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®te«Stee, M. «eptember 1927.

Kasseler Neueste Nachrichten

17. Jahrgang. - Rt. 806.

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MAGGI5 Suppen in IBiiifefn

ersparen beim Suppenkodien die größte fiebert - das Zuridtfen.

Auch ein Grund.

»Di« Bestimmung unseres Hochzeitstages überlasse ich Ihnen, lieber Schwiegervater, aber bitte, nicht den Freitag."

»Sind Sie abergläubisch?"

»Nee, aber da habe ich meinen Skatabend."

beerende kleine Krankheitskeim durch die Ra­senschleimhaut inS Innere des Körper- dringt. Flexner tauchte ein Kamelhaar oder einen Baumwollfaden in die filtrierte, den Krank- beitserreger enthaltende Flüssigkeit und brachte das Haar oder den Faden dann aus die Na­senschleimhaut eines Assen. Schon nach achtund- vierzig Stunden konnte man dann die Bak­terie im Gehirn des Assen, und zwar in den sog. Riechlappen seststellen. Offenbar waren die Er­reger durch die Geruchsnerven in das Gehirn vorgedrungen. Die beiden amerikanischen Aerz« te hcwen ferner gesunden, daß sich die Bakte­rien bei allen Erkrankten auf den Nasenschleim­häuten finden, so daß kaum ein Zweifel dar­über bestehen kann, daß di« Krankheit tatsächlich durch die Nase in den Körper dringt. Man muß sich also besonders vador schützen, von einem Patienten angehustet zu werden. Da Kin­der bis zum Vierten Lebensjahr eine besonders zarte Nasenschleimhaut besitzen, ist er auch leicht verständlich, daß sie weit häufiger als andere Personen von dem Leiden befallen werden. Es ist übrigens nicht ausgeschlossen, daß die Stu­benfliege zur Verbreitung der Krankheit bet« trägt. Für diese Vermutung spricht besonders, daß die spinale Kinderlähnpttng häufig und auch in diesem Jahr gegen Ende des SommerS auftritt, also zu einer Zeit, in der die Stuben­fliegen an manchen Orten unangenehme Pla­gegeister sind. Flexner bat gefunden, daß sich der Krankheitserreger tatsächlich im Körper bet Stubenfliege ausbält, ohne die geringste Ver­änderung zu erfahren Man muß sich also auch aus diesem Grunde vor den unerwünschten Fliegen schützen. Dr. M.

I Bunte» Allerlei.

E ne vornehme (Stmemöe

Irgendwo in Galizien kommt eines Frei­tag Nachmittags ein Reuender zu dem Rab­biner und bittet ihn, ihm über den Sabbat sein Geld auszuheben. Der Rabbiner «st einverstan­den, beruft jedoch die drei Vertreter seiner Ge­meinde als Zeugen für sie Höhe des Depots und legt vor ihren Augen das Geld in feinen Schrank. Als der Sabbat vorüber ist und der Fremde sein Geld wiederhaben will, leugnet der Rabbi, irgendwelches Geld von dem Fremden empfangen zu haben. Aengstlich beruft sich der Fremde aus die Zeugenschaft der drei Gemeinde. Vorsteher. Diese werden geholt, der Rabbi blin­zelt ihnen zu und sie schwören bei allem was heilig ist, nichts zu wissen. Der Fremde sinkt vernichtet in einen Stuhl, die Vorsteher ver­lassen das Zimmer und sosort geht der Rabbi an seinen Schrank und überreicht dem Fremden bei Heller und Pfennig sein Geld.Sagen Sie um Gotteswillen", meint der Fremde, »was soll dieses merkwürdige Manöver?" »Ach, nichts weiter", antwortet der Rabbi, »ich wollte Ihnen bloß zeigen, in was für einer vornehm.'n Ge­meinde ich beamtet bin." Und wenn die Ge­schichte nicht wahr ist, dann ist sie doch gut erkunden.

eeitlame Äwillmgsvrüder.

