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Donnerstag, 22. September

Raffelet Neueste Nachrichten

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spielen.

W Heutige üliimmH mW 12 Seiten

Serarfrnltunaen am Donnerstag.

StaatStbeater: offene Votttellun«

Hardt v. Gneisen««". WA Uftr.

Kleines Theater: Geschlossen« Vorstellung

könnt. .

25jähriges Geschaftsjubtläum. Am 22. September feiert der Schlossermeister Wilhelm Br üb ach, Mühlengasse 11 sein 25-jähriges

Festnahme eines Schwindlers

Jnseratensammler Rieland alias Adorf in Halle verhaftet.

In gewissen Zertabständen tauchte ab und zu ein Jnseratenschwindler auf, der durch seine Tä­tigkeit unermeßlichen Schaden anrichtet. So war eS am Ende des vergangenen JahreS in Kassel ein junger Mann widerrechtlich als Jnseratensammler ausgetreten, wobei es ihn» dank seines zielsicheren Auftretens leider gelungen war, in finanzieller Hinsicht Er­folge zu erzielen. Dabei sind besonders die kleineren Geschäftshäuser, Handwerksmeister, Schuhmachermeister, geschädigt worden. Im Auftrageseiner Firma", die Weltruf genießen sollte, sammelte er für neu herauszubringende Haustafeln, von denen in Kassel bereits Tausende von den Hausbesitzern bestellt worden waren. Inserate. ... , ,

Als diese Neuerung nicht mehr funktionierte, ließ er sich Speisekarten ansertigen und sam­melte hierfür entsprechende Inserate. AlS ein Schuhmachermeister die Korretturabzuge nicht erhielt, wurde er mißtrauisch und mußte wie so viele andere feststellen, daß er einem Schwind­ler zum Opfer gefallen war. Die Gefchäfts- räume des Herrn Rieland, wie er sich damals nannte, existierten nicht. Eines Tages traf er den Schwindler auf dem Ständeplatz, wie er gerade in ein dortiges Haus verschwand und benachrichtigte die Kriminalpolizei. Leider hatte der Betrüger seinenKunden" wieder et» tonnt und di- .Reit, wo er telephonierte, benutzt, um zu entwischen. , s , . .

Nach Monaten ist eS der Kriminalpolizet in Halle gelungen, und zwar auf Grund eines mit genauer Personalbeschreibung ausgegebe­nen Steckbriefes, den Betrüger festzunehmen. Dabei stellte es sich heraus, daß er noch mit fal­schen Papieren gearbeitet hat: In Kassel hatte er sich als ein gewisser Ni-land eintragen lassen, in Halle wurde er als der Reisende Adorf entlarvt. Da anzunehmen ist, daß alle Geschädigten noch nicht Anzeige erstattet bab-n bittet die Kriminalpolizei Kassel alle diejenigen Personen, die bei diesem Jnseraten­sammler Rieland alias Adorf usw. Inserate für Speisekarten und HcmStafeln aufgegeben haben und auch eine entsprechende Anzahlung geleistet haben, ohne die es ja nicht ging, aufgegeben haben, sich vormittags auf Zimmer 82 zu melden.

Ehrung des GesangvereinsViktoria" Rothenditmold (Kafsel-R.)

Anläßlich seines 50jährigen Vereinsjubilä. ums wurde vom Ministerium hn Kunst, Wis­senschaft und Volksbildung hem Gesangverein »Viktoria Rothenditmold" in Aner­kennung seines ernsten Strebens, sowie seiner erfolgreichen Arbeit in der Pflege des deutschen Männergesanges und des deutschen Volkslte- des eine Bronze-Plakette, nebst Ver» leihungsurkunde durch die Vertretung des Herrn Regierungspräsidenten überreicht.

DirBürgfrfäle" im neuen Gewand

Eine bekannte Kasseler Gaststätte renoviert.

