Einzelbild herunterladen
 

Kasseler Nmste Mchrichtm

Kasseler Abendzeitung

Hesfische Abendzeitung

r SS 4 (bet Zustellung rttr die RtLtlgkei! aller usnahmedaten »wi Plätze

'Amtliches Organ der Stad» Gaffel. 17. Jahrgang

toHon #2?- &fl* unoerlangt einoefanöte Beiträge kann die R«.

aht(till0 t a sJS.,?5lro,°Aun$ GeEr In keinem Kall« übernehmen. Rück, .»ugsge be, ober «nsvrüchk wegen etwaiger nicht orönungSmühtger vtcienmo »st ausgeschlossen. Postscheckkonto Frankfurt am Main Nummer 6380.

®>*«et«enbretfe: Ttnhetmische GeschAtSan,eigen Ne mm-Zeile 10 4. auswärtige VeschäftSa«zeigen Sie mm-Zeile 10 4. Kamillenangetgen die mm-Zeile 10 4, Kleine Anzeigen aus Kastel dar Wort 5 4. auswärtige kleine Anzeigen die mm- Zeile 10 Reklamen die mm«3eite 38 4. Cffertflebüf K ~ -

Rechnungsbeträge innerhalb 5 Tagen zahlbar

durch Kernivrecher ausgegebenen Antigen sowie für '__________________

kann nicht garantiert werden. Für Anzeigen mir besonders schwierigem Dav 100 Prozent Ausschlag. Druckerei: Schlachthosstr. 28180. Geschäftsstelle: SSluischestr. 5.

Rümmer 238. Amtliches Organ der Stadt Staffel. Dienstag, 11. Oktober 1927.

Kasseler Neuesten Nachrichten erscheinen wöchentlich sechsmal nachurtttaa»

Der Sbonittüicni&prtiS bt hräot Hir oen äftoitoi s ji Kei

£r<.®nfl6äV6,knt ubgekwlt 1.80 X. Durch Me P^n ^^>tl?ch2- l-k ^ernivseche? »A" Berlaa und Redaktton Schlachtbofstratze 38130.

öaktion eine VeraniwortU!

Spanien will auf Marokko verzichten.

Belgrader Regierung ge- I die Grenze entsandten Kompagnien und Bataik- wurde gegen Bulgarien lone sollten die litauische Grenzpolizei in ihrem e G r e n z s p e r r e der- Dien« unterstütze».

Und vor allem

Bekanntlich ist ! wissermaßen im

Mazedonien, baS man ge-

Sinne

Hamburg, 10. Oktober.

Ufer Mi f e rt rlm 'Hlttl.

führt, eine

.Die nen-

den, die genau jenen Bomben gleicht, die man im August zur Zeit der Sacro-Vanzetti-Kund- gebungen in der Untergrundbahn entdeckt hat. Auch glaubt man eine Männrrleiche als die eines Anarchisten zu erkennen. Bei ihrer Ver­nehmung bekundeten Hausnachbarn, zwei junge Italiener hätten vor einem Monat ein Zimmer °uf der Hinterseite des Hauses gemietet und Pflegten oft mit geheimnisvollen Paketen zu kom­men oder zu gehen. Offenbar hat einer durch eine Ungeschicklichkeit die verhängnisvolle Er Plosion verursacht.

Newyork, 10. Oktober. Im italienischen Vier­tel von Rewqork wurde durch ein« Explosion ein Haus völlig in Trümmer gelegt. Fünf Perso­nen, darunter zwei Sinder, fanden dabei den Tod. Zwölf Personen wurden zum TeU schwer »erlrtzt. Aus der Heftigkeit der Detonation chloß man, daß es sich um einen Dynamitan­schlag handelt, da die Explosion einer geheimen Destillation, an die man zuerst dachte, nicht die Gewalt haben kann. Man nimmt an, daß in dem Hause Bomben hergrstellt wurden. Un ter den Trümmern wurde eine Bombe gefun-

Belgrad, 10. Oktober. Die drei Urheber des Attentats gegen den General Kowatschevitsch wurden heute nackt in einer Grotte des Malesch- Gebirges nach langem Feuerkampf überwältigt

9Hobe* unter den Völkern

Warschau, 10. Oktober. (Eigene Drahtmel­dung) Ein Blatt meldet von der litauischen Grenze, da« in Litauen die Mobilisierung und Bewaffnung der litauischen Frei­schärler (SchauliS) begonnen hätte. Die an

Das große MarokkogefchSft.

