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Kasseler Neueste Nachrichten

Kasseler Abendzeitung Hessische Abendzeitung

Amtliches Organ Ser Stadt Va'IcL 17.

«nMisenowtfe: Lmb-tmtt-d« ®eto«tten«iaen die mm^etle 10 4. auswärtig« öeftbaftJmtMtse« btt mm-teilt 10 4, mimilicnanaetaen die mm-Zcile 10 J. kleine Anzeigen aus Kastel ba8 Wort 6 4, attSwäri:«« klein« Anzeigen die mm« Seil« 10 JT tHeflamea d:e rnrn.Aelle 38 4. Offensebübr 4 (bei Zustellung 85 4>. Rrchnungrbeiräa« Innerhalb 5 Tagen wblbat. frür die Richtigkeit aller durch i^erniorecher aulaegebenen Anzeigen sowie iür Aulnabmedaten und Plätze kann »ich! garanlien werden. Kür An«igen m:: besonders schwierigem Dav WO trojent Ausschi ig. Druckerei: Schlachlhokitr. 28/30. Geschästsstelle: Kölnischestr. 5.

9?ummei 250 Lmtttkde^ Orcan Set «ladt «asset. Dienstag, 25. Oktober 1927

Bie Kasteler Ncuelie» Nachrichten erscheinen wöchenili» sechsmal nachmittag» er AbonnemeniswreiS beträgt für den Monai 2 4t bei freier Zustellung 1 ln ^r Gekchäfis,teste abg-bolt 1.80 4t. Durch die Post monatlich 2. 4t ausschließlich Zustellungsgebühr. Verlag und :>Iedaktton Dchlachtbosstratze 28/30. ^erniorecher 9a! und 9.->2. Kür unverlangt eingelandte Beiträge kann die Re- dakttoo eine Derantwonung oder Gewähr in (einem Kalle übernehmen. Rück- knd »ussde!des oder Ansprüche wegen etwaiger nicht ordnungsmäßiger tieferuno in ausgeschlossen. Posticheckkonto Kranksurl am Main Nummer 0380.

Freie Bahn für den Anschluß!

Alle m-ttrwmtschen Gruben wieder in Gang / WMen erst int nächsten Herbst.

der

Berlin, 24. Oktober.

Sine oe niikde Hüte Haltung.

müßte man sich fronen, was ihm noch zu

Menschen

geschädigt

man während deS Krieges den Völterbunb vor­bereitet und ob das auch die Auffassung Wilsons über den Millen der Völker gewe­sen sei? Wenn derartige Thesen in Genf Bil­ligung fänden, dürfe man nicht mehr von Recht und Völkerbund sprechen.

Anschluß ein Verbrechen?

Gegen die heiligsten Menschenrechte.

Paris, 24. Oktober. Zur Anschlußfrage schreibt ein Sozialistenblatt: Wenn der Völkerbund al­len kritischen Fragen aus dem Wege «ehe, so

Er will gerufen sein.

Kronprinz Garei kehrt noch nicht zurück.

Paris, 24. Oktober.

Ein Blatt meldet zum Eintreffen rumäni­scher Politiker, die mit Exkronprinz Carol über seine Rückkehr nach Rumänien verhandeln wollten, der Krckkprinz habe erNSrt, er werde nur zurückkehren, wenn daS Volk durch Volks- abstimmung ihn Heimrufe.

Der Wolf im Schafspelz.

Handelt Frankreich nach feinemLeitmotiv"?

Paris, 24. Oktober

Bei einer Denkmalsweihe führte Kriegsmi­nister Painlevt u. a. aus: Die Friedrnskrafte HStten heute die Mehrheit für stch Andere wie- herum, die von einer verwegenen Minderheit

mokraten, die im kommenden Reichstag ihre Sitze um mindestens 25 Pro^nt erhöhen würden.

daß der Vertreter einer kleinen Minderheit ein geschästsordnungsmäßiges Recht ausnutzc mit

nur für die zuknüfttge Entwicklung deS Reichs­finanzen und nicht für das jetzt ablausende Fi­nanzjahr. Andererseits kann aber die Notwen­digkeit der Durchführung der Gesetzesvorlagen nicht bestritten werden. Wäre es daher nicht an­gebracht, daß der Herr Reparationsagent sich ebenso gründlich wv mit der Kritik deS deut­schen EtatS mit der Frage der Unmöglich­keit, den vollen DaweSverpslichtungen nachzu­kommen beschäftigen würde?