Wieder präsentiert sich eine bekannte Vergnü­gungsstätte Kassels in neuem Gewände. Heinrich Köster hat seine .Bürgersäle" einer gründlichen Neuherrichtung unterzogen. Zu der dunklen Holzbekleidung des Saales ist nun­mehr eine In modernem Rot gehaltene Bema­lung der Wandflächen hinzugekommen, die im Verein mit der Grün-weitz-Behandlung des Ge­bälkes dem Ganzen einen recht gemütlichen und vornehmen Ausdruck verleiht. Auch die Vor­räume (Garderobe usw.) haben eine zeitgemäße farbige Erneuerung erhalten, sodaß die gesam­ten Räume der .Bürgersäle" allen Anforderun­gen an moderne Gesellschaftsräume genügen. Sie werden mit dieser Erneuerung auch weiter wie schon bisher im gesellschaftlichen und Dereinsleben Kassels eine beachtenswerte Rolle

standen, das Geschäft im Lause der verflösse» nen 25 Jahre zu einem Unternehmen zu gestal­ten, das allen Anforderungen, die heute an eine moderne Schlosserwerkstatt gestellt werden, gerecht wird.

4- Personalnachrichten der Landwinschafts- knmmcr. Zu Landwirtschaftsräten wurden aus Grund des Staatsministerialerlasses vom 15. April d. J's. mit Zustimmung des Herrn Mini­sters für Landwirtschaft, Domänen und Forsten ernannt: Die Herren Abtetlungsoorsteher Dr. Sprenger, Senter, Dr Greve, Dr Heßling und die Herren Tr. Schaub und Walter, sowie die Herren Direktoren der landwirtschaftlichen Schulen des Bezirkes.

4- Die große Kasseler Straßenbahn teilt uns mit:Es wird sehr häufig beobachtet, daß Kinder von einem fahrenden Straßenbahn­wagen aus einen entgegenkommenden Wagen mit der Hand zu erreichen versuchen. Es braucht auf die große Gefahr, welche hierdurch für die Kinder entsteht nicht hingewiesen zu werden. Die Begleiter der Kinder können nicht ernst genug darauf aufmerksam gemacht werden, diesem ge­fährlichen Unfug zu steuern. Ebenso lehnen sich Kinder nicht selten sehr weit aus dem Wagen jeraus, obgleich diele? durch besonderen An- chlag in jedem Wagen streng verboten ist. Auch iier müssen die Eltern und Begleiter aufpas- en, weil der Schaffner unmöglich in der Lage st, während der Ausgabe der Fahrscheine die Kinder zu überwachen."

4- Genossenschaftslotterie. Die Ziehung der diesjährigen großen .Wohlfahrtslotterie" der Genossenschaft Deutscher Bühnen- angehöriger findet unwiderruflich in eini­gen Tagen am 5. Oktober statt. Die Veranstal­ter haben besonderen Wert daraus gelegt, die Lotterie so chancenreich wie möglich zu gestalten. Für fünfzig Pfennig kann sich jeder die Mög­lichkeit schaffen, ein schlüsselfertiges Landhaus mit Stallung und lebendem Inventar (erbaut am Wohnsitze des Gewinners) zu erwerben. Aus der großen Anzahl der weiteren Gewinne seien noch hervorgehoben: Ein 8 ZYl. Horch-Au­to, eine 4- Zimmer-Einrichtung, Motorboot, ein Feurich"-Stutzflügel, Motorräder, Kleinauto usw. Wir verweisen auf die durch Plakate kenntlich gemachten Verkaufsstellen. Also . . .

4- Staatliches Theater. Die nächsten Sonn­tag halb zwölf Uhr stattfindende Aufführung von vierzehn von der Ballettmeisterin Rita Rokst erdachten und einstudierten Tanzbilder bringen folgende Musiker: Beethoven, Chopin, Coflec, Delibrs, Grieg, Gounod, Marie, Pieruee, Sarasate, Schubert, Sibelius und Waldteufel. Beschäftigt sind sämtliche Tänzerinnen und Ele­vinnen der Ballettschule. Der Abschluß der Liste für das neue Dauerkartenjahr Hal einen Zuwachs der Teilnehmer von hundertzehn Pro­zent ergeben. Es ist damit die bisher weitaus größte Anzahl von Dauerkarteninhabern er­reicht worden. Die neue Reihe 1927/28 beginnt am Donnerstag, den 29. September mit A. 1 .Tannhäuser".