Heinrich und Alfred Grünfeld, die berühm­ten Musiker, der eine Celltst, der andere Kla­viervirtuose, glichen sich fabelhaft wie sie selber sagten, wie ein faules Ei dem andern. Einmal, tief im Frieden, spielten sie bei einem Hofkonzert vor dem alten Kaiser Franz Joseph. Nach der Darbietung ließ der Kaiser die beiden Künstler vor sich kommen, plauderte eine Weile mit ihnen und bemerkte im Verlauf der Unter­haltung:Die Herren sind doch Zwillingsbtu- der, nicht wahr?" Alfred sagte gar nichts, Hein­rich aber, der den eisernen Grundsatz hatte, den Mächtigen dieser Erde nie zu widersprechen, er­widerte:Gewiß. Majestät, wir sind Zwillings­brüder, nur ist mein Bruder durch ein Ver­sehen ein Jahr später zur Welt gekommen als ich."

Wie Moden entstehen.

Um die Mitte des 17. Jahrhunderts wurde die vielgeliebte Ninon de Lenclos durch ein von ihr dargebrachtes Haaropfer die Schöpferin einer Kurzhaarmode Sie hatte sich mit einem ihrer Freunde entzweit und versuchte an, mit allen erdenklichen Mitteln, ihn zurückzugewin­nen. Die Eifersucht um den Geliebten, der sich von ihr abgewandt hatte, warf sie aus dos Krankenbett. Schließlich macht- sie noch einen letzten Versuch, den Erzürnten zu versöhnen. Sie schnitt sich ihre Flechten ab uns sandte sie ihm als Zeichen der Utlierwürfigkeit und Er­gebenheit zu. Die ersehnte Wirkung trat auch ein; der Freund verzieh chr, und die beiden waren eine ganze Woche lang! ein glück­liche- Paar.

Mit falschen Karten.

i SHeii* und große Kniffe am Spieltisch.

Unzählig sind die BetrugSmechoden bei großen und kleinen Beutelschneider. Finger­fertigkeit, ein scharfes Auge und ein gutes Ge. dächtnis spielen die Hauptrolle. Es gibt Spie­ler, die ein Karteiibuch nur einmal durch die Hände gleiten lassen und dann sofort in der Sage siiid, die einzelnen Karten nach dem Rük- kenmuster auseinanderzukennen. Jede fabrik­mäßig hergestellte Karte ist durch die Art wie dieses Rückenmuster an bett Ecken ahschNeidrt, für das geschulte Auge des Falschspielers von Haufe aus gezeichnet. Dieser Vorteil entschei­det bereits. Wichtige Karten werden während des Spieles unauffälliggezinkt". Kleine Kniffe, ein Nagel- oder Fingerabdruck auf bet neuen Glasur der Rückseite genügen für das Auge eines Wissenden. Ein anderes, wenn auch seltener beobachtetes Instrument des Professionals besteht aus einem Finger ring, der außen einen ganz feinen Kranz von Metallstisten trägt, die fast unmerklich mar­kieren.

Eine andere seht raffinierte FUfchungsme- Hode besteht darin, daß wichtige Karten mit einer sehr präzise gearbeiteten Maschine an den Rändern ganz fein und gleichmäßig be­schnitten werden Ein reisender Berufsspieler der übrigens nie mit seinen Komplicen in demselben Hotel absteigt, wird meistens eine ganze Auswahl gezinkter Kartenspiele mit sich führen, die in dem geschickt wieder verklebten Original-Umschlag stecken Das Abheben, das ebenso wie das Mischen eine betrügerische Pla­zierung verhüten soll, weiß der Gauner durch einen verblüffend einfachen Kniff zu umgehen. Er läßt zunächst ordnungsgemäß den oberen Teil abheben, faßt dann mit der rechten Hand nach dem untersten Paket, legte es in die linke Hand, nimmt dann den abgehobenen Teil wie­der auf und legt ihn auf den unteren Teil in der linken Hand zurück. Da diese Manipula­tion sehr viel Selbstverständliches hat, kommt auch der routinierte Spieler selten dem Schwin del auf den Grund. Will der Betrüger ein Abheben von bestimmter Stelle erreichen, so arbeitet er mit einer geschnittenen Kartenein­lage oder Hilst sich mit derBrücke," einer ganz einfachen Mittellage aus mehreren leicht gebogenen Kartenblättern.

