Kasseler Neueste Nachrichten
Kasseler Abendzeitung
Hessische Abendzeitung
Nummer 243 Amtliches Organ der Stadt Kassel. Sonntag, 16. Oktober 1927. Amtliches Organ der Stadt Kastel. 17. Jahrgang
Di- Raffelet «--reffe» Na-SE-s elfte!»«» wölbe»-li» sechsmal nachmittag«. Der AbonnememSvreiS be.ragl für den Monai 2.— Jt bei freier Zustellung -Nö HauS, in ier G-schLflSitelle abgebvlt 1.80 Jt. Durch die Poff monatlrch 2.— Jt »uSschlietzlich Zuffellung^-ebühr. B-rlag und Redaktion Schlachtbofstrabe 28/80. Ferniorecher 951 und 9o2. Sür unverlangt eina-san-te Beiträge kann die Re. üaktiv» eine Verantwortung oder Gewähr In keinem Kalle übernehme». Rück, zahlung d-S BezugsgeldeS oder Ansorüche wegen etwaiger nickt ordnungsmäßiger Lieferung ist anSgefchloffe». Poitscheckkonto Frankfurt am Main Nummer 6380.
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Anlkihe-Konlfolle im Weißen Haus
unter denen daS Reichssthulgesetz
F. R.
Annvhmk 6te HolzorbettttschtedSspruchS.
Berlin, 15. Oktober. Die Funktionäre des Holzarbeiterverbandes haben den Schiedsspruch in später Abendstunde gegen eine starke Minderheit angenommen. Die Entscheidung liegt nunmehr bei den Arbeitgebern.
2111® n 1230 fliest heute nicht weiter.
Hortha, 15. Oktober. (Funkspruch.) Es kann mitgeteilt werden, daß „D 1230" heute wohl nicht starten wird. Es wird erst gründlich überholt.
Propeller, sondern nur mit einem kleinen Bremsslügel laufen wird, sich in die verschiedenen Höhenlagen unter der Einwirkung der ständig wachsenden Kälte und Luftverdünnung verhalten wird. An Kontrollapparaten wird daZ Begleitpersonal, daS natürlich mit Sauerstoffapparaten ausgerüstet wird, die jeweilige Mo torleistungeu genau ablesen. Für die Abgase des Motors ist ein sorgfältig isolierter Abzugsschacht durch den Ballon eingebaut, durch den die Gase sofort in die Luft über den Ballon geleitet werden, damit sie der Hülle nicht gefährlich werden können.
Der Mo or in der Gondel.
Bor dem Ausstieg des Riesenballons.
Friedrichshafen, 15. Oktober.
Um die Eigenschaften eines Flngzeugmotors in sehr großen Höhenlagen zu erproben, die ein- mal für den Luftverkehr der Zukunft in Frage kommen werden, hat die Luftversuchsanstalt den größten Freiballon bauen lassen. Mit 9500 Kubikmeter Inhalt wird dieser Ballon mrch den Ballon „Preußen" um 1100 Kubikmeter übertreffen, mit dem 1901 der Hühenweltrekord mit 0 800 Metern aufgestellt wurde. Der neue Rie- enballon, der jetzt in Friedrichshafen gefüllt wird, ist dazu bestimmt, in feiner besonders ton- truierlen Gondel einen kleinen Versuchsmotor in
Höhen bis zu zehntausend Metern zu tragen. Dabei soll genau sestgestellt werden, wie der Motor, der natürlich nicht mit einem
Die Nebel Mn...
Herbststimmung auch im Regierungslager.