-i- Von den städtischen Volksbüchereien. Vom städtischen Nachrichtenamt wird mitgeteilt: Die städtische Volksbücherei 3, Gräsesttaße Nr. 18, Wehlheiden, bleibt wegen Instandsetzung der Büchereiräume von Donnerstag, 22. September ab elf Tage geschlossen. In dieser Zett können die Leser die Volksbücherei 1, Wolfhagerstraße 1) benutzen. Wiedereröffnung der Bücherei 3: Montag, 3. Oktober. Für alle aus Volksbüche­rei 3 entliehenen Bücher, deren Rückgabe zwi­schen 22. September und 2. Oktober fällig wäre, verlängert sich die Leihfrist ohne weiteres um elf Tage.

-r- Gauner bei der Arbeit. Am Dienstag abend wurde nach dem Zufluchtsheim ein 19jähriger junger Mensch gebracht, welcher eini­gen Gaunern in Kassel in die Hände gefallen war. Er benutzte seine Ferienzeit zu einer Reise von Leipzig nach Kassel. Hier machte er die Bekanntschaft einiger halbwüchsiger Bur­schen, welche mit ihm verschiedene Wirtschaften besuchten, bis er betrunken war. Dann liefer­ten sie ihn in den Abendstunden noch ordnungs­gemäß in dem Zufluchtsheim ab. Als der junge Mann am andern Morgen seinen Rausch aus- gefchlafen hatte, mußte et die Feststellung ma­chen, daß ihm seine ganze Barschast in Höhe von 4050 Mark entwendet war, außerdem fehlten auch noch sämtliche Ausweispapiere. Da der Bestohlene nur ungenaue Angaben über die Täter machen konnte, erscheint die Verfolgung derselben sehr schwierig. Der Tatbestand wurde der Kriminalpolizei unterbreitet.

4- Allerlei vom Tage. Am Ufer der Fulda vor der Schlagd verletzte sich heute morgen ein Arbeiter dadurch, daß er mit der Hand in das Zahnradgetriebe eines Greifers welcher dort zum Heben der Kiesmengen aufgestellt ist, ge- : riet. Es wurden ihm dabei mehrere Finger der rechten Hand abgequetscht. Ter Schwerverletzte ; wurde zuerst von der Sanitätswache Fuloa- ; brücke verbunden und von dort aus in ärftlichs ; Behandlung gebracht. Die Unsitte der Kin­der, mit Steinen zu werfen, hatte am Dienstag nachmittag wieder üble Folgen In der Alt- stadt wurde ein Junge dadurch so gefährlich ge­troffen, daß er eine klaffende Kopfwunde er» , hielt, die von der Sanitätswache Fuldabrücke verbunden werden mußte. In der Früh er­schien heute eine Mutter mit ihrem eineinhalb , jährigen Kind auf der Arbeiter-Iamariterwa- che, Waifenhausstraße, um dasselbe verbinden zu lassen. Das Kind hatte in der Küche am Feuer gespielt, wobei die Ofentür aufgegangen war und ihm die Glut auf die Hände fiel. Meh­rere schwere Brandwunden waren die Folge. Die gleiche Wache brachte gestern den in Wahn- haufen festgenommenen Tobsüchtigen, welcher

1 bekanntlich feine Umgebung fchwer bedroht hatte , nach der Heilanstalt Heina Am Altmarkt wurde

am gestrigen Tage ein Manu festgenommen, dem man in anaetrunfenem Zustand in einer Wirt­schaft Getränke verweigert batte Aus Wut hierüber war er im Begriff, eine große Schau- t fensterscheibe einzufchlagen Er wurde nach dem Zuslitchtsbeirn gebracht.

