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Kasseler Neueste Nachrichten

Kasseler Abendzeitung

Hessische Abendzeitung

Nummer 230 Amtliches Organ der Stadl Kaffei. Sonnabend, 1. O tover 192/. Amtliches Organ der Stadt Kaffe». 17. Jahrgang

Snjeisenvrerfe: Einhrim. SefchäftSanzeig«» di« mm»3«ile 10 4 ausw.

anaeigen di« mm»3eil« 10 4, Sanrilientma. die mm-Zeil« 10 4, Kl. Auz. auä Kassel d. Wort 5 4, a»sw. kl. An», di« mm-Zeite 10 4. Reklame»Li«mm-Ieil« 88 4. Offertgeb. 25 4 (6ci Zustellung 85 4. 'Jl«djnung68e träge nrnerfi. 5 Tagen zahlbar. Für L. Nichtig!. aller Lurch Ferirfvr. aufgegeb. An», sowie für Aufnahme» Säten n. Plätze kann nicht garantiert werden. Für Anzeisen mit besond. schwie­rigem Satz IVO Prozent Aufschlag. Druckerei: Schlach tbofstratz« 28/80. Geschäfts­stelle: Kölnische Strafte 5, gegenüber der Svohrstratzc. Fernsvrecher 951 und 052.

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Chamberlain sucht primo öe Rivera auf.

Ein für alle mal?"

Frankreichs Angst vor der Weltgerechtigkeit.

Von Dr. Paul Rohrbach.

Einer sranzöstschen Feder ist ein Geständnis entschlüpft das man in dieser Unumwundenheit nicht hätte für möglich halten sollen. In einem Blatt steht: Deutschland hat ein für alle Mal seine Verantwortung für den Ausbruch des Krieges anerkannt, und niemals wird die sran- zöstsche Regierung eine Revision des Artikels 231 zulasten,da damit die rechtliche Ba­sis des ganzen Friedensvertrages zusam- meubrechen würdet Hiernach hat der Friedensvertrag ausdrücklich den Charakter einer legitimen und gebotenen Bestrafung Deutschlands dafür, daß es mit der Entfesse­lung des Kriegesdas größte Verbre- chen der Weltgeschichte" begangen hat. Es ist nicht ein Vertrag, wie ihn der Sieger auch sonst dem Besiegten auflegt, sondern es ist die Exekution eines Urteils, das die Gerech­ten über den Sünder gesprochen haben. In der Kundgebung des deutschen Außenmini­sters zur Tannenberger Rede ist das Verlan- gen nach schiedsrichterlicher Klarstellung der Schuldfrage wiederholt worden. Nein, sagt das Pariser Blatt, keine Untersuchung, denn Frank­reich ist von vornherein entschlosten, eine Revi­sion nicht zu erlaubt, weil die Basis des Friedensvertragesintakt" bleiben muß.Ein für alle Mal," sagt das Blatt, hat Deutschland seine Verantwvrttichkeit bekannt. Ein für alle Mal, erwidern wir, hat dieses große Blatt be­kannt, daß es ihm gleichgültig ist, ob der Friede, der Deutschland in Versailles diktiert wurde, ein gerechter oder ein Lügenfrieden ist?

Wenn der Tornado wsbrichl.

Fun zig Tote in der Amerikanerstadl / Stürzende Wände und Hausdacher / Gerettete Hochschüler.

Saint Louis, 30. September. Durch einen Tornado wurden in Saint Louis dreißig Menschen getötet und zweihundert ver letzt. Tausend« von Bäurnen wurden entwur­zelt, wodurch der Straßenbahnverkehr lahm­gelegt wurde. Hausdächer wurden weg- gerissen Gebäudewände stürzten ein, desgleichen fiel ein Teil der Hochschule ein, deren Schüler und Lehrpersonal sich jedoch ret­ten konnten. Der Sachschaden ist sehr groß. Die gesamte Polizei ist zur Hilfeleistung aufgeboten.

