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Kasseler Neueste Nachrichten

Nr. 243. 17. Jahrgang.

Sonntag, 16. Oktober 1927.

Der Sport ves Sonntags

wie er im

Ihr Geschäft vergrößem Gie,wennGie fleißig in denRasseler NeuestenNachrichten inserieren

Friedrich Ludwig Jahn.

Zum 75. Todeslage des Turnvaters.

einer der eeiftieen P-teu Teuifchtands.

Jahre 1870 au» der Taute «hoben war«.

Leben rollt Rch ua» aut bei solchem Ge-

Hondbaki (D. G. V)

Die Handballspiele des Bezirkes Hcgeu-Ha»m>ver lind «rfreulicherwerse gut in Schwung gekommen, so» Ba6 nunmehr allsonntäglich der Betrieb reibungs­los abgewickelt werden kann. Auch der heutige Sonntag siebt bei unseren Handballern wieder einige wichtig« Tressen, die von grobem Ginflufs auf den Stand der Tabelle werden können. Tas größte dieser »viele sindet aus dem Kalerueuoos der Poll» z«i»Unt«rkuust statt.

Welch ein i .... -- -- *, ,.Ä

denken! Der Mann, von dem ein amtlicher Benckt der deutschen Bundes,aa»-KommisRon. datiert vom 15. Februar 1820. zu sagen lick bemüßigt füblte. daß er die höchst gefährliche Lehre, von der Einheit Deutschland» aus, «brach t', wurde am 11. August 1778 ,u Lau, bei Leuzen in der Priegnib al» zweite» Sind de» dontgen Laudpsarrers Alexander Friedrich Jahn geboren. Regellos, wie dte äußere Lime seines Leben», »erlief auch fein Bil­dungsgang. Da» erste Lesebuch de» Jungen wird

«m 15. Oktober 1927 find 75 Jahre seit Jahns Tode verflösse«. Für die deutsche Oessentlichkeit war er als Mensch im Grunde schon 8 Jahrzehnte eher verstorben: ieüjenet Zett, da eine engherzige Regie» rnng ihm als luftigen und gefährlichen Revolutionär aus allein Wirken herausriß, ihn 4 Jahre laug durch deutsche Gesauguifie schleifte und ihn dann in die Ein­samkeit verbannte. Sie sind alle Revolutionäre, die (»rosen dieser Erde, und Jahn war einer der ganz Große« unseres Bolkes. Und viele ihrer revolntio- naren Ideen, di« ihre Zeit verabscheut uud schzuäbt haben Ewigkeitswerte. Unter denen JahuS, des gro- ben Bolkserziebers. find es zwei, die ihn sür «ns un­sterblich machen. Sie knüpfen an die beiden von ihm «schasseuen Worte

Bolkstu« und Turnen au. Mitten in einer Zeit der Sehnsucht uud Bölker- «ersbhuuug und des kosmopolitische« Ueberschwanges lehrt er mit der ganzen Wucht seiner Persönlichkeit: nur da» Volk, dos unbekümmert um alle andern sein e Eigenart entwickelt, sein Wese« reich und blühend macht, sich seines Volkstums bewußt ist. kau» ei« tüchtiges Glied «»ter de« Bölkeru werde». Dazu kau» daS deutsche Volk nm komme», wenn es ein einiges uud freies Volk wird, das nicht allen mög­lichen Herren und Fürste« dient und gehorcht, sonder« einem freigewählten Führer folgt. Tas ist die erste große Ide« Jahns, die völkische. Sie i« heute frisch wie em erste« Tag. Da«« kommt die zweite.

Rur freie, (fette, trotzige Mensche» kSuue» des Reich, wie wir es brauche«, aufbaue« und seine Freiheit genieße«. Sie wachsen nicht in Amts- und Schreibstuben, auch nicht immer am Hand- werkertifch. Sie gedeihen nur in lebendigem Zusam­menhang mit der uralten Mutter Erde. In Wald. Wiele. Waller. Wetter uud Wind. Das ist die zweite große Idee Jahns, die turueri- ch e. Sie klingt aus in dem Rus in die Haseubeide: leraus ihr deutsche« Jungen, zum grüne» Staffen« aal. Ihr seid alle irgendwie in das Lebe« der Zivili- atio» oerfeftiat. Ihr steht im Beruf, ihr gebt zur Schule, ins Bur», in die Fabrik, Irgendwo schnurrt im Alltag, im große» Räderwerk »es Lebens auch euer Rädchen, und es darf nicht stille stehen, zum Seile des Ganzen. Ihr müßt alle eure Pflicht tu«. Tag ntn Tag und Jahr um Jahr. Aber irgendwann immer wieder einmal. «« einem freien Nachmittag, an einem freien Abend, an einem Sonntag, werft den Alltag mit all feinen Pflichten und feinem grauen Ernst von euch und