Immer tiefer versinkt die herbstlich gedämpfte Welt in fahlen Nebelbrodem, in frühe Abenddämmerung, in bunte Märchenträume, in lautlose Stille, Schlaf und Tod. Erstorben das letzte Vogellied im Gezweig, verschollen lustiges Krn- der- und Mädchenlachen im grünen Hag, versto- beit die dichten Menschenschwärme an den Ufern, den Berghängen, in Parks und Alleen. Und bin in die Straßen und Stuben ziehen herber
Modergeruch und die beißenden Rauchfetzen de/ Kartoffelfeuer. Noch haben die fast noch grünen
Berlin, 15. Oktober. Im ReichsarbeitSmini- sterium führten die Verhandlungen zur Beilegung des Lohnkonfliktes int mitteldeutschen und ostelbischen Braunkohlenbergbau zu keiner Be r st ä n d i g u n g. Auch vor der paritätisch zusammengesetzten SchlichiungS- kammer hielten die Gewerkschaftsvertreter an ihrer Forderung auf zehnprozentige Erhöhung der Schichtlöhne fest, was die Arbeit geber ablehnten. Bei einer eventuellen Ber- bindlichkeitserklärung durch den ReichsarbeitS- minister werde von den Gewerkschaften, wie diese erklärten, keine Gewähr dafür übernommen, daß die BerbindlichkeitserklSrung von den Bergarbeitern geachtet werde. Spät abends wurden die Verhandlungen ergebnislos abgebrochen. Man rechnet damit, daß jetz der Streik verkündet wird.
Maste itl-idiaunorn in oir 9th»n-5nou3iie
Köln, 15, Oktober. Die rheinischen Textil- Industriellen haben den gesamten Belegschaften
zum 29. Oktober gekündigt, nachdem die Lohnverhandlungen gescheitert sind und befürchtet wird, daß die Belegschaft einzelne Facharbeitergruppen veranlassen werde, zu kündigen, um dadurch die Betriebe stillzulcgen. Falls Kamps- matznahmen der Gcwerkschanen unterbleiben, sollen die Kündigungen zurückgezogen werden. Die Arbeiter der Bekleidungsindustrie — etwa 18 000 — werden von sich aus morgen die Kündigungen einreichen. Der gesamte Konflikt umfaßt rund sechzigtausend Arbeiter und Arbeiterinnen.
scher «pion vor daS franzüfische Kriegsgericht m Konstantinopel gestellt und nach Verbüßung einer eineinhalbjährigen Gefängnisstrafe, die er in Südfrankreich verbüßte, 1921 nach Deutschland abgeschoben Hier war er nacheinander Medizinalpraktikant an der Leipziger Univer- sttatsklinik, Assistent bei verschiedenen Privai- arzten, 1926 Medizinalpraktikant in Lemgo
und bei der UniversttätsMnik Marburg.
Ueberall erhielt er die besten medizinischen Zeug- niffe. Schließlich wirkte er als Asststcni am Krankenhaus Oranienburg. Seine Entlarvung erfolgte auch hier nicht auf medizinifchem Gebiet ist vielmehr darauf zurückzuführen, daß er allerlei «chwindeleien beging, um einen Erpresser zufrieden zu stellen.
Berlin, 15. Oktober. Im Prozeß gegen den echsundzwanzigjährigen Richard Schuchardt, der eine ganz außerordeiMiche Laufbahn als falscher 5^ 96t, stellte sich heraus, daß
«chuchardt als Gymnasiast aus einer Anstatt >ur Beobachtung seines Geisteszustandes eni- Ä mit falschen Zeugnissen die
Stelle als Assistent des BataMonsarztes bei einem Freikorps verschafft hatte. Später beuchte er medizinische Vorlesungen in Berlin und war nebenbei Famulus in der Charitee. Danach war er Unterarzt bei einem anderen .schließlich gelang es ihm, aus Grund gefälschter französischer Militärpapiere und vor jUglicher Sprachkenntniffe nacheinander in Wien, Budapest und Saloniki als Militärunterarzt unterzukommen. Schließlich wurde er als dem-
Amfferdam 15. Oktober
Ter Start des gestern im Marinehafen Schel- lingwoude gelandeten Heinkel-Flugzeuges „D 1220" ist angesichts der sehr ungünstigen Wetterlage verschoben worden. Schon die gestrigen Wetternachrichten lauteten ungünstig und die heute früh eingetroffenen bestätigen sie. Hinzu kommt noch, daß über Schellingwoude das Wetter zur Zeit sehr dick ist. Die Sichtverhältniffe iud schlecht. Außerdem sind Regeusälle zu erwarten. (Siehe auch 1. Beilagenseite.)