St. Louis, 30. September. (Durch Funk­spruch.) Die letzten Berichte besagen, daß in St. Louis durch den Wirbelsturm über vierzig Personen getötet wurden.

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G»on über b erjlq Tole.

Ein vernichtetes Obstdorf. Immer neu« Opfer.

St. Louis, 30. September. (Funktelegramm.) Nach weiteren Meldungen über die Orkankata- strophe ist besonders Rudy (Arkansas) schwer heimgesucht worden. Das wohlhabende Obft- züchterdorf liegt jetzt in Trümmern. Bon fünfunddreißig Wohnhäusern stehen nur noch zwölf, sowie fünf Läden und die Bahnstation. Zehn Personen wurden verletzt, ein« tödlich.

SSnf Meuten Tod: Surm

St. Louis. 30. September. Das Wetterami teilt mit. di« Stürme seien Ausläufer des

Sturmgebietes in Nord-Ost-KansaS, wo ein starkes Tiefdruckgebiet vorhanden fei. Der Tornado in St. Louis währte fünf Minu­ten, der mit ihm verbunden« außerordentlich starke Regen erhöhte die Notlage der Opfer. Drei Frauen, die sich in einem einstürzen­den Hause befanden, kamen unter den brennen­den Trümmern ums Leben. Beim Einsturz einer Schulmauer wurden mehrere Kinder verletzt.

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Wachsen eXotenjfffern

Fünfdnisrnd Häuser in einer Stadt.

St. Louis, 30. September.

Der Tornado zerstörte den Westen der Stadl 2500 Wohnungen sind dort vernichtet, bezw. stark beschädigt. Die Zahl der Getöteten dürfte mehr als fünfzig betragen. Zwei Polizeibe­amte wurden durch einstürzende Mauern gelö- lötet. Die Gesamtzahl der eingestürzten bezw. -'«schädigten Gebäude in St. Louis wird aui fünftausend, der Sachschaden aus nicht weniger als 75 Millionen Dollar geschätzt.

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Die Änm dkvl roch immer

Moskau, 30. September. (Eigener Drahtbe­richt.) Gestern wurden in der Krim erneute Erdstöße, die sechs Sekunden dauerten, ver­spürt. Größere Zerstörung:» wurden nicht ver­ursacht.

In einem Organ deS französischen General- stabS stehen folgende intereffante Sätze zu lesen: Als davon die Red« war, Deutschland zum Völkerbund zuzulaflen, forderte Frankreich von ihm ein neues und freies Zugeständ­nis seiner Schuld. Man hielt uns ent­gegen:Denkt nicht an die Vergangenheit. Die Sicherheit der Zukunft verlangt gebieterisch die deutsrh-ftanzösische Aussöhnung. Erweist euch als Männer der Zukunft." Unsere Regierung ließ sich überzeugen. Deutschland hat es sehr gut verstanden, daß der Völkerbund ein Revi- fionsinstrument der Verträge ist, und daß der Ehrgeiz der einen, der Kleinmut der anderen, ihm dazu verhelfen würde, seine Hoffnungen auf eine Abänderung zu verwirklichen. Das hätten wir vorauSsehen und uns, wie die Par­teigänger der Politik von Locarno sagen wer­den, wenn sie logisch sind, damit abfinden müs­sen, weil diese friedliche Revision das einzige Mittel ist, eine gewaltsame Revision zu vermei­den."