Chamberlain soll mit Frankreich vermitteln.

London, 10 Oktober. (Eigene Drahtmeldung.) Ein Korrespondent meldet aus Madrid: Ter spanische Premierminister Primo de Rivera habe ihm in einem Interview angrdrutei, vast Spa­nien sich möglicherweise ans Rordafrita zurückziehen werde und daß, wenn Groß­britannien die Vermittelung übernehme, ein sehr befriedigendes Abkommen mit Frankreich möglich sein werde. Spanien wünsche nicht, Gibraltar zu besetzen.

* * *

Mil - e den Sünden

greift Paris in Marokko zu.

Paris, 10. Oktober.

Ei» Blatt fckrribt zu den Erklärungen Primo de RiveraS: Spanien sehe sich gezwungen, aus ieinr Pläne zu verzichten, Tanger der spanischen Zone einziivcrleibcn. Seine militärischen Er­folge ermöglichten Spanien eine ehrenhafte Liquidation, ohne Schädigung seines Pre ItigcS, In Aussicht zu nehmen. Frankreich sei zur lieber nähme der Verwaltung einer spani­schen Zone unter vorteilhaften Bedingungen

an dem R'ekenkchatten auf dauernd wechselt das überraschende Flammenbild des schlanken Turmes, der nun nach mehr ein Wahrreichen der schönen, ruhlosen S'adt ist Auf den Boule- vards bewegen sich bis in die tiefen Rachtstun- .. ------------v hen indesi-n sorgs-z totere Mengen Die

T m,-«f""«. Der dritte Attentäter wurde ge-j Reihe der AutoL, die nebeneinander heraleiten. da« starke Anwachsen der sozialdemokratischen I fangen genommen. ksehr behutsam, reißt nicht ab. Man gentefrt tot

und kommunistischen Stimmen bei gleichzeitiger Schwächung der bürgerlichen Parteien eine nicht unwesenüiche parlamentarische Kräfte- Verschiebung nach links eingetreten. An sich verfügen Sozialdemokraten und Kommuni­sten zusammen in der neuen Bürgerschaft über die absolute Mehrheit, die jedoch prak tisch nicht in Erscheinung treten wird. Man rechnet vielmehr damit, daß dir bisherige Re- gierungskoalition von Sozialdemokra- Sozialdemokraren und Kommunisten.

Dao Ende der <S?ner<ileni6r6er.

Warschau, 10. Oktober. (Eigene Drahtmel­dung.) Rach einer Meldung aus Kowno wird in Litauen an der polnischen Grenze von mili- tärischen und patriotischen litauischen Verbän­den eine Flugschrift, die den RameuZur Int trägt, verteilt. Darin wird zur Erobe­rung der jahrhundertealten litauischen Haupt­stadt Wilna aufgefordert.

Warschau, 10. Oktober. (Eigene Drahtmel­dung.) Hier erwartet man anläßlich des Be­suches PilfudskiS einenkonkreten polnischen Schritt. Ein Aufruf der polnischen Litauer verlangt, daß der Weg Pilsudskis gegenüber Litauen weiter gegangen werden müsse. Ein Aufruf der Militärorganisationen pellt fest, daß sie nicht gegen das litauische Volk, sondern ge- gen eine Clique Kownower Verräter ihre Stimme erhöben.

von England gut bewacht und verwaltet wird. Chamberlains Vorschlag zur Regelung des Tan- gerkonslikts mit Frankreich habe ich weder abge­lehnt noch angenommen, denn es wird einiger Bedenkzeit bedürfen. Ich bin der Ueber- zeugung, daß Spanien in Nordafrika besser keine Interessen haben würde, da sie stets eine Quelle von Schwierigkeiten und Geldausgaben für Spanien sind. Aber Spanien kann auf seinen Besitz nur nach einem sehr befriedigenden Kom­promiß verzichten. Das wird vielleicht Cham berlain möglich sein. Spanien wird mit Eng­land HandinHand gehen. Es ist möglich, daß ein Vertrag zwischen uns erreichbar wird, dem ein Plan gemeinsamer industrieller Wohl­fahrt und internationalen Handels folgen könnte.