gebt hinaus auf de» Spiel- und Turnplatz und treibt da die ureinfache» Spiele uud Hebungen, wie Re so oder ähnlich Menschen sett «rewigen Seiten ge­trieben haben, wie seit »rewigen Zeiten Menschen en hnen gewachsen sind uud lkraft uud Mut erworben haben. Turnt, spielt, treibt Svort, wandert, schwimmt, treibt Gvmnastik, ans daß das Geheimnis enres Lei­des feine Macht i« Seelische» entfalten tonn und ihr ganze vollwertige Menschen, freie deutsche Menschen, tüchtige Bürger eines einigen BolkeS und wohlse- grüudeten Staates werdet.

Sportklub 03 Ballivlelvereiu 06.

Am Sonntag vormittag werden stch obige Mann- schasten tm Privatspiel auf dem Svortvlab au der Taps gaffe gegenüber stehen. 06. der KreiSliga- meifter, hat in letzter Zeit eine sehr gute beständige Form gezeigt und Verein« wie Svielverein, Her- mannia und Svort mußten die Ueberlegenbett der 06er anerkennen. Auch die 03er haben am lebten Sonntag bewiesen, daß Re sehr gut im Schwünge sind und ist deshalb mit einem schönen viele zu rechnen. Ballsvielklub Sport fährt am »onutag nach Gotba, um ein Privatspiel gegen Gotha 01 auszutragen.

old ans, sodaß er endlich eine Jugendliebe heim- führen konnte. Aber die Seit nach den Befreiungs­kriegen, die dumpfe Metternichsche Epoche, war jenen nicht hold, die allzu laut ihr deutsches Fuhlen und vor allem ihre Sehnsucht nach einem geeinten deutschen Battrlande bekundeten.

Iah«, der nie ein Blatt vor de» Mund genommen, äußerte Rch laut und derb, wie es feine Gewohnhett, gegen die Reakfionspolittk jener Jahre, wodurch er tn den Geruch eine» ..Demagogen" geriet, zumal als er Rch lebhaft bei der Gründung der alsbald o«r» iotenen deutschen Burschenschaft beteiligte. Im Jahre 1819 wurde der glühende Patriot verhaftet, auf Festung gebracht und Im Jahre 1820 vor eine Jmme- diatkommission gestellt. Nachdem man ihn 1834 ju zweijähriger Festungshaft verurteilt Hane, wnr- t er Im Jahre daraus fretaef»ro(ten. Man unter- sagte ihm aber, al» einem ,.Ö erführet der Sa­gend, den Aufenthalt in jeglicher UniverRtät». und Svmnaltalstabt. wesbalb er sich Freoburg an der Unftrut »um Aufenthaltsort wählte. Bon da b verläuft fein Leben still und River. Erft im :a6re 1840 verlieh man ibm nachträglich da» Eiserne Kreut! Im Frühjahr de» ShirmiabreS 1848 wählte man thn

in die Deutsche Nationalversammlung, wo er der äußersten Rechten angehörte auch al» Politiker, 61» zu feinem Tode, da», was er fein aan- e» Leben biiwurch gewesen: ein Mann des Rate» und 6er Tat. des offenen, der- ben, volkstümlichen Sorte» alte» in allem derDeutscheRe der Tentschen!

Boxe n.

De kommende» Surovameifter-Borkämpfe des Sportvereins Knrbeffe«.