Meister der Fingerfertigkeit sind vie berüch­tigtenZopper", deren Trick es ist, durch eine geschickte Täuschdewegung deS Daumens ihren Komplicen die besten Blätter zuzuschanzen. Biel seltener ist die betrügerische Verständi­gung durch Zeichengebung, wie sie in den Kri­minalromanen so ungemein scharfsinnig aber leider wenig wahrheitsgemäß geschildert wird Auch die berühmte Volte kommt ziemlich selten vor, da eS nur außergewöhnlichen Virtuosen möglich ist, sie unbemerkt auszuführen. Dr. E.

Was der Hausarzt sagt.

Was ist spinale Kinderlähmung?

Zu den Krankheiten, die glücklicherweise nicht allzu häufig sind, aber doch von Zeit zu Zeit epidemisch auftreten, gehört die spinale Kinderlähmung. In den letzten sieben Wochen sind in Leipzig über 100 Fälle dieser Krankheit vorgekommen. Die spinale Kinderlähmung ist eine JnMionSkrankheit, die das "Zentral- nervenshstem befällt, und von der man weiß, daß sie die graue Rinde des Rückenmarks ver­ändert. Besonders gefährdet sind kleine Kinder bis zum vierten Lebensjahr, doch kommt es auch vor, daß Erwachsene infiziert werden und dann an den gleichen Erscheinungen erkranken. Zunächst könnte man annehmen, daß der Pa­tient von einer Art Grippe befallen sei, da im ersten Stadium Lhnliche Symptome wie bei der Grippe auftreten; auch Halsentzündung und Durchfall sind häufige Begleiterscheinungen. Bald macht sich aber fine Erschlaffung bestimm- ter Muskeln bemerkbar, die zu einer Lähmung eines oder mehrerer Glieder führt.

Nach erfolgter Heilung bleiben die befalle­nen Gliedmaßen meist gelahmt, da die Nerven- stränge, die diese Gliedmaßen mit dem Rük- tzenmark vorbinden, krankhaft verändert blei­ben. Die Kinder werden also für Lebenszeit zu Krüppeln. Die Bekämpfung der Krankheit steht noch in ihrem Anfangsstadium; man ver­ordnet meist in der ersten Zeit Bettruhe und Schwitzen, gibt wohl auch Präparate von Jod, Kalium, Argentum nltricum, Eisen und Le­bertran und versucht, nach Ueberwindung der akuten Krankheit die Lähmungserscheinungen dadurch zu beseitigen, daß der Patient elektri­siert wird, gymnastische Hebungen ausführt und durch Massage oder Bäder die geschwächten Gliedmaßen krästtgt.

ES ist zu hoffen, daß man eines Tages wirk­samere Heilmittel gegen die Kinderlähmung gefunden haben wird. Um die Erforschung der Krankheit hat sich besonders Professor Simon Fbexner verdient gemacht, der im Jahre 1913

3n Her Wefluoo her jungen Werter.

Ein Nundgana durch die Stadthalle / Die Namen der Preisträger.

Was die gestern eröffnete Kasseler Hand- werker-Lehrlingsarbeiten-Ausstellung will, dar» über haben bereits die in der Sonntag- Ausgabe wiedergegebenen Betrachtungen von Dr. Schüller unterrichtet. Die Preisrichter wal­teten bereits ihres schwierigen ArnteS. Vielfach wurden wieder neben dielen Belobigungen der jüngstenStifte" so zahlreiche zweite und dritte Preise verteilt, daß nur die Namen der Preis­träger der Staatspreife, der KörperschastSpreise und der ersten Preise genannt werden können.