Berlin, 24. Oktober.

Auf der Tagung der Eisenhüttenleute führte Generaldirektor Dr. Bögler u. a. aus, dast wir nur einen deutschen und keinen preu- hifchen, bayrischen nfw. Staat kennen. Die Tech­nik tfl'e nicht die Seelen, sondern bereichere die Lebens- und Arbeitsfreude, die auch die Eisen- HÜttenleut« ihren Kameraden und Mitarbei­tern erhöhen sollten. Außenminister Stre- fentan n betonte, daß die Politik die Hem­mungen der Kriegs- und Nachkriegszeit noch nicht überwunden habe. Die oben vorgetragene Philosophie der Arbeitsfreude sei notwendig, um das auf engem Raum an Zahl größere Volk zu ernähren und vorwärtszubrin- aen und eS sei ermutigend, daß auch die sozia- listische Arbeiterschaft ihr Werk

nicht als Last, sondern als Lebensinhalt empfinde Wirtschaft und Politik seien beide aufeinander angewiesen. Vor den jeder Außen« Politik zur Verfügung stehenden drei Kraft-

Reine verfrühten Wahlen.

StegeSfanfarrn vor der Zeit.

Berlin, 24. Oktober. Der Reichskanzler Marx äußerte fich zu einigen ZentrumSabge- ordneten, daß in der Regierung keinerlei Grund vorliege, neue Wahlen schon vor Herbst 1928 auSzuschreiben. Ein LinkSblatt vrophe- zeU einen gewaltigen Wahlsieg der Sozlalde-

* * *

Dem Einheitsstaat entgegen

Wahlparole der Demokraten.

-w-wu^r-.i. ba« «nfchs.

fo oen Wui?!*3^^ Bulker aU^?^r.ü «u 1iTt -

©buerunruö?n b?t den Regern.

London, 24. Oktober. In der Warriprovinz in Südnigeria find im Zusammenhang mit der Einführung direkter Besteuerung Un­ruhen ausgebrochen. Tie Polizei feuerte cuf die Menge. Ein Mann wurde getötet, meh- tert wurden verletzt.

Veinliche Kritik.

Einmischung in unsere Finanzen.

ge peinliche Kritik in Zukunft erspart bleibt. Im Gegenteil muffen wir es jetzt er­leben, daß der Finanzvormund «n Berlin sich herausnimmt, die Deckungskosten für Besol- dnugs-, Kriegsschäden- und Schulgesetz für die deutschen Reichssinanzen auf die Dauer nicht für tragbar zu halten. In erster Linie fürchtet er natürlich für Sicherheit der Dawestribute.

Dieser ungewöhnliche Schritt des Rcpara-

<Senf noch nicht er töigt.

Berlin, 24. Oktober. (Funktelegramm.) Der Auswärtige Ausschuß deS Reichstages setzte heute vormittag die Aussprache über die Genfer Verhandlungen fort. Vom Reichskabinett nahm nur Außenminister Dr. S-tresemann an der Sitzung teil.

Die Gruben arbeiten wieder.

Nur noch vereinzelte Unstimmigkeiten.

Halle a. S., 24 Oktober.

Rach einer Mitteilung der Zentralsteiklei- tung ist die Arbeit im Mitteldeutschen Braun­kohlenbergbau heute früh Überall wieder ausge­nommen worden. Dem Versprechen, sämtliche Leute wieder einzuftellen, ist nicht überall nach­gekommen worden. Zwischen den Vertragspar­teien find noch Verhandlungen im Gange um diesen Unstimmigkeiten eS handelt fich um einige Fälle im Senftenberger und Halleschen Regier ein Ende zu machen.

Liebenwerda. 24. Oktober. (Privattelegr.) Die «estrigen Streikverhandlungen haben fich kroß heftiger kommunistischer Gegenpropaganda mit überwältigender Mehrheit sür die Wieder­aufnahme der Arbeit ausgesprochen. I« den meisten Betrieben ist die Arbeit heute wieder ausgenommen worden und zum Teil geschieht eS lnute Nachmittag.

Der Anfang ist gemacht.

Einheitliches Recht für Wien-Berliu.