Groß« Ereignille werfen immer ihre Schatten vor­aus. das können wir auch von den großen Bor» kämpfen am 4. 11. im Stadtvark sagen. Zunächst hat der Herr Regierungspräsident Dr. Frie- denSburg. welcher bekanntlich selbst ein ausge­sprochener Svorttnterellent ist.

daß Protektorat für de» RamvfaVend__

übernommen. Ein Beweis dafür, daß e8 Rch hierbei nicht um etwa» alltägliches bandelt. Inzwischen ist Surovametster Müller kürzlich in Amsterdam am feinen in Europa wohl schärfsten Gegner, den hol­ländischen Schwergewichtsmeister Milion, gestoßen. Schon in der zweiten Runde mußt« Milion sich aus­zählen lallen. Sein Gegner in Kassel ist

der deutsche Schwergewichtsmeister JasverS-Stettin, welcher schon einmal von Müller nach Punkten ge­schlagen wurde. Am 4. 11. wird tm Stadtvark das große Revanchetreffen zwischen Jasvers und Müller stattfinden. Hier müllen endgültig die Würfel fallen, wer der Beffere ist. Auch die Lokalpatrioten kommen zu ihrem Recht. Nußbaum I-Kur dessen tritt gegen den Europameister Domgörqen atz. der bereits im Frühjahr d. Js. schon einmal tn Kassel startete und damals gegen Art eine technisch hervor­ragende Leistung vollbrachte. Weiterhin treffen im Stadtpark aller Voraussicht nach D übbers-Köln und der Eurovameifter Dalchow-Berlin zusammen, ebenfalls eine Paarung, die selbst den ver­wöhntesten Fachmann des Borsportes befriedigen dürfte. Wir werden binnen luriem die 5 Favoriten hn Bilde bringen. Hg.

Kurheffen-Polizei Hellen-Prenßen^

Bei diesem Treffen geht es wieder einmaMum die Vorherrschaft im Kasseler Handballsport. Im P o k a l e n o s v t e l konnten die Polizisten da» bes­sere Ende für Rch behalten und werden natürlich auch beute wieder versuchen, das damalige Ergebnis »u wiederholen. Allerdings darf nicht überleben werden, daß die Hellen-Preutzen in der Zwischenzeit ifire Mannschaft wieder durch die Einstellung ihre» be- währten Torhüter» Pfaff erheblich verbellert haben, wdatz auch Re einige Ausstchten auf Erfolg haben, schiedsrichter dieses großen Treffens ist Jakob von Hellen 09 Arn Hochzeitsweg in Kirch­ditmold finden Rch auswärtige Gäste ein. Polizei- Svortveretn Holzminden ist hier der Gegner.

Hellen 09 Polizei-Sportverein Holzminden.

Sier müllen die Holzmindener beweisen, daß ihre Form vom Vorsonntag eine beständige ist. Die Ses. len fahren mit schwererem Gelckiütz auf als die 05et aus Göttingen es am vorigen Sonntag fertig brin» gen konnten, trotzdem werden Re äußerst oorRdttig wenn Re nicht eine unangenehme Ueber- ttschuna erleben wollen. Ein weiterer auswärtiger Gast erscheint auf den Waldauer Wiefen beim Raffelet schwimmverein. Vormittags um U Ubr werden hier

Raffelet Schwimmverein Göttingen 05 um Sieg und Punkte kämofen. Auch hier ist dal Resultat absolut nicht voranszusagen.

noch ein andere» Spiel »am <u»traa. Als ®eg«B Rad In Rochendttmolü die Mannschaften ter Rotte gruppe

Spielverefn Raffel und Sportverein Hermanni- angesetzt. Svielverein liegt nach^ Verlustpunkten «« rechnet recht günstig in der Tabelle und stebt nur einen Punkt hinter Kurbeffen Raffel. Die letzten Spiele in Göttingen haben Lvielvereins Manntchaft viel Lob eingebracht wegen der schnellen und fairen Spielweise. Wenn auch die Pfabbeuver vorläufig noch aus die Dienste des rechten Außenstürmers Jakob ver­zichten müffen. so hat sich der eingestellte Ersatz so be­währt, daß eine Schwäche in der Aufstellung nicht za bemerken ist. HermanniaS Mannschaft bat nicht mehr die ausgeglichene Svielstärke wie. früher. Fortgang einiger Spieler. Umstellungen tn der Mannschaft ha­ben thr das einheitliche Gepräge genommen. In der Spielweise gleichen aber die Struthbacher ihre» Freunden aus Nothenbitmold sehr und eS darf nicht überraschen, wenn Hermannia gegen Rothenditmold einen Achtungserfolg verzeichnen kann.