* * *

3tur ein <5*0* 3119 Spaniens,

Oder doch ein Mittelmeer-Locarno?

London, 10. Oktober.

Ein Blatt schreibt zum Rivera-Interview: Entweder hat Primo de Rivera übertrieben, oder die Darstellung des britischen Forreign Of­fice. Daß es sich um eine private Zusammen­kunft handelte, war eine absichtliche Irrefüh­rung. Ein zroeites Blatt urteilt: Die Andeu­tung Spaniens, das es, wenn es nicht die Kon­trolle über Tanger erlange, vielleicht Nordafrika aufgeben werde, sei wiederholt gemacht worden. Ein drittes Blatt ist der Ansicht, daß umfassende Verhandlungen zwischen Großbritannien, Frank­reich, Spanien und Italien geführt würden, die sich zweifellos auch auf das östliche Mittelmeer bezögen.

Ke n Sntereff an Marokko.

Was bietet Frankreich als Ausgleich.

London, 10. Oktober.

Zu einem Pressevertreter äußerte sich Primo de Rivera über die Aussprache mit Chamber­lain u. a.: Spanien hat jetzt eingescheu, daß Gibraltar, dieser Schlüssel zum Mittelmeer,

Die Komitadfchis

Völkerbund und Balkanbrand.

Die serbisch-bulgarischen Dtsserenzen, die be­reits des öfteren den Charakter eines Konflik­tes angenommen haben, haben sich ausz schärfste zugespitzt. Das Attentat, das drei mazedonische KomitavschiS in Sttp aus einen serbischen Bri­gadegeneral verübt haben, hat in Jugoslawien große Erbitterung hervorgerufen und zu ener­gischen Schritten der Belgrader Regierung ge-

Bei den gestrigen Neuwahlen zur Hambur­ger Bürgerschaft wurden insgesamt 647 402 Stimmen (1924: 527 461 Stimmen) abgegeben. Davon entfielen auf die Kommunisten 110115 (78 582), Demokraten 65149 (70622), Sozial­demokraten 244 087 (173 368), Deutsche Volks- vartei 72239 (74 834), Zentrum 9767 (8403l Deutschnationale 98547 (90626), National Sozialisten 9787 (13 495), Wirtschaftspartei 27256, Volkspariei (Aufwertung) 7706). Die Wahlbeteiligung betrug rund 75 Prozent. Das Resultat zeigt ein starkes Anwachsen der sozialdemokratischen und kommunistischen Stimmen.

zu teuer für uns!

Jedenfalls hat eS damit recht. Tie Leiden der Inflation sind auch an den Parisern nicht vorübergegangen. Aber es dünkt mich doch als wenn das Blatt die eigenartige Rolle des'Pa­riser Nachtlebens, das sicherlich nicht seinesglei- chen auf Erden findet, unterschätzt. Wobei man nicht übersehen darf, daß diese Art von Welt- ztvlltsation. tote Thomas Mann einmal sagt, nur obenauf tobt und füttert; weiter innen ist alles Kultur. Historie, Alter, und der Durch­schnittspariser wird mit all den zweifelhaften Dingen wenig ,u tun haben, wie der Franzose Überhaupt Wenn man Glück bat, wird man in Paris einen der Abende genießen, an denen der Etselturm festlich beleuchtet ist, diese drei­hundert Meter gen Himmel ragende Stahlkon- truktion, von bereit Spitze aus man bei Tag einen unbeschreiblichen Rundblick hat auf die von der Seine durchschnittene Riesenstadt, auf die berühmten Rennplätze von Paris und die zart an den Horizont gebauchten Verginge, bereit Namen aus dem Weltkrieg einen dunklen Klang behalten haben. An diesen seltenen Abenden strahlen

Lichtbkumen und Arabesken von Feuer

Explosion von Anarchistenbomben.

Fünf Tote und Schwerverletzt« im Ztalienerviertei von Neuheit. Geheimnisvolle Pakete.