nrngSfreiheit von der Krankenkasse abgelehnt, so kann gegen die Entscheidung daS Verstche- rungsarnt und gegen dessen Entscheidung das Oberversicherungsamt angerufen werden.. Die wichtigste Aenderung gegenüber den bisherigen BefreiungAwstimmungen ist die, daß Haus­angestellte (außer in der Landwirlfchaft) nicht mehr befreit werden; diese müssen ab L Oktober dieses JahreS Witter Bei- ttäge zur Arbeitslosenversicherung enttichten Auch für die unter Ziffer 2 fallenden Personen ist insofern eine Erschwerung eingetreten, als diese 6 Monate vor Ablauf des Vettrages oder nach der Kündigung Beiträge zahlen müssen. Ganz besonders wird darauf hingewiesen, daß Arbeitgeber den doppelten Beitrag für eine be­stimmte Zeit zahlen müssen, wenn durch ihr Ver schulden das Arbeitsverhältnis der unter Ziffer 2 genannten Personen beendet wird, bevor die Versicherungsfreiheit erloschen ist. Auskünfte über die Befreiung erteilt das Arbeitsamt Kassel und die zuständigen Krankenkassen.

Die Arbeitslosenversicherung.

Wer kann von der ArbeitSlosenverficherung be- freit werden?

1. Land- und forstwirtschaftliche Arbeiter, so­wie deren Ehefrauen und Abkömmlinge, wenn sie Eigentümer oder Pächter, land- oder sorst- wirtschafttichen Grundbesitzes von solcher Größe sind, daß sie von dessen Ertrag in der Haupt- » leben können. Voraussetzung ist jedoch.

sie üblicherweise weniger als die HäUie des Jahres als Arbeitnehmer tätig sind. Bei welcher Mindestfläche Befreiung eintritt, be- ftimmt das zuständige Landesarbeitsamt.

2. Die unter Ziffer 1 genannten Arbeiter, wenn sie a) auf Grund eines schriftlichen Ar­beitsvertrages von mindestens einjähriger Dau­er beschäftigt werden oder b) auf Grund eines schriftlichen Arbeitsverttages auf unbestimmte Zeit beschäftigt werden und ihnen ohne wichti­gen Grund nur mit mindestens sechsmonatiger (bisher 3 Monate) Frist gekündigt werden darf. Die Versicherungsfreiheit erlischt in den Fällen des Ws. a) sechs Monate vor Wlauf des Ar- beilsverhältnisseS sofern nicht vorher die Dau­er des Arbeiüsvertrages um mindestens em weiteres Fahr verlängert wird; in den Fällen zu b) mit dem Tage der auf die Kündigung des Arbeitsverhältnisses folgt.

3. Die Ziffer unter Ziffer 1) genannten Ar­beiter, sofern sie zu den im Paragraphen 165 Abs.1 Nr. 1 der Reichsversicherungsordnung be­zeichneten Personen gehören (Hausgehilfen) und in die häusliche Gemeinschaft des Arbeitgebers aufgenommen sind (Gemeint ist hier das länd­liche Gesinde Knechte und Mägde.)

4. Lehrlinge auf Grund eines schriftlichen Lehrvertrages von mindestens zweijähriger (in der Landwirtschaft einjähriger) Dauer.

5. Auf Antrag des Arbeitgebers kann Befrei­ung eintteten. wenn dieser mindestens seit 1. 10 26 eine finanziell gesicherte Einrichtung zur Versorgung seiner Arbeitnehmer für den Fall der Arbeitslos,akeit unterhält.

Soll die Versicherungsfreiheit in Anspruch genommen werden, fo ist eine vom Arbeitgeber- und Arbeitnehmer unterzeichnete Anzeige bei der zuständigen Krankenkasse einzureichen. Die Befreiung beginnt mit dem Montag der Woche, in der die Anzeige eingeht. Wird die Versiche-

Lokalnachrichten vom Tage.