Berlin, 24. Oktober. Die deutsch-österreichi­schen Vertreter der beiden Sonderausschüsse für daS Strafgesetzbuch haben fich über die Schaf­fung eines einheitlichen Strafgesetzes für beide Länder und die Methode der Gemein­schaftsarbeit verständigt. Sie werden den StrafgesetzauSschüffen der beiden Parlamente Bericht erstatten. Darauf werden diese Aus­schüsse über die Zusammenarbett beschließen.

slenberung des yuuimi--------- _ .

sein. Schon in seinem letzten Bericht war er ge­gen eine Erhöhung der Zuweisungen aus den Steueraufkommen an die Länder eingestellt. Sein Eingreifen dürste daher mehr eine War­nung bedeuten, die Einnahmen des Reiches zugunsten der Länder zu schmälern. .Daß man sich in seinem Büro in der Berliner Luisen- straße auch um diese Dinge sehr eingehend küm­mert, konnte man erst jüngst aus der peinlichen Verzögerung ersehen, die in der Auflegung der Preußenanleihe in Newvort entstan­den war. Es wurde nicht zu Unrecht vermutet,

Berlin, 24. Oktober. Auf dem Preußentag der Demokraten führte der preußische Handels­minister Dr. Schreiber u. a. aus, man müßte, da man leider nur von einer Jnlandskonjunktur sprechen könnte, mit aller Kraft eine Besserung der Außenhandelsbilanz erstreben. Der Mini­ster bedauerte dann lebhaft, daß die Befreiung der Rheinlande noch nicht gelungen sei. Der preußische Finanzminister Dr. Höpker-Aschoff er» klärte: die Preußischen Finanzen seien so ge­sund, daß Preußen in diesem Jahre ohne die Ausgaben für die Besoldungserhöhung der Be­amten, die eine unbedingte Notwendigkeit sei einen Ueberschutz erzielt hätte . Allerdings sei an eine Herabsetzung der Steuern in Preu­ßen nicht zu denken. Im Jntereffe weiterer Er­sparnisse trat der Minister für eine weitgehende Vereinheitlichung der Verwaltung zwischen Reich und Ländern ein. DaS Endziel müsse eine vernünftige Gliederung Norddeutschlands sein wob^j die kleinen Staatsgebiete in Preußen

Mtv in Schottland rein Röhienffret!.

London. 24 Oktober. (Eigene Drahtmel- dung.) Die schottischen Bergarbeiter haben eine Vermittlung deS Stadtrats in Glasgow ange­nommen. Die Gefahr eines Bergarbeiterstreiks in Schottland befiehl jedenfalls nicht.

organisiert und geleitet würden, trieben zu Ge- öer Wirkung, daß" dadurch viele tausend walt und blutigen Abenteuern hin. Erstere durch notleidende Menschen g. schäi, i, alle Mittel zu begünstigen und letztere ohne würden. Unter lauten Entrüstungskundgebun- Schwäche zu entmutigen, sei rin geduldiges und gen der Mehrheit protestierten die National-

Berlin, 24. Oktober. (Funktelegramm.) Die am Sonnabend zwischen dem Reichsflnanzmi- >nister und Parker Gilbert gepflogenen Be­sprechungen werden heute fortgesetzt. Nach An- sicht Dr. Köhlers habe der Reparationsagent, solange Deutschland seine Verpflichtungen er­füllt, kein Recht, irgendwelche Einwendungen zu erheben.

Es ist noch nicht allzu lange her, daß Reparationsagent, Herr Parker Gilbert, den deutschen Etat einer scharfen Kritik unterzog. Damals hob er vor allem die Unklarheit uns­rer Finanzgebarung heraus und kritisierte sehr stark, daß die Länder- und Gemeindeetats nicht so durchsichtig sind, wie es wünschenswert wäre in Anbetracht der engen Verflechtung von Reich und Ländern aus finanziellem Gebiete. Abge­sehen von der Oefsentlichkeit, die stch damals mit diesem aufsehenerregenden Bericht ziemlich ein»1 gehend befaßt hat, hat man aber anscheinend an' den zuständigen Stellen es nicht für nötig ge­halten, Schlußfolgerungen daraus zu ziehen und dafür Sorge zu tragen, daß uns eine d e r a r t i-

Ein trüber Abschied.

ReichstagSpausr bis Ende November.

