Einzelbild herunterladen
 

Kasseler Neueste Nachrichten

Sie Kasseler Neuesten Nachrichten erickeinen wSchentlich sechsmal nackmittaaS. Der Lbonnemeinspreis betrügt für de» Monat 2. Jt bei freier Anstellung ins k»aus. in der Aeschästsvelle abgeholt 1.80 Ji. Durch Me Poft monakllch 2. Jt ausschließlich Auitellungsgebühr. Verlag un6 Redaktion Tchlachtbosstrahe 28/80. Fernsprecher 951 und 952. Kür unverlangt eingelandlc Beitrage kann die Re­daktion eine Bcraniwortung oder Gewähr In keinem Salle übernehmen. Rück- iahtun« des BezugsacldeS oder Aniorliche wegen etwaiger nicht ordnungsmäßiger Lieferung ist ausgeschlossen. Postscheckkonto Frankfurt am Main Nummer 6380.

Kasseler Abendzeitung

Hessische Abendzeitung

Anzeigenpreis«: Einheimische GeschLstsan,eigen Me wm-Zeile 10 A, auswärtige Geschänsanzeigen die mm=3eile 10 A, Familienanzcigen Me mm-AeUe 10 A. Kleine Anzeigen aus Kassel das Dort 5 A, auswärl.ge fletne Antigen die mm» Zeile 10 A, Reklamen die mm-Zei!e 38 A. Öfserigebühr L A (ber Zustellung 85 AI. Recknungsbeiräge innerhalb 5 Tagen zahlbar. Für die Richtigkeit aller durch Fernsprecher aukgegebenen Anzeigen sowie für Aufnahmedaien unü Plätze kann nicht garantiert werden. Für Anzeigen m;: besonders schwierigem Latz 100 Prozent Aufschlag. Druckerei: Lchlachtbofftr. 28/30. GessbäftSstelle: Kölnischem:. 5.

Nummer 239. Amtliches Organ ver Stadl Kaffet. Mittwoch, l2. Oktober 1927. 'Amtliches Organ der Stadt Kayel. 17. Jahr, ang

Spanien will die Diktatur abschaffen.

Hand in Hand.

Verheißungsvoller Besuch aus Gens.

Das internationale Arbeitsamt hat diesmal Berlin den Vorzug seiner Tagung angedechcn lcssen und will unter seinem Direktor Albert Thomas in fünftägige» Beratungen fein Ar- Leitsvensum bewältig:n. Der Verwaltungsrat bestehl aus vierundzwanzig Mitgliedern, von denen zwölf Regierungsvertreter sind und die restlicken zwölf sich aus sechs Arbeitgebern und sechs Arbeitnehmern zusammensetzen. Das Deut- fche Reick hat als Rcaierungsvertreter ven Mi-: nisterialvat Feig vor. Reichsarbeitsminlflerium., als Arbeitgeber den lommerzienrat Vogel m-d cls Arbeitnehmer den Gewerkschaftler Hermann Müller entsandt. Der Verlegung der Tagung nach Berlin kommt symptomatische Bedeutung zu. Die letzte internationale Mai-Arbeitskonse- re«z in Gens bewies erneut, daß das Deutsche Reich aus sozialpolitischem Gebiete an der Spitze aller Länder marschiert. Drei große Fragenkomplexe sollten bereinigt werden. Aber nur die Krankenversicherung sührte zu einem Ergebnis Auch dieses wäre vermutlich ausaeblieben, wenn nicht der deutsch« Ministe- raldireklor Grieser und die deutschen Vertre­ter sich alle erdenkliche Blühe gegeben hätten, nm eine Kompromißlösung zu finden. Das Problem der internationalen Regelung der K o- alitionsfreiheit scheiterte an der Klausel ..der Freiheit, sich nicht zu organisieren". Tas neue Gewerkschastsaes-tz in England und die gewerkschaftliche Entwicklung in Italien dürften vermutlich auch in den nächsten Jahren rwch verhindern, daß die Erörterung dieser zeitgemäße» Frage über den toten Punkt hin­wegkommt. Was d'e Festsetzung von Min- destlühuen bctrijst, so konnte sich die lnter- natianale Arbeitskoufereuz hier doch wenigstens auf die Abfassung und Absendung eines Fra­gebogens einigen.