Die Militär« mögen so schreiben, denn schließlich ist es ihr Metter, Gründe für das Sechsmillionenheer der jüngsten sranzöstschen Rüstungsvorlage und für die Fortdauer der Besatzung im Rheinland« zusammenzusuchen. Es wird auch nicht viele geben, namentlich un­ter den subordinierten Federn, die selbst eine vernünftige Vorstellung von den Dingen haben. So wie dem Ruflen alles Merkwürdige Kuriose von vornhereindeutsch" erscheint, so daß et im Sprichwort sagt:Der Deutsche hat den Affen erfunden" so scheint jetzt dem gewöhn- lichen Franzosen mit dem Deutschen auch schon der Begriff deS Unheimlichen gegeben zu sein, das zu allem fähig ist und vor dem man sich nicht genug vorsehen kann. Freilich gibt eS auch französische Organe, denen bei der Diskus­sion der Schuldfrage aus einem anderen Grün- de unbehaglich wird, nämlich weil ihnen daS Ein für alle Mal" offenbar zweiselbafi wird. Zu ihnen gehört diesmal auch derSoir". Er braucht den Kunstgriff, Hindenburg und Poincark in Parallele zu setzen, weil sie beide von der Vergangenheit des Krieges sprächen, statt in die aufbauende Zukunft zu blicken. Hindenburg ist aber nur Folie, um Poin- care anzugreifen:Jedesmal, wenn er den Mund öffnet, bringt er alte Beschwerden, die Wir gegen Deutschland ins Feld führen können, In Erinnerung. Er stellt in langweiliger Weise die vollständige Bilanz der Fehler und der Ver­antwortlichkeiten von jenseits deS Rheins aus Er bläst mit rachsüchtigem Atem auf die noch warme Asche des Rationalismus, den man lie­ber für immer erloschen sehen möchte. Solch« Ausführungen schmecken nach Trödelkram."

Gut gesagt, vortrefflich charakterisiert! Aber derSoir" ist ein Blatt des französischen Pa­zifismus. Er möchte Poincari zur Rübe pfeifen, damit Hindenburg und Stresemann nicht laut werden. Das Gefährliche ist die Dis­kussion! Der französische Justizminister Bar- thou hat sogar ein direftes Angebot mit den

Laßt sich Paris darauf ein?

Moskau schätzt fernen Pakt hoch ein / Kann Frankreich die Befehle Englands unb des Völkerbunds durchkreuzen?

London, 30. September. Ein Berichterstatter schreibt zur Fräße eines russisch-französischen Paktes: Die Sowjetregierung möchte Frankreich gern folgende drei Verpflichtungen auf­erlegen, die mit seinen Völterbundpslichten ge­mäß Artikel 16 unvereinbar sein würden: 1. Eine Zusage französischer Neutra­lität in jedem Kriege, in den Sowjetrußland verwickell werden könnte, ausgenommen ein Seien mit Polen. 2. Eine formelle Anerken­nung der jetzigen Sowjets renzen seitens Frankreichs und 3. ein Versprechen Frankreichs, niemals an irgendwelchen wirt­schaftlichen Maßnahmen, wie einem Boykott oder einer Blockade gegen Sowjetrußland teilzunehmen, selbst wenn ste vom Völker- bund anempfvhlen worden wären. Der Kor- resvoodent fragt nach den Gegenleistun­gen Moskaus abgesehen von einem polnisch- russischen Nichtangriffspakt. Die Sowjetregie­rung brambe einen Handelsvertrag weit mehr als Frankreich. Die russisch« Zusage der Propaganda-Einstellung fei bereits offenkundig verhetzt Worben.

SS geht UMS Mitteimeer.

EhamberlainS Programm und Gibraltar.

Paris, SO. September. Nach einer Meldung aus Madrid ist die Zusammenkunft zwischen Primo de Rivera und Chamberlain auf heute verschoben worden, weil während eines Ausfluges die Jacht des englischen

Außenministers durch einen Motordefekt an der Rückreise nach Barcelona verhindert wurde. Alle Nachrichten unterliegen einer schar- fen Zensur.