Svortverei« Kurbellcu

bringt daS dritte Spiel zum Austrag und mutz di« Weife nach Göttingen antreten, um gegen Svieloereinigung Göttingen zu spielen. In Göttinger Kreisen traut man der Spielveret». auf eigenem Platz allerhand zu und glaubt an einen, un­entschiedenen Ausgang dieses Kampses. Der BezirkS- meifter wird also gut tun, sofort mit aller Kraft an» jagreifen. Wohl hat «pieloereinigung Göttingen in dem Mittelläufer Merten eine tüchtige Kraft, aber die ganze Mannschaft ist nicht so stark, um gegen Kur» Hessen Kassel zu gewinnen. Die Göttinger Mannschaft hat bi» jetzt noch keinen Punkt erringen können und wirb den Saffeler Kurhellen wohl oder Übel auch ttt diesem Kamps Punktlieterani bleiben.

9taO|j>ort.

Rarteilrennen Raffel Heiligeustadt Riefte Oberkausunge» Niederkaufnngen Raffet.

Am Sonntag veranstaltet der Kasse le r R a d« sahrer-BeretnMaffia 1910 e. B. in Ge­meinschaft mit dem Klub S a f f e I e r 6 e r r e n - sabrerein Kartellrennen auf der Strecke Kassel Heiligenrode Nieste £6er£aufungen Niederkausungen Kassel. Da die Fahrer bei. der Vereine gleich stark llnd, ist ein sehr intereffanteS Rennen zu erwarten, zumal die A-Klasfe 8 m al. die B - KIasse Smal, die Jugendklasse Im a l diese Strecke durchfahren, fodatz dem Publikum Gelegenheit gegeben ist, das Rennen von Anfang biS Ende zu verfolgen. Start und Ziel an der Römerballe tn Bettenhausen. Anfang 8 Uhr.

Luther» Bibel, vor allem la» alt« Testament und die Psalmen, aus denen er sich jenen propheti­schen Schwung der Gedanken aneignete, der alle feine mündlichen und schriftlichen Auslassungen späterhin kennzeichnet.

3« Hanse norgebildet.

Begann er erst vom Jahr« 1791 ab die verschiedensten öffentlichen Schulen zu besuchen, in denen er llch als ein schwer zu lenkender, aller Subordi­nation abholder Kovf gezeigt haben soll, so­daß, teils freiwillig, meist aber gezwungen, ein häufi­ger Wechsel der Anstalten angezeigt schien: da» glei- Se ist von seinem UniversttätSbesuch zu sagen: nicht weniger als Reben, nach einigen sogar nenn Hochschulen soll dertolle Jahn" nacheinander un- Rcher gemacht haben.

Seine wahre Gebnrisstunde.

die Stunde, da er zum Manne reifte, und die Ju- gendiollbeiten dinier Rch tat, schlug aber im Jahre 1806, al» er. von heißer Sorge um fein bedrohtes Vaterland getrieben, in da» preußische Heer eintreten wollte, dieses aber erst unmittelbar nach der unglück­lichen Schlacht bei Jena erreichte. Es ist für die Be­urteilung der Größe des patriotischen Schmerze», den der damals Achtundzivanzigjährige über die Katastro­phe jene» Jahres empfand, charakteristisch, daß er in der Nacht, die dem 14. Oktober folgte, vollständig graues Haar bekam dann aber auch die Tatsache, daß er einem preußischen Staboffizter, mit dem er in Konflikt geriet, als er Rcherdreistete", zur Slbwendung noch schlimmerer Katastrophen seinen 9lat kundzutun, die ewig denkwürdigen Sorte entgegen- schleuderte:

Handball sD T.)

Die Meifterfchaftsspiele des Sonntags.

-Theutige Sonntag bringt den Fortgang der ^Ä^smele tn alleii Klaffen. In der Meisterklaffe «ML ;3 ?^tchffmele und 1 Prtm-n'viel statt. Die unteren Klaffen werden »um Teil schon ennDer-eno für hte Spitze sein.