Zum Verständnis dieser Beschlüsse wie auch der heute beginnenden Beratungen des Vcr- waltungsrales muß man seine Arbeitsweise in ihren Kernpunkten kennen Die Konseren be­schließt Entwürfe und Vorschläge. Beide V v den den zuständigen gesetzgebenden Körperschaf­ten der fünfundfünszig Staaten, die sich dem Arbeitsamt angeschlossen haben, vorgelegt. Die Entwürfe zu internationalen Uebereinkommen bedürfen einer ausdrücklichen Ratifikation und sind obligatorifch. die Vorschläge da­gegen find nicht zwingender Natur und geben mir Richtlinien für die Mitgliedstaaten. In Berlin wird jetzt die Tagesordnung für die internationale Arbeltskonserenz des Jahres 1928 erneut geprüft und jene für 1929 festgesetzt Es ist jetzt schon sicher, daß im nächsten Jahre ein Entwurf über die Methoden zur Festsetzung der Mindestlöhne und ein Abkommen zur Ver­hütung von Unfällen weiter gefördert wird. Dagegen muß der Verwaltungsrat sich erst schlüssig werden, ob als dritter Punkt das Pro­blem der Arbeitslosenversicherung oder der ko­lonialen Arbeitsverhältnisse auf die Tagesord­nung der nächsten internationalen Arbeitskonse- renz gesetzt wirv. Wir Deutsche haben an beiden Fragen gleiches Interesse.

Der Verwaltungsrat Wird in Berlin auch über die Arbeltskonserenz von 1929 entscheiden und sich mit der Durchführung der Beschlüsse der zehnten internationalen Arbeltskonserenz sowie mit denjenigen sozialpolitischen Beschlüssen ein­gehend befassen, die von der letzten Weltwirt­schaftskonferenz gefaßt wurden. Direktor Albert Thomas selbst wird die Bilanz des Internatio­nalen Arbeitsamts ziehen. In deutschen Lan­den ist die innere Anteilnahme an dem Verlaus und den Ergebnissen der Berliner Tagung tn den Kreisen der Arbeiterschaft und des Unter­nehmertums gleich groß. Für die Arbeiterschaft hängt von seiner Tätigkeit nicht mehr und nicht weniger als die soziale Ausgestaltung seines Lebensstandards und aller sozialen Fürsorge- etnricktungen ab. Was das Unternehmertum Betrifft fo bat noch kürzlich fein Wortführer in einer Broschüre die grundsätzliche Forderung erhoben, dass mit allen Kräften in dieser Inter­nationalen Sozialoraanifation mitgearbei- tet werden must ganz gleichgültig, ob man die auaenblickliche Funktionsform und praktische N,d»i'iz,no Meier Arb-ften stöber und niedriger einschätzt. Es gefaltet sich eben hier eine neue den veränderten fsi-dürfnlssen der aän'lick um aestalteten Welt sich mehr und mehr anvasiend- Form des international, i siufammenlehens wie es <t«<* aestern Me d,tfch»n Arsteftn-herfOH Ter Itnd Austenminin-r 'trefemann selstsi für die innere tt. äußere G-dattuna der politifchen Verhältnisse zum Zukunftsprogramm erhoben.

Berlin ohne Hochbahn. I

Der Verkehrsteilstreik seit heute früh im Ganze / Starre »tret.Mehrheiten

ßenbahn besteht die Gefahr eine- Lohnstreiks nicht, da dte Tarifverhandlungen hier bereits zum Abschluß gekommen sinv. Dagegen konnte sich der Streik bei der Hochbahn auch auf die schwebenden Lohnverhandlungen bei der Omni­busgesellschaft auswirken.

Berlin, 11. Oktober In der Urabstimmung bei der Hoch- und Untergrundbahn erklärten sich von 5405 Angestellten 4428 für Streik, 571 für Arbeit (16 ungültig). Von 110 Funktio­nären der im Verlehrsbund organisierten Hochbahner stimmten 106 für den Streik und nur 4 für Arbeit. Als Streikbeginn wurde der heutige Dienstag früh. 5 Uhr festgesetzt, so daß von heute der Hochbahnverkehr still gelegt ist, da sowohl das technische wie das Fahrversonal für den Streik gestimmt hat. Rot­standsarbeiten werden ausgesührt.