Die Klempner haben eine stattlich« Anzahl sehr sauberer Zink­arbeiten aufgebaut, neben denen da- kupferne Geschirr blinkt. Hier wurde der Staats- preis dem Lehrling Willi Mergard (EvenS u. Pistor für eine Wärmflasche und einen Ver­bandstoff kästen zugesprochen. Weiter erhielten den P r e i S der S a d t K a s s e l H. JSrael (A Siebrecht), den deS Landkreises Kassel Heinrich Brinkmann (G. Schaumann), den der Handwerkskammer Karl Väth (Land- »"chr und Schultz) und einen ersten Preis Karl * ;röber als Femtechniker bei Franz Schtnv- kr. Zwischen dunklen Lorbeerbäumen heben sich Grabdenkmäler der

Steinbildhauer ab ,unter denen recht bcachtenwerte Arbeiten zu finden sind. Den Staatspreis errang hier Karl Rüppel (Jordan-Niederzwehren) Bei den Schmieden liegt neben dem eisenbeschlagenen Pserdehuf die felbftgefertigt Feuerzange und manch schweres Stück zum Wagenbau. Hier wurden zwei Staatspreise zuerkannt, Heinrich Wolf (Aug. Hüppe-Harleshausenf und Ernst Huhnstock (Thielemann u. Sohn) Weitere erste Preise wurden zuerkannt: Friedrich Noll (Wilh. Köhler), Karl Heimberg (Hch. Bischoff), HanS Haas (Gg. Wollenhaupt-Niederkausungeni und Ludwig Schacht (Gg. Döring). Der Tisch der verwandten

Schlosser ist besonders vielgestaltig. Zahlreich stnd die Schlösser vertreten, daneben fesseln eiserne Kton- leuckter von reicher getriebener Arbeit, Reklame- beleuchtungSkörper und vieles andere. Nicht im­mer ist es daS große, ins Auge fallende Sttick, das mit einem Preis ausgezeichnet wird. Fast unscheinbar liegt da auf dem Tisch ein blankes Vorhängeschloß, daneben das Schild mit dem stolzen WortS t a a t s p r e i s". Hch. Köberich (Hans Gartmayr) ist der Verfertiger dieses sau- beren Schlosses. Auch das andere mit dem Staatspreis ausgezeichnete Stück ist von tadelloser Arbeit, ein Haustür-Einsteckschloß mit Schnb und Wechsel von Hch. Wimmel (Karl Seum). An weiteren Preisen wurden hier der teilt: Der der Landesdirektion an An­dreas Marth (HanS Gartmayr), des Land kreiseS Kassel an Theodor Löffler (Justus Striibing), der Handwerkskammer an Friedrich Brede (Karl ©cum), der Stab? Kassel an Ernst Brand (Hch. Rosenkranz, je einen ersten Preis: Eduard Wilhelm (Andreas Schneider), Karl Hildebrand (Hans Rohde), Hans Günther (Hch. Rieder-Niederzwehren) und Hch. Ludau (Hch. Rosenkranz). Schwer und wuchtig liegen die schwarzen und gelben Guß­stücke auf dem Tisch der Formel. Einen er­sten Preis erwarb Hermann Paar (Chr. Berg. Höfer und Co.) Regste Teilnahme am Wettbe­werb verrät bie

