung und bei kleinerem ®e= schattsnmiang erötinete der ossizielle Börsenverkehr in u n sicherer Haltung. Die Kursschwankungen nach oben und unten vielten sich in engen Grenon, wobei die Kursbefferun«« überwogen. Schade-Akiien plus 10 Mark. Auch Bank- und Schisfahttsaktien überwiegend freundlicher.
verloren hat. Das handgebundeue Buch ist nicht nur das schönste, sondern auch das haltbarste. Auch dem weniger Bemittelten ist es beute möglich ein liebge- wordeues Buch nach seinem Geschmack einbinden zu lassen. Die Freude am schön gebundenen Buche muß in unserem Volke wieder gehoben werden. Wer den Wunsch hat, daß deutsche Handwerkskunst nicht verloren geht, der unterstütze die Werbung des Buchbinderhandwerks. Wer feine Büchet erhalten nnd an ihnen Freude haben will, der lasse sie beim Buchbinder einbinden!
Kasseler Kurse vom Frettag
Im Staffelet Effeklenvetkehr wurden beute ungefähr genannt lohne ®ernähr):
Frankfurter Produktenmarkt.
Frankfurt. 4. November.
Der hiesi« Produktenmarkt verkehrte heut« im Einklang mit den schwächeren Auslandsmeldungen in vernachlässigter Stimmung. Schwächere Kurse wurden zwar genannt, aber Abschlüsse kamen nicht ,u- ftande, da tue Umsätze zu gering sind. Weizen 1. Sötte 26, 2. Sorte 24.75, 3. Sötte 22,75—28,50, Roggen 25, «-ommergetst« 26—28, Hafer inl. 22,75—34, auSl. 24,50 bis 25, Mais 19, Weizenmehl 87,75—38,26, Roggen- mehl 84,25—35, Weizenkleie 18, Roggenkleie 13,75
** Werbung des deutschen Buchbinderbandwerks! Born 1. November ab setzt einhelllich in ganz Deutschland die Werbung für das handgebunden« Buch ein. Das deutsche Buchbinderbandwerk will in Bild und Schrift zeigen, baß im Zeitalter der Maschine und des Radio deutsche Handwerkerarbeit ihr« Bedeutung nicht
Berliner Börke vom Freitaa
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»Mannesmann »ManSs. Bergbau »Metallbank »Rationale Anw »Oberschl. Eis.-B. »ObettSl. Koks »Crenft u. Koppel »Oftwerke
144.25 1-9.06
130.00
85.25
89.45
119 40
3-7.00
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»Rhein. Stahlwerke 171.00
»Riebeck Montan
»Rüttaerswerke 85.40
»Salzdetintth Kalt —
»Schi. Elektr. Lil. B 154.00
»SÄuckett »Siemens Halske »Leonhard Tietz »Transradio G.G. »Verein.Gianzstoii »Bet. Stadlwerke »GesteregelnAlkalt -Zellftois-Waldbof »Otavi-Minen
«nl.«Abl.^Sch. m. Anl.-Abl.-Scb. m. AnSl.-R. 1-80000 A.-R. 80001-60000
173.5 262.00 15 4.00
119.4
583.00 106.50
160.00
260.00 37.00
50 25
50.25
4"/« Türk. Anl. 190k 12.25 4“/e Uns. Gold-R. 25.25 Elektr. Hochbahn ~
Schaniungbahn 7,10
Baltimore u. Obto —
Ean. (0. B.-Sch.) 105,50
Bet. Elbichtil. Bank f. Brauind. 168.00
Cefterr. Kredit 40.4
Reichsbauk 168.50
Accumulawre» 155.,n.
Zblerwerke 9L50
Äschanbg. Zellstofs
Augsbg.-Nb. Maich —
Basalt -
I. P. Bewberg -
Jul. Berger Tiefb. 276.06
Berl.-Karlsr. Jnd. 61.25
Ehern. Heyden
Comeania Hispano 520.00
Dtt'ch. Atl. Telegr. 96.25
Deutsche Kabel
Dttche. Wollwaten 47.75
Disch. Eikenbandc! 76.7-5
Feld Pav.u. Zellst 191-5U
Hackethal 83.06
Hammersen n. Co. 165.50
Hartmann Masch. 28.50
Hirsch-Kuvkcr —
M-xhütte 174.00
Miag —
Mot-Fabr. Deutz 68 00
Nordd. Wollkämm. 146.00
Oeft. Siem.-Sch.-W 1515
Poge Elektr. 112.00
Polyphon 179.00
Rhein.-Weftf.Elektr -
Rh.-Weftf. Sorgst. 103.00
Rhena nia 60.00
I. D. Riedei 48 DO Lachsenwerk 111.50 Sorotti -
H. Lcheidemandel 26 00 Schl. Zink u. Bergb 117.75 -chlei. Texnl 81.50 Sugo Schneider 100.50 Schubert u. Salzer 335.00 Stettiner Vulkan
Stöbt u. Co. 140.75 Stolberger Zink
Telephon Berliner . 7t 75 Thür. Gasgeselllch. 130.00 Ser. Betn-Bcssel
Vogel Telegt.
Voigt u. Haefsnet R. Wolfs Elektrolyt
90.00
59.75 127 7
Tendenz s reundlictze 1
• DaS Sternchen bezeichnet bl« Kurse, die Tetmtnnotierunaeo sind und tritt «n Medio oder Ultimo aebanielt werben
Wer sich über alles Wissenswerte unterrichten will, liest die Kasseler Neuestena Na chrichten