Starker Linksruck in Hamburg

Bürgerfcha.lswahlen o.-ne praktische Bedeutung.

nett kann, in der Hauptsache zwischen Griechen­land, dem der ganze Süden gehört, und Jugo­slawien, das die Oberherrschaft über den Norden hat, a u f g e t l e i l t worden. Rur ein verhält- nismäßig geringer Teil in Nordosten ist bei Bulgarien geblieben. Da die ganze mazedonische Bevölkerung ihrer Wesensart nach eigentlich zu Bulgarien gehört und außerdem wild und frei- heitssüchtig ist, ist es nur zu verständlich, daß man sich in Mazedonien mit der Gestaltung der Dinge nicht abfinden will und daß man alles tut, um die Freiheit zu gewinnen. Man schreckt, wie man immer schon sehen konnte auch nicht vor dem blutigsten Terror zurück. Tie Wortführer im ganzen Kampfe sind die K o m l- 1 adschi, verwegene Burschen, auS denen sich daS bulgarische Revolutionskomttee in Maze­donien zusammensetzt und die zu den grausam­sten Mitein greifen, wenn es gilt, etwas für ihre Befreiung zu tun Die bulgarische Regie- rung selbst steht augenblicklich außerhalb der Verbindung mit diesen Komitadfchis, sie ist ge­burtbeit burch ben Vertrag von Reuilly, ber bem Lande nur ganz geringe Machtmittel ge­laßen hat und hat anbererseits genug damit zu tun, die fünfbunderttausend mazedonischen Flüchtlinge, die sich gegenwärtig in Bulgarien aufhalten, zu betreuen. ES wird nicht zum Un­recht angenommen, baß bte aufpettschenben Einflüsse auf bte KomttadsckiS von anderer Seite kommen und daß vor allem eine eure* patsche Großmacht bei all diesen Ver­wickelungen ihre Hand im Spiele hat, die ein Interesse daran besitzt, Jugoslawien Ungelegen­heiten zu bereiten.

Es ist mehr als merkwürdig, baß nunmehr, nach ber Erledigung des albanisch-jugosla­wischen Streites, der insbesondere durch die Aktivität Italiens einen beinahe bedrohlichen Charakter angenommen wieder ein An­griff auf Jugoslawien erfolgt. Schuld am Frei­heitskampf Mazedoniens ist vor allem, daß man von Seiten Jugoslawiens und Griechenlands ans alles getan hat, um die neuen matedoniscken Untertanen zu unterdrücken und ihnen das Leben schwer zu machen. Rur so kann man es verstehen, daß das Revolutionskomttee, das schon einem Abdul Hamid so viel zu schaffen gemoscht hat, offiziell mitteilte, daß die in letz­ter Zeit erfolgten Anschläge das Derk der ma­zedonischen revolutionären Organisation sei, die sich gezwungen sehe den T e r r o r d n r ch T e r- ror zu bekämpfen, da er zur Erreichung der nationalen Ziele keinerlei gesetzlichen Mittel zur Verfügung stünde und es in Mazedonien weder Preßsreihett noch Versammlungen noch Wahlfreiheit gebe.

«Mi man uni Mn MM?

Litauens mobilisierte Freischärler an der Grenze / Aufreizende Flugschriften «nd Proteste von beiden Seiten / Pilsudskis Hand über der geraubten Stadt

Zn der Lichtstadt.

Abend und Rachltreiben in Paris.

Auf ben lichtergleißeuben Boulevards. Mo­derne Reklamewander. Revue» und Sann- lokale. ALr die verarmte» Pariser ,u teuer. Blick tot» (rireltnrm. Die Fröhlichkeit steckt an.

