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Meler Neueste Nachrichten

Kasseler Abendzeitung

Hessische Abendzeitung

Sonntaq, 9. Oktober 1927.

Schließt Tschangtsolin jetzt Frieden?

Lftomberlain als Friedensstifter im Mtttelmeer / Wann kommt die Daweö-Neviflon?

nun

Gin Schlag aufs Haupt.

Hat das Blutbad in Mexiko nun ein Ende?

Muß Xfcknftcherin Makowski soN°n «offen <

Paris, 8. Oktober. Der französische Botschaf­ter wird die letzten Instruktionen für die Ab. berusung Rakowskis heute abend Tschitscherin in Form eines motivierten Schreibens mittet- len. Die verschiedenen auSgetauschten Noten würden alSbald veröffentlicht werden.

bevorstehenden Jnflationskrisezu säbeln Aßcr die Erhöhung der Zinssätze durch ReichS-

br la Vuettae luryr Itrvoluttonstraum

Mexiko-Stadt. 8. Oktober. (Funktelegrannn.) Die Zeitungen berichten, daß «lsonso de la Huerta, der Bruder deS ehemaligen Präsi­denten von Mexiko, mit sieben seiner Begleiter erschaffen wurde, als er die Grenze der Bereinigten Staaten überschritten hatte, um in Mexiko an der revolutionären Bewegung'leil- zunehmen.

In zuständigen Kreisen hofft man. vaß der serbisch-bulgarische Zwischenfall zu keinen wei­tere« Komplikationen führt. Chamberlain wür­de mit Briand in Paris auch diese Frage be­sprechen, denn es fei ganz gut denkbar, daß eine Auspitzuita der Situation aus dem Balkan hin­reichend Grund zur Einberufung einer auster­ordentlichen Sitzung des Völkerbundes abgeben könnte.

Meter Jtarttätr

Allerlei vom Naturalien-Museum.

Je fd)Wer Mo bester.

Amerika will die Dawes-Revision beschleunigen.

<Tnr* Sv -' *

Rewhork, 8. Oktober.

Eine Zeitschrift schreibt in Bezug auf die deutsche Wirtschaftslage: Die öffentliche Mei­nung sogar in den alliierten Ländern verstehe immer besser, welches die wahre Zah. l u n g »f ä h l g k e i t Deutschlands ist. Der Tag werde vielleicht bald kommen, wo diese Zah­lungsfähigkeit auf neuer Grundlage fcftgcstellt werden wird. Fe rascher dies geschehe, umso bester werde dies im Interesse der wirtschaftli­chen Produktion Deutschlands sein.

tDurch Fuaftpruch»

RogaleS, 8. Oktober.

Nach amtliche» mexikanischen Nachrichten wurden die Truppen desGeneralsGomez gestern in zwei Gefechten in der Nähe von Pe- rote im Staate Veracruz geschlagen. Die Kämpfe haben sich auf dreizehn Staaken aus­gedehnt.

Rewvork, 8. Oktober. (Durch Funkspruch.) AuS Mexiko-Stadt werden zwei weitere Hinrichtungen zweier Generäle berichtet. Der Senat nahm ein Vertrauensvotum für den Präsidenten Calles an.

Wie an anderer Stell« in dem Artikel ..Kassel als Stadt der Museen' nüber daraelegt wird.

ersiibtt das seit Jahresfrist aescklossen« ralien-Mnsen» am T '

Nummer 237. Slmtlicbee Oraan der Stadt Kassel.

Amtliches Organ dar Stadt ttalel. 17. Iatzrg ELY

Legt flH der Balkansturm.

Ausgaben für Briand-Chamberlain oder Genf. London, 8 Oktober.

Das Mlttelmeer-Geveimnis.

Chamberlain vermitteft zwischen PariS-Madrid sEigenr Drahtmeldung.s

L Tangerstatut, 2. die Beziehungen zu Rußland. Chamberlain habe Briand ge­nau die Abmachungen mit Primo de Rivera auSeinandergesetzt in der Richtung, daß Eng­land'ein Abkommen zwischen Frankreich und Spanien betreffend die Tangerverwaltung be- Jrützen würde und auS diesem Gedankengang erauS habe er zum Ausgleich geraten. Eng land jedoch würde auch weiterhin nicht an den Verhandlungen teilnehmen, sondern das zwei­fellos zustandekommende Abkommen unterschrei- den. Wohlverstanden würde keine Rede für England davon sein können, an einem Mittel­meerpakt Italien-Spanien-Griechenland teilzu­nehmen. Briand seinerseits dürfte Chamber» lain über die in Moskau geforderte Abberu­fung RakowSkis unterrichtet haben.