Ausstellung der Stellmachcr- eLhrlinge mit großen u. kleinen Wagenrädern aller Art. Den StaatSpreiS erhielt Paul Sippel (Jean Hahn), den Preis der Stadt Kassel Gg. Holzsörster (Gg. Oetzel) itnb den der Handwerkskammer Fritz Limmroth (W. Schäfer-Harleshausen). Pracht­volle Leistungen sind attch unter den Arbeiten der Schreiner: Der mit dem Staats­preis bedachte kirschholzpolierte Bücherschrank von Karl Meister (Herm. Meister) ist eine Mu­sterarbeit und geradezu eine Zierde jede- Bi- bliothekzimmers. Auch die Eichen-Vitrine von HanS Wagner (Wilb. Raabe-Helsa), mit dem PretS des Landkreises ausgezeichnet, zeugt von geschickter Hand. Ein Preis der Handwerkskammer wurde Willi Pfle- ging (Albin ©rettet) zuerkannt. Bei den Drechslern erregt eine hohe Ständerlampe von Konrad Welch (Jean Hahn) berechtigtes Aufsehen. Ihm wurde ein erster Preis, wie auch dem Lehrling Fritz Scholl (Theodor Hoff- meyer) für einen eichenen Kronleuchter. Aber auch von den jüngeren Jargängen sind recht nette Arbeiten geliefert worden, die einen viel­versprechenden Nachwuchs verbürgen. Bei den Stukkateuren verrät eine Schrtfttafel des Lehrlings Walter Bieder (Olief und Becker), mit dem Preis der Handwerkskammer ausgezeichnet, guten Geschmack. Und dann die Holzbildhauer. Außerordentliche Beach­tung verdient ein schSner Löwenkopf Georg WeißenbornS (LouiS Feustel), der mit dem StaatSpreiS ausgezeichnet wurde. Für ein«

reizende Holzplastik zwei Enten erhielt Aug. Tasch (Louis Feustel) einen Preis der Stadt Kassel. Duftige Gebilde bringen die

Wäsche Schneiderinnen.

Diskrete Kleidung für die Dame tote für den Herrn. Anna Schmidt (A. Hellseuer) wurde der Staatspreis zuteil, Elli Langkops (Emmy Müller) der Preis der Handwerkskammer. Die Damen-Schneiderinnen selbst haben sehr gut ab* geschnitten. Den StaatSpreiS erwarb Ma­thilde Gartenbach (H. u. S. Lütkemeier), den der Landesdirektion Gertrud Siebert (Frau Kuhn), den Preis der Stadt Kassel Luise Becker (Frau Kuhn) und den Preis des Land­kreises Kassel Lisette Koch (Käthe Strauß). Der Preis der Handwerkskammer Anna Gre. be (Hans Müllet). Groß an Beschickung und an Zahl der zuerkannten Preise sind die Tische

der Herren-Schneider.

Was ein gutsitzender Anzug ist, wie der gutge- orbeitete Paletot aussieht, das zeigen hier der Herrenwelt die Kasseler Schneiderstifte". In doppelter Reihe liegt Hose an Hose steht Anzug an Anzug, ein befand. Genuß für den Freund der geschmackvollen Kleidung. Und überall die Preisschilder, sie beweisen, daß der Nachwtlchs der Schneidergilde schott etwas vorn Handwerk versteht und bemüht ist, nur erstklassige Pro­dukte zu liefern. Staatspreis: Reinhold Beyer (Konrad Leis), Preis der Landes- d ir ek i on: Otto Nun (Otto Seguin,) Preis der Handwerkskamtner: Wilh. Vogt (H. Thöne) und Fritz Morsch (Chr. Frank), Preis der Stadt Kassel: Konrad ßinge (Alb. Bubolz), Preis des Landkreises Kas­sel; Hch. Peuster (Aug. Heller), je einen ersten Preis: Hans Kreitz (Konrad Leis), Hch. Völ­ker (W. Geldmacher), Hch. Eckardt (Kart Pohl- mantt) und Karl Deichmann (Alb. Bubolz). Der Freund einer guten Fußbekleidung wird mit be­sonderem Interesse die Maßarbeiten auf dem Tisch der