Erholungsheim für junge Mädchen in Nordholz. Das Deutsche Rote Kreuz besitzt seit einiger Zeit in Nordholz bei Cuxhaven ein Ju­gendheim, das eigens für junge Mädchen im Alter von 16 bis 20 Fahren zur Erholung ein­gerichtet ist. Das Jungmädchenheim von Nordholz liegt in schöner reizvoller Landschaft und wird durch den Einfluß eines milden Nordfeeklimas und reiner Waldlust gesundheit­lich auch jetzt in der vorgeschrittenen Jahreszeit ganz besonders begünstigt. Außer guter Ver­pflegung bei mäßigem Preise wird ärztliche Ueberwachung geboten. Anmeldung und Aus­kunft durch die Heimverwaltung des Deut­schen Roten KreuzeS in Berlin W. 10, Corneliusstratze 4 B. _

4- Goldene Hochzeit. Am 22. September begehen der allseitig beliebte und geschätzte Kaufmann Fritz Knierim mit ferner Gemah­lin Minna, geb. Stramm, Wilhelmsh. Allee 4 in geistiger und körperlicher Frische, das seltene Fest der goldenen Hochzeit. Der im 76. Le­bensjahre stehende Jubilar ist ein geborener Kasselaner.

4- Ahlheimer Turmbaulotterie. Den Haupt­gewinn der Ahlheimer Turmbaulotterie in Ge­stalt eines Autos gewann der Kriegerverein Ersrode (Kreis Rotenburg.)

Hindenburg-Spende. Die Aachener und Münchener Feuerversicherungs-Gesellschaft in Aachen (Verwaltung für den Regierungsbezirk Kassel und Waldeck, Kassel, Hohenzollernstr. 25) bat, wie wir hören, der Hindenburgspende tn Anbetracht ihres hohen und edlen Zweckes einen Beitraa von 10000 Mark überwiesen Die mehr als 100 Jahre alte Gesellschaft ist durch ihre latträftige Förderung sozialer wohl­tätiger und kultureller Aufgaben rühmlichst b£»

Wo untere Helden ruhen.

Gefllschaftsfahrten zu den Kriegsgräbem in Frankreich und Belgien.

Am 15. September ist das Kasseler Verkehrs­büro ins Leben gerufen, welches tm Verein mit der Kraftomnibusverkehrsgesellschaft (Fascher) Gefellfchaftsfahrten yx den Kriegergräbern in Belgien und Frankreich unternehmen will. Die erste Fahri beginnt am 30 September 7 Uhr und endigt am 11. Oktober 20 Uhr. Der F-chr- preis beträgt 205 30 Mark pro Person. Die Route ist folgende: Kassel, Fritzlar, Marburg, Gießen, Wetzlar, Weilburg, Limburg, Koblenz. Köln, Aachen. Lüttich. Brüssel, Gent, Ypern, Lille, Reims, Paris. Epernah, Chalon Tul, Nanci, Luueville, Saarburg, Zabern, Straß­burg, Rastatt. Heidelberg, Darmstadt, Frankfurt Kassel Ter Omnibus, welcher jeden Tetlneh- mer alle interessanten Sehenswürdigkeiten rest­los erfchließen wird, dürste sich auf alle Falle als sicheres Verkehrsmittel erweisen. Unter kun­diger Führung wird jeder Teilnehmer voll aus seine Kosten kommen. Die Fahrgäste muffen ihre Anmeldung zur Mitfahrt unter Beifügung eines Paßbildes an daS Kasseler Verkehrsburo Bahnhofstr. 27 bis zum 25. d. Mts einsenden. Die Abstempelung der Pässe durch das Fran­zösische und Belgische Konsulat in Frankfurt, wird durch das Kasseler Derkehrsbüro, gegen Erstattung der Selbstkosten, erledigt Für Un­terkunft und billigste Verpflegung ist Sorge ge­tragen. Fernmündliche Auskunft unter Rr. 6022

Wie wird das Wetter?