Meisterklaffe: Henschelwerke - «eit. Raff. Tgde. e^3?0L5enlS.ei,J®'4en konnte Ac. C. T. im Privat- wel gegen H.-W. noch einen hohen Sieg erringen, ^nu au* H -W. zur Zeit wieder an Snielstärke ge- S2n«ren Aa,~° tkt doch noch mit einem sicheren Siege der Ae. C. T. zu rechnen.

C. T. 44 Großalmerode.

Der Meisterklallenneuling Großalmerode, welcher d«. Sonntag die ersten Punkte in Eschwege lallen , wird auch heute einen nicht gerade leichten Gang haben. Die C. T. 44 wird genau wie Groß- MtMxn. tne ersten Punkte zu erhalten. Tu stch Sie Mannschatten gleichwertig fein dürften, wird der Ausgang des Spieles ein knapper fein.

Mt». Holzminden TN. Einbeck.

Z« nördlichsten Teil unseres Kreises treffen die vorstehenden Mannichaften aufeinander. TN. Einbeck als Neuling wird keinen leichten Stand in Solzmin- den taten Da uns die Spielstärke der Einbecker noch nicht bekannt ist. dar! man dem Ergebnis mit -»-«reffe entaegenfeben. Gurhagen 1. T»!vo 1886 2. Tiefes --viel kommt als Privatfviel in Cter- »wehren zum Austrag.

«-Klaffe: C. T. 44 2. - Waldau 1.

. Die 2. Mannschaft der C. T.. welche am Sonntag das erste spiel gewinnen konnte, wird gegen Waldau keine großen AuSRchten auf Erfolg haben. Genfnn- dE» 1. Ae. E. T. 2. Falls Gensungen heute einen heiftren Tag al» am Sonntaa bat. wird das Solei »öS nicht verloren fein, anderenfalls fällt der Sieg den Gasten zu.

»-Klaffe.

9ofaei8mar 1.-- Obervellmar 1., Ober,wehren 1. Gurhagen 2. E-Rlaffe: Riede 1. Obervellmar ff- T. 44 Wolfsanger 1., Helsa 1. Oberkaufun­gen 2. -Jugend: S. T. 44 1. Gurhagen. «ht.

. Die enteren Klaffe»

«'ESS*2 Tätigkeit. Um die Führung der A- 9 Sn "r«ie» Hellen-Preutzen und Kurtellen-Polizei 2. Mannschaften. Bei der Gleichivenigkeit beider Mannichaften kommt ein interessantes Spiel zustande, da» ein knappes Endergebnis zeitigen wird. Mün« uni ©elfa tragen einen PoRtionSkamof au», «e 'wette Elt der Helsaer bet der 2. Man». f*att te» ffqffefer SchwimmoereinS zn Gaste iR. Rum teffen-Poli^i 4. bat gegen die 1. des Svortklubs 03 "Uo iLemg Moglichkeii. »u gewinnen. Das Gleiche gilt für te 9. Bar-Koch ha», die mit der jungen Hermannen-Mannichaft »nfammentreffen. Wg.

Da» war Jahns Lehre.

Er hat die Kraft des völkische» Gedankens und die feeliiche Bedeutung eines erdhaste» ursprünglichen Leibeslebens neu entdeckt und verkündet. Wir haben allen Grund, ibm dasür dankbar zu sei« und «ns in dieser Schicksalszeit ans ihn ,» beRnne«.

Edmund Neuendorff.

* * *

Der DeuNcheNe Der Deutschen,

von Dr. F-. R. Schlichters.

Den Begriff der Einheit Deutsch­lands habe ich mir angelebt und etnge- lebt, und ich kenne keine Zeit, wo tch nicht von ibm beseelt gerne! en mär ei'

Diese ehernen Zeile», die er ein ganzes, langes und reiches Dasein hindurch als Wahrheit und nicht lediglich als klangvolle Redensart lebte, Retten tn einem Briefe, den Friedrich Ludwig Jahn, der Turnvater, wie ihn die Mitwelt und die Nach­kommen zu nennen pflegen, im Jahre 1846 an einen gewissen August Ravennetn schrieb. Sie stellen das Motto über diesem Dasein voll Sturm und Drang, voll Mannhaftigkeit und inbrünstiger Liebe zum Ba- ierlande dar. wie es stch schöner nicht Ruten ließe. Jahn, der am 15. Oktober 1852 verstarb und des­sen 75. ToteRag heute das von ihm so glühend er­sehnte geeinte Deutschland tn ernstem Gedenken be- gebt, ist tn Wahrheit "

Raten darf jeder, der ein Vaterland ,« verlieren bat!"