Dee Reichstag schlob am Sonnabenb statt mit »er von Imks erwünschten Streik- nud Tene- rnngsLebaite mit einem kleine« Skanbälcken. be4e» Weürn »«« «och eine Weile im leeren Wallotbau uachuttcr« werden.

Nach Annahme kleinerer Gesetzvorlagen (Krankenversicherung, Beschäftigung vor und nach der Niederkunjt) ging die Novelle zum Ber» lorgungsgesetz an den Ausschuß für Kriegsbe- Ichadigienfragen. Zu der großen Aussprache über den Mttteldeutichen Bergarbeiterstreik kam es wicht, weil der Reichs arbeitsmini st er die Entscheidung der beiden Parteien zu dem gesallien Schiedsspruch erwarte und dann even­tuell die Verbiildlichteitserklärung in Erwägung ziehen wollte. Gegen die Absetzung von der 5^sesordnung protestierten die Linksparteien, ote Völkischen und mit ganz besonderer Schärfe der nationalsozialistische Abg. Stöhr, der er- klarte, die Berbindlichkeitserklärung des für die Bergarbeiter unannehmbaren schäno- llchen Schiedsspruchs würde eine Ab­würgung des Streiks zugunsten des jüdischn>- Draunkohlenkapitals bedeuten. Ach f e t$ u n a wurh..i. ch.st etegstnies ^Sunakörium a gegliedert teienir. Die beiden findigen Lchwindlerinnen eines großen Zuspruches zu _ ' ' ihre Praxis unter dem

brets. Sozialvemorramn usbvtrw<t

derten die schleunige Verabschiedung der Vor­lage _im Interesse der notleidenden Bewohner des Saargebiets. Nachdem in erster und zweiter Beratung die Vorlage angenommen war, erhob Stöhr Einspruch gegen die sofortige dritte Beratung. Nach der Geschäftsordnung genügt der Einspruch eines einzelnen Mitglie- des in einem solchen Fall, um die sofortige An- «ahme der Vorlage an demselben Tage zu ver­eiteln. Der Einspruch erweckte daher auf allen Zeiten des Hauses

daß hinter dem Einspruch des Washingtoner Staatsdepartements Herr Parker Gilbert stand. AuS diesen und anderen Vorgängen ist ersichtlich, daß ein deuS ex machina über uns waltet, dessen überragende Stellung allzugerne verkannt wird.

ES wäre vollkommen falsch, Vogelstraußpoli- lik zu treiben und nicht sehen zu wollen, welche Konsequenzen der Dawesplan für uns hat. Der Generalagent hat die Verantwortung für die gewissenhafte Ausführung der Aufgaben, die im Dawesplan vorgesehen sind. Ihm obliegt es, die Bestimmungen zu überwachen und durch­zuführen, welche den Wiederaufbau des deut­schen Wirtschaftslebens, der für eine dauernde Reparationsleistung als unerläßlich erkannt worden war, gewährleisten sollen. Erst als Ne­benbeschäftigung war ihm zugedacht, die deut­schen Leistungen in Empfang zu nehmen und an die Gläubiger zu verteilen. Irrtümlicher­weise hat man diese Nebenbeschäftigung als die Hauptaufgabe des Reparationsagenten ange­sehen. Nunmehr muß man zu seinem Bedauern erfahren, daß der wesentlich schwierigere und für uns peinlichere Teil ein ganz an­der e r ist. ES liegt im Interesse und Prestige Deutschlands, daß man stch dieses Zustandes be­wußt wird. Für die Dauer wird eine Ein - mlfchung in unsere Verhältnisse, wie ste sich gegenwärtig zeigt, unerträglich.