*

Kein Wunder also, wenn man mit kühnem Griff dem Nebel an die Wurzel geht und nun­mehr praktisch die Frag» einer Besserung der stattsrechtlichen Berhältnifle. einer Reform an Saupt und Gliedern, von der wirtschaftlichen eite her aufrollt. Schon ist der Plan einer Sonderkonserenz zur Erörterung wegweisender Richtlinien für die Errichtung deS einheitlichen Nationalstaates gefaßt Und schon sind die Länder durch ein Rundschreiben deS Reicks- kanzlerS angewiesen, Sachverständige für das Thema zu bestellen: .Reich und Länder oder einheitliches Deutsches Reich unter Wegfall der Eigenstaatlichkeit der Länder." Damit ist end- ltch die Tür inS Freie aufgestoßen und ein fri­scher Luftzug in den stickigen Dunst deutscher Kleinstaaterei gefahren. Selbstverständlich wird man Eingriffe in jahrhundertelang gewachsene Volks-- und Lebensrechte nur mit unendlich weit­sichtigem und zartem Taktgefühl vornehmen dürfen Denn die hochentwickelte Kultur der süddeutschen Staatszentren und ihre befrmh- tende Wechselwirkung mit dem strengeren und radikaleren Werteschafsenden Geist der Nord­deutschen hat ihren Nährboden zum Teil in der Abgeschlossenheit. Vertiefung und Veredlung durch eine besondere Staatsleitung. die nicht mit einem Federstrich ausgelöscht werden kann

Jedenfalls sind hier Entwicklungen von epochemachender, unabsehbarer Bedeutung anzubahnen, deren Förderung sich jede Regie­rung als historisches Verdienst wird anrechnen und der Opposition als wirksamste Wahlvropa- ganda au« den Händen winden können. Immer wieder erhebt sich, wie jetzt bei den Besoldungs­lasten. der Schrei der kleinen und großen Zwergstaaten nach den Geldkrückrn des Reichs; immer wieder zeigt sich, daß sie ohne Mutter Germaniens Milckftafcke wirtschaftlich nickt le- bensfäbig sind Was man also tun will, sollte man bald tun. denn das Regierungsschisflein beginnt ohnebin in den aufspringenden Herst- Stürmen der Lobn- und Teuerungsnöte kräftig zu schlingern. Der Lebenshaltungsinder steiat langsam aber unaufhörlich Getreide-, Mehl- und zum Teil auch Brotpreise ziehen auf Grund der höheren Mieten und Robmttterialienvreise an. Am 17 Oktober setzt der groß« Bergarbet- terstieik in Mitteldeutschland ein, wenn nicht in letzter Stunde noch ein Ausweg gefunden wird. Ju Berlin streiken bereit» die Brauarbeiter und der BerkehrSstteik hängt an einem seidenen Fa- den In anderen Städten ist die Lage nicht viel ander« Niemand will schuld an der Teuerunas- krise sein, die Wirtschaft-Verbände selbst war- nen und dennoch steigt die Kurve. Die Regie­rung siebt einstweilen tatenlos zu und jeder­mann ftäat sich, mit welchen Mitteln sie wohl da« rollende PretS-ad bremsen will und ob sie dazu üb-rbauvt imstande ist Natürlich ist es Kinderschreckvoliiik. wieder einmal von einer

äußerste angespannte Gelddecke auch über die neuen Blößen zu «ehen, zumal neue Steuer- sckröpfungen der Wirtschaft und Derbraucher- massrn von vornherein kategorisch unterbunden wurden. Diesen unlösbaren gordischen Steuer-

7 ' plötzlich Hamburgs energi­scher Bürgermeister mit dem Vorstoß gegen die unhaltbare Situation der Bielregiererei in Reich und Ländern, die bekanntermaßen un­gezählte Millionen für den aufgeblähten Rgie- rungSapparat verschlingt und letzten Endes aus den Taschen der Steuerzahler bezahlt werden muß

9t finale Krieg zwischen Eng anv Amerika.