Wieder Regen zu erwarte«.

Der Frankfurter Wetterdienst äußert sich heute wie folgt: Das Zwischenhoch, das von Westen heranrückt, hat auch bei uns zunächst weitere Bewölkungsabnahme gebracht. Noch im Laufe des heutigen Tages wird iHoch ein neues Fallgebiet wieder statte Be- w ö l k u n g später auch Niederschläge bringen.

Vorhersage bis Donnerstag abend:

Wolkig, zeitweise auch bedeckt mit Regen- fällen. Temperaturen wenig geändett. westliche Winde.

~ ~ ---- . -. - - , , ~ 20 Uhr.

Geschüstsjubiläum. Der Jubilar hat es vec- Stadtvark (fltlncr Gaal): Kaffee-Konzert.

Wankende Funktttrme.

Potsdam, 21. September. (Privattelegramm.) Auf dem Teltower Funkgelände werden zurzeit fünf neue Türme für drahtlofe Fernphotogra­phie errichtet. Drei dieser Türme sind bereits fettiggestellt; heute nacht ist jedoch der zuerst er­baute trotz starker Absteifung (vermutlich wegen des starken Sturmes) zufammengestürzt. Da der zweite Turm in der Höhe ebenfalls starke Schwankungen zeigte, wurden die umliegenden Gerätehäufer geräumt.

Der Jftelenfeftungsgattel im Westen.

Brüssel, 21. September. Die Blätter bestätig gen die Nachricht über das Zustandekommen ei« ner belgisch-französischen Militärallianz. Zwi­schen den Generalstäben fei eine völlige Heber« einstimmung über den Ausbau der belgifchen Verteidigungsanlagen erzielt worden. Marschall Petaine habe seinerzeit in Brüssel ver« langt, daß Belgien den Ausbau feiner Grenzbe« fesiigungen den französischen Befestigungsfach, leuten überlasse. (So bewaffnen sich die beiden Kriegsgewinnler bis an die Zähne, während sie uns jeden überzähligen Hufnagel und jede teere Patronenhülse als Friedensverbrechen ankrei- bcn. D. Red.)

Sm Drama auf dem Aride.

Artern (Thüringen, 21. September. (Pri- battelegratnm.) In Schönfeld erschoß heute früh ein Landwirt auf dem Feld dicht beim Dorfe mit seinem Jagdgewehr eine schlesische Saisonarbeiterin und dann sich selbst. Der Grund zur Tat ist unbekannt.

Wer wird Gruppenkommandeur In Kassel.

Berlin, 21. September. Einer Pressenotiz zufolge verlautet, daß der Reichswehr-Divi­sionskommandeur tn München, General Kreß von K reff en stein, der Rachfolger Rein­hardts werden soll.

DrerkvNer ai< Gast In der Dollar-Metropole.

Washington, 21. September. (Durch Funk­spruch.) Der deutsche Meistettchastsschwimmer Ernst Bierkötter traf zum Besuch der ametitoni« scheu Bundeshauptstadt hier ein. Der deutsche Geschäftsträger, Dr. K i e p, veranstaltete ihm zu Ehren ein Frühstück, bei dem insbesondere die amerikanische und die deutsche Presse vettreten waren.

Durch die Hitze ruiniert.

London, 21. September. (Eigene Drahtmel­dung.) Zufolge der langen Trockenheit in Australien sind in Queensland mehr als sie« den Millionen Schafe eingegangen. Biele Farmer stehen vor dem Ruin.

Das neue Strafgesetzbuch im Werden

Bettiu, 21. September. (Funktelegramm.)' Der Sonderausschuß für das Strafgesetzbuch trat heute zu seiner ersten Sitzung zusammen. Reichsjustizminister Hergt war von seiner Wie­ner Reise noch nicht zurück. (Siehe Depeschen 2. Seite). Reichstagspräsident Loebe war an­wesend. Die Beratungen wurden von dem Vorsitzenden Abg. Dr. Kahl (D. Vpt.) mit längeren Ausführungen über den Geist der dem Entwurf zugrunde liege, eingeleitet.