London, 30 September. (Eigene Drahtmel- düng.) Ein Blatt nimmt an, daß bei der Zu­sammenkunft neben dem Tanger-Fall auch der englisch-spanische Zolltarif, ins­besondere im Hinblick aus die englische Stahl­industrie besprochen würde. Hinsichtlich der Tan­gerfrage hält England an seinem früheren Standpunkte fest. Es stehe Weiterhin zum Grundsatz der Internationalisierung der Tangerenklave im weitesten Sinne, ohne ausschließlich« oder überragende abnrini« strative Kontrolle Frankreichs oder Spaniens oder mit einer liberalen Anerkennung der Jn- tereffen Italiens. Eine Flotten-Schlüf- s e l st e l l u n g wie Tanger mit Bezug auf die Meerenge von Gibraltar dürfe nicht in die Hände irgendeiner einzelnen Macht übergehen. £ glanOe $riumv6tuon o >cys Mu e,me»r

Malta, 30. September. (Eigene Drahtmel­dung.) Die diesjährige Kreuzfahrt des Mittel- meergesebwaders ist als Demonstration dafür gedacht, daß England die stärkste See­macht des ganzen Mittelmeeres ist und auch den italienischen Rüstungen gegenüber zu blei­ben gedenkt. Aus diesem Grunde wird daS Ge­schwader die englische Flagge nicht nur in den Häfen des britischen Machtbereichs, sondern auch in den fremden Häfen zeigen. An der Kreuz­fahrt nehmen sämtliche DreandnoughtS des eng­lischen MittelmeergeschwaderS teil.

Doch noch ein Amerikaflug?

Die R oh rb ach-Werke nicht abgeneigt / Nur bei völliger Sicherheiit ®18n zeod gelungene Prodefliige.

Berlin, 30. September.

Rach der gestern gemeldeten Erprobung von neuen Rohrbachflugbooten in Kopenhagen er- klärt jetzt die Firma, daß eine endgültige Ent­scheidung über einen Transozeanflug erst getrof­fen werden soll, wenn ein Mißlingen nach menschlichem Ermessen ausgeschloffen erscheint.

Di« neuen Maschinen hätten allerdings alle Er­wartungen Weit übertroffen, aber erst nach Ab­schluß zeitraubender BersuchS- und Meßflüge ließe sich eine Entscheidung über ihre weitere Verwendung treffen. Die Rohrbachwerke wür den Fernflüge nur mit eigenen Mitteln und unabhängig von der Jahreszeit bewerkstelligen

schlag zur Güte" heraussieht ? Solche Symp-

llm diesen Preis allein können wir ver-

geffen." Ist es nicht sichtbar die Angst um dasEin für alle Mal", die aus diesemVor-

Worten gemacht:DaS Schweigen, das wir n m den Preis der Gerechtigkeit gern wah-

. . annimmt", hat Herr

Barthou in einem Atem mit seinem Gefühls- anerbieten verkündet sollten für's lehr­reich fein.

____-------v tome auch wenn im übrigen die große Phra- ren wollen ist die notwendige Bedingung für seologie gespart wird,er gibt Dementts, die dte Annäherung die der Weltfrieden erfordert, die Weltgeschichte nicht

Unsere Musensöhne.

Deutsche Jugend im Dienst der Wissenschaft.

Z. 3t gibt es in Deutschland 88069 Studie- rende, von denen 7429 dem schwächeren und schöneren Geschlecht angehören. ES ist sehr be­merkenswert, daß nicht einmal zehn Prozent der Studierenden ohne Reifezeugnis nach den Technischen Hochschulen und Universitäten ge­kommen sind. Bei den Technischen Hochschulen beträgt der Prozentsatz der Jmmatrikuliereten mit Reisezeugnis sogar 96,9 Prozent, während bei den Universitäten die viel höhere Ziffer von 9,5 Prozent der Studierenden nicht über das Reifezeugnis verfügt. Bei Universi­täten und Hochschulen überwiegt von den Reife­zeugnissen das der humanistischen Gym­nasien. 43,3 Prozent der Universitätsstuden­ten und 31,7 Prozent der Techniker verfügen über ausgesprochen gymnasiale Vorbildung. Bei beiden Hochschularten sehr beträchtlich ist auch die Vorbildung realgymnasialer Richtung. Aus Grund des ReifezeugnifleS einer Oberrealschule studieren an Universitäten 15,9 Prozent und an den Technischen Hochschu­len 29,5 Prozent. Eine ganz ausgesprochene Vorliebe bekunden