* * *

Wie sich der Der!ehr flaut

Kaum zu bewältigen. Geschäftlicher Rückschlag. Berlin, 11 Oktober.

Der Hochbahnbetrieb der Reichtstzauptstadt ruht jetzt vollständig. Wielange der Streik dauern wird, läßt sich noch garnlcht absehen. Die Hochbahngesellschaft hat die Verbindlich­keitserklärung des Schiedsspruches beantragt Sie wartet zunächst die Entscheidung über die­sen Antrag ab und erklärt, daß sich vorher nichts sagen lasse. Es streiken etwa fürchtausend Mann Fahrpersonal und technisches Personal. Straßenbahn- und Autobusverkehr sind heute vormittag natürlich überaus stark in Anspruch genommen. Beiden Verkehrsmitteln zusammen ist es nicht möglich, den Ausfall der Hoch- und Untergrundbahn zu decken, sodaß sich heute früh und vormittags im Geschäfts- und

Arbeitsleben Berlins große Verzögerungen bemerkbar machten. Auch an den Hauptpunkten der Stadt stockte der Verkehr infolge der lieber« füllnng von Straßenbahn und Autobus und der verstärkten Inanspruchnahme der Autodrosch- ken erheblich, sodaß die Verkehrspolizei alle Mühe hatte, regelnd zu helfen. Bei der Stra-

Sofia, 11. Oktober. Nach einer neuen Un­terredung zwischen dem jugoflawifchen Ge­sandten und dem Minister des Aenßern, besteht hier der Eindruck, daß die Krise überwun­de n ist und daß die augenblicklichen Schwierig­keiten sich in kürzester Zelt durch beiderseitigen guten Willen beheben lassen.

Der De'agekunfsz issan!» verhängt-

Bulgarien sichert die Grenzen.

Sofia, 11. Oktober.

In den Grenzdepartemenks von Küflendil und Petrttsch wurde heute der Belage­rungszustand erklärt. Die Kammer Ist aus den 15. Oktober unberufen worden, um diese Maßnahmen zu bestätigen. Das Dekret über den Belagerungszustand wurde vom Ministerpräsi­denten unterzeichnet. Der König har unver­züglich die Rückreise nach Sofia angetreten.

Stein ScyrN Otr «S oßmüchle in Belgrad.

Belgrad, 11 Oktober. (Eigene Drahtmel­dung.) Die Nachricht, wonach die Großmächte der Regierung in Belgrad Mäßigung in der Behandlung der Zwischenfälle mit den Storni tadschibanden empfohlen hätten wird amtlich als unrichtig und jeder Begründung entbehrend bezeichnet.

Schluß mit der Diktatur.

Spanien auf neuen Wegen.

Madrid, 11 Oktober.

Primo de Rivera erklärte bei der Eröffnung der spanischen Nationalversammlung, es sei bedauerlich, daß einige Persönlichkeiten den Parlamentssitz abgelehnt hätten. Die Regie rung sei entschlossen, in den wirtschaftlichen und Klaffenkämpfen Gerechtigkeit und Unparteilich keil aufrecht zu erhalten. Es fei notwendig, den Weg in die Zukunft und die kommende Regie rung vorzubereiten. Darum werde die Ratio nalverfammlung der Regierung mit Rat und Tat zur Seite stehen, um an dem Wiederaus bau des Landes zu arbeiten. Ter Präsident be tonte, daß diese Versammlung ein System suchen und finden solle, das öS ermöglichen soll, eine

Ter Schlichter greift ein

Berlin, 11. Oktober. Da die Brauereiarbei- ier im Streik verharren hat nunmehr der Vor­sitzende des. Schlichtungsausschusses die Arbeit­geber und Arbeitnehmer für heute abend zu einer Schtedsgerichtsverhandlung geladen.