London, 8. Oktober. (Eigene Drahtmeldung, i

Beim Ehrenbankett für die amerikanische Le­gion führte Premierminister Baldwin u. a. aus: Hinsichtlich der letzten Floitenabrüstungskonfe- renz sind unsere großen Völker durch solche Freundschaft miteinander verbunden, daß sie sich über dieses Thema aussprechen können Ein Krieg zwischen unfern beiden Völkern ist un­denkbar. weil derselbe endgültig unsere gegen- wärtige Zivilisation vernichten würde.

Was wird morgen?

Wege zum Einheitsstaat und Geldsorgen.

Mitten in der Zahlenwildnis und -Wüst der Steuer», Finanz- und Besoldungsgebarung für Reich und Länder stießen die Emire der Volks- und Staatsschätze dieser Tage aus die Fata Morgana des Einheit-- und Rational- ftaatStraums, wie er leuchtender, verheißender nie den bahnbrechenden, wagemutigsten Köpfen der Bor- und Rachnovember vorangegaukelt ist. Und wa« vordem nur wie einschwä meris er i b- lingS- und Herzenswunsch ungestümer großdeut­scher Schrittmacher und ZukunftSdeuter anmu- trte, ist mit einem Schlage durch da« banalste aller weltbewegenden Motive, den Geldbeutel, in« harte nüchterne Licht der Wirklichkeit ge­rückt. Die so ungeduldig erwarteten und enthu­siastisch begrüßten Beamtenzulagen erwiesen sich nämlich für Länder und Gemeinden ohne Zu­bußen des Reicks als undurchführbar. Nament­lich die süddeutschen Finanzverantwortlichen er­klärten stch einfach außerstande, die bereits aufS

SV mbk'iam nimmt veuiscdlind m Schuss.

Paris. 8. Oktober. (Eigene Drahtmeldung? Zur Völkerbundtagung äußerte stch Chamber­lain u. a.: Man hat bisher die SocnrnonWom­men verwirklicht als Grundlage des neuen Eu­ropas- die nach Stresemanns Ausspruch nicht nur für die Weflgrenzen, sondern auch zwischen Deutschland und Polen einen Krieg unmöglich machen. Es fei offenbar, daß Deutschland im mer mehr eine BölkerbundSpolitik treibe und sämtliche Folgerungen aus seinem Völkerbunds eintritt ziehe. Auf Grund der lebten Beschlüsse dürften stch bald merkliche Fortschritte auf dem Wege zur Abrüstung und Sicherheit bemerkbar mache». (?)

gründet durch das rapide ausschnellende Kredit- bedürfniS der Wirtschaft (im Septemver waren über sechs Milliarden Zahlungsmittel im Um­lauf), läßt doch auf ernstere Besorgnisse der Finanzdiktatoren schließen, die der übermSfig n Pumpwinsckaft einen Riegel vorschieben Wollen Ebenso will man jetzt der wachsenden Verst ul düng an das Ausland durck schärfere Prüfung der Ausländsanleihen Vorbeugen, die den Da- wcSvogten selbst eine d utscke Wir.schaftsblüte Vortäuschen, die in Wirtlichkeit auf den Stelzen der Auslandsschulden geht Der RelchSbank- präsident will mit diesen Fesseln den Fremd- möchten, das Ntzahre Bild unserer Wirt- schaftSauShöhlung vor Augen führen und ein? raschere Revision des Dawesplans e zwingen. Die Probe auf dieses Gewalterempel wird erst in näherer oder fernerer Zickunft möglich sein.

F. K.

Auelgenvreike: Embeiansche DeschällSanz-taen bi» nim-3ctle 10 4, auswärtige GeschmiSanxiren die mm- teile 10 4. Kamilienanoeigen Nt nun-StU« 10 4, Klein« Anzeigen au8 Kastel das Wort 5 4, auswärtige klein« Airzeraeu di« mm» Seile 10 4. Reklamen die mm-8eile 88 4. OsierlaebllSr 25 4 (Sei Sustelluna 85 4 k Rechnungsbeträge innerbald S Tagen zablbar. Jür die Richtigkeit aller durch Fernivrecher autgeaebenen Anzeigen sowie für Aufnabmedaien und Pläke kann nicht garantiert werden. Für Anzeigen m:: besonders schwierigem 2>cS 100 Prozent Aufschlag. Druckerei: Lchlachtbofitr. 38/80. Geschäftsstelle: Sülnischeltr. 5.

Geöffnete Gefängnisse.

Aber den Staatsfeinden verzeiht Moskau nicht.

Moskau, 8. Oktober.