Edrftotz in Spanten.

Madrid, 21. September. (Eigene Drahtmel- dung.) Aus Jijona in der Provinz Alicante wird gemeldet, daß gegen elf Uhr morgens ein Erdstoß verspürt wurde. Es sind jedoch keine Opfer zu beflogen. Heber Materialschaden ist nichts bekannt.

Wildwest in der DoNarstadt.

Chicago, 21. September. (Funktelegramm.) Sechs mit Jagdgewehren bewaffnete Männer überfielen mehrere Kasfenboten und raubten ihnen 95 000 Dollar.

von einem Schulmädchen m den Tob gejagt

Berlin, 21. September. (Privattelegramm.) Drtt Einwohner des Ortes Rastenberg in Thü­ringen waren kürzlich von einem zwölfjährigen Schulmädchen beschuldigt worden, sich an ihm unsittlich vergangen zu haben. Der eine er­hängte sich, ter zweite verfiel in Jrrfinn, Der dritte wurde verurteilt. Gegen das Urteil legte die Staatsanwaltschaft Berufung ein. Das Gericht sprach jetzt den dritten Angeflagten frei, da die Behauptungen des Mädchen un« wahr erscheinen.

Nr. 222. 17 Jahrgang._________________

den Vortrag über »Wesen und Ziel der Fichte- Hochschule". der der »Stahlhelm" korporarrv angeschlossen ist. Die bet dem

Gausporttag in Göttingen

siegreich gewesenen Mitglieder der Ortsgruppe wurden durch künstlerische Bronzeplaketten aus­gezeichnet. Im unterhaltenden Tefl des Abends wurden vier FUme vorgeführt, die die alten Frontkämpfer wieder in die Zeit des großen Krieges versetzten. Hindenburgs österreichisch» ungarisches Regiment, Bilder aus dem Kampf um Kolomna, die große Durchbruchsschlacht bet Cambrai und interessante Ausnahmen eng­lischer Tanks weckten in den Zeugen jener Zeit lebhafte Erinnerungen. Nach einem Schluß­wort des Gauführers fand der inhaltretche Wend mit dem gemeinsam gesungenen Deutsch­landlied ein harmonisches Ende. ee.

Letzte Depeschen.

Die Lüge muß sterben.

Die Deutschnationalen und Tannenberg. Königsberg, 21. September.

Bei Eröffnung des T-eutfdjnationalen Par­teitages führte der Vorsitzende, Graf Westarp il a. aus: An der Stätte von Tannenberg hat der Reichspräsident bezeugt, daß das deutsche Schwert nur zur Verteidigung des Vaterlandes gezogen, rein geblieben ist, daß alle jene Be» hmrptungen von deutscher Kriegsschuld und deutschen Kriegsgreueln unwahr find, erdichtet zu unserer Verntchtng. Des Reichspräsidenten Mtträftiges Eintrtten für die Reinheit der deutschen Heere legt »ns eine ernste Verpflich­tung auf, nicht müde zu werden, und nicht zu ruhen, bis Deutschland im einmütigen Wollen des ganzen deutschen Volkes die erzwungene und erpreßte Schuldlüge von sich geworfen hat. Die Versammlung stimmte einmütig und be- geistett der von Graf Westarp vorgeschtagenen Huldigung an den Reichspräsidenten zu. Als­dann fprach Graf Westarp über ,Söege zur Macht in Reich und Ländern". .

Aehnlich wle bel uns.

GehaltSbewegung auch in Oesterreich.

Wien, 2L September.

In Oesterreich ist die Bundesbeamtenfchaft in eine allgemeine Gchaltsbewegnng eingetreten. Es werden zwölf- bis fünfzehnprozentige Erhö­hungen gefordert. Groß- und Kleinhandels« preise in Wien sind in unausgesetztem Stei« gen begriffen.