Sind die Sorgen des Herrn Reparations- agenten berechtigt) Ist bei Durchführung der genannten Gesetze mit einem Defizit im Staats- bubget zu rechnen, das nur durch neue Steuern ausgeglichen werden kann. Die Beantwortung dieser Frage wird In entscheidenden Maße da­von abhängen, tote lange Dauer und welcher Jntensitätsgrad der deutschen Konjunk­tur der Betrachtung zugrundeliegt. Und noch eines ist sicher: allergrößte Sparsam­keit ist am Platze und neue Steuern dürfen ber deutschen Wirtschaft auf keinen Fall zugemutet werben. Finanzminister Dr. Reinhold brach be­kanntlich mit ber Ueberschußwirtschaft seines Vorgängers Schlteben, währenb jetzt Dr. Köh­ler toleber fabelt, daß keine Reserven angesam­melt wurden und daß daher die Gefahr eines Defizits im Bereiche ber Möglichkeit liege. Nun hat jeboch die lebhafte Konjunktur, die die deutsche Wirtschaft nun schon ein ganzes Jahr zu verzeichnen bat, nach der Gefahr eines Defi­zits die Möglichkeit eines UeberschusseS nahege­rückt. mit dem man heute schon wieder rechnen kann. Wie wird sich aber die deutsche Finanz läge in dem Etatsjahr 1928-29, das die erhöhten DaweSverepflichtungen und die Kosten ber neuen Gesetze in voller Höhe treffen wirb, gestalten» Die Mahnung des Reparationsagenten gilt auch

lebhafte Entrüstungskunbgebungen.

Präsident Löbe ersuchte immer wieder vergeb­lich Stöhr um Zurücknahme seines Einspruchs, andernfalls die Saarrentner bis zum Januar auf den Genuß der erhöhten Unterstützungen warten müßten Abg. Stöhr blieb bei seinem Widerspruch auch als ber Präsident und die Abg. Koch (Sem.) und Leicht (Bahr. Vp.) er« klärten, es sei in ber Geschichte des

Parlaments noch nicht bageroefen,

Zreu-e an -er Arbeit

StrrsemmtnS drei Kraftquellen.

Die tietnen 'Staatsgebiete in Preußen

!Mben könnten^We Verwaltung wäre dan.. vte veiutn |HU» sich auch eines g

mare T^n einer WAMua^ tae j'o(pjJO)a<

demokratische Partei zur Idee des HroMulschSnzs--- - < Aab m . Einheitsreiches und forderte ihre Anhänger auf, 1' ° " in diesem Zeichen den W a h l k a m p f im näch­sten Jahre zu führen.

, - .. ... . . ..... «en der Mehrheit protestierten die National-

langwieriges Beginnen für aDe Regierungen, sozialsten auch gegen einen Absetzungsvorschtag Schiedsgerichtsverfahren, Sicherheit und Ab- des Abg. Kahl (VP.) und fo konnte das Saar- Abkommen nicht endgültig angenom- m e n werden. Nach lebhafter Geschäftsord- nungsdebatte wurde dann gegen den Wider­spruch der Sozialdemokraten, der Kommunisten und der völkischen Gruppen die Vertagung des Reichstags auf den 22. November beschlossen. Sie Tagesordnung der Sitzung vom 22. No­vember soll dem Präsidenten überlassen bleiben. ES soll dann bis zum 20. Sejembcr ohne Unterbrechung durchgetagt werden. Auch die erste Lesung deS Etats für 1928 soll in dieser Zeit erledigt werden.

rüstung blieben das Leitmotiv der franzö­sischen Politik (?) Frankreich mit einer ge­waltigen Defensivorganisatio« zu versehen, die jedoch nicht imperialiftifchrS oder Eroberungswerk fein solle, heißt gleichfalls dem Frieden dienen.

* * *

wie lange noch Freiwild?

Frankreichs Soldateska außer Rand und Band.

Kaiserslautern, 24. Oktober.

Nachdem erst kürzlich ein fchwerkriegS- bef djäbiflter Fuhrmann von einem französischen Offizier mit der Peitsche mißhan­delt worben war, wurde am Sonnabend ein heimkehrender Arbeiter von zwei franzSstfchen Soldaten überfalle« und mißhanbelt und ein Passant am Halse gewürgt. Einem jungen Mann wurde ohne jeden Anlaß tns Ge­sicht geschlagen. Wiederum von denselben Sol­daten wurden in der gleichen Nacht mehrere deutschen Zivilisten belästigt, geschlagen und getreten . Zwei herbeieilenbe beutsche Polizisten erhielten ebenfalls Stöße vor bie Brust unb würben beschimpft. Auch die Ver­gewaltigungen gegenüber beutfchen Frau­en unb Mädchen nehmen erschreckenden Umfang an. Die Erregung der Bevölkerung wächst.

tionsagenten dürfte vor allem durch die Slfse- ....... >».,

renzen des Reiches mit den Ländern toesssv* gäiil"'"

Aenderung des FinanzausgleichsJJ

sein. Schon in seinem letzten Bericht war