Schuhmacher beaugenscheinigen. Neben dem derben Schaft- stiefel steht der solide Straßenschnh und der elegante Gesellschaftsschuh au3 feinstem Lack­leder. Es erhielten den Staatspreis Hch. Weber (Gg. Dsiseroth), Preis der Landes- d i r e k 1 i o n : Gg. Reuter (Karl Bensch), Preis des Landkreises Kassel: Konrad Diegel (Hch. Völker), Preis der Stadt Kassel: Ernst Rehbein (Wilh. Storch), Preis der H a n d- werkskammer: Wilh. Gerte (Hch. Deise- roth) und Georg Krug (Friedrich Metz). Voll anziehender Wirkung ist der Stand der Satt­ler. Hier prunken die Prachtgeschirre Kasseler Brauereien. Staatspreis: Hans Fink (Hans Pausewang), Preis der Stadt Kas­sel: Heinrich Butte (Wilh. Witzel), Preis der Handwerkskammer: Wilh. Hentzel (Hans Pausewang), je einen er st en PretS: Georg Erkelenz (Paul GrauMer), August Schäfer i Konrad Lindemann) und Konrad Albrand (Wilh. Witzel). Die

Haarformer, Friseure und Perückenmacher zeigen mit ihrenhaarigen" Arbeiten manch mühevolle Stunde, auch zu diesen Werken gehört eine geschickte Hand. Preisträger sind hier: Staatspreis: Irmgard Backhof (Mar Kirchner und Spangenberg (Bruno Schmidt), erste Preise: Wilhelm Eckel (P. Baumgart­ner) und Frida Reltmeier (M. Becker). Die Ar­beit der

Tapezierer und Polsterer

hatS meistensinnerlich". Die Klubsessel, in denen es sich so beguem und weich sitzt, verraten von außen nichts von ihrem komplizierten .In­nern". Den StaatSpreis trug hier Otto Sein« hoS (Rudolf Marth) davon. Die

Zimmerer

können nicht gut ein Balkengerüst int «Saale auf­bauen, aber das Modell eines freitragenden Dachbinders von Friedrich Aschoff (Adam Kuhn) legt Zeugnis ab von dem Wissen und Können derHamburger", tote man Ja den Zimmermann gewöhnlich nennt. Die genau berechnete Arbeit wurde mit dem StaatSpreis bedacht. Es folgen die Buchbinder. Den Staatspreis bekam Hch. Arold (Reitze u. Eo.). Von den Ofensetzern erhielt Klingaus (Ziegenbalg) den ersten Preis. In ganz besonders großer Zahl treten die

Maler und Lackierer

hervor. Eine bunte, farbenreiche Schau von großer Vielgestaltigkeit ist hier zusammengekom- men. Von der einfachsten Wandbehandlung biS zum künstlerischen Firmenschild ist alle- ver­treten. Namentlich die jüngeren Jahrgänge ha­ben fleißig gearbeitet. Zwei Staatspreife konnten hier verteilt werden: Georg Roppel (A. Schmidtmann) und Ludwig Franke (Gebe. Hal­lo.) Einen ersten Preis erhielt Paul Malorny (Aug. Schmidtmann). Die Bäcker und Kon­ditoren traten mitFrischgebackenem" erst in letzter Stunde an. DaS Urteil über ihre Werke wird an anderer Stelle wiedergegeben. E. E.

als Leiter bei Rockefefler-JnftttutS in New­port in gemeinsamer Arbeit mit dem Jnsti- tutsmitglied Nogouchi den Erreger der Krank­heit gefunden hat. Der Krankheitsreim ist nur mit den feinsten mikroskopischen Instrumenten festzustellen; «r hat eine runde Form, und fein Durchmesser beträgt nut ungefähr den fünftau­

sendsten teil einer Millimeters. Um diese Bak- terie in Reinkultur zu züchten, haben die bei. den Bakteriologen Krankheitsstoffe auf Affen übertragen müssen, die ebenso wie Menschen der spinalen Kinderlähmung zum Opfer fallen. Bei diesen Versuchen hat man die außerordent­lich wichtige Entdeckung gemacht, daß der bet«