Bei diesem Wort ist Jahn sein Leben hntdurch ge­blieben und hat namentlich in den Unglücksjahren bi» zur Wietererhebung Preußens weder das Raten noch uor allem die Taten unterlallen. So schrieb er In der Zeit tiefster Erniedrigung fein WerkDeutsches Bolks- tum*. von dem Blücher und andere bekundet haben, daß es dasteutitbefte WehrSiichlein' und ein Armee­korps für st» inert gewesen fei. So auch ging er, als er zu der Erkenntnis gekommen, die Wiederher­stellung des niedergedrückten BolksgeisteS sei nur durch die Entwicklung der phvsischen und moralischen Bolkskraft möglich, sogleich daran, diese Erkenntnis in die Tat umzusetzen. Damals, im Jahre 1811, als Lehrer an der Plamannschen Erziehungsanstalt in Berlin, schritt er, im Verein mit Friedrich Friesen, dem glutvollen Jüngling, der wenig später feine va­terländischen Ideale mit dem Heldentod besiegelte.

zur Eröffnung eines Tnrnvlatze» in der Hafen- beite bei Berlin.

auf dem heute fein Denkmal stebt. Hier hat er Jahre hindurch, durch Wort und vorletente» Beispiel, viele Tausende von Jungen und Jünglingen begeistett und ertüchtigt, sodaß, als endlich die Zeit reif war, und das Vaterland rief, Männer zur Verfügung stan­den. Zwischendurch veröffentlichte er in rauher Folge eine patriotische Schrift nach ter anderen, die Rch da­mals ungeheurer Popularität erfreuten und nicht we­nig zu ter großen Erhebung des Volkes im Jahre 1818 beigetragen haben. Im Februar dieses Fabres eilte Jahn mit Scharen seiner Schüler nach Breslau, wo er als

einer der erste« in daS Lützowfche SorvS eintrat.

@r wurde Führer eine» Bataillon» und von ter Re­gierung auch mehrfach zu geheimen Sendungen ver­wendet. AIS der Feldzug beendet war, stellte ihn ►er Staat als Turnlehrer an und letzte ihn, auf aus­drückliches Betreiben Gneisenaus, einen Ehren-

Um die FutzvoNniel'erschüft.

Drei Spiele am -enttgen Sonntag.

Während in ter Südgrupve die Meisterschaft», spiele schon weit vorgeschritten llnd, bat man in der Nordgrupve noch eine Anzahl wichtiger Spiele »tragen, bi» man eine Ueberficht über die spiel- en Mannschaften hat. In der Südgrupve fiel für die führenden Kasseler Mannschaf­ten am Sonntag die Entscheidung tm Treffen Svort gegen Svortklub 1908 In der Nordgrupve kommt die Vorentscheidung tu acht Tagen mit dem Kamps Kur­bellen gegen Svielverein. Die Rothenditmold» baten sich nach tem Verlust des ersten Spiele» gegen Hellen 1909 matter geschlagen und vor allem gegen die Gö,- tinger Vereine in Göttingen durch zwei Siege ooriüg- lich abgeschnitten. Der Sonntag bringt folgende Kampfe:

I» Kassel: Tnra Raffel Borussia Fulda.

I« Kassel: Svielverein Raffel Hermannia Raffel. I» Göttingen: Spielvereiuignug Göttingen Rur« dessen Raffel.

Für Raffel ist da» erstmalige Erscheinen ter Ful­daer Borullen das Ereignis des Tages. Die Borus­sen baten üch durch ihre glänzenden Spiele die Füh­rung der Südgruvve angeeignet und werden im Sv:el gegen Tura den Beweis zu erbringen baten, baß die Führung nicht durch Zufall errungen wurde. In die­sem Jahre hat Borussia einen besonders glück­lichen Start gebäht und

führt mit 3 Punkte« Boriprung die Tabelle e«.