©trettftrafen durch Ba* TftbnlSgeUckt

Berlin, 11. Oktober. Das Arbeitsgericht Ber­lin hat laut Kommunistenblatt folgendes Ur­teil zum Putzerstreik gefällt: Der Deutsche Bau­gewerksbund wird einstweilen beauftragt, den Streik der Putzer sofort aufzuheben. Für jeden Tag, der darüber hinaus weiter gestreikt wird, hat der Baugewerksbund eintausend Mark und jeder streikende Putzer zehn Mark Geldstrafe zu bezahlen.

GrhreSenZtat einer Mutter.

Vier Kinder im religiösem Wahn ertränft.

Paris, 11. Oktober.

Wie aus Saarburg gemeldet wird, tötete dort die Frau eines Postbeamten ihre vier K i u der im Alter von zwei bis sieben Jahren durch Ertränken in einem Wasserbehälter. Es Han j beit sich offenbar um einen Anfall von rekigiö sein Wahnsinn, zu dem die Mörderin schon seil langem Anlage zeigte. Nach der Tat begab sich die Frau zum Polizeikommissar und erklärte.

I daß es jetzt vier Engel mehr im Himmel gebe

normale politische Lage zu schassen, um dadurch die Diktatur überflüssig zu machen.

*

Ovationen für Ben Röntg.

Madrid. 11. Oktober. (Eigene Drahtmel­dung.) Um Zwischenfällen bet Eröffnung der Versammlung vorzubeugen waren etwa tau­send Polizisten und mchrcre Kompagnien In sanierte um das Gebäude postiert. Dem König brachten die Delegierten eine Ovation dar. Sämtliche Minister umgaben den König.

* * *

Der ®1 tator widerruft.

Phantastisches Gerede" von der Marokko- Räumung.

Paris, 11. Oktober. Nach einer Meldung aus Madrid dementiert General Primo de Rivera kategorisch die Aeutzerungen, die ihm in einem phantastischen" Interview mit einem englischen Pressekorrespondenten zugeschrieben wurden. Primo tc Rivera und Chamberlain hätten vor allem nicht die Räumung Marokkos durch Spanien ins Auge gefaßt. De Rivera wiederholt die Forderungen, namentlich daß man Spanien notwendige Garantien gebe" damit weder Tanger noch sein Hinterland ein Berschwörungsherd für Schmuggler bleibe.

Wenn die Freigabe kommt.

Vertagte Dollar-Entschewungen.

Washington, 11. Oktober.

Der Oberste Gerichtshof hat die Prozesse deutscher Schisfahrtsgesellschaften und Radio statlonen wegen Entschädigungen in Höhe von etwa hundert Millionen Dollars auf Grund der Beschlagnahme ihres Eigentums bis zum 5 März 1928, also bis nach Schluß des Songref ses, von dem diesmal eine Erledigung deS Frei gabegesetzes allgemein erwartet wird, vertagt Diese Entscheidung ist für die deutschen Kläger günstig, da das Schicksal ihrer Prozesse vor dem Bundesgericht immerhin ungewiß ist, während im Kongreß auf die Freigabe gerechnet wird.

Seht uns den Mein'.

Freiheits- und Hilferufe unserer Brüder. SUWIantier Marr als Treffer unb Mab««. Seine Freiheit auf Deutschlands Saften. Die alten Ännd«i brennen immer noch. Der Deut­sche kann nnr in Freiheit leben. Der Kam!« als Sprachrohr des aanjen Volkes.

Koblenz, 11. Oktober. Bel einer Stadtver- ordncten-Festsitzung wurde Reichskanzler D r. Marx vom Oberbürgermeister u a. mit een Worten begrüßt: Die bedrückten rheinischen Bürger erklären feierlich, daß sie nur dann be­freit fein wollen, wenn nicht neue Besät» zungslasten dem bisher freien Deutfchland anierlegt werden Der Kanzler versprach zur Befreiung von dem schweren Besatzungsdruck jeden nur möglichen Beistand

zu leisten Oberpräsident Dr. FnchS erkannte die tatkräftige Hilfe und die bewährte Friedenspolitik des Reiches an, wandte sich aber aufs schärfste gegen das Ordonnan­zen s v st e m, das fremden Machtgelüsten Tor und Tür öffnet und gegen die Manöver- s p t e l e r e t e n der Besatzungsarmee, die deut­sche Äeckcr und Fluren sinnlos verwüsteten. DaS besetzte Gebiet bittet um sein Recht, mehr verlangt es nicht."