weibliche Studenten für dnS Realgymnasium, dar fast die Hälfte von ihnen besucht haben. DaS Stattstische Reichsamt hat berechnet, wie­viel reichsdeutsche Studierende sämtticher Uni­versitäten nach ihrer Staatsangehörigkeit auf je 100 000 der Bevölkerung ihres Hei­matlandes entfallen. Bei dieser inter- effanten Aufstellung zeigt sich, daß 86,1 von je 100 000 Deut, chen zu den akademischen Bürgern der Universitäten gehören. Am stärksten ist der Andrang zum Studium in Lübeck mit 111,7 Lübeckern von \t 100000, die an einer Universität immatrikuliert sind. Hamburg folgt mit 108,6, Essen mit 94,5, Preußen mit 89,1, Anhalt folgt mit 88,5 und

Waldeck mit 87,9 Studierenden aus je 100 000 der Bevölkerung. Bei den Studienfächern herrscht der stärkste An- drang zu den Rechts-, Staats- und WirtschastS- wiffenschasten, denen sich nahezu die Hälfte aller Studierenden zugewandt hat, während die M e» dizin mit rund dem fünften Teil aller Stu- dierenden an zweiter Stelle folgt. Die weib­lichen Studierenden beteiligen sich am stärksten bei der Neuphilologie und bei Deutsch und sind in besonderer Zahl auch an Geogra­fie, katholischer Religionslehre, Biologie, Phar­mazie, Geschichte und Mathematik beteiligt. Der Andrang deS Auslandes zu den deut­schen Universitäten ist ganz besonders stark In Berlin, Jena und München. Sie wenden sich in erster Linie den medizinischen Fächern zu. Die deutschen Studenten der Technischen Hoch­schulen bilden sich in erster Linie all Maschi- nen-Jngenieure und Elektrotechniker aul. Die Ausländer belegen am stärksten Chemie, Bau­ingenieurwesen, Elektrotechnik und Architektur. Dem Alter nach zählen di« Studierenden der Universitäten und Technischen Hochschulen ganz überwiegend zu den

Altersgruppen von 20 biS 25. Verhältnismäßig stark sind aber auch Studie­rende im Alter von fünfundzwanzig bis drei- ßig Jahren vertreten. Von der entgeltli­chen Beschäftigung der Studieren­den machen während der Ferien aber auch während der eigenen Studienzeit, 5915 Stu­dierende Gebrauch. Davon gehören di« meisten den Universitäten Berlin, Hamburg, Köln, München und Frankfurt an. Die wenigsten Werkstudenten gibt el in Heidelberg,

Gießen, Marburg, Göttingen, Erlangen usw. Di« Weitaus größte Zahl der Studierenden findet ihren Erwerb durch Lehrtätigkeit. Stark vertreten ist aber auch Bürotätigkeit und Beschäftigung in In­dustrie, Handel, Gewerbe, Verkehr, Versiche- rungr- und Bankwesen. Als Arbeiter be- zeichnen sich während ihrer Studienzeit 88 Stu­denten all Musiker 59. In der Ferienzeit schwillt die Ziffer der sich all Arbeiter ein­gruppierenden Studenten aber auf 507 an wozu noch rund 500 Beschäftigte in der Land- und Forstwirtschaft kommen, die auch in erster Linie als ungelernte Arbeiter tätig sein werden.

Heften schafft die Todesstrafe ot>

Darmstadt, 30. September. Im hessischen Landtage wurde ein sozialdemokratischer An«