aber sich täglich gutvoller verfärbenden Laubdome sich nur schwach gelichtet. Aber schon sind die buntgewürselten Wivfelteppiche mit Rost-, Kupfer-, Brokat- und Zinnobergespinsten gesprenkelt, wie mit Blut übergossen stehen die jungen Ahornherbstbräute, karurinrot prangen die mächtigeren Blutbuchenschwestern. Und flammt nicht von den üppigen Herbstbeeten brandrot, goldgelb die letzteSymPhonie derSpätblüher, entsteigt nicht betäubender Duft letzten entblätterten Rosenkelchen? Werden nicht, ehe der Mond noch einmal wechselt, rauhe Sturmfäuste, klatschende Regenschauer, fressende Nachtfröste das letzte süße Herbstlächeln in die starre Maske der Verwesung gewandelt haben?
Herbstnebel wallen auch aus den Klüften der politischen Zeitläufte empor und wollen uns die nächste Zukunft verschleiern. Als appetitanregende Vorspeise für die großen Parlaments- und Wahldiners, (in Preußen möchte man das letztere lieber beute wie morgen vorsetzen) werden die ersten Wahlschlager serviert. Und wahrend die Deutschnationalen vom „Hindenburg" Gedanken* des Arbeits- und Parteiburgfriedens profitieren, ist der Wahlmagnet selbst in einer Reihe von Städten überraschend weit nach links ausgeschlagen, sodaß zum Beispiel in Hamburg Sozialisten und Kommunisten jetzt die absolute Mehrheit haben. Wenn auch den Lppositions- varteien natttrgemäß und automatisch unzufrie- dene Elemente aus dem Regierungslager haufenweise zuzusallcn pflegen, so werden die fatalen Stimmverluste doch den bürgerlichen Verantwortlichen die Augen über die wahren Ursachen geöffnet haben. Da die gleichsam neutralisierte u. zwangsläufige, allen Parteien gemeinsame friedlich Befreiungspolitik nach außen zugkräftige Wahlparolen nicht abwirft, wird man mit allen Kräften weiter auf die Abstellung bet Wirtschafte-, Arbeits- und Lohnmisere bedacht sein müssen, um dem gefährlitsten Agifa- tionsswsf sür die Massen von vornherein die Svttze abzubrechen. Denn die Teuerungspsychose hält an und die energisch angekündigten „Gegenmaßnahmen" begegnen beute ähnlichen Zweifeln wie die noch nicht ausrewetzte Regierungsscharte vom »Preisabbau*. Knurrende . Mägen, leere Geldbeutel, Wohnungs- und Arbeitslose lassen sich mit dem pathetischen Schwung sittlicher und nationaler Ideen allein nicht gewinnen, wenn ihnen freilich auch mit dem Versprechen von goldenen u. Jchlaraffenber- : flenn icht geholfen ist. Gerade auf dem materiellen , Gebiete des Volkswohls wird noch harte, entsagungsvolle, positive Aufklärungs- und Aufbauarbeit zu leisten sein, wenn die Massen den Regierenden nicht aus den Händen gleiten i sollen. i
Heute fein zweiter Amerikastatt
Das Ozeanwrtter für D 1220 zu schlecht.
Anleihen sind anzumelden.
Amerika will f<ine Millionen nicht verschleudern.
Washington, 15. Okwber.
Die Gepflogenheit, vor der Auslegung fremder Staatsanleihen die Genehmigung des Weißen Hauses einzuholen, will der Senator Glaß <Tem.) im Kongreß zur Sprache bringen, da sich die Gefahr einer Korruption im Jnlande und einer ernsten Abkühlung der Beziehungen zu einer fremden Regierung, falls deren Anleihe abgelehnt werde, in sich berge. Glaß, Bo- rah und andere Senatoren, erklärten, sie würden einen etwaigen Gesetzentwurf, der diese Aufstchtsstelllmg des Staates legalisieren wolle, unbedingt a b l e h n e n. Tie Regierung selbst erklärt dazu, sie halte im Gegenteil die Einsetzung einer Beratungsstelle für Anleihen des Auslandes für unerwünfcht. DaS Staatsdepartement wünsche jedoch weiter vorher Stellung zu nehmen, da immerhin der Fall vorkommen könne, wo eine Nichtauflegung im nationalen Jntreeffe geboten fei, zuin Beispiel bei Anleihen zu RustungSzwecken oder für Revolutionszwecke.
sein. Besitzt sie doch das! gesamte Aktienkapital der Firma Krupp, das jetzt nach der Zusammen legung genau so hoch ist, wie bei der Gründung 1903, nämlich 160 Millionen Mark, die man trotz der Divldenvenlosigkeit der Gesellschaft wegen des hohen Substanzwertes mit Pari ein- etzen kann. Auch Fürst Plcß wird sich fein rüderes Vermögen zum mindesten erhalten haben, wenn auch sein Hauptbestandteil an Koh- l«n »um Teil freilich noch unerschlossen, in dem zu Polen gehörigen Kreise Pleß liegt. Kommerzienrat Bert von Speyer, hat sein Vermögen wie man sagt, durch Beteiligung in den Ser* einigten Staaten nach dem Kriege stark vermehrt. Weniger glücklicher operierte sein Frankfurter Kollege, der jetzt vierundachtzigjahrige «Baron Goldschmidt-Rothschild. Schon lange vor dem Kriege hatte er jeder geschäftlichen Tä- ttgkeit entsagt und sein auf hundert Millionen Mark geschätztes Vermögen zum überwiegenden Teil m mündelsicheren Papieren angelegt. Wie- viel ihm davon nach der Inflation geblieben ist durfte kaum bekannt sein. Achtzigjährig ist auch Oskar Huldschinsky, der sich ebenfalls lange vor dkm Kriege zur Ruhe gesetzt und sein in der oberschlesischen Industrie erworbenes Vermö- gen mündeMcher angelegt hatte. Mit fünfzig Millionen Mark galt er als der reichste Rentier bon Berlin. Wie Herr von Goldfchmidt- Rothschtld hat auch er erheeblich Vermö- genselnbußen erlitten, so daß er einen Teil sei. ner ichonen Bildergalerie verkauft hat. Die Ver mögen der Fürsten Henckel-DonnerSmarck und Sohenlohe--Lehringen liegen jetzt zum Teil in y®(.en- Dasselbe gilt für die Millionen be« 1915 verstorbenen Grafen Schaffgotsch-Godulla, Dagegen hat der verstorbene Gras Tiefe Winckler nur noch wenig Vermögen in Polen gehabt. Das überwiegend mündelsicher angelegte Ver- mögen der vor einigen Jahren verstorbenen Ba. romn Mathilde Rothschild hat wohl ebenso star- ke Srnbustm erlitten wie daS ihres Schwieger- lohnech des Freiherrn Marimiltan von Gold- Ichmidt-Rothichild. Indessen dürften ihre Enkel und Erben einen Teil des Verlustes durch die enorme Wertsteigung ihre« mitten in Frankfurt belegenen Grundbesitzes, vor allem der söge-
Der unsere Auslandsgeltung aufs schwerste schädlaende Flaggenrummel, der durch den Ver- gleich Preußens mit den Berliner Hotels auf da« tote Gleis geschoben schien, hat einstweilen im Landtag geräuschvolle Auferstehung gefeiert, ochre das das Spbinxrätsel dadurch um daS Mindeste gefördert wurde. Man sollte den in Berlin gefundenen Ausweg biS zur endgültigen Losung als modus vivendi gelten lassen und übrigen drängenderen Kultur- und Wirt- schaftsfragen die kostbare Arbeitszeit und -Kraft ÄUtoenben. Wie will sich die Regierung vor dem Reichstag aus dem ReichSschukgesetz-Tilemma herauSwinden, nachdem ihr der ReichSrat durch ferne Ablehnung so gründlich das Konzept verdorben bat. Die Opposition rechnet schon jetzt ^?r*!Ietjyten-. ?°er Freuden" damit, daß von . KeudellS Gewächs im Reichstag umnöalick Gegenliebe finden kann, zumal der Reicks at sofort wieder Einspruch erheben würde (den er allerdings seinerzeit zum Beispiel beim Zuckerzoll schon einmal fallen ließ). Um die Gleick- berechtiguna der. (christlich »z Gemeinschaftsschule, der konfessionellen Bekenntnisschule und der weltlichen Schule des Keudellscken Ent- Wurfs, um Eltern- und Kirckenaufsichtsreckt und die Schulhoheit des Staates werden jedenfalls nock heiße Kämpfe entbrennen, denen man boft-nttich nickt den bä fieren Ruhm der Partei «nd die Apotheose deS Dogmas, sondern das lebensiwlle. durch alle DolkSadern sprudelnde
£2«Äk^cn Bedenkt die Klippen ihn weghe.fen kann, so hat man m r ® Einspruch des einen kleinen Vorgeschmack von den großen
otw/ hu* v m;...schmerzen, unter denen das Reichsstkmlgesetz ÄÄ -mm-, bi. SM, tarn’
Kohlenstreik in Mitteldeutschland?
Alle Schtrchtungsverhandlungen gescheitert / Annahme der Verbind.tchkeitserk arung ungewiß / Vor dem Streikausbruch.
Stabile Vermögen.
Die reichsten Leute von früher und jetzt.
Rriea nnb Inflation beten den dentschen Mit« telfte«6 finanziell vernichtet. Di« kleinen und mittleren 8er mästen. vor dem griene mündel- 'idscr, nachdem in vatrioiischer iSefinnnn« in Rricaöanleiben angelcel, sind dnrch die Fnslaiion eben io vernichtet worden nie der Spar- und Roigroicheu des Keinen Mannes. Nnr die «rotze» Vermögen. die in Lechner- t e n anacleat waren, beben fick »en messt «en Ausnahmen ebscichest unverändert erhalten, lodatz di« wirtickattlich« Rruorduung nnr wenige «erlckiebungrn ihrer Raugorduun« gebracht hat.
Früher war Erellcnz Ernst von Mendelssohn- Bartholdy der höchste Steuerzahler von Berlin. Später teilten sich abwechselnd in diesen Ruhm die beiden großen Kohlcnkünigc, Kommerzienrat Fritz von Friedländer-Fuld und Kommerzienrat Arnold, Ches der Firma Cäsar Wollbeim. Zur Zeit soll Dr. Hans Lachmann-Mosse, Gatte der Adoptivtochter und Allelnerbin des verstorbenen Rudolf Mosse, der
höchste Steuerzahler der Reichshauptstadt sein Die zwanzig reichsten Privatpersonen in Deutschland vor dem Kriege waren nach der Größe ihres Vermögens geordnet: Frau Bertha Krupp von Bohlen und Halbach in Essen. Fürst Henckel- Donnersmarck auf Schloß Neudeck, Oppeln. Fürst Hohenlohe-Oehringen Herzog von Ujest auf Schloß Slawentzitz, Oppeln, Freiherr Marimiltan v. Goldschmidt-Rothschild, Frankfurt, Fürst Pleß auf Schloß Fürstenstein, Breslau, Graf Sckaffgorsch-v odulla auf Schloß Kop- pitz, Oppeln, Frsr. Math. v. Rothschild, Frankfurt, Kommerzienrat Beit von Speyer Frankfurt, Graf Tielc-Winckler auf Schloß Moschen, Oppeln, August Thyssen auf Schloß Landsberg bei Kettwig, Geheimer
Kommerzienrat Carl Henschel in Kassel, Geheimer Kommerzienrat Ziese Elbing Gehei- mer Kommerzienrat Franz Hantel Düsseldorf, Geheimer Kommerzienrat Fritz von Friedländer Fuld Berlin, Zeitungsverleger Rudolf Mosse Berlin, Geheimer Kommerzienrat Arnhold Berlin, Freifrau Ida von Slumm-Halbcrg Saarbrücken, Hugo Stinnes in Mühlheim an der Ruhr, Geheimer Regierungsrat Wilhelm von Siemens Berlin, Oskar Huldschinsky Berlin. Von den Besitzern dieser zwanzig größten deutschen Borkriegsvermögen leben nur noch fünf, Frau Bertha Krupp von Bohlen und Hallback, Freiherr von Goldschmidt- Rothschild, Fürst Pleß und die Herren Beit von Speyer und HuldsckinSky. Frau Krupp von Bohlen nnd Hallbach wird auch heute noch die
reichste deutsche Privatperson
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3RÜ SesUtschten Pap.eren jahrelang Militärarzt / Als Orientspion tn Frankreichs Gefängnis , Wie er entlarvt wurde