* * * Gerecht gkett für Alle.

Ein flammender Appell des Reichskanzlers.

Reicystanzter Dr. Marx erwiderte u. a. Aus treu Worren oes Oberpräsidenten erklang, was uns alle oervegu Die große seelische und ma­terielle Nm, die die Be,etzung seit neun Jah­ren für diese schönen Gaue am Rhein bedeutet. Ich empfinde diese Not der rheinischen Gaue als Rheinländer ganz besonders tief. Not erkennen hilft nicht, man muß sie bekämpfen. Seien Sie überzeugt, daß die Reichsregierung stets ein offenes Ohr für Ihre Klagen und Be­schwerden hat Sicher haben unsere Hilfsaktio­nen im Rheinland wegen der schweren Finanz­lage nicht volle Zufriedenheit schaf­fen können. Biel wichtiger als die Besatzungs­erleichterungen ist der Drang nach Freiheit, der unstillbar liegt im rheinischen Herzen, der zu­gleich gepaart ist mit hoher Vaterlandsliebe, sie wissen, ich bin ein überzeugter Anhänger der Verständigungspolitik, aber diese Politik kann nur dann in die Herzen der Völker tief eindringen und wirkliche Volkssache werden, wenn sie getragen wird von der freudigen Zu­stimmung der Völker, die aber nur aus dem Ge­fühl hervorgehen kann, daß Freiheit und Ge­rechtigkeit für alle herrschen. Im deutschen Volke, das so viel Unrecht und Unfreiheit zu ertragen hatte und immer noch zu ertragen hat, ist diese Sehnsucht nach der Herrschaft von Frei­belt und Gerechtigkeit besonders tief. Möge der Tag der Freiheit uns bald befchieden sein!

Dk x*r sie o'.s TRiHflmpf r.

Koblenz, 11. Oktober. Der Presse dankte Reichskanzler Dr Marx für die hingebungsvolle Arbeit und führte aus, es werde in der Ge­schichte unvergessen bleiben, daß im gesamten besetzten Gebiet in der Ruhr- und Separatisten­zeit 340 Blätter int Jahre 1923 für den Schutz des heimatlichen Bodens, für die Einheit des Reiches und für den Frieden der Bürger mit geistigen Waffen ehrenvoll gekämpft haben. Unvergessen werde auch bleiben, daß die­ser Kamps den Angehörigen der Presse schwere materielle Opfer und leider vielfach fast nickt mehr wieder gut zu machende persön­liche Leiden den Arbeitern an der Groß­macht Presse gebracht hat. Die Presse werde bei kbm stets ein aufmerksames Ohr finden für alles, was sie als bevorzugter Kenner der Emp- findnngen des Volkes erfahre und wiederum der Reichsregierung mitteile. Hoffen wir, daß dieser gemeinsamen Arbeit der Erfolg nicht ver­sagt bleibt.

Frieden nach außen und innen.

Stresemann im Arbeitgeberverband.

Berlin, 11. Oktober.

Bei einem Empfangsabend der Arbeitgeber­verbände anläßlich der Tagung des internatio­nalen Arbeitsamts führte Geheimrat v. Borsig ans, daß es zu Aller Nutzen notwendig ist, im internationalen Leben mehr das Verbindende zu suchen als das Trennende zu unterstreichen, die gemeinsamen Interessen zu erkennen und sich über Gegensätzliches ruhig und sachlich aus­einander zu setzen, wie eS jetzt die deutsche Außenpolitik tue. Arbeitsminister Brauns be­tont, daß das Endziel aller Arbeit der Friede mit der Arbeitnehmerschaft sein müsse. Außen- Minister Dr. Stresemann bezeichnete das Sn»

Die Ball ankrise flaut ad.

Bei gutem Willen in kürzerer Frist zu beheben.