Mau hat noch den tiefen Eindruck von der Farbenpracht der Anlagen in Versailles, wo man vom Spiegelsaal des alten Schlosses hin- abblickt auf ein feuriges Mosaik von Blumen, in oem purpurne, roigeiüe, ounieirote Lone sich einander vermählen, gedämpft von dem sanften Gold des frühen Herbstes, der aus sei­nem vorzeitigen Einzug kein Hehl macht. Da nimmt die gewaltige Stadt den Fremdling wie der auf, Dunkelheit überfällt die ruhlos 'n Stra­ßen, das abendliche Paris flammt auf tu feu­riger Lichterglut. Dieses Bild der n Etlichen Boulevards ist von unauslöschlicher 'Wirkung. Wo in Europa findet man Strafen so in die Flammen einer raffinierten Lichtreklame getaucht wie in Paris! Bern <i-ü,euei oes litiejen» Zeitungsgebäudes rennen Telegramme tu Feu­erschrift vorüber, die letzten Nachrichten der Stunde verkündend. Anderswo schwebt in schwindelnder Höhe eine Weltkugel, auf ber Meer und Länder in mattem grünen und gel­ben Farben sich voneinander abheben. Und durch die Meere schweifen dunkle Schiffe: ir­gendeine Reederei versteht es, in so geschickter Weise die Aufmerksamkeit wachzurufe» Und fast an jedem Hanse der großen Boulevards purpurne und blaue Lettern, die ein seltsames Licht auf die Menge werfen, welche heiter und lebhaft vorübereilt. Welches Leben etwa vor dem CafL de la Pa ix! Bis ans die

Straße hinaus sitzen die Besucher und schauen in bas farbenfrohe Getriebe, als sahen sie einem Theaterstück zu. Dies ist die Stunde, wo die Pariser Verngügungsstätten ihre Pforten auftun. Von ganz besonderer Pracht sind die großen Revuen des Moulin rouge, bar jeder ernsthaften Idee, überladen mit Schönheit unb manchmal auch gallischem Humcr, zitternd unter ber aufpeitschenden amerikanischen Jazz­musik oder den sentimentalen französischen Lanz- weisen. Die Große Oper, eins der prächtig- sten Tbcatergebäude ber Welt, versammelt ein ernsthafteres Publikum allabendlich. Aber wie- viel Ausländer, vor allem Amerikaner sind es, die an dieser Stätte französischer Kunsttradition sich begei|lern. Der größte Teil der Fremden wtrd allerdings untertauchen in jenen Tanz- statten, die Paris in zweifelhaften Ruf tn ber Welt gebracht haben. Ein Blatt bestreitet, daß dieses Nachtleben nicht auch in Berlin ober Neapel zu finden fei; und ber Montmatre ber Mittelpunkt fobleler Vergnügungen, ist ruf» UH, negerisch, aber er ist nicht: wir! Gewiß ist Parts die erste Stadt der Welt für soviele Zer- ftreuungen. Theater, Konzerte, Sportfeste usw. auch die erste Stabt bei Welt, so rühmt es, für die Kunst, gut zu essen, unb es kennt nur drei Lander, in denen man sich mit Appetit an den Tisch setzen tarnt: Frankreich, Italien, Belgien. Aber, so schließt das Blatt wehmütig: All biefc Freuden von Paris, sic sind nicht für uns da, denn sie sind

vollständige Grenzsperre ... hängt und außerdem beabsichtigt man in Bel- grab, burch den jugoslawischen Gesandten In Sofia eine Demarche zu unternehmen und eine sehr scharf gehaltene Rot überreichen zu lassen. In dieser Note soll von ber bulgarischen Regierung die Auflösung ber mazebo - nischen revolutionären Organisationen ge­fordert werben Nun liegen ober bte Dinge so, baß die bulgarische Regierung an all ben Vor­kommnissen ber letzten Zeit, für die sie gerade stehen sollte, durchaus unbeteiligt gewesen ist und daß ihr absolut keine VerantwortlicAelt zugeschoben werden kann.

Daraus ist schon ,n ersehen, baß ganz an­dere Mittel anaetoonbt werden müssen, um auch die Befreiung Mazedoniens zu et. reichen, als Drohungen und Repressalien gegen Bulgarien Es wäre vor allem notwendig, den Mazedoniern, so weit sie zu Griechen- land und Jugoslawien gehören, eine weitgehende Autonomie zu gewähren und ihnen dadurch die Zugehörigkeit zu fremden Völkern erleichtern Vielleicht nimmt sich einmal ber Völkerbund auch des Sckicksals dieses un­ruhigen Volkes an. er würde dadurch toefent» lick dazu totraoen. baß wenigstens ein getollter» MmmS S 'M," UL e«,6.r. KW STta Ä HS

WCiißTeS tuexft pcTjUftcUcit fein. baß ftarte Anwachsen der svAlrrldemokratlschenIfanaen aenommen 1