Anläßlich der zehnjährigen Jahresfeier der Oktoberrevolution Plant die Dowjetrcgierung eine Amnestie für minderwtchtige Vergehen. Alle gegen die höchstens aus eine einjährige Strafe erkannt wurde, werden befreit. Von der Am­nestierung stnd ausgeschlossen die Konterrevolu­tionäre, Banditen und wegen Bestechung und Veruntreuung verurteilten Personen.

Es stnd im wesentlichen drei Epochen, die den Grundstock zu dem Zustandekommen eine« Naturalienmuseums in Kassel geliefert haben, vom Raritätenhaften zum Gelehrsamen hin. Sie fallen in die Wende de» 16., 17. und 18. Jahrhundert«. Im Marstallgebäude sammeln stch unter Wilhelm IV. und Moritz dem Gelehr­ten Naluraiien, Kunstuhren und andere Merk- Würdigkeiten. Sckon hundert Jahre später wer­den die Sammlungen unter Landgraf Karl, zumal nach seiner italienischen Reise, umfang­reich genug, um den Anlaß zur Errichtung des heutigen Hauses, des , Kunsthauses " zu liefern, das 1696 von Paul du Ry's Hand auf der Stätte des alten Theaters deS Ottoneums, unter Erhaltung der alten Giebelseite entsteht. In diesen neuen Räumen nehmen zwar auch noch, dem Namen de« Saufe« entsprechend, die naturwissenschaftlichen Sammlungen einen ge­ringen Platz ein. Aber ihre Bedeutung wird gehoben und verklärt durch die gelehrte Tätig­keit deS .Collegium Carolinum", das sein Sit­zungszimmer, vom heutigen Eingang aus ge­rechnet. gleich zu linker Hand hatte, und die rechierhand gelegeneMineralienkammer- und das im Dachgeschoß befindlicheTheatrum ana- komicum" mit besonderer Liebe betreute. Die dritte Epoche wird durch die Fürsorge

Landgraf Friedrich II.

gekennzeichnet, dessen auf der heutigen Hof- bleiche gelegener Tiergarten durch Hmsterben manchen wertvollen Säugetieres oder Vogels die Naturaliensammlung bereichern hilft. In­dem so erneuter Platzmangel eintritt, den die ständig anwachsenden Kunstsammlungen noch verstärken, ergibt sich die Notwendigkeit einer Neugründung, die im Jahre 1779 als Museum Fridericianum vollendet wird und für wieder hundert Jahre die Naturalienschätze mit beher­bergt. Ein nicht geringer Schatz an historisch wertvollen Schaustücken findet sich noch heute auS jenen drei Gründung«epochen im Besitze des Naturaltenmuseums. Elefantenknoch'n v. Walfischschulterblätter, Delftnskelett und Fluß- vferdschädel, Krokodil und Seeschildkröte, Straußeneier und Narwalzähne stammen neben mancherlei anatomischem Monstrositäten aus früherer Zett und haben nachweislich eine Zier de deS bereits genannten Theatrum anatomi- cum abgegeben ohne daß sie bi« heute der Zahn der Zeit sonderlich verändert hätte. An diesen und ähnlichen anatomischen Stücken arbeiteten unter Friedrich II. Männer wie Sömmering u. Georg Forster, der Weltumsegler: jener beson­ders zu nennen alS angesehener Gelehr! r, den selbst ein Goethe gern in seiner Anatomie auf- luchte, als ihn der Weg mehrfach durch Kassel führte; dieser als Begründer der ethnographi­schen Sammlung erwähnenswert, die, inzwi­schen sehr erweitert, dem Naturalienmusenm ja ebenfalls zugehört. Sömmering ist es auch ge­wesen, unter dessen Leitung jener berUbinre Elefant nebst einem Skelette zur Aufstellung gekommen ist, der in den Jahren 1773 bis 1780 in dem ebenerwäbnten Tiergarten lebte und nun immer noch in gewaltigem Ausmaß ein großes Symbol der Historie für unser Jlufeum darstellt. Daß zu jenen ehrwürdig'» Schätzen der Vergangenheit auch als wertvollste« Stück das Ratzenbergerscke Herbarium von 1592 eines der ältesten Deutschland«, und