Al» erster XSegner tritt. Tura in Raffel entgegen. Tnra bat sich in tiefem Jahr recht wacker geschlagen, mutzte allerdings gegen Sportklub 1903 eine Nieder­lage binnebmen. Die Mannschaft wird Rch ben^b-,- anftrengen. um gerade gegen Borussia gut abzufchnei- ten Die Kasseler. Vereine Svott und Svortklub 03 verfolgen dieses Soirf mit besonderem Jnterelle. da im Falle einer Niederlage der Borussen die Ebancen für Svortklub 03 und Ballivtelklub Sport erbebliL steigen. Borufffa geht wohl vorbereitet in diesen Kampf und kann für stch in Anspruch nehmen, gegen die besten Saffeler Mannschaften ke>n Sviel verloren zu baten. Tura Raffel wird lick aber fo leicht nickt schlagen lallen und fo darf man am Sonntag nachmit­tag» 3 Ubr auf tem Sportplatz vor Park Sckönfeld einen interellanten Kampf »mvaryen. In Kallel kommt

(Schach.

Um die Raffelet Meisterschaft.

Da» Tiunner um die Kasseler Meister. t.Z beschlossen worden. Es haben

llch bister als Teilnehmer folgende Herren gemeldet: D r. Gäbel. Dr Witte, Heinemann. Pf it- zenreuter Scharf. Dzaack, Baumann. P « 4 und N u s ch. Drei weitere Herren haben bei früherer Gelegenheit ihre Teilnahme eretlärt. so- vatz uttt zwölf Teilnehmern gerechnet werten muß. Ob aber alle drei Herren bis in nächsten Mittwoch, dem Beginn des Turniers, ifire endgültige Erklärung gegeben haben werten oder ob noch andere Herren sich bis dahin melden, ist unbestimmt. Jedenfalls wird leter Leilnebmer über

zwanzig Partie« ,» spiele« taten.

da e» stch um ein Dovvelru ntentürnier bandelt. AlS Spielzeiten Rnd die Abente Mittwoch und Montag vorgesehen, während Hängepartien grundsätzlich Sonn­abend oder -sonntag vormittag» beendet werden sollen und zwar innerhalb von vierzehn Tagen nach Ab­bruch. Von Liesen grundsätzlichen Bestimmungen Rnd Befreiungen nach Anmeldung vorgesehen. Nähere» tesagen die tm sviellokal, zum Dörnberg-Eck. auSlie- aenden Bestimmungen. Als Turnierleitung werden

S£rrcn Schirmer und Horlbog in Verbindung mit den Vmffitzenten derjenigen Schachvereine fungieren, ivelche durch Mitglieder beim Turnier vertteten Rnd.

Die Paarungen

ter Teilnehmer werden am Beginn teS Turniers im vottaus feitgtiegt, foteß jeder Teilnehmer im voraus wem, mit welchem Gegner er an den einzelnen Spieltagen zu spielen hat. Partien können na» An. meltetita vittgeivielt werten, sodaß ter entsprechende ^birfatend für die betreffenden Gegner dann spiel- frei bleibt. Der vorausstchtliche Schluß des Turnier» laßt Rch daher gegen Ente Januar 1928 erwarten.

_____ Dr. W.

Der Deutsche Fußballbunv tagt.

Ortetttlfcher Bundestag in Daurfg.

. teutigen Sonntag wird ter Deutsche Futz- L a l I -Bun d m D a n z i g Jeitten ordentliche» SunöeStag abhalten, nachdem man erst vor we- ntgen Monaten zu einem außerordentlichen Bundes­tag tn München zusammengekommen war. Die Ta» «esordnung des Bundestages in Danzig zeigt daS übliche Schema: Entgegennahme der Berichte, Ent­lastung, Neuwahlen (mit garantierter Wiederwahl. Zu Le" Satzungsänderungen liegt ein sehr interessanter Antrag des Bundesvorstandes vor, ter auf

eine Erweiterung

r Borstantes binrielt. Der engere Bun- °utzer tem Vorffbenden. Stellvertre- n^l^?Elldastsfiihrenten BorfiLenden und zwei Bei- P Amtliche Ehrenvorlltzende und Ebrenmit- Buntes, sowie die Verfreter be» DFB. in ^tt^tfa umfassen. Aller Borausstcht nach wird auch ttz Danzig kein Wechsel im bisherigen Kurs des

Man wirb int alten Fahrwaller »eiter- Wta verlautet, soll ter Senat te» Freistaats Danzig einen größeren offiziellen Empfang vorbe-