die einzigartige Holzsammlung

owie eine Fülle von naturbistortschen Gemäl­den besonder« au« der Zeit »es .Trergar- feit«* gehört, kann hier nur kurz erwähnt wer­den. Aus dem wenioen Gesagten mag aber erneut erhellen, welch einen unersetzl chen histo­rischen Schatz, welch einzigartiges Beispiel ei­ner stch wandelnden Naturbeträchiung .mb Na­turliebe, dar ehemalig kurfürstliche, jetzt Preu- lifche Museum für unsere Stadt darstellt tstt Bindung an eine große, aber anders als heute geartete Vergangenheit wucse für die Ratura- liensckätze neu geknüpft, als sie im Jahre 1383» nunmehr endlich allein zu einheitlichem Zusam­menschluß in ihr alte«Kunstbaus* zurück,von- dern konnten, in dem sie sich noch heute befin­den. Damals wurde der Grundstock zu gro- ;en Erweiterungsmöglichkett'n gelegt, indem m gleichen Jahre die wertvollen lvsrema tis.be n Sammlungen deS alta-tgckrhute.t ,V-re:nS für Naturkunde- izz das Haus einzogen und zu-

Die Kasseler Neuekteu Rach richten erscheinen wöchentlich sechsmal nachmittags. Der AbonnementbvreiS be.rSgi für den Monat 2. Jt bei freier Zustellung ,§«««. in der Geschäftsstelle abaeboli 1.80 M. Durch die Poft monatlich 2 je auef<6Iie6I:t6 SustellungSgebühr. Verlag und Redaktion Lchlachtbofllrade 38/30. fternforecher 951 and 9A. stiir unverlangt eingdanbi« Bitträg« kann die R«. daküon ein« Berantworiung oder Gewähr in keinem stall« äbernebnttn. Rück, zah'ung »ee BezugSgeldeS oder Ansprüche wegen etwaiger nickt vrdnungsmästtger Lieferung ist ausgeschlossen. Postscheckkonto strankfutt am Main Nummer 6380.

Kriegsmüde Generäle.

Nimmt Tschangtsolin da« Friedensangebot an? tDurck »tuiitioiiito »

Peking 8. Oktober.

ES wird gemeldet, daß Aenstschan Tschang­tsolin telegraphisch Frieden angeboten hat un­ter der Bedingung, daß Tschangtsolin ver­spreche, feine Regierung zu reformieren und dabei Aensifchans Ansichten annehme. Tschang. tsolin habe geantwortet, daß er bereit fei, Frie den zu fchlictzen, daß er jedoch nicht Bedingun­gen zustimmen werde, die eine Aeuderung der Flagge oder die Annahme eines Sowjetregie rungSsystemS bedeuten würde. Man fei an­scheinend wegen der Lage nicht ernstlich besorgt. Der Eifenbahndienst nach Tientsin ist normal.

* * *

ihrcsfrist geschlossene Ralu- _______________Gteinweg eiet innere Äen« eeftaUuna. Eine» Bericht des jetzigen Leiters. Dr. Heilig, entnebmen wir einige bemerkens­werte Angaben über die Bedeutung biese- eigenartigen ^Raritäten-SabineUS".

Dltdl vor Veklny.

Tschangisolins verzweifelter Rückzug.

London, 8. Oktober.

Nach Meldungen aus Peking haben stch die Streitkräfte deS Gouverneurs der Provinz Schansi, General Nen. gestern der neunzig Kilo­meter von Peking entfernten Stabt Hstieywa be­mächtigt. Die Nationalisten setzen überall ihren Vormarsch auf Peking fort. Tschangtsolin hat eine Verteidigungsstellung am Ein­gang des Nanku-Passes errichten lassen, wo eS vermutlich zur Entscheidung kommt.

London, 8. Oktober. Eigene Drahtmeldung.) Rach weiteren Meldungen aus China find die nationalistischen Truppen bis auf 45 Kilo- Meter an Peking herangerückt. Eine amtliche Bestätigung liegt jedoch noch nicht vor.

Paris, 8. Okwber.

Nach der fast unbemerkten Unterredung BriandS-Chamberlains läßt ein Communlgue verlauten, daß die beiden Außenminister, die be- anders interessierenden Fragen Revue passieren ließen. Sie haben noch einmal die Ueberein

timmung Ihrer Ansichten festgestellt.

Paris, 8. Oktober. (Eigene Drahtmeldung.s

-------- _ -------,. ------ Halbamtlich wird mitgetetlt, daß sich die Unter- bank und andere Leihinftitute erschöpfend be-iredung auf folgende zwei Punkte bezogen habe: